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 OdM März 2020 - Die (planetar)-nebulöse Medusa
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Seite: von 3

Werner_B
Senior im Astrotreff

Deutschland
146 Beiträge

Erstellt am: 01.03.2020 :  00:00:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Die (planetar)-nebulöse Medusa

Hallo Zusammen


Im Jahre 1955 von George O. Abell erstmals entdeckt, ein paar Wochen später von Huge M. Johnson
nochmals entdeckt, bis in die 1970er Jahre als Rest einer Supernova gedeutet und dann wegen
der geringen Expansionsgeschwindigkeit und des thermischen Charakters doch als PN anerkannt:

- Wild zerzauselt in den Zwillingen / Die Medusa -
auch Abell 21, Sharpless 2-274, PK205+14,1, ARO388, YM29 oder als PNG205.1+14,2 bezeichnet,
ist mit 10'x10* der größte planetarische Nebel in den Zwillingen.
Mit ihren feinen, geschwungenen, nach Süd Süd-West wild zerzauselten Filamenten in markanter Sichelform,
ist Sie einer der schönen, auffälligen und einzigartigen PN´s mit einem sehr starken Wiedererkennungsmerkmal.
Vorrangig leuchtet sie in rotem Ha Licht und etwas in der OIII Linie.


-Nach Stefans Liste (SGO2000) - Objekt Nummer 100 ! -


Position, Lage und Daten:
Am einfachsten gesagt liegt der PN 7°40'8,6 (oder fast 1 Faustbeite) südlich vom Eskimo (NGC2392).
Auffällig liegen alle 3 großen PN`s der Zwillinge fast auf einer Linie (RA 07h30min bis 07h26 - Erdnussnebel).
Genaue Position: RA 07h30m10,65s DEC 13´°11'53,6"
Zum Anfahren geht es natürlich besser, wenn man 6 Canis Minoris mit 4,53 Mag erkennen kann
oder Beta CanisMinoris (Gomeisa) als Startpunkt wählt.

Der Zentralstern wird als weißer Zwerg mit 16Mag gelistet und ist für die meisten somt nicht ereichbar.
Alter: Mit ca.6800 Jahren schon ein sehr betagter PN.
Entfernung ca. 1500Lichtjahre (Angaben schwanken von 650Lj bis 7800Lj).

Edit: Erkennbar schon unter 4Zoll (unter sehr dunklem Landhimmel). Reagiert auf UHC und noch besser auf OIII Filter.
Desweiteren wir eine AP um 4mm empfohlen. Unbedingt in mehreren Okularbrennweiten anschauen und versuchen.

Der Medusa Mythos zum > Nachlesen:


Jetzt würde ich mich natürlich über eine rege Beteiligung freuen. Egal ob Berichte, Skizzen, Zeichnungen
in jeglicher Form, oder Bilder und Fotos von Profis und denen, die es noch werden wollen.
Auch schon früher erzielte Ergenisse dürfen gezeigt und präsentiert werden.


Ich freue mich schon darauf und wünsch euch einen klaren Himmel und sturmfreie Nächte.

Grüße

Eine Zeichnung sagt mehr als tausend Worte



Werner

Bearbeitet von: Werner_B am: 23.03.2020 20:40:52 Uhr

ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
841 Beiträge

Erstellt  am: 01.03.2020 :  09:07:08 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Moin Werner,

100 Objekte schon, wow. Und dazu eine jubiläumswürdige Vorstellung. Stark Werner.

Beobachtungstechnisch kann ich zu Abell 21 soviel beitragen, dass ich ihn schon mit einem 80 mm Refraktor und UHC gesehen habe, allerdings eine Grenzbeobachtung.

Mit 12,5" sieht das ganze so aus:
Bei 70-facher Vergrößerung (AP 4,4 mm) sowie OIII ist die breite Sichel deutlich direkt sichtbar. Die Innenseite der Sichel läuft nach Nordwesten diffus aus. UHC geht auch, aber OIII ist besser (in einer anderen Nacht war UHC besser).

Viele Grüße

Rene

Freunde der Nacht

Bearbeitet von: am:
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2086 Beiträge

Erstellt  am: 01.03.2020 :  10:03:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Werner,

schöne Vorstellung des Objekts. Wobei der Klick auf den Mythos-Link schon fast zu gruselig war aufn nüchternen Magen ;-)

Mit den Mindestangaben von nötigen Öffnungen für Sichtungen ist das ja immer so eine Sache. Ist sicher besser sowas relativierend zu formulieren, sonst verschreckt man gleich Leute mit kleineren Geräten ;-) Woher hast Du den Wert von 4", eigener Versuch?

Wie Rene konnte auch ich den Nebel mit Kleingerät sichten, mit dem 72mm Röhrchen, 17mm Okular (25fach) und OIII. Keine Form, nur schwacher aber dennoch deutlich erkennbarer Fleck. Nicht bei Alpenhimmel, sondern einfacher Landhimmel.
Auf die Schnelle per google hab ich auch gefunden, dass Uwe und Konsorten wohl mal auf der Silvretta 70mm als kleinste Öffnung angegeben haben, klang ein bissel nach Minimalöffnung die man braucht. Denke aber eher dass gemeint war, dass nix kleineres an Optik zur Verfügung stand.
Denn unter gutem Alpenhimmel denke ich schon, dass auch mit 60mm eine Sichtung gelingen kann oder gar weniger.

Ich nominiere Haley, es mal mit der "Wilhelmine" (60mm glaube ich) vom Wendelstein aus zu probieren :-))
Aber auch bei normalem Landhimmel würde ich zumindest 60mm mal ausprobieren.

Schöne Grüße
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: NormanG am: 01.03.2020 10:04:18 Uhr
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Werner_B
Senior im Astrotreff

Deutschland
146 Beiträge

Erstellt  am: 01.03.2020 :  11:41:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat

Hallo Rene und Norman

Freut mich sehr, dass es gefällt. Wollte unbedingt noch einen PN vor der Galaxien-Saison einbringen.
A21 ist im März zwar nicht optimal, aber noch gut machbar.
Was mich auch besonders freut, das ihr schon unter 4" Beobachtungen gemacht habt und diese hier einbringt.
Ist ja auch Sinn und Zweck des OdM's. Mit der Formuleirung haste recht.
Beobachtung von Haley wäre super. Spekuliere aber, dass er schon eine Notiz darüber hat.


Grüße an Euch beide

Eine Zeichnung sagt mehr als tausend Worte



Werner

Bearbeitet von: am:
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_Frank_
Meister im Astrotreff


546 Beiträge

Erstellt  am: 01.03.2020 :  13:31:48 Uhr  Profil anzeigen  Besuche _Frank_'s Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ein schöner PN, den ihr euch da als Objekt des Monats herausgesucht habt. Visuell habe ich ihn noch nie versucht ins Okular zu bekommen. Allerdings habe ich ihn ziemlich genau vor einem Jahr in vier Nächten mit meinem 10 Zoll f/5 Newton als Bicolor-Variante mit H-Alpha und OIII aufgenommen.

Neben dem Kernbereich wollte ich nach Möglichkeit auch die feinen Ausläufer sichtbar machen. So wurden es insgesamt 20,2 Stunden Integrationszeit, aufgeteilt nach 45*900 Sekunden für H-Alpha und 36*900 Sekunden für OIII.




Die hohe Auflösung und alle technischen Infos zum Bild gibt es hier: https://astrob.in/411048/0/


Viele Grüße
Frank

http://sternwarte-wasserberg.de

http://www.astrobin.com/users/_Frank_/

Bearbeitet von: _Frank_ am: 01.03.2020 13:32:45 Uhr
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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
841 Beiträge

Erstellt  am: 01.03.2020 :  14:02:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Wow Frank,
was für eine Hammer-Aufnahme .
Ich habe noch kein Bild von Abell 21 mit so einer Tiefe bewundern dürfen. Vor allem die weit umliegenden Ausläufer, teilweise sogar mit sichtbaren Schockwellen, lassen auf eine interessante morphologische Entwicklung schließen. Weiß jemand mehr dazu?

Die vielen Stunden Belichtung haben sich auf jeden Fall gelohnt. Ich möchte nicht wissen, wieviele Stunden EBV da noch dazu gekommen sind. Naja, vielleicht ja nicht soviel, die Datengrundlage hast Du ja vorab adäquat gelegt.

Aber mal im Vertrauen Frank, in 20,2 Stunden Beobachtungszeit schafft man visuell ein paar Objekte mehr als nur den einen PN

Achso, ich habe vorhin geflunkert. Es war kein 80 mm-Refraktor, sondern ein 85 mm-Röhrchen unter Landhimmelbedingungen.

Viele Grüße

Rene

Freunde der Nacht

Bearbeitet von: am:
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Andreas72202
Meister im Astrotreff

Deutschland
476 Beiträge

Erstellt  am: 01.03.2020 :  14:34:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Werner,

ein sehr schönes OdM hast Du uns da herausgesucht

Ich habe die Medusa 2x in meinen Notizen gefunden. Das erste mal im März 2017 mit 21", damals habe ich notiert: Grenzen schwer zu fassen, halbmond-sichelförmig, im südlichen Teil hellere Knoten. Beobachtet wurde mit OIII und bei 225x.

Die zweite Notiz stammt aus dem Februar 2019, damals habe ich mit dem 120er Bino beobachtet: optimal bei 28x bzw. 38x, also bei ca. 3-4 mm AP, und mit OIII-Filtern. Dann ist sie an sich einfach direkt zu sehen, die Halbmondform war allerdings etwas schwieriger festzumachen, etwas mehr Öffnung wäre da gut gewesen. Beide Beobachtungen wurden unter Mittelgebirgshimmel bei ca. Bortle 4+ gemacht.

Ich kann also Norman und René nur zustimmen: es braucht kein Großgerät, um die Medusa sehen zu können, kleinere Geräte tun es auch

Viele Grüße und bis übernächste Woche
Andreas

***Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe***

Bearbeitet von: am:
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Werner_B
Senior im Astrotreff

Deutschland
146 Beiträge

Erstellt  am: 01.03.2020 :  20:21:54 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Frank und Andreas



Frank: Ich kann mich da Rene nur anschließen: Super Arbeit !
Da macht es richtig Spaß, in der Vollversion herum zu surfen. Tolle Farben und wilde Filamente.
Ich freue mich rießig über das erste Foto.

Hi Andreas: Danke für Deinen Beitrag mit dem 120er und 21Zöller. Ihr habt mich ja erfolgreich überstimmt, das
es mit kleineren Instrumenten auch geht.
Freue mich schon darauf, wenn ich Dich mit Deinem 120er Bino mal
wieder unter dunklestem Himmel treffe.
Ja es wird Zeit, dass wir uns wieder alle zum DSM treffen. Da freue ich mich auch schon rießig darauf.
Bis bald.

Noch zwei Fragen an Alle:
- Kann anhand dem klasse Bild von Frank jemand den Zentralstern genau bestimmen?
(Es soll ein schwacher blauer in der Mitte sein)
- Wer vergibt in diesem Fall den Namen Medusa?
(darüber hab ich auch keine Information gefunden)


Grüße an Euch beide und den Mitlesenden

Eine Zeichnung sagt mehr als tausend Worte



Werner

Bearbeitet von: am:
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Robin
Meister im Astrotreff

Deutschland
604 Beiträge

Erstellt  am: 01.03.2020 :  21:09:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Werner et al. :-)

das klingt ja wieder nach einem sehr interessanten Objekt! Jetzt brauchen wir nur noch klaren Himmel (zumindest die, die Abell 21 noch nicht beobachtet haben).

Wegen des Zentralsterns: Im Interstellarum Deep Sky Guide ist ein Pfeil auf den Zentralstern eingezeichnet. Ungefähr in der Mitte des hellen runden Nebelbereichs auf Franks Foto sind zwei recht auffällige Sterne nebeneinander. Laut Deep Sky Guide müsste es demnach der rechte der beiden Sterne sein. Im 3UC-Katalog steht der mit 14.37 mag.

Clear skies

Robin

Bearbeitet von: am:
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BenN
Meister im Astrotreff

Deutschland
806 Beiträge

Erstellt  am: 02.03.2020 :  08:42:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche BenN's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo miteinander,

für die Beobachter an der VSW München hatte Manfred Mauz den Medusanebel in den frühen 90ern am Sudelfeld aufgetan, und seitdem habe ich ihn gelegentlich mit Fernrohren um die 10 bis 20 Zoll Öffnung gesehen. Bei gutem Himmel mit OIII-Filter war das immer sehr eindrucksvoll ! Auch im 120mm Refraktor habe ich mit OIII-Filter schon sehr deutlich die breite Sichel gesehen, besonders gut einmal in einer sehr transparenten Nacht im Karwendel.

Ich hab dazu mal in unserer Vereinszeitschrift geschrieben:"Und zum Abschluss noch ein eher exotisches Objekt: Der Abell-Katalog, eine Liste meist lichtschwacher Planetarischer Nebel, ist im Allgemeinen nichts für einen Fünfzöller, bis auf ein paar wenige Ausnahmen. Eine davon liegt an der Grenze der Sternbilder Kleiner Hund / Zwillinge, nämlich das breite, etwa zehn Bogenminuten große Hufeisen von Abell 21, auch als 'Medusa-Nebel' bekannt. 'Da ist aber wirklich nichts zu sehen', wird der unvorbereitete Beobachter jetzt sagen. Das stimmt, ohne einen speziellen Nebelfilter - am besten OIII - geht hier gar nichts. Der OIII-Filter nimmt bis auf einen schmalen Bereich mit besonders intensiven Sauerstoff-Emissionslinien fast alles Licht heraus, sodass der Kontrast drastisch erhöht wird - und wie mit Zauberhand wird der Nebel sichtbar."

Servus
Ben

http://cougar.bakonyi.de/~ben/astro/index.html

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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2086 Beiträge

Erstellt  am: 02.03.2020 :  15:16:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Leute,

hab mal nach meinen Notizen geschaut, mit 12" gehts auch ohne Filter, allerdings musste ich da mit dem Dobson wackeln, damit es eindeutig wird.

Schöne Grüße
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: am:
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Werner_B
Senior im Astrotreff

Deutschland
146 Beiträge

Erstellt  am: 02.03.2020 :  19:38:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Zusammen


Robin: Der Guide liegt bei mir im Schrank und sagt nix.
Habe aber gleich nachgeschaut und die Sterne verglichen. Ich tippte mehr auf den schwächeren,
der unterhalb liegt (knapp daneben)
Auf der rechten Seite bei der Angabe zum Objekt wird der ZS mit 15,8m geführt.
Jetzt könnte man aber auch zu einer Doppelsternbeobachtung mit mehr Öffnung aufrufen.
Danke für deine Info und viel Erfolg bei der Zeichnung.


Ben: immer wieder schön, wenn Du Deine Beobachtungsnotizen vorträgst. Ich bewundere die genauen Aufschriebe
zu Detailangaben, Geräte und Mitbeobachter. Dein Bericht zur Medusa ist aber ein besonderes Schmankerl


Norman: Natürlich darf auch geschüttelt werden.
Ich hab Sie auch in Erinnerung, daß erster flächiger Bereich ohne Filter erkennbar war. Bin mir aber nicht mehr
sicher, an welchem Teleskop ich stand (hab ich mit Walter am 24" parallel beobachtet).
Danke fürs nachschauen.


Dank und Gruß an alle

Eine Zeichnung sagt mehr als tausend Worte



Werner

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_Frank_
Meister im Astrotreff


546 Beiträge

Erstellt  am: 03.03.2020 :  11:18:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche _Frank_'s Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: ReneM

Wow Frank,
was für eine Hammer-Aufnahme .
Ich habe noch kein Bild von Abell 21 mit so einer Tiefe bewundern dürfen. Vor allem die weit umliegenden Ausläufer, teilweise sogar mit sichtbaren Schockwellen, lassen auf eine interessante morphologische Entwicklung schließen. Weiß jemand mehr dazu?

Die vielen Stunden Belichtung haben sich auf jeden Fall gelohnt. Ich möchte nicht wissen, wieviele Stunden EBV da noch dazu gekommen sind. Naja, vielleicht ja nicht soviel, die Datengrundlage hast Du ja vorab adäquat gelegt.

Aber mal im Vertrauen Frank, in 20,2 Stunden Beobachtungszeit schafft man visuell ein paar Objekte mehr als nur den einen PN




Hallo Rene,

freut mich, dass dir meine Version gefällt. Auf jeden Fall ist da ganz schön was los - über die physikalischen Hintergründe kann ich aber leider nichts wesentliches ergänzen.

Die EBV läuft bei mir meistens in mehreren Stufen. Ich arbeite an einer Version, lege sie beiseite und schaue ein paar Tage später nochmal drauf. Meistens springen einem dann direkt noch ein paar Kleinigkeiten ins Auge, die verbesserungswürdig sind. Realistisch werde ich hier bestimmt um die acht Stunden für die EBV gebraucht haben.

Am Visuellen arbeite ich... ;-) Möchte da gerne wieder intensiver unterwegs sein. So toll die Astrofotografie ist - es ist auch toll, einfach mal die eine oder andere Stunde entspannt hinter dem Okular zu verbringen.


Viele Grüße
Frank

http://sternwarte-wasserberg.de

http://www.astrobin.com/users/_Frank_/

Bearbeitet von: am:
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_Frank_
Meister im Astrotreff


546 Beiträge

Erstellt  am: 03.03.2020 :  11:21:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche _Frank_'s Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Werner_B

Hallo Frank und Andreas



Frank: Ich kann mich da Rene nur anschließen: Super Arbeit !
Da macht es richtig Spaß, in der Vollversion herum zu surfen. Tolle Farben und wilde Filamente.
Ich freue mich rießig über das erste Foto.

Hi Andreas: Danke für Deinen Beitrag mit dem 120er und 21Zöller. Ihr habt mich ja erfolgreich überstimmt, das
es mit kleineren Instrumenten auch geht.
Freue mich schon darauf, wenn ich Dich mit Deinem 120er Bino mal
wieder unter dunklestem Himmel treffe.
Ja es wird Zeit, dass wir uns wieder alle zum DSM treffen. Da freue ich mich auch schon rießig darauf.
Bis bald.

Noch zwei Fragen an Alle:
- Kann anhand dem klasse Bild von Frank jemand den Zentralstern genau bestimmen?
(Es soll ein schwacher blauer in der Mitte sein)
- Wer vergibt in diesem Fall den Namen Medusa?
(darüber hab ich auch keine Information gefunden)


Grüße an Euch beide und den Mitlesenden




Danke Werner! Freut mich, dass ich ein bisschen was beitragen konnte. :-))


Viele Grüße
Frank

http://sternwarte-wasserberg.de

http://www.astrobin.com/users/_Frank_/

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

eike68
Senior im Astrotreff

Deutschland
113 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2020 :  22:24:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sternfreunde,

ich habe es nun endlich auch geschafft, von diesem tollen Objekt einen kurzen Blick zu erhaschen.
Die Wolkenlücke am heutigen Abend war leider nicht so groß wie im Wetterbericht angekündigt.
Abell 21 habe ich noch nie beobachtet. Dementsprechend war ich gespannt, was der 14,5" Newton von diesem Nebel zeigen würde.
Mein nächtlicher Stadthimmel präsentierte sich bestenfalls durchschnittlich, was einem SQL-Wert von ca. 20,4m am Pol entsprechen dürfte.
Bei 55x und 70x Vergrößerung war nichts vom Nebel zu sehen, egal ob mit UHC- oder O-III - Filter.
Erst als ich das Nachtsichtgerät bei 30x mit einem H-alpha-Filter einsetzte, war eine kleine, schwache Sichel zu sehen. Die Sichel selbst kam mir dabei nicht so "dick" wie in der Zeichnung oben von Werner vor. Dafür erschien mir das Filament, was in der Zeichnung oberhalb der Sichel dargestellt ist, wesentlich länger. Auch hatte ich den Eindruck, es würde parallel zum Sichelbogen verlaufen.
Allerdings wenn ich mir das tolle Foto von Frank anschaue, dann habe ich Schwierigkeiten meinen Bildeindruck in dem Foto wieder zu finden.

cs eike

Bearbeitet von: am:
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eike68
Senior im Astrotreff

Deutschland
113 Beiträge

Erstellt  am: 13.03.2020 :  12:51:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
hallo Sternfreunde,

anbei noch ein Bildchen von gestern Abend (ASI-Livestack Summe < 300sec)



Wenn man jetzt 2 bis 3m Abstand zum Monitor hat, sich das Bildchen nur in schwarz / weiß vorstellt und den dicken Knubbel oben rechts neben der Sichel wegdenkt, dann hat man ungefähr den visuellen Bildeindruck den ich gestern hatte.

cs eike

Bearbeitet von: am:
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