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 Monddetail 13.05.2019
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Seite: von 2

hanswerner
Meister im Astrotreff

Deutschland
718 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  06:51:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Roland,

wenn ich mir das Filmchen auf Youtube anschaue und dazu meins vergleiche, dann habe ich ein miserables Seeing gehabt. In meinem Film wabert und springt es nur so rum das einem schwindlig werden könnte. Grund könnte die noch nicht austemperierte Sternwarte gewesen sein sein. Das Raumvolumen einer Dreimeterkuppel sollte ich doch nicht unterschätzen und sie um einiges länger auskühlen lassen bevor ich zur Tat schreite..
Ja, so einfach reingehen, den Kuppelspalt öffnen, Teleskop und restliches Gerödel vorbereiten, annehmen die Zeit reicht aus zum Temperaturausgleich und dann Fotografieren/Filmen, geht so schnell wohl eher nicht.

Das Video zu dem Bild ist 90sec lang, 2x Binning, mit einer Belichtung von 0,0055sec pro Einzelbild. Gain war auf "Auto" bei 268, das war wohl viel zu hoch - oder? Nach dem stacken sind mir die ausgebrannten Stellen schon aufgefallen. Das Video selbst ist so zappelig das ich es darin nicht bemerkte.

Frage: Wenn ich den Gain verringere, muss ich ja die Belichtung erhöhen um an Bildhelligkeit zu gewinnen - macht das bezüglich ausgebrannter Stellen im Video einen Unterschied an welchem Stellrad ich da drehe?

Viele Grüße

Hanswerner

Bearbeitet von: am:
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HaHo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1820 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  09:45:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hanswerner,

- warum ist dein Mondfoto so grün?
- warum benutzt du 2x-Binning ?
- hast du bei der Aufnahme mit SharpCap das Histogramm beobachtet ?, ich vermute, dass du schon bei der Aufnahme überbelichtet hast und dadurch helle Bereiche ausgebrannt sind
- Gain=286 erscheint mir viel zu hoch und Gain auf Auto macht m.E. auch keinen Sinn

Gruß
Hans


Bearbeitet von: HaHo am: 16.05.2019 10:06:20 Uhr
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HaHo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1820 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  10:05:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Ralf,

Zitat:
Es ist ja so, das 8 bit zwar nur 255 (256) Graustufen zeigt, aber durch das Überlagern der Bilder entstehen ja Zwischenstufen und es gibt im Endbild sicher keine Kanten.


ist das wirklich so? Warum nehmen wir in der Deep-Sky-Fotografie dann immer RAW oder 16bit-TIFF und nicht einfach nur BMP?

Gruß
Hans


Bearbeitet von: HaHo am: 16.05.2019 10:05:50 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5267 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  10:38:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Servus Hanswerner,
das mit dem Seeing hab ich vermutet. Das dürfte mit der Hauptgrund sein warum Du die Schärfe nicht erreicht hast. Ich gehe davon aus, dass Du die Justage überprüft hast.
Es ist wichtig, den Beobachtungsraum so lange wie möglich auskühlen zu lassen. Wie lange das dauert kann ich nicht sagen. Vermutlich musst Du 2 Stunden einplanen, da ja auch Deine Optik auskühlen muss.
Vielleicht kannst Du irgendwelche Belüftungsschlitze offenlassen, damit die Kupptel sich tagsüber auch nicht so stark aufheizt. Umso näher die Innentemperatur in der Kuppel der Außentemperatur ist umso schneller kannst Du loslegen.
Ich überlege gerade wie meine Erfahrung mit der Schulsternwarte war.
Die eine war aus Holz und hatte einen 5" f/14 Refraktor und die anderen war aus Kunststoff und hatte einen 14" Newton. Für Planeten war der kleine Refraktor dank sehr viel besserem Seeing die bessere Wahl. Der Newton hatte einen Volltubus und hatte vermutlich einen dicken Spiegel. Der war die ganze Nacht nicht ausgekühlt...
Die Holzkuppel war vermutlich nicht ganz luftdickt und hatte vermutlich einen natürlichen Belüftungseffekt.
Wichtig ist meiner Meinung, dass es in der Sternwarte trocken ist und dass aber ein Temperatur- und Luftausgleich stattfinden kann.
Das C11 ist schon ein dicker Brummer. Schau auch da, wie der Tubus möglichst schnell temperieren kann. Auch da wäre ideal, wenn er in einem Raum lagern würde, der sich nicht so stark aufheizt oder zumindest so gut wie möglich Außentemperatur als Umgebungstemperatur hat.
Meine 6" Newtons stell ich mindestens 1h eher 2h mit geöffneten Tubus hinaus und im Gegensatz zum C11 sind da kleine und dünne Spieglein drinnen.
Zum Gain kann ich nichts sagen, da ich eine andere Kamera besitze. Ich würde da aber eher heruntergehen und keinen automatischen Gain benutzen. Das ist immer riskant, vor allem wenn einzelnen Stellen sehr hell sind und andere sehr dunkel sind. Da kann es leicht sein, dass helle Stellen ausbrennen.
Die Farbballance würd ich auch noch anpassen, so dass Du "natürlichere" Farben bekommst.

Ich wünsch Dir viel Erfolg und Glück bei der Optimierung Deiner C11 Sternwarte bzw. Deines C11s.

Hallo Hans,
Deine 4" Aufnahmen gefallen mir gut. Schade, dass ich die letzte Zeit nicht zu eigenen Aufnahmen komme. Man bekommt aber auf jeden Fall wieder Lust dazu, wenn man so schöne 4" Bilder sieht

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 16.05.2019 10:41:57 Uhr
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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2313 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  12:35:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Hans,
in der Deep-Sky-Fotografie geht es vor Allem um Tiefe, da kann es sinnvoll sein den schwachen Hintergrund mit mehr als 256 Graustufen abzubilden. Ein schwaches Signal könnte sonst "abgerundet" werden und zu "0" werden. Ich selber fotografiere übrigens mit 8 bit in der DS-Fotografie, habe aber auch sehr viele Einzelbilder. Aber wie gesagt, schaden tut es auch nicht. Manchmal spinnt auch die Stacking-SW (wenn die Parameter nicht gut gesetzt sind) oder das Seeing ist unterirdisch, dann kann das SER schon Sinn machen.
Viele Grüße,
ralf

Bearbeitet von: am:
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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2313 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  12:36:38 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Hans,
in der Deep-Sky-Fotografie geht es vor Allem um Tiefe, da kann es sinnvoll sein den schwachen Hintergrund mit mehr als 256 Graustufen abzubilden. Ein schwaches Signal könnte sonst "abgerundet" werden und zu "0" werden. Ich selber fotografiere übrigens mit 8 bit in der DS-Fotografie, habe aber auch sehr viele Einzelbilder. Aber wie gesagt, schaden tut es auch nicht. Manchmal spinnt auch die Stacking-SW (wenn die Parameter nicht gut gesetzt sind) oder das Seeing ist unterirdisch, dann kann das SER schon Sinn machen.
Viele Grüße,
ralf

Bearbeitet von: am:
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HaHo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1820 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  13:29:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Ralf,

ich werde mal bei nächster Gelegenheit den Mond mit AVI und SER kurz hintereinander aufnehmen. Und dann die beiden Ergebnisse bei der Bildverarbeitung heftig quälen. Bin gespannt, ob es Unterschiede geben wird.

Gruß
Hans


Bearbeitet von: am:
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hanswerner
Meister im Astrotreff

Deutschland
718 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  17:22:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Hans,

Zum Grünstich -> die Farbe ist nicht optimal getroffen, gebe ich zu. Habe in Photoshop nur schnell mal drübergehalten, war mir zur Demonstration nicht so wichtig.
Zum Binning -> das gibt mir der Rechner unter der Website astronomy.tools vor, es soll zwecks dem Öffnungsverhältnis des C11 und der Pixelgröße der Kamera besser zusammenpassen.
Zitat:

The ideal pixel size for OK Seeing (2-4" FWHM) seeing is: 0.67 - 2" / pixel. This combination leads to slight over-sampling. Will require a good mount and careful guiding.

Ich hätte in dem Fall bei normalem Seeing eine Auflösung von 0.56"/Pixel; Laut der Software wäre eigentlich 3x3 Binning die ideale Einstellung - ich probier halt alles mal aus. Was ist denn deine Erfahrung mit Binning?

Zum Gain -> ja, das denke ich mittlerweile auch dass der Wert viel zu hoch ist. Bei den nächsten Versuche stelle ich den Gain per Hand ein. Zwangsläufig muss ich dann aber wohl die Belichtungszeit erhöhen und nein, das Histogramm habe ich mir nicht angeschaut. Hab ich bis jetzt noch nie getan (wie peinlich...)

Hi Niklo,

ja wie gesagt werde ich zur nächsten Session mal um einiges früher die Kuppel und die restlichen Belüftungen öffnen damit der Temperaturausgleich anständig läuft. Vielen Dank für deine guten Wünsche
Ich bin auch am überlegen ob ich das C11 nicht gegen meinen 115/800mm Apo mal tausche und am Mond probiere. Was da wohl rauskäme?
Ich da wege der 800mm Brennweite skeptisch - ist das nicht bisschen zu wenig?

Viele Grüße

Hanswerner

Bearbeitet von: am:
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hanswerner
Meister im Astrotreff

Deutschland
718 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  17:50:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Um Gotteswillen - ist ja nicht schlimm Hans. Ich bin froh, dass ich wenigstens etwas richtig gemacht habe

Viele Grüße

Hanswerner

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5267 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  06:59:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hanswerner,
mit der ASI178 MC wären f/12 ideal. Dein APO hat f/7. Persönlich würde ich eher etwas Oversampling versuchen, also mit 2x Barlow. Der Jan schwört aber auf Undersampling. Ich würde einfach beides probieren.
Generell hab ich mit APOs gute Erfahrungen gemacht. Du musst sie aber auch auskühlen lassen. Triplet APOs brauchen auch etwas Zeit.
Zur Farbe: Die kann man später ändern oder auch gleich bei der Aufnahme. Persönlich versuche ich die Farbe möglichst natürlich schon bei der Aufnahme zu haben. Das ist aber nicht so wichtig.
Bei ausgekühlten C11 und gutem Temperaturausgleich in Deiner Sternwarte wird das C11 natürlich mehr und feinere Details zeigen.
Das Binning hab ich bisher nicht genutzt. Wie weit es am C11 nötig ist, weiß ich nicht. Theoretisch sollten die f/10 für Deine Farbkamera gut gehen.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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hanswerner
Meister im Astrotreff

Deutschland
718 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  07:30:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Servus Roland,

Paradoxerweise gibt mir der Rechner in der Website "astronomy.tools" am C11 und der ASI178MC ein ideales Öffnungsverhältnis von F:5,0 bei 2x2 Binning an. Erhöhe ich die Brennweite, geht es in das von dir genannte Oversampling. Wie weit man der Kalkulation jetzt vertrauen kann bin ich überfragt.
Offensichtlich benötige ich, wie schon Hans bestätigt hat, bei F:6,5 (das sind 1820mm Brennweite) das Binning. Ich werde heute mal bei meinem Händler anfragen um zu erfahren welche Binningeinstellung in der Kombi ideal ist. Ich vermute das er auch zum Bining rät.

Das Wochenende verspricht ja mal wieder schönes Wetter, ich werde Samstagnacht mal ein paar Testaufnahmen vom Mond machen. Vor allem werde ich mit Binning, Gain und Belichtungszeit spielen. Das Histogramm darf ich auch nicht vergessen zu beachten.
Ich werde eher etwas unterbelichten um ein Ausbrennen zu vermeiden. Helligkeit/Kontrast etc. kann ich danach in PS5 angleichen...

Viele Grüße

Hanswerner

Bearbeitet von: am:
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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2313 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  08:50:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Hanswerner,
das mit dem Binning verstehe ich nicht. Du wärst auch der erste den ich kenne, der Binning in der Planeten/Mond-Fotografie einsetzt. Bei Deep Sky macht das u.U. Sinn um ein besseres SNR zu erhalten, aber wo soll hier der Vorteil liegen.
Gruß,
ralf

Bearbeitet von: am:
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hanswerner
Meister im Astrotreff

Deutschland
718 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  11:48:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo an alle!

Jetzt habe ich mit meinem Händler gesprochen bezüglich des Binnings. Es wurde mir Vor-/Nachteile und Anwendungsbereiche recht gut erklärt. Wie Ralf schon schreibt, macht Binning bei Mond- und Planeten keinen Sinn, da verliert man an Auflösung und Details. Das Bild wird dadurch eher schwammig..

Nachdem ich jetzt wieder um eine Erfahrung reicher bin, werde ich bei der nächsten Mond-Session auf´s Binning verzichten!

Vielen Dank in die Runde die sich so rege an der Diskussion beteiligen

Viele Grüße

Hanswerner

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