Hallo zusammen,
nebst anderem habe ich im Urlaub Material für den Platesolver bestellt und Anfang diese Woche beim Paketlieferdienst meines Vertrauens in Weil am Rhein abgeholt.
Heute Nachmittag wollte ich das ganze dann mal mit dem Standard-Image in Betrieb nehmen.
Mein Setup:
- Raspberry PI 4, 4GB
- Innomaker CAM-MIPI327RAW Kameramodul
- 25mm f1.7 M12 Objektiv

Zusammenstecken, Image brennen, einschalten, Tablet mit Raspi verbinden, Webseite meldet sich. 
Dann die Initialisierung: Cedar findet keine Kamera
.
Ich mach es jetzt mal kürzer, als ich bisher Zeit verbraten habe:
- SSH Verbindung über LAN. Damit kriegt man EInblick bis zu Bilge und Kielschwein. Da Cedar Headless und ohne VNC aufgesetzt ist muss man da durch.
- Mit der Raspi-HQ Kamera (und gleichem Flachbandkabel) flutscht alles problemlos.
- Mit einem Eintrag in /boot/firmware/config.txt kriegt man das auch mit dieser Kamera hin
Was bei mir notwendig war:
- mit sudo nano /boot/firmware/config.txt besagte Datei öffnen (hab ja gesagt, wir sind beim Kielschwein unten
) - Es hat dort einen Eintrag camera_auto_detect=1 ,der auf 0 gesetzt werden muss.
- Zusätzlich braucht es eine Zeile am Schluss mit dtoverlay=imx290,clock-frequency=74250000 .
Der erste Eintrag schaltet die automatische Erkennung von Kameras ab. Da ich hier definiert nur eine Kamera verwenden will ist das ok.
Mit der neuen Zeile am Schluss wir dem Raspi gesagt, dass es sich um einen IMX290 Sensor handelt und dass die Takfrequenz auf dem Datenbus 74.25MHz betragen soll.
Interessant ist der erste Eintrag. Habe ich nicht einen IMX327 Sensor? Doch, aber trägt man brav imx327 ein (der Herr Ingeniör ist ja sooo schlau) , dann sieht der Raspi zwar den Sensor, weiss aber nichts weiter damit anzufangen, da er keine weiteren Daten dazu hat. Hat mich jetzt etwa 2 Stunden gekostet. Selber schuld, wenn man immer alles meint besser zu wissen 
Innomaker beschreibt das nämlich im Usersmanual zur Kamera, dass sowohl die Kameras mit IMX327 und IMX462 als IMX290 angesprochen werden können. Sollen, damit es funktioniert.
So. Anschliessend sudo reboot now und neu verbinden. Ach nee, geht 
Ich habe dann noch schnell die Konfiguration durchgespielt, die scheitert am Schluss daran, dass Cedar merkt, dass Tag ist und alles viel zu hell (
), aber im Prinzip läuft es jetzt.
Mal sehen, ob ich heute Abend noch ein paar Sterne sehe, dann komm ich vielleicht weiter.
Damit ist für mich das First-Livingroom-Light abgeschlossen. Vielleicht sind meine Probleme und die Lösung dafür auch für andere interessant.
Bleibt noch die Frage, weshalb man sich das mit einer solchen Kamera antun soll. Erstes hat dieser Sensor vergleichsweise grosse Pixel (2.9x2.9um), was sich positiv aufs Rauschen auswirkt.
Ausserdem hat diese Kamera (wie auch eine Version der Raspi-HQ Kamera) einen M12 Objektivanschluss. Dafür gibt es fürn Appel und n EI vergleichsweise gute Objektive (meins hat so um die 15€ gekostet) und da wir für diese Anwendung keine einstellbare Blende benötigen sind die wirklich winzig klein:
Und damit eröffnet sich eine durchaus interessante Perspektive. Es gibt 600mm lange Flachbandkabel die, entsprechend sauber verlegt, erstaunlich gut funktionieren. Die Kamera kann damit in einem Würfel von < 50x50x50mm verpackt werden und entweder auf den oder in den Spiegelkasten auch eines grossen Dobson verbaut werden. Den Raspi, der bedingt durch seine Verlustleistung vermutlich einige warme Luft produzieren dürfte kann man dann an einen "sicheren" Ort verlegen.
So, das war's für den Moment. Auch wenn vieles Out of the Box funktioniert, der Raspi ist immer wieder für Überraschungen gut...
Herzliche Grüsse Robert