Posts by darksiteseeker

    Hallo Zusammen,


    gesten war es soweit, klarer Himmel und dann - fast Vollmond. Alles wie immer. Aber ich war präpariert, so etwas erschüttert mich nicht mehr.


    Mit meiner alten GPDX, einem ebenso alten Rolleinar 85 mm /f 2,8 und einer Mallincam Xtreme-Kamera raus in den Garten. Hinter das Objektiv und vor die Kamera noch den Baader H-alpha 1,25 Filter für f2 geschraubt und - siehe da, da waren sie alle: Nordamerika-, Pelikan-, Crescent-, Cirrusnebel im Schwan, Herz-, Seelen-, Bubble- , Pacmannebel in Cassiopeia und IC 1396 in Cepheus. Als Kostproben füge ich mal zwei Bilder von NGC 7000 und IC 1380 bei, die zeigen, was man so sieht nach 15 sec. Belichtung.


    Ich bin immer wieder hoch erfreut und zufrieden, was einem diese aus heutiger Sicht einfache und alte Technik zeigt. Das geht weit über das hinaus, was man jemals mit dem Auge sehen kann. Der Aufbau ist auch ganz entspannt und hält sich in Grenzen, klassische EEA eben.


    Mit der Watec 120N+ kommt man mit einem H-alpha Filter genau so weit, dann eben in schwarz/weiß.


    Best Grüße


    Dietmar

    Hallo Ralf,


    ich kann nur sagen: tolles Bild, nach meinem Verständnis ist hier alles ausgereizt, was überhaupt erdgebunden an Bildgebung zu erreichen ist.


    Da ich ja mehr oder weniger als monoklonales Murmeltier in Sachen Atmosphärischer Dispersion unterwegs bin, finde ich die Tatsache nochmals erwähnenswert, daß Du Filter + ADC einsetzt und das tatsächlich etwas bringt. Es spielt dabei keine Rolle, was für ein ADC oder einfaches Keilprisma das ist, entscheidend ist, es bringt etwas und das kann man m.E. bei Deinem Bild sehen und förmlich greifen. Gerade diese haptische Qualität, einBild mit richtigem Biss, das finde ich bei Bildern, die in dieser Technik hergestellt worden sind, faszinierend. Es ist für mich immer wieder staunenswert, daß auch innerhalb der Bandbreiten der einzusetzenden Filter die AD noch zuschlägt und deren Korrektur relevant ist.


    Besser geht es nur aus einer Sonde im direkten Vorbeiflug.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Phensri,


    hast Du die Möglichkeit, noch im reinen UV nachzulegen, dann zeigen beide Planeten ja am ehesten Strukturen. Bei der Qualität, die Deine Bilder haben und den aktuellen Bedingungen, wäre das ein Versuch wert.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Michael,


    wenn es keine Restbestände mehr gibt, ich hatte vor etwas über 10 Jahren ein ähnliches Projekt.



    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Max,


    der TS-Optics ADC Atmospheric Dispersion Corrector ist einer der jetzt angebotenen Korrektoren mit zwei gegeneinader drehbaren Keilprismen. Üblicher Weise heißt es für diese Teile, daß sie bei einem Öffnungsverhältnis von f 10 oder mehr am besten arbeiten. Das hat nach meinem Wissen etwas mit dem bei kürzeren Öffnungsverhältnissen sonst als relevant auftretenden Astigmatismus zu tun, der nicht mehr im Airy-Scheibchen verschwindet.


    Der Skywatcher Skymax 127 hat ein Öffnungsverhältnis von f/11,8, d.h. Du bist damit in jedem Fall im grünen Bereich. Einen Glaswegkorrektor brauchst du damit aus optischen Gründen jedenfalls nicht.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Thorsten,


    toll, daß Du den ADK von GreatStar / Steffen Noack zusammen mit einer RGB-Filterung einsetzt. Deine Beispiele zeigen eindeutig, daß das was bringt. Die atmosphärische Dispersion innerhalb der Bandbreite des jeweiligen Filters kostet Details und Kontrast, die Du hier auch noch einfängst.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Christoph,


    Du steigst in die Astronomie ein, aber gleich richtig. Auf solchen Bildvergleichen, die von Hand und mit dem bloßen Auge oder unter einem Mikroskop/Binokular gemacht wurden, hat man Ende des 19. Jhd. die wesentlichen Entdeckungen gemacht, auf denen die Grundlagen der modernen Kosmologie beruhen. Gerade die Suche nach und die Klassifikation von veränderlichen Sternen hat dabei manche Zufallsfunde ergeben, die sich für die Theoriebildung als grundlegend erwiesen.


    Die Damen, die das machten, nannten man "Computer". Man hat erst in der letzten Zeit Ihre Beiträge zur Astronomie gewürdigt.




    Beste Grüße an die Damen


    Dietmar

    Hallo Armin,


    ich entsinne mich, daß das 70mm/400 Guiding-Teleskop auf unserer Sternwarte noch nicht einmal ein achromatisches Objektiv hat, d.h. für visuelle Zwecke ist das völlig unbrauchbar. Es muß eine ganz einfache Linse sein. Daraus kann ich ableiten, daß ein lateraler Versatz der unterschiedlichen Foki für die Grundfarben Blau, Gelb, Grün und Rot - sog. Farbfehler - auf das Guiden keinen Einfluss hat, das Guiding funktioniert einwandfrei. Auch beim Fokussieren kommt man auf nadelscharfe, punktförmige Sterne am Display. Ich vermute, daß der Chip in den Guiding-Kameras nur für eine Farbe empfindlich ist.


    Andere werden dazu noch mehr und Genaueres wissen.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Phensri,


    wieder ein sehr schönes Projekt und es geht mir das Herz auf, zu sehen, wie Du den Wert der Dinge erhältst, bzw. ihnen erstmals den Wert gibst, den sie tatsächlich eigentlich haben.


    Das geht Dir alles so leicht von der Hand, das Konstruieren, daß Fräsen und Drehen - sag mal, Du hast das doch gelernt ?


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Phensri,


    mit großer Bewunderung habe ich Deinen Beitrag gelese, das ist ganz große Klasse, wie Du aus diesem Teil ein Teleskop gemacht hast. Man hat den Eindruck: als erstes braucht man als Sternfreund mal eine Drehbank. Die Lösung mit dem Aufnahmeflansch und Adapterring für ein Objektiv könnte aus vielen der standardmäßig nur aufgeschraubten Objektivfassungen ein ordentlich kollimierbares System machen, es erstaunt, daß es das nicht serienmäßig zum Nachrüsten gibt. Vielleicht könntest Du da in eine Lücke stoßen ?


    Besonders bewundernswert finde ich, daß die fertige Lösung genau so aussieht, wie wenn es von Anfang an so gewesen wäre und zwar richtig.


    Viel Freude mit dem schönen Refraktor.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Zusammen,


    also, ich bin ja so etwas von oldschool, ich habe einen 5´´/1200 f 9 China-Achro der ersten Generation - damals noch von TS nach der alten maschinengeschriebenen Preisliste im blauen Umschlag mit Briefmarke per Postkarte bestellt - und beobachte am liebsten mit einer Watec 120 N+ und einem 7´´ Video-monitor in schwarz/weiß. Nach 1,5 min bis 2 min sind bei mir die üblichen Verdächtigen von der Messier-Hauptreihe so etwas von ausbelichtet, daß ich sehen kann, wie die von M 102 zurückwinken.


    Jetzt wird tatsächlich als der Technik letzter Schrei ein halb- oder vollautomatischer Refraktor mit elektronicher Bilderfassung angeboten, bei dem ich - habe ich das richtig erfasst - tatsächlich 5 min für Sternhaufen und 10min - 15 min für Galaxien belichten soll ? Nach 3 min habe ich ein weißes Bild...


    Das bisschen Farbe kann es nach so viel Jahren angeblich technischer Entwicklung auch nicht ausmachen.


    Die Gebrauchtpreise für 10 Jahre alte Watecs schießen gerade so etwas von durch die Decke.


    Kopfschüttelnd aber mit besten Grüßen


    Dietmar

    Hallo Chrstian,


    das ist eine gute Beschreibung, genau so stellt sich das bei mir dar. Die Erklärung ist auch einleuchtend, bei mir hat die von Dir verlinkte Seite funktioniert.


    Die zentrale Aussage scheint mir in dieser Passage zu stecken:


    Stiction occurs between the teeth in a gear system. Of particular interest here is the effect on worm drives, which are typically used in astronomical telescopes. When the drive is stationary, the gears ”stick together.” When the worm starts rotating, it pulls on the teeth of the worm wheel. In this situation, the wheel can bend, or the mounting or bearings can flex, at right angles to the normal rotation. The resulting motion is usually backwards – you try to move the mount North, and it goes South! This only happens for a brief period of time after reversing directions; eventually the worm turns enough that the gear is forced to move in the correct direction.


    Stiction tritt zwischen den Zähnen in einem Getriebesystem auf. Von besonderem Interesse ist hier die Wirkung auf Schneckenantriebe, die typischerweise in astronomischen Teleskopen eingesetzt werden. Wenn der Antrieb steht, "kleben die Gänge zusammen". Wenn sich die Schnecke zu drehen beginnt, zieht sie an den Zähnen des Schneckenrades. In dieser Situation kann sich das Rad biegen oder die Halterung oder die Lager können sich im rechten Winkel zur normalen Drehung biegen. Die resultierende Bewegung ist normalerweise rückwärts - Sie versuchen, die Montierung nach Norden zu bewegen, und sie bewegt sich nach Süden! Dies geschieht nur für einen kurzen Moment nach dem Umkehren der Richtung; Schließlich dreht sich die Schnecke so weit, dass das Getriebe gezwungen ist, sich in die richtige Richtung zu bewegen.


    Das Fett ist seit 2014 drin, das könnte mal gewechselt werden. Dann wäre der beschriebene Klebeffekt jedenfalls geringer oder gar nicht mehr sichtbar vorhanden.


    Es ist immer wieder überraschend, welche Fragen sich auch noch nach Jahren ergeben und wie komplex unser Hobby doch ist, wenn man mal in die Details geht.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Felix,


    was ist ein "phasenkorrigiertes Amici/Dachkantprisma bzw. was hat man davon ?


    Unter dem Zubehör der Anzeige wird bei "Zenitspiegel & Prismen" das ganz normale und altbekannte 1,25´´ Amiciprisma mit 45° Einblick angeboten, was seien Zweck erfüllt und jedenfalls bei terrestrischem Gebrauch erstaunlich gut ist. Der freie Durchlass ist 20mm, ein 25mm Plössel-Okular kann man damit ohne sichtbar störende Abschattung verwenden.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Mike,


    neidlose Anerkennung von einem Nicht-Photographen, das ist ein tolles Bild. Gerade die weißen bzw. "perlmuttfarbenen" Flecke vor dem GRF sehe ich so zum ersten Mal. Welchen ADC setzt Du dabei ein ?


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Zusammen,


    ich bin eine Erfahrung reicher:


    Seit ich in der Steuerung bei den Parametern des Dek-Motors parallel jeweils numerisch die identischen Werte unter "Beschleunigung" und "Getriebespiel" eingegeben habe, wurde es besser. Iterativ habe ich mich an einen Wert herangearbeitet, bei dem die Richtungsumkehr in Dek ohne sichtbare Auslenkung in die Gegenrichtung erfolgte.


    Überprüft habe ich das visuell im Okular bei 218x Vergrößerung, das müsste reichen. Das beste Ergebnis war bei dem Wert "43" von 255 Möglichen bei "Beschleunigung" und "0,43 s" bei "Getriebespiel", bereits eine Hunderstel Sekunde darüber oder darunter war die Auslenkung wieder sichtbar. Das zeigt, wie sensibel das ist. Bei der Steuerung handelt es sich um eine FS2.


    Möglicher Weise war das reiner Zufall und Zahlenmystik, aber ich bin mit dem Erreichten erst Mal zufrieden. Warum hier die numerisch identischen Werte sinnvoll sind, weiß ich nicht, es war ein erfolgreicher Versuch.


    Erkenntnistheoretisch nicht ganz uninteressant: wenn man gar nichts weiß, ist jede Hypothese gleichberechtigt.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Zusammen,


    die elektronische Qualität vor über 30 Jahren war so hochwertig, daß der Computer tatsächlich bis jetzt gehalten hat - das ist bemerkenswert. Der Stand der Technologie vor über 30 Jahren war auch so leistungsfähig, daß sie uns erstmals bis dahin Unbekanntes unserer Welt zeigte. Das Hubble-Teleskop brachte eine kopernikanische Wende in der Erfassung des Weltalls und das mit einer Technik, die vor über 30 Jahren den Stand der Technik markierte.


    Es werden noch Generationen von Forschern auf die Daten und Bilder zurückgreifen, die mit dem Hubble-Teleskop erstmals gewonnen worden sind.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Zusammen,


    darüber war ich auch gestolpert - neben vielen sinnvollen und spielerischen Anwendungen wird die hauptsächliche Verwendung in der Schwerkriminalität liegen, so daß diese Produkte wohl unter namentliche Registrierungspflicht fallen. Auch die wirklich leistungsfähigen Nachtsichtgeräte, die von Amateueren in den USA eingesetzt werden, dürfen nur mit namentlicher Registrierung des Besitzers abgegeben und weiterverkauft und auch aus militärischen Gründen nicht aus den USA exportiert werden. Ich sehe daher noch nicht die Badestrände nachts mit Infrarot-Brille-tragenden Voyeuren gefüllt.


    Beste Grüße


    Dietmar

    Hallo Jochen,


    das ist ein sehr schöner Bericht und zeigt deutlich, daß Du am Ziel angekommen bist. Mannheim liegt aber doch im Westen von Dir - jedenfalls azimutal ?


    Genieße Deine großartigen Möglichkeiten und lass uns durch Deine Berichte weiterhin daran teilhaben. Das große Bino leistet etwas, was sich fast alle von uns nur vorstellen können und so nicht selbst erfahren.


    Beste Grüße


    Dietmar