Posts from JSchmoll in thread „Der Posaunenauszug – Absicht oder Fehlkonstruktion“

    Hallo Michael,


    wie gross ist die Feldlinse beim 20er TSWA?


    Die Okulare liegen ja meistens hinter der Fokalebene (auch wenn es Ausnahmen gibt). Ich weiss, dass Baader mal 29mm-Feldlinsendurchmesser für das Eudiascopic 35mm angab. Also nur 2.8mm zum mechanischen Aussendurchmesser. Die Posaune beim 10K ist 31mm Innengewinde. Wenn Dein Adapter das als Aussengewinde hat, muss der Innendurchmesser kleiner sein. Mit 29mm Feldlinse bleibt da nicht mehr viel Toleranz.


    Allerdings ist Vignette bei langsamen Öffungszahlen kaum sichtbar. Das ist analog zu Fangspiegeldurchmessern - beim 114/900er ist nach Einführen einer grossen Hülse der Unterschied kaum sichtbar, da der Spiegel "langsame" f/8 hat.

    Hallo Michael,


    ich denke, der Posaunenauszug stellt einen Kompromiss dar, um eine grosse Verstellmöglichkeit mit einer teuren Zahnstangenlösung zu kombinieren. Eine lange Zahnstange ist nicht notwendig, wenn man einfach grob verschieben kann, um den Rest mit der Zahnstange zu erledigen.


    Etwa so wie ein Crayford mit 30mm Verstellweg am Schmidt-Cassegrain: Die (shiftende) Spiegelfokussierung verstellt grob, und der Crayford macht nur die Feinarbeit.

    Das Prinzip ist durchaus sinnvoll, um Kosten zu sparen und dennoch eine feine Fokussierung zu ermöglichen.

    Das Probem ist nur, dass z.B. beim Towa 330 aka Tasco 10K aka Danubia ET8 und wie sie alle hiessen, die Posaune nur 24.5mm-Okulare zuliess. Und dass es beim Towa 60/900 Varianten gab, die keine Klemmschraube hatte! Da dann eine dicke klassische Spiegelreflexkamera dran und alles rutscht. Das war nicht gut durchdacht.