Posts from astrometer in thread „Was hast Du heute Schönes ausgepackt?“

    … Bitte vergiss nicht die beiden Heizbänder für die Optiken. Was das Leitrohr angeht, wäre ich sehr optimistisch. Meinen Langbrennweiter mit 2500 mm BW habe ich problemlos mit einem Leitrohr von 240 mm BW nachgeführt…

    Hallo Heinz,


    schön zu hören, dass das kleine Guidingrohr ausreichen sollte, zumal die Guidingcam, eine ASI 678 MM, sehr kleine Pixel hat.


    Objektivheizung ist an der Katze schon dran: das rote Teil mit der Aufschrift HEAT RING zwischen Objektiv und Taukappe. Ist übrigens ein Australienimport via Etsi. Und die aus rotem Kunststoff gedruckte EAF-Halterung kommt aus Kanada. Das ganze Ding ist somit eine internationale Chimäre.


    Für das Guidingrohr werde ich ein Heizband für kleinere Fotoobjektive nutzen. Es gibt zwar auch ganz kurze für Okulare, aber die sind teurer als die normal großen.


    CS

    Jörg

    Hallo zusammen,


    nachdem ich heute dem Zoll das letzte noch offene Teil aus meiner Jahresendbestellung, einen zweiten EAF Pro, „entrissen“ habe, wurde vorhin das kleine Setup probeweise zusammengebaut:



    Beim großen Setup kommt anstelle des Redcat 51 der TEC 110, alles andere bleibt gleich. Höchstens das kleine Leitrohr muss dann noch ausgetauscht werden, falls seine 120 mm Brennweite nicht zum sauberen Guiden der 619 mm Aufnahmebrennweite reichen.


    Wann das alles sein erstes Sternenlicht zu sehen bekommt, steht allerdings in den Wolken. Für die nächsten zehn Tage zeigt meine Wetter-App durchweg Wintersiff mit Regen, Schneeregen und Nebel. Den Spruch, warum das so ist erspare ich mir aber. Der hat einen längeren Bart als ich…


    CS

    Jörg

    Hallo Jörg,

    Jetzt geht es aber los! Du lässt es im Alter ja nochmal krachen. Für das Geld wollte ich mir gerade einen Elektroroller für Senioren kaufen (Scherz). Miel Spaß mit dem hochpräzisen Ding. Bin auf Deine > 80h DeepSky-Gedichte gespannt.


    Lieber Gruß Peter

    Hallo Peter,


    ja, ich habe noch nicht resigniert. Mich in die neue Technik einzufuchsen, hält die grauen Zellen fit. Gleichzeitig ist das heutige mobile Zeugs leichter zu tragen und überschaubarer in der Verkabelung. Wegen Schlepperei und technischer Komplexität hatte ich in den letzten Jahren die Lust an Deep-Sky-Fotografie verloren. War schon kurz davor, dem Smartscope-Trend zu verfallen. Aber das wäre dann doch irgendwie zu viel Kontrollaufgabe gewesen. Ins Bett gehen und draußen so einen Robot mit Kompromissoptik werkeln zu lassen? Da kann ich mir doch gleich auf Astrobin fertige Bilder ansehen, ohne dass ich selbst noch was dafür tun und Geld für die Technik ausgeben muss. Außerdem sind diese internationalen Vorzeigebilder häufig an richtig dunklen Orten aufgenommen, solche, an die ich eh nicht mehr komme. Nein, für mich ist der Weg das Ziel. Und was meinen aufgehellten Himmel angeht: Nicht jammern, sondern das Beste daraus machen.


    CS

    Jörg

    Sieht sehr solide und sauber gefertigt aus und sogar Libellen für beide Augen zur Mittelwertbildung! :)   :/ :thumbup:

    Hallo Hartmut,


    die zwei Dosenlibellen sind wahrscheinlich Chinas Reaktion auf Kritik aus früheren Jahren, als man dort die Dinger nur irgendwie einklebte und sie eigentlich funktionslos waren.


    Aber die generelle Fertigungsqualität hat sich in den letzten Jahren erstaunlich verbessert. Die Montierung macht wirklich einen absolut wertigen Eindruck und hat viele Details an denen man als Ingenieur seine Freude hat. Ich hoffe nun, dass sie tatsächlich so sauber nachführt wie die üblichen Verdächtigen bei YouTube behaupten.


    CS

    Jörg

    Hallo zusammen,


    anderthalb Jahre recherchiert und gegrübelt, vor Weihnachten via EBay bestellt und heute endlich gekommen:



    Jetzt muss ich erstmal einiges anpassen und ne Menge dazulernen. ASIAir steht schon bereit. Bin gerade am Gewindeschneiden für einen universell nutzbaren Stativadapter. — Übrigens, das schlechte Wetter hatte ich schon per Vorkasse auf mich genommen. Mit einer Zahlungspause zum jüngsten Polarlicht.


    CS

    Jörg

    Hallo zusammen,


    heute kam eine weitgereiste Ergänzung für meine kleine rote Katze: Eine Objektivheizung für die allererste RedCat-51-Serie, hergestellt in Downunder von der Firma Modulus Optic, die ihre Sachen via Etsi vertreibt. Das Teil ist aus rot anodisiertem Alu, hat ein gerade mal handwarm werdendes Heizelement und eine Hohlsteckerbuchse 5,5/2,1. Die Fertigungsqualität ist wirklich herausragend. Mit Versand und Zoll kostet das Ganze kaum mehr als ein klassisches Heizband. Draufgeschraubt und fertig. Einziger Nachteil: Die Katze wird dadurch 27 mm länger, was bei mir bedeutete, dass ich den Koffer wechseln musste. 


    CS

    Jörg




    … Denke damit ist das Thema :"welcher Zenitspiegel ? / welches Zenitprisma?" für mich endgültig geklärt…

    Hallo Horst,


    dieser Meinung kann ich mich nur anschließen. Für mich sind die BBHS wirklich das Beste vom Besten. Wobei viele andere ZS nur unwesentlich „schlechter“ sind und die meisten Nutzer den Unterschied kaum bemerken würden.

    Es ist ein bisschen wie mit den Highend-Teleskopen: Das Wesentliche ist nicht der tatsächliche Qualitätsunterschied, sondern die Gewissheit, dass es nichts Besseres gibt und man deshalb von Zweifel, Unruhe und weiteren finanziellen Belastungen befreit ist. Das funktioniert zwar nicht für alle, aber für diejenigen von uns, denen das Beobachten in Verbindung mit instrumenteller Perfektion wichtig ist.


    CS

    Jörg 

    Was Du gemacht hast, klingt sehr aufwändig. Da verstehe ich schon eher, dass Du im Ruhestand die Nase voll davon hattest. Bei mir war es ja „nur“ simple Pressefotografie. Immer schnell, schnell. Weshalb ich es jetzt genieße, mir etwas mehr Zeit zu lassen. Zu DDR-Zeiten habe ich zwar fast ausschließlich Mittelformat fotografiert und folgerichtig in den 90er Jahren lange nach Hasselblad geschielt, aber zum Geld verdienen war es viel zu viel Aufwand, obwohl ich die hohe Bildqualität immer erstrebenswert fand. Irgendwann war das Kleinbild-Vollformat dann qualitativ über dem Niveau der früheren Mittelformatbilder und im Digitalen ging es erst mal mit kleineren Sensoren los. Also nein, ich denke ich habe da nichts verpasst.


    CS

    Jörg

    Hallo Achim,

    die D1X kenne ich auch noch. Ein Kollege hatte die. Ich selbst bin bei der D2X eingestiegen, weil die Redaktion plötzlich keine Filmentwicklung mehr vorhalten wollte. Die Nachteile der ersten DSLR-Modelle gegenüber den ausgereiften Analogen waren ja noch gewaltig, weshalb ich ähnlich gezögert habe wie jetzt beim Z-System (wobei das von den Kinderkrankheiten her nicht vergleichbar ist).


    Ansonsten habe ich auch viele Sachen aus Zeiten des  Broterwerbs verkauft. Es ist zwar auch schön, eine Vitrine der persönlichen Kameraevolution zu haben. Aber ehrlich, nach einem selbst interessiert das eh keinen mehr. Also lieber rechtzeitig zu Geld machen.


    Allerdings finde ich es ganz schön mutig, ganz auf gute Fotografie zu verzichten. Altersbedingt ist das bei mir zwar auch weniger geworden. Und vieles kann man heute mit dem Smartphone machen. Aber es gibt doch immer wieder Ereignisse am Himmel, für die eine DSLR fast alternativlos ist. Und sich nur auf die Erinnerung an visuelle Eindrücke zu verlassen, funktioniert bei mir nicht. Aber okay, jeder ist da anders.


    CS

    Jörg

    Danke Wolfram,


    Deiner Einschätzung ist nichts hinzufügen. Auch ich konnte mich mit dem elektronischen Sucher nicht anfreunden. Abgesehen davon wären mir meine drei Zeiss „Otusse“ am Adapter einfach zu kopflastig geworden. Das ist jetzt schon ein Problem. Eigentlich sind es reine Stativobjektive, auch wegen der manuellen Fokussierung. Schnelle Schnappschüsse sind damit einfach nicht möglich. Aber ich liebe die wirklich überragende Bildqualität.


    CS

    Jörg

    Hallo zusammen,


    schon vor ein paar Tagen ausgepackt habe ich eine nagelneue Nikon D850. die meine mittlerweile 13 Jahre alte D800E ablösen wird. Die D850 soll die beste DSLR sein, die Nikon je gebaut hat. Bessere Auflösung, besseres Hoch-ISO-Verhalten und weniger Rauschen im Vergleich zur D800E.



    Der Preis war seit dem Vorjahr um rund 1 k€ gefallen, wahrscheinlich weil das Z-System massiv gepusht wird. Ich habe lange überlegt, ob ich auch dort einsteige, aber dann hätte ich meine vorhandenen Objektive nur noch mit Adapter nutzen können und wegen anderer Anschlüsse wäre auch einiges anderes Zubehör nicht mehr nutzbar gewesenen. Bis auf kleinere Probleme mit dem neueren nef-Dateiformat bleibt nun alles beim Alten. Und das finde ich gut so.


    CS

    Jörg

    Jörg, gefällt mir gut, Dein Regal, aber was machst Du denn gegen den Staub?

    Dafür gibt’s ja Staubmagneten, also diese Wedel, die den Staub wirklich wie ein Magnet anziehen und auch in die Ecken kommen. Außerdem stehen nur die häufig benutzten Instrumente offen da. Die anderen sind in ihren Koffern und Taschen, und da stört ein bisschen äußerer Staub wenig. Hinzu kommt, dass ich den Luxus eines „Astrozimmers“ habe, wo das ganze Zeug untergebracht ist und nichts außer Astro stattfindet.


    CS

    Jörg

    Hallo zusammen,


    wie kürzlich im Gebastelt-Thread gezeigt, bin ich aktuell dabei, mehr Ordnung in meinen Instrumentenpark zu bringen. Das dort bereits gezeigte Schwerlastregal ist inzwischen eingeräumt und verbessert den Zugriff auf die Optiken ganz entscheidend:



    Hinzugekommen ist noch ein relativ großer Edelstahl-Serviertisch, der zum Beispiel die Koffer meiner beiden Binos aufnimmt. Der große vom 120er Bino, der auch vier schwere Okularpaare enthält, passt nahezu millimetergenau in die obere Tischmulde. Jetzt kann ich ihn mühelos bis zum Balkon schieben. Bisher stand er ungenutzt herum, weil er mir mit Inhalt einfach zu schwer und unhandlich zum Herumtragen ist.



    CS

    Jörg

    Hallo Leute,


    meine heimlichen Wünsche wurden in China erhört: Heute kamen drei M10-Rändelmuttern bei mir an, und sie waren erstmals richtig ordentlich verpackt:



    Bitte nicht falsch verstehen, mir geht es nicht um den fast schon exzessiven Einsatz von Kunststoff. Etwas Seidenpapier hätte es auch getan. Aber es ist einfach Mist, wenn solche an sichtbarer Stelle eingesetzten Teile zwar perfekt gefertigt, dann aber per freiem Fall in einer Metallkiste landen, wo sie sich gegenseitig beknattern.


    Man kann solche Dinge natürlich auch bei einheimischen Händlern bestellen, da sind sie inkl. Versand um den Faktor 6 bis 10 teurer, aber ebenfalls nicht immer ohne Schrammen. Denn gefertigt wird sowas fast grundsätzlich nur noch in Asien. Also habe ich via EBay bei einem chinesischen Shop bestellt.


    Nach dieser Kritik der politischen Ökonomie sei noch gesagt, wozu die Teile gedacht sind: Die Rotationsklemmen meines FT-OAZ am 130er APO haben so winzige Rändelköpfe, dass ich sie allein mit Fingerkraft nicht ausreichend festziehen kann. Die neuen Rändel werden nach kurzem Drehbankjob darüber geklebt, und dann sollte das besser gehen. Hoffe ich zumindest…


    CS

    Jörg

    Wenn man Dingen ihre Bestimmung raubt, funktionieren Sie halt schlechter.

    Ein Schmiermittel muß schmieren, ein Brennstoff brennen, ein Spiegel reflektieren und Lötzinn eine stabile, leitfähige Verbindung aufbauen...

    Hallo zusammen,


    ähnlich ist es bei Anstrichstoffen. In der DDR war zum Beispiel Polyurethan-Lackfarbe frei verkäuflich. Das Zeug war sicher gesundheitsschädlich, wenn man nicht aufpasste und für ordentliche Entlüftung sorgte. Aber die damit in den 1980er Jahren gestrichenen Türen sind immer noch weiß und unvergilbt, nichts klebt oder blättert ab und ein paar feine Risse entstehen nur dort, wo das Holz darunter arbeitet. Mit den heute üblichen Öko-Wasserlacken wird man nicht glücklich. Kann zwar sein, dass man das Zeug ohne Lebensgefahr trinken kann, aber als Anstrichstoff enttäuscht es: Wird nie richtig hart, klebt auch nach Jahren noch und Anfassen hinterlässt Fingerabdrücke.


    Gleiches gilt für Rostschutzfarben. Auf meinem Balkon ist ein vor etwa 50 Jahren mit Bleimennigfarbe gestrichenes Stahlgestell. Das ist ständig dem Wetter ausgesetzt, trotzdem ist die Farbe nach wie vor stabil. An einer ähnlichen, mit teurem OBI-Rostschutz gestrichenen Stahlkonstruktion im Gebirge blätterte der Anstrich schon nach fünf Jahren ab.


    Ich will damit den Gesundheits- und Umweltschutz nicht in Frage stellen. Aber ich habe was dagegen, wenn er mit einer an geplanter Obsoleszenz orientierten Firmenpolitik verbunden ist. Der Grundsatz. „Was lange hält bringt uns kein Geld“ ist schließlich ein nicht zu unterschätzender Treiber von Umwelt- und Klimaschäden.


    Soweit meine ganz persönliche Meinung. Ich hoffe nur, ich habe damit nicht das Untier einer ins Politische abgleitenden Diskussion geweckt. Es wäre doch schade, wenn dieser Thread wegen der Unversöhnlichkeit von Meinungen geschlossen werden müsste …


    CS

    Jörg