Posts from Andreas Koke in thread „Verschiedene Belichtungszeiten für Objekte mit hohem Dynamikumfang sinnvoll?“

    Dazu noch eine off-Topic Anmerkung. HDR sollte subtil und fein dosiert verwendet werden.

    HDR funktioniert auch bestens im Audo Bereich. Wenig subtil eingesetzt in den späten 90ern begann damit der "Loudness War", angeführt durch Red Hot Chili Peppers und Metallica - um im Radio zu punkten. Blöderweise höre ich beide gerne. Aber im Vergleich der extremen Alben mit früheren oder späteren Werken wird deutlich, was man durch eine Überdosis anrichtet.

    Bei HDR in unseren Bildern ist es ebenso - ich habe viel experimentieren müssen.

    Hallo Matthias,


    Ja, grundsätzlich stimmt das so, es gibt etwas verfeinerte Verfahren wie bei PI, da kannst Du einfach n Stacks mit unterschiedlichen Belichtungszeiten reinwerfen und die jeweilgen Optimalwerte werden errechnet.

    Es gibt in diesem Zusammenhang noch eine dritte Variante, die ich manchmal verwende. Ich mache Langzeitbelichtungen, für Schmalband oft 900sec, kombiniere die dann mit RGB (z.B. 300 sec).

    Problem sind die hellen Sterne, die ausbrennen und extreme Spikes - beim Newton - zeigen.

    Ich bin dazu übergegangen, ein paar kurzbelichtete RGB (30 sec, 60 sec) zu machen.

    Über StarNet2 entferne ich die Sterne aus dem Tiefbelichteten fertigen Bild und montiere dann die Sterne des kurzbelichteten RGB rein. Damit erhalte ich auch gleich die originalen Sternfarben.


    Hier wird auch eine Wolkenlücke angekündigt, unfassbar nach den letzten Tagen :)


    CS

    Andreas

    Hallo Matthias,


    Es gibt ein Verfahren "HDR", High Dynamic Range, welches ich sehr gerne in solchen Fällen verwende. Es ist sehr effektiv z.B. bei hellen Galaxien oder Nebeln oder auch den Plejaden mit dem Maja-Nebel.

    Ich arbeite mit PixInsight und habe da zwei Methoden zur Auswahl:

    a) Kombination von Stacks, die mit unterschiedlichen Belichtungszeiten gemacht wurden

    b) HDR Multiscale Transformateion, da reicht ein Stack


    b) ist etwas tricky, am besten geht das mit dem nichtlinearen Bild. Ich habe auch schon mit a) gearbeitet, aber bisher keinen systematischen Vergleich zwischen a) und b) durchgeführt.


    Unterm Strich: HDR lohnt sich wirklich!!


    CS!

    Andreas