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 Mein PDI und Foucaulttester
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Seite: von 3

Mr_beteigeuze
Meister im Astrotreff

Deutschland
697 Beiträge

Erstellt am: 10.10.2010 :  16:45:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Mr_beteigeuze's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Liebe Glasquäler,
nach fast 3 Jahren Abstinez vom Spiegeschleifen melde ich mich wieder zurück. Die Vorbereitungen für das neue Schleifprojekt laufen. Dazu gehört ein neu gebauter Foucaulttester, welchen ich nach Durchlesen der Beiträge von Kurt und NorbertLoechel zusätzlich mit einem PDI Interferometer aufgemotzt habe.
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=96810 PDI von Norbert
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=51509 sehr interessanter Beitrag von Kurt

Diesen, und natürlich auch ein paar Beispielbilder möchte ich hier vorstellen:

Zunächst mal hier der gesamte Aufbau aus Sicht der Optik. Das Ganze gewinnt sicher keinen Schönheitspreis:-) Den Kreuztisch habe ich selber gemacht. Im Nachhinein hätte ich mir lieber einen kaufen sollen. Längs und Quer wurden M6 Gewindestangen verwendet. Durch die Gewindensteigung von 1mm/Umdrehung brauche ich für Foucault somit keine Messuhr. Geführt werden die Holzplatten über Kugelgelagerte Schubladenschienen.


Hier der genauere Anblick aus Sicher der Optik. Die PDI Platte und Lasermodul gibts übrigens bei Michael Koch zu kaufen.Das hier gezeigte Lasermodul ist von Conrad. Ich hatte bei Michaewl zwar auch eins gekauft, aber es, beim Versuch die Optik zu entfernen, über den Jordan geschickt:-)


Die Ansicht aus Sicht des Prüfers Ich mache für die Auswertung Bilder mit meiner EOS 350D. Gestern Abend war Firstligth am 14 Zoll Selbstschliff und die Interferogramme waren auf Anhieb fotografierbar. Hier 2 Beispiele:





Ein Foucaultbild wurde auch gemacht. Der Vollständigkeit halber füge ich es mit ein.

Der nächste Schritt wäre eine Auswertung von Foucaultbilder und den Interferogrammen. Derzeit kämpfe ich noch ein wenig mit Openfringe. Ich hoffe im Lauf der Woche ein paar Ergebniss präsentieren zu können. Hier zählt für mich weniger das Ergebnis des Spiegels, sondern die Reproduzierbarkeit von beiden Systemen. Sollten die ERgenisse schlüssig sein, dann kann ich nur jedem Spiegelschleifer empfehlen sich so einen PDI Interferometer zuzulegen. Zumindest derAufbau st ja schon fast unverschämt einfach(Die Auswertung eher weniger)
Grüße, Matze

www.sternenpark-schwaebische-alb.de

Bearbeitet von: am:

Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6738 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2010 :  10:22:30 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Matze,

freut mich sehr dass das PDI aich bei Dir praktisch funktioniert. Einen direkten Vergleich PDI- Foucault hab ich noch nirgends gesehen. Mit Deiner Prüfmimik wird der Vergleich zweifellos objektiv gelingen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf.

Zu openFringe:

Da gehört sicher etwas Übung dazu. Dein erstes I- Gramm ist bereits auswertetauglich. Wenn Du bitte sagst welchen Durchmesser genau und Radius der Prüfling hat würde ich hier gerne noch mal openFringe in Action demonstrieren.

Der "Kratzer" in den Bildern ist vermutlich die Störung durch ein Kabel oder?

GRuß Kurt

Bearbeitet von: am:
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Guntram
Meister im Astrotreff

Österreich
563 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2010 :  13:30:34 Uhr  Profil anzeigen
Hallo miteinander.

Als frischgebackener PDI-Plättchenbesitzer (danke an Michael Koch für die prompte Lieferung) habe ich diesen Thread schon abonniert.
Die Ästhetik meiner Prüfaufbauten entspricht denen von Matze...

Kleine Anregung: Bitte die Rasierklinge "entschärfen". Murphy´s Gesetz wird sonst unweigerlich für einen tiefen Schnitt sorgen.


Gruß,

Guntram



Bearbeitet von: am:
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Mr_beteigeuze
Meister im Astrotreff

Deutschland
697 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2010 :  19:58:29 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Mr_beteigeuze's Homepage
Hallo Zusammen,
zunächst mal freut es mich sehr, dass die Versuche auf Interesse stoßen. Der Vergleich wird jedoch bei weitem nicht so einfach wie ich es mir vorgestellt habe. Die Aufnahme brauchbarer Interferogramme und deren Auswertung erfordern doch etwas Übung. Nach einigen Abenden mit Interferometrieren, Openfringe kennenlernen und Internet abklappern denke ich, dass ich den Bogen so langsam raushabe. Hier mal 3I-Gramme.
(Pro Igram Spiegel um 90° gedreht. Anschließend am PC Kontrast erhöht und die verdrehten Bilder zurückrotiert)



Mit diesen 3en kommen ich mit FFTT Auswertung und anschließendem "average" auf folgendes Ergebnis:
(Ach ja: D=354mm, ROC: 3770mm, Laser 632nm)


Zum Focuaultest: Bisher machte ich die Auswertung mit Shadowgram Analysis, also durch Auswertung der Bilder am PC, ohne Couder Maske. Leider bin ich diese Woche nicht zu Foucaultmessungen gekommen. Ich denke aber, dass es Sinn macht zusätzlich den Vergleich der Auswertungen mit, und ohne Couder Maske heranzuziehen.

Zitat:
Der "Kratzer" in den Bildern ist vermutlich die Störung durch ein Kabel oder?

Nein. Dieser hässliche Strich stammt von einer Nacktschnecke, die sich über meinen Spiegel "geschmoddert" hat. Ich hatte im Garten beobachtet und war dann zu bequem mein Teleskop in die Wohnung zu tragen. Während dieser Zeit muss das Vieh dann über meinen Spiegel gekrochen sein. Übrigens hatte ich den Spiegel noch am selben Tag frisch gesäubert.
Zitat:
Bitte die Rasierklinge "entschärfen". Murphy´s Gesetz wird sonst unweigerlich für einen tiefen Schnitt sorgen.

Dein Rat kommt leider zu spät. Murphy hat schon zugeschlagen und mir einen "fetten chirugrischen Schnitt" am Daumen zugefügt. Solche sauberen Schnitte heilen aber sehr gut und schnell Da kümmer ich mich auf jeden Fall auch noch drum.

Die nächsten 2 Wochen bin ich beruflich in Staths's Heimatland. So lange wird die ganze Sache leider ruhen, aber ich bleibe auf jeden Fall drann.

Wünsche ein schönes Wochenende,
Matze

www.sternenpark-schwaebische-alb.de

Bearbeitet von: Mr_beteigeuze am: 15.10.2010 20:01:43 Uhr
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2375 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2010 :  20:45:00 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hi,

Zitat:
Original erstellt von: Mr_beteigeuze
Nein. Dieser hässliche Strich stammt von einer Nacktschnecke, die sich über meinen Spiegel "geschmoddert" hat.



Wundert mich nicht dass das Zeug hartnäckig auf dem Spiegel drauf bleibt. Habe neulich mal so ein Vieh angefasst und dann gemerkt wie schwer es ist den Schleim von den Händen abzuwaschen. Mit Wasser und Seife geht er nicht ab.

Gruss
Michael

Bearbeitet von: am:
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2592 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2010 :  21:10:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Matze,

die Igramme sehen gut aus, Rand ist sauber, passt!
Habe bei meinen Versuchen aber auch festgestellt, daß es schwierig ist, einen gleichmäßigen Kontrast einzustellen. Irgendeine Seite verblasst immer. Ist eine Eigenheit des PDI fürchte ich. Auf der anderen Seite, solange es auswertbar ist, mag sich das OpenFringe um den Schmodder kümmern
Das Ergebnis spricht jedenfalls für sich, super Spiegel!

Ein Hinweis noch:
Der Teststand(?) blendet den Spiegel unten links und oben rechts ab. Oder kommt das vom Verspiegeln?
Bei solchen Fehlstellen kommt das Programm durcheinander, evtl kommen daher drei roten Buckel am Rand.

Zitat:
Solche sauberen Schnitte heilen aber sehr gut und schnell

Aua
Eine bilderbuchartige Heilung wünscht
Kai

Bearbeitet von: am:
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9566 Beiträge

Erstellt  am: 15.10.2010 :  23:52:13 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

Nacktschneckenspur? vielleicht geht es mit Cola ab, beim Auto hilft es gegen Fliegenleichen, fragt sich wie das Glas mit der Phosphorsäure klar kommt, wir putzen die Spiegel vor dem Verdampfen immer mit Viss Scheuermilch, auch viel weicheres BK7, Cerankochfeldreiniger wird es auch tun. Sind also genug Mittel im Haushalt.
Ich hatte mit Marty auch mal Tests mit PDI Plättchen gemacht, irdendwie waren die schnellen Spiegel scheinbar dafür nicht tauglich, es mischten sich immer Kringel von Nachbarlöchern mit rein, haben wir uns da nun zu grün angestellt oder was ist der Trick?

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2375 Beiträge

Erstellt  am: 16.10.2010 :  09:30:38 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hallo Frank,

Zitat:
Original erstellt von: FrankH
Ich hatte mit Marty auch mal Tests mit PDI Plättchen gemacht, irdendwie waren die schnellen Spiegel scheinbar dafür nicht tauglich, es mischten sich immer Kringel von Nachbarlöchern mit rein, haben wir uns da nun zu grün angestellt oder was ist der Trick?



Das habt ihr wahrscheinlich noch mit dem alten Typ-1 Plättchen gemacht, bei dem der Lochabstand nur 0.25mm war. Die neuen Typ-2 Plättchen haben genau aus diesem Grund einen grösseren Lochabstand von 1mm.

Gruss
Michael

Bearbeitet von: am:
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Mr_beteigeuze
Meister im Astrotreff

Deutschland
697 Beiträge

Erstellt  am: 24.10.2010 :  14:49:22 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Mr_beteigeuze's Homepage
Hallo Zusammen,
ca 1800 km von Spiegel und PDI entfernt beantworte ich noch kurz die letzten offenen Fragen:

Zitat:
Habe bei meinen Versuchen aber auch festgestellt, daß es schwierig ist, einen gleichmäßigen Kontrast einzustellen. Irgendeine Seite verblasst immer. Ist eine Eigenheit des PDI fürchte ich. Auf der anderen Seite, solange es auswertbar ist, mag sich das OpenFringe um den Schmodder kümmern


Genau dieses Eigenheit habe ich beim PDI auch festgestellt. Ich habe alle möglichen Löcher durchprobiert, aber einen einheitlichen Kontrast nicht hinbekommen. Aber wie du schon sagst: Solange Openfringe damit fertig wird kann ich damit leben.

Zitat:
Der Teststand(?) blendet den Spiegel unten links und oben rechts ab. Oder kommt das vom Verspiegeln?
Bei solchen Fehlstellen kommt das Programm durcheinander, evtl kommen daher drei roten Buckel am Rand.

Der Teststand blendet den Spiegel nicht ab. Du liegst mit deiner Vermutung richtig. Das sind nicht verspiegelte Flächen, wahrscheinlich die Auflagefläche vom verspiegeln. Somit muss ich die Buckel bei der Auswertung in Kauf nehmen.

Die Schneckenspur habe ich mit Spüli, Wasser und Taschentuch wegbekommen. Anschließend wurde der Spiegel mit Spiritus getrocknet. Spiritus kann ich allerdings nicht empfehlen denn der verdunstet nicht rückstandsfrei. Besser wäre wohl Isopropanol (hatte ich aber auf die Schnelle nicht parat). Geht eigentlich auch Aceton zum trocknen oder greift das die Aluschicht an?

Mitte nächster Woche komme ich zurück und hoffe dann im Vergleich Foucault <--> PDI einiges mehr präsentieren zu können.
Grüße aus dem heute sonnigen Nordgriechenland
Matze

www.sternenpark-schwaebische-alb.de

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Klaus Rick
Mitglied im Astrotreff


88 Beiträge

Erstellt  am: 25.10.2010 :  00:31:20 Uhr  Profil anzeigen
zum Zitat oben...

>>> Dieser hässliche Strich stammt von einer Nacktschnecke, die sich über meinen Spiegel "geschmoddert" hat. Ich hatte im Garten beobachtet und war dann zu bequem mein Teleskop in die Wohnung zu tragen. Während dieser Zeit muss das Vieh dann über meinen Spiegel gekrochen sein.<<

Damit wurde wieder eine neue Variante des "Schneckenfehlers" entdeckt , dazu noch bei getriebeloser Anordnung - macht sprachlos weil machtlos.

Bin amüsiert.

Gutes Gelingen weiterhin!

Gruß Klaus

Bearbeitet von: am:
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Mr_beteigeuze
Meister im Astrotreff

Deutschland
697 Beiträge

Erstellt  am: 04.11.2010 :  23:18:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Mr_beteigeuze's Homepage
Soooo, es hat leider eine ganze Weile gedauert. Ursprünglich wollte ich ja bereits letztes Wochenende Ergebnisse präsentieren. Die Ursache für die Verzögerung ist, dass ich mit der Foucaultmessungen nicht wirklich zufrieden bin. Speziell meine ich hier die Reproduzierbarkeit. Im Internet fand ich Angaben von Messabweichungen um die ca. 0,05mm. Damit kann ich keinesfalls mithalten. Meine Messabweichungen liegen im Mittel bei 0,1mm. Es sind aber auch Ausreißer von 0,3mm dabei. Die Schwachstelle liegt hier meinem Gefühl nach nicht in der Mechanik, sondern beim Erkennen der gleichmäßigen Graufärbung der Zonen. Obwohl ich mit einer Kamera arbeite und die Foucaultbilder am Monitor betrachte finde ich es äußerst schwierig Im Beriech von +- 0,1mm Unterschiede zu erkennen.
Als erstes Ergebnis die Foucaultmessung mit Coudermaske. Verwendet habe ich hier 6 Zonen.
Ich zeige hier mal ein Oberflächenprofil welches in etwa dem Durchschnitt der Messreihen entspricht. Vorgehensweise war: Messreihe, Spiegel um 180° drehen, Messreihe usw. Insgesamt habe ich so 4 mal gemessen. Im Excel Diagramm sind die Messreihen bzw, deren Abweichungen zueinander aufgetragen. Die X-Achse zeigt die Zonen und die Y-Achse zugehörige Schnittweite.




Als nächstes habe ich 2 Messreihen am Foucaulttester ohne Coudermaske gemacht. Die Auswertung erfolgte über Shadowgram Analysis anhand der Foucaultbilder. ich bin hier folgendermaßen vorgegangen: Start bei Zone 0 (ca 50mm), danach um die Schnittweite zurückgefahren die ich im Durchschnitt bei den Messungen mit Coudermaske benötigte. Somit komme ich ebenfalls auf 6 Zonen die Vergleichbare Radien haben.
Hier die Oberflächenprofile. Zone 0 habe ich der Anschaulichkeit weggelassen (Oberflächenprofil war unplausibel)





Und als letztes die Ergebnisse von den Interferogrammen. Vorgehensweise war folgende. 2 Igramme aufnehmen. Spiegel um 90° drehen, 2 Igramme usw. Danach am PC zurückdrehen damit alle I-Gramme die gleiche Ausrichtung haben. Insgesamt hatte ich auf diese WEise 8 I-Gramme. Leider schafft Openfringe hiervon nur 4. Bei den anderen kam trotz mehrmaliger Versuchen nur Stuss raus. Somit konnte ich folgende IG verwenden: Pos 12Uhr 2, Pos 3uhr 1, Pos, 6Uhr0, Pos 9uhr 1.
Vorgehensweise für die Auswertung:
1 Interferogramm laden, mit "Set ellipse points und edge and edge den Spiegelumriss auswählen.
2 Klick auf FFT analysis, Klick uaf 2 FFT, danach das blaue Kügelchen auf die richtige Größe einstellen, Klick auf Computer Surface.
3 Nachdem alle IG durch sind gehe ich auf ZERNIKE LIST, markiere alle und bilde mit "Average" das Mittel. Ist das so die richtige Vorgehensweise?
Wenn ich auf WAVE FRONT List gehe und dort den Mittelwert bilde kommt nichts vernünftiges raus und das obwohl die Ergebnisse der einzelnen IG recht vernünftig aussehen.
Hier mal die Ergebnisse vom Mittelwert (Zernike)







Und hier die 3D Darstellung wenn ich über Wave Front List mittle.
Habt ihr dafür eine Eklärung?


Um auf den Vergleich Foucault <--> PDI zurückzukommen:
Bei beiden Verfahren ist der abfallende Rand, sowie die Vertiefung bei 140 mm (bei Focualt angedeutet) sichtbar. Viel mehr Fehler bzw Vergleichsmöglichkeiten scheint der Psiegel nicht zuzulassen

Was mich stört ist jedoch die Messunsicherheit beim Foucaulttester.
Der Kreutisch wird jedenfalls zusätzlich mit einer Messuhr ausgestattet. Für das Erkennen der Zonen werde ich wohl weiter üben und Messen müssen. Wie gesagt: Hier Unterschiede im Bereich von +- 0,1 mm festzustellen ist für mich fast unmöglich. Bei Gelegenheit werde ich hierzu Beispielbilder einstellen.

Jetzt bin ich mal auf euer Feedback gespannt. Ich bin für sämtliche Fragen, Kritiken, weiter Bilder oder Anregungen offen.
geschlauchte Grüße,
Matze

www.sternenpark-schwaebische-alb.de

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suberidome
Senior im Astrotreff


249 Beiträge

Erstellt  am: 05.11.2010 :  09:20:10 Uhr  Profil anzeigen
Hi

Wenn Du die Grauwerte am Bildschirm beurteilst, kannst Du Dich von der subjektiven Einschätzung lösen und dem PC die Entscheidung überlassen, in welcher Klingenposition die Areale gleiche Grauwerte zeigen.

Ich würde so vorgehen: Diesseits und jenseits der vermuteten korrekten Klingenposition mehrere Screenshots machen. Diese Screenshots in ein parallel laufendes Bildbearbeitungs-Programm laden und in beiden Spiegel-Arealen per Programm die Grauwerte ermitteln. Liegen die Screenshots auf der optischen Achse nah genug beieinander, wird ein Bild dabei sein, das die richtige Schnittweite repräsentiert.

Die Ergebnisse sind reproduzierbar

Viel Glück weiterhin - Karl

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norbert_loechel
Senior im Astrotreff


131 Beiträge

Erstellt  am: 05.11.2010 :  10:07:57 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Matze,

wenn Du mehrere FFT-Wavefronts mitteln willst: Schalte *vor* dem Mitteln die "artificial Null" aus und nach dem Mitteln zur Darstellung der gemittelten Wavefront wieder ein. Das entsprechende Kästchen findest Du im Menü Configuration -> Mirror/Test Parameters.

Viel Erfolg
Norbert

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Mr_beteigeuze
Meister im Astrotreff

Deutschland
697 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2010 :  01:26:15 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Mr_beteigeuze's Homepage
Hallo Zusammen,
also, inzwischen ist mein Foucault-Tester mit einer Messuhr ausgestattet. Damit ist die Reproduzierbarkeit jedenfalls wesentlich besser geworden. Von 3 Messreihen betragen die Unterschiede max 0,1mm. Unterschiede von 0,06 mm sind eher die Regel. Die Grauwerte per Programm zu analysieren habe ich (noch) nicht geschafft. Da möchte ich in nächster Zeit hin, da ich mir dadurch noch bessere Reproduzierbarkeiten erhoffe. Danke Karl für diesen Tip. Das Ergebnis der Messreihen siehtso aus.



Dann habe ich neue Interferogramme aufgenommen um mal endlich eine ordentliche Auswertung hinzubekommen. Gestern war es dann soweit. Hier das gemittelte Ergebnis von 7 I-Grammen. Vorgehensweise wie in den letzten Beiträgen beschrieben. Dank Norberts Hilfe auch im Wave Front gemittelt (Danke hierfür)Das Ganze sieht so aus (Low Pass Filter auf 0,03)



Hier noch eines der I-gramme. Diese muss ich nachträglich immer in ein wenig nachbearbeiten da Openfringe sonst nicht mit auskommt.



Mit diesen Vorgaben habe bin ich dann in die Simualtion für die Foucaultbilder und habe 5 Foucaultbildern mit unterschiedlichen Schnittweiten gemacht. Danach ging es zum Messstand und es wurden Foucaultbilder mit der entsprechenden Schnittweite aufgenommen. Um die Richtige Schnittweite zu treffen wurde ein Bild der Simulation direkt am Monitor mit dem tatsächlichen Foucaultbild verglichen. Von dieser Position aus konnte ich mich dann Orientieren. Das Ergebnis sieht so aus (Links Foucault und Rechts die Simulation):



Die Spiegelorientierung ist bei beiden Auswertverfahren (Foucault und IG) die gleiche.
Es sieht so aus, als hätte OF Probleme mit meinem Spiegelrand. An was es liegt kann ich nur vermuten. Villeicht haben die unbelegten Spiegelflächen am Rand tatsächlich einen so großen Einfluss und lassen sich durch Mitteln nicht entfernen. Ansonsten scheint aber die Simulation recht gut an den tatsächlichen Foucaultbilder ranzukommen.

Grüße, Matze










www.sternenpark-schwaebische-alb.de

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Mr_beteigeuze
Meister im Astrotreff

Deutschland
697 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2010 :  12:22:31 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Mr_beteigeuze's Homepage
Hallo Zusammen,
mir ist im Nachhinein eingefallen, dass es nicht schlecht wäre alle Interferogramme reinzustellen. Falls jemand von den Geübten OpenFringe'lern Lust und Zeit hat hiermit eine weiter Auswertung zu machen wäre das ein echt feiner Zug.
Dann würde ich zumindest sehen ob mein Auswertverfahren richtig ist oder die IG auswertbar sind. Zudem wäre es für andere frischgebackene PDI Besitzer eine gute Übung.
Hier insgesamt 8 IG. 2mal 0Uhr, 2mal 3Uhr, 2mal 6Uhr, 1mal 9Uhr. Die IG sind bereits zurückrotiert und müssen somit nur an OF verfüttert werden.
Spiegeldaten: D = 354mm, ROC = 3770mm, Wellenlänge = 652nm















Für eure Hilfe schonmal vielen Dank.
Grüße, Matze

PS: Die Bilder stecken noch im "Freigabeflaschenhals". Sobald sie freigeschaltet sind aktualisiere ich diesen Beitrag.

www.sternenpark-schwaebische-alb.de

Bearbeitet von: Mr_beteigeuze am: 14.11.2010 14:10:41 Uhr
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2592 Beiträge

Erstellt  am: 16.11.2010 :  23:16:40 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Matze,
also ich werde die Igramme auf alle Fälle OpenFringe vorwerfen.

Insgesamt ein sehr schöner Vergleich zwischen Foucault und OpenFringe!
Bin einmal mehr über die Genauigkeit der Simulationen erstaunt. Der synthetische Sterntest war mir immer eine große Hilfe und bei Foucault funktioniert es wie man sieht auch super.

Die Lowpass Glättung drückt den RMS bzw Strehl wegen der Artefakte und Streifen. Vielleicht sogar etwas zu sehr.
Diese seltsame Randrinne ist mM so ein Artefakt.

Was sagt eigentlich die Best-Fit-Conic in der Foucault-Auswertung?
OpenFringe zeigt CC=0.953 an.
Dieser Vergleich würde mich interessieren.

Viele Grüße
Kai

Bearbeitet von: am:
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