Posts by Timm

    Hallo Haley,


    danke für den schönen Bericht... wie der letzte aus 2018 einfach mitreißend!
    Jetzt freue ich mich schon auf Teil 2.


    Guten Rutsch ins neue Jahr!


    cs
    Timm


    P.S. Es gibt für 2020 noch einige freie Termine... wer mal hin möchte, kann mich einfach ansprechen.

    Hallo Uli,


    scheint leider so zu sein!
    Offene Haufen sind einfach weniger interessant, wenn man sie mit M42 oder M13 vergleicht.
    Aber meine allerersten Objekte, die ich gesucht und gefunden hatte, waren die Krippe im Krebs, chi und h, M41 und M37... neben M57 und M27.
    Wenn nicht der Rene immer wieder von den offenen Haufen geschwärmt hätte, wären offene Haufen längst aus meinen Beobachtungen gestrichen.
    Seit einiger Zeit habe ich sie deshalb wieder in meine Planungen einbezogen, obwohl mein 28-Zöller oft das falsche Instrument ist. Das gilt z.B. für M35, aber bei NGC2158 sieht das schon ganz anders aus. Oder etwa bei NGC6791, der erst mit großer Öffnung seine wahre Pracht zeigt.


    cs
    Timm

    Hallo Oliver,


    ja, das ist eine <b>superschöne Zeichnung!</b> [:p]
    Vor einem Monat hatte ich mich mehrmals mit Thors Helm beschäftigt.
    Mit 20 Zoll bei Hottie in Südafrika und nur 15° vom Zenith entfernt sah er aus wie auf deinem "Foto"... nur sehr viel mehr Sterne.
    Eines meiner Lieblingsobjekte!


    cs
    Timm

    Hallo Leute,


    wenn die Bedingungen, das Teleskop und der Filter stimmt, ist der Pferdekopf eigentlich sehr einfach zu sehen.
    Meine Bedingungen:
    Südafrika bei Hottie im Oktober
    Himmel sehr gut SQM21,65
    Alnitak 70° hoch stehend
    20"-lowrider mit 21mm Ethos
    H-Beta-Filter von Astronomik


    Das sind echt perfekte Bedingungen.
    Im 21mm Ethos sieht man Alnitak, den Flmmennebel und IC434 samt Pferdekopf gleichzeitig im Bildfeld!
    Der Filter dämft das Licht von Alnitak so stark, dass er nicht mehr blendet.
    Der Pferdekopf ist so deutlich zu sehen, dass man gut die genaue Form erkennen kann.
    Mit UHC geht er auch, aber deutlich schwächer und man muss Alnitak aus dem Bild halten.
    Ohne Filter ist IC434 nur noch ein fast unsichtbarer Hauch und der Pfergekopf ist weg.


    Meine erste Sichtung war mit 12" und UHC-Filter in Südspanien. Da war er ganz zart aber deutlich zu sehen.
    Das war 1983...


    cs
    Timm

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    Hallo Haley,


    ja, netzhauterschütternd war es... machmal auch oktoberfestfeist!


    Wenn ihr hinfliegt wird M55 wahrscheinlich schon zu tief hängen für das freie Auge.
    Heb‘s dir auf für übernächstes mal [8D]


    Die Safari wird bestimmt schön (und sehr heiß).
    In Ai Ais hatten wir schon 37 Grad im Winter!


    cs
    Timm

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    Hallo Walter,


    sehr schöner zweiteiliger Bericht... jetzt muss ich mich sputen, meinen zweiten fertigzustellen.
    Wir waren zusammen dort und haben es doch unterschiedlich erlebt.
    Sehr schön sind deine Beschreibungen der Objekte, die du mit 16“ gesehen hast.
    Ich hätte dir gerne mehr Zeit an den Dobsons gegönnt, aber man kann ja nur ein tolles Erlebnis zur Zeit haben.
    Entweder Safari oder Spechteln. [8D]
    Die Safaris hatten ja auch ihren Reiz, besonders der Sundowner auf dem Oranjefluss!


    Komm einfach noch einmal mit, trotz der 2to CO2. Die Lufthansa fliegt eh, ob du mitfliegst oder nicht.


    cs
    Timm

    Hallo Freunde des Südhimmels,


    jetzt kommt Teil 2… Vorsicht wieder lang!


    Zuerst muss ich Walter in seinem Bericht korrigieren.
    Die Mondaufgangszeiten waren etwa eine Stunde später.
    Am 17.10. um 21:49, am 18.10. um 22:46 und am 19.10. 23:44.
    Gestört hat der Mond aber erst 20 min später!
    Am 17.10 war der Sonnenuntergang um 18:29. Man konnte ab 19:15 schon gut beobachten.
    Die zweite Nacht am 18.10. war dann schon fast 4 Stunden lang!
    In dieser Nacht war dann Alfredos „Astroeinlauf“.
    http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=243815


    Die nächste Nacht fand ohne Alfredo statt, der etwas zuviel gegessen hatte.
    Sie begann mit einem tollen Erdschatten und einem schönen Planetenduo: Venus und Merkur





    Weil Alfredo pausierte bedeutete das für mich, den 20-Zöller für mich alleine zu haben. Meistens…
    Zuerst ging ich die Kracher noch einmal durch, zusätzlich der beim Astroeinlauf übersehenen Objekte.
    Das waren eine Menge Kugelhaufen im Schützen, die dann bei M55 endeten.
    Das ist einer der schönsten Kugelhaufen am Himmel, auch wenn er nicht an 47 TUC und Omega Centauri heranreicht.
    M55 stand noch sehr hoch: 72° über dem Horizont, also nur 18 ° vom Zenith entfernt.
    Man konnte ihn andeutungsweise mit bloßem Auge erkennen, auch wenn er eine halbe Größenklasse schwächer als M13 war.
    Im 20er sah er jedenfalls schöner aus als M13. Viel schöner!


    Fast genau so hoch stand der Helixnebel, NGC7293. Mit OIII-Filter waren problemlos Teile der äußeren Hülle sichtbar.
    Die Hintergrundgalaxie war diesmal aber nicht zu sehen.
    Gegen 23 Uhr standen NGC253, NGC247, NGC55, NGC 288 und NGC300 sehr hoch, genau wie der Fornax-Galaxienhaufen.
    Der Hammer war die Balkenspirale NGC1365, die bis zur Höchstvergrößerung wunderschöne Details zeigte.
    Die anderen Galaxien hatte ich schon beim „Astroeinlauf“ beschrieben.
    Sehr schön und detailreich war auch der Skullnebel zu sehen, der locker Vergrößerungen um 400x verträgt.
    Der aufgehende Mond rettete mich vor einer langen Nacht… die langen Nächte sollten aber auch noch kommen.


    Übrigens: das 4"-Bino vom Dietmar hatte ein Ausgleichsgewicht bekommen und plötzlich machte das Beobachten mit dem kleinen Kugelkopf richtig Spass!




    Das Leben auf der Farm bestand aus einem interessanten Nachtleben und ebensolchem Tagleben.
    Wenn man die üblichen Nachmittagsschläfchen mit einbezieht.
    Und das Kuscheln mit den sieben Hunden!
    Das fängt schon mit dem legendärem Frühstück an!



    Natürlich war das Grillen am Abend immer ein Highlight.
    Besonders als der Alfredo eine von Sarah geschossene 1 1/2 m lange Kapkobra ausnahm und für das Grillen vorbereitete.
    Es war nicht viel Fleisch dran, aber Alfredo hat es probiert!



    Ein anderer Teil unseres Besuches war touristischer Natur: der Pilanesberg Nationalpark.
    Man fährt nachmittags nach Boshoek bei Rustenburg, übernachtet dort und fährt frühmorgens in den Park.
    Sofort sieht man Impalas, Giraffen, manchmal Warzenschweine und wenn man Glück hat, auch mal Löwen.
    Die Tiere sind an Autos gewöhnt und so kann man sehr nah ranfahren.
    Manchmal steht dann ein Elefant im Weg und zwingt die Besucher zu warten.




    Im Park gibt es Rastplätze, wo man frühstücken oder grillen kann… sofern man sich etwas mitgebracht hat.
    Bei Hottie sind das meist T-Bone-Steaks.



    Zurück auf der Farm war dann wieder Spechteln angesagt.
    Mittlerweile ging der Mond erst um halb zwei auf, so dass man ausreichend Zeit zum Beobachten hatte.



    Nach Mitternacht standen die Magellanschen Wolken und der Orion schon sehr hoch, und der Hase und die Taube erreichten Höhen, von denen man in Deutschland nur träumen kann.
    Die Milchstraße hatte sich am Horizont hingelegt und erst in weiteren zwei Stunden kam sie mit Vela, Centaurus und Crux wieder hoch.
    Zusammen mit Patrice und Alfredo wurde der Himmel kreuzweise abgegrast, von Süd nach Nord und von Ost nach West.
    Am Nordhimmel sahen wir viele bekannte Objekte, allerdings auf dem Kopf stehend.
    Alfredo konnte im Osten ein bekanntes Sternbild ums Verrecken nicht identifizieren.
    Teilweise verdeckt von einem Baum war es auch schwer. Erst als er mit dem Laser ein paar ihm bekannte Sterne gezeigt bekam,
    fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: der auf dem Schwanz stehende Löwe!


    Einen Tag später, nach einem teilweise bewölkten Abend mit hin- und herspringen zwischen den Wolken wurde aus Astronomie Gastronomie!
    Wir widmeten uns gutem südafrikanischen Rotwein und ein paar Snacks bzw. Keksen.


    Am Samstag gab es dann wieder eine Safari, 600km nach Westen, zum Augrabies-Wasserfall und Nationalpark.



    Am Sonntag früh stand der Besuch des Oranje-Wasserfalls an, der zu dieser Jahreszeit leider nur wenig Wasser führte. Dafür konnten wir gut fotografieren.



    Der Nationalpark ist recht groß und von vielen Tieren bevölkert. Durch die Dürre sind sie aber sehr abgemagert und hoffen auf Regen, viel Regen!


    Der Abend brachte uns eine sehr gut organisierte Sundowner-Fahrt auf dem Oranje-Fluss mit anschließendem Abendessen. Sehr lecker!



    Der vorletzte Tag sollte ausgiebig genützt werden für die entgangenen klaren Nächte… leider funktionierte das nur eine kurze Zeit.
    Es wurde windig, es wurde kalt, es wurde stürmisch und noch kälter.
    Ich stellte den Wecker auf 1 Uhr, aber der Wind war immer noch zu stark-
    Ich stellte den Wecker auf 3 Uhr… immer noch windig.
    Also weiterschlafen bis zum Frühstück um 9 Uhr. Das sieht so aus:



    Am Abend stand der obligatorische Sundowner unter dem 700 Jahre alten Kameldornbaum an.




    Nach Sonenuntergang sah man sehr schön die Mondsichel, die Venus und darüber den Merkur.
    Die Fotos sind aus freier Hand geschossen!



    Zurück auf der Farm verabredeten wir uns um ½ 1 Uhr zum Spechteln bis zum Morgengrauen.
    Der Walter wollte alles Versäumte nachholen und machte, trotz Kälte, die ganze Nacht durch.
    Zum Glück konnte er sich zwischendurch mit einem heißen Tee am Kamin aufwärmen.


    Für Patrice, Alfredo und mich kam nun eine sehr spezielle Nacht: Seeing gut, Durchsicht gut, kein Wind!
    Wie immer begann ich mit den hoch stehenden Galaxien NGC253, NGC247 und NGC55.
    Die hatte alle ja schon mehrmals gesehen, aber diesmal wurden auch hohe Vergrößerungen eingesetzt.
    Besonders bei NGC253 und NGC55 konnten mit dem 6mm Ethos (knapp 400x) unglaublich viele Details erkannt werden.
    Das absolute Highlight war aber der nur 25° vom Zenth stehende M42, der Orionnebel!
    Bei jeder Vergrößerung und mit jedem Filter ein prächtiger Anblick.
    Ohne Filter konnten wir die pastellenen Farben sehen, links rötlichbraun, rechts die Schwinge grünlich.
    Darüber sahen wir dann auch NGC1999, bei dem mit dem 4,7mm Ethos sehr klar das dunkle Wölkchen zu sehen war,
    Pechschwarz vor grauem Hintergrund.
    Fast genau so krass war der Pferdekopfnebel!


    Zum ersten Mal probierte ich den H-Beta-Filter auch an Alnitak und dem Flammennebel aus.
    In diesem Filter überstrahlt Alnitak den Flammennebel nicht und so konnten wir im 21er Ethos den Flammennebel
    und den Pferdekopf in einem Gesichtsfeld sehen.
    Krass: so einen kontrastreichen Pferdekopf hatten wir alle noch nie gesehen.
    Gegen halb fünf wurde es wieder dämmerig, Zeit sich noch für eine halbe Stunde am Kamin zu setzen
    und die wunderbare Nacht mit einem Glas Rotwein zu beenden.


    Der Heimflug durch die Nacht war ruhig und angenehm, besonders, weil ich endlich ein paar Stunden schlafen konnte.
    Die Bahn war ausnahmsweise mal pünktlich und so konnte ich morgens schon mit meiner Frau frühstücken.
    Das war ein interessanter und abwechslungsreicher Astrourlaub, mit netten Leuten und ausreichend klarem Himmel.


    Viele Grüße aus dem grauen Schwarzwald und
    cs
    Timm


    Edit: Tippfehler beseitigt

    Hallo Gerhard,

    3,6 Kilo und noch etwas weniger, wenn der Spiegel fertig ist... das ist eine Ansage!
    Damit könnte ich einen federleichten Dobson mit maximal 15 Kilo bauen [8D]


    Bin gespannt, was du daraus machst!
    Jedenfalls viel Erfolg und gutes Gelingen.


    cs
    Timm

    Gratulation, lieber Gerhard,


    das hast du gut hinbekommen! [:p]


    Durch die Stege zwischen den beiden Scheiben hast du etwas Unruhe
    auf der Oberfläche, aber der Strehl mit 0,87 ist sehr gut.
    Besonders für ein Erstlingsprojekt mit dem ungewöhnlichen selbstgemachten superleichten Rohling.
    Was wiegt er nun mit dem kleineren Durchmesser?


    Jetzt noch einen Test am Stern und gleich berichten...


    cs
    Timm

    Hallo Dominik,


    nein, auf Eta Carinae müssen wir nicht verzichten!
    Der kommt gegen 3 Uhr schon wieder ordentlich hoch.
    Zusammen mit den üblichen Wintersternbildern, wie Orion, großer Hund, Puppis und Carina.
    Orion glänzt um diese Zeit optimal: Rigel steht dann fast 70 Grad über dem Horizont.
    Der Orionnebel zeigt deutlich Farbe im 21er Ethos und der Pferdekopf wiehert. [:p]
    Schade, dass du nicht dabei bist! Du kommst bestimmt nächstes Jahr... noch sind die besten Termine frei!
    Wenn sonst wer Blut geleckt hat, PN genügt


    cs
    Timm

    Hallo Freunde,


    ich bin momentan wieder in Südafrika bei Hottie, zusammen mit Walter, Patrice und den Neulingen Sireen und Alfredo.
    Wer den Südhimmel zum ersten mal sieht, ist oft überfordert sich zurechtzufinden:
    Fremde, unbekannte Sternbilder, die extrem helle Milchstraße und die bekannten Sternbilder sehen verwirrend aus,
    weil sie auf dem Kopf stehen!


    Meine größte Freude ist es dann, Neulingen einen schnellen Astro-Einlauf zu geben.
    Das passiert dann intensiv und schnell, bis die Aufnahmekapazität erschöpft ist.


    Der erste Abend bei Hottie eignete sich aber nicht, da wir sehr spät zum Sonnenuntergang auf der Farm ankamen und
    erst einmal die Zimmer belegen und Abendessen mussten. Danach folgte ein schneller Überblick mit Fernglas und Laser.
    Der schon früh gegen 21 Uhr 50 aufgehende Mond setzte dem dann ein frühes Ende.
    Der Astro-Einlauf wurde auf den nächsten Abend verlegt und hatte es dann in sich!


    Zuerst einmal die Reihe der Planeten, angefangen bei der hellen Venus, dem hoch darüber stehenden Merkur,
    dann Jupiter und zum Schluss Saturn mit Fernglas und freiem Auge.
    Mit dem 15x50 Canon mit Stabi wurde Omega Centauri aufgesucht, der etwa 10 Grad über dem Horizont stand und
    deshalb mit dem 20-Zöller unerreichbar war. Der geht nicht tiefer als 11 Grad [^]
    Leider war dieser helle Kugelhaufen nur als diffuse Fläche zu sehen...


    Dann aber ging es in die Vollen!
    Weil Omega Centauri nicht ging, dann halt zum zweitschönsten aller Kugelhaufen: NGC104, alias 47 Tucanae.
    Alfredo im O-Ton: leck mich am A... und ohne O-Ton ein deutliches Schnaufen von Sireen.
    Daneben gleich danach der winzige Kugelhaufen NGC121, der gut 200 000 Lj entfernt ist.
    Bei höherer Vergrößerung tauchten die ersten Einzelsternchen auf.


    Dann gleich zum M22, der immer noch sehr hoch stand. Ein Prachthaufen, größer als M13.
    Weiter zu NGC6522 und NGC6528, die im 17er Ethos gleichzeitig im Gesichtsfeld standen.
    Vorher aber noch M28, ganz nah am Kaus Borealis, dem Stern ganz oben am Teapot-Deckel. Der ist etwas kleiner, aber dichter als M22.
    Der nächste Kracher war der Bugnebel NGC6302. Auch hier bewundernde Ausrufe!
    Etwas enttäuschend war der südliche Ringnebel NGC6536, der nur als blasses Scheibchen zu sehen war. Nix von Ring [:(]


    Dann ging es weiter mit dem Astro-Einlauf und den hellen Krachern nahe dem Milchstraßenzentrum :


    M8, dem Lagunennebel, dann M16, dem Adlernebel samt Säulen der Schöpfung und M17, dem Omeganebel.
    Auch hier Bewunderungsrufe und ungläubiges Staunen, wie kontrastreich diese Objekte rüberkommen.
    Kein Vergleich zu den Beobachtungen auf der Nordhalbkugel.
    Dann noch mal das Zitat von Götz von Berlichingen beim ersten Anblick des Tarantelnebels in der großen Magellanschen Wolke!
    Gemein von mir, weil ich die optimale Kombination hatte: 20 Zoll, 8mm Ethos und O III-Filter. Das war wirklich der ultimative Anblick!


    Dann ein paar Objekte in der kleinen Magellanschen Wolke: NGC346,371 und 395, die bekennten hellen Blops,
    die besonders schön mit dem O III-Filter sind.
    Weiter zum Ghost Ring im Sternbild Grus, IC5148, der mit UHC-Filter sehr schön, aber auch etwas blass daherkommt.
    Besser sah er aber im O III aus, weil der Ring deutlicher sichtbar war.
    Weiter im Grus, dem Kranich: NGC7213, Ghost von Alnair, ähnlich wirkend wie NGC404, Mirachs Ghost.
    Ein paar Grad entfernt folgte das Grus Quartett, sehr schön bei allen Vergrößerungen.


    Der nächste Kracher erzeugte wieder Begeisterungsrufe: NGC7293, der altbekannte Helixnebel.
    Der steht bei Hottie zenithnah und wirkt besonders gut mit O III-Filter.
    Damit sah man auch einige Teile der äußeren Schale.
    Es folgten die berühmten Galaxien des Südhimmels: NGC253 (Schei..., das ist krass!)
    NGC247, zusammen mit Burbidge Chain, einer schwachen Galaxienkette, die weniger Begeisterung erzeugte.
    Kein Wunder, denn sie war nur zart sichtbar.


    Nicht weit entfernt sahen wir den Skull-Nebel, ein stark strukturierter Panetary.


    Ein Katzensprung und wir waren bei NGC55.
    Die machte den gleichen Eindruck wie NGC253, weil sie ebenso im 13er Ethos das Gesichtsfeld komplett ausfüllte!
    Nicht weit entfernt, und dazu musste ich zum ersten mal am Abend die Sternkarte bemühen, folgte NGC300.
    Mit dem 13er Ethos konnte man die Spiralarme der edge-on-Galaxis erkennen.


    Der Fornax stand nun hoch genug, um sich an den Fornax-Galaxien-Haufen zu wagen.
    Schnell gefunden das erste Objekt: NGC1365! Der Eindruck bei Alfredo konnte nicht besser sein!
    Der Balken und die beiden Arme bildeten ein „Z“, das am schönsten im 10mm Ethos zu sehen war.
    Manche Beobachter sagen zu dieser schönen Galaxis auch Fornax-Propeller.


    Die anderen gesichteten Galaxien waren NGC1404, 1399, 1387, 1379, 1374, 1380 und 1422.
    Alle zeigen schöne, unterschiedliche Formen und manchmal auch Details.


    Am Nordhimmel wilderten wir auch, einfach, weil es ging!
    Zuerst der Ringnebel, dann M27 und auch noch den intergalaktischen Wanderer im Delfin: NGC 7006, der über 130 000 Lj entfernt ist.
    Man sah eine deutliche Körnung, obwohl die Einzelstenchen nicht heller als 16mag sind.


    Gegen 22 Uhr 30 war Alfredo fertig, fix und fertig und wollte nur noch ins Bett.
    So ein Astro-Einlauf kann schon anstrengend sein... besonders, wenn die Objekte im Minutentakt kommen.
    Alfredo hatte leider keine Zeit, sich zwischendurch mal hinzusetzen. [:D]


    Ich hoffe es macht Spass zu Lesen, so, wie es Sireen und Alfredo Spass machte.
    Hotties Astrofarm mit den guten Teleskopen sind wirklich eine gute Adresse!


    cs
    Timm

    Hallo Ben,


    ein schöner Bericht, wie immer mit tollen Fotos.
    Schade, dass dieses ITT astronomisch nicht so besonders erfolgreich war.
    Ich wollte zum gleichen Zeitraum zum HTT fahren, aber der Regen hat mich abgehalten,
    auf Verdacht 700 km zu fahren, zumal ich durch den kräftigen Regen Wasser im Wohnmobil hatte: die Dachluke hatte ein Leck!


    Jetzt habe ich aber zum Glück viele gute Nächte vor mir, denn am 16.10. fliege ich wieder zu Hottie.
    Diesmal zu fünft und auch mit Neulingen, z.B. der Alfredo.
    Der bekommt am ersten Abend einen Astro-Einlauf: die schönsten Objekte in drei Stunden!
    Tarantelnebel, Lagunennebel, Adlernebel, Trifidnebel, Omeganebel, Helixnebel im Zenith,
    Saturn fast noch im Zenit und viele andere Schätze!
    Wie schön der Himmel ist, weißt du ja noch vom letzten Jahr...


    cs
    Timm

    Hallo Thomas,


    dein schönes Bild gefällt mir sehr gut! [:p]
    Aber warum postest du es nicht im Bilderforum?
    Dort würden es die nicht am Beobachtungsforum interessierten Leute auch sehen.


    cs
    Timm

    Hallo Christian,


    <b>da hast du aber richtig gute Zeichnungen hinbekommen!</b>[:p]


    Dass du nicht so guten Himmel bei Hottie angetroffen hast, ist wohl Pech gewesen.
    Bei meinen letzten Besuchen war es immer besser als SQM 21,7.
    Aber nur, wenn es auch trocken war. Und es war zu 90% trocken!
    Vielleicht sollte ich mein gut meinendes SQM mal eichen... Dietmars SQM zeigt (meistens) etwas geringere Werte.
    Allerdings nie mehr als 0,1 Abweichung. z.B. bei mir 21,80 und bei Dietmar 21,70. Meistens sind es nur 0,05 Abweichung.
    Deshalb messe ich lieber mit meinem SQM... da hat man den besseren Himmel [:D]


    cs
    Timm


    In vier Wochen fliegen wir zu fünft wieder zu Hottie![:p]
    Patrice hat nun auch ein SQM und dann wird verglichen!

    Ich bin sehr traurig!
    Alois war ein liebenswerter und angenehmer Mensch, den ich sehr vermissen werde.
    Besonders seine Anerkennung für meine ultraleichten Dobsons... sein Lob hat mich sehr gefreut.


    Herzliches Beileid an seine Familie.