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pescadorTT
Meister im Astrotreff

Deutschland
882 Beiträge

Erstellt  am: 27.02.2019 :  08:33:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Ralf, guten Morgen zusammen!

Also erneut auf Merkur Ralf - der lässt Dich nun wohl erstmal nicht mehr los . Respekt vor Deiner Aufnahme Ralf.
Ich hatte gestern noch ein Astronomiebuch aus den 90ern in der Hand und musste schon fast schmunzeln, als ich daran dachte, was heute mit der Technik im Vergleich zu früher alles möglich ist. Du beweist das hier mit mal wieder eindrucksvoll. Was wird wohl erst in 20 Jahren alles möglich sein?!

Beste Grüße,
Sven

| 8"/ f4 TS UNC Newton auf Celestron AVX | 12,5"/ f4,7 Christian Busch Spiegel im Dieter Martini Truss |
| ED 70/420 | Vixen 102 M auf AZ | TAL1 | Revue 60/700 | Revue 60/910 |



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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1839 Beiträge

Erstellt  am: 27.02.2019 :  18:01:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat

Einen recht farbenfrohen Beitrag hätte ich noch, und ich habe längere Zeit überlegt, ob es irgendeinen Sinn macht, ihn hier einzustellen, aber weshalb soll man nicht auch zeigen, was üüüüberhaupt nicht geht.

Diesmal wollte ich versuchen, den Merkur per Okularprojektion abzulichten, auch um herauszufinden, ob das mit meiner Ausrüstung überhaupt geht. Dabei waren ein TS-Photoline 115/800mm Triplet Apo auf einer GP-Montierung und Berlebach-Stativ, ein Vixen Projektionsadapter mit einem 600d-Gehäuse hinten dran und und Vixen LV-Okuklaren davor.

Beim Aufbau und Justieren des Sucherfernrohrs beschlich mich ein ungutes Gefühl eher dahingehend, dass das Bild im Kamerasucher bei Berührung des Rohres doch merklich zitterte, die Schwingungen aber auch gut gedämpft waren. Soviel zur Vorbereitung.

Der Frust – nein, eher das Erstaunen setze ein, als ich versuchte, Merkur per liveview zu fokussieren. Da tanzte ein diffuses Spektrum im Display herum, es gab keine Bereiche mit deutlichem Kontrast, an denen ich mich orientieren konnte. Visuell ohne Adapter war es später nicht anders.

Trotz alledem habe ich den Auslöser einige Male betätigt, zwei Folgen davon sind hier beigefügt:









Irgendwie war ich doch erschrocken, dass es irgendein ernstes Problem mit der Optik gäbe, aber da waren ja noch andere Objekte, an denen ich es visuell ohne Projektionsadapter überprüfen konnte. Mars zum Beispiel, da sollte doch etwas zu sehen sein. Und es war eine deutliche Kugel, mit leichter Phase, aber ohne irgendeinen Farbsaum. Die Pleiaden. nadelscharf, nur meine inzwischen leicht vertränten Augen produzierten Spikes in diverse Richtungen. Also prinzipiell alles in Ordnung. Entspannung.

Fotos davon mit Adapter wollte ich mir nicht mehr zumuten – bei der recht steilen Ausrichtung des Aufbaus hätte die Kamera etwa einen halben Meter Abstand zum Erdboden gehabt, und auf die gymnastischen Übungen wollte ich dann doch verzichten.

Dann musste also die Atmosphäre bei wenigen Grad über dem Horizont dafür verantwortlich sein, und ich habe offensichtlich zwei ansehnliche Beispiele für atmosphärische Refraktion eingefangen. Zu ergänzen wäre, dass die Fotos bei Okularprojektion auf dem Kopf stehen, also ist der blaue Anteil des Spektrums in Wirklichkeit oben; kurzwellige Strahlung wird ja auch stärker gebrochen.

Und was sagt mir das alles? Ich habe mich gefreut, den Adapter überhaupt an diesem Rohr „ordnungsgemäß“ befestigen zu können, er war eigentlich für den Vixen M 102/1000mm Refraktor gedacht . Aber prinzipiell scheint der Aufbau zu funktionieren und wird auch weiter ausprobiert werden.

Und mein Respekt vor den Ergebnissen, die hier auch schon eingestellt sind, ist noch eine weitere Stufe nach oben gegangen. Klasse, dass man hier im Forum dabei sein kann.

Grüße
Manfred

53°15'N; 08°49'O

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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2823 Beiträge

Erstellt  am: 27.02.2019 :  20:20:31 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Markus, ich habe auch mit den Ausrichtungspunkten experimentiert und habe zum Schluss nur einen einzigen genommen. Trotzdem bleibt die Qualitätssortierung schwierig, da hast du Recht. Gute Besserung von hier aus wünsche ich.
Manfred, ich habe laut schmunzeln müssen. Ein Fest für die Sinne und deine Beschreibungen ebenso. Als Jugendlicher ist mir das selbe bei Venus passiert. Bis ich fachlichen Rat bekam musste ich bis Freitags warten, da trafen wir uns im Verein. Die Antwort war: "du hast zu billige Objektive". Wie schön ist doch dann so ein Forum hier.
Für solche Fälle gibt es übrigens den sogenannten ADC, 2 Keile erzeugen ein Prisma, das das der Refraktion ausgleicht.
Die "Billigvariante" ist es, die Farbkanäle wieder zur Deckung zu bringen. Habe ich gemacht und siehe da, es kommt ein rundes Fleckchen zum Vorschein, das deutlich einen Terminator zeigt.
Viele Grüße,
ralf

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HNSolid
Meister im Astrotreff

Deutschland
594 Beiträge

Erstellt  am: 07.03.2019 :  17:17:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche HNSolid's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Ralf,

Gratulation zu dem schönen Merkur Bild! Man kann schön die Phase und die Strukturen erkennen.
Ich hab mich vor zwei Jahren selber dran versucht und weiß wie schwieg das Unterfangen sein kann.
Das seeing ist meistens bei der Horizontnähe extrem schlecht und Merkur ist ja auch nicht gerade der größte..

Hier mal mein Versuch mit dem 6“ Newton und einer 5x Barlow aus März 2017. Als ich mir das avi angeguckt haben, wollte ich es zunächst löschen, weil Merkur so dermaßen hin und her Tanzte und ich meinte den Fokus nicht getroffen zu haben. Ich hab’s dennoch gestackt und war dann doch etwas positiv überrascht.


100% Ansicht


200% vergrößert

Gruß Piotr


https://www.pk-photos.de

Skywatcher Newton 150/750 / NEQ5 Synscan,
Canon EOS 450DA + 700D, ASI178MM, Guiding mit PHD2 am 8x50 Finder Scope mit ALccd5L IIc

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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2823 Beiträge

Erstellt  am: 07.03.2019 :  17:53:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Piotr,
in der Tat ein sehr feiner Merkur. Vielleicht haben die Strukturen sogar wirklich ihren Ursprung in der Oberflächenalbedo des Planeten. So oder so, wir sollten da auf jeden Fall weiter machen.
Viele Grüße,
ralf

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Rieger
Meister im Astrotreff

Deutschland
568 Beiträge

Erstellt  am: 07.03.2019 :  18:39:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo ihr Lieben,

sehr schöne Merküre mit Details drauf zeigt ihr uns da. Als rein Visueller hatte ich am Merkur noch keine rechte Fortune, nicht was die Phase, aber die Oberflächendetails anbetrifft. Was die inneren Planeten angeft hatte ich bisher nur einmal an Venus eine Struktur wahrgenommen, die den typischen "Dreieckswolken" zu entsprechen vermochte. Leider kann man solche Wetterstrukturen nicht nachträglich verifizieren, wenn nicht zufällig am gleichen Tag zur gleichen Stunde jemand ein Foto macht und ins Netz stellt. Bei Merkur gibts immerhin Oberflächenkarten.

Schön Ralph, dass du auf die ADC´s hinweist. Es gibt ja auch jede Menge wenig sinnvollen Schnickschnack auf dem Markt, aber diese Dinger sind für mich gerade auch visuell unverzichtbar geworden, denn da kann man nicht am Rechner die Farben übereinander legen, und die bringen´s da selbst bei Objekten mit bis zu 60° überm Horizont hinauf. Für die ersten Teile empfahlen die Hersteller noch Öffnungsverhältnisse zwischen f:20 bis f:30 (also ggf. Barlows rein, bis es passen sollte.) Es gibt sie ja mittlerweile schon für Scopes ab f:10.

Macht bei nächster Merkursaison weiter so! (Ach so, ja: ...oder am Tage!)

CS.

Hubertus



Bearbeitet von: Rieger am: 07.03.2019 18:40:28 Uhr
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