Hallo Stefan,
das Bild ist gleich hell, weil das Verhältnis zwischen Öffnung und Brennweite bei beiden Objektiven gleich ist.
Gruß,
Daniel
Hallo Stefan,
das Bild ist gleich hell, weil das Verhältnis zwischen Öffnung und Brennweite bei beiden Objektiven gleich ist.
Gruß,
Daniel
Hallo Marco,
die Bahngeometrie passt laut Heavens-Above gut zu dem Satelliten "deb Meteor2". Siehe hier: http://www.heavens-above.com/p…7755&mjd=56896.8427347106
Das Kürzel "deb" vor dem Namen könnte "debris" bedeuten, also ein Trümmerteil des Satelliten. Ich habe leider keine weiteren Infos dazu gefunden, auch nicht ob das Teil Flares produziert.
Gruß,
Daniel
Quote<i>Original erstellt von: Werner Mehl</i>
<br />
Hallo Daniel,
schön von dir zu hören. Du hast mit den Kontrasten völlig recht, die Bilder wurden von mir zum zusammenstellen des Mosaiks vorbereitet und deshalb mit viel Reserve versehen, weil die Kontraste in den verschiedenen Bildern doch erheblich sind.
Aber verloren ist ja nichts, das kann man ja im fertigen Mosaik noch anpassen.
Ich habe nochmal zwei verschieden bearbeitete Bilder hier abgestellt, es wäre jetzt wirklich interessant zu erfahren, welche Bearbeitung für euch die interessantere bzw.
schönere ist.
Moin Werner,
okay, dann verstehe ich auch die eher noch flauen Versionen, alles klar.;-) Mir gefällt die zweite, härtere Version besser. Die hellsten Bereiche sind ja ziemlich unverändert geblieben. Die zweite Version rockt aber wesentlich mehr in den dunklen Bereichen, und das ohne bildwichtige Details absaufen zu lassen. Auch der Hintergrund, (sofern überhaupt) in dem Nebelwirrwarr zu erkennen wirkt auf mich harmonischer, das ganze Bild dadurch ausgewogener. Das erste Bild empfinde ich auch als insgesamt zu hell, da sind zu viele mittlere bis helle Grautöne drin, da fehlt der "Punch", oder wie Don schreibt wirkt es dadurch "verschleierter".
Und ja, es ist wirklich immer sehr subjektiv mit der Bildbearbeitung, aber ich finde diese Diskussion gerade super interessant!
Lieben Gruß,
Daniel
Quote<i>Original erstellt von: Werner Mehl</i>
<br />Hallo Daniel,
freut mich sehr, wenn es dir in meinem Kino gefällt!
Ich bin absolut nicht böse über deine Anmerkung, verstehe sie aber nicht ganz. Wo verschenke ich Tonwertumfang? Lass mich das bitte wissen![]()
Hallo Werner,
sorry das ich erst so spät antworte, ich hatte den Thread irgendwie aus den Augen verloren. Guck dir mal das Histogramm deines Bildes an, du siehst das die Tonwerte besonders in den Tiefen nicht den vollen Tonwertumfang entsprechen, der durch das JPG darstellbar wäre. Auf gut deutsch: Du verschwendest Kontrast! Ich hänge mal als Beispiel die unbearbeitete Version, und die bearbeitete Version mit vollem Kontrastumfang an. Besonders im Druck aber auch in der Monitordarstellung ist es sehr schade, weil so viel "verschenkt" wird. Das menschliche Auge sehnt sich nach Kontrasten. Jedes Papier, jede Leinwand, auch jeder Monitor hat einen bestimmten Kontrastumfang, denn es eben bestmöglich auszunutzen gilt. Das geht aber nicht, wenn die Bilddatei von vornherein so bearbeitet wird, dass die Höhen und Tiefen im Histogramm rechts und links weite Leerräume haben, die nicht durch Tonwerte bedeckt werden. Das ist wie Fenster putzen...das ganze Bild wirkt wesentlich stärker wenn die Datei so bearbeitet wird, das alle im Bild vorhandenen Tonwerte richtig "gemappt" werden. Wie gesagt, nur als Anregung zu verstehen. Ich finde das was du mit deiner Ausrüstung anstellst wirklich hervorragend! Sonst hätte ich mir hier auch gar nicht eingemischt. Es ist eben das letzte Quentchen was noch fehlt, und das wollte ich kurz anmerken. ![]()
(Muss jetzt mal langsam schlafen, ich hoffe das klappt so mit den Links/der Freischaltung, sonst änder ich das morgähn nochmal...)
Tonwerte nicht angepasst, Bild wirkt flau und kontrastarm.

Tonwerte des Jpgs angepasst, "Fenster geputzt".[;)]
Liebe Grüße,
Daniel
Hallo Jörg,
um ein ziviles Flugzeug definitiv ausschließen zu können, kannst du mal hier:
http://www.flightradar24.com/
über das Playback-Menü (auf der linken Seite) für das betreffende Datum und die Uhrzeit nach Flugzeugen suchen. Vielleicht findest du so ja weitere Anhaltspunkte.
Gruß,
Daniel
Dann schreib da doch mal was rein. Also zwischen dem [quote] und [quote/].
Grüß,
Daniel
Jupp, siehe hier: http://forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=2&t=54942
Display in Esens ca. 3 Grad Höhe, Az 000-020, Hellligkeit 1-2.
Gruß,
Daniel
Hallo Markus,
ich habe verschiedene Kameras, und diverse Objektive von 10-500mm Brennweite. Da kommen bis zu 3kg (nur Kamera und Objektiv) zusammen. Da ich beide Köpfe schon benutzt habe, erlaube ich mir das Urteil, dass der 498 im Bereich Langzeitfotografie für mich nicht meine Mindestanforderung an Stabilität erfüllt. Papierwerte...die sind eh für die Tonne.[;)]
Die zusätzliche Panoramaebene des 498 ist nützlich, wenn du komponieren möchtest. Daher Wert darauf legst, wo im Bildfeld sich bestimmte Objekte befinden, also wo sie zu liegen kommen, und nicht nur einfach die Kameraunterseite auf die Prismenschiene schraubst und damit dann zu frieden bist. Genau deswegen ist die Verwendung eines Kugelkopfes ja auch so nützlich, weil nicht stumpf parallel zur RA/Dekl.-Achse gearbeitet wird. Natürlich ist das nicht wissenschaftlich korrekt, aber gute Astrofotografen legen auch Wert auf Ästhetik und Bildkomposition. Da es sein kann das man dabei die Kamera zur Seite kippen muss, und diesen Kippwinkel danach nicht mehr verändern kann/darf, kannst du den Kippwinkel dann beibehaltenin in dem du über die Panoramaebene drehst. Das Kippen funktioniert bei den Kugelköpfen ja über dieselbe Schraube die auch das Schwenken ermöglicht, also da ist dann quasi alles freilaufend, das ist in diesem Falle nicht von Vorteil.
Quote<i>Original erstellt von: 2odiac</i>
<br />.Der 498er ist mit Sicherheit der stabilere Kugelkopf, aber in diesem Fall mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Gruß,
Daniel
Hallo,
wenn du schon so viel für einen Kugelkopf ausgeben möchtest, dann nimm besser den 498RC2 Medium. Durch die Panoramaebene hast du einen weiteren Freiheitsgrad in der Verstellung, und der trägt wenigstens etwas Gewicht (z.B. auch mal ein 200er f/2.8) im Gegensatz zum Compact, der eher "Spielzeug" ist.
Gruß,
Daniel
Hallo Werner,
ganz großes Kino was du hier bietest! Die technische Herausforderung der Aufnahme solch schwieriger Objekte hast du mit bravour gemeistert. Was mich noch ein wenig wundert, warum nutzt du nicht den ganzen Tonwertumfang aus den dir das Bild bietet? Da steckt kontrasttechnisch noch so viel Reserve drin. Klar, es gibt immer den "persönlichen Geschmack" in der Bildbearbeitung, aber rein technisch gesehen verschenkst du so doch eine ganze Menge Potential. Nur als Denkanstoß gemeint, bitte nicht böse sein. Ich habe wirklich großen Respekt vor deiner Leistung! Genau deshalb finde ich es auch so schade. ![]()
Liebe Grüße,
Daniel
Hallo Jo,
genau, je kürzer die Verschlusszeit, desto ausgeprägter wird der Effekt der "ungenauen" Blende bei den Automatikblenden. Damit du auf ausreichend lange Verschlusszeiten kommst, könntest du noch einen ND-Graufilter vor dein Objektiv geben. Sobald du in den Sekundenbereich kommst, wird der Effekt dann so langsam vernachlässigbar. Im hunderstel-Sekundenbereich ist er mit den Automatikblenden leider immer noch sehr ausgeprägt.
Das er bei deinen alten Festbrennweitenobjektiven nicht auftritt liegt wahrscheinlich daran, dass diese auf eine Arbeitsblende abgeblendet werden, und sich vor der neuen Belichtung nicht wieder öffnen, wie es eben die Automatikblenden machen. Die manuellen Festbrennweiten blendest du ja auf einen festen Wert ab, der sich anschließend nicht verändert, somit treten keine mechanischen Ungenauigkeiten auf.
Gruß,
Daniel
Hallo Jo,
das von dir beobachtete Phänomen des Flackerns bei automatischer Blende ist unter Zeitrafferfotografen seit Jahren bekannt. Die Blende schließt leider immer etwas anders, und ist ein wenig unpräzise, daher kommt es zu diesen minimalen Helligkeitsschwankungen von Bild zu Bild in den Zeitrafferfilmen.
Abhilfe schafft hier die Verwendung eines Objektives mit manueller Blendeneinstellung. Oder du überlistest deine Automatikblende mit der EOS 350D folgendermaßen:
1. Blendenwert an der Kamera im Modus M oder Av auf einen von dir gewünschten Wert einstellen.
2. Abblendtaste an der Kamera gedrückt halten (Blende schließt sich), und
3. gleichzeitig die Objektiventriegelungstaste drücken, und das Objektiv leicht verdrehen. Ein paar Millimeter reichen. Aber nur so viel, dass es nicht von alleine abfällt![;)]
Damit unterbrichst du den Kontakt zwischen Kamera und Objektiv. Es schadet beiden nicht, und die Blende bleibt so fest auf dem von dir vorher eingestellten Wert.
Vorher müssen natürlich Belichtungswerte für das Bild ermittelt werden, damit deine Belichtung korrekt ist. Die Schärfe stellst du erst danach vorsichtig ein, da sich der Abstand Objektiv zu Chip durch das Verdrehen geringfügig ändert, und auch die Schärfeebene etwas nach vorne wandert. Du fotografierst deine Zeitrafferbilder im Programm M oder Tv, da das Programm Av mit verdrehtem Objektiv natürlich nicht mehr funktioniert.
Gruß,
Daniel
Quote<i>Original erstellt von: Astro_Ehingen</i>
<br />Diese Formel liefert einen genaueren Wert, mit dem man was Anfangen kann.
Max exposure time(s) = [14*N*P] / [FL*cos(d)]
Nun habe ich dies für meine Kamera ausgerechnet:
N=Anzahl der Pixel der Drift = 5184 / 1920 = 2,7
P = 4,31 µm
F = 50 mm
Dekl. = 45°
Max exposure time(s) = [14*2,7*4,31] / [50*cos(0,7071067)] = 4,608 Sekunden.
Aber der Wert scheint mir irgendwie zu kurz zu sein.
Hallo,
dann probiers doch mal aus. Deine Kamera hat auch schon relativ kleine Pixel mit 4,3 Mikrometern. Sonst nimm statt 14 eben 21, oder 28 wenn dir das reichen sollte ist doch auch gut.
Quote<i>Original erstellt von: Astro_Ehingen</i>
<br />
[b]
QuoteTmax(s)=270/Brennweite in Millimetern
- nicht korrekt.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Astrofotografie
Nicht korrekt? Der Wert ist mehrfach praktisch erprobt![;)] Allerdings gilt der für MEINE Kamera bei Deklination 0, 5,7 Mikrometer Pixeln und N=2 bis 3, also 50-33% der Originalauflösung. Ich hab oft den Äquator im Bildfeld, deshalb spar ich mir das Deklinationsgerechne, und arbeite so mit der kurzen Formel. Und die funktioniert bei mir so seit Jahren, damit spare ich mir die erste lange Formel, weil in der kurzen Formel alle Werte in die Konstante eingeflossen sind. Ich wechsel ja nicht laufend meine Sensoren, die Bildausgabegröße, oder die Deklinationswerte, da geh ich einfach immer vom Worst Case Scneario aus. Das entscheidende ist bei mir immer die Brennweite, diese unterscheidet sich, und dafür muss ich eine maximale Belichtungszeit berechnen und kennen.
Das in der Literatur angegebene 420/Brennweite in mm-welcher Pixelpitch wird hier berücksichtigt, welche Deklination, wie groß wird das Bild ausgegeben? Der Wert 420 scheint ein Überrest aus der Analogzeit zu sein. Da kam man mit ca. 18 Mikrometern Streukreisdurchmesser bei Winzigabzügen bis 20*30cm noch ganz gut zurecht.
Quote<i>Original erstellt von: Astro_Ehingen</i>
<br />
Aber mit der ersten Formel werde ich auch nicht schlau daraus. Somit wenn es klar werden soll, wird man in der Praxis überprüfen müssen, welche der zwei Formeln passt.
Die kurze Formel am Ende (K/Brennweite in mm) wiederum dient dazu, im Feld per Kopf ohne Taschenrechner schnell eine geeignete Belichtungszeit zu finden. Dazu sollte man aber vorher eine Konstante die für die eigenen Bedingungen gültig ist gefunden haben. Und das funzt dann genau so gut.
Gruß,
Daniel
Quote<i>Original erstellt von: Freak2014</i>
<br />Danke für den Versuch der Erläuterung aber irgendwie seid ihr für mich entweder zu lange in der Materie oder seid Mathematiker bzw Physiker. Mir fällt es auf jedenfall so schwer zu folgen.
Aber denke bei ein paar Treffs mit "gleichgesinnten" wird
sich das irgendwann mal einspielen.
<u>Das wichtigste weiß ich ja nun:</u>
- 15 bis 25 sec. Belichten (Berechnung später mal)
- Blende 4-5.6 und ISO ausprobieren
- am besten bei wenig Mondlicht
- Skywatcher EQ-3 wenn nur Kamera oder EQ-5 wenn auch größere Teleskope
Gruß Chris
Hallo Chris,
ich bin zwar kein Physiker oder Mathematiker, aber versuche trotzdem die von mir genannte Formel Schritt für Schritt mit dir durchzurechnen.
Also genannt hatte ich diese Formel:
<b>Max exposure time(s) = [14*N*P] / [FL*cos(d)]</b>
Die maximale Belichtungszeit für punktförmige Sterne ohne Nachführung in Sekunden entspricht 14 multipliziert mit der Anzahl der Pixel der Drift, mutlipliziert mit dem Pixelabstand in Mikrometer, dividiert durch die Brennweite in Millimeter, multipliziert mit dem Cosinus der Deklination. Klingt erst mal erschreckend. Aber ist sehr einfach auszurechnen.
14=Konstante. Der Wert 14 in der Konstante ist wirklich sehr konservativ gewählt. Das heißt damit bekommst du absolut punktförmige Sterne. Wenn du mit leicht eiförmigen Sternen leben kannst, nimm diesen Wert mal 1,5, also 21 oder verdoppel ihn sogar auf 28.
N=Anzahl der Pixel der Drift. Man sieht bei großer Darstellung am Bildschirm, oder im Druck natürlich leichter die Sterndrift, daher wird dieser Faktor in der Formel mit berücksichtigt. Berechnung 100/Prozent. Für eine 100% Ansicht entspricht N also 100/100%=1. Für eine Verkleinerte Darstellung z.B. im Web entsprechend kleiner.
Deine Kamera hat 6000*4000 Pixel, das entspricht der Bildgröße in der 100% Ansicht. Für das Web reichen z.B. 1200*800 Pixel locker aus, das entspricht 20% der Originalgröße. N=6000Pixel/1200Pixel=5.
P=Pixelabstand (Pixelpitch) deiner Kamera in Mikrometern. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass damit eigentlich der Abstand von Mittelpunkt zu Mittelpunkt der betreffenden Pixel auf deinem Sensor gemeint ist. Es gibt Sensoren die eine größere Fläche als tatsächlich nutzbare Pixel besitzen, daher kann die Berechnung über die Fläche in die irre führen. Meistens findet man diese Angabe aber in den Datenblättern der Hersteller. Ich benutze jetzt mal P=3,9 Mikrometer.
FL=Brennweite deines Objektives in Millimetern. Ohne Crop Berücksichtigung oder sonstiger Wurschteleien. Die Brennweite wie sie auf dem Objektiv oder vom Hersteller angegeben ist. Nehmen wir hier z.B. 17mm.
Cos(d)=Cosinus der Deklination. Je näher am Himmelsäquator dein Aufnahmeobjekt liegt, desto schneller wandern scheinbar die Sterne über deinen Chip, je weiter weg vom Himmelsäquator, desto langsamer ist die scheinbare Bewegung. Du solltest also immer vom Worst Case Scenario ausgehen, und die Stelle in deinem Bildfeld berücksichtigen, die dem Himmelsäquator am nächsten liegt. Für Deklination 0 Grad entspricht der Cos(0)=1. Für Deklination 89 Grad der Cos(89)=0.017. Diese Zahl kannst du ganz einfach mit deinem Taschenrechner ermitteln, und setzt diese dann in die Formel ein. Meisten liegt bei Weitwinkelaufnahmen eh der Äquator im Bildfeld. Also setzt man hier sehr oft 1 ein, und bracht den Term somit nicht in der Formel berücksichtigen. 17mm*1 bleibt 17. Nehmem wir hier mal eine mittlere Deklination von 45 Grad. Cos(45)=0,7071
Nehmen wir jetzt mal alle Parameter in die Formel auf:
Maximale Belichtungszeit(s) = [14*5 Pixeldrift*3,9 Mikrometer] / [17 Millimter*0,7071]. Hier gilt es die Klammerrechnung zu berücksichtigen!
Erste Klammer: 14*5*3,9=273
Zweite Klammer: 17*0,7071=12,0207
Das Ergebnis aus der ersten Klammer dividiert durch das Ergebnis aus der zweiten Klammer: 273/12,0207=22,7 Sekunden.
Die maximal mögliche Belichtungszeit entspricht mit den oben eingesetzten Werten also 22,7 Sekunden.
Wenn du jetzt stattdessen die 100% Vollbildgröße nimmst, die Deklination 0 Grad wählst [14*1*3,9]/[17*1] verringert sich das Ergebnis drastisch, und zwar auf 3,2 Sekunden.
Es geht aber noch einfacher. Wenn du jetzt eine gute Aufnahme mit punktförmigen Sterne geschafft hast, rechne einfach deine Aufnahmebrennweite in Millimetern multipliziert mit der Belichtungszeit des Bildes in Sekunden, dann erhälst du für deine Kamera und deine Bedingungen (also Bildgröße und Deklination) eine neue Konstante. Diese Konstante in eine Formel eingesetzt für meine derzeitige Kamera und meine üblichen Bedingungen lautet z.B. Tmax(s)=270/Brennweite in Millimetern. Und ist dann viel einfacher in der Berechnung. Und für die jeweilige Kamera unter den gegebenen Bedingungen dann genau so allgemeingültig wie die erste längere Formel oben.
Die Formeln dafür lauten dann wie folgt:
Zuerst die Konstante aus den Parametern des erfolgreichen Bildes bestimmen:
<b>Konstante=Brennweite in Millimetern*Belichtungszeit in Sekunden</b>.
Diese Konstante brauchst du auch nur ein mal bestimmen.
Und dann einfach zukünftig in diese Formel einsetzen:
<b>Max. Belichtungszeit in Sekunden=K/Brennweite in mm</b>.
Irgendwann bekommst du sowieso ein Gefühl dafür wie lange du belichten kannst, ohne es vorher ausrechnen zu müssen. Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen.
Gruß,
Daniel
Hallo Armin,
vermutlich ja. Entweder ist oben in der rechten Bildschirmecke (Schwarz-Weißverlauf) dein Vorschaugamma (graues Dreieck) zu hoch eingestellt, das hat dann nur Auswirkungen auf die Bildschirmansicht, nicht aber auf deine gespeicherte Datei. Oder du hast unter den Raw/Fits DDP Einstellungen unter Helligkeit einen zu hohen Wert eingestellt.
Gruß,
Daniel
Quote<i>Original erstellt von: sweeper</i>
Wo wir schon dabei sind:
Darkframes - klar
Flatframes - auch klar
Dark/Flatframes - ist das nun Bias oder nicht weil:
Offset/Biasframes - ?
Hallo Robert,
wenn du deine Flatframes länger als mit der kürzest möglichen Belichtungszeit belichtest, könnte irgendwann signifikanter Dunkelstrom auftreten. (In der Praxis eher nicht.) Daher die Flatdarks. So schlecht finde ich den Begriff gar nicht. Passend zu Lightdarks, kann man so genau zuordnen wo jedes Korrekturbild hin gehört.
Der Biasframe darf gar keinen Dunkelstrom enthalten, deshalb wird er ja auch mit der kürzest möglichen Belichtungszeit aufgenommen. Möchte man nun Darks (Light- oder Flatdarks) unterschiedlicher Temperatur/Belichtungszeit skalieren, braucht man den Biasframe, sonst funktioniert das nicht richtig.
Gruß,
Daniel
Edit: Jens war schneller. ![]()
Hallo Freak 2014,
Blendenreihe: 2.8, 4, 5.6, 8.0 bedeutet also 3 ganze Blenden Unterschied. Die Belichtungszeit war bei Iso 200 und Blende 2.8=30sec. Bei Blende 4 wäre sie dann 1 Minute. Bei Blende 5.6 dann 2 Minuten, und bei Blende 8 entspricht das dann 4 Minuten. Oder 30 Sekunden bei 1600 Iso (und Blende 8). Wenn dir die Schärfe am Gebäude nicht perfekt genug ist, hast du auch noch die Möglichkeit den Abstand zum Gebäude zu erhöhen, also mehr Schärfentiefe durch Vergrößerung der Gegenstandsweite zu erzielen, falls das deine Aufnahmebedingungen erlauben.
Die Belichtungszeit die sich aus der oben genannten Formel 460/(f*cosDeklination) ergibt, erscheint mir viel zu lang. Zumal der Pixelpitch hier nicht mit in die Berechnung eingeht. Zu der maximalen Belichtungszeit für punktförmige Sterne (ohne Nachführung) und der Berechnung möchte ich daher noch mal auf diesen Thread verweisen: http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=146971.
Max exposure time(s) = [14*N*P] / [FL*cos(d)]
Gruß,
Daniel
Quote<i>Original erstellt von: Starhead37</i>
<br />
Jetzt habe ich beide Bilderserien in Fitswork ohne Darks und Flats überlagert.
Hallo Oliver,
was du hier durchführst ist auch keine vollständige Kalibrierung und Datenreduktion. Ohne Darks und Flats ist das eigentlich ziemlich halbgar. In der DSS Anleitung steht dazu folgendes: "Dark-, Flat- und Offsetkorrekturen direkt an den RAW Bildern, noch vor einer Interpolation". Und genau das ist auch ein entscheidendes Kriterium für die Verwendung von Raw-Dateien, die Korrektur mittels Dark- und Flatframes funktioniert nur vor der Interpolation.
Was ich noch zu bedenken geben möchte ist, der Dynamikumfang eines Chips ergibt sich durch die Fullwellkapazität dividiert durch das Ausleserauschen. Ganz unabhängig davon, wie viele Bits der Analog- zu Digitalwandler in der Kamera hat.
Gruß,
Daniel
Hallo Christian,
Quote<i>Original erstellt von: astro_neuling</i>
<br />Hi,
ja das mit dem Stacken muss ich mir dann nochmal genauer anschauen.
ich versteh halt nicht ganz das mit dem stacken, wenn ich jetzt ein bild oder 100 mach, was auf dem sensor nicht Abgelichtet wird kann man auch nicht reinarbeiten oder wie kommen da so klasse Bilder beim Stacken raus?
Stackingprogramme wie Deep Sky Stacker, Fitswork, usw. registrieren deine Bilder (aka Lights) auf die Sterne. Daher sie werden anhand der Sterne ausgerichtet, und mit einer Methode (Durschnitt, Mittelwert, Sigma, ...) gestackt. Dadurch kommt das erwünschte Signal in deinem Bild immer auf derselbe Stelle im Ergebnisbild zu liegen. Das Rauschen in deinem Bild dagegen ist statistisch verteilt.(Man unterscheidet hier noch verschiedene Rauscharten, es gibt auch ortsfestes Rauschen). Dadurch das das Signal immer auf die gleichen Stellen zu liegen kommt, das Rauschen aber nicht, mittelt sich dieses heraus. Dabei steigt das Signal zu Rauschverhältnis mit der Wurzel aus der Anzahl der gestackten Bilder. Da heißt wenn du zwei Bilder stackst, wird das S/N Verhältnis um das 1.4fache höher. Stackst du 4 Bilder, wird es schon um das doppelte höher, usw. Das Rauschen sinkt entsprechend.
Natürlich dient die Verwendung von mehreren Bildern auch dazu, dass du Ausreißer im Guiding aussortieren kannst, das ist aber nicht der Hauptgrund für das stacken, sondern eben der, das dein Rauschen weniger wird. Photonenrauschen bekommt man nur mit langen Belichtungszeiten weg, man muss hintergrundlimitiert arbeiten. Dunkelstromrauschenrauschen verringert man durch sogenannte Dunkelbilder (aka. Darks). Diese Dunkelbilder enthalten leider auch wieder Rauschen, also nicht den reinen Dunkelstrom. Daher sollte man wenn man welche benutzt, auch genügend davon anfertigen, denn auch hier gilt je mehr Darks zu einem Masterdark gemittelt werden, desto geringer ist das Rauschen welches durch das Dark in das Bild gebracht wird. Die Darks müssen dabei in Belichtungszeit, Temperatur und Iso exakt mit den Werten deiner Lights übereinstimmen. Ist das nicht der Fall, kannst du sie im Prinzip besser weg lassen.
Das Bias-Bild ist schon im Dark enthalten. Bias brauchst du eigentlich nur verwenden, wenn du nicht exakt passende Darks zu deinen Lights hast, und dein Stackingprogramm diese dann passend rechnen kann.
Quote<i>Original erstellt von: Sho</i>
<br />Sprich, Du nimmst aus den dunklen Bildern die dunklen Bereiche, und aus den Hellen Bildern die hellen Bereiche, das heisst, bei kurz belichteten Bildern hast Du natürlich zbsp einen satteren Himmelshintergrund mit wenig rauschen, dafür siehst Du keine Details. Auf langzeitig belichteten Bildern hast Du zwar mehr helle Details, dafür aber auch mehr rauschen. Das Stacking nimmt dann, einfach gesagt, aus den dunklen Bildern die dunklen Bereiche und aus den hellen Bildern die hellen Bereich, und fügt diese dann zusammen.
Gruß,
Daniel
Noch was, um es exakt zu machen: Wenn du den sogenannten Variationskoeffizienten berechnest, erreichst du eine Normierung der Varianz, hilfreich bei unterschiedlichen Bildern. Den Variationskoeffizenten erhälst du, wenn du die Standardabweichung durch den Mittelwert dividierst, und das Ergebnis mit hundert multiplizierst (Angabe in Prozent).
Gruß,
Daniel
Hallo Micha,
ganz einfach, erst mal folgende Voreinstellungen in Fitswork sicherstellen:
Unter "Einstellungen" in Fitswork im Reiter "Datei laden" in Kamera Raw: "Raw Bilder Farbinterpolieren" nicht angehakt. "Bei Raw ohne Farbinterpolation die Werte nicht skalieren" angehakt. "Raw Highlights erhalten" nicht angehakt.
Jetzt lädst du ein Summenbild in Fitswork, ziehst mit gedrückter linker Maustaste ein gelbes Rechteck (z.B. 15x15 Pixel) auf einem dunklen Hintergrundbereich ohne Sterne/Nebel auf. (Dieser Bereich sollte natürlich in jedem Summenbild an derselben Stelle des Himmels liegen, damit diese untereinander vergleichbar sind.)
In dieses Rechteck klickst du mit der rechten Maustaste, und gehst dort auf "Statistik für den Bereich anzeigen", und bekommst dann ein Fenster mit diversen Werten. Hier interessiert vor allem der Wert "Standardabweichung" in den einzelnen Kanälen, mit diesem kannst du eine Aussagen über das vorhandene Rauschen treffen. Unter "Pixelanzahl" siehst du die Anzahl der Pixel die du gerade misst, die also in dem gelben Rechteck liegen.
Gruß,
Daniel
Quote<i>Original erstellt von: blauemaus</i>
<br />Was mich dennoch gewundert hat, war die Tatsache, das nach dem Mehrfachstacken der bereits vorhandenen Summenbilder das Ergebnis etwas besser war. Vielleicht habe ich auch nach dem ersten Bearbeiten des ersten Summenbildes aus 99 Einzelbildern nicht das Optimum herausgeholt.
Hey Micha,
"besser" ist so ein weicher Begriff. Rauschfreier, und damit unschärfer? Besser im S/N-Verhältnis? Kontrastreicher?
Miss doch einfach mal mit Fitswork deine Summenbilder vor der weiteren Bearbeitung durch. Das sollte dann Klarheit schaffen. Ich habe meine DSS-Settings (für mein Equipment) genau auf diese Art durchgetestet, und meine für mich optimalen Verarbeitungsschritte so gefunden.
Gruß,
Daniel
Hallo Micha,
dir auch ein frohes Neues Jahr, und Glückwunsch zu deinem Ergebnis.
Quote<i>Original erstellt von: blauemaus</i>
<br />Nachdem sich die beiden Summenbilder - einmal 99 Aufnahmen und einmal 11 Aufnahme stacken ließen,
Quote<i>Original erstellt von: blauemaus</i>
<br />kam ich auf die Idee die Summenbilder zu kopieren und wiederum zu stacken. Am Ende kam bei 18 Summenbildern dieses heraus:
Quote<i>Original erstellt von: blauemaus</i>
<br />Gleichzeitig frage ich mich auch, ob ich bei verschiedenen Aufnahmeserien mit wenigen brauchbaren Einzelbildern nich diese auch mehrfach stacke, um ein besseres Ergebnis zu erzielen?
Gruß,
Daniel
Hallo,
eine kurze Anmerkung, die Korrekturbilder die sich in der Hauptgruppe befinden, werden auf alle Bilder angewendet, also auf alle Gruppen. Das ist ja so nicht unbedingt erwünscht. Für eine Kalibrierung zweier Nächte mit verschiedenen Korrekturbildern sollte man also ein Lightframe in die Hauptgruppe laden, in die erste Gruppe dann die Lightframes mit den dazugehörigen Korrekturbildern, und in die zweite Gruppe die Lightframes mit den Korrekturbildern der anderen Nacht. Das Lightframe in der Hauptgruppe wird dann durch deaktivieren des Hakens wieder aus dem Prozess ausgeschlossen.
Gruß,
Daniel
Hallo Torsten,
das sieht sehr sehr gut aus. Nicht nachgeführt und bei 30 Sek. Einzelbelichtung ist das echt ne Hausnummer. Besonders die hohe Rotempfindlichkeit der unmodifizierten 6D ist bemerkenswert.
Tja, Iso 6400 ist wohl das neue Iso 1600.[^]
Gruß,
Daniel
Edit: Ich seh grad, nicht nachführkontrolliert, aber das tut dem gezeigten auch keinen Abbruch.