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pete_xl
Mitglied im Astrotreff


73 Beiträge

Erstellt am: 18.05.2018 :  07:49:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo, ich brauche mal euren Rat.

Ich benutze zum fotografieren überwiegend einen TS Photoline 130/910 mm Apo mit MFOC und DSLR, so dass schon ein wenig Gewicht zusammen kommt. Ich steige deshalb gerade von einer AZ-EQ5 auf eine EQ6-R um. Das Ganze ist auf einer Säule montiert und ich habe gestern alles für einen ersten Test am Stern vorbereitet.

Bisher (AZ-EQ5) habe ich beide Achsen stets mit etwas Ungleichgewicht versehen, um kein Backlash beim Guiden aufkommen zu lassen und die Windanfälligkeit mit der kleineren Montierung zu verringern. Besonders in Zenitnähe war das nötig, damit das Guiden sauber lief.

Ich gehe mal davon aus, dass auch die EQ6-R ein gewisses (geringes) Backlash hat, auch wenn ein Teil des Antriebs mit Zahnriemen erfolgt, so dass ich auch hier ein leichtes Ungleichgewicht brauche, um sauber guiden zu können.

Beim Aufbau der EQ6-R habe ich nun festgestellt, dass die Achsen nicht so frei rotieren, wie ich das bisher kannte. Liegt bestimmt am Antriebstyp. Es fällt aber mir schwer, zu erkennen, wie es sich mit dem (Un-)Gleichgewicht gerade verhält. Man muss in beiden Achsen das Gewicht schon gehörig zu einer Seite verlagern, damit die Achse rotiert. Ich möchte aber auch den Antrieb nicht zu sehr belasten...

Hier gibt es doch bestimmt Praxiserfahrungen zu diesem Thema. Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das bei der EQ6-R am besten handhabe?

Viele Grüße
Peter





Bearbeitet von: am:

stefan-h
Altmeister im Astrotreff


15844 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  10:35:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,
Zitat:
Beim Aufbau der EQ6-R habe ich nun festgestellt, dass die Achsen nicht so frei rotieren, wie ich das bisher kannte. Liegt bestimmt am Antriebstyp.
Nein, wenn die Achsklemmung offen ist hat die Art des Antriebs keinen Einfluss auf das Verhalten.

Wenn deine EQ6 mit offener Klemmung deutlich schwergängiger als deine frühere Montierung läuft, könnte das an dem in den Lagern benutzten Chinafett liegen. Die fernöstlichen Kollegen benutzen da teils sehr zähes und damit klebriges Fett und bei zuviel davon im Lager oder an den Achsen bremst das dann.

Etwas Spiel wird auch trotz Zahnriemen vorhanden sein, kommt dann halt nur noch aus dem Spiel Schnecke-Schneckenrad, der Riemen sollte im Gegensatz zu der Motoranbindung mit Zahnrädern dagegen spielfrei sein.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
354 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  12:32:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,

genau den von Dir beschriebenen Umstand habe ich auch an meiner AZ-EQ6 GT. Die Dec-Achse ist noch relativ einfach ins Gleichgewicht zu bekommen. In RA kann ich das GG in weiten Bereichen verschieben und es tut sich nichts.

Beste Grüße
Bernie




Bearbeitet von: am:
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Arne
Senior im Astrotreff

Deutschland
227 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  13:10:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Peter
Ich habe zwar keinen Vergleich mit einer anderen Montierung, aber das von die beschriebene Verhalten kommt mir bekannt vor. Allerdings ist (bei einem Newton) das Ausbalancieren sowieso abhängig auch von der Drehrichtung des Tubus in den Schellen, weil Kamera und Guidingrohr ja aus dem Tubus herausragen, so dass - je nach Achsanstellung - das Teleskop in die eine Richtung ausgeglichen ist und in die andere nicht.

Daher mache ich das Austarieren nur nach Gefühl und achte gar nicht so sehr darauf, ob nun die eine oder andere Seite mehr belastet ist. Bislang hat sich die NEQ6-R auch bei meinem 10kg Galaxy plus Kamera und Guidinggeraffel noch nicht beschwert oder meine Guiding Ergebnisse versaut.

PS.: In der DEC Achse ist der Tubus meines 150/750 sowieso immer Kopflastig, weil ich weder den Tubus noch die Rohrschellen noch die Prismenschiene weiter in Richtung Okularauszug verschieben kann.


clear skies
Arne

GalaxyD8, SkyWatcher 150/750, NEQ6-R, MGEN II, Canon 1100D

https://www.astrobin.com/users/Arne/

Bearbeitet von: Arne am: 18.05.2018 13:18:16 Uhr
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pete_xl
Mitglied im Astrotreff


73 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  16:49:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
(==>)Berni, Stefan und Arne: vielen Dank für eure Infos!

Ich hoffe, dass ich morgen Abend ein paar Sterne habe, damit ich die Monti einnordnen und das Guiding mal testen kann. Ich werde es zunächst so machen wie Arne, nämlich nach Gefühl austarieren und sehen, ob es überhaupt ein Problem mit dem Backlash gibt. Ich habe genau wie er auch einen MGEN II an der Montierung und bin mal gespannt - werde berichten.

Viele Grüße
Peter

Bearbeitet von: am:
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