Hallo,
auf ein recht hübsches planetarisches Nebelchen habe ich viel zu kurz belichtet, sodaß ich sehr mit der Brechstange an die Bildbearbeitung gegangen bin.
Der Nebel ist ziemlich groß, etwa 6 Bogenminuten im Durchmesser, 1800 Lichtjahre entfernt vom Aufnahmeort in Spiekeroog. Obwohl "Sterneninsel", waren die Aufnahmebedingungen nicht allzu günstig, etwas atmosphärischer Dunst war immer im Spiel und hat die Sterne zusätzlich aufgeblasen. Das Nebelchen trägt u.a. den Namen Kopfhörernebel und JnEr1 und hat eine Helligkeit von 17,1 Magnituden. Auch der zentrale weiße Zwergstern ist erkennbar mit 16,8 Magnituden. Er steht derzeit recht günstig in Zenitnähe und ich werde bestimmt noch einige Nächte mehr belichten, um das Bild zu verfeinern. Noch rauscht der Hintergrund zu stark.
Da ich auf einigen Bildern aus dem Seestar 50 Sterne jenseits der 18. Magnitude feststellen konnte, wolte ich aber auch mal sehen, wie ähnlich schwache Nebel mit nur 10 Sekunden-Belichtungen einzufangen sind. Die Gesmtbelichtungszeit betrug rund 2,5 Stunden. Hier ein Ausschnitt:
Grüße
Dietrich