Posts by Timm

    Hi Gamer,
    ich hab ihn leicht gefunden... aber doof bist du nicht, denn mit deinem 76/700 ist es zur Zeit recht schwer! Auch ich habe den klaren Abend ausgenützt. So gegen 10 Uhr war der Mond noch nicht da und M 51 war schon einigermassen hoch. Und mit 20 Zoll hat man es auch leichter.
    Allerdings ist es schon besser, wenn man wartet, bis M 51 höher steht.
    Dann geht es auch mit 76/700! Und mit dem Großen sieht man die herrliche Spirale!
    Bei mir allerdings hat der Beobachtungsabend nur Frostbeulen gebracht... von entspanntem Spechteln ist nicht zu reden! Es ist schon ein Mist, wenn man das Okular mit den Wimpern aus der Hülse zieht :-(((
    CS
    Timm

    Hi Marc, Hi Florian,
    die Optik ist vom Klaus Schwemin (AstroAG Westerholt) und war als Zwischenlösung gedacht.
    Der Klaus wollte mir einen selbstberechneten Schwerflint-APO mit 7 Zoll Öffnung herstellen. Dieses Objektiv hat er vor seinem Tod nicht mehr vollenden können und deshalb habe ich seit über 20 Jahren diese Zwischenlösung. Das Teleskop war ursprünglich ein Chapeau claque... also extrem schnell auseinanderzufalten und an einer parallaktischen Einarm-Montierung angebracht.
    Das zusammengefaltete Teleskop incl. Montierung und Beinen war 30x40x50cm groß und brachte das stolze Gewicht von 35Kg auf die Waage. Der Aufbau dauerte 30 sek! Eben ein Chapeau claque! Leider ist die "Ersatz-Optik" um 3 Kg leichter, was den Schwerpunkt total veränderte. So blieb das Teleskop jahrzehnte lang liegen... um endlich zu einem Dobson zu werden.
    Das Basteln macht halt Spass!
    CS
    Timm

    Hi Faelup,
    hier der Strahlengang als grobe, nicht massstäbliche Skizze:

    Die Brennweite von 1,5 m wird so in ein 70cm Teleskop hineingequetscht.
    Großer Planspiegel 100mm, rund, kleiner Planspiegel 45mm, ellyptisch.
    CS
    Timm

    Hallo Leute,
    basteln macht Spass!
    Hier mein 6-Zöller in Faltbauweise.

    Bequemer Einblick trotz langer Brennweite von 150cm.

    Man kann ihn komplett zusammenschieben und den Okularauszug innen verschwinden lassen.
    CS
    Timm

    Hi Michael,
    das seeing wird es sein... oder du hast die Spiegelhalter so fest angeknallt, dass die Form in den Keller gegangen ist. Dann allerdings könntest du dir auch Muschelbrüche einfangen.
    Und der Saturn wird ein diffuses, verwaschenes, dreieckiges Etwas sein!
    Die Halter brauchen ja bloß ganz leicht anzuliegen, damit der Spiegel nicht herausfällt.
    CS
    Timm

    Hi Gerd,
    dein Kometensucher sieht wirklich prächtig aus... gefällt mit ausgezeichnet!
    Jetzt fehlt dir nur noch der passende neue Komet! Weidmannsheil!
    CS
    Timm

    Hi Matthias,
    ich habe nur zum Spass und ohne Dokumentation (Diktiergerät) gespechtelt.
    Also alles aus dem Kopf oder aus dem Atlas... da weiß man nicht mehr so genau, was man alles gesehen hat. Wenn man den Bericht eines Anderen liest, kann man die eigenen Beobachtungen nachträglich gut einordnen. In den vielen guten Spechtelwochen in Spanien habe ich unglaublich viele neue Objekte gesehen, da ich ja zum ersten mal mit dem 20-Zöller beobachten konnte. Da kommt es oft zum reinen Genussspechteln! Also oft die 5-Sterne-Objekte und immer mal wieder noch nie gesehene Objekte. Viele Anregungen von Stathis und Achim und Uwe usw. helfen dabei, den Horizont unheimlich zu erweitern. Mir fehlen bestimmt noch 80% aller im 20-Zöller sichtbaren Objekte! Aber an die 1000 werde ich wohl schon gesehen haben... und 1000x M13, M31 und M 42! Jetzt bin ich wieder in Deutschland und werde öfter mal mit anderen zusammen spechteln. Das mach viel mehr Spass, als alleine in 1000m Höhe um den low-rider herumzutanzen.
    CS
    Timm

    Hi Leute,
    super...!
    Ein Komentar aus der Spechtler-Ecke:
    Egal, was ihr da mit 6 Zoll fotografiert und bearbeitet, es ist meist besser, als man visuell sehen kann. Ich bin immer wieder erstaunt, was mit einer webcam alles geht.
    Mit einem großen Dobson sieht man fast immer wabernde Bilder, gaaaanz selten steht das Bild sauber. Diese wenigen Momente allerdings sind dann der Knaller!
    Vor einigen Wochen konnte ich ausnahmsweise mal sehr hoch vergrößern und dabei endlich mal wieder die Encketeilung in den Ansen erhaschen... aber das ist ein seltenes Erlebnis.
    CS
    Timm

    Hi Matthias,
    Superbericht... macht Spass zu lesen!
    Diese Gegend habe ich im Schnelldurchlauf vor zwei Wochen durchforstet. Da war ich noch in Spanien und alle Objekte stehen wesentlich höher (rund 15°!), als bei dir.
    Das bringt noch mehr Details in den Galaxien und bequemer zum Spechteln ist es auch.
    Aber so viele Objekte wie du habe ich nicht erwischt.
    Leider hat mich der Beruf inzwischen wieder nach Deutschland gelockt... mitten in den Winter. Brrrrr!
    Eigentlich wollte ich tolles Spechtelwetter mittbringen, aber der Mond stört ja sowieso.
    CS
    Timm

    Hi Florian,
    so schnell wie du mit dem GSO bin ich nicht... aber fast!
    Im Hellen brauche ich 1 1/2 Minuten (Stoppuhr!)
    Wenn es dunkel ist, uterstützt mit einer Lidl-Kopflampe, dauert es 2 Minuten.
    Wenn ich es ohne Licht machen muss, etwa 3 Minuten.
    Das Justieren mit dem Laser, bei einem Gittertubus immer nötig, dauert 1 Minute oder weniger,
    da kein Werkzeug benötigt wird.
    Cs
    Timm

    Hallo Fry,
    ja, im Winter bin ich immer in Spanien!
    Es macht schon viel aus, wenn, wie diesen Winter, dutzende toller Spechtelnächte möglich sind.
    Auch die 1000m-Berge im Hinterland bieten recht gute Bedingungen. Und alles steht 10° höher...
    Leider bin ich seit gestern wieder im Schwarzwald und hier liegt Schnee! :-(((
    CS
    Timm

    Hi Jörg,
    Zitat:
    "Entscheidend für mich ist nach der Kollimation die Nachkontrolle mit einem "komatösen Oku", wo der Nullpunkt der Komaschweife liegt. Ist der schön in der Mitte des Bildfeldes und bilden sich beim Schwenken die Schweife gleichmäßig in alle Richtungen aus, bin ich zufrieden."


    Das isses! Bei meinem 20-Zoll low-rider f/4 sieht eh' alles anders aus und die beste Methode ist mit dem Laser zu kollimieren und am Stern feinjustieren! Wenn das seeing es zulässt.
    CS
    Timm

    Hi Markus,
    danke, aber für weitere Beobachtungsnächte wird keine Möglichkeit mehr sein. Das Wetter hat mal wieder eine Kehrtwendung gemacht und der Wind ist zum Sturm geworden. Dazu kommt der Mond , der jetzt nur noch morgendliche Beobachtungen zulässt. Nach so vielen guten Nächten ist mein Bedarf an Weckerklingeln um 3 Uhr sehr niedrig ;-))
    Bei deinem 20-Zoll f/5 Projekt solltest du dranbleiben, denn da fängt es wirklich richtig an! Nichts gegen 10, 12 und 16 Zöller... mit allen habe ich schon gespechtelt. Aber erst jetzt mit 20 Zoll fängt das extreme Spechteln an. Einfach geil!
    CS
    Timm

    Hi Roland,
    ja, es ist ein tolles Gefühl, 5 Milliarden Jahre altes Licht zu erhaschen...
    sollte dir mit Godzilla auch gelingen. Eine Trennung aber scheint mit 20 Zoll nicht machbar zu sein. Mal sehen, ob es unter extrem guten Bedingungen (wie etwa Edelweißspitze) möglich ist.
    CS und bis bald in Deutschland
    Timm

    Hi Andreas,
    bei NGC 4631 fehlen mir "fast" die Worte!
    Es ist eine wahre Freude, wenn man Galaxien wie auf einem Foto sieht!
    NGC 4631 ist sehr hell, sehr groß und sehr langgestreckt mit einem etwas hellerem Zentrum. Einige dunkle Strukturen mischen sich mit helleren, so dass sie granuliert wirkt. Die danebenstehende 4627 ist dagegen strukturlos und klein. Bei 400 fach erkennt man eine ovale und gleichmäßige diffuse Scheibe, die zur Mitte nur unmerklich heller erscheint.
    Bei 20 Zoll fängt der Spass erst richtig an! Das merke ich immer wieder, wenn ich unerfahrenen Beobachtern mal M 51 zeige... die denken, ich hätte ein Dia im Strahlengang positioniert ;)
    CS
    Timm

    Hi Uwe,
    ich melde Vollzug! Alle gestern nacht gefunden und für sehr schön empfunden...
    IC 2233 (neben der Bärentatzengalaxie), NGC 3044 (dein Geheimtip) und NGC 3501 (in der Nähe sitzt auch noch die schöne Balkenspirale NGC 3507!). Mit diesen Objekten hatte ich viel Freude! Da werde ich weiter dran bleiben. Durch deine links und beim googeln bin ich zu so vielen interessanten Seiten gestossen, dass ich mein Schnellspechteln zum Spezialspechteln umpolen werden! Danke...
    CS
    Timm

    Ruinenspechteln


    Beobachtungsbericht 12. Februar 2005
    Ort: Gebirgshochtal (950m NN) bei Confrides / Costa Blanca
    Temp.: 12°, später absinkend auf 11°, starker, böiger Wind
    Transparenz sehr gut, Grenzgröße weit über 6.5m
    Beobachungszeit: 23 Uhr 30 bis 05 Uhr
    Instrumente: 20 Zoll Dobson (der low-rider)
    und Canon 15x50 mit Stabilisator.
    Ich hatte ja schon mehrmals berichtet aus Spanien... seit Wochen
    herrscht hier Spechtelwetter! So wie schon vor einem Jahr!


    Damals schrieb ich:
    Das grenzt ja schon an Schikane, wenn man immer wieder
    das Teleskop ins Auto schleppen, in die Berge fahren, den
    Dobson zusammenbauen, spechteln bis zum Abwinken, den
    Dobson zerlegen, ins Auto packen und wieder den Berg runter
    fahren muss... und das schon fast seit 5 Wochen! Ja, während
    Zeit mit Mondschein konnte ich auf der Terrasse Mond und Planeten
    beobachten, ein Glas edlen spanischen Rotwein in der Hand und
    musste nicht fahren ... ;-)))
    Höre ich da etwa einen Aufschrei der wolkengeschädigten
    Astrofreunde in Deutschland? Leute, ich kann nichts dafür!


    Und im Jahr 2005 geht das so weiter...
    Letzte Nacht herrschte wieder ein tolles Spechtelwetter, leider mit starkem Wind. Zum Glück war der recht warm und man brauchte nicht einmal Handschuhe. Der Wind brachte mich auf die Idee, eine alte Ruine, die nahe meinem Spechtelplatz seit Urzeiten schon ohne Dach dahindämmerte, als Observatorium zu nutzen. Nur ein paar Steine und alte Balken mussten zur Seite geräumt werden, nachts nicht ganz einfach! Dann stand der low-rider windgeschützt und konnte durch das offene Dach einen Großteil des Himmels erreichen.
    Ich hatte mir vorgenommen, endlich mal etwas schwierigere Objekte zu beobachten. Angeregt durch die Berichte vom Stathis, Uwe und Wolfgang Steinicke's KDG (Katalog der Galaxiengruppen)
    begann ich mit einigen Galaxiengruppen, wie etwa KDG 82 und 96.
    Ja, das ist doch mal was anderes, als immer nur die üblichen Objekte zu suchen! KDG 82 im Leo ist leicht zu finden und zeigt 3 Galaxien
    im Bildfeld. KDG 96 im Kasten des UMA ist ebenfalls eine leichte Gruppe, die sogar aus 4 Galaxien besteht. Auch das Leo-Triplet gehört dazu. Dann kamen die schweren Dinger! Ich versuchte mich an Leo 1 bei Regulus. Zuerst mit großer AP mit dem 30mm Zeiss Ultrawide: nichts zu sehen. Dann das 16mm Nagler: Regulus aus dem Gesichtsfeld: sofort gefunden. Sehr groß und sehr zart. Nur ein Hauch von Aufhellung, aber direkt zu halten. Wieder mit dem 30mm ist Leo 1 nun auch erkennbar, aber der Himmel ist bei 7,8mm AP doch etwas hell.
    Dann versuchte ich den Doppelquasar GSO 0957+561 im UMA bei der Galaxis NGC 3079. Dank guter Karten, die ich aus dem Bericht von Stathis hatte, konnte ich mich an den Quasar heranpirschen. Ein Sternviereck, eigentlich schon nahe an meiner persönlichen Beobachtungsobergrenze, war der Wegweiser.
    Nach vielen Versuchen mit abgedeckten Augen und ausschließlich indirektem Sehen habe ich es geschafft! Sehr schwach blitzte ein winziges Sternchen auf. Immer wieder versuchte ich mit hohen Vergrößerungen das Letzte aus dem low-rider herauszuholen, aber eine Trennung wollte nicht gelingen! Aber immerhin: 5 Milliarden altes Licht berührte meine Netzhaut! Das ist eine Gänsehaut wert!
    Ein paar superthin-Galaxien folgten: zuerst die "leichte" NGC 4665, die im 9mm Nagler fast durch das gesamte Gesichtsfeld läuft und ein langgezogenes Staubband zeigt. Dann die NGC1560 in CAM, die nicht sehr dünn, aber dafür recht groß und hell ist. Ein Sprung zu NGC 4631, einer der schönen Galaxien in den Jagdhunden. Sehr hell, groß und mit vielen Details. Die kleine NGC 4627 schmiegt sich dran.
    Ein halbes Grad entfernt noch eine langgestreckte edge-on: NGC 4656, genannt Fish Hook Galaxy. Dann folgt ein Abstecher in weite Ferne: Abell 1656 in Coma Berenices! Ein Superhaufen bei Superbedingungen! Ich konnte etwa 40 Galaxien erkennen, verteilt auf 3 bis 4 Gesichtsfelder. Dabei sollte man sich aber Zeit nehmen: etwa eine halbe Stunden habe ich die Umgebung abgegrast und immer wieder neue Galaxien sehen können. Alle mehr als 400 Millionen Lichtjahre entfernt! Jetzt kamen auch noch viele Galaxien in der Jungfrau dazu und langsam wurden die Beine müde! Über fünf Stunden aufrecht stehen... das schlaucht! Wenigstens musste ich keine Leiter hochklettern ;-))
    Der Wind wurde stärker und langsam reichte der Schutz der Ruine nicht mehr aus. Zuerst musste der "Pariser" dran glauben, dann der Streulichtschutz. Dann begann Leichtbau-lowrider leicht zu vibrieren... Zeit zum Abbau! Eine gute halbe Stunde später war ich wieder in Altea.
    Das war eine erfolgreiche Spechtelnacht!
    Leider muss ich nächste Woche wieder zurück nach Deutschland.
    Aber eins verspreche ich: das gute Spechtelwetter bringe ich mit!
    CS
    Timm

    Hi Andreas,
    gestern konnte auch ich erstmals Leo 1 sehen! Die Bedingungen waren sehr gut: Transparenz super, seeing passabel und Himmel dunkel, ein 6.5er Himmel in den Bergen der Costa Blanca.
    Instrument: der 20-Zoll lowrider. Gesehen habe ich Leo 1 bei verschiedenen Vergrößerungen.
    Bestens mit dem 16mm Nagler, da war sie direkt zu halten. Mit dem 30mm Zeiss und 85° Bildwinkel auch sichtbar, aber da war der Himmel eine Spur zu hell.
    Leo 2 habe ich gesucht, aber nicht gesehen :-(((
    NGC 147 und NGC 185 in der Cassiopeia sind dagegen leicht zu sehen. NGC 147 geht schon mit Instrumenten ab 8 Zoll, wie Roland schon sagte...
    CS
    Timm

    Hallo Uwe,
    danke für die Tipps...
    heute ist wieder klares Wetter und ich fahre natürlich sofort in die Berge!
    Mein Beobachtungsplatz:

    Blick nach Süden. Fast 1000m hoch und schön dunkel!
    CS
    Timm

    Hi Carsten, Hi Michael,
    schöner Bericht und viel gesehen! Ja das macht schon Spass, wenn das Wetter mal ein Einsehen hat. Nur die Kälte. Brrrr! Aber der nächste Frühling kommt bestimmt und dann kann man es auch länger aushalten. Ich sitze hier in Spanien und habe es viel wärmer... kein Wunder unter den vielen Wolken :-(((
    Aber es wird auch hier wieder besser: ab Donnerstag soll es klar werden und nachts 12° (plus!)
    CS
    Timm

    Hi Uwe,
    Puh! da muss ich noch viel lernen...
    Meine Hochachtung, das ist ja wirklich an der Grenze des Sichtbaren.
    Ich fange demnächst auch mir diesen extremen Gxn an... wenn ich sie denn finde ;-)))
    CS
    Timm

    Hi Stathis,
    schöner Bericht mit sehr schönen Zeichnungen!
    Die superthin-Galaxien werde ich mir auch mal vorknöpfen!
    Wo eigentlich bekommst du die Karten, Listen und Beschreibungen der schwachen Objekte her?
    Ich habe nur die üblichen Bücher und Karten, wo nicht viel drin steht.
    Der PK173-5.1 ist im 20-Zöller etwas schwächer und ohne die von dir gezeichneten Details zu sehen. Ich probier es demnächst noch einmal bei besseren Bedingungen.
    CS
    Timm

    Hi Tim,
    danke für den Tipp!
    Ich werde es gleich mal probieren!
    Aufgebaut am Spechtelplatz:

    Auf der Dachterrasse:

    Die Taukappe:

    Das Unterteil mit dem 20-Zoll-Spiegel:

    Der Schrägeinblick:

    Der Blick durch den Okularauszug:

    Und die Stangenbefestigung:

    Mit dem low-rider macht das Spechteln wirklich Spass!
    CS
    Timm

    Hi Stathis,
    meine Beobachtungsgeschwindigkeit ist eigentlich normal... meine Auffindegeschwindigkeit sehr hoch! Ich habe vor langer Zeit im Führungsdienst der Münchener Volkssternwarte gelernt, dass Leute schnell genervt sind, wenn man mit Teilkreisen versucht, ein im Sucher nicht sichtbares Objekt einzustellen. Das dauerte den Leuten zu lang! Deshalb habe ich die Leitsterne der spektrakulären Objekte auswendiggelernt und konnte so sehr schnell was zeigen. Dass man dabei selbst ewas zu kurz kommt und nur wenige der Objekte ausführlich beobachten kann, habe ich hingenommen. Ich konnte ja mit meinen eigenen Teleskopen länger spechteln. Heute noch genügen mir zur ausführlichen Beobachtung einige Minuten. Dabei weiß ich als erfahrener Beobachter, welche Vergrößerungen nötig sind und welche maximalen Vergrößerungen an einem Abend möglich sind. Andere werden dann nicht probiert... man weiß ja, was maximal drin ist.
    In der Zeit war ich der erste Spechtler, der mit "großen" Spiegelteleskopen in den Bergen gespechtelt hat. Anfang der siebziger Jahre habe ich z.B. mit selbstgeschliffenem 6-Zöller und 10-Zöller die Münchner Sternfreunde in die Berge gelockt. Ich bin quasi einer der "Erfinder" des Sudelfeldspechtelns ;-)))
    CS
    Timm