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 Pelikan in H-alpha und bicolor
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Lars73
Meister im Astrotreff

Deutschland
268 Beiträge

Erstellt am: 10.09.2019 :  17:32:09 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Lars73's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo allerseits,

nach längerer Pause konnte ich mich in der vergangenen Woche wieder mit Aufnahmen am 130er APQ jenseits der kurzen Belichtungszeiten befassen. Da mir nicht allzuviel Zeit zur Verfügung steht fiel die Wahl auf den recht hellen Pelikannebel. Zugleich war es ein Test für den Einsatz von APT. Das Zusammenspiel mit PHD und der ioptron CEM60 hat zum Glück reibungslos funktioniert.
Am Montag konnte es also losgehen. Nach 10 Aufnahmen mit 120 Sekunden mit dem H-alpha Filter bin ich zu 180 Sekunden übergegangen. Es kamen 10 x 120 s und 31 x 180 s zusammen, also knapp 2 Stunden.
Hier das Ergebnis in 25% der Auflösung:


Die 75%ige Auflösung befindet sich hier:
https://www.astrobin.com/full/9xxpff/0/?real=&mod=

Der OIII-Filter musste drei Tage auf seinen Einsatz warten. Mit 45 x 180 s wurden es 2 1/4 Stunden Belichtungszeit.
Die farbliche Ausarbeitung habe ich etwa so wie bei NGC 7000 im letzten Jahr gestaltet - e s bestehen ja im Kopf des Pelikans große Ähnlichkeiten zur "Cygnus Wall", allerdings der hochdynamische Bereich nicht so ausgedehnt.
Das Ergebnis wieder mit 25% der Auflösung:


Zur 75%igen Auflösung:
http://www.astrobin.com/full/969yc6/0/?real=&mod=

Für den Kopf habe ich noch einen Ausschnitt mit der originalen Auflösung erstellt und 90 Grad gedreht, d.h. hier mit 50%iger Darstellung:

und auf Astrobin in 100%:
http://www.astrobin.com/full/w4wwwk/0/?real=&mod=

Vom Detailreichtum des Pelikans bin ich angenehm überrascht. Er ist auch für überschaubare Belichtungszeiten ein dankbares Objekt.

Gruss Lars

www.sternwarte-usedom.de
https://www.astrobin.com/users/LarsSt/

Bearbeitet von: Lars73 am: 10.09.2019 17:59:53 Uhr

Don
Meister im Astrotreff

Deutschland
377 Beiträge

Erstellt  am: 10.09.2019 :  18:28:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Lars,

also mir gefällt das Foto außerordentlich gut! Alle Daumen hoch dafür.
Es trifft einfach meinen Geschmack. Dezent, aber gleichzeitig kräftig, könnte man sagen.


Ein tolles Ergebnis in einer überschaubaren Belichtungszeit. Ich nehme an, dass Du mit dem Reducer so um 800mm Brennweite herum liegst.

Und wenn ich das richtig sah und mich nun nicht täusche, dann erkannte ich auf Astrobin Dein Foto von "The wall" im Nordamerikanebel, das Du letztes Jahr hier veröffentlichtest und das mich anstachelte, dieses Objekt auch zu fotografieren.
Andernfalls verwechsle ich dieses Foto möglicherweise.

Eine Frage noch:
Warum die relativ bescheidenenen Belichtungszeiten von nur drei Minuten in Schmalband ? Wegen des Ausbrennens von Sternen ?


mit schmalbandigen Grüßen

DON



Bearbeitet von: am:
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Lars73
Meister im Astrotreff

Deutschland
268 Beiträge

Erstellt  am: 11.09.2019 :  15:42:31 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Lars73's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Don,
danke für das Lob !
Und es freut mich natürlich, daß der Nordamerikanebel eine Anregung sein konnte (ja auf Astrobin das ist der vom letzten Jahr hier).
Zum Glück wusste ich durch diesen ungefähr, wohin die Reise bei der Bearbeitung gehen könnte. Die großflächigen farblichen Strukturen habe ich aber so gar nicht erwartet und fand es ganz faszinierend, als das allmählich herauskam.
Mit dem Pixelwert lt. Astrobin für das 75%-Bild sind es 766 mm Brennweite im Original, also etwas mehr als die 1000 mm x 0,75 im "Idealzustand". Mit der aktuellen Anordnung sind die Sterne in den Ecken in Ordnung und der Fokus ist inkl. Rotationseinheit erreichbar.

Bei den Belichtungszeiten komme ich ja eher von den kürzeren her und für Schmalband hatte ich mich sonst nur bis 120 s vorgewagt ;-)
Aus reiner Vorsicht wollte ich jetzt erstmal 180 s versuchen bei gain 140. Die hellsten Sterne im Feld sind 57 Cyg und 56 Cyg mit 4,8 und 5,05 mag - beide schon leicht in der Sättigung.
Wenn nicht ganz so helle Sterne dabei sind probiere ich als nächstes 240 oder 300 s für ein noch besseres SNR. Bei längeren Zeiten würde ich befürchten, daß das Kappa-Sigma-clipping mit geringer Bilderanzahl beim Stacken nicht mehr funktioniert und Satellitenspuren zurückbleiben. Oder gibt es da einen Erfahrungswert ?

Den NGC 7000 habe ich nochmal eingeplant. Bei der Auflösung ging letztes Jahr einiges durch Rauschen wegen fehlenden Ditherns verloren. Ein OIII-Filter mit 6 nm (Astronomik) ist heute eingetroffen, mal sehen ob es eine Verbesserung zu 8,5 nm bringt.

Gruß Lars

www.sternwarte-usedom.de
https://www.astrobin.com/users/LarsSt/

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