Hier mein Versuch an M81 und M82, aufgenommen von Berlin aus mit meinem Skywatcher 90/900 Achromaten.
In das RGB sind knapp 29,7 Stunden Belichtungszeit eingeflossen, zusätzlich kamen noch einmal rund 23,4 Stunden H-Alpha dazu (Mit einem f/5-Teleskop würde man für ein vergleichbares Signal grob nur etwa ein Viertel dieser Zeit benötigen, also ungefähr 7,4 Stunden RGB und 5,9 Stunden H-Alpha.) Neben dem langsamen f/10-System spielt natürlich auch der Berliner Himmel eine Rolle: Gerade im RGB-Bereich braucht es unter Stadtbedingungen deutlich mehr Belichtungszeit als an einem dunklen Standort.
Umso mehr hat es mich gefreut, dass in M81 einige H-II-Regionen sichtbar geworden sind. Ich denke, das Bild zeigt ganz gut, was mit einem einfachen Achromaten und viel Integrationszeit unter Stadtbedingungen möglich ist.
Aufnahmeort und -zeit: Berlin-Pankow (Bortle-Klasse 6), 7. – 27. März 2026
Teleskop: Skywatcher EvoStar AC 90/900 f/10
Filter: Baader Fringe Killer 2″, Svbony SV220 Dual-Band 7nm Nebel Filter 2″, Filterschublade Svbony SV226
Montierung: EQ5 mit Onstep-Eigenbau
Kamera: Canon EOS 100D (astromodifiziert), fokal angebracht
Nachführkamera: Svbony SV305 (CMOS SONY IMX290), Guidescope 50/180
Steuerung: Stellarmate OS, mit Raspberry Pi 4 (internes Guiding)
Gesamtbelichtungszeit: 29,7 h RGB und 23,4 h H-Alpha
Kalibrierung: mit Flats, Biases, keine Darks
Bearbeitungssoftware: Siril 1.4.2, GraXpert 3.1.0rc2, Adobe Photoshop, Astro-RC NoiseXTerminator