Posts by Spacecadet

    Danke für die freundlichen Kommentare!

    Zu der "Weichheit", das ist tatsächlich in gewisser Weise etws Absicht: Viele glätten ja offenbar mit dem Wavelet-Rauschfilter auf Fitswork oder entrauschen auf Registax, was bei mir zu einer sehr glatten Mondoberfläche führt und mir persönlich nicht so gefällt - ist aber Geschmackssache. Ich selbst "entrausche" lieber, indem ich das bis an die Rauschgrenze geschärfte Bild auf Registax im Default-Modus verändere, indem ich den obersten Layer nach links ziehe, also < 1, bis es nicht mehr so rauscht. Da entsteht dann auch etwas "Weiches", was ich auch ganz natürlich finde, ohne dass Details verloren gehen.

    Zu den Belichtungszeiten kann ich leider nichts Genaues sagen, weil ich die Videos samt Daten nach dem Stacken gelöscht hatte. Ich weiß nur, dass ich zwischen 0,0009 und 0,0042s gelegen habe, je nach Helligkeit der Mondstellen. Und tendeziell belichte ich zu kurz, weil ich dann immer sehr optimistisch bin, das Bild noch hinzubekommen, wenn ich so gerade etwas auf dem Monitor erkennen kann.

    Die Pixelgröße der ASI290mm ist 2,9 mym. Mit f 2100mm bin ich da im Oversampling-Bereich, aber wie beim Mond vom 17.04. zu sehen, bekomme ich mit 1200mm nicht die Details wie mit mehr Brennweite.

    Das Seeing war nicht schlecht, aber hochfrequentes Wackeln. Beim Fokussieren konnte ich bei 300% phasenweise die Rille im Alpental im Livebild sehen. Dann noch die Apenninen und Triesnecker samt Rillen aus dieser Sitzung.

    Viele Grüße und CS

    Martin






    Hallo Mondfreunde,

    am 20. gab es phasenweise brauchbare Bedingungen. Ich hatte den ganzen Terminator abgefilmt, aber es sind bei den Bildern auch Ausreißer nach unten dabei. Deswegen 2 2er Mosaike und ein Einzelbild (Clavius). Wenn ich den noch in das Tycho-Mosaik mit hineinnehme und beschneide, was sich anbietet, passt der äußere westliche Rand von Clavius nicht mehr mit ins Bild. Deswegen also 2 Bilder.

    Die Phase war auch visuell sehr schön, wer genau hinschaut, kann vieleicht den Zentralberg in Tycho im ersten Sonnenstrahl erahnen.

    150ED Evostar, Plato und Tycho Grünfilter, Clavius Rotfilter. Zwischen den Filtern habe ich keinen Unterschied bemerkt, das bessere Bild ist immer das, welches ich besser fokussiert hatte, was bei Seeing nicht immer einfach ist. ASI290mm, 1,75x Barlow, f ca. 2100mm.

    Viele Grüße und CS Martin






    Danke für die freundlichen Worte, Marco.

    Um 21.00 Uhr scheinen die Bedingungen wirklich gut gewesen zu sein, das sehe ich immer daran, dass ich mit kleinen Radien schärfen kann und doch einiges zu erkennen ist. Dann noch das Nektarmeer als 3er Mosaik, das Langgrenusbild ist oben auch schon verwendet.



    Viele Grüße und CS

    Martin

    Hallo in die (neue?) Runde,

    am 17.04. war hier endlich mal wieder klare und auch ruhige Luft mit hochstehendem Mond. Da habe ich es mir nicht entgehen lassen, einige Videos mit der ASI290mm durch den 150ED Evostar zu machen. Leider funktioniert die Datenübertragung auf meinen Laptop aus mir unergründlichen Ursachen nur im USB2-Tempo, so dass ich immer 2000 Frames Pro Bild gemacht habe, davon 16% verwendet.

    Und leider habe ich viele Videos in den Sand gesetzt, weil ich eigentlich R und G Filter vergleichen wollte, aber aus Versehen falsch am Filterrad gedreht habe, so dass einige Serien durch den matschigen B-Filter aufgenommen sind. Zu dem Vergleich R gegen G kann ich mir kein abschließendes Urteil erlauben, am besten sind immer die Bilder, bei denen ich exakt den Fokus getroffen habe. Das war bei recht gutem Seeing dieses mal nicht so schwer, als ich das Gesamtmosaik aus 4 Bildern gemacht hatte, wurde die Luft allerdings etwas schlechter, wohl auch, weil der Mond schon tiefer stand.

    Im Nachbarthread hatte Skylux/Alko ja schon einen schönen DSLR-Mond präsentiert, hier also die Planetencamversion durch fast die gleiche Öffnung auf 800px Breite skaliert.



    Hier 100%

    https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Für maximale Auflösung habe ich eine 1,75x Barlow verwendet, als Beispiel bei wirklich ruhiger Luft Langrenus und Petavius, der auch im Nachbarthread eine Rolle spielt, wieder auf 800px Breite verkleinert, dürfte so ca. 67% der Originalgröße sein. 2er Mosaik mit Grünfilter.




    Das viel zu große Original (150%) ist hier

    https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Da muss man dann schon ziemlich weit vom Monitor wegrücken, damit das noch aussieht.


    Vielleicht ergibt sich nach Vorhersage heute Abend nochmal die Chance, ein paar Videos zu machen?!

    Viele Grüße und CS

    Martin

    Hallo in die Runde,
    eigentlich wollte ich nach einem enttäuschenden Marsabend am 07. morgens am 8. gar nicht raus, erst recht nicht, nachdem ich die Taufluten an meinem Teleskop gesehen hatte. Aber der abnehmende Halbmond stand dann doch so hoch am Himmel, dass ich noch einige Sequenzen abfilmte.
    Teleskop war 150ED Evostar, 1,75x Barlow, ASI290mm, Grünfilter.
    Weil die Framerate nach 500 Frames stark abfiel, immer nur 2000 Frames, davon 13% mit AS 1,5x drizzle gestackt. Alle Bilder mit Fitswork Gauss und Decon geschärft, mit Registax geglättet, hier auf 800px Breite verkleinert und nach Links gedreht, damit man besser scrollen kann. Wegen der Dämmerung unterschiedlich Belichtungszeiten und wechselnde Kontraste. Es stimmen wegen der einheitlichen Bildbreite die Größenverhältnisse der Bilder untereinander nicht immer, auch hatte ich mittendrin die Cam etwas gedreht, weil ich die abtrocknen musste. Hier aber einige Bilder, meistens Klassiker und etwas SSW-Mond:


    Platos Haken



    Clavius



    Eratosthenes



    Schiller-Zucchius-Becken



    und Bailly, ganz im Süden Drygalski



    Ingesamt bin ich überrascht, dass trotz hochfrequentem Seeings man etwas erkennen kann. Visuell war die Ecke um Clavius in dieser Phase ein Genuss, von den Bildern gefallen mir Eratosthenes (den hatte ich vorher noch nie gut erwischt) und Bailly mit Drygalski am besten, die fehlten mir auch noch in meiner kleinen Sammlung.


    Viele Grüße und CS
    Martin

    Hallo Roland,
    auch hier noch einmal Glückwunsch zu deinen wirklich detailreichen und auch ästhetetischen Märsen. Ich selbst finde (als Altersweitsichtiger) die übervergrößerten Bilder gar nicht schlecht, wenn man das "okularrealistischer" haben möchte, kann man ja vom Monitor abrücken.
    Eigentlich hatte ich gehofft, noch einen Mars knipsen zu können, aber daraus wurde wetterbedingt nichts. Deswegen habe ich aus dem alten Mars von letzer Seite probiert, die Wolken nach der auf astrobin beschriebenen Methode rauszukitzeln. Das alles ist ein schmaler Grad, ich habe da bei der Bildbearbeitung meine Linie noch überhaupt nicht gefunden, wenn man mit 6" auf maximale Detailfülle geht, wird es schnell unansehnlich. Unter Umständen sind auch Schärfungsartefakte mit drin. Hier noch die Neubearbeitung, weniger wäre wahrscheinlich mehr



    Die RGB-Kanäle sich "vorgeschärft", aus denen habe das dann weiterbearbeitete RGB zusammengesetzt.
    Und Ralf, bei deinen Planeten im kleinen Achro wird mir ganz warm ums Herz, als längjähriger seeinggeplagter Achrobeobachter werden da Erinnerungen wach!
    Viele Grüße und hoffentlich bald mal wieder ruhige Luft
    Martin

    Hallo Hartwig,
    ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, das ist einer der besten 8" Märse der Saison, die ich kenne. Und ohne das obligate Randartefakt, das sonst bei den knackigen Marsbildern (fast)immer auftritt. Und ohne dir deine Cam madig machen zu wollen, die 120 ist doch nicht mehr ganz das allerausgefeilteste Werkzeug der Planetenjäger?! Tolles Bild!
    Viele Grüße und CS
    Martin

    Hallo in die Runde!
    Vorweg: Deinen Jupiter, Guntram, finde ich sensationell gut. Gratulation!
    Ich hole den Thread wegen meines kleineen Marses mit den 150mm ED Evostar hoch, 21.09. um 03.15 MESZ, 1,75x Barlow, ASI290mm, je Kanal RGB ca 12000 Frames, davon 7% gestackt und mit Fitswork und Registax bearbeitet. In 6" sind die gut 20" immer noch klein, deswegen auf 200% vergrößert, da sieht man auch die Schwächen des Bildes, nach dem doch ziemlich harten Schärfen musste ich nocheinmal ordentlich "drüberbügeln", damit es etwas glatter wird.



    Viele Grüße und CS
    Martin

    Hallo Robert,
    ich finde den Mars jetzt schon bemerkenswert liebevoll dezent bearbeitet, leider ist meiner von diesem Morgen nichts geworden, gerade weil ich im Blaukanal mehrfach den Focus verpasst habe.
    Ich mache seit ganz langem eine gute Marsopposition auch ein bisschen fotografisch mit, da ist dein Stil, Artefakte zu vermeiden ein vorbildliche Anregung.
    Danke fürs Zeigen und viele Grüße
    Martin

    Nochmal hallo,
    nachdem ich ich den Mars oben mit der Calsky-Simulation verglichen und mir andere Märse vom selben Datum angesehen hatte, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die zu weiche Bearbeitung doch einiges an Details verschenkt. Weitere Anregung liefert die interessante Diskussion im Thread von Torstens Mars vom 31.07.
    Hier also die verschärfte Version:



    Mars ist zum Zeitpunkt der Aufnahme rund 15 Bogensekunden groß, das Teleskop, mit dem er aufgenommen wurde, kann (theoretisch) 0,92 Bogensekunden auflösen, d. h. ganz grob gerundet Details, die 400Km auseinanderliegen, optisch trennen. Der "rote Pickel" im Norden ist Olympus Mons, der größte in der Höhe ausgeprägte Vulkan des Sonnensystems mit einer Basis von 600 Km. Die drei verwaschenen Punkte in Rosa, die an eine "Drei" von rechts oben nach links unten auf dem Würfel erinnern, sind andere etwas kleinere Schildvulkane der Tharsis-Region, der Pfeil zeigt auf den kaum erkennbaren Pavonis Mons in der Mitte mit einer Basis von 300 Km.
    Eindeutiger ist die Südpolarkappe zu sehen, die abtaut und von einem hellen Saum aus Raureif umgeben ist. An einer Stelle, Novus Mons, schmilzt sie später ab, hier als Vorsprung der Kappe auf der linken Südpolseite zu sehen. Die dunklen Gefilde korrelieren nicht mit Oberflächenstrukturen, das Meer der Sirenen steht gut sichtbar zentral.
    Hier eine Karte zum Vergleich https://wma.wmflabs.org/iframe…n&globe=Mars&lang=en&page
    Das Marskügelchen mit einigen Markierungen zur Orientierung:



    Natürlich bleibt das Schärfen ein Balanceakt und sicher sind in der scharfen Version unschöne Artefakte mit dabei. Aber mit größer werdendem Mars zur Opposition kann man vllt mit relativ kleiner Öffnung doch noch weitere feine Details eindeutig(er?) identifizieren.
    Viele Grüße
    Martin

    Hallo, Planetenfreunde!
    Ich hole den Sammelthread mal wieder nach oben, weil Mars jetzt auch für kleinere Öffnungen langsam interessanter wird.
    Ein Bsp. von heute Morgen, 4.45 MESZ mit dem 150ED Evostar, der nicht wirklich klein ist, aber gerade noch unter 6" Öffnung liegt:



    ASI290mm, 1,75x Barlow, 3x5000 Frames a 0,001s RGB, 15% gestackt und geschärft (Fitswork, Registax). Bildgröße 200%.
    So langsam kann man die unregelmäßige Polkappe und Albedostrukturen erkennen und identifizieren.
    Viele Grüße und CS
    Martin

    Nochmals hallo
    und danke für den Hinweis, Robin. Die Lücke ist inzwischen ja verschwunden, insofern macht die kurze Erklärung Sinn.
    Interessant, dass farblich Orange und Blau als dominierende Töne ins Spiel gebracht wurden, bei mir ist es Grün [;)]
    Heute zwischen 0.06 und 0.18 Uhr habe ich ihn nochmal erwischt, 72ED Evostar, ASI 290mm, RGB-Filter, 3x20x10s. Die Bildausrichtung ist etwas seltsam, ich habe das hochkant N-oben positioniert, den Kometen in die Mitte gesetzt, und er ist dann nach links gewandert.



    Etwas auf 800px Breite verkleinert, mit Autostakkert gestackt, DSS hat selbst im Kometenmodus den Kern verzerrt. Die Grüne Koma um den sehr hellen Kern finde ich extrem auffällig, erst dachte ich, bei den anderen Serien sind mir die Linsen beschlagen oder es stimmt etwas nicht.
    Leider war es das ersteinmal für mich, das Wetter will wohl die nächsten Tagen nicht mehr mitspielen.
    Euch weiter CS und viel Erfolg bei der Kometenjagd, ich freue mich schon auf weitere Bilder und Sichtungen.
    Viele Grüße
    Martin

    Nochmal hallo in die Runde,
    auf den Zeichnungen und Bildern besonders der Seiten 7 und 8 sieht man, dass der Staubschweif (also Typ II) hinter dem Kern eine deutliche Lücke aufweist. Rigel7 (Peter), der das zuerst ganz deutlich fotografisch hier dokumentiert hat, hat ja eine Vermutung geäußert, dass das eine Art "Windschatten" des Kerns sei.
    Ich habe danach recht lange (vlt. nicht lange genug?) gegoogelt und nichts dazu gefunden, außer, dass die Anziehungskraft des Komenten mangels Masse zu vernachlässigen sei und die vom Kern wegbewegten Staubteilchen sich später nach den Keplerschen Gesetzen bewegen, weswegen der Staubschweif gekrümmt ist. Weiß hier jemand mehr, was die "Lücke" zu bedeuten hat?
    Viele Grüße und CS
    Martin

    Tolle Bilder,
    ich hänge meins dann auch noch dran, obwohl es nicht viel Neues oder Ungesehenes/Ungezeichnetes gibt. 3x100x3s RGB mit ASI290mm und Evostar 72ED, das Stacken mit den RGB-Bildern hat mich etwas Zeit und Nerven gekostet, DSS erkennt die Sterne nicht, am Ende habe ich Autostakkert genommen und Sternstriche erzeugt. Bei einer anderen Aufnahmeversion mit 3s sind die Sterne immer auf einen Punkt gestackt, so dass ich immer eine RGB-Ampel statt eines Striches habe. Bei 10s ist mir der Kern völlig ausgebrannt. Die Bilder für das Summenbild hier stammen von 3.16-3.36 Uhr am 13.07. morgens, es wurde schon hell. Deswegen saufen die Sternstriche auch schon sehr in der Dämmerung ab. Das Bild ist geringfügig ca. 10% auf 800px Breite verkleinert.




    Visuell war der Eindruck überwältigend, auch wenn ich noch etwas im Halbschlaf war. Bis 2.00 waren Wolken, ich hatte Gott sei Dank den Wecker noch auf 3.00 gestellt und mich aufgerafft. Den Anblick auch freiäugig werde ich so schnell nicht vergessen.
    Viele Grüße und CS
    Martin

    Hallo Armin,
    wenn es recht ist, hänge ich dann meinen Mond vom 29.05. dran. Thematisch passt es ja ganz gut. Der vom 29. ist besser als der vom 28.05., Seeing war aber nicht wirklich gut, sehr hochfrequent und windig, deswegen sind die Teile auch knapp kalkuliert und wer sucht, findet eine Flaue Ecke, die zuwenig Frames abbekommen hat. 8 Teile, auch wie oben SW 150ED, G-Kanal, die Farbe habe ich mit dem 72ED gemacht. Da geht der Mond nämlich ganz auf den Chip der 290mm. Das so gewonnene Farbbild ist dann mit dem Mosaik in Fitswork kombiniert. Die RGB-Filter sind von ZWO.
    Ich denke, die Abbildung der Details ist vergleichbar, bei rauscht es besonders zum Terminator etwas mehr.



    Das Bild ist auf 800px in der Breite verkleinert, hier geht es zur Großversion: https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Viele Grüße und CS
    Martin

    Hallo Armin,
    danke fürs Zeigen! Ich bin überrascht, wie gut sich die DSLR schlägt. Die Farben gefallen mir sehr gut, da kann man sicherlich schnell ein Foto mit der DSLR machen und das mit der ASI kombinieren.
    Es sind ja eine Menge Details zu sehen, selbst Linne kann ich in der DSLR-Version ausmachen. Die Mare-Flächen wirken allerdings sehr glatt. Glättest du immer nach dem Schärfen? Das wäre dann auch mehr eine Frage des Geschmacks.
    Ich habe mich an den Tagen auch mit einem Mosaik versucht, muss aber noch etwas herumschnippeln, bis es passt, sehr knapp kalkuliert.
    Viele Grüße
    Martin

    Ich hole den Thread nochmal hoch, weil sich überraschenderweise Farbaufnahmen des 72ED (f 420mm) auch mit den 150ED-Aufnahmen mit ca 2100mm kombinieren lassen. Aber erstmal der Gesamtmond in Farbe (vom 72 ED, ASI290mm, ZWO RGB-Filter)



    Hier 100% https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Und dann Tycho



    Clavius und Südpol



    und von Copernicus zu Kepler



    Ich habe die Sättigung bei den Detailbildern ziemlich strapaziert, so kann man - stark vereinfacht gesagt - die bläulichen Lavaflächen und rötlichen Hochlandflächen unterscheiden, bei Tycho gefällt mir das besonders gut. Über die fast weißliche wirkliche fotografische Färbung ist hier ja schon gesprochen worden, was ich von den etwas übertrieben gesättigten Farben halten soll, weiß ich selbst noch nicht so recht.
    Wegen der 800px-Regel sind die Bilder so gedreht, dass N links ist, der Gesamtmond ist auf 800px Breite verkleinert.
    Die Kombination mit dem Farbbild klappt in der Mondmitte deutlich besser als am Rand, am Südpolbild lassen sich einige Farbränder um die Krater erkennen. Auf alle Fälle werde ich bei den nächsten Mondbildern auch - wenn möglich - ein schnelles Farbbild machen, um ggf. solche Kombinationen wiederholen zu können.


    Viele Grüße und CS


    Martin

    Hallo Armin,
    dein Mosaik gefällt mir ausgezeichnet, sehr schöne Auflösung über den gesamten Mond.
    Bei den Detailbildern scheint mir etwas nicht so funktioniert zu haben wie bei dem Mosaik, sie wirken hier auf mich irgendwie wie stark komprimiert. Oder musstest du wegen des Seeings so stark glätten, dass die Bilder so wirken? Mit 3600mm zu fotografieren ist ja auch schon mal eine Hausnummer, passt aber eigentlich ja gut zu den Pixeln deiner Cam.
    Viele Grüße und CS
    Martin

    Hallo Alko,
    es freut mich sehr, dass dir die Bilder gefallen. Noch mehr würde ich mich freuen, wenn das ein weiterer kleiner Motivationsschub wäre, wieder verstäkt in das Hobby einzusteigen, und du hier wieder mehr Bilder zeigtest.
    Viele Grüße und CS
    Martin

    Danke euch für die Rückmeldungen!
    Der ED150 ist bei mir unmodifiziert, ich komme mit den SW-Okularauszügen ganz gut zurecht, selbst mit Filterrad ist die Cam ja nicht so schwer. Zu der leidigen Geschichte mit den Farben am Mond hattest du, Roland, ja mal instruktive Fotoserien hier hereingestellt. Trotzdem finde ich das auch schwierig, weil mein eigenes Farbsehen nicht immer untrüglich ist. Ich nehme tatsächlich RGB mit Filtern auf, manchmal stimme ich dann den Gesamtmond mit der Calsky-Simulation ab. Die Farbe mache ich dann mit dem 72er ED, da komme ich in den meisten Phasen um ein Mosaik drumrum, weil ein Bild reicht. Aristarchus habe ich mir noch einmal vorgenommen, die Details sind feiner, die Farben immer noch komisch https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=
    Bei der Sichtung der Bilder kann ich sagen, es war ein denkwürdiger Abend, es fing mit lausigem Seeing an, dann war bei Sonnenuntergang noch eine Restluftunruhe da, und ab 22.30 MESZ war die Luft phasenweise so gut, wie ich das hier kaum erlebt habe. Haupthindernis für noch ruhigere Videos war der spürbare Wind am Boden. So habe ich denn auch das gleichmäßig sehr gute Material der Bilder von Tycho bis Clavius zu einem Mosaik zusammensetzen können. Das zeigt zwar nicht viel Neues im Verhältnis zu den Bildern oben, aber ich habe jetzt meinen Workflow der Bearbeitung der ergiebigeren Bilder gefunden. Hier auf 800px verkleinert:



    und Originalgröße https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Als das Seeing gut, aber nicht herausragend war, hatte ich noch Copernicus abgefilmt:



    Hier im Original https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Die anderen Ziele, die ich anvisiert hatte (Plato, Alpental, Regenbogenbucht) fallen deutlich ab. Bei Aristarchus oben waren die Bedingungen auch sehr gut.
    Ich muss dazu sagen, dass ich seit 8 Monaten warte, dass das Wetter passt und ich Zeit habe, dass der 150ED signifikant mehr zeigt als der 100. Da war ich schon der Verzweifelung nahe. Ich hoffe, wir bekommen solches Wetter bald wieder!
    Viele Grüße


    Martin

    Hallo Marco,
    sorry, natürlich ist Archimedes richtig, Aristarchus kam gestern Abend gerade zum Vorschein und ich hatte den aufgenommen. War vllt mit meinem Kopf noch da. Die Dome bei Archimedes sieht man allerdings wirklich selten.
    Viele Grüße
    Martin

    Hallo Marco,
    der Gesamtmond ist wirklich schön, aber... bei den Detailbildern bleibt mir die Spucke weg, gerade, wenn ich bedenke, es sind "nur" 8 Zoll. Bei dem Aristarchusbild kommen die Dome mit den kleinen Gipfelkratern im Palus Putredinis super rüber - klasse, habe ich so mit 8 Zoll noch nicht gesehen. Auch die Bearbeitung gefällt mir sehr.
    Glückwunsch zu dem feinen Gerät und hoffentlich viel CS mit ruhiger Luft.
    Viele Grüsse
    Martin

    Moin in die Runde,
    am 04.04. abends hatte das Wetter mit uns Nordlichtern auch mal Einsehen und das Seeing war anfangs brauchbar und stabil, ab 21.00 phasenweise gut und so um 22.30 herum sehr gut.
    Deshalb konnte ich ein 15teiliges Mosaik in der späten Dämmerung machen, deswegen ist der Hintergund unterschiedlich hell.



    groß https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Anschließend konnte ich den 150er Evostar mit der 1,75x Barlow weiter ausreizen, an Tycho, der mir wegen der glatten Regionen mit Auswurfmaterial in seiner Nähe besonderes Hinschauen bei der EBV abverlangt hat



    groß https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    an Clavius mit Blick auf die wegen der Libration interessanten Südpolarregion



    groß https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    an Schiller und den noch im Dunkel schlummernden Bailly



    groß https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    und an Aristarchus, an dem ich mich mit RGB-Filtern versucht habe, was aber immer fragwürdige Färbungen ergibt



    groß https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Die Bilder habe ich hochkant gestellt, damit der Richtwert von 800px Breite nicht überschritten wird. Der Evostar machte bei den Bildern mit G schärfere Fotos als mit R. Bei der Top-Phase des Seeings habe ich mich fotografisch gerade rund um den S-Pol aufgehalten, habe aber noch viele andere Videos in der Pipeline, die ich noch bearbeiten muss.
    Immerhin hatte ich nach 8 Monaten jetzt endlich mal die Witterung, in der der 150er signifikant besser auflöst als der Evostar 100.
    Viele Grüße und jetzt ist ja hier schon wieder CS!


    Martin

    Als kleiner Nachtrag noch zwei Bilder mit dem 150ED Evostar, einmal die Kaukasusregion mit Cassini und Piton



    groß https://www.astrobin.com/full/8ce9mu/E/?nc=user


    und die Gegend von Walter bis Rabbi Levi



    groß https://www.astrobin.com/full/…?nc=Spacecadet&real=&mod=


    Die sind mit 1,75x Barlow aufgenommen, also f 14, was eigentlich nur bei sehr gutem Seeing Sinn macht. Im Link auf 67%, hier auf 800 px Breite verkleinert.


    Leider ist das Mosaik bei f8, was ich etwa eine 1/2 Std. später mit dem 150ED ohne Barlow gemacht hatte, nicht besser als das mit dem 100ED geworden, sei es, dass der Fokus verfehlt ist oder das Seeing wirklich so schlecht wurde. Wie dem auch sei, wenigstens zeigt der 150 dann doch in den beiden Bildern, dass er mehr auflöst als der 100.


    Viele Grüße und CS
    Martin