Posts by hsiegel

    Ich habe in früheren Jahren einiges an Gleitbelägen für Dobsons ausprobiert. Nichts von diesen angeblich gleichwertigen Alternativen, die von Astrohändlern angeboten wurden, war auch nur annähernd so gut wie das Original Ebony Star 4552 von Fa. Wilsonart. Bestenfalls geeignet, für kleine leichte Teleskope, bei denen das Losbrechmoment nicht so hoch ist. Ich fürchte, dass die aktuell vertriebenen Laminate auch nicht besser sind. Original Ebony Star gibt es nur bei ICS zu kaufen.

    Hallo Stathis,


    hast Du evt. noch einen Rest von dem Originalmaterial übrig? Ein kleiner Streifen bzw. eine Karte mit max. 10x10cm würde mir ausreichen, um mal zu schauen, was Wilsonart da verpresst hat. Nach einer ersten Recherche von mir wurde das Material für Küchenarbeitsplatten hergestellt. Deshalb ist vermutlich auch ein korundhaltiges Melamin-Overlay mitverpresst worden. Wenn nicht, dann ist ganz Sicher die oberste Schicht einfach nur Melaminharz, welches durch das Pressblech strukturiert wurde. Und auch bei der Strukturierung gibt es physikalische Grenzen, da bei zu tiefer Struktur der Melaminfilm nicht mehr vollständig schließt. Somit wäre die Küchenarbeitsplatte nicht mehr resistent gegen Umwelteinflüsse. D.h. man muss "nur" ein Pressblech oder ein strukturiertes Trennpapier finden, welches das gleiche Verhältnis von erhabenen zu versenkten Stellen hat, und dabei die gleiche Strukturtiefe erzeugt.


    Wie gesagt, ich habe Zugriff auf entsprechendes Material und diverse Pressbleche. Wenn also Interesse besteht, dann kann ich gerne mal probieren, inwieweit sich der Schichtstoff nachstellen lässt.


    Anbei mal ein Foto eines Schnellschusses aus unserem Pressbereich: 3 Lagen Phenolpapier + ein Melamin-Overlay + graues Papier. Struktur über Trennpapier.

    Moin,


    könnte mir jemand vielleicht ein Reststück des orig. Ebony Star zur Verfügung stellen? Ein Stück 10x10cm wäre ausreichend. Ich will nicht zu viel versprechen, aber ich habe Zugriff auf eine Presse, divere Pressbleche + Phenolharzpapier. Ich müsste halt mal schauen, welches Pressblech seinerzeit eingesetzt wurde. Bei einem Granitdekor wird gerne ein perliges Standardblech eingesetzt, was die rauhe Haptik von Stein simuliert. Auf den Schichtstoff noch ein korundhaltiges Overlaypapier und (sehr wahrscheinlich) fertig ist der Ebony-Star.


    Grüße,

    Harry

    Hallo zusammen,



    da ich seit 12 Jahren hier nicht mehr aktiv war, möchte ich mich kurz nochmal vorstellen:


    Mein Name ist Harry, bin mittlerweile 48 Jahre alt und lebe mit Schatzi und drei Katzen inzwischen in Ostwestfalen. Zwischen 2007 und 2009 habe ich neben einem gebrauchten 200/f6 Dobson von Skywatcher auch einen 12“ Meade Lightbridge erworben. Beide Geräte haben mich in den vergangenen Jahren stets begleitet, doch die Beobachtungsnächte wurden immer weniger. Dennoch habe ich zwischendurch immer mal wieder einen Abend hinter dem Teleskop verbracht – mittlerweile auch mit den Kindern unserer Freunde und aus der weiteren Familie.


    Seit 2013 beschäftige ich mich mit 3D-Druck und seit etwa dieser Zeit wollte ich meinen Lightbridge umbauen, um die Kopflastigkeit des Teleskops zu eliminieren. Hierzu habe ich mir bereits in 2014 einen größeren CoreXY-Drucker gebaut, der Teile für den 12er drucken sollte. Aber: Wo andere nur ein Hobby haben, sammle ich Hobbies. Somit ist das Projekt 12“-Umbau immer wieder verschoben worden zugunsten des 3D-Drucks, eines Gartens, einer Arduino-Gartenbewässerungen, Katzen-GPS, Lasergravierer, DIY-CNC…


    Nun ist die Rockerbox der Lightbridge vor 2 Jahren aufgrund falscher Lagerung aufgequollen, so dass ich nur mehr mit dem 8“ beobachtet habe. Dieser ist aber auch mechanisch nicht mehr top – auch hier ist die Rockerbox nicht mehr ok. Langer Rede kurzer Sinn: ich plane seit 2 Wochen ernsthaft an einem Totalumbau der beiden Geräte. Da meine damalige EQ-Plattform bei irgendeinem Umzug abhandengekommen ist, schwebt mir vor, beide Geräte auf eine Horseshoe-Montierung zu bringen. Als Baumaterial möchte ich Alu-Profile für den Grundrahmen und Gabel verwenden.


    Anfangen möchte ich zunächst mit dem 8“er. Dieser wird auf ein trussed Design umgebaut, und da ich weiterhin eher visuell unterwegs bin, muss der Hut drehbar gelagert werden. Ebenso wird die einfache 3-Punkt-Lagerung des HS auf eine 6-Punkt Lagerung umgebaut. Hier will ich eine Spiegelzelle bauen, die skaliert und mit entsprechenden Lagerpunkten versehen auch für den 12er passen würde. Wie ich das mit dem Lightbridge angehe, ist noch nicht entschieden, außer, dass der Hut definitiv aus dem 3D-Drucker kommen wird.


    Nunja, hier bin ich also wieder und freue mich schon darauf, euch mit Fragen zum Selbstbau zu bombardieren.

    Sobald ich etwas Vorzeigbares habe, werde ich den Umbau hier natürlich mit Bildern vorstellen.


    Viele Grüße,

    Harry

    Ich würde auch ein Spyder empfehlen. Es ist schnell, für Amateurzwecke mehr als genau und kostet verhältnismäßig wenig (je nach Version). Einmal den Monitor auf Standard-Umgebungslicht eingestellt, profiliert und dann alle 3 Monate mal nachkalibrieren/profilieren. Fertig.


    Da Du schreibst "auf Astro kalibrieren" noch ein Hinweis: Du kalibrierst Deinen Monitor auf das Umgebungslicht, unter dem Du die Bilder bearbeitest. Denn optimalerweise zeigt Dein Monitor die Farben so, wie Du sie mit dem Auge in Deiner Umgebung wahrnimmst. Das ist immer dann schwierig, wenn Du unter extremen Lichtbedingungen arbeitest, also z.B. abends bei molligen 2700 Kelvin oder tagsüber bei voller Sonneneinstrahlung. Gute Ergebnisse erzielst Du, in dem Du eine 6500K Lampe (gibts von Megaman) in der Nähe des Monitors plazierst und den Raum von direktem Sonnenlicht abschirmst.


    Deine Kamera nun wird wohl im sRGB Farbraum ihre Bilder liefern. Durch obiges kalibrieren/profilieren ist dann sichergestellt, dass 255/0/0 der Kamera auch dem gesättigsten Rot Deines Monitors entspricht. Welchen Weißpunkt sie dabei hat ist zunächst egal, denn den korrigierst Du Dir ja per EBV nach Geschmack (oder wissenschaftlich genau, wie auch immer...)


    Übrigens muss in jedem Fall die EBV-Software das Farbmanagement unterstützen. Also Photoshop oder GIMP für die finale Bearbeitung. Für Bildbetrachter gilt das gleiche. Das beliebte Irfanview z.B. hat ein unvollständiges Farbmanagement integriert und zeigt die Farben z.T. grob falsch.


    Grüße,
    Harry

    Moin,


    Warum hast Du denn mit 400 Asa aufgenommen? Ist das Bild so dunkel gewesen? Davon ab: Für Einzelaufnahmen empfehle ich NeatImage. Damit kannst Du schnell und effektiv Bilder entrauschen. Das Programm kostet zwar ein wenig, aber dafür sind die Ergebnisse bei richtiger Anwendung auch über jeden Zweifel erhaben.


    Grüße,
    Harry

    Moin,


    ich habe den Blitz gestern mit einem Bekannten zusammen zufällig beobachten können und zunächst auch auf ein Wintergewitter getippt. Nun finde ich die Berichterstattung darüber etwas merkwürdig: http://www1.ndr.de/nachrichten/lichtblitz100.html


    Denn aus meiner Sicht ist ein Bolide weder mysteriös, noch besteht aufgrund des Videomaterials doch eigentlich ein Zweifel, oder? Warum scheint hier die Klärung schwierig bzw. noch nicht abgeschlossen?


    Grüße,
    Harry

    Moin Mike,
    Schau mal bei Nanotec nach (Linear-) Aktuatoren. Die koste richtig Geld und haben eine andere Untersetzung als Dein Hauptantrieb. Ich denke, ohne Ruckeln wirst Du die zweite Achse deshalb mit einem bezahlbaren Aktuator nicht heben können. Tom Osypowski nutzt bei seinen Plattformen einen Schrittmotor gleicher Bauart wie er ihn auch für die RA-Achse einsetzt. Dieser dreht einen Exzenter, auf dem wiederum ein Hohlbolzen (mit dem Pad oben drauf) aufliegt. Die Technik ist vergleichsweise rudimentär aber zugegebenermaßen effektiv.


    Eine zweite Achse funktioniert auch nur in N/S-Richtung wie erwartet.


    Grüße,
    Harry

    Hallo Ralf,


    Quote
    <i>Original erstellt von: ralf-fennig</i>


    -Du kennst die gängigen Sternbilder und kannst sie am Himmel erkennen.
    -Du findest den Norden auch ohne Polarstern.
    -Du kannst unser Sonnensystem erklären.
    -Du kennst die Daten von Mond und Erde.
    -Du kannst mind. 2 weitere Galaxien nennen.
    -Du kannst mit einer Sternenkarte umgehen.
    -Du kannst ein einfaches astronomisches Fernrohr bauen.


    Meine Aufgabe bei der Überarbeitung ist nun zu prüfen ob die Aufgaben angemessen sind (es soll schon fordernd sein - wer das Abzeichen bekommt soll ein wenig über Astronomie wissen, aber zum anderen soll es die Jungs auch nicht überfordern).

    Wieso sollen die o.g. Aufgaben denn überarbeitet werden? Waren sie zu fordernd oder zu leicht? Hat sich keiner für diese Probe gemeldet oder sind zu viele daran gescheitert?


    Die Themen sind doch gut gestreut, und so wie ich es sehe sind die Aufgaben angemessen (wenn auch schwammig formuliert). Aber ich habe ja auch keine Ahnung, wie die Jungs & Mädel von euch darauf vorbereitet werden.


    Grüße,
    Harry

    Hallo $DEIN_NAME,


    Nun, es bleibt bei Deinem Limit nur die Canon D300 oder D350 übrig. Andere Kameras wirst Du in der Preisspanne nicht finden.
    Also schon, aber die Canons sind bewährt und haben jede Menge (Astro-)Support, darum würde ich sie nehmen, wenn 250€ das Limit sind. Sollte gebraucht kein Problem sein.


    Grüße,
    Harry

    Also das Geblinke nervt mich auch, weil es die Usability der Seite verschlechtert. Ich sehe auch keinen Sinn darin, meinen Browser anzupassen. Was spricht denn gegen eine simple Linkumfärbung bei Mouseover? Dann sieht der User auch, in welcher Zeile er ist, und kann dennoch mit dem ersten Klick den Thread öffnen. Innerhalb des Forums funktioniert es ja auch so. Warum auf der Startseite anders machen?

    Hallo Nils,
    20 Sek geht bei 27mm schon nicht mehr, da gibt es Striche. ISO 1600 ist bei der Kamera auch keine gute Wahl, da ich damit reproduzierbar orangen Himmel erhalte. Vielleicht hätte ich da am Weißabgleich basteln müssen. Aber die Arbeit, die Farben auf dieser Basis wieder neutral zu bekommen stand aus meiner Sicht in keinem Verhältnis zum möglichen Ergebnis, weshalb ich ISO 800 letztlich bevorzugt habe. Obiges Ergebnis entstand mit 20 Bildern. Direkt aus dem DSS kam beim vorhandenen Material nur Grütze, weshalb ich in Fitswork zunächst die Originalbilder geebnet und grobe Anpassungen im Histogramm gemacht habe. Dann wurden die bereits geebneten Bilder in DSS gestackt (immer je 5), dann die 4 Zwischenergebnisse in GIMP + Fitswork noch ordentlich gequält. Etwas Neatimage zum Schluss dazugegeben, fertig angerichtet ist das lekker Widefield :)


    Na, wie gesagt, kommt vernünftige Kamera, kommt ein neuer Versuch.


    Und dann probier ich auch mal, das Stativ auf meine EQ-Plattform zu stellen. Vielleicht kann man damit schon Belichtungen jenseits 60sek machen bei höherer Brennweite...


    Grüße,
    Harry

    Also diese Idee hat auch mich spontan fasziniert. Da meine Möglichkeiten mit dem Dobson arg eingeschränkt sind, habe ich kurzerhand Nachbars Canon EOS 350D geschnappt, das Stativ auf der Terrasse aufgestellt und eine Serie Richtung Andromeda geschossen. Die Einzelbilder habe ich mit dem Kitobjektiv bei 27mm, f/4 und 15sek @ISO-800 geschossen. Diverse Schwierigkeiten (aufgehellter Horizont, Natriumdampflicht Hamburgs, etc.) haben die Bearbeitung äußerst erschwert, aber das Ergebnis hat mich dann doch überrascht:



    Denn wie zu sehen ist nicht nur M31 auf dem Bild, sondern es zeigt sich ebenfalls M33 als zarter Schleier. Selbst NGC 752 hat sich mit auf das Bild geschmuggelt.
    Finde die Idee prima und werde ab November wohl mal mit der dann hoffentlich gekauften EOS 450D ausgiebig experimentieren.

    @Tom:
    Ich gebe Dir recht, dass der Anfang der Kette ein korrekt kalibrierter Monitor ist. Dennoch wage ich zu bezweifeln, dass ein User, der zwei- bis dreimal im Jahr einige wenige Fotos für den Eigengebrauch ausdruckt aus einem 90€ Spektrometer einen echten Nutzen für seine Bilder zieht. Denn wie ich schon in anderen Threads zu diesem Thema ausführte muss die gesamte Bearbeitungskette mit Farbmanagement umgehen können. Was nützt mir der schönste kalibrierte Monitor, wenn die Software, mit der ich meine Bilder bearbeite bzw. Anzeigen lasse dies nicht tut? Was nützt mir schlussendlich ein kalibrierter Monitor, wenn der gleich nebenan stehende Probedrucker komplett neben der Spur ist (und sich nicht profilieren lässt)? Und die Raumbeleuchtung ist das Stichwort schlechthin, denn auch hier gilt: es müssten eigentlich immer ausgewogene, gleichbleibende Lichtverhältnisse bei der Bearbeitung vorliegen. Es macht einen deutlichen Unterschied, ob ich Nachts bei Lampenlicht ein Bild bearbeite oder tagsüber, wenn die Sonne scheint.
    Auch wage ich zu bezweifeln, dass man für 90€ ein Gerät erwirbt, dass wiederholbare Ergebnisse produziert. Bestenfalls hat man dann Geld ausgegeben für eine zweifelhafte Genauigkeit, die sowieso in den nachgeschalteten Prozessschwankungen der Ausgabegeräte komplett verschluckt wird. Dann kann man sich zwar brüsten, dass der Monitor kalibriert war, aber das macht das Druckergebnis auch nicht mehr besser.


    Ich will wirklich niemandem ausreden, sich mit Farbmanagement zu beschäftigen. Aber die Thematik ist dann doch deutlich komplexer als es auf den ersten Blick scheint. Man muss sich wirklich intensiv damit beschäftigen und wird dabei so oder so Geld investieren müssen, wenn man jenseits des Zufalls gute Ergebnisse erzielen will. Ein Patentrezept für gute Drucke gibt es nicht, "hier und da mal was zu kalibrieren" reicht aber definitiv auch nicht für signifikant bessere Ergebnisse abseits einer Daumenpeilung.


    Und da Aufwand/Kosten für wiederholbare Ergebnisse so exorbitant sind, rate ich lieber gleich zur maßvollen Daumenpeilung während der Bearbeitung.


    Grüße,
    Harry

    Also für 10€ würde ich nicht lange fackeln sondern es ausprobieren. Wenn Dir die Bilder gefallen, dann bleib bei dem Laden und kalibrier Deinen Monitor/Drucker so gut es eben mit Bordmitteln geht auf das vorliegende Druckergebnis. Dann hast Du einen vollkommen ausreichenden Workflow für die Zukunft.


    Grüße,
    Harry

    Nein, leider bedeutet das noch lange nicht, dass die Bilder so herauskommen, wie Du sie am Monitor gesehen, bzw. auf Deinem Drucker gegengecheckt hast. Einfach schon deshalb, weil Du nicht weisst, nach welchem Verfahren - z.B. Tinte/Belichtung/Thermosublimation - die Bilder erstellt werden. sRGB ist nur der gemeinsame Farbraum, in dem Du und die Firma die Daten austauschen. Das Ergebnis hängt aber *immer* auch vom Bedruckstoff bzw. Druckverfahren ab.
    Wobei es schon stimmt: Größere Abweichungen sind nicht zu erwarten. Aber Abweichungen schon.


    Hier noch ein Link für alle, die mal auf LFP drucken möchten. Sehr allgemein gehalten, dafür aber mit guten Daumenpeilungen zum Umgang mit Daten und Farbräumen.


    -&gt; ftp://ftp.publishfiles.de/info…_Serie_Produktion_LFP.pdf


    Das ersetzt allerdings auch nicht die genaue Abfrage der Prozessstandards der Druckerei *vor* dem Druck.


    Grüße,
    Harry

    @Winfried:
    Ich hätte da noch ein paar Anmerkungen bzgl. der Profile.


    Du empfiehlst für einen LFP ISO-Coated.icc. Warum? Das ist ein Profil für eine Druckmaschine / Proofer. Der Drucker kann ISO-Coated zwar simulieren (wenn er denn überhaupt kalibriert ist), aber es ist nicht der originäre Druckerfarbraum (Ausnahme Proofer). Denk daran, Arp sprach von einem Tintendrucker in der Uni.
    Ebenfalls gehst Du von der irrigen Annahme aus, dass LFP Softwareseitig auf CMYK basieren. Das stimmt nicht. Alle Consumerdrucker sowie die meisten Industriedrucker benutzen intern RGB als Interimsfarbraum (Ausnahme wieder Proofer). Von dort aus wird dann auf den jeweiligen Zielfarbraum separiert. Wenn der vorgeschaltete Workflow also gar nicht auf Druckvorstufenniveau ist, wovon im vorliegenden Fall wohl auszugehen sein dürfte, dann lohnt eine CMYK Wandlung oder Profilierung überhaupt nicht. Je mehr hin und her gerechnet wird, desto schlechter das Endergebnis.


    Auch bist Du der Meinung, mit AdobeRGB könne man nichts falsch machen. Dies stimmt für Dich vielleicht, da Du mit einer Druckerei zusammenarbeitest, die AdobeRGB im Workflow integriert hat. Ottonormaluser jedoch ist mit sRGB besser beraten, da 99,9% aller Ausgabegeräte um ihn herum mit sRGB arbeiten - und das sehr gut.


    Dazu auch folgender Link: http://foto.beitinger.de/adobe_rgb


    Ich denke, es ist für den Hobbyisten nicht zielführend zu lange über Profile, Kalibrierungen, Standards und RIP-Einstellungen zu sinnieren. Es ist bedeutend einfacher, zwei bis drei Fotogeschäfte / Posterdrucker abzuklappern, dort zu fragen welche Daten die erwarten, es zu drucken und dann mit dem Ergebnis in der Hand bei neutralem Licht den Monitor einigermaßen nachzustellen.


    Ehrlich mehr braucht kein Mensch.


    Oder betrachtet hier irgendjemand seine Bilder und Bücher Zuhause unter einer Justleuchte? Ebent.


    Grüße,
    Harry

    Moin,
    könnte es sein, dass hier gerade dpi und ppi durcheinander gewürfelt werden?


    150ppi heißt: pro Inch sind 150 Pixel vorhanden. Wenn ich also ein Bild mit "nur" 72ppi habe dann sind die Bilddetails gröber, da sich nur 72 Pixel auf einen Inch verteilen. Es ist aber nicht größer oder kleiner denn die Bildmaße sind davon völlig unabhängig. Ein Inch bleibt ein Inch.
    Die Zusammenhänge zwischen Druckauflösung und Bildauflösung sind darüber hinaus sehr komplex, da es immer auf das Ausgabegerät ankommt. Es macht aber aus meiner Sicht keinen Sinn, das Bild im Vorwege "aufzublasen". Sowas kostet nur Rechenzeit bei der späteren Rasterung und führt praktisch nie zu einer besseren Qualität.


    Vor einer Umwandlung in CMYK sollte unbedingt abgefragt werden, was der Uni-Drucker eigentlich verarbeitet. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Drucker schlicht über einen simplen Windowsworkflow betrieben wird, da es in der Unidruckerei wohl eher selten auf farbverbindliche, profilgesteuerte Ausgaben ankommt. In diesem Fall wird er mit RGB-Daten ebensogut auskommen und einfach mit dem internen RIP das Nötige veranlassen. Aber wie gesagt, man muss da vorher fragen, was der Workflow akzeptiert oder erwartet.


    Ich würde auch keinesfalls einfach ein Adobe-RGB Profil in das Bild einbetten. Das Profil ist nur dann wirksam, wenn der gesamte restliche Workflow auch auf Adobe-RGB abgestimmt und kalibiert ist. Die Kamera dürfte bei der Aufnahme per Default auf sRGB gestanden haben, der Monitor läuft ebenso damit. Eine Umwandlung in den vermeintlich besseren (weil größeren Farbraum) ist deshalb nicht nötig sondern könnte u.U. sogar das Ergebnis verschlechtern, wenn daraufhin die Farben angepasst werden.


    Das Beste wird wohl sein, das bearbeitete und unskalierte Bild einfach der Uni-Druckerei zu geben und es auszuprobieren. Ich möchte wetten, das Ergebnis wird spontan gut.

    Hallo Tom,
    ob eine Antriebslösung via Rockerbox nun einfacher als der Bau einer EQ-Plattform ist, wage ich zu bezweifeln. Aber es hat auch seine Reize, und da will ich Dir gar nicht weiter reinreden. Kalle hat weiter oben ja schon den Link auf den Baubericht meiner EQ-Plattform gepostet. Ich möchte hinzufügen, dass Du dort insbesondere die nötigen Berechnungen finden kannst. Eine Bauanleitung findest Du im Netz u.a. bei Fred van Gestel allerdings halte ich es persönlich für besser, die Plattform exakt nach den eigenen Bedürfnissen zu bauen, und die im Netz veröffentlichten Plattformen nur als Vorbild zu benutzen.


    Grüße,
    Harry

    Moin,
    eigentlich wollte ich unbedingt vermeiden, nun auch noch in diesem Thread zu posten, aber der Wunsch wurde übermächtig. Vielleicht hilft Perkins ja - neben dem Verweis auf die Netiquette - auch folgender, sehr gut gemeinter Link: http://www.tty1.net/smart-questions_de.html


    Bezieht sich zwar auf Fragen an Computerfreaks, ist aber durchaus mit einer geringen Transferleistung auch auf Astronomieforen anzuwenden.
    Ansonsten ziehe ich meinen Dobson-Hut vor all denjenigen, die nicht müde werden, Perkins Rat zu geben. Jungs, ich drück' euch die Daumen - toi, toi, toi!


    Bis denni,
    Harry

    Hallo Karl,
    also der Grünanteil scheint im Sturmvogel wohl schon deutlich drin zu sein, das jedenfalls schließe ich aus anderen Bildern, welche ich mir mal per Google-Bildsuche angeschaut habe. Allerdings finde ich deine Aufnahme insgesamt sehr dunkel, bzw. den Rotauszug hier doch eher unterrepräsentiert. Aber wie gesagt, man sollte deshalb nicht alle Regler panisch nach rechts ziehen, sondern lieber mit Gefühl den richtigen Mix finden.


    Grüße,
    Harry

    Hallo Karl,
    ich denke "natürliche" Farben sind generell ein Problem bei der Bildbearbeitung. Denn leider kann der Mensch Farben nicht objektiv beurteilen, was dazu führt, dass dem einen z.B. das Rot gerade so gefällt, dem anderen aber schon zu voll / zu leicht abgestimmt ist. Auch die Technik kann hier nur bedingt weiterhelfen, denn eine Kamera hat zwar einen quasi-objektiven Empfängerchip, dieser hat aber spezifische Eigenschaften, die wiederum im Zusammenspiel mit der dahinterliegenden EBV das Ergebnis verschieden stark verfälschen. Ob deshalb Hubble-Bilder der Weisheit letzter Schluss sind, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln. Auch die Hubblekameras haben Aufgaben, und die dort verwendeten Filter und Verstärker arbeiten nicht um des hübschen Bildes Willen, sondern um spezielle Eigenschaften von interstellaren Objekten herauszuarbeiten.
    Die Farbe ist aus meiner Sicht deshalb fast nebensächlich, solange ein Rotton eben auch rot bleibt. Deine "rotreduzierten" Bilder finde ich persönlich schöner als die typischerweise komplett übersättigten Aufnahmen manch anderer Astrofotografen. Es ist halt Geschmackssache.


    Grüße,
    Harry

    Hallo nochmal,
    Was meinst du mit "komprimieren über die Farbtiefe"? Die Farbtiefe ist beim Gif kleiner, aber du benötigst für ein SoFi-Bild ja auch keine x-tausend Farben. Ausserdem wird bei einem GIF nicht nur über die Farbtiefe komprimimiert. Ein GIF dürfte für eine SoFi-Animation also durchaus tauglich sein, denn die Kompressionsmöglichkeiten hängen eher davon ab, wie komplex die Ursprungsdaten sind. Also probier das mal aus. Ich könnte mir vorstellen, dass die Datei bei 320x240 px sehr klein ist.


    Grüße,
    Harry

    Hallo Guido,


    avi ist kein proprietäres Format, sondern ein durchaus standardisierter Container für Codecs. Welcher Codec im avi genutzt wird ist komplett dir überlassen.
    Die auf jedem (Windows)Rechner vorinstallierten Codecs bieten aber kein gutes Kompressions-/Qualitätsverhältnis. Also musst du schon zu einem Codec eines Drittanbieters greifen. Meine Empfehlung lautet klar: DivX. Dieser Codec ist seit mehreren Jahren erhältlich und hat sich als Quasistandard durchgesetzt, du kannst dich also durchaus trauen, ihn zu benutzen.


    Grüße,
    Harry