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Seite: von 9

Berndi
Meister im Astrotreff

Deutschland
905 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2013 :  14:52:41 Uhr  Profil anzeigen  Sende Berndi eine ICQ Message
Hallo Wolfgang,

das sieht sehr vielversprechend aus.
Ich habe auch einen Reibradantrieb in der mache, aber das dauert noch ein bisschen.

Hast du geplant irgendwelche Bürsten oder Abstreifer einzusetzen damit nichts auf dem Reibrad platz nehmen kann?
Auf dem Foto sehen die Reibräder auch noch recht roh aus. Werden die noch poliert o.ä?

viele Grüße
Bernd

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haley
Meister im Astrotreff

Deutschland
528 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2013 :  17:52:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche haley's Homepage
Servus Wolfgang,

mit steigendem Interesse habe ich Deine Dokumentation gelesen und mich gefreut. Muß sagen, tolle Arbeit. Dein Reibradantrieb ist wirklich klasse. Ich kenne den Antrieb vom Zellhuber Herbert schon und habe ihn live in Aktion gesehen und war da schon begeistert. Mir gefällt neben dem durchdachten Konzept auch die saubere Ausführung. Und der Schlagzahn für den Radius, einfach nur cool. Ich hätts wahrscheinlich bloß vorgesägt, ne Schablone gebastelt und dann gefeilt. Weiter noch viel Erfolg und Spaß.

Gruß und CDS

Haley

"Öffnung ist durch nix zu ersetzen, außer durch mehr Öffnung und besseren Himmel!"

Webpräsenz: www.christophundgabi.de und meine Astroseiten:
www.usm.lmu.de/people/cries/christoph/htt.html

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maul-wurf
Meister im Astrotreff

Deutschland
834 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2013 :  18:05:28 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Wolfgang,

sehe ich recht, dass Du zwei starr miteinander verbundene Rollen vorgesehen hast, um den Gegenanpressdruck aufzunehmen. Zusammen mit den zwei Antriebsrollen wäre das System überbestimmt. Das sollte unbedingt vermieden werden. Möglicherweise hängt dann eine Rolle in der Luft, denn vier Punkte kann man nie völlig genau platzieren. Ich würde oben nur eine Rolle nehmen, die aber mit größerem Durchmesser. Dann kann die Flächenpressung sehr niedrig gehalten werden.

Gruß

Kurt

Bearbeitet von: am:
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2013 :  21:38:07 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Sternfreunde,

Hallo Bernd,

Zitat:

Hast du geplant irgendwelche Bürsten oder Abstreifer einzusetzen damit nichts auf dem Reibrad platz nehmen kann?
Auf dem Foto sehen die Reibräder auch noch recht roh aus. Werden die noch poliert o.ä?


ja ich habe natürlich an das Problem gedacht was den Schmutz
betrifft der so in einer Sternwarte auf das Equipment einwirken kann.
Wenn du dir die Gehäuseinnenteile anschaust und die Seitenteile sieht man 5mm breite Nuten,diese laufen im zusammengebautem Zustand in einer Höhe in der Gehäuseinnenseite rundherum.
In diese Nut kommt ein Filzstreifen der das gesamte Reibrad an den Laufflächen und an den Seiten abdichtet bzw. abstreift.
Desweiteren bekommen die Antriebe später eine komplette geschlossene Behausung,ich wollte da auch noch was mit Plexiglas machen damit man die Antriebe auch später noch sehen kann.
Die Reibräder sehen auf dem Bild warscheinlich durch die Fingerdatscher so komisch aus,sie haben in Wirklichkeit eine sauber glatte Oberfläche.
Ich mache bei weiteren Bauabschnitten noch bessere Bilder versprochen.

Hallo Haley,
Danke.... ich hätte gern dem Herbert Zellhuber seine Monti auch mal Live gesehen wie sie läuft.
Jedenfalls bin ich selbst erstaunt wie sauber die Antriebe laufen und mit welcher Präzision.
Ich habe sie mal mit einem relativ leisem Akkuschrauber laufen lassen da ich die Motoren und die Steuerung noch nicht habe.
Die Antriebe schnurren nur geradeso mit einem solidem mechanischem Sound,wirklich sehr beeindruckend.



Hallo Kurt,

Zitat:
Hallo Wolfgang,

sehe ich recht, dass Du zwei starr miteinander verbundene Rollen vorgesehen hast, um den Gegenanpressdruck aufzunehmen. Zusammen mit den zwei Antriebsrollen wäre das System überbestimmt. Das sollte unbedingt vermieden werden. Möglicherweise hängt dann eine Rolle in der Luft, denn vier Punkte kann man nie völlig genau platzieren. Ich würde oben nur eine Rolle nehmen, die aber mit größerem Durchmesser. Dann kann die Flächenpressung sehr niedrig gehalten werden.



ich hab jetzt schon mehrmals dein Beitrag durchgelesen und komme einfach nicht darauf was du meinst.
Meinst du mit den starr verbundenen Rollen die 6mm Antriebswellen?
Oder du meinst oben die Anpresslager (Rollen)? die Spannvorrichtung ist im gesamten dennoch so flexibel das sich der Spanndruck gleichmässig über die Laufflächen der Anpresslager verteilt.
Ich kann dir versichern das wirklich nichts in der Luft hängt.
Alles hat vollen Kontakt zur Reibradoberfläche.
Alle vier Anpresspunkte arbeiten einwandfrei und umspannen das Reibrad gleichmässig an allen vier Punkten,oben die zwei Anpresslager (Rollen) sind Miniaturkugellager die zu dritt nebeneinander auf M6 Imbusschrauben stecken und direkt auf dem Reibrad laufen.
Unten sind die zwei 6mm Antriebswellen die 1:1 verbunden sind per Zahnriementrieb,diese Antriebswellen pressen direkt am Reibrad an und treiben es somit beide mit genau der selben Umdrehung an.
Erklär doch mal bitte ganz genau was du meinst,würde mich sehr interessieren.


CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 26.02.2013 01:07:02 Uhr
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maul-wurf
Meister im Astrotreff

Deutschland
834 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2013 :  22:01:08 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Wolfgang,

ein Kreis wird durch drei Punkte bestimmt. Stell Dir vor, die Position der vier Rollen ist mit Toleranzen behaftet. Dann können nur drei der vier Rollen auf einem Kreis liegen und Druck aufnehmen. Vielleicht wird es klarer wenn ich ein Beispiel aus der Ebene nehme. Eine Ebene wird auch durch drei Punkte bestimmt. Bei vier Punkten muß immer einer daneben liegen. Warum hat ein Stativ drei Beine und nicht vier Beine? Warum wackelt ein Tisch mit vier Beinen auf unebenem Grund (uneben: das sind die oben erwähnten Toleranzabweichungen). Das Gewicht des Tisches steht hauptsächlich auf drei Beinen. Die Last auf dem vierte Bein ist unbestimmt oder null. Das gleiche gilt für Deine vier Rollen. Welches die vierte, unbestimmte Rolle ist, weiß man normalerweise nicht. Zwei Antriebsrollen wie vorgesehen und eine gegenüber liegende Abstützrolle würden eine statisch bestimmte und saubere Lösung ergeben. Dann haben garantiert die drei Rollen definierten Kontakt mit dem Reibrad . Da alle Bauteile eine gewisse Elastizität haben, ist es nicht ganz so krass, wie von mir beschrieben, aber wenn möglich, gehört eine solche statische Überbestimmung behoben.

Viele Grüße

Kurt

Bearbeitet von: am:
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 26.02.2013 :  00:59:41 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt,

ich habe mir gedacht was du meinst.
Alles korrekt!
Du spielst auf die Festlegung eines Kreises an der durch drei
Punkte seines Bogens festgelegt ist.
Soviel ich noch in Erinnerung habe ==> bildet ein Dreieck mit seinen drei Punkten einen Umkreis und der Mittelpunkt des Umkreises ist der Schnittpunkt der Mittelsenkrechten der drei Seiten wovon es nur eine gibt.... Richtig?

Ich dachte darüber auch nach diese drei günstigen Anpresspunkte zu wählen,aber ich sah eine Möglichkeit das Reibrad über vier Punkte zu umspannen oder besser gesagt zu umklammern,da der Spannmechansismuss den ich mir ausgedacht habe somit eine höhere Wirkungsweise und Effektivität erzielt in Verbindung mit dem Spannarm und das Material weniger bzw. gleichmässiger belastet wird.
Und noch ein Punkt: es hätte somit einen gänzlich anderen Spannmechanismuss erfordert (zbs. im Gehäuse wie bei Herr Zellhuber) der das Material und die (wenigeren Lager) noch mehr belastet oder Geschwächt hätte.
Und weiter: Die Antriebsabmessungen wären mit nur einem Druckrad oben etwas aus dem Rahmen gefallen das ich später Probleme mit dem Schwenkbereich des Teleskopgehäuses bekommen hätte wenn das Teleskop mit Öffnung gen Norden schwenken würde und die Paralelle der Polachse erreicht oder bzw. überfährt bei Goto, egal wie ich den Antrieb verdreht an das Gehäuse anbringen würde wäre es sehr eng geworden.
Wobei mir das auch optisch nicht zusagen würde.

Ich bin mir aber sicher das du meinen Spannmechanissmus noch nicht verstanden hast... schau mal:



Vieleicht geht das Bild auch zu vergrössern,ich habe eine Beschriftung eingefügt.
Hast du dir die Wirkungsweise des Spannmechanismuss an dem Antrieb genau angeschaut anhand der Bilder?
Besser sieht man es vieleicht auf diesem Bild.
Die Spannvorrichtung legt sich quasi wie eine (Kette) um das Reibrad.
Somit sind alle vier Punkte gleich belastet.
Auch das Gehäuse mit den darin befindlichen Antriebswellen ist quasi ein Kettenglied sowie die Streben an der Seite und oben.
Von vorne gesehen auf den Bildern ist links neben der Spannstrebe der Spannarm zu sehen der unten mit einer im Moment noch provisorischen langen Imbussschraube gespannt wird.
Der Hebelpunkt ist am Spannarm oben zu sehen.

Ich erreiche somit mit relativ wenig Vorspannung des Spannarmes eine gleichmässig verteilte aber dennoch hohe Anpresskraft auf alle vier Kontaktpunkte. Der Anpressdruck wird von insgesamt 18 Lagern aufgenommen welche 12 davon die Antriebswellen unterstützen gleichzeitig die beiden Antriebswellen selbst nochmal mit vier Lagern gelagert sind und 6 Lager oben jeweils 3 links und 3 rechts die restlichen Spannkräfte aufnehmen.
Ein weiterer Vorteil davon ist auch das durch die Verteilung der Kräfte auf vier Punkte über die ganze addierte Fläche der Lager die Lauffläche des Reibrades geschont wird und vor allem die Antriebskraft durch die zwei gleichzeitig antreibenden Antriebswellen geteilt wird und ein Durchrutschen bei den geforderten Antriebskräften verhindert wird was die Lauffläche ja ansonsten ruinieren würde.

Wenn mich jetzt natürlich jemand von euch fragt welche Kräfte hier bei der Spannung wirken so kann ich darauf im Moment noch keine Antworten geben.
Auch habe ich mir noch keine Gedanken gemacht welche Messmethode ich anwenden könnte um die Anpresskräfte zu ermitteln.
Einzig wichtig für mich ist im Moment das ich mit dem Montierungsbau voran komme mit der Gewissheit das die Antriebe schon gut funktionieren.
Einen Test zur Antriebskraftermittlung machte ich aber schon,ich flanschte einen Antrieb an eine der 50mm Achsen an, die ich provisorisch lagerte und klemmte ein 5mm Seil per Schlauchschelle an der Welle fest und legte ein paar Windungen um die Achse,das Seil lies ich durch ein Schlitz zwischen zwei beieinanderstehenden Tischen und hing unten einen Eimer daran den ich mit rund 20 Kilo Eisenschrott füllte.
Mit dem Akkuschrauber als Antriebsmotor direkt an der Antriebswelle konnte ich problemlos das Gewicht im Langsamen Gang hochziehen oder langsam wieder herunterlassen.
Natürlich nicht abrupt stoppend oder anlaufend um ein gewaltsam herbeigeführtes Durchrutschen der Antriebswellen zu verhindern was dem späteren Schrittmotorbetrieb auch nicht entsprechen würde.
Ok bei einem Hebel von 25 mm (50mm Achse) als Seiltrommel sind 20 Kilo noch nichts besonderes, aber es funktionierte ohne Probleme das ich denke das auf jeden Fall noch mehr drin ist.





CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 11.03.2013 01:01:23 Uhr
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maul-wurf
Meister im Astrotreff

Deutschland
834 Beiträge

Erstellt  am: 26.02.2013 :  08:00:15 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Wolfgang,

leider kann ich die Beschriftung nicht lesen, da zu klein. Von hinten sieht die Sache etwas freundlicher aus. Ich sehe unten das Teil mit den zwei Antriebsrollen. Wenn das obere, dazu parallele Teil, das die Anpressrollen trägt, als Wippe ausgeführt wäre, so dass sich die Anpresskraft auf beide oberen Rollen gleichmäßig verteilen muß, dann wäre die Konstruktion astrein. Die Gleichverteilung der Kraft ist auch gewährleistet, wenn das von hinten sichtbare Trapez (mit den schräg nach oben verlaufenden Teilen und den oberen Rollen an den Enden), in den Eckpunkten gelenkig wäre. Die zweitbeste Lösung wäre, die Schrauben in den Eckpunkten erst voll anzuziehen, wenn sich die beiden oberen Rollen an das Reibrad angelegt haben. Ich hoffe es ist nun klarer, wie ich die Kraft auf beide oberen Rollen gleichmäßig verteilen will. Mit nur einer Rolle oben, würde sich das Problem erst gar nicht stellen. Wenn das obere Teil mit den Rollen nicht haarscharf mit dem Antriebsrollenteil parallel ist, was aus Toleranzgründen bei völlig starrem Aufbau nie der Fall sein wird. dann weißt Du nicht, wie sich die Gesamtkraft auf die einzelnen Rollen verteilt.

Grüße

Kurt

Bearbeitet von: am:
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 26.02.2013 :  15:35:40 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt,

schau es dir nochmal genau an.
Ich hab die Beschriftung vergrössert.
Die Schrauben oben werden nicht angezogen.
Die Schrauben werden noch gekürzt und die Stoppmuttern dann nur leicht
beigezogen.
Wenn du mal genau hinschaust siehst du auch oben links in der oberen Spannstrebe ein Langloch in dem die Schraube steckt,dieses langloch ist in der hinteren Spannstrebe ebenfalls vorhanden.
Somit ist die Spannbewegung gegeben.
Es ist keine starre verschraubte Konstruktion.
Es ist ein freigängiger Spannmechanismus der von dem Spannhebel links
gespannt wird indem man die lange Schraube
links unten beidreht.
Mit ihr geht somit der Spanndruck einzustellen und alle vier Punkte
haben somit den gleichen Anpressdruck.
Ich hab mir schon was dabei gedacht und nicht einfach was dahingebaut.
Das ist ein definitiv Astreiner Aufbau.
Wer hat den Aufbau auch verstanden von euch und kann mir vieleicht mal dabei helfen das Kurt endlich auf den Trichter kommt wie es funktioniert

Ich hoffe doch das jetzt endlich mal das langersehnte
*** ACHSOOOOOOOOO *** von Kurt kommt


Viele Grüsse

CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 26.02.2013 15:54:54 Uhr
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maul-wurf
Meister im Astrotreff

Deutschland
834 Beiträge

Erstellt  am: 26.02.2013 :  17:06:08 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Wolfgang,

mit der vergrößerten Schrift wird der Sachverhalt klar. So kann man es selbstverständlich machen. Aus den bisherigen Informationen war das nicht zu entnehmen und es ging mir nur darum, Dich vor einer vermeintlich nicht optimalen Konstruktion zu bewahren. Wie ich jetzt sehe, ist das überhaupt nicht nötig. Im Gegenteil, diese Konstruktionsvariante werde ich mir für einen geplanten Eigenbau merken. Vielen Dank!

Viele Grüße

Kurt

Bearbeitet von: maul-wurf am: 26.02.2013 17:14:27 Uhr
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 26.02.2013 :  17:23:00 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:

mit der vergrößerten Schrift wird der Sachverhalt klar. So kann man es selbstverständlich machen. Aus den bisherigen Informationen war das nicht zu entnehmen und es ging mir nur darum, Dich vor einer nicht optimalen Konstruktion zu bewahren. Wie ich jetzt sehe, ist das überhaupt nicht nötig. Im Gegenteil, diese Konstruktionsvariante werde ich mir für einen geplanten Eigenbau merken. Vielen Dank!



Na dann viel Erfolg und Spaß dabei.
Über eine Dokumentation deines Eigenbaues hier im Forum würde ich
mich sehr freuen,natürlich müsste er dazu auch reichlich bebildert sein.
Viele andere Sternfreunde hier würden sich sicher auch darüber freuen
einen Anreiz zu bekommen um evtl. gewisse Details für ihren Eigenbau zu verwenden.
So bleibt die ATM Scene Facettenreich und belebt.

Was für einen Eigenbau planst du genau wenn ich fragen darf Kurt?

PS: Ich glaube wir haben oben aneinander vorbei geredet (bzw. geschrieben) nun nach Klärung der Missverständnisse,danke ich dir für deine Hinweise um Fehler zu vermeiden.

CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 26.02.2013 17:36:28 Uhr
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maul-wurf
Meister im Astrotreff

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834 Beiträge

Erstellt  am: 26.02.2013 :  18:04:33 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Wolfgang,

ich habe eine schon historische Montierung nach Anton Stauß bekommen, die ich wieder zum Leben erwecken möchte. Es ist wohl ein Gerät, das an die Siegfried-Montierung angelehnt ist. Das vorhandenen RA-Schneckenrad gehört erneuert. Eine Neubeschaffung mit der gewünschten Genauigkeit ist aber relativ teuer, so dass ich erwäge, einen Reibradantrieb zu verwenden. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Der RA-Antrieb erfolgt noch über einen Synchronmotor, die Deklination hat nur einen Tangentialarm, der manuell betätigt wird. Da ich in meiner Bastelkiste einige ESCAP-Schrittmotoren mit Getriebe habe, sowie eine derzeit unbenutzte FS2-Steuerung, möchte ich bei dieser Gelegenheit auf Schrittmotorantrieb für beide Achsen umstellen. Ich bin momentan mit anderen Basteleien ausgelastet, so dass in der nächsten Zukunft mit keinem Fortschritt in dieser Sache zu rechnen ist.

Grüße

Kurt

Bearbeitet von: am:
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Henri
Meister im Astrotreff

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356 Beiträge

Erstellt  am: 26.02.2013 :  23:09:40 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage
Hallo Wolfgang, der Reibradmechanismus ist eine fantastische Sache. Erstens sind die Kosten überschaubar und zweitens kommt man endlich mal von dem bei Schneckenrädern immer vorhandenen Spiel weg. Da macht Guiden doch gleich viel mehr Spaß. ;)
Spannend wird es beim Antriebsrollenfehler (jetzt hätte ich doch fast Schneckenfehler gesagt). Ich denke, der wird durch die zwei gleichlaufenden Antriebsrollen gemittelt. Wie hoch ist eigentlich das Übersetzungsverhältniss?
Bei der FS2 sollten ja auch "ungerade" Übersetzungsverhältnisse ziehmich genau einstellbar sein.
Auch interessant ist die Möglichkeit, durch ein Spannen der Mechanik mit einer Feder die Probleme der unterschiedlichen Ausdehnungsfaktoren der verschiedenen Metalle zu umgehen.
Gute Arbeit, bin sehr gespannt wie es weitergeht. Gruß, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 27.02.2013 :  00:41:53 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Hallo Wolfgang, der Reibradmechanismus ist eine fantastische Sache. Erstens sind die Kosten überschaubar und zweitens kommt man endlich mal von dem bei Schneckenrädern immer vorhandenen Spiel weg. Da macht Guiden doch gleich viel mehr Spaß. ;)
Spannend wird es beim Antriebsrollenfehler (jetzt hätte ich doch fast Schneckenfehler gesagt). Ich denke, der wird durch die zwei gleichlaufenden Antriebsrollen gemittelt. Wie hoch ist eigentlich das Übersetzungsverhältniss?
Bei der FS2 sollten ja auch "ungerade" Übersetzungsverhältnisse ziehmich genau einstellbar sein.
Auch interessant ist die Möglichkeit, durch ein Spannen der Mechanik mit einer Feder die Probleme der unterschiedlichen Ausdehnungsfaktoren der verschiedenen Metalle zu umgehen.
Gute Arbeit, bin sehr gespannt wie es weitergeht. Gruß, Henri


Hallo Henri,

genau das war auch meine nächste Idee die Spannung federbelastend auszuführen.
Aber......ich habe festgestellt das der Spannmechanismuss so flexibel ist das dieser in sich schon federt.

Ich habe zu Beginn des Baues mit dem Gedanke gespielt oben statt Zugstreben jeweils auf vorder und Rückseite eine starke Feder einzuhängen mit jeweils einem Spanngewinde auf einer Seite.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich diesen Spannmechanismus mit den Zugstreben und Spannmechanissmus auch noch nicht in Betracht gezogen bzw. bin noch nicht auf diese Idee gekommen.
Jedenfalls gefiel mir die Federvariante nicht da es mir einfach zu plump gewesen wäre.
Wer schonmal handerklich richtig gearbeitet hat auf dem Bau oder im Kfz Bereich oder Industrie der weiß was man mit geschickt eingesetzter Hebelkraft alles bewegen kann und welche Kräfte realisierbar sind und entstehen können.
" Gewaltig ist des Schlossers Kraft wenn er mit Verlängerung Schafft"
Vieleicht kennt der ein oder andere dieses Sprichwort?
So bin ich auf diese Idee gekommen mit diesem Mechanismus.
Statt der Federn habe ich die oberen Zugstreben so dünn ausgeführt das diese in der Länge federn da sie das schwächste Glied in der (Kette) sind.
Ich könnte auch in Zukunft noch anderes Material ausprobieren als Zugstreben wie Messing oder Kunststoff.
Bei Kunststoff werde ich aber warscheinlich Probleme mit den Gelenkbohrungen bekommen da diese sich dann längen werden.
Ich werde es aber erst einmal mit dem Aluminium testen da es einen sehr guten Eindruck macht bis jetzt.
Der Spannhebel links hat einen Spannweg von ca 12 - 14 mm vom leichten Anpressdruck bis zu einem sehr strammen Anpressdruck der Laufkomponenten.
Die Hebelpunkte kann ich auch noch verstellen und somit den Spannweg vergrössern oder verkleinern. Diese Hebelpunkte möchte ich noch in Kugelköpfe umändern da es im Moment M 6 Imbussschrauben sind die mit ihrem Kopf an den Seitenstreben anstehen.
Das ist nur eine provisorische Lösung zum Testzusammenbau.
Ich werde mit der Spanneinstellung noch meine Erfahrungen sammeln müssen mit verschiedenen Einstellungen zwischen Sommer und Winter.
Es kann natürlich auch sein das ich mir mal das ein oder andere Reibrad durch Durchrutschen ruinieren werde an der Lauffläche.
Auch hierfür habe ich vorgesorgt und extra Spannhilfsscheiben gedreht
die an die Reibräder geschraubt und mit 10 H7 Passstifte verstiftet werden um sie in der Drehmaschine einspannen zu können und nach Ausrichtung per Messuhr der inneren Bohrung auf Rundlauf so die Lauffläche nachgeschliffen werden kann im Hundertstelbereich.
Mit diesen Spannhilfsscheiben zum Spannen im Backenfutter einer Drehbank wurden die Reibräder auch hergestellt.
Ich hoffe aber das es nicht zu einem Durchrutschen kommt.
Was ein Antriebsrollenfehler angeht so seh ich einfach mal darüber weg da es bei meinem Antrieb jedenfalls kein Schneckenfehler oder Spiel geben wird.Vieleicht hast du recht Henri und dieser wird durch den Duotrieb egalisiert.
Eine Untersetzung von Antriebswelle 6mm zum Reibrad 250,80 mm liegt bei 42 :1. In Verbindung mit dem gewählten HTD Riementrieb von der ersten Antriebswelle zum Schrittmotor SECM 4 mit zweistufigem Planetengetriebe 40 : 1 von Michael komme ich auf eine Gesamtuntersetzung von ca. 3860 : 1
In Verbindung mit der FS2 und den SECM 4 Motoren von Michael wird den beiden Antrieben dann hoffentlich das I Tüpfelchen aufgesetzt werden.
Danke nochmal an Michael der mich bei der Motorenwahl und Berechnung unterstützt hat.

Im Moment lass ich mir noch was durch den Kopf gehen angestachelt duch die Lagerdimensionierungs - Diskussionen hier im Forum der letzten Tage die Kegelrollenlager grösser zu machen trotz der 50 mm Edelstahlwellen.
Leider habe ich damals nichts stärkeres an Edelstahlwellen bekommen können was mich nun etwas handikapt, mal sehen.... für alles gibt es eine Lösung.
Ich scheue mich nicht vor etwas Mehrarbeit zu investieren solange das Resultat top wird.

(==>) Kurt:
Ein Reibradantrieb nach dem Vorbild von meinen nur in kleinerer Bauweise wäre doch mal sehr interessant als Rek. Antrieb für deine Anton Staus. Evtl. mit 4mm Antriebswellen und 150 mm Reibräder.
Man müsste sich halt mal die Mühe machen um zu sehen was hier möglich wäre.
Aber bitte noch in diesem Leben wenns geht.


Ich halte euch auf dem laufenden auch wenn es etwas dauern könnte.

Viele Grüsse




CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 10.03.2013 21:02:06 Uhr
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Gast01511
auf eigenen Wunsch deaktiviert


360 Beiträge

Erstellt  am: 05.03.2013 :  17:13:30 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Wolfgang,

vielen Dank fürs Teilen! Ich überlege gerade an einer Gabelmontierung mit Reibradantrieb. Von daher sind jegliche Inspirationen immer willkommen.
LG
Gerrit

I

Bearbeitet von: am:
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aussiedler
Senior im Astrotreff

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151 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2013 :  03:05:23 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Gerrit,

das freut mich sehr!
Wenn du genaueres wissen möchtest stehe ich dir gerne bei Fragen zur Verfügung.
Allerdings möchte ich dir gleich dazu raten das es bei solch einem Reibradantrieb wichtig ist die Planung der Gabel so zu berücksichtigen das später mit montiertem Teleskop eine sehr gut ausbalancierte Einheit entsteht um den Reibradantrieb so weit wie möglich zu entlasten und somit lediglich die ausbalancierte Masse wie zbs. bei einer Paralaktischen Montierung wie bei mir
(Teleskop und Achsgehäuse und Gegengewichte) in Bewegung zu versetzen.
So sollte es ja auch günstigerweise beim Schneckenradantrieb der Fall sein.
Auch sind langsame Anfahrts und Bremsrampen empfehlendswert um ein Durchrutschen des Reibrades auf jeden Fall zu unterbinden. Ich meine damit den Betrieb bei " Go To "
Desweiteren wird der Haltemoment ausschlieslich vom Schrittmotor und dessen vorgesetzten Getriebe aufgefangen.
Ein Reibradantrieb in dieser Ausführung hat keine eigene (Stoppwirkung) wie ein Schneckenrad mit Antriebsschnecke.

***************************************************************************************

In meinem vorherigem Posting habe ich ja schon erwähnt das ich angestachelt durch die Lagerungsdiskussionen hier im Forum eine Verbesserung zu meinen schwachen Achsen und Lagerungen anstrebe.
Danke dafür......dazu ein kleiner Reim:

Da ich mich nicht lumpen lasse, habe ich alles nochmal durchgedacht und mich an die Arbeit gemacht und nochmal etliche Stunden an der Drehbank und der Standbohrmaschine verbracht, sowie rund 32 Gewindebohrungen und vieles mehr zum folgendem Ergebniss gebracht.

Die nun eigentlichen Achsen für meine Reibradmontierung haben nun schlussendlich einen Aussendurchmesser von 90 mm und eine Länge von nur 185 mm und sind aus Edelstahl da ich von Aluminium absolut nichts halte, zwecks des hohen Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten.
Hier das fast fertige Ergebniss:







Wie man nun sehen kann habe ich auch grössere P5 Kegelrollenlager mit einem Aussendurchmesser von 140 mm und einer Gesamtbreite von 39 mm.
Diese Lager stehen dann direkt an den Flanschen von innen an.
Die hinteren Lager sind etwas kleiner ausgewählt.
Die Lagervorspannung wird später einmalig in der Hydraulikpresse vorgenommen und mit Passcheiben ermittelt bzw eingestellt.
Auf den Bildern habe ich die 90 mm Achsen schon an die Flansche angeschraubt.
Beide Achsen haben im Moment noch ein Aufmass von ca. 2 Zehntel/mm im Durchmesser,genauso wie die Innenbohrung.
Deshalb liegen die Lager noch daneben.
Die gesamten Flansch-Achseinheiten werden demnächst in der Drehbank nacheinander auf der Planscheibe aufgeklemmt und die Flansche jeweils mit der Messuhr auf Rundlauf und Schlagfreiheit eingerichtet.
Danach werde ich dann alle Lagersitze schlichten und die Innenbohrung mit einem dicken Innendrehstahl bzw. Wendeplattenhalter fertig auf Maß bringen ohne umspannen zu müssen.
Meine 50mm "dürren" Edelstahlwellen werde ich ausserdem verwenden da diese die Verbindung zum Antrieb herstellen werden,diese gehen dann durch die 90 mm Achsen und werden ebenfalls an den Flanschen verschraubt.
Bei dieser Achs und Lagerdimensionierung mache ich mir keine Gedanken um das Mehrgewicht pro Achseneinheit von ca. 3,5 kg insgesamt mit Lagern.
Ausserdem kommen zusätzlich Axialnadellager mit den Maßen 140mm zu 180mm zwischen den Flanschen und den Teilkreisscheiben zum tragen.
Bei weiterem Baufortschritt werde ich natürlich wieder ein Update geben.

"von dem ganzen Schnick Schnack"

Viele Grüsse

CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 20.03.2013 00:11:32 Uhr
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