Posts from Methusalix in thread „Wie seid ihr "Hobbyastronomen " geworden ?“

    Als Einsteiger kann ich dazu nur sagen.....
    Irgendwann vor ca 5 oder 6 Jahren begann ich mich dafür zu interessieren was ich eigendlich da oben sehe, wenn ich um ca 4.30 Uhr zur Frühschicht fuhr oder auch um ca 6.15 Uhr nach der Nachtschicht nach Hause kam. Vor allem, wenn da so ein unheimlich helles Objekt am Himmel stand.
    Mein Einstieg war dann das Lidlscope, welches ich für ca 45€ bei Ebay geschossen hatte.
    Ich hatte extra nicht viel Geld ausgegeben, um erstmal festzustellen, ob das überhaupt ein Hobby wird, mit dem ich mich mehr befassen kann. Von Wackeldackeln und Konsorten hatte ich damals ja gar keine Ahnung.
    Was war ich von den Mondkratern begeistert, auch Saturn und Jupiter habe ich mir damit angeschaut.
    Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch dieses Forum für mich entdeckt und fleißig mitgelesen.
    Irgendwann habe ich auch die Tuning-Tips für das Lidlscope gefunden und zumindest zum Teil nachvollzogen.
    Da ich mit der Abbildungsqualität der original Okulare nicht zufrieden war hatte ich mir vom Teleskop-Service ein paar andere Okulare liefern lassen. Auch nur einfache Plössel, aber ja, da war echt ne Steigerung zu erkennnen.
    Dann stellte ich aber fest, daß die Monti in gewissen Bereichen irgende wie hakt, habe es natürlich auf den "China-Honig" geschoben.
    Also mit zur Arbeit genommen um sie dazu zerlegen und neu zu fetten. Beim zerlegen sah ich dann auch die Bescherung, in dem großem Ritzel der RA-Achse hatten sich einige Zähne verabschiedet, ergo war die Montierung Schrott.
    Ich brauchte also eine neue Montierung. Da mir dann aber klar wurde, daß ich mir auch irgendwann ein größeres Teleskop zulegen werde, habe ich mich für eine Bresser Exos 2 entschieden, die ich über dieses Forum gebraucht gekauft habe.
    Man, war das ein Unterschied zur Lidlmontierung. Bei der Mondbeobachtung bemerkte ich dann aber immer wieder, wie schnell der Trabant aus dem Blickfeld verschwand, gerade bei meinen ersten Fotografie Versuchen. Da mußte dringend eine Motorisierung her.
    Nach der Befragung hier im Forum habe ich mich auch für eine Nachführung entschieden, da mir mehrere Forenmitglieder versichert hatte, daß Goto nicht zwingend erforderlich ist.
    Beim auswerten der Fotografien fiel mir dann aber der extreme Farbrand um dem Mond, bzw bei hohen Kontrasten um die Mondkrater auf. Ich vermutete das die Optik verspannt sei und versuchte dann die Taukappe vom Lidlscope zu lösen. Ich habe das Ding bis heute nicht runterbekommen, noch nicht mal mit einem Heißluftföhn ließ sich die Taukappe überreden sich vom Teleskop zu lösen.
    Da ich aber mehr wollte hatte ich mir dann einen GSO-Newton 6"/F6 mit Crayford Auszug zugelegt. Da ich aber auch die Mond oder auch evtl Planetenfotografie im Auge hatte wurde eine 1 zu 10 Untersetzung direkt mitbestellt. Mit meiner Canon Eos komme ich zwar nur mit einer Barlowlinse in den Focus, aber das klappt.Mittlerweile habe ich zwei Mondfotos in meiner Wohnung hängen, das erste ist so naja, aber das zweite ist schon recht gut, für meine Ansprüche.
    Für Weitfeld beobachtungen und als Urlaubsteleskop habe ich mir dann bei der Fa Bresser einen 102/600 Refraktor aus deren Vorführgeräten zugelegt. Dieser Refraktor ist auch gleichzeitig mein Sonnenteleskop.
    Das Ding hat erheblich weniger Farbfehler als das 70/700 Lidlskope.
    Dazu habe ich momentan seit ca 3 Monaten leihweise von unserer Sternwarte deren Mitglied ich jetzt auch seit ca 3 Jahren bin, ein Celestron C8 zuhause, das ich aber aufgrund des tollen Himmels und auch meiner Wechselschicht bis heute nicht einsetzen konnte.
    Wie es weitergeht? Ich träume doch von einer GoTo-Montierung, aber vor dem Kauf muß ich die Dinger aber auch mal in die Hand nehmen bzw tragen können, weil ich meinen Kram immer wieder neu aufbauen muß. Mein theoretischer Favorit ist die SkyWatcher EQ6-R.
    Naja, mal sehen was die ATT in Essen so bringt?