Messier 42 – Winterklassiker mit 11,2 h Belichtungzeit

Messier 42 (Orionnebel) – aufgenommen nördlich von Berlin mit insgesamt 11,2 Stunden Belichtungszeit. Die lange Integrationszeit bringt die feinen Gas- und Staubstrukturen bis in die schwachen Außenbereiche gut heraus – trotz Aufnahme mit einem achromatischen Refraktor bei f/10. Neben den achromat-typischen Effekten (v. a. leichte chromatische Aberration/Farbsäume) zeigt sich aufgrund der niedrigen Objekt­höhe leider zusätzlich atmosphärische Dispersion an den Sternen. In Berlin und Brandenburg herrschte in diesem Januar eine kalte, trockene und austauscharme Wetterlage, sodass die Luft stabil geschichtet war und sich bodennahe Schichten nur wenig durchmischt haben.


Aufnahmeort und -zeit: Berlin-Pankow (Bortle-Klasse 6), 8.1.2026 – 22.01.2026

Teleskop: Skywatcher EvoStar AC 90/900 f/10

Filter: Baader Fringe Killer 2

Montierung: EQ5 mit Onstep-Eigenbau

Kamera: Canon EOS 100D (astromodifiziert), fokal angebracht

Nachführkamera: Svbony SV305 (CMOS SONY IMX290), Guidescope 50/180

Steuerung: Stellarmate OS, mit Raspberry Pi 4 (internes Guiding)

Gesamtbelichtungszeit: 11,2 h

Kalibrierung: mit Flats, Biases, keine Darks

Bearbeitungssoftware: Siril 1.4, GraXpert 3.1.0rc2, Adobe Photoshop, Astro-RC NoiseXTerminator