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SnowCrash
Senior im Astrotreff

Deutschland
135 Beiträge

Erstellt am: 26.09.2020 :  12:14:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen!

Ich spiele schon länger mit dem Gedanken mir einen 3D Drucker zuzulegen. Mittlerweile sind sie ja auch definitiv bezahlbar und auch technisch soweit das sie "Out of the box" gute Ergebnisse erzielen. Jetzt ist mir von meinem Baader SkySurfer lII ein Teil vom Adapter abgebrochen. Cyanolit, UHU Plus oder was auch immer hat alles nicht so wirklich gehalten. Habs jetzt mit zwei Mini Schräubchen gelöst daß Problem. Nichts desto trotz wäre hier ein 3D Drucker optimal gewesen. Nicht nur das man das defekte Teil ersetzen kann, man kann es natürlich auch auf seine eigenen Bedürfnisse erweitern/verbessern. Natürlich muss man sich erstmal in die Programme einarbeiten und ein 3D Model erstellen aber erstens will ich von mir behaupten daß es für mich kein Problem darstellen sollte und zweitens macht sowas ja auch Spaß.

Ich denke der ein oder andere hat mit Sicherheit schon einen 3D Drucker Zuhause stehen oder kennt sich über Freunde/Bekannte oder aber von der Arbeit her mit solchen Geräten aus. Natürlich meine ich nicht die hochpreisigen Drucker im vier stelligen Euro Bereich. Ich würde sagen bis maximal 500€ sind eine gute Investitionsgrundlage und man bekommt hier für den Heimgebrauch schon was ordentliches. Der Drucker sollte nicht ganz so exotisch sein um auch bei Problemen eine solide Community und Ersatzteilversorgung zu haben.

Wer mir also hier Vorschläge, Infos, Empfehlungen und Tipps geben kann - immer her damit. Natürlich auch von welchen Modellen abzuraten ist, wäre gut zu wissen.

Gruß, CS und "Gut Druck"

Thorsten

Man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen!
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Mein Equipment:
Optiken: Celestron EdgeHD 800 (inkl. HyperStar) | MAK 90/500 | WO Megrez 72FD
Ferngläser: Revue 7x50 | Celestron SkyMaster 20x80
Montierungen: iOptron GEM45-EC | Skywatcher Star Adventurer
Kameras: ASI294 MC Pro | ALTAIR GP-CAM AR0130C | Canon EOS 750D | Canon EOS 1000Da
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SnowCrash
Senior im Astrotreff

Deutschland
135 Beiträge

Erstellt  am: 30.09.2020 :  20:34:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich pushe den Beitrag nochmal, vielleicht gibt's doch noch die ein oder andere Antwort.



Gruß Thorsten

Man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen!
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TGM
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1180 Beiträge

Erstellt  am: 30.09.2020 :  21:04:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thorsten,

bevor du einen Drucker anschaffst, es gibt viele Dienstleister die das Ausdrucken von 3D Teilen anbieten, dann siehst ob es sich lohnt und wie viel Spaß dir 3D-Konstruktion bereitet.

beste Grüße

Thomas


Bearbeitet von: TGM am: 30.09.2020 21:05:08 Uhr
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Kerste
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1385 Beiträge

Erstellt  am: 30.09.2020 :  23:25:22 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Kerste's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi!

Von mir der selbe Tipp – ich bin bei https://i.materialise.com/de statt einem eigenen Drucker gelandet. Das gilt zumindest, wenn du gute Ergebnisse willst, dich nicht mit der Drucktechnik beschäftigen und nicht allzuviele Teile drucken willst. Der Druck kostet zwar, aber dafür musst du dich nicht um Sachen wie schrumpfendes Material oder Wärmebeständigkeit kümmern. Ich habe mir da zwei Filterschachteln drucken lassen, die einfach passen und gut aussehen, während der 3D-Drucker von einem Freund eine deutlich rauere Oberfläche produziert, und ich noch was wegfeilen musste. Und ein selbstgedruckter Smartphonehalter war in der Sonne geschmolzen...

Wenn du gerne bastelst und keine Probleme mit dem Einrichten von dem Drucker hast, sondern dir das Spaß macht, dann lohnt sich ein eigener Drucker. Wenn das Ergebnis unkompliziert und hochwertig sein soll, und du nicht viele Dinge brauchst, lohnt sich ein Dienstleister. Und du sparst dir die Anfragen, ob du für deine Freunde nicht schnell mal was drucken könntest:-)

Beste Grüße,
Alex

Literatur zur Astronomie mit dem Fernglas:
http://www.fernglasastronomie.de
http://freebook.fernglasastronomie.de
Auch auf Amazon.de
Are you following me? https://twitter.com/AlexKerste

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fastride
Meister im Astrotreff

Schweiz
688 Beiträge

Erstellt  am: 01.10.2020 :  07:35:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Es lohnt sich auch bei den Anbietern Preis und Leistung zu vergleichen. Die Konkurrenz wächst und die Preise fallen bei steigender Qualität.
Es gibt mehr 1-Mann Kleinbetriebe als man denkt, die eine 3D Drucker haben, denn aber nirgends anpreisen.
Ich dachte zunächst auch über den Kauf eines 3D-Drucker nach, aber für 1l Milch brauche ich keine Kuh.
Man glaubt es kaum, wen der Wirt einer Dorfkneipe alles kennt. Die erste Anfrage war schon ein Volltreffer.
Für die wenigen 3D-Drucke, die ich brauche, hab ich jetzt eine günstige und lokale Lösung.







Gruss Konrad

Galaxy D10, 114/900 Newton
Carl Zeiss: Binoctar 7x50, Jenoptem 10x50, Swarovski Habicht 7x42, Steiner Firebird T 8x30

Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht !

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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 01.10.2020 :  12:00:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Thorsten,

solltest Du Dich dennoch darauf einlassen selbst zu Drucken, kann ich Dir aus persönlicher Erfahrung den Creality Ender 3 V2 empfehlen. Das Ding funktionierte bei mir von Anfang an sehr gut, wenn man ihn sorgfältig zusammen baut. Ein Video mit, wie ich finde, sehr guten Tipps findet sich hier. Nach dieser Anleitung zusammengebaut hat der Drucker bei mir vom Start weg sehr sauber gearbeitet.

Es sollte aber klar sein, dass ein 3D Drucker nicht mit einem '2D Drucker' vergleichbar ist, was die Komplexität angeht. Und Geld spart man natürlich auch eher nicht, wie es überhaupt für privat Leute keine rationalen Gründe gibt so ein Ding zu kaufen .

Viele Grüße
Michael

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whitecrane35
Senior im Astrotreff


122 Beiträge

Erstellt  am: 01.10.2020 :  12:34:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Bei 3D-Druck ist das so eine Sache. Ich habe etliche Drucker gehabt und auch gebaut. Wenn du was vernünftiges haben willst, lass die Finger von den billig Druckern. Schliesslich darf man Sicherheitsaspekte nicht außer acht lassen.

Ich würde dir je nach Budget zu einem Prusa MK3S oder noch besser der modifizierten Version Caribou3D MK3s raten. Dann hast du einen stabilen Open source Drucker und zudem noch gute Komponenten. Ich habe von den bereits mehrere gebaut und einen von denen sogar für PEEK Druck für bis zu 450°C modifiziert gehabt.

Neben dem 3D-Drucker brauchst du natürlich noch ein passendes Material. Ich drucke Teleskopteile wie E-mount zu 2" Adapter oder Adapter mit Gewinde mitPolycarbonat Material (Filament). Aber: Für Anfänger sehr schwer zu verarbeiten. Im 3D-Druck wird für Überhänge Stützmaterial verwendet. Das muss nach dem Druck entfernt wieder entfernt werden. Oder man designt sich die Komponenten so, dass Überhänge noch Druckbar sind. Kleine Komponenten müssen in mehrfacher Ausführung gedruckt werden. Sie sind klein, sodass die Düse ständig am Material heitzt und es somit nicht auskühlen kann. Benutzt man jedoch den Lüfter, können sich die einzelnen Schichten lösen oder noch schlimmer, die Temperaturunterschiede sind zu hohe und das Material verformt sich (Warping). Also da gibt es wirklich viele Baustellen. Mittlerweile gibt es aber auch gute Blend Materialien, die so zusammengesetzt sind, dass auch Anfänger damit arbeiten können.

Falls du Fragen hast, einfach her damit. Zu dem Thema gibt es einiges zu sagen. Einfach auspacken und loslegen ist nicht. Auch hier gibt es Jusiterarbeit ;) aber alles im Rahmen

3D-Drucker-Experte ;)
Bislang 3D-gedrucktes Teleskop basierend auf Raspberry Pi und Raspi HQ Kameramodul.

Bearbeitet von: whitecrane35 am: 01.10.2020 12:44:50 Uhr
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Erposs
Senior im Astrotreff


213 Beiträge

Erstellt  am: 01.10.2020 :  13:36:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: SnowCrash

Mittlerweile sind sie ja auch definitiv bezahlbar und auch technisch soweit das sie "Out of the box" gute Ergebnisse erzielen.



Das erzählt die Werbung, die Realität ist halt so, daß 3D Druck immer experimentel ist. 3D-Druck ist eher ein eigenes Hobby und kann alles mögliche sinnvoll ergänzen.
Wenn Du Spaß am tüfteln hast, mit etlichen Mißerfolgen leben kannst, bereit bist immer wieder lange Einstellprozeduren durchzuführen, dann könnte 3D-Druck etwas für Dich sein.
Bist Du eher ungeduldig, dann nutze lieber die Dienstleister im 3D-Druckbereich. Mit CAD musst Du Dich sowieso auseinandersetzen, der Dienstleister erledigt dann die Einstellprozeduren (am Slicer) und Du bekommst Dein Teil nach Hause.

Gruß, Jörg!

Bearbeitet von: am:
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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 01.10.2020 :  14:15:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo !

Die beiden letzten Beiträge möchte ich gern ein wenig relativieren, da sie sich nicht mir meinen Erfahrungen deckt. Ich habe den Drucker jetzt ca. 2 Monate und auch wenn sicherlich nicht alles glattlief und ich auch mit schlecht haftenden Drucken und verknotetem Filament (ok, das war mein Fehler) zu kämpfen hatte, war es doch so, dass >80% aller Drucke ohne Probleme durchliefen. Der Drucker steht auf einer alten Marmorplatte und drüber hängt ein Rauchmelder. Das Druckbett habe ich bisher einmal (sehr penibel) gelevelt und musste das bisher nicht wiederholen.

Ich habe vorher viel über 3D Drucker gelesen und war im Nachhinein überrascht, dass ich deutlich weniger Probleme hatte als viele in den Foren. Es scheint nicht mehr ganz so schlimm zu sein wie noch vor einiger Zeit. Der Ender 3 V2 kommt zwar auch aus China, aber ich wüsste wirklich nicht, was (außer einem OctoPi) man noch ergänzen müsste.
Trotz allem ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Materie auf jeden Fall angeraten. Dann aber ist es eine echte Bereicherung der eigenen Möglichkeiten und man glaubt kaum, was einem alles Ein- und Auffällt.

Viele Grüße
Michael

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kingpin
Meister im Astrotreff

Deutschland
277 Beiträge

Erstellt  am: 01.10.2020 :  17:48:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche kingpin's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

ich habe eigentlich bis vor kurzem alles von einem Bekannten auf einem Ultimaker s5 drucken lassen.
Auch so tolle Sachen wie BASF innofil PAHT CF, was ein Filament mit Carbon Fasern ist und man da zwar ein Rubin Düse braucht aber die Festigkeit ist der Hammer z.B für Teleskopschellen und so ;)
Trotzdem habe ich mir jetzt einen eigenen Drucker zugelegt und zwar den Prusa i3 MK3s.
Extrem unkompliziertes Teil, einfach hinstellen und drucken.
Wenn man mal so ein Teil hat fällt irgendwie immer was an.
Man konstruiert halt schnell was und lässt es drucken, bevor man anfängt irgendwas selber hinzusägen und zu feilen.

Grüße
Carsten


Landscape und Astrofotografie auf flickr
Astrofotografie auf flickr

Bearbeitet von: am:
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anthoja
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
15 Beiträge

Erstellt  am: 01.10.2020 :  18:02:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
hallo SnowCrash
Kann dir 3d Drucker als Hobby nur empfehlen .Es macht Spass auch wenns mal schiefgeht
Ich Hab ein Creality CR-10 funktioniert gut
Selber Konstruieren ist kein muss es gibt viele Vorlagen auf Thinkiverse:

https://www.thingiverse.com/search?q=astronomie&type=things&sort=relevant

Der Nachfolger von meinem cr10:
https://www.youtube.com/watch?v=6m5x87RdYdU


viele Grüsse anthoja

Bearbeitet von: anthoja am: 01.10.2020 22:58:21 Uhr
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SnowCrash
Senior im Astrotreff

Deutschland
135 Beiträge

Erstellt  am: 02.10.2020 :  12:15:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen!

Das hat sich ja gelohnt den Beitrag nochmal zu pushen.

Vielen Dank erstmal für die Beiträge und Tips.

Das es diverse Anbieter/Dienstleister gibt welche 3D Drucke herstellen ist mir bewusst. Mir geht es aber auch an das "Hobby 3D Drucker" an sich. Das nicht immer alles auf Anhieb funktioniert denke ich ist jedem klar. Die Astronomie ist da ja nicht wirklich anders, nicht umsonst gibt es dieses Forum und nicht von irgendwo her kommen hier täglich neue Fragen auf.

Meine Intuition liegt also auch darin begründet sich in ein neues, technisches Thema rein zu arbeiten. Nich alles ist von Anfang an perfekt. Aber: Learning by doing oder auf deutsch: Übung macht den Meister.

Jetzt Mal zu den vorgeschlagenen Geräten: An den Druckern von Creality kommt man ja nicht vorbei wenn man nach dieser Thematik sucht. Die sind ja wohl auch weit verbreitet und haben, wie von mir "gewünscht" eine große Community.

Zitat:
Ich Hab ein Creality CR-10 funktioniert gut


Ja Anthoja diesen habe ich mir auch schon Mal angesehen, genauso wie den Ender.

Zitat:
...Der Ender 3 V2 kommt zwar auch aus China...


Das stimmt wohl Michael, aber warum soll das schlecht sein. Teleskope und Equipment kommt auch von dort und ist ja nicht perse schlecht. Ich hatte mir den Ender 5 angeschaut, der liegt nämlich noch in meinem Budget.
Hier wurde mehrfach der Begriff Carbon erwähnt.

Carsten:
Zitat:
Filament mit Carbon Fasern


whitecrane35:
Zitat:
Polycarbonat Material (Filament)


Kann ich dieses Material mit "jedem" Drucker drucken oder benötigt es da einen speziellen bzw eine Umrüstung?

Das ich mir einen Drucker zulegen werde steht außer Frage. Es benötigt meiner seits aber definitiv noch viel Recherche bis ich weiß was genau er, für meine Bedürfnisse, können soll.

Sehr treffend sind folgende Aussagen:
Michael:
Zitat:
Dann aber ist es eine echte Bereicherung der eigenen Möglichkeiten und man glaubt kaum, was einem alles Ein- und Auffällt.

Carsten:
Zitat:
Wenn man mal so ein Teil hat fällt irgendwie immer was an.


Ich denke auch wenn man Mal so einen Drucker besitzt, sich damit besser auskennt und die Möglichkeiten erkannt hat, findet man immer etwas das man Mal "schnell" drucken kann. Schnell ist jetzt natürlich mit einem ironischen Unterton gemeint. Allerdings mit Sicherheit schneller als einen Dienstleister zu beauftragen, dann mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein und dann war alles für die Katz.

Gruß Thorsten

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wynnie
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348 Beiträge

Erstellt  am: 02.10.2020 :  14:29:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Thorsten,

ich finde es nicht schlimm, dass der Drucker aus China kommt. Jedoch hat 'whitecrane35' suggeriert, dass billige Drucker (und zu denen gehören die chinesischen in der Regel) etwas seien, von dem man am besten die Finger lässt. Sicherlich sind Drucker für 900€ besser, aber das war es mir nun wirklich nicht wert.

Das Carbon ist ja nur ein Zuschlagsstoff. Es kommt auf den Grundstoff des Filaments an, ob man es mit einem Drucker gut verarbeiten kann. PLA und PETG sind sicherlich die am weitesten Verbreiteten Kunststoffe. ABS dünstet recht giftig und kann, nach meiner Kenntnis, nur gut gedruckt werden, wenn der Bauraum geschlossen ist. Da Carbon abrasiv ist, sollte man Düsen aus Edelstahl oder Titan einsetzen. Rubin hält sicher länger, ist aber ziemlich teuer (~95€). Das das Zeug aber ordentlich Geld kostet, wird man es wohl nicht so oft verwenden.

Polycarbonat wird bei so hohen Temperaturen gedruckt (250-270°C), dass der Teflonschlauch, durch den bei einfachen Drucken das Filament geführt wird, dass nicht aushält. Das gleiche gilt für Nylon. In der Regel wird aber PETG oder sogar PLA völlig ausreichen.

Ich habe den Ender 3 V2 gewählt, weil er nicht zu groß, nicht zu komplex, nicht zu teuer für den Einstieg ist. Gleichzeitig hat er viele Verbesserungen gegenüber dem Ender 3 (pro) erfahren. Er funktionierte bei mir jedenfalls 'out of the Box' (mit den Tipps aus dem Video).

Viele Grüße
Michael

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whitecrane35
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122 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2020 :  10:43:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Einen 3D-Drucker auszupacken und loszulegen, dass kan funktionieren. Aber kalibriert (Druckbett an Druckdüse ausrichten) müssen einige Drucker dennoch. Ein Dremel 3D45 macht das von alleine, aber dann bist du sehr eingeschränkt bei Upgades. Ein Prusa i3MK3S muss kalibriert werden. Wenn das Gehäuse nicht mit den richtigen Abständen der Achsen montiert wird, dann bekommst du auch keine Kalibrierung hin. Es ist eben wie ein Teleskop. Fangspiegelspinne falsch montiert wirkt sich dann auch auf die restliche Justage aus.

Also für mich macht es schon einen Unterschied, ob ich ein Netzteil ohne Prüfzeichen habe oder ein Meanwell Markennetzteil. Funktioniert tun die Chinadrucker auch. Mein erster Drucker war ein Anycubic i3 Mega. ABER: Man beginnt schnell mit ersten Modifikationen und da braucht nur mal der Mikrocontroller oder der Thermistor auszufallen, und die Bude fängt an zu qualmen. Klar kann das mit mit Makrneprodukten auch passieren, aber wenn du mal mit einem 300 und einem 1000 EURO Drucker gearbeitet hast, wirst du die Qualität schnell merken. Ich kann mit einem günstigen 50 EURO Okular den Jupiter beobachten. Mit einem 300 EURO Okular werde ich anfangs dann nicht wirklich viel Unterschied feststellen. Aber am Ende spiegelt sich die Qualität im Preis wieder und das merkt man erst mit der Erfahrung.

Mit einem Prusa i3 MK3S fährst du wirklich gut. Außerdem ist das Open-Source. Du kannst also nach belieben Teile tauschen und die Software mit den Anpassungen flashen (auf den Mikrocontroller-Board aufspielen). Für Polycarbonat brauchst du eine Düse mit mindestens 250°C. Ich wollte damals mit 300°C etwas drucken. Habe mir deshalb einen passenden Thermistor gekauft und die Software leicht abgeändert. Das kannst du bei einem Anycubic 3D-Drucker z.B. nur bedingt, wenn sich jemand bereits die Arbeit gemacht hat und die Basissoftware an die verbauten Komponenten angepasst hat.

Wenn du gleich etwas vernünftiges haben möchtest, dann kauf dir eienn Caribou3D 320. Das ist ein Prusa i3 MK3S, jedoch mit stabileren Komponenten und dazu auch noch fast gleich teuer. Der Drucker setzt auf Bauteile von MISUMI und läuft bei mir seit über 15.000 Stunden. Einziger Nachteil: Du hast einen magnetischen Abstandssensor. Wenn du dann z.B. auf einer Borosilikatplatte drucken möchtest, muss du ein paar Tricks anwenden, aber davon bist du ja noch weit entfernt ;)

Dass der Teflonschlauch bei dem Druck von Polycarbonat nachgibt, halte ich für ein Gerücht. Der Teflonschlauch liegt ja nicht direkt an der Heizpatrone an, sondern vor dem Heatbreaker. ABS ist mittlerweile auch nicht mehr so giftig, da es von vielen Herstellern modifiziert wird. Aber es gibt bis zu 10x mehr giftige Stoffe ab. Daher grundsätzlich einen 3D-Drucker stets einhausen. PLA wird nicht ausreichend sein. Das kannst du für Prototypen benutzen, aber für stabile Teile ist das absolut ungeeignet. PETG kann auch kopfzerbrechen bereiten. Es bildet Fäden und man muss einiges nacharbeiten. Jedes Material hat eben seine Vor und Nachteile.

Auf PCPointer.de gibt es zum Prusa i3 MK3S und zum Caribou MK3S Upgrade (Früher Zaribo Mk3S) sowie zu Belüftungshäusen etc. sehr viele ausführliche Artikel: https://pcpointer.de/3ddrucker/

Auf der Webseite findest du z.B. mit der Kommentarfunktion schnell Hilfe. Die Jungs sind fit im 3D-Druck und waren die ersten, die einen Standard-Drucker für Hochtemperaturmaterialien bis 500°C modifiziert haben. Deren Drucker-Gehäuse mit Filtersystem ist auch einmalig. ;)

3D-Drucker-Experte ;)
Bislang 3D-gedrucktes Teleskop basierend auf Raspberry Pi und Raspi HQ Kameramodul.

Bearbeitet von: whitecrane35 am: 03.10.2020 10:48:45 Uhr
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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2020 :  11:40:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

sicherlich muss ein Drucker gelevelt werden, also das Druckbett flächig den gleichen Abstand zur Düse haben. Dazu gibt es für 3€ Fühlerleeren aus Metall, mit denen das gut gelingt. Das es genügt den Drucker einfach nur zusammen zu Schrauben, habe ich nie behauptet.

Auch der Ender 3 V2 hat ein Meanwell Netzteil, das ist kein Privileg der Prusa Drucker.

Ich antworte hier nach besten Wissen und Gewissen und habe zu keinem Zeitpunkt für mich in Anspruch genommen, die letzte Wahrheit zu verbreiten. Ich habe so einiges in den einschlägigen Foren gelesen. Auch ein Prusa ist nicht ohne Probleme, wenn man den Beiträgen in diesen Foren glauben darf.

Das PLA nur zu Prototypen taugt und man auf jeden Fall einen geschlossenen Bauraum benötigt, deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Zudem gibt es auch PLA Derivate, die im Backofen 'nachgeglüht' werden können und dann deutlich höhere Festigkeit und Temperaturbeständigkeit aufweisen. Auch ist PETG, nach meiner Erfahrung, für viele Anwendungen gut geeignet. Wir reden hier von einem Hobby, nicht von professioneller Fertigung.

ABS würde ich in geschlossenen Räumen niemals ohne direkten Luftabzug ins Freie drucken. Weniger giftig ist mir da nicht ungiftig genug. Für den Einsteiger sind PLA und PETG, meiner Meinung nach, die besten Materialien mit denen sich viele Dinge realisieren lassen. Nicht nur Stehrumchen sondern auch praktisch einsetzbare Dinge. Jeder hat da sicherlich seine eigenen Ansprüche.

Viele Grüße
Michael

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whitecrane35
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122 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2020 :  16:23:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Das Leveln kann unterschiedlich ausfallen und mit einem Ender fährt man auch gut. Dass das V2 Modell auch auf ein MEanwell NEtzteil setzt, ist gut. Aber auch die Drückdüse, der Heizblock und alle anderen Teile sind eben nicht auf das Niveau von Slice Enginerrings Mosquito Hotend oder einem guten E3D. Der Ender ist in der Szene auch sehr beliebt, keine Frage. Und auch der Prusa Mk3(S) macht Probleme. Aber der Themensteller sucht nach Ratschlägen und Tipps und jeder von uns gibt aufgrund seiner Erfahrung seinen Tipp ab. Der Prusa punktet for allem durch das Open-Source Prinzip und bietet sehr viel Spielraum für alle Arten von Modifikationen. Mit der modifizierten Version Caribou3D Mk3S bekommt man einen sehr stabilen Drucker mit erstklassigen Materialien.

Zum Thema Materielien: Klar gibt es Materialien wie PLA von Polymaker, dass eine höherte Steifikeit bietet. Aber mal ehrlich, wer möchte nach jedem gedruckten Teil die Komponenten in den Backofen schieben. Zudem geben diese darin Stoffe ab, na dann viel Spaß mit der nächsten Pizza ;)

PETG kommt mir absolut nicht mehr ins Haus. Hab mit fast alle Materialien gearbeitet: PLA, ABS, ASA, PC, PC Carbon, PEEK, PEI ULTEM, TPU, TPS, etc. aber PETG war bisher das schlimmste. Es kommt aber auch auf die Geometrien an und natürlich auf die Schichthöhe. Je dicker die Düse und je höher die Schicht, desto schwerer sind Stützstrukturen zu entfernen. ABS mit Abluft ist in Ordnung, aber zum einen hast du Rückströmungen und bekommst im Winter bei größeren Teilen (z.B. 20x20 cm) Warpingeffekte und zum anderen hat nicht jeder den Drucker in der nähe eines Fensters stehen. Daher mein Tipp mit dem Gehäuse und Filtersystem. Alveo3D hat da ganz gute Lösungen für Gehäuse. Oder eben mal bei PCPointer.de im 3D_Druck Bereich schauen. Da gibt es ebenfalls viel Nützliches. Meine Teleskopadapter sind alle mit Polycarbonat gedruckt und halten einiges aus. E-Mount auf T2, T2 auf 2", Raspberry Pi HQ Camera Adapter mit Gewinde auch einwandfrei.

3D-Drucker-Experte ;)
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