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 Paul Ahnert
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Seite: von 2

Avier50
Altmeister im Astrotreff


1052 Beiträge

Erstellt am: 22.11.2017 :  07:53:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Am 22. November 2017 wäre Dr Paul Ahnert 120. Jahre alt geworden. Allen aelteren Sternfreunde ist dieser Name ein Begriff, aber auch jüngere profitierten von seinem Kalender für Sternfreunde. Ich selbst vermisse diesen immer noch. Paul Ahnert hatte immer ein Ohr für Amateure und war eine Institution vor allem im Osten Deutschlands. Durch seine Kontakte zur Sternwarte Sonneberg auch noch als Rentner ermöglichte er auch Kontakte zu internationaler Literatur.
Er starb am 27. Februar 1989 in Sonneberg.

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mattschu
Meister im Astrotreff

Deutschland
483 Beiträge

Erstellt  am: 22.11.2017 :  09:07:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ja wer kennt nicht den Namen Paul Ahnert, zumindest im Osten Deutschlands. Für Sterngucker war wohl sein Kalender für Sternfreunde unentbehrlich geworden. Noch heute stehen diese Kalender (die unter seiner Autorenschaft heraus gekommenen sind) mit Beginn des 1. Jahrganges 1949 in meinem Bücherregal. Auch heute habe ich noch viel Freude daran darin zu lesen. Ab und ann schickte er mir eines seiner Astrofotos, die er mit seinen Amateurfernrohren aufgenommen hatte.

Andreas, vielen Dank das du hier an ihn erinnert hast.

Gruß Matthias aus Stralsund

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blauemaus
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1312 Beiträge

Erstellt  am: 22.11.2017 :  09:18:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche blauemaus's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

wohl jedem, der in der ehemaligen DDR mit Astronomie in Verbindung gekommen ist, kennt den Kalender für Sternfreunde. Es war jedes jahr aufs Neue spannend ihn zu bekommen. Auch ich blättere noch manchmal in ihnen. Besonders hat mir die versändliche Schreibweise gefallen!

Viele Grüße,
Micha

Meine Astroseite aktuell:http://www.mschmiedecke.de
Dinge, die ich gerne verkaufen oder tauschen möchte:
http://www.mschmiedecke.de/astro/angebot.htm

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Galaxien-Spechtler
Meister im Astrotreff

Deutschland
664 Beiträge

Erstellt  am: 22.11.2017 :  11:21:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
servus Andreas,

Paul Ahnerts Kalender war auch bei mir jedes Jahr in der Kaufliste drin - es war m.E. nach das beste Tabellen- und Ephemeridenbuch im deutschsprachigen Raum. Vor der Wende war bei mir (tiefster Süden) das Papier zwar minderer Qualität, der Inhalt jedoch nicht. Ich habe damals nach Koordinaten meine DeepSky-Objekte eingestellt, und da waren die Tabellen unverzichtbar.
Mittlerweile brauche ich dies zwar nicht mehr, aber ich habe viel gelernt mit dem "Ahnert".

CDS
Stefan

"In meinem Alter ist man nicht mehr erfahren, sondern schon Zeitzeuge"
14.5" f/4.7 ICS Dobson
Lichtenknecker FFC 4.0/760mm

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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3507 Beiträge

Erstellt  am: 22.11.2017 :  12:05:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,
auch für mich war "Der Ahnert", das schönste Buch, welches ich mir jährlich kaufte.
Im Nachhinein sammelte ich auch alle, so daß ich sie, wie Matthias, komplett stehen hab. Interessant ist auch die geschichtliche Entwicklung mit Raumfahrt, Mondlandungen etc., die im Jahre 1949 noch kaum denkbar war, als der erste "Ahnert" erschien.
Auch von mir danke für die Erinnerung!

Viele Grüße
Armin

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erik.wischnewski
Meister im Astrotreff

Deutschland
582 Beiträge

Erstellt  am: 27.11.2017 :  22:01:18 Uhr  Profil anzeigen  Besuche erik.wischnewski's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,
auch für mich "Wessi" war der Ahnert DER Jahreskalender. Andere hatte ich nie. Die Fachartikel waren prima. Die Daten genau das, was ich als Amateur brauchte. Ich trauer dem heute noch noch. Wie ihr vermutlich wisst, habe ich dem Ahnert und seinen Nachfolgern fast eine ganze Seite in meinem Buch gewidmet (7. Auflage, p.1094).
Ergänzend hatte ich dann noch "Beobachtungsobjekte für Liebhaberastronomen" (Ahnert, 1968) und "Kleine praktische Astronomie" (Ahnert, 1983).

Clear Skies
Erik

Errata zu ›Astronomie in Theorie und Praxis‹ unter http://www.astronomie-buch.de
https://www.youtube.com/user/AstronomieTelevision

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optikus64
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1276 Beiträge

Erstellt  am: 28.11.2017 :  01:48:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo, Guten Abend,

ja, manche Namen sind unsterblich in der Szene, und der "Ahnert" war so etwas. Sic transit gloria mundi - leider ist die Zeit über ihn hinweggegangen, aber sein Andenken werden wir für immer bewahren.

Jörg

... to boldly go where no man has gone before ...

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TorstenEdelmann
Senior im Astrotreff


186 Beiträge

Erstellt  am: 28.11.2017 :  08:08:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche TorstenEdelmann's Homepage  Antwort mit Zitat
Er war ein ganz Großer und immer auch der Amateurastronomie verbunden: als junger Pennäler hatte ich ihm mal einen Brief geschrieben und ihm mein Leid geklagt wegen meiner schlechten Mondaufnahmen sowie die hohen Preise der Zeiss-Produkte. Er hat daraufhin sehr nett geantwortet und mir 2 seiner eigenen Mondaufnahmen beigelegt. Beim Anblick dieser Aufnahmen (mit 80er Refraktor) ist mir damals die Kinnlade runtergefallen und ich hüte sie bis heute wie einen Schatz.

Gruß, Torsten




----------------------------------
http://www.firecapture.de
http://www.wonderplanets.de

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Avier50
Altmeister im Astrotreff


1052 Beiträge

Erstellt  am: 28.11.2017 :  09:02:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Torsten,
da haben wir viele Gemeinsamkeiten!
Uebrigens sind die Mondbilder nicht von Ahnert, sondern von Alfred Ansorge aus Löbau in der Lausitz. Dieser hatte damals mit einem Zeiss AS 80/1200 und ORWO SW Film NP 15 sensationelle Mondaufnahmen gemacht,
die in der Szene ungeheures Aufsehen erregten. Er hat darüber damals auch in der inzwischen von SuW verschluckten Zeitschrift "Die Sterne" sowie im Ahnert darüber berichtet.
Kann ich bei Interesse mal heraussuchen...
Gruesse
Andreas

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TorstenEdelmann
Senior im Astrotreff


186 Beiträge

Erstellt  am: 28.11.2017 :  11:11:29 Uhr  Profil anzeigen  Besuche TorstenEdelmann's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,
Danke für die Richtigstellung und Aufklärung.
Wenn man bedenkt, wie die eigenen Mondaufnahmen damals aussahen, dann waren das wirklich unglaubliche Aufnahmen.
Gruß, Torsten

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http://www.firecapture.de
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Specht
Altmeister im Astrotreff


1315 Beiträge

Erstellt  am: 19.07.2019 :  22:43:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo!

Anfang der Achtziger war "der Ahnert" neben dem Himmelsjahr die einzige Möglichkeit, selbstgerechnete Ephemeriden zu vergleichen. Paul Ahnert, ein Name, der wohl auch für immer mit tabellarischen Daten verbunden bleiben wird. Sie halfen mir sehr bei meinen ersten Schritten in eine faszinierende Zahlen- und Computerwelt. Seine Werke erschienen auch zur rechten Zeit. Danke Paul, du hast mich inspiriert!

Salü, Volker.

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R_Andreas
Meister im Astrotreff

Germany
428 Beiträge

Erstellt  am: 20.07.2019 :  00:13:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Der Ahnert wurde übrigens auch im Westen, z.B. von mir, fleißig gelesen. Eine der ganz wenigen Verbindungen zwischen Ost uns West seinerzeit (früher 80er Jahre). Das Büchlein konnte über den damals noch häufigen lokalen Buchhandel problemlos bestellt werden.

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Specht
Altmeister im Astrotreff


1315 Beiträge

Erstellt  am: 20.07.2019 :  08:47:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Wir hatten in Saarbrücken einen Händler, der damals neben dem Ahnert noch andere interessante Astronomiebücher aus der DDR führte. So gelangte ich zum Mondatlas von Wolfgang Schwinge (Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1983). Für uns Amateure waren die Bilder darin (ähnlich der oben gezeigten) ziemlich gut.

Auch zu anderen Themen waren manche Bücher aus der DDR einfach Pflicht, so z.B. "der Hauptmann", das Lehrbuch der organischen Chemie. Schwarzweiß, schnörkellos, Spitze!

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Marc
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3402 Beiträge

Erstellt  am: 20.07.2019 :  15:54:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,
Ich mochte seine Jahreskalender in Buchform
ein großer Verlust für die Astronomie Szene auch,wenn ich ihn nicht persöhnlich kannte.
standen "Die Sterne " auch teils unter seiner Feder?
Die Astroszene im Osten ist stark verwestlich worden wie so viele Andere

1990: Vixen 4"f10 mit GP Montierung 7 Jahre !
2001:D&G FH D 125 f 2250 mm

2018:
APM APO 140 f7 SD
2019:Istar FH 204 f8,8 ATM projekt
Hyperion 8-24 Zoom Oku. MarkIV,ES f6,7 82° Oku.

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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3507 Beiträge

Erstellt  am: 20.07.2019 :  16:14:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich fand seine "Neueren astronomischen Arbeiten und Aufsätze" im hinteren Teil des Buches gut. Da bekam man auch internationale Informationen über astronomische Forschungen zu lesen.
Und seine Vorworte waren ebenfalls klar und direkt. Ich erinnere mich an das Vorwort von 1986 zum Thema Astrologie.Es endete mit dem Satz: Die Planeten bewegen sich nach dem Gravitationsgesetz. Das Schicksal eines Herrn Schulze oder einer Frau Meyer ist ihnen völlig gleichgültig!

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Specht
Altmeister im Astrotreff


1315 Beiträge

Erstellt  am: 11.08.2019 :  12:40:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Beim Stöbern fand ich noch einen interessanten Abschnitt über Paul Ahnert im Büchlein "Das Sternguckerbuch" von Dieter B. Herrmann (Lizenzausgabe für den Weltbild-Verlag, Augsburg 1988, Seite 98-104). Darin erzählt er mit 89 Jahren sehr persönlich über sich: Die ersten Schulstunden, die sein Interesse weckten, sein erstes selbstgebautes Fernrohr, sein späteres mit einem 76mm Merz-Objektiv und die Gründe, weshalb er dann überhaupt ein Jahrbuch herausgeben wollte.

Ein wirklich nettes Büchlein, trotz -oder vielleicht auch gerade- in der heutigen Zeit des Internets.

>Marc: "Die Sterne" entstanden unter der Feder Robert Henselings, dem damaligen "Hans Dampf in allen Gassen". Die erste Ausgabe erschien 1921. Auch darüber berichtet das Büchlein, ausführlicher in der Wikipedia.

Bearbeitet von: Specht am: 11.08.2019 12:55:09 Uhr
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