Posts by Timm

    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: ReneM</i>


    Eine Ergänzung zum intergalaktischen Wanderer <font color="orange">NGC 2419</font id="orange">, Entfernung 283.000 Lichtjahre - Text stammt aus dem BAfK:
    <i>Intergalactic Wanderer - der poetische Beiname erklärt sich aus der enormen Entfernung, NGC 2419 liegt im Außenbereich des galaktischen Halos und ist gut 1,7-mal so weit entfernt wie die Magellansche Wolke - durch seine schiere Größe und hohe Leuchtkraft (nur Omega Centauri, NGC 6388 und M 54 liegen vor ihm) ist es trotzdem möglich, ihn schon mit kleinen Teleskopen zu sehen - <font color="yellow">die hellsten Einzelsterne sind allerdings nur 17 mag hell, daher erscheint der KS vollständig als Nebel und selbst in großen Teleskopen ist keine Auflösung möglich</font id="yellow"> - in Wirklichkeit ist NGC 2419 gut 3-mal so groß wie M 13</i>
    Gelber Text =&gt; Das wars dann wohl, Du hast den Beweis angetreten, dass doch Sterne aufzulösen sind. Sterne welcher Größenklasse sind mit 28" gewöhnlich möglich? Vielleicht stimmen ja die 17 mag nicht. Ich werde die Macher vom BAfK mal anschreiben ...


    Viele Grüße


    Rene
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Rene,


    ich habe mit Christian einige Zeit am intergalaktischen Wanderer NGC2419 verbracht. Weil er so gut aussah!
    Am besten war er mit 413fach. Die Grenzgröße bei diesen Bedingungen dürfte schon fast an 18mag gegangen sein.
    Unter besten Bedingungen kann man mit 28" auch schwächere Sterne als 18mag erkennen... theoretisch.


    Wir sehen uns beim DSM. Ich freue mich drauf.


    cs
    Timm

    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: MartinB</i>


    (==&gt;)Timm: Welches BDSC-System verwendest Du?
    Ich komme an meinem Fünfling ganz gut mit dem ArgoNavis klar. Das ist natürlich ziemlich teuer und man bekommt für den Preis schon ein einfaches BDSC-System inklusive Smartphone der oberen Mittelklasse, und man vermeidet zusätzlich einen Teil vom den Kabelverhau.


    Ideal fände ich zum Nachrüsten am größeren Gitterdobson mittlerweile zwei separate Encoder mit jeweils eigenem Auslesecontroller, Akku und Funkverbindung. Dann wären gar keine Kabel mehr nötig.


    Gruß,
    Martin


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Martin,


    ich verwende das BDSC von Astroleuchten.de.
    Ich habe es umändern lassen, damit ich es mit meiner großen Powerbank mit 5V (20000mAh) betreiben kann. Diese Powerbank liefert Strom für 200 Stunden [:p]
    Auch habe ich bessere Encoder mit 10000 Schritten verwendet.
    Am zweiten USB-Port kann ich zur Not auch mein Samsung aufladen.
    Kabelsalat gibt es kaum, da alles in der Rockerbox verbaut ist.


    cs
    Timm

    Hallo Marcus, Dirk und Christian,


    ja, die Teilkreise sind richtig gut.
    Mein Samsung läßt sich so gut abdunkeln, dass man nicht die Adaption verliert.
    Natürlich muss man die Einstellung in SkySafari auch auf Night umstellen.
    Man sollte nach dem Beobachten die Helligkeit wieder anheben, denn bei Tageslicht ist das Display schwarz.


    Vielen Dank für deine Hilfe, lieber Christian!
    Ohne dich hätte ich mir in der Kälte die Finger abgefroren beim Ausprobieren.
    Ich lege mir jetzt so einen Stift zu, mit dem man die App bedienen kann, ohne die Handschuhe auszuziehen.


    Vielleicht wird es Anfang nächster Woche noch einmal klar.
    Dann komme ich wieder hoch auf den Berg.


    cs
    Timm

    Hallo Freunde,


    gestern konnte ich zum ersten Mal mein neues BDSC ausprobieren.
    Mit dem ArgoNavis hatte ich so meine Probleme und habe es wieder verkauft.
    Das Wetter sollte gut werden und so habe ich mich mit dem Christian auf der Hohloh verabredet. (Christian = Deneb)
    Er hatte sich bereit erklärt, mir eine Einweisung zu geben.
    Danke dafür. [:p]


    Ab 20 Uhr war ich oben am Berg und baute zur ersten Mal den 28er im Dunklen auf.
    Das klappte ganz gut, aber dauerte etwas länger... ich musste zwischendurch öfters nach runtergefallenen Sterngriffmuttern suchen!


    Die Justage am Stern erwies sich als kompoiziert, da der große Spiegel erst mal auskühlen musste.
    Auch wenn er nur 25mm dick ist braucht er seine Zeit um von 20° auf 5° runterzukühlen.
    So war der Polarstern ein krummes, verwaschenes und matschiges Etwas. Nach einer halben Stunde ging es dann doch gut.


    Mein erstes Objekt war der Eskimonebel, der bei 413fach richtig gut aussah.
    Die Schalenstruktur war sehr gut sichtbar und der Zentralstern richtig fett!
    Es folgten, immer noch ohne BDSC, der Orionnebel, natürlich farbig und dann der Flammennebel.
    Der war trotz Alnitak im Gesichtsfeld mit vielen Strukturen zu sehen, weil der H-Beta-Filter das Licht dämpft.
    Ein kleiner Schwenk und schon sah man den Pferdekopf! Und immer noch mit Alnitak im Gesichtsfeld.
    So krass hatte ich ihn noch nie gesehen.


    Weiter ging es zm NGC2371, dem Erdnussnebel. Schnell mit dem Telrad gefunden.
    Gut zu sehen mit Strukturen und feinem Zentralstern.
    Dann der intergalaktische Wanderer NGC2419, bei dem ich mangels Sternkarte ewtas länger suchen musste. [^]


    Deshalb probierte jetzt ich das BDSC aus. Wenn man das zum ersten Mal macht, scheint es sehr kompliziert zu sein.
    Das Alignment klappte ganz gut, aber irgendwie machte ich einen Fehler. Zum Glück hatte ich ja den Christian.
    Der suchte gerade mit seinem 20-Zöller erfolgreich Einzelsterne in M31 und M33 und kam rüber zu meinem Dobson.
    Mit Engelsgeduld erklärte er mir den Ablauf des Alignments und dann hatte ich es endlich begriffen.
    Es war viel einfacher als gedacht und klappte sehr gut.
    Leider konnte ich als eingefleischter iPhone-Mensch noch nicht so gut mit dem Android-Handy umgehen.
    Mit etwas Übung hatte ich dann alles im Griff.


    Plötzlich eröffnete sich eine neue Welt! Alles ist sehr schnell zu finden und immer im Gesichtsfeld,
    wenn man das Fadenkreuz auf das gewünschte Objekt stellt. Einfach genial!
    Die letzte Stunde war dann Übung mit dem BDSC, wo ich zusammen mit dem Christian ein paar Objekte aufsuchte.


    Ein paar Schmankerln: M1 mit tollen Strukturen im OIII-Filter und mit dem Pulsar, dann ohne Filter.
    Der war nicht einfach zu erkennen, das Sternchen neben dem Pulsar war kaum zu trennen, nur die Richtung war zu erahnen.


    Noch einmal der intergalaktische Wanderer NGC2419. Wir konnten bei 413fach relativ viele Einzesternchen erkennen.
    Dieser Kugelhaufen ist ja extrem weit weg, weit über 200 000 Lichtjahre, sieht für mich aber aus wie M13 im 6-Zöller.


    Dann M106, sehr hell und mit deutlichem hellen, schräg gestellten Balken in der Mitte.
    Hickson 44 sah auch recht hell aus und bei der NGC3190 konnte man das Staubband gut erkennen.


    Dann M82 und M81, beide sehr hell und eindrucksvoll.
    Dass beide mit dem BDSC von Hickson 44 aus sofort gefunden wurden, zeigt, dass ich alles richtig gebaut habe. [8D]


    Ein Highlight war aber der Conusnebel! Hier sahen wir beide eine der beiden hellen Kanten, die sofort ins Auge fiel.
    Schöne Nebenobjekte waren auch NGC 2261, Hubble`s Variable und der übergroße Rosettennebel.
    Tiefstehende Objekte sind oft nicht so leicht zu finden, aber Thors Helm war mit dem BDSC sehr schnell gefunden.
    Ein herrlicher Anbick mit OIII-Filter!


    Nicht weit weg im Dunst kam dann noch M46 dran, mit dem schönen Planetary NGC2438.
    Bei hoher Vergrößerung sieht man ein Sternchen fast im Zentrum, aber das ist nicht der Zentralstern.
    Der liegt auch mit 28" ausserhalb der Reichweite.


    Kurz vor 1 Uhr packten wir unsere Dobsons wieder ein und gegen 2 Uhr war ich wieder zu Hause.
    Es war eine traumhafte Nacht mit vielen positiven Erfahrungen.


    cs
    Timm

    Hallo Haley,


    welch ein schöner und epischer Bericht!
    Ich habe ihn gleich zweimal gelesen... [:)]
    Was mir aufgefallen ist, sind die teilweise extremen sommerlichen Temperaturen im November.
    Im Oktober waren sie doch deutlich angenehmer, aber auch schon über 30 Grad.


    Übrigens heißt Hotties Tochter Linette in Wirklichkeit Laenita. [8D]


    cs
    Timm

    Hallo Haley,


    danke für den schönen Bericht... wie der letzte aus 2018 einfach mitreißend!
    Jetzt freue ich mich schon auf Teil 2.


    Guten Rutsch ins neue Jahr!


    cs
    Timm


    P.S. Es gibt für 2020 noch einige freie Termine... wer mal hin möchte, kann mich einfach ansprechen.

    Hallo Uli,


    scheint leider so zu sein!
    Offene Haufen sind einfach weniger interessant, wenn man sie mit M42 oder M13 vergleicht.
    Aber meine allerersten Objekte, die ich gesucht und gefunden hatte, waren die Krippe im Krebs, chi und h, M41 und M37... neben M57 und M27.
    Wenn nicht der Rene immer wieder von den offenen Haufen geschwärmt hätte, wären offene Haufen längst aus meinen Beobachtungen gestrichen.
    Seit einiger Zeit habe ich sie deshalb wieder in meine Planungen einbezogen, obwohl mein 28-Zöller oft das falsche Instrument ist. Das gilt z.B. für M35, aber bei NGC2158 sieht das schon ganz anders aus. Oder etwa bei NGC6791, der erst mit großer Öffnung seine wahre Pracht zeigt.


    cs
    Timm

    Hallo Oliver,


    ja, das ist eine <b>superschöne Zeichnung!</b> [:p]
    Vor einem Monat hatte ich mich mehrmals mit Thors Helm beschäftigt.
    Mit 20 Zoll bei Hottie in Südafrika und nur 15° vom Zenith entfernt sah er aus wie auf deinem "Foto"... nur sehr viel mehr Sterne.
    Eines meiner Lieblingsobjekte!


    cs
    Timm

    Hallo Leute,


    wenn die Bedingungen, das Teleskop und der Filter stimmt, ist der Pferdekopf eigentlich sehr einfach zu sehen.
    Meine Bedingungen:
    Südafrika bei Hottie im Oktober
    Himmel sehr gut SQM21,65
    Alnitak 70° hoch stehend
    20"-lowrider mit 21mm Ethos
    H-Beta-Filter von Astronomik


    Das sind echt perfekte Bedingungen.
    Im 21mm Ethos sieht man Alnitak, den Flmmennebel und IC434 samt Pferdekopf gleichzeitig im Bildfeld!
    Der Filter dämft das Licht von Alnitak so stark, dass er nicht mehr blendet.
    Der Pferdekopf ist so deutlich zu sehen, dass man gut die genaue Form erkennen kann.
    Mit UHC geht er auch, aber deutlich schwächer und man muss Alnitak aus dem Bild halten.
    Ohne Filter ist IC434 nur noch ein fast unsichtbarer Hauch und der Pfergekopf ist weg.


    Meine erste Sichtung war mit 12" und UHC-Filter in Südspanien. Da war er ganz zart aber deutlich zu sehen.
    Das war 1983...


    cs
    Timm

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    Hallo Haley,


    ja, netzhauterschütternd war es... machmal auch oktoberfestfeist!


    Wenn ihr hinfliegt wird M55 wahrscheinlich schon zu tief hängen für das freie Auge.
    Heb‘s dir auf für übernächstes mal [8D]


    Die Safari wird bestimmt schön (und sehr heiß).
    In Ai Ais hatten wir schon 37 Grad im Winter!


    cs
    Timm

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    Hallo Walter,


    sehr schöner zweiteiliger Bericht... jetzt muss ich mich sputen, meinen zweiten fertigzustellen.
    Wir waren zusammen dort und haben es doch unterschiedlich erlebt.
    Sehr schön sind deine Beschreibungen der Objekte, die du mit 16“ gesehen hast.
    Ich hätte dir gerne mehr Zeit an den Dobsons gegönnt, aber man kann ja nur ein tolles Erlebnis zur Zeit haben.
    Entweder Safari oder Spechteln. [8D]
    Die Safaris hatten ja auch ihren Reiz, besonders der Sundowner auf dem Oranjefluss!


    Komm einfach noch einmal mit, trotz der 2to CO2. Die Lufthansa fliegt eh, ob du mitfliegst oder nicht.


    cs
    Timm

    Hallo Freunde des Südhimmels,


    jetzt kommt Teil 2… Vorsicht wieder lang!


    Zuerst muss ich Walter in seinem Bericht korrigieren.
    Die Mondaufgangszeiten waren etwa eine Stunde später.
    Am 17.10. um 21:49, am 18.10. um 22:46 und am 19.10. 23:44.
    Gestört hat der Mond aber erst 20 min später!
    Am 17.10 war der Sonnenuntergang um 18:29. Man konnte ab 19:15 schon gut beobachten.
    Die zweite Nacht am 18.10. war dann schon fast 4 Stunden lang!
    In dieser Nacht war dann Alfredos „Astroeinlauf“.
    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=243815


    Die nächste Nacht fand ohne Alfredo statt, der etwas zuviel gegessen hatte.
    Sie begann mit einem tollen Erdschatten und einem schönen Planetenduo: Venus und Merkur





    Weil Alfredo pausierte bedeutete das für mich, den 20-Zöller für mich alleine zu haben. Meistens…
    Zuerst ging ich die Kracher noch einmal durch, zusätzlich der beim Astroeinlauf übersehenen Objekte.
    Das waren eine Menge Kugelhaufen im Schützen, die dann bei M55 endeten.
    Das ist einer der schönsten Kugelhaufen am Himmel, auch wenn er nicht an 47 TUC und Omega Centauri heranreicht.
    M55 stand noch sehr hoch: 72° über dem Horizont, also nur 18 ° vom Zenith entfernt.
    Man konnte ihn andeutungsweise mit bloßem Auge erkennen, auch wenn er eine halbe Größenklasse schwächer als M13 war.
    Im 20er sah er jedenfalls schöner aus als M13. Viel schöner!


    Fast genau so hoch stand der Helixnebel, NGC7293. Mit OIII-Filter waren problemlos Teile der äußeren Hülle sichtbar.
    Die Hintergrundgalaxie war diesmal aber nicht zu sehen.
    Gegen 23 Uhr standen NGC253, NGC247, NGC55, NGC 288 und NGC300 sehr hoch, genau wie der Fornax-Galaxienhaufen.
    Der Hammer war die Balkenspirale NGC1365, die bis zur Höchstvergrößerung wunderschöne Details zeigte.
    Die anderen Galaxien hatte ich schon beim „Astroeinlauf“ beschrieben.
    Sehr schön und detailreich war auch der Skullnebel zu sehen, der locker Vergrößerungen um 400x verträgt.
    Der aufgehende Mond rettete mich vor einer langen Nacht… die langen Nächte sollten aber auch noch kommen.


    Übrigens: das 4"-Bino vom Dietmar hatte ein Ausgleichsgewicht bekommen und plötzlich machte das Beobachten mit dem kleinen Kugelkopf richtig Spass!




    Das Leben auf der Farm bestand aus einem interessanten Nachtleben und ebensolchem Tagleben.
    Wenn man die üblichen Nachmittagsschläfchen mit einbezieht.
    Und das Kuscheln mit den sieben Hunden!
    Das fängt schon mit dem legendärem Frühstück an!



    Natürlich war das Grillen am Abend immer ein Highlight.
    Besonders als der Alfredo eine von Sarah geschossene 1 1/2 m lange Kapkobra ausnahm und für das Grillen vorbereitete.
    Es war nicht viel Fleisch dran, aber Alfredo hat es probiert!



    Ein anderer Teil unseres Besuches war touristischer Natur: der Pilanesberg Nationalpark.
    Man fährt nachmittags nach Boshoek bei Rustenburg, übernachtet dort und fährt frühmorgens in den Park.
    Sofort sieht man Impalas, Giraffen, manchmal Warzenschweine und wenn man Glück hat, auch mal Löwen.
    Die Tiere sind an Autos gewöhnt und so kann man sehr nah ranfahren.
    Manchmal steht dann ein Elefant im Weg und zwingt die Besucher zu warten.




    Im Park gibt es Rastplätze, wo man frühstücken oder grillen kann… sofern man sich etwas mitgebracht hat.
    Bei Hottie sind das meist T-Bone-Steaks.



    Zurück auf der Farm war dann wieder Spechteln angesagt.
    Mittlerweile ging der Mond erst um halb zwei auf, so dass man ausreichend Zeit zum Beobachten hatte.



    Nach Mitternacht standen die Magellanschen Wolken und der Orion schon sehr hoch, und der Hase und die Taube erreichten Höhen, von denen man in Deutschland nur träumen kann.
    Die Milchstraße hatte sich am Horizont hingelegt und erst in weiteren zwei Stunden kam sie mit Vela, Centaurus und Crux wieder hoch.
    Zusammen mit Patrice und Alfredo wurde der Himmel kreuzweise abgegrast, von Süd nach Nord und von Ost nach West.
    Am Nordhimmel sahen wir viele bekannte Objekte, allerdings auf dem Kopf stehend.
    Alfredo konnte im Osten ein bekanntes Sternbild ums Verrecken nicht identifizieren.
    Teilweise verdeckt von einem Baum war es auch schwer. Erst als er mit dem Laser ein paar ihm bekannte Sterne gezeigt bekam,
    fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: der auf dem Schwanz stehende Löwe!


    Einen Tag später, nach einem teilweise bewölkten Abend mit hin- und herspringen zwischen den Wolken wurde aus Astronomie Gastronomie!
    Wir widmeten uns gutem südafrikanischen Rotwein und ein paar Snacks bzw. Keksen.


    Am Samstag gab es dann wieder eine Safari, 600km nach Westen, zum Augrabies-Wasserfall und Nationalpark.



    Am Sonntag früh stand der Besuch des Oranje-Wasserfalls an, der zu dieser Jahreszeit leider nur wenig Wasser führte. Dafür konnten wir gut fotografieren.



    Der Nationalpark ist recht groß und von vielen Tieren bevölkert. Durch die Dürre sind sie aber sehr abgemagert und hoffen auf Regen, viel Regen!


    Der Abend brachte uns eine sehr gut organisierte Sundowner-Fahrt auf dem Oranje-Fluss mit anschließendem Abendessen. Sehr lecker!



    Der vorletzte Tag sollte ausgiebig genützt werden für die entgangenen klaren Nächte… leider funktionierte das nur eine kurze Zeit.
    Es wurde windig, es wurde kalt, es wurde stürmisch und noch kälter.
    Ich stellte den Wecker auf 1 Uhr, aber der Wind war immer noch zu stark-
    Ich stellte den Wecker auf 3 Uhr… immer noch windig.
    Also weiterschlafen bis zum Frühstück um 9 Uhr. Das sieht so aus:



    Am Abend stand der obligatorische Sundowner unter dem 700 Jahre alten Kameldornbaum an.




    Nach Sonenuntergang sah man sehr schön die Mondsichel, die Venus und darüber den Merkur.
    Die Fotos sind aus freier Hand geschossen!



    Zurück auf der Farm verabredeten wir uns um ½ 1 Uhr zum Spechteln bis zum Morgengrauen.
    Der Walter wollte alles Versäumte nachholen und machte, trotz Kälte, die ganze Nacht durch.
    Zum Glück konnte er sich zwischendurch mit einem heißen Tee am Kamin aufwärmen.


    Für Patrice, Alfredo und mich kam nun eine sehr spezielle Nacht: Seeing gut, Durchsicht gut, kein Wind!
    Wie immer begann ich mit den hoch stehenden Galaxien NGC253, NGC247 und NGC55.
    Die hatte alle ja schon mehrmals gesehen, aber diesmal wurden auch hohe Vergrößerungen eingesetzt.
    Besonders bei NGC253 und NGC55 konnten mit dem 6mm Ethos (knapp 400x) unglaublich viele Details erkannt werden.
    Das absolute Highlight war aber der nur 25° vom Zenth stehende M42, der Orionnebel!
    Bei jeder Vergrößerung und mit jedem Filter ein prächtiger Anblick.
    Ohne Filter konnten wir die pastellenen Farben sehen, links rötlichbraun, rechts die Schwinge grünlich.
    Darüber sahen wir dann auch NGC1999, bei dem mit dem 4,7mm Ethos sehr klar das dunkle Wölkchen zu sehen war,
    Pechschwarz vor grauem Hintergrund.
    Fast genau so krass war der Pferdekopfnebel!


    Zum ersten Mal probierte ich den H-Beta-Filter auch an Alnitak und dem Flammennebel aus.
    In diesem Filter überstrahlt Alnitak den Flammennebel nicht und so konnten wir im 21er Ethos den Flammennebel
    und den Pferdekopf in einem Gesichtsfeld sehen.
    Krass: so einen kontrastreichen Pferdekopf hatten wir alle noch nie gesehen.
    Gegen halb fünf wurde es wieder dämmerig, Zeit sich noch für eine halbe Stunde am Kamin zu setzen
    und die wunderbare Nacht mit einem Glas Rotwein zu beenden.


    Der Heimflug durch die Nacht war ruhig und angenehm, besonders, weil ich endlich ein paar Stunden schlafen konnte.
    Die Bahn war ausnahmsweise mal pünktlich und so konnte ich morgens schon mit meiner Frau frühstücken.
    Das war ein interessanter und abwechslungsreicher Astrourlaub, mit netten Leuten und ausreichend klarem Himmel.


    Viele Grüße aus dem grauen Schwarzwald und
    cs
    Timm


    Edit: Tippfehler beseitigt

    Hallo Gerhard,

    3,6 Kilo und noch etwas weniger, wenn der Spiegel fertig ist... das ist eine Ansage!
    Damit könnte ich einen federleichten Dobson mit maximal 15 Kilo bauen [8D]


    Bin gespannt, was du daraus machst!
    Jedenfalls viel Erfolg und gutes Gelingen.


    cs
    Timm

    Gratulation, lieber Gerhard,


    das hast du gut hinbekommen! [:p]


    Durch die Stege zwischen den beiden Scheiben hast du etwas Unruhe
    auf der Oberfläche, aber der Strehl mit 0,87 ist sehr gut.
    Besonders für ein Erstlingsprojekt mit dem ungewöhnlichen selbstgemachten superleichten Rohling.
    Was wiegt er nun mit dem kleineren Durchmesser?


    Jetzt noch einen Test am Stern und gleich berichten...


    cs
    Timm

    Hallo Dominik,


    nein, auf Eta Carinae müssen wir nicht verzichten!
    Der kommt gegen 3 Uhr schon wieder ordentlich hoch.
    Zusammen mit den üblichen Wintersternbildern, wie Orion, großer Hund, Puppis und Carina.
    Orion glänzt um diese Zeit optimal: Rigel steht dann fast 70 Grad über dem Horizont.
    Der Orionnebel zeigt deutlich Farbe im 21er Ethos und der Pferdekopf wiehert. [:p]
    Schade, dass du nicht dabei bist! Du kommst bestimmt nächstes Jahr... noch sind die besten Termine frei!
    Wenn sonst wer Blut geleckt hat, PN genügt


    cs
    Timm