Hallo,
am 21.2.2025 konnte ich die AR 3989 bei einem Zentrumsabstand von 83° fotografisch beobachten. Nachdem diese Gruppe am 19.02. nach meinen Beobachtungen noch keine Anzeichen eines Wilson-Effektes zeigte, war ich gespannt auf die weitere Annähung zum Sonnenrand. Bei 83°W zeigte die Gruppe nun einen deutlich ausgeprägten Wilson-Effekt. Eigentlich wollte ich diese Beobachtung mit hochaufgelösten Bildern auf dem Projektionsschirm durchführen. Dies hat sich leider als undurchführbar herausgestellt. Bei hoher Okularvergrößerung von 300 fach (welche noch mit einer Barlow verstärkt wurde) ist es nicht möglich, die Strukturen genau zu markieren. Das Bild springt hin und her, sodass man Kanten, Linien usw. nicht exakt einzeichnen kann. Die Bilder sind daher sehr subjektiv und eignen sich wenig für Auswertungen. Ich habe deshalb den 150/1200 FH fotografisch eingesetzt. Dabei kommt ein Sonnenpentaprisma (Selbstbau) i.V.m. dem Solar Continuum Filter von Baader und einer Powermate 5 von Tele Vue zum Einsatz. Als Kamera verwende ich mein Mondkamera, die ASI 290M. Diese Kombination hat sich als günstig herausgestellt. Bei einer Brennweite von rund 7,5m erreiche ich Belichtungszeiten zwisch 3 und 5ms bei Gain 0. Damit können die zappelnden Strukturen gut festgehalten werden. Die Verwendungsrate lag bei 48 von 750 Frames.
Mit diesem Fotografien ergänze ich nun die Halphabeobachtungen des 300mm Unigraph, mit Weißlichtdetailfotografien durch den 150/1200 FH Refraktor. Der zeitliche Aufwand hält sich in Grenzen, wenn man die Abläufe etwas automatisiert. Also, schneller Wechsel des Projektionsaufbaues auf das Fotografiezubehör, gespeicherte Routinen in PS bei der Bildbearbeitung.
Die Ergebnisse kann man in meiner neuen Weißlichtobjektgalerie sehen.
Die Auswertung des Wilson-Effektes von AR 3989 werde ich mit den Algorithmen vornehmen, welche im Sonnenhandbauch der VdS beschrieben sind. Mal sehen, ob ich damit zurecht komme.
Anbei zwei fotografische Beispiele, der Rest auf der HP
AR 3989
cs Harald