Hallo Leute,
der übliche Hilferuf: Auch ich möchte wissen welches Teleskop das richtige für mich ist und blicke nicht durch ...
Ich bin Wiedereinsteiger, als Schüler und Abiturient hatte ich einige Jahre lang einen Newton-Spiegel mit Deutscher Montierung von meinem Onkel geliehen – und der hat grundsätzlich das Allerbeste gekauft. Das Ding war sehr groß und bleischwer, 1,3m Tubus, wenn ich mich recht erinnere ein 25cm-Spiegel, von Carl Zeiss (zumindest die Okulare), hatte eine mechanische Nachführung (mit Federwerk) und und und. Ich hab mit dem Trumm viele Nächte in den Himmel geguckt, ferne Nebel, Saturnringe und Jupitermonde bewundert ohne mich viel um die Technik zu scheren. Irgendwann hatte ich im Studium anderes im Kopf, mein Onkel wollte es verkaufen und mir war’s dann als Student schlicht zu teuer.
Inzwischen habe ich einen 10jährigen Sohn der mit einem Handfernglas auf ISS- und Sternenlauer liegt. Klar, Kinder sind schnell begeistert aber lassen auch schnell wieder nach ... dennoch möchte ich uns ein Teleskop kaufen.
Wir wohnen im Rhein-Neckar Raum - Lichtverschmutzung haben wir also reichlich und durch die dichte Bebauung ist nur etwa ein Viertel des Himmels vom Garten aus zu sehen.
Eine Neuauflage des Teleskops meines Onkels ist also bei der Beobachtungssituation Unsinn (und auch zu teuer).
Also sollte das Teleskop:
• Auch bei relativ hellem Himmel vernünftig sein – ich vermute mal da ist dann ein Spiegel mit viel Lichtstärke aber nicht so arger Vergrößerung sinnvoll (oder denk ich jetzt falsch rum?)
• Gut transportabel sein (um es auch mal auf dem Feld aufbauen zu können)
• Nach dem Aufbau schnell justierbar sein (sonst sind die Kinder müde und durchfroren bevor das erste Sternchen funkelt)
• Eine gute Optik und ein sicheres Stativ haben (klar eigentlich aber wenn ich mir die Spielzeuge ansehe die so in machen Läden rumstehen muss man das wohl leider betonen)
• Gut und preiswert zu warten sein (bei dem alten Teleskop meines Onkel konnte man z.B. den Hauptspiegel zum Reinigen herausdrehen ohne ihn zu dejustieren, das war in einer Minute erledigt)
• Auch von einem Kind bedienbar sein (Okularhöhe, Bedienkomfort)
• Mit parallaktischer Montierung (da kenn ich mich aus, also ist die der Favorit)
• Es sollte eine motorische Nachführung haben, ein GoTo ist aber nicht notwendig.
Foto brauchen wir vorerst nicht. Das können andere besser und so eine Zeichnung hat einen gewissen Lerneffekt.
Ich bin total erschlagen von den Massen im Internet feilgebotenen Wunderteleskopen die angeblich alle alles können und nix kosten. Das glaub ich nicht. Zumal ich bei den wenigen Geräten die ich mir ansehen konnte das Grausen bekommen habe mit wackeligen Stativen, ruckenden Schneckengetrieben und Baumarktschrauben als Spiegelhalterungen, die dann auch noch schief ins Plastik (!) gerammt waren.
Ach ja, zum Thema GoTo: Ich werde mir auf alle Fälle den Celestron Skyfinder besorgen, will ich nämlich schon lange, aber den kann man ja offenbar nicht an ein Teleskop klemmen – muss man auch nicht denke ich. Wenn ich weiß wo ich suchen muss finde ich die Objekte meistens auch.
Grüße
Martin (mit Bernhard)