Posts by Timm

    Hallo Walter,


    nein, wir zeichnen nicht, wir beobachten „nur“!
    Solche interessanten Ereignisse braucht man nicht zu zeichnen... sie brennen sich ohnehin für immer ins Gehirn ein.


    Hallo Peter,


    bestimmt klappt das geneinsame Spechteln nächstes Jahr wieder bei Hottie [:p]


    Heute war schon wieder klar, auch wenn zwischendurch Nebelschwaden den Berg hoch gekrochen sind. Jetzt haben wir aber eine Flasche Rotwein (Vega Norte) aufgemacht und den Dobson aufgeräumt.
    Das war ja schon die sechste Nacht in Folge, in der wir beobachten konnten.


    cs
    Timm

    Nachtrag 2:


    Die Nacht war bis jetzt genial!
    Dutzende von Planetaries, Galaxien und Kugelhaufen, auch einige offene Haufen...
    wir haben uns satt gesehen! [:)]


    Zum Abschluss der Mars... so hell, aber rattenscharf und kontrastreich.
    Ein krönender Abschluss mit SQM um 1 Uhr fünf Messungen, alle um 21,93 [8D].
    Krass!


    cs
    Timm

    Nachtrag:


    Eben ist das Ganymed-Scheibchen samt Details hinter der Jupiter-Scheibe verschwunden. [:p]


    So ein bombenseeing hat sogar der erfahrene Perry sehr selten gehabt!
    Er meinte, zuletzt im Jahre 1984 [:D]


    cs
    Timm

    Hallo Walter,


    wir hatten Glück, denn die Condor-Maschine war nur halb voll [:)]


    Bis jetzt war jede Nacht klar, fast klar oder teilweise klar.
    Immerhin konnten wir jedesmal beobachten.
    Letzte Nacht reichte es noch für 2 1/2 Stunden, bei 24° natürlich im T-Shirt [:p]
    Heute wird es wieder eine volle Nacht werden, wir machen uns gerade bereit.
    Klar, gutes seeing und windstill, immer noch weit über 20°.


    Jetzt noch eine Woche... hoffentlich kommt der angekündigte Regen nur tagsüber!


    cs
    Timm

    Hallo Freunde der Insel des ewigen Frühlings,


    ja, wir haben echt Glück mit dem Wetter.
    Letzte Nacht war zwar klar, aber sehr dunstig.
    Immerhin reichte es für drei Stunden angenehmes Beobachten bei Temperaturen um 25°. Im Zenith war es gut genug, um kleine Planetaries zu sehen.
    Die Nacht davor war ähnlich, aber deutlich besser.
    Der Kracher war eine Nacht vorher... bestes seeing und SQM um 21,70 und mehr, dazu windstill.
    Wir trafen uns mit Perry, Marcel und Michael an der Pumpstation.
    Sie hatten einen 20“ Infinity dabei. So konnten wir zu fünft ein volles Programm abwickeln. In einem von beiden Dobsons war immer etwas zu sehen Einfach genial! [:p]


    Hier ein Stimmungsbild vom Michael:



    Was noch sehr gut ist: auf La Palma ist man sicherer vor Corona als in Deutschland!


    cs
    Timm

    Hallo Freunde,


    hier mein erster Bericht von der Insel La Palma.


    Eine perfekte Nacht in Puntagorda,
    Donnerstag, 8.Oktober 2020.
    Standort Casa Primavista, 813m NN.
    Instrument: Dietmars 18“ Lowrider mit Paracorr.
    Klar, SQM anfangs 21,40, um Mitternacht 21,80.
    Absolut windstill, null Geräusche, mittlere Luftfeuchtigkeit, Temperatur 16 Grad.
    Seeing sehr gut, mit dem 3,7mm Ethos nadelscharfe Sternchen bei 600fach.


    Der 18-Zöller wurde 10m vor der Tür aufgebaut, zu zweit in 30sek justiert, dann gleich der Sucher und der Rigel Quickfinder.
    Erstes Objekt war der Ringnebel M57... mit dem Rigel anvisiert und sofort stand er im Gesichtsfeld des 17er Ethos.
    Es war noch nicht Dämmerungsende und so wirkte er etwas blass. Später würde er noch eingehender beobachtet, bei richtiger Dunkelheit.


    Die Milchstraße stand senkrecht über dem Südhorizont und der Skorpion legte sich flach.
    Jupiter und Saturn strahlten um die Wette und zeigten bei diesem Seeing unglaublich viele Details.
    Die Cassini umlaufend und dazu 5 Monde.


    Während Dietmar noch mit weiteren Vorbereitungen beschäftigt war stellte ich schon mal ein halbes Dutzend Kugelhaufen im Schützen ein:
    M22, prächtig und deutlich größer als M13... sofort rumgeschwenkt und bestätigt, dann M28, schön aufgelöst und viel kleiner als M22,
    weiter zum „Doppelkugelhaufen“ NGC6522 und 6528, die beide bei 100fach im gleichen Gesichtsfeld zu sehen sind.
    Mein geliebter NGC6441 folgte, weil er sehr einfach zu finden ist. Der 3mag helle Stern HR6330 steht ja genau daneben.
    M55 kam dann an die Reihe, weil ich meinte, ihn sogar freisichtig zu sehen. Das war aber falsch, denn ich sah nur den 5m5-Stern HR7505...
    aber etwa ein Grad daneben konnte ich den prächtigen, sternenreichen M55 finden. Im 18er mit dem 13er Ethos eine echte Augenweide!


    Dietmar war dann wieder am Dobson und der Streifzug durch die Mitte unserer Milchstraße fing nun richtig an.
    Dietmar stellte zuerst M8, den Lagunennebel ein.
    Schon ohne Filter war er wunderbar und mit OIII extrem kontrastreich, obwohl er nur 32° hoch stand.
    Anschließend schwenkten wir weiter zum Trifidnebel, der mit Filter und ohne sehr gut zu sehen war.


    Die nächsten zwei Objekte standen noch recht hoch:
    M16 rund 45°und M17 bei 42°.
    Beide sind so detailreich, dass man einige Zeit braucht, um alles zu erkennen.
    Im Adlernebel konnte man einige dunkle Stellen sehen, die Säulen der Schöpfung.


    Unser zweiter Planetary war NGC7008, der Fötusnebel.
    Hier schälten sich bei 280fach mehrere Sternchen aus dem Nebel und die gebogene Form war gut erkennbar.
    Es ging weiter mit dem NGC6543, sehr hell und türkisfarben, dazu der helle Zentralstern.
    Im 3,7er Ethos zeigte Cat’s Eye bei knapp 600fach sehr schön die Schalenstrukturen.
    Anschließend kam der Blue Snowball dran, der nicht verleugnen konnte, warum er seinen Namen bekam.
    Auch er zeigte bei 600fach viele Strukturen. Der Zentralstern blitzte hin und wieder auf, aber das war nicht sehr sicher.


    Jetzt ging es in den Herkules. M13, wie immer eine Pracht und dann das Gegenteil: NGC6229, ein diffuses Scheibchen,
    das erst bei hohen Vergrösserungen etwas körnig aussah.
    An M92 wurde, wie schon öfter, einfach nicht gedacht.


    Weiter ging es zu M76, dem kleinen Hantelnebel.
    Bei den falschen Sternen gesucht (schäm...) wurde aber NGC147 gefunden!
    Dann wurde M76 einfach vergessen, weil jetzt M31 drankam.
    Mit Al Naglers Handgranate (31mm) habe ich zuerst M110 eingestellt und Dietmar wunderte sich... eine helle, große Galaxis!
    Dann schwenkte er etwas weiter und die gleißend helle Andromeda kam in Bild. Krass!
    Die Staubbänder waren sehr deutlich und durch das gesamte Gesichtsfeld von 1°10’ laufend.
    Man konnte dazu auch M32 mit ins Gesichtsfeld bekommen.
    Erst beim Abschwenken war dann die ganze Größe unserer Schwestergalaxie zu erfassen.


    Auf der anderen Seite von Mirach, gleich weit wie M31, suchten wir M33... ging ratz fatz, denn M33 war mit freiem Auge zu sehen.
    Mit dem 13er Ethos bei 170fach war sie bildfüllend mit drei deutlichen Spiralarmen und vielen Verdickungen.
    NGC 604 zeigte bei 370fach mehrere Knoten. Drei waren deutlich, zwei weitere gerade noch erkennbar.
    So macht visuelles Beobachten richtig Spaß!


    Auch etwas zartere Objekte waren im Angebot: das erste war Jones 1, der im „Sucherokular“, dem 31mm Nagler, sofort auffällig sichtbar war.
    Im 17mm war er besser: groß und oval mit nicht ganz geschlossenem Ring.
    Der zweite war NGC6902, der Blue Flash-Nebel. Den kenne ich ja so gut, dass er immer mit im Programm ist.
    Er ist viel kleiner, dafür recht hell und im 18-Zöller leicht bläulich... wie der Name schon sagt.


    Dann ging es schnell noch in die Schildwolke zu M11... das war wieder eine Offenbarung!
    Zig Sternchen, oft angeordnet in Sternketten, dominiert von einem hellen Vordergrundstern. Solche offenen Sternhaufen sehe ich gerne!


    Der Pegasus stand sehr hoch, eine Gelegenheit mal wieder Stephans Quintett zu sehen.
    Die Aufsuchgalaxis heißt NGC7331 und war schnell gefunden.
    Leider ist beim 18er der Rigel so angebracht, dass er nur für Rechtsäuger super passt.
    Ich als Linksäuger habe aber extreme Schwierigkeiten, die Ringe im Rigel überhaupt zu sehen.
    Besonders, wenn das gesuchte Objekt in Zenithnähe steht, denn ich muss mich förmlich um den Dobson wickeln, um sie zu erkennen.
    Trotzdem war NGC7331 schnell gefunden und von dort ist es nur ein Katzensprung zum Quintett.
    Man sah schön das „T“ und bei 220fach die mittlere Gx auch doppelt.


    Von dort ging es weiter zu M2 und M15. Beide wunderschön und sternreich.
    Besonders M2 hat es mir angetan, weil ich dazu immer eine schöne Geschichte im Kopf habe.
    Als junger Mann hatte ich einen 4 1/2 Zöller und habe drei Nächte lang versucht, M2 zu finden.
    Irgendwie bin ich immer ein bisschen danebengelegen und als ich ihn endlich hatte, bin ich an die wackelige Montierung gestoßen und weg war er.
    Das war echt nervig, aber irgendwann war er dann zu sehen: ein kleines blasses Wölkchen, natürlich ohne Einzelsterne.
    Die Enttäuschung war deshalb groß.


    Dann kam wieder ein Kracher: der Sturmvogel, danach Pickerings Triangel und der Cirrus.
    Bei diesen perfekten Bedingungen, fast im Zenith stehend, SQM21,80 und Windstille war das ganz großes Kino!
    So kontrastreich und detailreich habe ich sie selten gesehen.


    Noch ein Kracher: M27!! Ohne Filter konnte man 12 Vordergrundsternchen erkennen und mit OIII war sogar etwas der äußeren Schale zu sehen.
    So ein heller und großer Planetarischer Nebel... eine Wucht!


    Mit OIII ging es weiter zum Helixnebel, NGC 7293.
    Er war schnell gefunden und zeigte ebenfalls Teile der Aussenschale. Kein Problem, wenn er 40° hoch steht.


    Dietmar stellte noch etwas ein und fragte mich, was ich denn sehen würde... aber ich hatte keine Ahnung,
    was dieser zarte Ring im Okular für ein Objekt war. Die Gegend kam mir unbekannt vor und ich rätselte, was Dietmar so schnell gefunden hatte.
    Dann seine Auflösung: der Ghost Ring, IC5148 im Kranich! Jessas, der Kranich (Grus) steht auf La Palma schon richtig hoch.
    Damit hatte ich nicht gerechnet und hatte diesen schönen Planetary nicht auf meinem Plan.


    M30 und NGC7009, Kugelhaufen und Saturnnebel, schnell vom Dietmar eingestellt darf ich nicht vergessen.
    M30, ein schöner Kugelhaufen, ist für Dietmar eine leichte Übung, genauso wie NGC7009, den er blitzschnell gefunden hatte.
    Von mir genauso schnell gefunden war der 140 000Lj entfernte NGC7006, ein intergalaktischer Kugelhaufen.
    Bei hoher Vergrößerung war er schon etwas aufgelöst, auch wenn man nur in den Außenbereichen einige zarte Sternchen sehen konnte.
    Etwa ein Dutzend schwacher Pünktchen schälten sich indirekt heraus.


    Bis hierhin, wie so oft, alles aus dem Gedächtnis.
    Ach ja, etwas hätte ich fast vergessen: M57 bei sehr hoher Vergrößerung.
    Der Zentralstern blitzte ab und zu aus der Ringmitte heraus und auch Dietmar konnte ihn sehen. Die nahegelegene IC1296 ließ sich aber bitten!
    Nach genauer Recherche hatten wir die Position wieder gefunden.
    Indirekt, aber ziemlich unsicher, meinten wir beide einen zarten Schimmer erkannt zu haben. Betonung auf unsicher...


    Der Rest ist schnell erzählt. Nach zuletzt guten SQM-Werten um 21,80 waren es plötzlich nur noch 21,60...
    der Mond war aufgegangen. Er war zwar noch hinter dem Roque, aber es reichte, um deep sky zu beenden.


    Da war ja noch der Mars.
    Puh, der war im 18-Zöller gleißend hell, so dass man sofort die Adaption verloren hatte.
    Dafür ließ das perfekte seeing sehr hohe Vergrößerungen zu.
    Wir sahen eine winzige Polkappe und viele dunkle Bereiche. Am Rand konnte ich einen etwas helleren Punkt erkennen.
    Das könnte Olympus Mons gewesen sein.


    Mitternacht war vorüber und wir hatten eine wunderschöne Beobachtungsnacht.
    Das Ende war geprägt von einem schönen Glas Rotwein und um 1 Uhr fielen wir ins Bett.
    Das alles trotz miserabler Wetterprognosen, die uns aber nicht abhalten konnten, eine superschöne Astronacht zu erleben.
    Wer traut schon einem Wetterbericht?
    Ja, ja, die Meteorologen... wenn es eine ernsthafte Wissenschaft wäre, hießen sie Meteoronomen.
    So wie bei den Astrologen... die wirklichen Wissenschaftler sind die Astronomen.


    cs
    Timm

    Hallo Roland,


    trotz widriger Umstände ist das eine schöne Zeichnung geworden!


    Ich hatte den Pfeilspitzhaufen (fast im Zenit) mit 28" zum Septemberneumond in Stumpi mehrfach gesehen.
    Bei gutem Seeing sah ich ihn ähnlich wie du, aber mit doppelt so vielen Sternchen. Krass!


    cs
    Timm

    Hallo Rene,


    ein richtig guter Tipp!
    Ich habe gestern Nacht mehrmals draufgehalten und bin begeistert.
    Im 28-Zöller bei 416fach ein sehr interessanter Haufen, mit vielen Sternketten und mehreren Doppelsternen.
    Der ist in Zukunft immer im Programm, obwohl ich eigentlich ein „offener Sternhaufen-Muffel“ bin... [:D]


    cs
    Timm

    Hallo Peter,


    dein Bild gefällt mir sehr gut.
    Wenn du Tipps bekommen möchtest, solltest du aber besser im Bilderforum posten.
    Da sind viel mehr Astrofotografen als im Beobachterforum.
    cs
    Timm

    Hallo Konrad,


    das ist doch für 10 Zoll schon sehr gut, besonders mit Mond am Himmel!
    Ohne Mond wird es deutlich besser sein... aber nie so kontrastreich wie auf dem Foto!


    cs
    Timm

    Hallo Norman,


    damit ich so gut sehen kann wie du, muss ich eine deutlich stärkere Sehhilfe als 12Zoll benützen! [8D]
    Wenn du mit meinem schaust, würdest du damit locker 19mag erkennen.
    Wie damals beim HTT.
    Das können wir nochmal testen, wenn ich im September zum Sudelfeld oder zu noch besseren Plätzen komme.
    Wenn du Lust hast...


    cs
    Timm

    Hallo Walter,


    Stumpi geht wieder und du kannst kommen, wenn du dich vorher anmeldest.
    Das muss wegen Corona so sein.


    Wenn du durch den 28er schauen willst, bist du herzlich willkommen.


    Hallo Rene,


    ja, von weißen Nächten kann man nicht wirklich sprechen.
    Richtig dunkel ist es zwischen 0 Uhr 20 und 2 Uhr 20, aber die hellen Sachen machen schon eine Stunde vor und danach Spass.
    Das sind etwa vier Stunden... reicht für 50 Objrkte [:D]
    Oder für die Hälfte mit Genuss... [:p]


    Das Zeigen macht mir als altem Führungsmitglied der Münchener Volkssternwarte immer noch Spass.
    Deshalb beobachte ich auch nicht so gerne alleine.
    Mit mehreren Leuten macht es einfach mehr Freude.


    cs
    Timm

    Hallo Freunde der weißen Nächte,


    kurz nach dem Juni-Neumond war ich für 4 Nächte in Stumpertenrod.
    Drei davon waren recht gut, wenn man bedenkt, dass sie nur etwa 3 Stunden brauchbar waren.
    Die SQM-Werte um 1 Uhr lagen in der ersten Nacht gemittelt bei 21,28, in der zweiten bei 21,36 und in der dritten bei 21,38.
    Die vierte Nacht war durchwachsen und die verschlief ich dann einfach!
    Ich war dort nicht alleine, sondern sechs oder sieben hartgesottene Mitstreiter nutzten ebenfalls das gute Wetter.
    Natürlich war mein 28-Zöller das fetteste Teleskop am Platz und so kamen die Leute öfter zu mir zum Mitbeobachten.
    Das mache ich ja sehr gerne, vor allem wenn ich die hellen Objekte anbiete und die Menschen über ungeahnte Details
    aus dem Staunen kaum herauskommen.


    Mein BDSC funktioniert endlich so, wie es sein muss und das hat einen einfachen Grund:
    Der Mitnehmer bleibt nun nicht mehr manchmal an herausstehenden Schraubenköpfen hängen.
    Darauf musste ich erst mal kommen!


    Natürlich finde ich die hellen und bekannten Standardobjekte ohne BDSC viel schneller…
    bevor ich etwas eingegeben hätte, ist es schon via Telrad eingestellt.
    Das geht bei den schwächeren Objekten und denen, die ich nicht so häufig einstelle,
    dann doch mit den digitalen Teilkreisen etwas schneller.
    Noch ein Vorteil: ich sehe nach dem Einstellen sofort, was sich in unmittelbarer Nähe befindet!
    Das ist ein echter Gewinn! [:p]


    Ein Beispiel: M13… jeder kennt die kleine NGC6207 daneben.
    Die dazwischen stehende IC4617 kennen die Besitzer größerer Lichteimer vielleicht auch noch,
    aber die hat nur 16mag und ist schon echt schwer.
    Aber es gibt 50' von M13 entfernt auch noch eine sehenswerte Gruppe um NGC6196/97, PGC58655 und IC4614,
    alle zwischen 12,9mag und 15,4mag hell. Drei davon stehen in einer Reihe.
    Mit dem BDSC sind etwas weiter noch zwei Galaxien zu finden: UGC10567 und UGC566.
    Die sind ein schwaches Pärchen, 15,1mag und 15,9mag. Mit 28“ direkt sichtbar und gut zu halten.
    Die anderen Fuzzies neben M13 sind alle schwächer als 16mag.


    Noch ein Beispiel: M51… vielleicht kennt mancher die daneben stehende NGC5198 mit 11,7mag.
    Aber direkt neben M51 sieht man auch noch die IC4278, 15,4mag und die IC4277 mit 15.7mag.
    Zugegeben, das ist wirklich recht schwer und man muss recht hoch vergrößern, um sie zu erkennen.


    Die beiden ersten Nächte hatte ich immer wieder Besuch am Dobson und zeigte diese Objekte:
    M13, M92 und NC 6229, der am Rand sogar aufgelöst.
    M3, M5, M10, M12, M107 und M22, dann M80 und M4 mit NGC6144.
    Dann M8 mit M20, M17 (lautes Stöhnen) und M16, mit den Säulen der Schöpfung im Adlernebel.


    Natürlich auch helle Planetaries: NGC6543 (Cats Eye), NGC7662 Blue Snowball) und
    NGC6905 (Blue Flash), M97 und M57 sowieso, von einigen Leuten beide sogar mit Zentralstern.
    Auch NGC6826, den Blinking Planetary, der im 28"er sich leider weigert zu blinken. [:)]
    Und natürlich den "grellen" M27. Da war es wieder: ein lautes Stöhnen!


    Es fogten die üblichen oft gewünschten Galaxien NGC4565, M64 (Black Eye Galaxy)
    dann NGC4631 (Hering) mit NGC4656, beide gleichzeitig im 26 Nagler und immer wieder M81 und M82.
    Dazu auch M63, M94 und M106.
    Es war eine echte Freude, den Mitbeobachtern diese Objekte im großen Dobson zu zeigen.


    In der dritten Nacht war ich meist alleine und konnte auch einige Fuzzies erwischen.
    Das waren Pal 5, der bei M5 steht, die NGC6822 (Barnards Galaxis) und der helle NGC6818 (Little Gem),
    IC1296 bei M57, IC5146 (Coocon Nebel) oder auch endlich M 1-64 in der Leier.
    Vorher nie gesucht… jetzt überrascht, dass da noch ein zweiter Ringnebel ist.
    Klar, nicht so hell, aber ein gut erkennbarer Ring. Ein kleines Sternchen steht daneben.


    Insgesamt waren es drei superschöne weiße Nächte. [:p]
    Und das erste Mal seit langer Zeit nicht zur Sonnenwende in Südafrika!
    Zum nächsten Neumond bin ich hundertprozentig wieder in Stumpi!


    Cs
    Timm

    Hallo Ben,


    wunderbar blumig geschrieben vom Hans-Georg... man kann sich sofort reinversetzen!


    Ich plane im Herbst eine Alpenrandtour Nähe Sudelfeld oder Geigersau. Wer möchte fährt mit.
    Ich dachte an das Wochenende 12./13.September. Schaumermal, wie das Wetter dann sein wird. [:p]
    Die folgenden Tage bleibe ich in München, um dann am 16.September zum HTT zu fahren.
    Wie komme ich nach Geigersau?


    cs
    Timm

    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: HSp</i>
    <br />Hallo Ben, hallo Timm!




    Timm, du bist auf der Suche nach guten Beobachtungsplätzen sehr viel herumgefahren, z.B. Hohenpeißenberg, Timmelsjoch und natürlich Sudelfeld, wo du an der Paßhöhe beim Jugendgästeheim beobachtet hast. Die Lacheralpe (1440 m NN) kam erst später, als Gerhard und ich am Sudelfeld mit meinem alten Opel nachts herumgekurvt sind. Da standen wir auch mit dem Auto zwischen den Liegestühlen auf der Terrasse des Jugendheims...jetzt nur leise den Rückwärtsgang einlegen...Die Straße zur Lacheralpe gehört einer Almgemeindschaft und der Bundeswehr. Bei beiden wurde ich später vorstellig, um eine offizielle Fahrgenehmigung zu bekommen. Denn die Polizei kam am Vormittag, wo wir noch mit Ausschlafen und Abbauen beschäftigt waren. Gerhard und ich bekamen da ganz schön Muffensausen, als wir das erste Mal da hinauf fuhren und im Steilhang mit Gerhards 8"er beobachteten und ein Auto herunterkam. Den geraden und geräumigen Platz entdeckten wir erst beim 2. Mal.


    Und vorher, als Sebastian, Tom und ich mit deinem ehemaligen 6" zum ersten Mal aufs Sudelfeld fuhren, sahen wir zu unserer grenzenlosen Überraschung die Spiralarme von M33. Da waren wir knapp unter der Bushaltestelle an der Paßhöhe. In der VSW wollte man unseren Berichten kam glauben - gab es doch von H-G eine Sternwarte im Osten von München, die langsam im Streulicht versank. Und dann Osterwarngau, wo es schon deutlich dunkler war. Aber Spiralarme visuell? Da haben den Freunden in der VSW bei deinen Berichten die Augen gekullert, was du alles gesehen hast und wie weit du gefahren bist, um das zu sehen. Jedenfalls war durch dein Engagement das Sudelfeld eröffnet!


    Das fällt mir so spontan noch ein - alles ein wenig OT, wie man heute sagt.


    Herzliche Grüße vom
    Helmut
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Helmut,


    stimmt, genau, die Lacheralpe kam später!
    Das ist so lange her, dass ich das Sudelfeld heute nur noch mit der Lacheralpe verbinde.
    Im Herbst werde ich mal wieder hinfahren, dann aber mit dem Großen. [:p]


    cs
    Timm

    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: BenN</i>
    <br />Hallo Helmut,


    schön, von dir zu hören ! Und die Erinnerung an die Nächte in den 80ern, als ich am Sudelfeld durch deinen - damals gefühlt riesigen -
    17,5-Zöller schauen konnte, bleibt für mich legendär [:p].
    Servus
    Ben
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Hallo Helmut, hallo Ben,


    ja, das war früher <b>der</b> Platz, wo die besten Bedingungen herrschten... für uns Münchner.
    Ich kann mich gut erinnern, wie ich Anfang der Siebziger Jahre im Voralpenrand rumgefahren bin, um gute Plätze zu finden.
    Ich war damals der erste, der auf der Lacher Alpe mit 6" beobachtet hat.
    Durch Helmuts 17,5er konnte ich dort später erstmals Stephans Quintett sehen. Beeindruckend!


    SQM gab es nicht, aber gute Schätzungen.
    Man zählte die Sternchen im Kasten des UMA. Mein Rekord waren 11 Sternchen... das waren 7.2 Mag!


    Auch von mir ein Danke an Ben für seinen interessanten Bericht!
    cs
    Timm

    Hallo Rüdiger,


    herzlichen Glückwunsch zum ultraleichten Spiegel!
    Der Gerhard hat ja etwas wirklich Tolles erfunden. [8D]


    Jetzt baue bitte ein wirklich leichtes Teleskop, denn mit nur 5 Kilo Spiegelgewicht kann man bestimmt unter 20 Kilo Gesamtgewicht bleiben!
    Mein 20“ Spiegel wiegt 8,6 Kilo, was zu einem Dobson um die 25 Kilo führte.
    Ich bin gespannt, was du zaubern wirst... [:p]


    cs
    Timm

    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: NormanG</i>


    Aufweh Timm, auch nicht schön - gabs keinen Ausweichplatz um die Ecke?
    Ja Heinz, am Meer ists doch auch schön :-)


    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">
    Hallo Norman,


    einen Ausweichplatz in der Nähe hätte ich bestimmt gefunden. [:D]


    Aber hast du schon mal einen 28-Zöller mit BDSC-Gerödel aufgebaut, nach 20 min. wieder abgebaut, im Wohnmobil verstaut,
    einige km gefahren, im Dunklen nach einem passenden Platz gesucht, den 28er aus dem Wohnmobil herausgeholt,
    mit Stirnlampe wieder aufgebaut und neu justiert... wenn am südlichen Horizont langsam Wolkenbänder hochsteigen?


    Ich war echt angefressen und hatte einfach keine Lust mehr.
    Die Nächte zuvor waren ja sehr gut gewesen und so war ich eigentlich schon satt!

    cs
    Timm

    Hallo Norman,


    schön erzählter unf schön bebilderter Katastrophenbericht!
    Das wäre der ultimative Beobachtungsbericht geworden ohne deine Missgeschicke!
    Du bist schon echt ein harter Hund, wenn du mit einem 12-Zöller aufm Buckel auf den Wendlschtoa steigst.
    Ich selbst benütze da schon lieber die Seilbahn!


    Ich war gestern auch wieder auf dem Berg... aber nur im Schwarzwald auf 1109m Höhe und da bin ich mit dem Wohnmobil hingefahren.
    Mein Missgeschick war etwas anders: ich hatte den 28er aufgebaut, mich einige Zeit von der Venus blenden lassen und wollte so langsam anfangen.
    Der Virgohaufen war mein Ziel.
    Plötzlich kamen drei Autos mit Fernlicht an, packen 50m entfernt ein Bierfässchen aus und begannen eine feuchtfröhliche Coronaparty!
    Meine Proteste waren erfolglos und so packte ich wieder ein. [:(!]
    Das war meine Katastrophe!
    Cs
    Timm

    Hallo Rene,


    die Galaxien um M81/82 habe ich in einer halben Stunde abgegrast [8D]
    Mit dem BDSC ist das in dieser Zeit keine Hexerei.
    Eingeben, hinschubsen, erkennen, abhaken!
    Interessant werden digitale Teilkreise aber dann, wenn es um Fuzzies geht. Holmberg I etwa, da suchst du ohne BDCS deutlich länger!
    Holmberg IX ist dagegen einfach, da sie fast an der M81 klebt.


    Du hast den Coma-Haufen abgegrast... hast du auch die Box gesehen?
    Das war für mich früher mit dem 12-Zöller eine echte Herausforderung.


    cs
    Timm

    Hallo Rene,


    danke noch einmal für die tolle Liste. [:p]


    Gestern war wieder eine tolle Nacht:
    Spechtelplatz bei Furtwangen im Schwarzwald
    Höhe 1109m, Windstille, trocken, Temp. 14° fallend auf 9°, Seeing gut.
    SQM-L um Mitternacht zum Zenit zwischen 21,59 und 21,65.
    Instrument 28" lowrider und ohne Leiter im Zenit.


    Zuerst habe ich ein paar Kracher angeschaut: M51 und M101 mit obszöner Spiralstruktur.
    The Box mit knackigen Galaxien und die Krönung: der Jet im M87.


    Dann die Liste rausgeholt und angefangen: M81 so schön wie selten.
    Beide Spiralarme sehr gut zu sehen und Holmberg IX direkt zu halten.
    M82 ein Kracher im 6mm Ethos. Bildfüllend mit unglaublichen Details.


    Jetzt kommt meine Schummelei:
    Ich habe das BDSC eingeschaltet und in etwa 30 Minuten alle Objekte auf der Liste angefahren, kurz angeschaut und abgehakt!
    Dabei habe ich noch einige Objekte nebenbei gefunden, wie z.B. NGC2959, UGC5188 und UGC5612.
    Das schwierigste Objekt war UGC5139, Holmberg I, das nur indirekt zu halten war.
    Dann hat es keinen Spass mehr gemacht und das BDSC wurde wieder ausgschaltet.
    Ich suche und finde die richtig schönen Objekte lieber wie früher. Aus dem Gedächtnis und in Handarbeit!


    Was ihr alle mit den "kleinen" Teleskopen sehen konntet, muss ich sagen: Hut ab! [8D]


    cs
    Timm