Posts by stefan-h

    Vor diesem Hintergrund bemerke ich mit Erstaunen, dass die kommerziellen Hersteller von Herschel-Keilen denselben nicht künstlich ventilieren. Ist das Luftschlierenproblem an der Stelle etwa kein Problem?

    Einmal werden Herschelkeile meist an Refraktoren mit weniger Öffnung eingesetzt. Dazu kommt, der Bereich vor dem Keil, in dem auch der Strahlengang zum Okular durchgeht, ist ein relativ kleiner und geschlossener Raum. Da wird die Luft sich aufheizen, aber nicht wirklich groß bewegen.


    Der Hauptanteil an Licht und damit Wärme geht in die Lichtfalle bzw. nach unten raus und dort entstehende Luftwirbel sind räumlich vom vorderen Teil des Keils getrennt.


    Dein Versuch mit dem Keil als FS in einem Newton unterscheidet sich daher gewaltig von der "normalen" Nutzung, du schaffst dir damit nur völlig andere und vor allem größere Probleme

    Servus Emil,

    Die Wärmestrahlung schadet nicht, sie erwärmt die trockene Luft nicht wesentlich, (nachts in der Nähe des Taupunktes ist es anders). Aber durch die direkte Wärmeübertragung vom Glas zur Umgebungsluft entstehen um den Fangspiegel herum Luftschlieren

    Der zweite Satz stimmt, aber das ist doch nur der Teil Wärme, der direkt vom aufgeheizten FS stammt. Der wohl größere Teil des ausgeleiteten Lichts und damit Strahlungsleistung trifft innen auf den Tubus, ebenso wie die vom heißen FS abgehende Wärmestrahlung. Ein Teil der "Heizung" ist damit der FS selbst, die stärker wirkende Heizung ist dann der Tubus.


    Und ob da nun die theoretisch maximalen ca. 176W oder vielleicht nur 150W in Wärme umgesetzt werden- das dadurch vorn im Tubus entstehende Seeing lässt jede Überlegung zu einem Herschel-Keil bester Oberflächenqualität oder einem HS 150er in allerfeinster Qualität ad absurtum werden

    Servus Emil,

    Trotz 100° Hitze, ist im Fangspiegel wenig Energie gespeichert, da er wenig Masse hat.

    Was hat das mit der Masse des FS zu tun? Ein 150mm Newton sammelt von den rund 1000W/qm ankommenden Strahlungsleistung der Sonne rund 176W und die werden zum größten Teil im Tubus in Wärme umgesetzt.

    Ich gehe davon aus, wenn der Glaskörper - gleich aus welchem Material - homogen durchtemperiert ist - gleich auf welchem Niveau - dann hat er seinen Sollzustand und führt keine eigene Bildfehler ein.

    Hi Reinhold,


    dazu muss der FS aus einem entsprechend gut getemperten Material gefertigt sein. Ohne dieses aufwändige termische Entspannen ist der Glaskörper eben nicht spannungsfrei. Dazu stellt sich die Frage, wie du den FS in seiner Halterung unterbringst. Es gibt reichlich Berichte über durch zu enge Halterungen verspannte Fangspiegel. Und das nur durch die im Sommer etwas wärmere Umgebungstemperaturen von bis irgendwas um 25°C in der Nacht.

    unbrauchbar. Versuchs nochmal

    Unbrauchbar war deine Antwort damals. Deine erneute sagt- doch noch nichts kapiert, dabei ist das simple Grundlage zum Strahlengang- da ist wohl Hopfen und Malz.....

    Das Okular sitzt nicht 15 mm neben der Achse, auch nicht annähernd, auch nicht bei meinen Beobachtungen

    Hast du inzwischen eigentlich verstanden, was Gerd-2 in Beitrag RE: Kollimieren mit dieser Aussage gemeint hatte? Die hier zitierte Antwort von dir sagt- zu dem Zeitpunkt war die nichts klar

    Servus Gerd,

    Unter den normalen Bedingungen die bei der Sonnenbeobachtung vorherrschen, wird das große Teleskop an Standorten die innerorts gelegen sind, nicht an seine Möglichkeiten herankommen. Dazu muss es sicherlich erst zu einem passenden Beobachtungsort gebracht werden.

    Wie du selbst weiter oben schon geschrieben hast, das gilt wohl für jedes Teleskop ;)


    Gruß Stefan

    Hi Gerd,

    Da gibt es nur den sperrigen F8 Planetennewton...

    Sperrig? Der ist gerade mal 10cm länger als ein 102/1000 Achromat

    Und was den Achromaten betrifft, der kann mit Solar Kontinuum Filter ohne das sein Farbfehler noch praxisrelevant stört ebenfalls sehr kontrastreich abbilden.

    Oh ja, klar. Dank Filter ein wunderbar grün eingefärbtes Sonnenbild *würg*

    am Tag unter Sonneneinstrahlung ist das Seeing schlechter so das ein großer Spiegel auch deshalb seinen Öffnungsvorteil kaum ausspielen kann.

    Och nö, das bisher beste Abbild in Weißlicht bekam ich damit zu sehen- http://www.herzberger-teleskoptreffen.de/14-htt/tag/24.JPG und das Teil ist ein bisserl sperrig, sogar der Folienfilter dazuj ist etwas unhandlich- http://www.herzberger-teleskoptreffen.de/14-htt/tag/39.JPG


    Außerdem bietet ein Refraktor den großen Vorteil das man hier mit Herschelprisma anstatt der billigen Sonnenfilterfolie arbeiten kann.

    Sonnenfilterfolie mag günstig sein, diese als "billig" bezeichnend ist abwerten. Ich habe beides und der Herschelkeil ist nicht soviel besser, dass sich der deutlich höhere Preis wirklich rentiert

    Leider habe ich keinen 150er APO

    Für wie groß als APO reicht denn das Geld? Noch genug für 100mm APO oder gar nur für 80mm? Aber egal, der Auflösungsgewinn eines 150mm Newton gegenüber 100mm oder 80mm APO überwiegt bei weitem den Verlust durch das bisserl Obstruktion von typisch 25% und gegenüber einem günstigen 100mm Achromaten gewinnt der Newton noch deutlicher.


    Daher ist die Fragestellung ziemlich müßig ;)

    Servus,


    du lichtest ein Feld von gerade mal 0.27° x 0.15° ab und wenn du nicht gerade einen Bereich der Milchstraße aufnimmst, wirst du eben nur wenige halbwegs helle Sterne erwischen.


    Halt doch mal in der Gegend vom Schwan dauf oder versuche mal, den Kugelsternhaufen M13 im Herkules zu ewischen, letzterer würde halbwegs bildfüllend auf dem Chip landen.

    Hallo, könnte man das mal genauer erklären: Bis 2x13.8 Milliarden LJ verstehe ich das, aber 46 Milliarden LJ?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Beobachtbares_Universum


    13.8 Milliarden Jahre ist das Alter bzw. die Laufzeit, die das Licht des beobachtbaren Rands bis zu uns benötigt. In dieser Zeit hat sich das Universum aber ausgedehnt, bei der Entstehung dieses Lichts waren die Objekte noch viel näher zu uns gestanden und akutell sind sie durch die Expansion aber viel weiter entfernt.


    Schönes Beispiel, wo es genau falsch erklärt wurde, wo Entfernung und Zeit gleichgestellt wird (im Video bei 3.0min) -

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    Hi Bernd,

    Übersehe ich da etwas?

    Ja- zum Zeitpunkt, als der Gammablitz entstand, war das Objekt sogar noch viel näher bei uns. Durch die Expansion des Universums kommt es einer größeren Lichtlaufzeit, die 20 Milliarden Jahre wird dann als Entfernung des Objekts so angegeben.


    Das beobachbare Universum hat aktuell eine Ausdehnung von einem Radius von ca. 46,6 Milliarden Lichtjahre

    Option a) ist im Grunde in der Annahme, dass die Montierung ja bereits auf den Pol ausgerichtet ist und somit auch der Refraktor selbst, wodurch ich gar nicht mehr kontrollieren muss ob es nun mittig wäre.

    Das ist doch nicht zwangsläufig der Fall. Zur Ausrichtung per Polsucher stellt man am Montierungsfuß Azimut (Verbindung zwischen Stativ und Montierung) und der Polhöheneinstellung. Ob die Deklinationsachse dabei korrekt so ausgerichtet ist, dass sie parallel zum Polsucher steht, bleibt dabei doch fraglich. Wenn du also nach Einnorden den Sucher zum Tubus justieren willst, solltest du schon erst mal Polaris auch wirklich mittig ins Sichtfeld des Okulars bringen.


    Hier ein Bild, auf dem die einzelnen Achsen bezeichnet sind - ist auf der Seite der http://www.deepsky-brothers.de/ zu finden

    wie machst du es mit dem Teleskop nach Norden ausrichten?

    Hi Ale,


    da ich Polaris sehen kann, benutze ich den Polsucher. Die Frage sollte jemand beantworten, der so wie du keine freie Sicht zu Polaris hat. Dazu gibt es auch schon reichlich Beiträge, vielleicht hilft dir die neue Suchfunktion, diese zu finden


    Gruß

    Stefan

    Hi,


    wenn du mit dem Polsucher und der App ausgerichtet hast, ist doch alles soweit in Ordnung. Die Stellung von Tubus und Sucher sind davon doch unabhängig, außer dass der freie Blick durch den Polsucher gegeben sein muss.

    a) Schau durch den Sucher und stelle mittels der Schrauben am Sucher Polaris in die Mitte

    Damit kannst du die Ausrichtung des Suchers überprüfen/nachstellen, dann muss Polaris aber auch im Okular des Teleskops mittig stehen. Das hat aber mit Einnorden nichts zu tun, die Montierung kann bezogen auf die Polachse durchaus etwas verdreht aufgestellt sein und trotzdem ist Polaris mittig ins Okular einstellbar. Version b) ist also recht ungenau, für visuell reicht aber auch ein grobes Einnorden

    Wenn ich dann eine TS 2,5 APO-Barlow-Linse (4linsiges design; kurzbauend) einsetze, ist kein Focus zu bekommen. Der müsste weit draußen liegen. Ja wieweit?

    Muss ich die Barlow ganz einschieben?

    Das ist eine telezentrishe Barlow, damit sollte die Fokuslage eigentlich erhalten bleiben und auch ein nicht komplettes Einstecken sollte nichts am Barlowfaktor ändern.

    Ich habe mit variablen Verlängerungshülsen (bis 2x130 mm; zusätzlich zwischen Filterrad und Okluarauszug) probiert. Da kommt nur ganz weit draußen ein Bild mit den Punkten (Anhang).

    Wen schon versuchen, für die Kamera den Abstand zu vergrößern, dann zwischen Kamera und dem restlichen Aufbau


    Diese Antwort erfolgte kostenlos :grinning_cat_with_smiling_eyes:

    willkommen hier auf Astrotreff

    wer hilft mir gegen Aufwanderstattung online bei der gemeinsamen Verwendung einer Barlow-Linse und ASI185 MC . Ich finde keinen Focus.

    Es wäre hilfreich, wenn du noch ein paar Angaben mehr machst. Welches Teleskop und welche Barlow hast du benutzt und auf welches Objekt wolltest du bei dem Versuch gehen? Es könnte auch einfach daran liegen, dass die resultierende Brennweite schlichtweg zu groß wird.


    Gruß Stefan

    Dass das Objektiv die Stromquelle war, kann ich mir aber nicht vorstellen ;-) Ein Wackler beim Stecker kann mitunter, wenn evtl. Anschlüsse blank sind, zu einem Kurzschluss (=Überspannung) sorgen.

    Zum Objektiv- bei dem anderen benutzten könnte der Stativanschluss isoliert, also elektrisch nicht leittend gegenüber dem Restgehäuse ausgeführt sein.


    Oder war das der Fall, worauf Frank schon hingewiesen hatte- den Netzstecker umgedreht zum vorherigen Aufbau eingesteckt- damit sind die Anschlüsse für Neutralleiter und Phase getauscht und das kann durchaus abhelfend gewirkt haben

    Servus Christoph,


    bei den Gewichtsangaben findet man bei Bresser für die EXOS Gewicht EXOS II Goto: 4,5kg (ohne Gegengewichtsstange, diese wiegt 1,0kg extra) undfür die EQ-5 gibt TS Gewicht des Achsenkreuzes: ca. 4 kg an (dürfte ohn GG-Stange gemeint sein)- also in etwa gleich.


    Bezüglich Belastbarkeit würde ich mich da eher an der EQ-5 orientieren, rein von Größe und Aufbau unterscheiden sich die beiden nicht groß und die lt. Bresser 13 kg Tragfähigkeit finde ich schon sehr optimistisch. Tragen werden beide noch deutlich mehr, fragt sich halt, wie sich das auswirkt und fotografisch würde ich je nach Tubus (Schwerpunktverlagerung) beide mit nicht viel mehr als vielleicht 6-7kg belasten wollen.


    Zur Steuerung siehe Anmerkung von Peter


    Gruß Stefan

    Hi Dieter,

    Exposure=500,0ms(Auto)

    0,5s sehe ich auch als deutlich zu lang. Stell da mal auf manuell und geht mit der Belichtungszeit deutlich runter. Wird es zu duster , dann erhöhst du eben wieder ein wenig. Dann wie schon vorgeschlagen den Fokus auf den Sonnenrand einstellen.


    Die Angabe FPS=8,00 bei den Parametern ist eigentlich falsch. Bei 0,5s werden nur 2 Bilder/s erstellt, damit können also nur 2 und keine 8 Frames/s übertragen werden :grinning_cat_with_smiling_eyes:


    Gruß Stefan

    Ich kann diese Aufregung nicht nachvollziehen.

    also Anonymität bei Produkttests finde ich nicht i.O. Da ist der Manipulation Tür und Tor geöffnet. Da kann ohne weiteres ein Mitwettbewerber, der getarnt als selbsternannter Experte in Sachen optischer Messtechnik und freundlicher Amateur, der für die Szene als Privatmensch natürlich nur das Beste will, sonst was in den Raum stellen.

    QED ist Mitglied seit 4. Dezember 2004, also keinesfalls irgend jemand, der sich erst kürzlich angemeldet hat und nun mit einem Test daherkommt. Der Test ist auch gut durchgeführt und mit den Fotos gut belegt. Oder stört sich in diesem Fall gerade deswegen jemand daran?

    Wer schützt das Unternehmen, wenn ein Produkt zu unrecht schlecht gemacht wird?

    Egal ob mit oder ohne Namensnennung des Testers, das Unternehmen muss erst mal davon erfahren. Und dann kann sich dieses an matss als Betreiber wenden und die Kontaktdaten einholen, gegebenenfalls per Anwalt.


    Und umgekehrt ist es genauso, wenn ein Produkt zu unrecht hochgejubelt wird. Wer schützt den unbedarften Leser?

    Passiert ja häufiger und im Normalfall wird das übertriebene Hochjuben durch erfahrene User korrigiert.


    Und es gab schon unzählige "Produkttests" mit positiver oder negativer Bewertung und auch wenn darunter ein "Gruß Fritz" zu lesen ist- wäre das als Beleg zu sehen oder kann Fritz nicht ebenso ein Synonym sein?


    Grübelnd

    Stefan

    Servus Frank,

    Bei großen Netzteilen für starke Notebooks wird oft mit Schukosteckern gearbeitet,

    Da war es mit dem Kribbeln dann bei mir beendet.

    Die Netzteile werden zwar in Schuko-Steckdosen eingestöpselt, aber das sind so gut wie immer der Typ Eurostecker- zweipolig und damit ist der Schutzkontakt nicht angeschlossen. Dieser Steckertyp wurde ja eingeführt, um schutzisolierte Geräte anzuschließen, wie eben die gängigen Netzteile zur Versorgung von Niederspannungsgeräten. Das es bei dir nach Wechsel auf ein stärkeres Netzteil nicht mehr gekirbbelt hat, das dürfte ausschließlich an der besseren Qualität des Schaltungsaufbaus gelegen haben.


    Bei denen wird auch mehr Wert auf möglichst "saubere" Gleichspannung gelegt und der Effekt der Potentialverschleppung wird da deutlich reduziert. Ein besseres Netzteil könnte Günther auch helfen, das wurde ja schon vorgeschlagen.


    Gruß

    Stefan

    Servus Christian,

    Wie du Strom auf die Gegengewichtsstange bringst, ist mir unerklärlich.

    Wenn du dir das von mir verlinkte Schaltbild anschaust- C8 geht im Netzteil gegen Gnd. Bei der Spannungsversorung der Kamera dürfte wie üblich der Gnd auf dem Gehäuse liegen. Und damit liegt das bisserl Netzpotential mit dem über C8 Restbrumm auch auf dem Kameragehäuse- und da dieses mit der Montierung verschraubt ist, liegt das Potential auch auf der Montierung.

    Stromlos Gegengewichtsstange schön ruhig, mit Strom Gegengewichtsstange vibriert und es hat beim berühren richtig gekribbelt.

    Das dürfte durch das Kribbeln eher eine gefühlte "Einbildung" sein, ich glaube nicht, dass die GG-Stange tatsächlich vibriert. Außer die übertragene kleine Brummspannung stört die Motoransteuerung.


    Gruß

    Stefan