Posts by Timm

    Hi Uwe,
    ich melde Vollzug! Alle gestern nacht gefunden und für sehr schön empfunden...
    IC 2233 (neben der Bärentatzengalaxie), NGC 3044 (dein Geheimtip) und NGC 3501 (in der Nähe sitzt auch noch die schöne Balkenspirale NGC 3507!). Mit diesen Objekten hatte ich viel Freude! Da werde ich weiter dran bleiben. Durch deine links und beim googeln bin ich zu so vielen interessanten Seiten gestossen, dass ich mein Schnellspechteln zum Spezialspechteln umpolen werden! Danke...
    CS
    Timm

    Ruinenspechteln


    Beobachtungsbericht 12. Februar 2005
    Ort: Gebirgshochtal (950m NN) bei Confrides / Costa Blanca
    Temp.: 12°, später absinkend auf 11°, starker, böiger Wind
    Transparenz sehr gut, Grenzgröße weit über 6.5m
    Beobachungszeit: 23 Uhr 30 bis 05 Uhr
    Instrumente: 20 Zoll Dobson (der low-rider)
    und Canon 15x50 mit Stabilisator.
    Ich hatte ja schon mehrmals berichtet aus Spanien... seit Wochen
    herrscht hier Spechtelwetter! So wie schon vor einem Jahr!


    Damals schrieb ich:
    Das grenzt ja schon an Schikane, wenn man immer wieder
    das Teleskop ins Auto schleppen, in die Berge fahren, den
    Dobson zusammenbauen, spechteln bis zum Abwinken, den
    Dobson zerlegen, ins Auto packen und wieder den Berg runter
    fahren muss... und das schon fast seit 5 Wochen! Ja, während
    Zeit mit Mondschein konnte ich auf der Terrasse Mond und Planeten
    beobachten, ein Glas edlen spanischen Rotwein in der Hand und
    musste nicht fahren ... ;-)))
    Höre ich da etwa einen Aufschrei der wolkengeschädigten
    Astrofreunde in Deutschland? Leute, ich kann nichts dafür!


    Und im Jahr 2005 geht das so weiter...
    Letzte Nacht herrschte wieder ein tolles Spechtelwetter, leider mit starkem Wind. Zum Glück war der recht warm und man brauchte nicht einmal Handschuhe. Der Wind brachte mich auf die Idee, eine alte Ruine, die nahe meinem Spechtelplatz seit Urzeiten schon ohne Dach dahindämmerte, als Observatorium zu nutzen. Nur ein paar Steine und alte Balken mussten zur Seite geräumt werden, nachts nicht ganz einfach! Dann stand der low-rider windgeschützt und konnte durch das offene Dach einen Großteil des Himmels erreichen.
    Ich hatte mir vorgenommen, endlich mal etwas schwierigere Objekte zu beobachten. Angeregt durch die Berichte vom Stathis, Uwe und Wolfgang Steinicke's KDG (Katalog der Galaxiengruppen)
    begann ich mit einigen Galaxiengruppen, wie etwa KDG 82 und 96.
    Ja, das ist doch mal was anderes, als immer nur die üblichen Objekte zu suchen! KDG 82 im Leo ist leicht zu finden und zeigt 3 Galaxien
    im Bildfeld. KDG 96 im Kasten des UMA ist ebenfalls eine leichte Gruppe, die sogar aus 4 Galaxien besteht. Auch das Leo-Triplet gehört dazu. Dann kamen die schweren Dinger! Ich versuchte mich an Leo 1 bei Regulus. Zuerst mit großer AP mit dem 30mm Zeiss Ultrawide: nichts zu sehen. Dann das 16mm Nagler: Regulus aus dem Gesichtsfeld: sofort gefunden. Sehr groß und sehr zart. Nur ein Hauch von Aufhellung, aber direkt zu halten. Wieder mit dem 30mm ist Leo 1 nun auch erkennbar, aber der Himmel ist bei 7,8mm AP doch etwas hell.
    Dann versuchte ich den Doppelquasar GSO 0957+561 im UMA bei der Galaxis NGC 3079. Dank guter Karten, die ich aus dem Bericht von Stathis hatte, konnte ich mich an den Quasar heranpirschen. Ein Sternviereck, eigentlich schon nahe an meiner persönlichen Beobachtungsobergrenze, war der Wegweiser.
    Nach vielen Versuchen mit abgedeckten Augen und ausschließlich indirektem Sehen habe ich es geschafft! Sehr schwach blitzte ein winziges Sternchen auf. Immer wieder versuchte ich mit hohen Vergrößerungen das Letzte aus dem low-rider herauszuholen, aber eine Trennung wollte nicht gelingen! Aber immerhin: 5 Milliarden altes Licht berührte meine Netzhaut! Das ist eine Gänsehaut wert!
    Ein paar superthin-Galaxien folgten: zuerst die "leichte" NGC 4665, die im 9mm Nagler fast durch das gesamte Gesichtsfeld läuft und ein langgezogenes Staubband zeigt. Dann die NGC1560 in CAM, die nicht sehr dünn, aber dafür recht groß und hell ist. Ein Sprung zu NGC 4631, einer der schönen Galaxien in den Jagdhunden. Sehr hell, groß und mit vielen Details. Die kleine NGC 4627 schmiegt sich dran.
    Ein halbes Grad entfernt noch eine langgestreckte edge-on: NGC 4656, genannt Fish Hook Galaxy. Dann folgt ein Abstecher in weite Ferne: Abell 1656 in Coma Berenices! Ein Superhaufen bei Superbedingungen! Ich konnte etwa 40 Galaxien erkennen, verteilt auf 3 bis 4 Gesichtsfelder. Dabei sollte man sich aber Zeit nehmen: etwa eine halbe Stunden habe ich die Umgebung abgegrast und immer wieder neue Galaxien sehen können. Alle mehr als 400 Millionen Lichtjahre entfernt! Jetzt kamen auch noch viele Galaxien in der Jungfrau dazu und langsam wurden die Beine müde! Über fünf Stunden aufrecht stehen... das schlaucht! Wenigstens musste ich keine Leiter hochklettern ;-))
    Der Wind wurde stärker und langsam reichte der Schutz der Ruine nicht mehr aus. Zuerst musste der "Pariser" dran glauben, dann der Streulichtschutz. Dann begann Leichtbau-lowrider leicht zu vibrieren... Zeit zum Abbau! Eine gute halbe Stunde später war ich wieder in Altea.
    Das war eine erfolgreiche Spechtelnacht!
    Leider muss ich nächste Woche wieder zurück nach Deutschland.
    Aber eins verspreche ich: das gute Spechtelwetter bringe ich mit!
    CS
    Timm

    Hi Andreas,
    gestern konnte auch ich erstmals Leo 1 sehen! Die Bedingungen waren sehr gut: Transparenz super, seeing passabel und Himmel dunkel, ein 6.5er Himmel in den Bergen der Costa Blanca.
    Instrument: der 20-Zoll lowrider. Gesehen habe ich Leo 1 bei verschiedenen Vergrößerungen.
    Bestens mit dem 16mm Nagler, da war sie direkt zu halten. Mit dem 30mm Zeiss und 85° Bildwinkel auch sichtbar, aber da war der Himmel eine Spur zu hell.
    Leo 2 habe ich gesucht, aber nicht gesehen :-(((
    NGC 147 und NGC 185 in der Cassiopeia sind dagegen leicht zu sehen. NGC 147 geht schon mit Instrumenten ab 8 Zoll, wie Roland schon sagte...
    CS
    Timm

    Hallo Uwe,
    danke für die Tipps...
    heute ist wieder klares Wetter und ich fahre natürlich sofort in die Berge!
    Mein Beobachtungsplatz:

    Blick nach Süden. Fast 1000m hoch und schön dunkel!
    CS
    Timm

    Hi Carsten, Hi Michael,
    schöner Bericht und viel gesehen! Ja das macht schon Spass, wenn das Wetter mal ein Einsehen hat. Nur die Kälte. Brrrr! Aber der nächste Frühling kommt bestimmt und dann kann man es auch länger aushalten. Ich sitze hier in Spanien und habe es viel wärmer... kein Wunder unter den vielen Wolken :-(((
    Aber es wird auch hier wieder besser: ab Donnerstag soll es klar werden und nachts 12° (plus!)
    CS
    Timm

    Hi Uwe,
    Puh! da muss ich noch viel lernen...
    Meine Hochachtung, das ist ja wirklich an der Grenze des Sichtbaren.
    Ich fange demnächst auch mir diesen extremen Gxn an... wenn ich sie denn finde ;-)))
    CS
    Timm

    Hi Stathis,
    schöner Bericht mit sehr schönen Zeichnungen!
    Die superthin-Galaxien werde ich mir auch mal vorknöpfen!
    Wo eigentlich bekommst du die Karten, Listen und Beschreibungen der schwachen Objekte her?
    Ich habe nur die üblichen Bücher und Karten, wo nicht viel drin steht.
    Der PK173-5.1 ist im 20-Zöller etwas schwächer und ohne die von dir gezeichneten Details zu sehen. Ich probier es demnächst noch einmal bei besseren Bedingungen.
    CS
    Timm

    Hi Tim,
    danke für den Tipp!
    Ich werde es gleich mal probieren!
    Aufgebaut am Spechtelplatz:

    Auf der Dachterrasse:

    Die Taukappe:

    Das Unterteil mit dem 20-Zoll-Spiegel:

    Der Schrägeinblick:

    Der Blick durch den Okularauszug:

    Und die Stangenbefestigung:

    Mit dem low-rider macht das Spechteln wirklich Spass!
    CS
    Timm

    Hi Stathis,
    meine Beobachtungsgeschwindigkeit ist eigentlich normal... meine Auffindegeschwindigkeit sehr hoch! Ich habe vor langer Zeit im Führungsdienst der Münchener Volkssternwarte gelernt, dass Leute schnell genervt sind, wenn man mit Teilkreisen versucht, ein im Sucher nicht sichtbares Objekt einzustellen. Das dauerte den Leuten zu lang! Deshalb habe ich die Leitsterne der spektrakulären Objekte auswendiggelernt und konnte so sehr schnell was zeigen. Dass man dabei selbst ewas zu kurz kommt und nur wenige der Objekte ausführlich beobachten kann, habe ich hingenommen. Ich konnte ja mit meinen eigenen Teleskopen länger spechteln. Heute noch genügen mir zur ausführlichen Beobachtung einige Minuten. Dabei weiß ich als erfahrener Beobachter, welche Vergrößerungen nötig sind und welche maximalen Vergrößerungen an einem Abend möglich sind. Andere werden dann nicht probiert... man weiß ja, was maximal drin ist.
    In der Zeit war ich der erste Spechtler, der mit "großen" Spiegelteleskopen in den Bergen gespechtelt hat. Anfang der siebziger Jahre habe ich z.B. mit selbstgeschliffenem 6-Zöller und 10-Zöller die Münchner Sternfreunde in die Berge gelockt. Ich bin quasi einer der "Erfinder" des Sudelfeldspechtelns ;-)))
    CS
    Timm

    Hallo Freunde,
    ich habe mal einige Bilder vom low-rider hier ins Forum gestellt.
    Sie sind in der Astro-Galerie unter "Sonstiges" zu finden.
    CS
    Timm
    P.S. Wer kann mir sagen, wie ich meine Bilder aus der Astro-Galerie in ein Thema verlinken kann?

    Hi Andreas,
    das muss wirklich saukalt gewesen sein im Sauerland... trotzdem ein schöner Bericht. Es müssen ja nicht immer "alle" Objekte sein!
    Zum B 33 solltest du dir einmal einen H-beta-Filter zulegen. Denn damit sollte er im 12-Zöller leicht zu sehen sein. Den Flammennebel sehe ich im 20-Zöller genau wie du: gutes Foto, Kontrast raus und Farbe weg! Und am besten ohne Filter!
    Bei der NGC 2903 sehe ich auch unheimlich viele Details, eine wunderschöne Galaxis.
    Leider scheint das gute Wetter mit über 30 klaren Nächten in 6 Wochen nun nach Norden gezogen sein, denn für die nächsten 5 Tage ist wolkiges Wetter mit Schauern angesagt.
    Leider haben die Meterologen fast immer recht... so geht mir die Neumondzeit durch die Lappen. Und am 18 Februar muss ich auch wieder nach Deutschland zurück: die Arbeit ruft (nein, schreit ganz laut!).
    CS
    Timm

    Hi Roland,
    die Milchstrasse ist voll mit ungesehenen Objekten... das reicht für alle!
    Und wenn ich die Berichte anderer Leute lese, weiß ich, dass auch für mich noch unheimlich viel zu entdecken ist.
    Den Pferdekopf habe ich nun wirklich intus! Man findet ihn mit H-beta sofort, und wenn man weiß, wie er in Realität aussieht, geht er auch unter schlechteren Bedingungen.
    Aber eins ist sicher: der H-beta-Filter ist der einzige Filter, der den Pferdekopf wirklich schön bringt. Hast du mal den California-Nebel damit probiert? Einfach genial!
    Nun zur Pause... die ist leider eingetreten, denn für die nächsten Tage ist schlechtes Astrowetter angesagt.
    Passend zum Nemond... grrrrr!
    CS
    Timm

    Hi Andreas,
    ja, wenn man etliche Male in der letzten Zeit unter guten Bedingungen diese Objekte gesehen hat, werden sie "normal"!
    Leider gibt es schlechte Wetterprognosen, wie schon weiter oben gepostet :-(((
    Jetzt seid ihr dran mit dem Spechteln!
    CS
    Timm

    Beobachtungsbericht 2. Februar 2005
    Ort: Gebirgshochtal (950m NN) bei Confrides / Costa Blanca
    Temp.: 6°, später absinkend auf 3°, minimaler Wind
    Seeing sehr gut, Grenzgröße ca. 6.5 m


    Nach mehreren Nächten mit wachsendem Beobachtungsglück auf meiner Terrasse bin ich mal wieder in die Berge im Hinterland von Altea gefahren.
    Die Sternbilder Fuhrmann, Zwillinge und Lynx wurden abgegrast. Der erfahrene Beobachter weiß, dass diese Sternbilder grade schön hoch stehen und so ideale Beobachtungsbedingungen herrschen. Mit dem
    20-Zoll low-rider macht das Beobachten im Zenit mächtig Spass!
    Der einzige Himmelsabschnitt, der mit einem Dobson umständlich und aufwändig zu beobachten ist, ist der Zenit! Denn man muss den ständig Tubus drehen, um die Objekte zu finden. Manchmal eine Vierteldrehung, manchmal auch mehr. Im Gegensatz zu hohen Dobsons braucht man beim low-rider keine Leiter und so ist das Suchen der Objekte ein Kinderspiel! Man dreht den low-rider einfach und geht um ihn herum, bis man das Objekt gefunden hat.
    Das ist der Tanz mit dem low-rider ;-)))
    Die Liste der Objekte ist mal wieder lang und ich möchte niemand langweilen, aber einige schwierige Objekte will ich hervorheben.
    Im Fuhrmann konnte ich erstmalig PK 173-5.1 finden. Bei 130 fach im 16mm Nagler sieht man eine diffuse und recht große Scheibe ohne Details. Der OIII-Filter ist dabei sehr hilfreich. IC 405, ein Reflektions- und Emissionsnebel bei AE Aur ist mit dem OIII-Filter am 30mm Zeiss eben erkennbar. Bei indirektem Sehen fallen einige Verdickungen auf. Lausig schwer! IC 410 ist da etwas einfacher zu sehen, eingebettet in die Sterne des NGC 1893. Der zarte Nebel scheint im 16mm Nagler und OIII-Filter das gesamte Gesichtsfeld zu füllen.
    Der Emissionsnebel Sh2-224 ist eine Herausforderung. Er erscheint langgestreckt mit einer Ausbuchtung und ist indirekt am besten zu sehen.
    Im Lynx war mal wieder NGC 2419 dran, der 180 000 LJ entfernte Kugelhaufen. Auch diesmal glückte mir bei 400 fach eine Auflösung am Rand. Einige Sternchen blitzten hin und wieder auf.
    Ein weiteres schwieriges Objekt ist PK164+31.1, ein großer planetarischer Nebel. Im 16mm Nagler und OIII-Filter aber recht deutlich zu sehen. Allerdings sieht man außer einer ringförmigen Struktur keine Details.
    In den Zwillingen war auch wieder NGC2371/72, der Peanut-Nebel dran. Der gehört dank einfacher Leitsterne nun zu meinen Dauerbrennern! Einfach zu finden und leicht sichtbar, ein sehr schönes Objekt. Auch der Zentralstern ist zwischen beiden Nebelteilen sichtbar. PK205+14.1, der Medusa-Nebel, ist sehr groß und erscheint im OIII-Filter wie eine verkleinerte Ausgabe des Cirrus-Nebels.
    Natürlich habe ich auch alle "normalen" Objekte gesehen, die zur Zeit den Himmel beherrschen: M 42 (großartig!), Pferdekopf-Nebel, California-Nebel, Rosetta-Nebel und viele mehr.
    Das Fazit: Beobachten in Zenitnähe kann schön sein, wenn man nicht dauernd Leitern um den Dobson herumtragen muss!
    Lieber tanze ich mit dem low-rider...
    CS
    Timm

    Hallo Uwe,
    ich habe den Kontrast und die Helligkeit verändert und nun ist die Zeichnung gut sichtbar.
    Jetzt lass ich diese Einstellung, denn sie scheint mehr der Realität zu entsprechen.
    Schöne Zeichnung... wie lange brauchst du dafür und wie machst du das mit der Adaption und dem Zeichnen? Da braucht man doch etwas Licht und so geht die Adaption doch flöten, oder nicht?
    CS
    Timm
    CS
    Timm

    Hallo Roland,
    das war ein 5m Himmel... mehr nicht! Die Sterne des kleinen Bären waren grade sichtbar. Allerdings war es eine trockene Luft und nach dem Regen der vorigen Nacht war es auch schön sauber am Himmel. Die Straßenlampe wirft alles Licht nach unten und ist im Nordosten. Nach Süden habe ich bis zum Horizont das Meer und dort ist es richtig finster.
    Noch mal zum Pferdekopf: die Anschaffung des H-beta-Filters ist wirklich lohnenswert, denn mit allen anderen Filtern war nichts zu sehen. Und wenn man den schon hat, sollte man unbedingt auch den Californianebel ansehen... einfach toll! Allerdings braucht man eine möglichst niedrige Vergrößerung, um wenigstens einen Teil zu überblicken.
    CS
    Timm

    Hi Uwe,
    ich geb dir recht... unter optimalen Bedingungen soll mit einem 20-Zöller im B 33 sogar das Weiße im Auge des Pferdes zu sehen sein ;-)))
    Die meisten Leute stellen sich einen viel zu kleinen Dunkelnebel vor. In der Realität sieht man halt einen mehr oder weniger hellen Schimmer, der eine recht große Ausbuchtung hat: B 33. Wenn man ihn einmal gesehen hat, weiß man wohin und auf ewas man schauen muss.
    Der recht helle NGC 2023 ist ein guter Wegweiser. Am besten hilft der 2 Zoll H-Beta-Filter mit dem 30mm Zeiss-Ultraweitwinkel bei knapp 70 fach und einer AP von über 7 mm!
    Ich habe mir mal deine Zeichnung angesehen, aber bei meinem Flachbildschirm ist nichts vom Pferdekopf zu sehen. Mal sehen, ob ich die Helligkeit und den Kontrast etwas verändern muss, um ihn zu sehen.
    Für mich war es gestern eine Premiere: bei einem knappen 5er Himmel den Pferdekopf... das gibt Hoffnung auf schöne Terrassenbeobachtungen!
    CS
    Timm

    Hallo Freunde,
    es ist zur Zeit lausig kalt in Spanien, deshalb habe ich nach einem tollen Essen, gekocht von Moni, den low-rider auf der Dachterrasse aufgebaut und bis zum Mondaufgang gespechtelt. Die 35 Min. Anfahrt in die Berge habe ich mir geschenkt und so mir kalte Füße erspart.
    Ich wollte mal sehen, was ich mit 20 Zoll und nur 8 Meter neben einer Straßenlampe (zum Glück etwas niedriger als meine Terrasse) alles sehen kann. Dank gutem seeing und einer passable Durchsicht war das Trapez im Orionnebel mit E und F Komponente sehr schön zu sehen. Mit dem 9mm Nagler (220 fach) konnte ich weitere 12 schwache Sternchen erkennen. Die ungemein detailreichen Gasmassen der Nebels waren mit und ohne Filter eine Augenweide. Nach Trennung von Zeta Ori war der Flammennebel dran: sehr schwach ohne Filter und kaum besser im O III. Dann mit dem H-Beta-Filter ein verwegener Versuch: der Pferdekopfnebel! Da ich die Position genau kenne, habe ich ihn sofort gesehen... na, vielleicht ist "gesehen" etwas übertrieben, aber doch recht gut erkennbar. Später versuchte ich auch den Rosettennebel. Ohne Filter ein schöner lockerer Sternhaufen mit einem etwas hellerem gelblichen Stern. Mit O III dann eine schwache und diffuse Aufhellung um den Haufen erkannt. Wenn man diese Objekte schon unter optimalen Bedingungen gesehen hat, ist auch unter erschwerten Bedingungen mitten in der Stadt eine Sichtung möglich. Wer hat auch schon mitten in der Stadt den Pferdekopf gesehen?
    Auch einige planetarische Nebel konnte ich noch finden, bis mich der spanische Rotwein wieder in das warme Wohnzimmer lockte. Morgen werde ich aber doch lieber wieder in die Berge fahren, wenn es der Wettergott weiter gut mit mir meint. Aber etwas wärmer als + 5° sollte es schon werden!
    CS
    Timm

    Hi Reiner,
    auch ich spechtle gerne im Schwarzwald und bin recht flexibel.
    Je dunkler, je besser! Zur Zeit bin ich noch (bis etwa 20. Februar) in Spanien (optimale Spechtelbedingungen), werde dann aber wieder ab Anfang März im Schwarzwald spechteln.
    Instrumente: 12-Zoll Dobson und 20-Zoll low-rider Dobson.
    Ich wohne in Gengenbach, aber wenn wir uns in der Mitte treffen, wäre das o.k.
    Kontakt per eMail... andere Spechtler sind auch herzlich eingeladen!
    CS
    Timm

    Hi Mikhail,
    das sieht nicht schön aus... macht sich aber beim Beoachten nicht bemerkbar!
    Da fehlen nur ein paar Prozent Licht und erst wenn da wesentlich mehr von der Verspiegelung weg ist, mus der FS neu belegt werden.
    Also erst mal keine Panik...
    Falls noch Garantie drauf ist, red mal mit dem Händler!
    CS
    Timm

    Hi Glasquäler,
    herzlichen Glückwunsch zum Fangspiegel...
    bist du eigentlich ein Glasmasochist, weil du dich jetzt auch mit Planspiegeln herumquälst?
    Nur hartgesottene Schleifer trauen sich an solch große Dinger! Kompliment für das Gelingen!!
    Was machst du mit den zwei anderen Teilen? Mach die auch fertig, biete sie günstig an und für die Lowriderfraktion ergeben sich völlig neue Perspektiven. Dann bauen sich vielleicht noch mehr Leute low-rider zum Bequemspechteln! So einen 130mm Fangspiegel könnte ich auch brauchen und meinen low-rider zum Sitz-lowrider mit 150cm Einblickhöhe umbauen ;-))
    CS
    Timm

    Hallo Freunde,
    danke für die Tipps. Meine Streulichtblende ist eine ganze Isomatte, die etwa 10cm auf die Streben geschoben wird und sich so hält. Die Isomatte ist dann 40 cm höher als der Fangspiegel. Da der Schrägeinblick bei meinem low-rider ja nur 20° weg von der normalen 90° Auslenkung beträgt, reicht das dicke aus. Bei etwas stärkerem Wind wirkt die Isomatte allerdings wie ein Segel und führt den low-rider automatisch nach... leider in die falsche Richtung! Dann benütze ich eine Pappe, die gegen Streulicht grade so ausreicht. Aber dann beschlägt schon mal der Fangspiegel. Also werde ich erst einmal einen 12V Fön verwenden. Eine Fangspiegelheizung kommt dann vielleicht später dran. Der Link auf die Seite vom Stathis ist da sehr hilfreich!
    CS
    Timm

    Hallo Stefan,
    normalerweise reicht beim low-rider der "Pariser" zusammen mit der Taukappe. Wenn es sehr windig ist und beide stören würden, habe ich eine Pappe gegen das Streulicht.
    Eine Fangspiegelheizung wäre in diesem Fall sicher die erste Wahl. Aber wie mache ich die bei einem 110mm (kleine Achse) großen und 18 mm dicken Fangspiegel am besten?
    Meine Fangspiegelstreben sind nur o,25 mm dünn und dicke Kabel würden stören. Ausreichend Platz für einen Akku wäre natürlich hinter dem Fangspiegel und vom Gewicht her hätte ich auch keine Probleme... man könnte auch den Akku nur für die Dauer des Heizens einstecken und danach wieder entfernen. Da werde ich mir mal Gedanken drüber machen.
    Frage: Hat jemend eine Ahnung, wie ich einen so großen Fangspiegel von hinten wirkungsvoll beheizen kann? Widerstände? Heizdraht? Oder gar eine Lötlampe ;-)))?
    CS
    Timm

    Hi Stathis,
    ich bin extra gestern früh in die Berge gefahren, um den Doppelquasar zu suchen...
    leider habe ich kein Glück gehabt! Die 3079 allerdings war Grund genug zum Rauffahren.
    Eine schöne Nadel, aber mit wenigen Details. Von dort habe ich mich zu den 14/15m Sternchen durchgehangelt. An der Position des Quasars konnte ich aber nichts sehen. Das seeing war gut und der Mond war schon einige Zeit untergegangen. Warscheinlich ist der Quasar trotz 20 Zoll mit meinen Augen nicht zu kriegen. Schade! Zum Unglück war es auch sehr feucht, so dass nach insgesamt einer Stunde (mehr Zeit hatte ich nicht bis Dämmerungsbeginn) der Fangspiegel beschlagen war. Das ist einer der Nachteile des low-riders: man braucht eine recht große Taukappe und die hatte ich nicht dabei :-(((
    Ich werde den Quasar aber noch öfter versuchen.
    CS
    Timm