Posts from JSchmoll in thread „Was hast Du heute Schönes ausgepackt?“

    Nicht "ausgepackt", aber abgeholt.

    Vor einigen Tagen kontaktierte mich ein Sternfreund aus dem Nachbardorf, ob ich noch eine EQ6 hätte, die ich ihm verkaufen könne. Ich habe eine, aber trennen wollte ich mich eigentlich nicht ... sodenn mal auf Ebay geguckt, ob da was für ihn ist. Dort gab es eine EQ6 pro, im Bündel mit einem orangenen C5 auf Gabel in Schatzkiste (Klassikerfreunde werden hier zappelig), und eine gute Dosis Okulare gab es auch dazu! Abzuholen in Northallerton - hmmm, das ist nicht weit von hier.


    Nach einigen Diskussionen hat mein Nachbardorfsternfreund dann eine EQ6 von einem anderen Nachbarsternfreund aquiriert.


    Doch die Auktion liess mich nicht in Ruhe. Das C5, das C5, das C5 ....


    Schliesslich lief die Auktion aus, und keiner war am bieten. In der letzten Minute die Wahnsinnstat begangen - BINGO! Ich bekam das ganze Konvolut für umgerechnet 830 Euro!


    Eine EQ6 pro mit Aufrüstsatz von Geoptik: Ordentliche Gegengewichtsstange, 10kg Gewicht, Puck mit Doppelschwalbenschwanz Losmandy und Vixen.


        


    Dann das C5 in Schatztruhe. Da waren sogar noch der Keil und das Originalstativ dabei!


      


    Und dann noch den Baader-Koffer mit acht Hyperionokularen, Zustand wie neu!



    Soweit mein "Catch of the Day", da ist mir wirklich ein guter Fisch ins Netz gegangen. Wenn ich die Monti durchteste, optimiere und verkaufe, kann ich mein Geld wiederbekommen und ich habe das C5 und die Okulare für lau ... au weia, ich mutiere hier noch zum Astrohändler! :) Schaun wir mal. Das C5 bleibt auf alle Fälle hier.


    Es zeigt auf jeden Fall, dass manchmal auch in der "Bucht" Schnäppchen lauern. Normalerweise "an Selbstabholer" und irgendwo anders, aber manchmal klappt es eben doch.

    Nebenbei: Der Verkäufer hat das Hobby aufgegeben, um sich stattdessen ein Auto selbst zu bauen. Ein Sportwagen mit V8-Motor ... ich war immer stolz darauf, man ein paar Spiegel geschliffen zu haben, eine Montierung zu bauen und ein paar Sternwarten ... aber ein echtes Auto selbst zu bauen, Hut ab.

    Ich habe heute ein altes Bresser Diorit 8x56 bekommen.



    Das ist ein Dachkantprismenfernglas aus den 1990ern. Dazu gibt es eine persönliche Geschichte:


    Im Jahr 1993 wollte ich mir mal einen guten Feldstecher kaufen. Bislang hatte ich einen Bresser Hunter 7x50, und dann ein gebrauchtes aber leicht kaputtes 9x63 (gummiarmierter Japaner, damals weit verbreitet). Ein guter Feldstecher sollte für mich als Brillenträger komplett durchschaubar sein. Nach Studium des Bresser-Kataloges (Zeiss, Swarowski oder Leica kamen für mich als Student nicht infrage) landete ich beim 7x50 Corvette, 7x50 Luchs und dann im Optikerladen gesehen, dem Diorit 8x56.


    Das Rennen machte damals das Corvette - ein Exot mit "Air-Achromaten", also mit Luftspalt. Später erst fiel mir auf, dass 7x50 nicht die beste Wahl ist. Heute habe ich das Corvette 10x50 (besser für meine alternden Augen), und ich habe inzwischen auch ein Luchs 10x50 auf Ebay ergattert. Das Letztere ist nicht so randscharf, aber super scharf in der Mitte und die Jupitermonde sind mühelos zu sehen, obwohl mir das normalerweise schwerfällt.


    Nun aber zum heute ausgepackten Diorit: Im Optikerladen war eins. und ich habe durchgeschaut und mich gleich darin verliebt. Nur ... das waren 500 DM (also 250 Euro), und das konnte ich mir als Student nicht leisten: 500 Mark - da kriegt man ja schon ein Teleskop für! Also aus rein finanziellen Gründen wurde dieses Glas verworfen.


    Seitdem juckte es mich, eines anzuschaffen. Es gibt hier in UK einige Bresser Diorit auf Ebay, schwarz/golden mit Rotvergütung und meines Erachtens Produktfälschungen, Porrogläser beworben als 2000x50 (!) und ohne Fokussermöglichkeit ("Autofokus", oder wie Rolf Bresser in einem Katalog aus den 1990ern schrieb: "Ein Rückschritt im international Fernglasbau und eine Verdummung des Käufers"). Es muss schon das echte sein, aus den 1990ern. Ein paar Mal sah ich eins, aber für die Liebhaberei zu teuer. Schliesslich hatte ich damals kaum Ahnung von Feldstechern ... nun sah ich eines für 45 Pfund, also ca. 50 Euro und jetzt aber los!


    Heute angekommen - das Ding ist quasi neuwertig! Es ist relativ schwer, aber von Rand bis Rand knackscharf, wobei das scheinbare Gesichtsfeld ca. 54 Grad ist (119m/1000m). Heute Nacht mal in die Sterne gehalten: Erst am äussersten Feldrand werden die Sterne leicht elongiert, ich tippe auf Feldastigmatismus. Von Bildfeldkrümmung keine Spur! Später dann am Mond die Krater gut definiert, selbst am Feldrand. Jupiter als kleines Scheibchen zeigte seine Monde nicht, aber es war sehr dunstig und feucht. Der schnell herbeigeholte Luchs 10x50, der mir die Monde normalerweise zeigt, zierte sich heute auch. Es muss wohl an der schlechten Transparenz liegen.


    Also, dieses alte Diorit 8x56 ist nicht schlecht, auch wenn die Austrittspupille eigentlich für "alte Augen" etwas optimistisch ist. Auf der Positivseite liegt das relativ schwere Gerät gut in der Hand und das Bild ist bei 8x wirklich ruhig. Es ist die zweite Dachkante, die ich habe (die Nummer eins war ein Billigst-8x56 vor 20 Jahren, das Jupiter als undefnierten Flatschen zeigte und ich habe es irgendwann weiterverschenkt). Das Diorit hat schon einen Hauch vom Feeling der Highend-Ferngläser jenseits meiner Gehaltsklasse. Ich glaube, die umgerechnet 50 Euro waren gut angelegt.

    Wo ich gerade von meiner WeatherSleuth sprach - die ist heute wieder ausgefallen. Gerade erst vor 2 Wochen die Batterien erneuert. Das ist ein Schwachpunkt, dass man die Stationen nur mit Batterien betreiben kann. Es gibt zwar noch eine Solarzelle, aber die übernimmt nur an sonnigen Tagen. Dann hatte ich den Fehler gemacht, Duracell-Batterien zu verwenden: Die Mistdinger sind ausgelaufen - ich wusste gar nicht, dass es das heute noch gibt! Die angeblich professionellen "Procell" (auch Duracell) halten wieder nicht durch und sind auch nicht auslaufsicher. Murks. Bei naechster Gelegenheit gibts wohl eine Station mit Möglichkeit der externen Stromversorgung, falls das bezahlbar ist.

    Hi Wolfram,


    schöne Station. Die geht also nicht ins Internet?


    Ich hatte über die vergangenen 20 Jahre verschiedene Wetterstationen: Teils mit Archivierung der Daten (Software war offenbar nur halb fertig und funktionierte gar nicht), und viele Stationen hielten nicht lange (offenbar nicht wetter(!)fest). Seit 2020 habe ich eine WeatherSleuth von Aercus. Bis auf einen Sensortausch (und öfters Batteriewechsel) läuft die immer noch gut. Anbindung aber nur übers Internet. Aber das macht auch Spass, da ich meine Wetterstation ("IFERRY3" in Wunderground) von der Ferne aus auslesen kann und so immer weiss, wie das Wetter zuhause ist. Oder ich kann andere Stationen auslesen, z.B. an Wohnorten von Freunden und Verwandten, um immer im Bilde zu sein. WLAN-Anbindung ist also nicht nur schlecht.

    Hallo Wolfram,


    danke für Deine Worte ... ich hatte zufällig gestern die Abdeckung der Deklinationsschnecke abgenommen, sodass ich das Getriebe sehen konnte. Das Schneckenrad ist golden, wohl aus Messing. Ansonsten ist die Montierung aber wirklich leicht, auch dank der dünnwandigen Hohlachsen. Laut einer Vehrenberganzeige aus den 1980ern ist die Rektaszensionsachse konisch, 37mm bis 62mm, bei einer Wandstärke von lediglich 2mm. Deswegen wiegt die Monti auch nur 3.7kg, trotz ihrer Grösse. Kompromisslose Optimierung des Flächenträgheitsmomentes!


    Die Klemmschrauben habe ich nachjustiert, sodass sie im geklemmten Zustand nirgendwo mit kollidieren.

    Ich fand gerade die Benutzeranleitung: Seite 8 - die Frontkappe hat eine zweite Verwendung als Smartphoneadapter! Das Okular wird durchgesteckt, und das Telefon mit den Gummischnüren fixiert. So kann dann afokal abgebildet werden. Klassische Materialsparmassnahme, Fotoadapter und Objektivdeckel in Einem! Zumindest schont das Resourcen.

    Nochmal zum C5 eine Zusatzfrage:


    Es handelt sich um ein "Astro F1" oder "Astro FI":



    Der Deckel ist recht merkwürdig: Von aussen hat er Gummischnüre und einen orangefarbenen Pin, den man ziehen kann, um den Deckel abzubekommen.



    Von innen wird es dann noch bizarrer: Der Deckel hat eine Plastikfassung mit zwei Klemmschrauben - für Okulare?



    Hat jemand hier so ein Teil und kann jemand diesen merkwürdigen Frontdeckel erklären?



    EDIT: Google sächt "Astro Fi" und das sind Teleskope, die mit dem Mobiltelefon angesteuert werden. Aber die Verbindung zum Deckel sehe ich nicht. 




    Heute habe ich ein C5 bekommen!


    Das habe ich auf eine alte Bresser BSP-Montierung von 1987 adaptiert. Die BSP ("Bresser Super Polaris") war die Vixen-Superpolarismontierung, die Bresser damals in schwarz importierte. Ursprünglich war da mal ein 100/1000er Fraunhofer drauf. Ich habe die Monti letztes Jahr vom Vorbesitzer (alter Freund) gekauft, und jetzt das C5 dazu sehr günstig auf Ebay gezogen - umgerechnet ca. 200 Euro. Und das Teil ist top in Schuss. Nur einen Sucher musste ich noch adaptieren, aber ich hatte einen Celestron 6x30 im Lager.


    Das C5 scheint optisch brauchbar zu sein (Sterntest steht aber noch aus), und keine Spur von Shifting. Es ist schon eines der Chinageräte jüngeren Datums, passt also nicht ganz zur Klassikermontierung.


    Dieses Setup wird wohl mein Camping-Teleskop. Kompakt genug, um mit Zelt und Campingmobiliar in meinen Dacia Sandero Stepway zu passen und so auch beim Zelten ein bisschen Astronomie machen zu können (oder an der Küste Schiffe damit zu bekieken).



        

    Nicht wirklich "ausgepackt", aber "zugepackt": Heute sah ich einen kleinen 50/360er-Achromaten auf einem Flohmarkt. 7 englische Pfund sollte der kosten, wir einigten uns auf £5, was etwa 6 Euro sind. 10min später an einem anderen Stand bekam ich fast einen Lachanfall - das gleiche Teleskop, und diesmal für läppische £2. Einziger Unterschied: Ein Okularauszugsrohr ist aus schwarzem Plastik, das andere aus verchromtem Plastik. Und eins hat das Okular offenbar eingeklebt, ich bekomme es aus dem kleinen Amiciprisma nicht heraus. Vermutlich weil die Klemmschraube verbummelt wurde, hat der Vorbesitzer sich so beholfen.


    So habe ich jetzt Zwillinge.


    Wozu solche Spielzeuge kaufen?


    Ich habe mit einem nicht achromatischen 40x40 angefangen, und diese Instrumente mit Achromaten, Wechselokularen, Fokusfeintrieb und Winkeleinblick sind meinem damaligen Erstgerät haushoch überlegen. Und dann habe ich Enkelkinder, die auch anfangen, ab und zu mal "in den Mond gucken" zu wollen. So werden die Geräte erstmal unter Aufsicht verwendet, und wenn die Kleinen etwas reifer sind und Interesse zeigen, an diese weitergereicht. Beide haben ein H20mm-Plastikokular, das 18x ergibt und für Kinder nutzbar ist. Eines hat noch ein H4mm ... 90x, wohl eher nicht. :)


       

    Gestern durfte ich etwas machen, was 40 Jahre zuvor einem guten Freund vergoennt war. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich im Herbst 1985 dabei helfen durfte, seinen grossen Refraktor aufzubauen. Jetzt hatte ich dank eines grosszuegigen Geschenkes eines Sternfreunds, der mich besuchte, dassselbe Vergnuegen!




    Und hier mit gluecklichem neuen Besitzer. Der Refraktor fehlte noch in meiner Klassikersammlung, und er ist wie neu!



    Es ist ein Tasco 10K (das Modell meines Freundes damals war das Wachter Jupiter 80), alles sind bis auf die Typenschilder dieselben Geraete (Danubia ET8 gab es damals auch). 80/1200er Fraunhofer, Posaunenauszug, und eine verstaerkte Version der bekannten "Kaufhausmontierung" von Towa (verleichtbar EQ2). Tasco hat ein H20, H12.5 und SR4mm dabeiliegen, und die unvermeidliche nichtachromatische Barlowlinse. Ich freue mich schon auf das 600-fache Vergroessern!

    Eine Gitarre !!!

      


    ... und reingelegt. Wer meine Musikkennnisse kennt, weiss, dass die Anschaffung von Musikinstrumenten fuer mich so angebracht sind wie Rollschuhe fuer den Koelner Dom.

    Hier also des Pudels Kern:

         

    EIn Prinz 550. Dass die Berufsbezeichung eines Thronfolgers in einer Monarchie als Markenname herhalten muss, ist sicher nicht ungewoehnlich. Wohl aber, dass die deutsche Variante fuer "Prince" dafuer herhalten musste.

    Hier also ein Kenko (nicht Kenco, die machen Kaffee) 60/910er aus den 1960ern, frisch aus der Elektrobucht gezogen.

          


    Das Objektiv mit den offensichtlich verrutschten Distanzplaettchen bereitet Sorgenfalten. Das muss aller Wahrscheintlichkeit nach neu zentriert werden. Aber ansonsten fuer sein Alter in gutem Zustand. Fuer 40 Pfund (plus 20 fuers Verschicken) ein guter Deal. Der Sucher ist ein achromatischer 6x30. Alle Linsen noch unverguetet. Auch die graue Farbe spricht fuer ein aelteres Modell, bevor sich der Schwarzweisslook durchgesetzt hat. Das Stativ ist signifikant hoeher als das der spaeteren TOWA-Refraktoren. Ein Erwachsener kann auch bei Zenitstellung noch locker im Stehen damit beobachten.

    Der Okularauszug hat noch den guten Schraubdurchmesser von 36.4mm, sodass sich einfach ein Adapter auf kontemporaere 1.25" einschrauben laesst. Im Lieferumfang sind natuerlich die ueblichen Wellensittichaugen H20, SR9, SR4mm nebst 2x-Einlinsenbarlow und Zenitprisma. Und ein einschraubbares Porroprisma fuer Erdbeobachtung. Dazu Sonnen- und Mondfilter. Der Sonnenfilter natuerlich nur zu dokumentarischen Zwecken.

    Auf jeden Fall eines der schoeneren Exemplare in meiner Klassikersammlung.

    Das BIld auf dem Karton zeigt einen deutlich dickeren Tubus mit anderer Linsenfassung. Ich vermute, es handelt sich um einen 80/910er. Aus Rationalisierungsgruenden werden sie nur ein Kartonmotiv erstellt haben, und die Fernrohrgroesse ist nirgendwo mit aufgedruckt.

    Ich dreh hier gerade am Rad. ;)



    Das ist ein achtzoelliges Stellrad fuer grosse Drehmaschinen. Zum Einsatz wird es aber an meiner Selbstmontierung HD3r kommen, wo sie neben der Rutschkupplung in Rektaszension eine weitere Klemmung in Rektaszension ermoeglicht, indem das Schneckenrad noch an die Schulter der Achse angedrueckt wird. Diese Zusatzklemme hat sich bei meiner Rupp-Montierung sehr bewaehrt. Die eigentliche Klemmung bleibt auf "Rutschkupplung", und dieses im Dunkeln einfach zu ertastende Rad ermoeglicht zusaetzliche Klemmkraft. Die Kurbel wird wahrscheinlich irgendwo anders Verwendung finden, vielleicht an meiner Drehbank.


    Hier in UK gibt es die Dinger auf Ebay fuern Appel und nen Ei. Ich habe 12 Pfund dafuer bezahlt, inklusive Porto. Das sind etwa 15 Euro.


    Und hier nun installiert (nach der Show im Wynyard Planetarium, ist etwas spaeter geworden). Einfach aufbohren auf dem Bohrstaender und dann Gewinde schneiden ergab ein schiefes Gewinde. Das Bohrloch war wohl nicht ganz fluchtend. Hier raecht sich der niedrige Preis. Aufgespannt auf die Drehbank habe ich es aber dann noch richten koennen.

    Ich werde hier noch zum schwarzen Loch ... momentan arbeitet die Teleskop-Akkretion mal wieder blendend!


    Diese Woche: Rote Teleskope!


    Zunaechst am Dienstag ein altes Tasco 9TR 60/800 aus der Halleyzeit:


    Wer Sammler-Insider ist, weiss, dass bei Tasco das Rot eine Art Warnfarbe ist: Hier hat Tasco begonnen, an der Qualitaet zu sparen, um die Gewinnmarge zu erhoehen. Die roten Rohre wurden sehr bald immer schlechter, mit hoeherem Plastikanteil. Dieses hier ist aber noch nicht zu schlecht: Die Azimutgabel ist noch aus Metall, die Optik nach einem kurzen Durchblick des aufgebockten Rohrs nicht fehlerhaft. Ich werde das Teil dieser Tage mal aufbauen.


    Dass ich in dieser Woche NOCH EIN ROTES TELESKOP bekommen sollte, habe ich erst heute Nachmittag erfahren. Ein lokaler Astroverein trennte sich von einem sehr seltenen Exemplar, einem Grubb-Parsons Perseus!


     


    Dieses wurde ebenfalls, wie das Tasco, Mitte der 1980er Jahre gefertigt und es war das letzte Aufbaeumen von Grubb-Parsons, damals durch ihre Forschungsteleskope und Zusatzeinrichtungen weltbekannt. Das Teil wurde in ca. 30km Luftlinie von mir gefertigt, in Newcastle Upon Tyne. Ein neunzoelliger Maksutov auf Gabel, und er sollte wohl dem C8 Konkurrenz machen. Das Geraet hat allerdings so einige Fehlkonzeptionen, wie den fest eingebauten Diagonalspiegel und den 1.25"-Flaschenhals. Ueber eine Prototypenserie ist das Geraet nie herausgekommen. Der Verein hatte es entgabelt, und ich werde es wieder "zurueckgabeln". Im naechsten Jahr gibt es im Hancock-Museum in Newcastle eine Ausstellung ueber astronomische Forschung im Nordosten Englands, und da wird es wohl dabei sein.

    Es ist uebrigens hier im Astrotreff kein Neuling. Ich hatte vor einiger Zeit bereits ueber die Restauration des Instruments berichtet. Ein kurzer Artikel darueber schaffte es sogar in den britische Zeitschrift "Sky at Night". Jetzt kann ich hoffentlich bald endlich mal durchschauen!


    Edit: Link zum neuen kurzen Bericht ueber dieses Instrument auf den Klassikerseiten.

    Hallo TecMar,


    Dir nochmal Danke fuer den Tip mit dem Gewindebohrer, den ich hier umsetzte. Hat gut geklappt, auch wenn das Schneiden trotz Gewindevorschnitt noch Body Building war.


    Die Hebel gibt es in vielen Groessen, Materialien und Formen in der Bucht, maennlich und weiblich. Mir gefiel hier die orange Farbe (Celestron ... ?) und der Umstand, dass sie aus Metall sind. Hier in England habe ich fuer die beiden umgerechnet ca. 12 Euro bezahlt. Plastikgriffe waeren natuerlich billiger, aber wegen ein paar lumpigen Pfund mache ich lieber gleich was hoeherwertiges an die Monti.

    Klemmhebel fuer meine neue Selbstbaumontierung:


    Leider fielen sie dem Postboten aus der Tasche, und ich musste auf Ebay schon kenntlich machen, dass ich die Teile trotz angeblicher Lieferung nicht bekommen hatte. Jetzt gerade klingelte ein Dorfbewohner, der die Tuete mit meiner Adresse beim Rasenmaehen fand! Happy End.


    Die M8-Klemmhebel sind aus Metall und koennen wie eine Raste eingestellt werden. Sie werden die Rutschkupplungen an den Schneckenraedern werkzeuglos verstellbar machen.


    Schwere Probleme rufen nach radikalen Mitteln. Als ich herausfand, dass ich ein M30x3.5-Innengewinde nicht mit meinem Werkzeug auf der Drehbank hinbekomme, da die maximale Tiefe fuer 3mm Steigung ausgelegt ist, habe in der Bucht einen langen Gewindebohrer M30x3.5 ergattert.


    Erstes Problem: Mein groesstes Windeisen ist zu klein! Hier mal ein Bild mit einem "goldigen" M12-Gewindebohrer zum Groessenvergleich.


      


    Spasseshalber habe ich mal geschaut: Man kann bei Ebay in China M100x4-Gewindebohrer bestellen, fuer ca. 2000 Euro das Stueck. Ich vermute, das Windeisen hat vier meterlange Arme mit Pferdegeschirren!


    Zum Einsatz kommen soll das fuer meine HD3-Selbstbaumonti, wo die Gegengewichtsachse eine M30-Gewindestange ist.

    Bei uns gab's heute Stahlwurst ... oder einen Fernsehturm?



    Nein, diese M30-Gewindestange wird die Gegengewichtsachse fuer die Selbstbaumontierung. Muttern und Unterlegscheiben sowie Kran-Oesen kamen heute auch an.


    Bedenklich war die Lieferung der immerhin umgerechnet 40 Euro teuren Gewindestange, die ich vor der Tuer liegend vorfand, als ich nach Hause kam. Bei uns im Dorf gibt es Metallgeier, und so etwas verschwindet rasch.


    Immerhin war die Stange in einer duennen Plastikhuelle (Muellbeutel?) eingepackt, sodass ihr Schrottwert nicht erkennbar war.



    Okay, es war schon gestern, als ich nicht eine Sache, sondern gleich hundert Sachen ausgpackt habe. ;)


    Rostfreie M10-Senkkopfschrauben in 20, 30 und 40mm Laenge. Ein Grossteil dieser "Schrauben-Armee" wird bald in meiner Selbstbaumontierung verschwinden.


    Hallo Joerg und Michael,


    wenn das Originalstativ von Vixen das mit den geschlitzten Auszugsbeinen ist, wo aus unten herauszuziehende Bein fast auf der ganzen Laenge ein Langloch eingefraest hat, um beim Ausziehen die Klemmschrauben durchzulassen ... dann muss ich Joerg Recht geben. So ein Blattfederstativ hatte ich mal, und es ist wirklch nicht das Gelbe vom Ei. Vixen hatte auch mal hoehere Stative im Angebot, die nicht auziehbar waren. Die muessen stabiler gewesen sein, und haben auch den originalen Kultstatus eines Sammlerobjekts. Allerdings sind sie fuer den Transport denkbar ungeeignet, weil sie eben sehr lang sind. Irgendwie hat Vixen das mit den Holzstativen nie befriedigend loesen koennen, und vielleicht deswegen wurde hier spaeter auf Aluminium gesetzt.


    Ein Berlebachstativ in hellbraun sieht schoen klassisch aus und passt damit zum Vixen. Gleichzeitig aber haelt es. So ein Uni18 zum Beispiel kostet natuerlich etwas mehr, aber das Loch in der Geldboerse ist schnell vergessen.