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Tönneren
Neues Mitglied

Schweiz
3 Beiträge

Erstellt am: 21.05.2019 :  15:43:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Tag

Welcher Freund der historischen Optiken kennt sie nicht, die wunderbaren hölzernen Pyramidenstative aus dem Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Wer kennt sie nicht, diese Aluminium-Plastik Stative die bei jeder Montierung unter 1000 € dabei sind. Sie wackeln schon, wenn der Wind noch nicht einmal spürbar ist.
Ich habe, bevor ich mein Zeiss Fernrohr aus gewichtsgründen verkauft habe, das original Stativ vermessen und es als Vorbild für einen Eigenbau verwendet.

Folgende Überlegungen habe ich angestellt.
Es sollte:
- Leichter als das Original sein
- Etwas höher als das Original sein, damit im Stehen beobachtet werden kann
- Unten nur so breit sein, dass es durch meine Balkontüre passt
- Aus handelsüblichen Hölzern herzustellen sein

Nach kurzer Planung ist daraus in etwas 8 Abenden das hier entstanden.



Im Gegensatz zum Original, ist meins aus Fichtenholz und nicht aus Eschenholz gebaut. Das ist deutlich günstiger und in jedem Baumarkt zu bekommen.

Oben drauf sitzt zur Zeit ein SkyWatcher 120mm/1000mm Refraktor. Die Adaption für ein historisches Emil Busch Fernrohr sollte demnächst gebaut werden.

Wer auch Lust hat, ein solches zu bauen, kann hier die Pläne herunterladen.
https://www.dropbox.com/s/wdbilaz8ixwh3sp/Plane_Stativ.pdf?dl=0

Ich brauchte dazu eine kleine Tischkreissäge, eine Stichsäge, eine Bohrmaschine und eine grobe und eine feine Feile. Eine Bandsäge hätte einige Arbeitsschritte vereinfach, gibt es aber in meinem Hobbykeller leider nicht.

Die Pläne habe ich im Massstab 1:1 ausgedruckt, ausgeschnitten und als Schablonen verwendet. Das Übertragen der verschiedenen Winkel war so am einfachsten.

Freundlicher Gruss in die Runde

Roman

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wambo
Altmeister im Astrotreff

Djibouti
3847 Beiträge

Erstellt  am: 22.05.2019 :  19:08:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roman,

ein sehr schöner Selbstbau nach historischem Vorbild !
Hast Du das Fichtenholz wetterfest lackiert ?

Bei Fichtenholz bin ich immer etwas skeptisch - zumindest bei uns im Baumarkt ist es oft verzogen. Zudem ist es sehr weich und stoß- und splitterempfindlich, wenn es nicht peinlichst fein glatt geschliffen wird. Auch finde ich, dass es oft schlecht Farbe/Lack annimmt bzw. regelrecht aufsaugt.

Wie sind deine Erfahrungen ?

Für den Stativ-Eigenbau habe ich bisher nur 1x Fichtenholz verwendet und bin dann schnell wieder auf Buche umgestiegen. Klar bei diesem historischen Modell mit seinen Diagonalstreben wäre der Holzbedarf höher und empfindlich teurer.....

LG Michael Aaron

1999-2019 nach 20 Jahre Astronomie mit klassischen Gerätschaften nun zurück zum alten Hobby: ebenso "klassisch" - Minitrix mit Selectrix Steuerung !

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Rieger
Meister im Astrotreff

Deutschland
503 Beiträge

Erstellt  am: 22.05.2019 :  23:26:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

Pinie statt Fichte macht das ganze bereits deutlich stabiler und bleibt preislich noch unter Buche.

CS.

Hubertus

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Tönneren
Neues Mitglied

Schweiz
3 Beiträge

Erstellt  am: 23.05.2019 :  11:45:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Tag Michael und Hubertus

Das mit dem Lackieren ist so eine Sache. Ich sehe drei Möglichkeiten, weiss lackieren wie mein Vorbild es war, farblos ölen oder mit einem leicht pigmentierten Öl überziehen, das würde ihm von Anfang an eine gewisse Patina verleihen. Jetzt bin ich aber ein Familienmensch und die dürfen bei meinen Hobbyprojekten jeweils mitreden. Quasi als Gegenleistung, dass man mich in Ruhe basteln lässt. Meine Frau favorisiert weiss wie das alte Zeiss Stativ, welches es geölt oder in weiss ab Werk gab. Mein grosser Sohn wünscht sich natur geölt, der kleine Sohn interessiert sich nur für Esel, dem ist es egal, und ich könnte mir ein leicht pigmentiertes Öl sehr gut vorstellen. Deshalb steht es noch eine Weile unbehandelt im Wohnzimmer.
Die Problematik, dass Fichtenholz das Öl ungleichmässig einzieht, ist mir bekannt. Eine gewisse Unregelmässigkeit verleiht ihm dann hoffentlich etwas Patina.

Noch etwas zum Holz.
Ich muss gestehen, dass ich meinen handwerklichen Fähigkeiten nicht ganz getraut habe. Deshalb wurde die günstige Fichte gewählt. Da wäre, beim Misslingen, der Schaden nicht zu gross ausgefallen. Das nächste Mal würde ich mir Esche besorgen.
In der Tat waren im Baumarkt die meisten Latten mehr oder weniger verzogen. Ich habe mir die geradesten, welche nicht durch grosse Astlöcher unbrauchbar geschwächt waren ausgesucht.

Jetzt bin ich gespannt, ob sich noch andere sich ans Basteln macht. Wäre spannend, wie jemand anders die Probleme mit den verschiedenen, teils sehr spitzen, Winkeln mit seinen Maschinen löst.

Gruss in die Runde

Roman

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arminius
Altmeister im Astrotreff


1806 Beiträge

Erstellt  am: 23.05.2019 :  12:23:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roman,
nur so zum Scherz, dann würde ich Eselsmilch verwenden. Sehr fettreich und Wasserabweisend.
Da bleibt die Maserung und das Holz bekommt einen weißlichen Touch.

Gruß,
Armin

Bearbeitet von: am:
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wambo
Altmeister im Astrotreff

Djibouti
3847 Beiträge

Erstellt  am: 21.06.2019 :  10:31:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roman,

was für eine Montierung kommt da überhaupt drauf ?

LG Michael

1999-2019 nach 20 Jahre Astronomie mit klassischen Gerätschaften nun zurück zum alten Hobby: ebenso "klassisch" - Minitrix mit Selectrix Steuerung !

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Tönneren
Neues Mitglied

Schweiz
3 Beiträge

Erstellt  am: 23.07.2019 :  15:59:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Tag Michael

Eigentlich habe ich das Stativ für mein Emil Busch Preisfernrorh (75/950mm) mit der dazugehörigen azimutalen Montierung gebaut. Doch hat sich in der Zwischenzeit eine Vixen Azimutalmontierung aus den Achtzigerjahren mit einem SkyWatcher 120/1000mm Refraktor darauf eingenistet. Eine Kombination die zwar übel ausschaut, aber super funktioniert. Das Preisfernrorh muss sich nun wieder mit einem Originalstativ abfinden.

Gruss

Roman

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