Hallo alle,
ich habe jetzt auch hier mitgelesen und während der ganzen Zeit fragte ich mich, ob es ein bestimmtes Ereignis gab, dass mich zum Sternenhimmel aufblicken ließ. Jedoch konnte ich nichts finden. Wahrscheinlich war es eine Faszination für Raumschiff Enterprise (Kirks Kampf mit dem Gorn(m)) und Captain Future und den Spaceshuttlemodellen von Revell, gepaart mit ungläubigem Staunen über Fotos von Galaxien und dem Pferdekopfnebel, die ich in Büchern sah, und dem Sternenhimmel der in meiner Kindheit in den 70er Jahren auch noch dunkel war. Auf jeden Fall habe ich dann mit 11/12 Jahren ein kleines Tasco Spiegelteleskop mit azimutaler Montierung bekommen und konnte damit selbst Albireo beobachten, genauso wie Saturn und Mond. Selbstredend mit drehbarer und nachtleuchtender Kosmossternkarte. Dazu hatte ich in meinem Zimmer eine Mondkarte von Hallwag, ebenso die bekannte Sternkarte mit Nord- und Südhimmel, die sich beim Orion trafen und ineinander übergingen (hab ich heute auch wieder, in neuerer Auflage). Ich habe mir alle Daten zu den Planeten aufgeschrieben und auswendig gelernt, die Sternbilder habe ich mir eingeprägt und viele Sternnamen gleichfalls. Die Namen der Mondkrater habe ich ebenfalls versucht aufzulisten und mir einzuprägen (da hab ich jetzt nicht mehr so viele parat). Eine kleine astronomische Bibliothek hat sich auch angesammelt: Mond-Mars-Venus, ein Lexikon der Astronomie aus der DDR, verschiedene Bücher zum Sternenhimmel, das Kosmos Himmelsjahr, Die Cambridge Enzyklopädie der Astronomie, ein Planetenlexikon, ein Buch über die Vorgänge in Sternen: Geschwister der Sonne.
Später wollte ich unbedingt Fotos machen, dazu brauchte ich natürlich ein anderes Teleskop mit parallaktischer Montierung. Das habe ich dann tatsächlich auch 1979 bekommen. Wieder von Tasco mit so einem Holzstativ. Das mit den Fotos hat aber leider nie geklappt, was an der fehlenden Nachführungsgenauigkeit lag, trotz Motor und den schwierigen Adaptionsverhältnissen für die Kamera. Ich hatte eine Spiegelreflex (auch aus der DDR - Marke weiß ich nicht mehr). Dann gab es in unsere Schulbibliothek auch noch ein Buch zur Astrofotografie mit unheimlich vielen Formeln die ich nicht verstand, aber den besten Farbfotos von DS Objekten. Das habe ich immer beim Ausleihen überzogen. Zu der Zeit habe ich in Celestron Katalogen geblättert und davon geträumt solche Teleskope zu besitzen - die kosteten damals 20.000 DM und mehr...
Na ja, dann ließ das Interesse an Astronomie irgendwie nach (das Alter) und ein paar Jahre später habe ich dann das Teleskop verkauft und hab mein Leben ohne Astrohobby gelebt.
2013 hab ich mir dann eine DSLR, meine d5100, zugelegt (Weihnachten) und auch schon angefangen vom Balkon aus Sternbilder zu fotografieren und Sternstrichspuren herzustellen.
2014 dann fragte mich mein Sohn (damals 15), ob er nicht ein Teleskop bekommen könnte. Also habe eine Celestron Astromaster 130mm/650mm auf einer - wie sich später rausstellte - Wackelmontierung gekauft. Die Monti ist schon längst Geschichte, der Tubus steht noch im Keller - ist aber auch nix. Meinen Sohn hat es nicht gepackt, aber ich bin seitdem wieder infiziert, denn ich habe trotz der schlechten Qualität des Teleskops den Hantelnebel gefunden, M57 und M13 gesehen, Saturn erspäht und und und.
Also kam dann Ende 2014 was richtiges auf den Teller: mein SW 6" f5 Newton auf eq5. Seitdem klappts auch immer mal wieder mit Astrofotos und Planetenbildern.
Das wars in Kürze.
bis dann