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fario78
Neues Mitglied

Schweiz
6 Beiträge

Erstellt am: 14.02.2018 :  16:11:06 Uhr  Profil anzeigen  Besuche fario78's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen
Ich bin neu im Forum und stelle mich deshalb gerne kurz vor. Meine Name ist Patrick und ich bin aus der Schweiz. Seit ca. 1,5 Jahren beschäftige ich mich nun mit der Astrofotografie. Angefangen habe ich mit der Polarie von Vixen. Dann kaufte ich mir den StarAdventurer, anschliessend den IOptron Sky Guider pro und seit neustem habe ich die EQ-3 Astro, mit dem Alustativ. Das Doppelrohrstativ B.I.G TV-3000 benutzte ich beim SA und dem IOptron.
Ich fotografiere mit einer Nikon D7200 (APS-C Sensor, unmod.) und 200mm Brennweite (mit Cropfaktor quasi 300mm) Es ist das Nikkor 70 - 200 f2,8 VRII. Kamera und Objektiv, mit Heizung, Fernauslöser etc. wiegen in etwa 2,4 kg.
Nun mein Problem... seit der Nutzung des StarAdventurers habe ich das Problem, dass bei meiner eigentlich bevorzugten Belichtungszeit von 180s (3min), nur etwa jedes 4te Foto von 10 perfekt ist. Bei den anderen sind jeweils kleine Strichspuren zu sehen.
Dieses Problem hatte ich bei allen Montierungen. Ich habe auch mit verschiedenen Stativen versuche gemacht, austariert, den Verwackelungsmodus am Objektiv ausgeschaltet, nichts berührt, den Aufbau alleine laufen gelassen, so dass ich sicher nichts berühren konnte, kein Wind, keine Erdbeben, Fernauslöser montiert, Spiegelvorauslösung auf 2s, etc. etc. etc....
So langsam aber sicher bin ich am Anschlag, ich weiss nicht mehr weiter... und jede zweite Aufnahme nicht gebrauchen zu können, ist einfach frustrierend...
Hat jemand eine Idee, an was das liegen könnte? Oder was Abhilfe schaffen könnte...

Ist doch unlogisch, dass ich zwischendurch immer wieder echt perfekte Aufnahmen habe und dann wieder solche die ich rauchen kann...!?

Besten Dank :-)

PS: Ja die Polsucher waren jeweils justiert. Ausser der zum Reinschrauben bei der EQ-3, den habe ich vorher sauber justiert. Bleibt beim Drehen schön auf dem anvisierten Punkt stehen... Die Motoren liefen auch und alles was ich schon gelesen und gehört habe stimmt... Deshalb bin ich ja so ratlos...
200mm (resp. 300mm) mit 3 Minuten sollte doch machbar sein...!?

Bearbeitet von: fario78 am: 14.02.2018 16:48:43 Uhr

Jo_Ko
Senior im Astrotreff

Deutschland
225 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  17:55:51 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Jo_Ko's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Fario,

ich vermute mal, die Strichspuren laufen in der RA-Achse. Das hat dann nichts mit dem Einnorden zu tun, sondern beruhen auf dem periodischen Fehler, den jede Montierung mehr oder weniger hat. Sie läuft in einem Zyklus mal etwas voraus, dann wieder etwas langsamer (idealerweise wie in einer Sinuskurve). Je nachdem wann du in diesem Zykus belichtest, kannst du Glück haben und die Montierung hat die richtige Geschwindigkeit, aber auch Pech wenn du gerade in einer Phase belichtest, in der sie diese nicht hat. 3 Minuten ohne Guiding bei dieser Brennweite ist zumindest mit der StarAdventurer eher schon eine Herausforderung und es ist ganz normal, dass dabei entsprechender Ausschuss produziert wird.

Viele Grüße
Joachim

Die Sterne lügen nicht. Das Problem sind die Astrologen.

www.astro-joko.com

Bearbeitet von: am:
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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5257 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  18:09:47 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Fario,

Joachim hat recht, das Problem wird der periodische Fehler des RA-Antriebs sein. Bei meiner Star Adventurer mit 200mm drauf hat bei 60s auch jedes zweite Bild eierige Sterne. Dagegen gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder kürzer belichten und dafür mehr Frames stacken. Bei mir hat sich 30s bei 200mm als brauchbarer Kmpromiss erwiesen.
Oder guiden. Entweder mit dem MGEN oder einer modernen CMOS-Kamera und PC. Bei Belichtungszeiten unter ein paar Minuten und sauberer Einnordung genügt auch guiding in RA.

Übrigens: vergiss den Cropfaktor. Der ist Unsinn, denn dadurch dass Du einen kleineren Chip benutzt, wird das Objektiv ja nicht länger. 200mm bleiben 200mm und die Anforderung an die Genauigkeit bleibt gleich. Durch den kleineren Chip wird nur das abgebildete Feld kleiner weil der Abbildungsmaßstab kleiner wird. Aber an der Brennweite ändert sich nichts.

Bis dann:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

Bearbeitet von: am:
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HHausHH
Meister im Astrotreff


282 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  18:41:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Genau diesen Effekt, 2 Bilder von 10 sind OK habe ich auch bei meinem ioptron Skyguider, auch so ein kleines Teil. Ich habe es mit 200mm Vollformat und 4 Minuten durchgeführt.
Mein Schneckentango ist 25" in jede Richtung. Zusätzlich habe ich noch eine zu langsame Nachführung, Siderial und solar laufen mit derselben Geschwindigkeit, so dass die Sterne immer nach Westen abhauen. Der Tango wird damit eher zum Wechselschritt.
Dadurch gleichen sich die Fehler wohl immer dann aus, wenn die Schnecke rückwärts läuft.
Dagegen kann nur Guiding oder Belichtungszeiten von 30 Sekunden helfen.

Gruß Helmut

Bearbeitet von: HHausHH am: 14.02.2018 18:43:14 Uhr
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fario78
Neues Mitglied

Schweiz
6 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  21:13:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche fario78's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen und besten Dank für Eure Einschätzungen!
Demnach haben der StarAdventurer, der IOptron Sky Guider pro sowie die EQ-3 Astro, bei gleichen Einstellungen in etwa denselben Schneckenfehler?
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass ich zumindest bei der EQ-3 meine drei Minuten Belichtung mit dem 200er Objektiv ohne Probleme machen kann... so wurden die Dinger ja auch angepriesen...

3 Minuten Belichten finde ich eigentlich perfekt. Mehr muss nicht sein, da sonst auch die Darks wieder so elend lange gehen, wenn man 10 - 15 machen will...
Kürzere Sequenzen sind dann nie ein Problem, aber auf die 3 Minuten will ich eigentlich schon kommen... Aber offenbar ohne Guiding nicht machbar... entgegen der Versprechen der Händler..? :-(

Um aufzuzeigen wie genau die Sterne davonlaufen habe ich letzten paar Testaufnahmen von heute Abend in meine Dropbox gelegt. Diese dürfen sehr gerne angeschaut und beurteilt werden. Es ist keine ganz perfekte Aufnahme dabei, aber meiner Meinung nach ist das jetzt auch kein Problem, denn man sieht, dass die Striche immer unterschiedlich lang sind und auch nicht in die genau gleiche Richtung gehen...
Über diesen Link gelangt ihr zu den Fotos in RAW-Format:
https://www.dropbox.com/sh/jj1tmv68nha7drn/AADkCbkLL-TvYAFmlZBOQFh_a?dl=0





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astro_alex
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
23 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  21:57:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Fario,

Starte mal eine z.b. 5-10 Minuten Belichtung (geringe ISO) und lasse währenddessen die RA-Achse in doppelter oder 3facher Gewindigkeit laufen. Idealerweise so das eine komplette schneckenumdrehung erfasst wird. Das ergibt eine mehr oder weniger wellenförmige Strichspur, verursacht vom Schneckenfehler. Da du die Auflösung der Kamera pro Pixel ja einfach ermittelt kannst, siehst du dann wieviele Pixel die Wellenform von Spitze zu Spitze ausmacht und kennst so die Genauigkeit der Nachführung bzw. deren periodischen Fehler.

Grüße,
Alex

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fario78
Neues Mitglied

Schweiz
6 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  22:03:03 Uhr  Profil anzeigen  Besuche fario78's Homepage  Antwort mit Zitat
(==>) Alex: Ja das kann ich mal machen! Das tönt spannend! Und wenn ich das dann weiss... was mach ich dann damit?

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astro_alex
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
23 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  22:18:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Aktuell ist das ja eine Vermutung, dass es der Schneckenfehler ist, was ja auch naheliegend ist. Wenn es meine Monti wäre, würde ich es verifizieren wollen, um andere Ursachen auszuschließen. Zumal ich mir nur schwer vorstellen kann, das der PE bei einer StarA, iopt und EQ3 gleich ist. Wenn die Monti neu gekauft ist, würde ich je nach Größe der Abweichung mit dem Händler einen Austausch diskutieren.

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fario78
Neues Mitglied

Schweiz
6 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  22:38:37 Uhr  Profil anzeigen  Besuche fario78's Homepage  Antwort mit Zitat
Oke... ja eigentlich habe ich angenommen, dass es ja eben nicht die Montierung ist, da ich ja bei allen bisherigen Montierungen von verschiedenen Herstellern die gleichen Ergenisse hatte... Die Ergebenisse sahen ja immer in etwa gleich aus.
Ich weiss echt nicht mehr weiter... ziemlich ernüchternd und frustrierend das Ganze!

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_Frank_
Meister im Astrotreff


425 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  22:44:47 Uhr  Profil anzeigen  Besuche _Frank_'s Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Fario,

habe auch eine Star Adventurer und kann Marcus nur beipflichten. Bei 200mm Brennweite komm ich auch nur auf eine Minute Belichtungszeit und da ist auch schon Ausschuss dabei. Also guiden oder kürzer belichten. Alles andere macht keinen Spaß.


Viele Grüße
Frank

http://sternwarte-wasserberg.de

http://www.astrobin.com/users/_Frank_/

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fario78
Neues Mitglied

Schweiz
6 Beiträge

Erstellt  am: 15.02.2018 :  07:55:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche fario78's Homepage  Antwort mit Zitat
Ja eine Minute ist ja dann schon nicht mehr viel... :-(
Ein Guiding wäre dann schon besser... aber noch mehr Technik heisst auch, noch mehr das wieder nicht passen und schief gehen kann :-P

Mgen wäre noch gut habe ich gehört...?

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astro_alex
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
23 Beiträge

Erstellt  am: 15.02.2018 :  08:14:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Genau. Vorteil vom Mgen du brauchst keinen Laptop dazu und er kann gleichzeitig deine DSLR steuern. Nachteil schlägt halt gleich mal mit rund 500€ plus passendem Sucher als Leitrohr zu Buche. Bei PHD brauchst du nur eine kleine CCD (die du auch für Planeten nutzen kannst) und halt den Sucher. So ein Setup bekommst du, z.b. gebraucht für rund 200€ zusammen.

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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5257 Beiträge

Erstellt  am: 15.02.2018 :  08:22:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Fario,

Wie sagt die Werbung so schön: MGEN und der Stern ist rund. Und in diesem Fall scheint die Werbung tatsächlich zutreffend zu sein (im Gegensatz zur versprochenen Belichtungsdauer Deiner EQ3-2).
Wenn Deine EQ in zwei Achsen motorisiert ist und einen Autoguidereingang (ST-4) hat, dürfte bei der Brennweite von 200mm die Belichtungszeit nur noch durch die Helligkeit des Hintergrunds begrenzt sein. Du brauchst natürlich noch eine Guidingoptik, aber all das sollte von der Montierung problemlos getragen werden.
Drüben bei Astronomie.de gibt es einen langen Thread wie man den MGEN am besten für verschiedene Montierungen und Setups konfiguriert. Und Tommy Navratil von Teleskope Austria ist hier und nebenan aktiv und hilft bei Problemen mit dem Autoguider meist schnell und kompetent weiter.

Der MGEN ist zwar nicht billig, aber dennoch preiswert. Als Standalone Autoguider ist er momentan ziemlich alternativlos, alle anderen Geräte kommmen da in Sachen Empfindlichkeit, Software, Support und Qualität nicht heran.

Bis dann:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

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fario78
Neues Mitglied

Schweiz
6 Beiträge

Erstellt  am: 15.02.2018 :  13:25:15 Uhr  Profil anzeigen  Besuche fario78's Homepage  Antwort mit Zitat
Ja dann wird es früher oder später ein Guiding mit Mgen geben... wollte eigentlich "klein" bleiben... heisst, max mit meinen 200mm... mal schauen wie der Schneckentest rauskommt... Ich werd auch mal noch mit den Zeiten spielen und schauen was ohne Ausschuss möglich ist und was nicht mehr.
Hab ja die EQ gekauft, da mir eingeleuchtet hat, dass der SA und IOptron für meine Ansprüche evtl. zu knapp bemessen ist. ...offenbar die EQ-3 auch...
Wer sonst noch Ideen hat, darf mir die gerne noch mitteilen. Ich werde bei nächster Gelegenheit aber mal eure Ratschläge beherzigen und Versuche starten :-)
Danke für eure Hilfe :-D

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