Posts by DK279

    Guten Tag zusammen,


    am 13.11.2021 findet die traditionelle Tagung der Vereinigung der Sternfreunde mit anschliessender Mitgliederversammlung statt. Auf Grund der aktuellen Lage diesmal als Online-Veranstaltung via Zoom.


    Das Vortragsprogramm der Tagung ist sowohl für Mitglieder als auch Nichtmitglieder der VdS offen. Ein Highlight des Tages ist sicherlich der öffentliche Abendvortrag von Dr. Oliver Krause (MPIA Heidelberg) zum James Webb Weltraumteleskop, dessen Start dann ja -- hoffentlich -- kurz bevor steht.


    Für das Vortragsprogramm können aber sehr gerne auch noch Beiträge aus der Szene eingereicht werden. Wir sind interessiert an der vollen Breite der Aktivitäten der Community, und planen euch gerne ein. Ihr habt Interesse einen Vortrag beizusteuern?


    Schreibt mir einfach unter


    dominik.elsaesser@tu-dortmund.de


    Viele Grüße,

    Dominik

    Also das interstellare Medium rotiert natürlich ebenso wie die Sonne in der lokalen Umgebung mit um das Baryzentrum der Milchstraße, sonst wäre das ja auch nicht stabil. Was also relevant ist ist nicht die Eigengeschwindigkeit, sondern die lokale Schallgeschwindigkeit. Die ist ca. 10km/s, also viel viel langsamer als der Sonnenwind mit hunderten km/s. Daher die Ausbildung der Shocks!

    Diese Nova hat mich übrigens auch mal wieder an ein Fernglas gelockt. Sie ist in gewisser Weise fast "historisch", es ist der erste galaktische Transient und die erste Nova die mit Hochenergie - Gammastrahlen Teleskopen bodengebunden nachgewiesen werden konnte. Konkret hier das ATel der Kolleginnen und Kollegen von H.E.S.S.:


    ATel #14857: H.E.S.S. observations of soft spectrum VHE gamma-ray emission from the recurrent nova RS Ophiuchi


    Das ist echt spannend, denn die Ejekta einer Nova sind ja doch bedeutend langsamer als bei Supernovae.

    Mir fällt nun grade kein passender Supernova-Überrest ein, und ich kenne auch keine anderen Quellen für eine SN im Jahr 1018 (was nicht unbedingt ein Ausschluss ist). Könnte aber eventuell auch was anderes gewesen sein (Komet?)?

    Ich habe keine eigenen Pics, aber habe über die Schulter geschaut. Ich muss sagen, für eine "nur" partielle Finsternis nach so langer Durststrecke ein echt tolles Erlebnis. Danke für die ganzen schönen Bilder hier!

    Liebe Sternfreundinnen und Sternfreunde,


    die Frühjahrstagung 2020 musste ja leider pandemiebedingt komplett entfallen.


    Die darauf folgenden Monate haben die Welt verändert, aber wir haben als
    Community auch gelernt, dass Wissenschaftskommunikation deshalb nicht zum
    Erliegen kommen muss. Virtuelle Tagungen sind heute die Regel.


    Dem enstprechend möchten wir auch für die Würzburger Frühjahrstagung einen
    neuen Anlauf nehmen und sie 2021 wieder ausrichten, und zwar am 24. April
    2021.


    Natürlich kann dies aber auch dieses Jahr noch nicht in der traditionellen
    Weise erfolgen. Je nachdem wie die epidemiologische Situation sich zu
    diesem Zeitpunkt darstellt wäre zwar vielleicht eine minimale Präsenz in
    Würzburg möglich, aber wir sollten grundlegend für eine komplett virtuelle
    Tagung planen. Als technische Voraussetzung zur Teilnahme von zu Hause aus
    wäre lediglich ein Computer mit Mikrofon (optional Webcam) und
    Internetzugang notwendig. Konferenzraum und technische Unterstützung
    können wir leisten.


    Über reges Interesse und Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Details kommen
    natürlich bei Zeiten. Heute möchte ich aber gerne dazu aufrufen, geplante Vorträge
    per Nachricht an mich mitzuteilen, und schon einmal im Bekanntenkreis auf die Tagung hinzuweisen.


    Viele Grüße,
    Dominik

    Hi,


    ich denke es ist wie immer auch sehr viel eine Sache der persönlichen Einschätzung. Die Redaktion freut sich immer über Anregungen und Meinungsbilder aus dem Leserkreis. Sie wird dann antworten. Es kann auch sein, dass die Antwort so ist, dass man Verständnis für das Unbehagen hat, aber den Satz für vollkommen OK hält. Wir hoffen, mit dem Journal möglichst viele anzusprechen, aber die persönliche Entscheidung was man lesen möchte ist eine in kompletter Freiheit, vollkommen klar!


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Hallo Hans,


    ja, wie gesagt, das Thema "was ist ein angebrachtes Wort" für ein (amateur-)wissenschaftliches Journal, kann und soll man durchaus diskutieren! Der Vorstand hat die Redaktion auch über diesen Thread hier informiert. Ich bin sicher, die Kolleg*innen werden das diskutieren und Dir Rückmeldung geben!


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Ich denke halt es ist vor allem ein Unterschied, wer adressiert wird: das Wort "bitch" existiert im englischen ohne Zweifel, ganz ursprünglich war damit eine empfängnisbereite Hündin gemeint (siehe Erklärung von Jürgen oben).


    Wenn man es nun verwendet um eine Frau zu beschreiben, dann kann und wird es sehr wohl oft erniedrigend, entmenschlichend und frauenfeindlich sein. Dagegen sollten wir in der Tat alle sein!


    Wenn man es aber verwendet um eine Sache zu beschreiben, dann ist ja offensichtlich keine Frau die Adressatin. Es ist vielleicht immer noch nicht ein Wort das in ein Fachjournal gehört, darüber kann man sicher diskutieren. Aber eine grundsätzlich frauenfeindliche Einstellung würde ich dann nicht unterstellen.


    Selbstverständlich kann man aber der Meinung sein, ein Journal das solche Worte verwendet selbst nicht lesen zu wollen.


    Wie schon gesagt, falls ein Brief an die Redaktion geschrieben wurde, wird diese das mit Sicherheit diskutieren und sich äußern.

    Hi,


    ich bin zwar gewähltes Mitglied im VdS - Vorstand, aber nicht in der Redaktion. Diese agiert -- wie es in der Wissenschaft Gepflogenheit ist -- sehr unabhängig.


    Ich äußere mich hier ganz allein als Privatperson.


    Es stimmt sicher ein Stück weit, dass das Wort oft frauenfeindlich verwendet wird. Insofern sollte man damit durchaus vorsichtig sein und sehr auf den Kontext achten. Allerdings, da bin ich auch schon bei dem Punkt, dass hier ganz ganz klar die Montierung angesprochen wurde. Also eine Sache. Und auch keine Verwechslungsgefahr besteht. Rückschlüsse auf das Menschenbild des Autors in Allgemeinen verbieten sich also aus meiner Sicht an dieser Stelle. Ich kann daher die Kritik so nicht teilen.


    Ich vermute, wenn ein Brief einging wird sich die Redaktion aber äußern.


    Viele Grüße,
    Dominik

    Liebe Hobbyfreunde,


    auch dieses Jahr steht wieder die Würzburger Frühjahrstagung der VdS im Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg an, zu der wir hier auch noch einmal ganz herzlich einladen möchten.


    Wir haben auch noch einige Slots für Beiträge frei, und freuen uns daher ganz herzlich über die Anmeldung von Vorträgen, bitte per direkter Nachricht an mich.


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Hi,


    ich habe gestern bei einem zugegeben flüchtigen Blick aus dem Fenster immerhin mal wieder den Orion gesehen.


    Wie oben schon gesagt, eine Supernova ist etwas das im Kern beginnt. Eine Abnahme der Helligkeit würde ich daher weder in die eine noch in die andere Richtung interpretieren. Wir wissen halt leider auch einfach nicht, wie genau Sterne kurz vor dem Kernkollaps aussehen. Es kann daher leider niemand sagen, wie die "Wahrscheinlichkeitsdichteverteilung" aussieht. Es kann in 2 Stunden sein, es kann in 200 000 Jahren sein. Beides würde mich und die allermeisten Kollegen glaube ich nicht überraschen. Ich meine, wir alle träumen ja davon, endlich eine galaktische SN zu bekommen. Wenn ich ehrlich bin, dann stelle ich mir den Progenitor aber eher wie eta Car vor (-> in anderen Galaxien gab es Fälle, wo Jahre nach einem Supernova-Impostor Ereignis wie bei eta Car vor 1 70 Jahren tatsächlich der Kernkollaps kam), oder wie rho Cas vor. Ist aber sehr viel Rätselraten. Wenn heute Nacht die Beteigeuze-Neutrinos ankommen sagt natürlich jeder "Genau wie erwartet!" ;)


    Zu dem Material aus einer Supernova: erstens, die Angst vor radioaktivem Material ist unbegründet. Das interstellare Medium ist ein quasi perfektes Vakuum. Dennoch bremst es SN-Überreste über Jahrtausende effektiv ab. Die Dichten über die wir hier reden sind kleiner als die eines mit extremem technischen Aufwandes erzeugen Laborvakuums!


    Man kann aber tatsächlich berechnen, wie die Stoßwelle einer SN in ca. 200pc Entfernung mit dem Sonnensystem interagiert. Das haben Kollegen z.B. hier:


    https://iopscience.iop.org/art…47/0004-637X/819/1/7/meta


    getan.


    Der Artikel ist auch ansonsten lesenswert was die vermutliche Zukunft des Sterns angeht.


    Die Stoßwelle der Supernova käme in ca. 6 Millionen Jahren an und hätte dann noch eine Geschwindigkeit von 13km/s. Das Material wäre nur 4 fach dichter als die interstellare Materie. Deposition von Material auf der Erde wird wohl nicht vorkommen, die Stoßwelle stoppt nach diesem einfachen Modell bei ca. 2,5 AE. Aber selbst wenn sie bis zur Erde durchkäme, wie gesagt, im Endeffekt Vakuum!

    Hi,


    interessanter Weise könnten die Pre-SN Neutrinos vielleicht auch mit zukünftigen Dunkelmaterie - Suchexperimenten nachweisbar sein (z.B. ARGO). Aktuelle Beteigeuze-Lichtkurve --> Da wir ja leider so richtig wenig über das typische Verhalten weit entwickelter Sterne vor der SN wissen, schwer zu sagen ob das in die eine oder andere Richtung interpretationsfähig ist...


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Hi,


    das ist eigentlich sogar eine echt gute Übereinstimmung! Mit allen Methoden ist der innere Bereich der Scheibe sowie der Schatten klar zu sehen, und auch generelle Trends in der Helligkeitsverteilung stimmen gut überein.


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Hi,


    ich würde das argumentativ so herum machen: die Galaxien und Galaxienhaufen selbst expandieren nicht, denn in ihnen ist die Materiedichte gross genug um sich "abzukoppeln". Der Löwenanteil der Materiedichte kommt von der dunklen Materie --> die Halos expandieren nicht...


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Hi,


    Dunkle Materie ist tatsächlich vergleichsweise einfach, weil keine Reibung, keine Magnetfelder, keine Sternentstehung, keine Supernovae...


    Mal als Vergleich, aber die Zahlen nicht auf die Goldwaage legen, bei so großen Zeiten sind die Unsicherheiten gigantisch: Zeit um die allermeisten Sterne aus einer Galaxie wie der Milchstraße zu kicken: 10^20 Jahre. Zeit bis die restlichen ins SL fallen: 10^30 Jahre. Faktor 10 Milliarden immerhin dazwischen...


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Ja lies das alles mal. Wenn man danach wirklich nicht sieht, dass hier etwas großartig neues entdeckt wurde, puh, naja, es gab auch Leute die fanden die Entdeckung der Iridium-Anomalie in der KT-Grenze langweilig. Ist halt so.

    Hallo Hans,


    rein theoretisch ist das Endstadium ein SL das sich die ganze Galaxie einverleibt hat. Das würde allerdings sehr sehr lange dauern, denn selbst die massereichsten SL sind dynamisch nicht wirklich relevant für ihre Heimatgalaxien. So lange, dass nicht sicher ist, ob die Galaxien nicht vorher z.B. auseinanderdriften (nach und nach werden ja einzelne Sterne immer mal rausgestreut, auf genügend langen Skalen ist dieser Prozess ein ziemlicher Verlust).


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Klara, ich habe oben schon geschrieben, alle Fachveröffentlichungen wurden auf der Pressekonferenz vorgestellt und sind vollkommen frei zugänglich. Lies Dir die doch einfach mal durch. Vorher bitte ich dringend von persönlichen Angriffen abzusehen, man blamiert sich sonst so richtig!

    Hallo Karl,



    neben dem Zentrum der Milchstraße gäbe es noch einige weitere nahe Kandidaten was SLs in Galaxienzentren angeht. Prinzipiell kann man Interferometrie bei sehr langen Basislinien aber immer da einsetzen wo man Radiostrahlung hat. Insbesondere z.B. auch zur Beobachtung von kleinen Strukturen in Jets. Hier wurde ja bei Perseus A vor einer kleinen Weile durch Zuhilfenahme eines Teleskops im Weltall sogar eine noch viel längere Basislinie erzeugt. Bei etwas kleineren Basislinien und etwas geringerer Auflösung nutzen wir z.B. auch Daten der Projekte TANAMI und MOJAVE regelmäßig, um die Bewegung von Jets ganz nah am Schwarzen Loch zu studieren.


    Viele Grüsse,
    Dominik

    Hi Jogi,


    das ist leider wirklich nichts für Amateure: Man braucht alleine schon extrem genaue Atomuhren an jedem der Standorte, und muss ausserdem die Daten ja auch mit der entsprechenden Rate aufzeichnen. Wer weiss schon was die fernere Zukunft bringt, aber momentan sind das eben sehr schnell Millionen-Investitonen und Personenjahre...


    Viele Grüsse,
    Dominik