Posts by Gerhard_S

    Hallo René,


    das geht doch Vorwärts. Vielleicht kommt es auf dem Video nicht richtig rüber. Jedenfalls würde ich das Tool nicht nur festhalten und der Spiegel dreht sich unten durch. Wenn Du keine leicht kreisenden Bewegungen machen kannst, dann wenigstens das Tool immer wieder auch etwas in Richtung Spiegelmitte schieben (bzw. leicht Vor- und Zurück, meinetwegen 1cm), so dass auch der Rand des Tools auch immer wieder auf dem Spiegel läuft. Sonst verformt sich das Pech. Du presst Dir quasi eine Kante in Dein Pechtool, wenn der äußerste Teil längere Zeit ohne Glas frei in der Luft hängt.


    Weiterhin gutes Gelingen

    Gerhard

    Hallo beisammen,


    erstmal vielen, vielen Dank für die ganzen Glückwünsche:-). Freue mich, dass das Teil endlich nach so langer Zeit, wenn man noch den langen Weg zum Rohling bedenkt, fertig ist.

    Wie es weiter geht, kann ich aktuell noch nicht sagen. Vielleicht erwischt mich doch noch der völlige Größenwahn und ich pumpe den Ofen nochmal auf. Da tippe ich zuweilen auf dem Taschenrechner rum und überlege mir wie groß, wie schwer und was ginge noch u.U. 15 KG für den fertigen Spiegel wäre bestimmt noch gut zu händeln und da komme ich mit der Bauweise auf etwa 85cm Durchmesser. Das wäre auch so ziemlich das Größte, was ich mir langfristig vorstellen könnte, falls mich der Öffnungswahn nochmal böse packt. Herstellbar wäre ein solcher Rohling, da bin ich zuversichtlich, auch wenn es bestimmt nicht gleich auf Anhieb gelingt. Daher auch alles aus Fensterglas, auch wenn Boro per se die bessere Wahl wäre. Ist eine Kostenfrage, solange der Prozess noch nicht ganz stabil ist. Aber wenn es in der Praxis auch so schon funktioniert, was will ich dann mehr?

    Beim 10 Zoll Spiegel sieht man visuell, wenn man stark defokussiert, so dass man schon die Spinnenbeine sieht, die Unterstützungsstrukturen als kleine, rundliche Verschattungen oder Aufhellungen (je nach Fokuslage) im defokussiertem Sternscheibchen. Es ist sichtbar aber wenig auffällig, man braucht recht gutes Seeing. Fokussiert man etwas stärker gehen das in den Beugungsringen bzw. auch dem "Geblubber" des Seeings unter. Wie das nun bei dem großen Spiegel ist, wird aufkommen.

    Hallo Frank, das Temperaturverhalten ist schon noch eine spannende Sache. Wie gut funktioniert es bei der Größe noch? Zerodur/Robax/Ceran wären irgendwie denkbar aber sehr kompliziert (mit Geld kann man freilich vieles richten:-).


    Aktuell schaue ich mir Selbstbauten an, um Ideen zu bekommen, was/wie ich das Teleskop machen will. Ich denke ich werde einen Lowrider bauen. Auch wenn viele inzwischen auf gebogenes Alu schwören, finde ich Holz nach wie vor einen wunderbaren Werkstoff.


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Matthias,


    die Artifical Null zeigt Dir nur die Abweichung von der Sphäre an. Je stärker diese ist, umso kontrastärmer werden die IGs mit dem PDI. Eine andere Frage ist jedoch inwieweit kann man mit solchen IGs noch arbeiten. Da hängt es sicher von der Kamera ab, von der Geschicklichkeit im Umgang mit dem PDI und bestimmt spielt auch die Software wie Open Fringe eine wichtige Rolle. Ich habe auch immer wieder mit DFT-Fringe gearbeitet. Mein Eindruck war der, dass Open Fringe ein wenig gnädiger ist, was die Qualität der IGs angeht.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Matthias,


    habe etwas Zeit gefunden und die Eckdaten in Open Fringe eingegeben. Für 26 Zoll F3,63 bei CC -0,6 folgt eine Artifical Null von -4,13. Das deckt sich nahezu mit 18 Zoll F3,8 (AN -4.16)

    Bin daher recht zuversichtlich, dass Du das auch noch mit dem PDI schaffen kannst. Ein Bath wäre klar besser. Aber wenn Du den Aufwand nicht willst (was ich verstehen kann) und andererseits die F3,8 Dein optimaler Spiegel ist, würde ich es angehen.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Matthias,


    mit dem PDI konnte ich bis -0.6cc beim 26er F3.63 noch messen. Danach wurde es zur Plage, auswertbare IGs zu gewinnen. Eventuell kann man/jemand daraus ableiten, ob ein 18er F3.8 noch geht. Falls ja würde ich an Deiner Stelle den optimalen Spiegel schleifen, dann hier als 3.8. Das Parabolisieren dauert länger aber "schwieriger" empfand ich es nicht ggü dem 17. Die Probleme die Plagen können sind eher Verbiegungen im Mesständer, wenn nicht reproduzierbar, Thermie. Da bist Du aber mit 18 Zoll 25mm bestimmt noch auf solidem Terrain. Die 3,8 ggü den 4,2 sollten Dich nicht schrecken.


    Schöne Grüsse und viel Erfolg

    Gerhard

    Hallo René,



    genauso wie Du schreibst. Nur würde ich das Tortenstück nicht so lange machen, dass seine Spitze bis zur Mitte des Spiegel reicht. Es geht nur darum, dass es nicht kippelt. Die Wulst an der runden Seite des Tortenstücks ist ja sehr schmal. Und dann nur kreisende Bewegung, ganz wie bei einem Minitool und den Druck natürlich überwiegend auf die Runde Seite des Tortenstücks geben. Es sind nur etwa 200nm die es wegzumachen gilt. Das ist nicht viel. Ich hoffe es klappt. Hatte selbst noch nicht so eine Situation. Aber so würde ich es zumindest mal versuchen.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo René


    musst mir das auch erstmal eine Weile anschauen. Da würde ich auch mit einem Tool in Form eines 1/8 Tortenstücks ran.

    Radius dann entsprechend dem Spiegelradius mit Pech belegen 25-30mm breit, dann kein Pech mehr und dann wieder an der Spitzen Ecke des Tools wieder Pech.

    Anpassen und dann in kreisenden Bewegungen um den Spiegel laufen lassen. Dann sollte das Tal wieder "hoch" kommen bzw. der Rand "runter". Ich würde maximal 200nm abtragen vom Rand.

    Also auf keinen Fall bis zum Grund des Tals alles wegbaggern. Später wirst Du dann den Bereich um die 71% Zone wohl nochmals nachbearbeiten müssen. Ich hoffe es klappt.


    Viel Erfolg

    Gerhard

    Hallo Karboasti,


    mit etwas Geduld kannst Du u.U. einen tauglichen, kommerziellen 8 Zoll F6 Dobson erwerben (GSO, Skywatcher, Galaxy etc). Dort würde ich dann lediglich die meist sehr schwere und sperrige Rockerbox mit gutem Multiplex neu bauen und hier Material an unnötigen Stellen einsparen, so dass diese deutlich leichter ist als das Original. Am Tubus einen Tragegriff anbringen. Dann hast Du schon ein Gerät das man in zwei Teilen bei 8 Zoll einfach tragen kann und darüber hinaus auch ruck, zuck aufgebaut ist und sich dann auch bestimmt sehr gut nachführen lässt. An der Spiegelzelle würde ich selbst nicht soviel verändern, ggf. ein Lüfter. Diese Geräte in dieser Größenklasse haben in aller Regel inzwischen durchaus gute bis sogar sehr gute Optiken verbaut, die man auch als ATM nicht einfach mal so kurz schleift.

    Nur noch selten ließt man in den Foren von irgendwelchen Gurken was die Optik angeht. Denke da hat sich seither viel verbessert. Klar testen solltest Du diese schon (Ronchigitter und Sterntest sollte wohl reichen) aber da kennst Du Dich aus, hast ja schonmal einen Spiegel geschliffen. Den 8er als F6 wegen Einblick im sitzen. 10 Zoll wäre als Volltubus noch OK, als F5 dann aber. Von einem 12er als Volltubus würde ich schon eher wieder abraten, da für meinen Geschmack schon zu groß/schwer.


    Viel Erfolg wünscht Dir

    Gerhard

    Hallo Holger,


    klar kenne ich den tiefen Stollen. In früheren Zeiten war das wohl gar nicht so unüblich, an solchen Orten Spiegel zu schliefen. Kennst Du das Video? Das habe ich schonmal vor einigen Jahren verlinkt. Das waren noch Zeiten. Da wurden die dicken Prügel einfach mal geschultert. Top Secret Activities:-).


    Ja der Spiegel ist bestimmt längst gut genug. Im "Dienste der Wissenschaft" hätte ich noch gern herausgefunden, wie nun die Verbiegung im Teststand genau ist. Das ist mir leider nicht gut gelungen. Hintergrund ist ein wenig die Überlegung, wie eine optimale Unterstützung aussehen könnte. Rechnen kann ich sowas nicht. Daher die Überlegung einige naheliegende Möglichkeiten mit dem I-Meter noch etwas genauer zu durchleuchten. Die Schlinge war nicht optimal und bei der üblichen 90 Grad Halterung hatte ich den Eindruck, dass diese den Spiegel quasi in die Zange nimmt. Was ich noch testen möchte ist eine Schlinge nicht um den äußeren Rand, sondern durch den Spiegel hindurch zu fädeln. Möglicherweise könnte das im fertigen Teleskop gut funktionieren (fürs Schleifen völlig unpraktisch), da in diesem Fall keine Kräfte auf den Randbereich einfließen. Das will ich noch ausprobieren, bevor ich endgültig sage, dass eine Schlinge nicht funktioniert.


    Wenn ich da noch rangehe, dann werde ich zunächst wie Michael z.B. beschrieben hat Styrodurplatten oben, unten, seitlich und auch hinter dem Spiegel anbringen aber noch keinen vollständigen Messtunnel bauen. In den meisten Fällen scheint es doch merklich was zu bringen. Am Spiegel selbst habe ich nicht vor noch was zu machen, sondern hier das Teil erst mal am Himmel testen, bzw. das Teleskop bauen. 90Strehl braucht man sicher nicht bei der Größe, aber wenn es denn gelingt und man es mit vertretbarem Aufwand für sich schafft, dann freut man sich dann doch und kann dann nach einem hoffentlich auf guten Sterntest beruhigt ne Schicht drauf machen.


    Danke für die ganzen hilfreichen Rückmeldungen


    Gerhard

    Hallo beisammen,


    danke für Eure Rückmeldungen. Kai, Axel Euren Rat habe ich befolgt und erstmal nix gemacht. Lange habe ich es aber nicht ausgehalten.

    Der Spiegel wurde in Ruhe nochmal vermessen und beäugt. Ein gewisses Kribbeln hat sich in den Fingerkuppen ausgebreitet. Dazu etwas schlechtes Wetter und viele Mai-Feiertage.... Nunja. Ich denke es hat sich gelohnt.


    Statt Zeiten zu messen und dabei auf die Uhr zu schauen, bin ich dazu übergegangen Striche zu zählen bei den Mini-Tools. Einmal in kreisenden Bewegungen entlang einer roten Sichel und wieder zurück sind zwei Züge. Immer 10 Züge, egal welchen rötlichen Farbton die Zone hat. Dann wird gemessen und das Prozedere beginnt von neuem. Bislang polierte ich nach Zeit (zu ungenau und auf die Uhr schauen lenkt ab) und an roten Stellen in einer Session länger als an organgefarbenen Stellen (Gefahr zu übersteuern). Durch diese Anpassung, konnten nun weitere Löcher vermieden werden. Ferner wurde das Contour-Bild aus OpenFringe mit eingeblendeten Zonenkreisen fotografiert und das Handy mit dem Foto mittig und genau ausgerichtet auf den Spiegel gelegt. Display auf 5min gestellt. Radius und Positionswinkel und damit der Ort konnten so viel sicherer auf dem Spiegel bestimmt werden. Diese Umstellung hat mir geholfen. Überwiegend kam ein 40mm Tool zum Einsatz. Ich denke ich lasse den Spiegel jetzt so. Inzwischen nimmt auch die Messunsicherheit deutlich zu, und ich will nicht anfangen Luftschlieren aufzupolieren. Kai, Du hast es ja perfekt erklärt, wie gut ein großer Spiegel sein sollte. Da bin ich nun deutlich darüber. Motto: Wenn schon, denn schon:-). Hier mal der aktuelle und wohl auch letzte Stand aus je 10 Messungen in 000 und 270 Grad Position mit LP 0,06.




    Ich stelle den LP immer so ein, dass das griesselige aus den IGs gerade so verschwindet. Der rote Pickel auf 6 Uhr am Rand, ist noch vom Messständer aber durch das Mitteln reduziert. Ebenso vom Mesständer ist die rötliche Zone auf 9 Uhr, die aber auch zu gewissem Teil real ist (Mischung). Nahe dem Zentrum auf etwa 3 Uhr, habe ich mal versucht das PT durch ein Mikro-Tool zu traktieren. Das war nicht so eine tolle Idee. Jedenfalls sollte man da auch kreisende Bewegungen machen und nicht einfach das Tool hin- und her schieben, so wie ich. Es war ein Experiment, dass ich besser sein gelassen hätte (Im Lichtschatten des Fangspiegels, darf man ausnahmsweise mal was ausprobieren. Aber nur ein bisschen... 8) )


    Auch das PT habe ich mir abschließend nochmal angeschaut.




    Bislang war immer die FFT-Auswertung mit Zernike-Smoothing Order 10 kombiniert. Bei dem Spiegel kommt hierbei aber noch etwas die "allgemeine" Topgraphie durch. Er ist recht groß. Nun mit Order 18 glätten und mit der A-B-Analyse beide Wellenfronten zu subtrahieren. Durch die Umstellung steigt der Strehlwert nur unwesentlich an (0,5 Strehlpunkte). Das PT-Bild wird aber wie ich finde klarer dargestellt und dann wird es spannend.



    Im Bereich der 71% Zone ist das PT sichtbar geringer. Da vermute ich, dass das sanfte nachjustieren der konischen Konstante mit dem 6 Zoll Tool eine glättende Wirkung hatte. Meine latente Sorge durch Mini-Tools mir das PT u.U. zu verschlechtern, war unbegründet. Bin froh drum.


    Dann bin ich noch der Frage nachgegangen, wie gut wäre nun der Spiegel ohne PT? Zunächst habe ich versucht, das mit OF zu bestimmen, ist mir aber nicht gelungen. Aber man kann es wohl ausrechnen: 0,927 (Strehl-Gesamt) / 0,983 (Strehl-PT) = 0,943. Bin mir nicht ganz sicher, ob das passt. Ganz grob, kann man es wohl auch addieren.



    Hallo Kai, bei den Messungen in verschiedenen Positionen ist mir aufgefallen, dass der Hauptfehler eine Coma 2ter Ordnung ist, bei senkrechter Aufstellung auf einem Punkt. Sauber konnte ich es nicht isolieren. Hier eine Darstellung des Spiegels bei senkrechter Aufstellung im Mesständer auf einem Punkt incl. aller Zernikes. Also nur die 000 Grad Position, ohne zurückdrehen, LP 0,06.



    Geht man von der 6 Uhr Position über die Mitte zur 12 Uhr Position sieht man zunächst die Ausbuchtung durch den Messstand. Vor der Mitte fällt der Spiegel etwas nach hinten und wölbt sich über der Mitte wieder etwas hervor. Es ist nicht viel, aber so oder so ähnlich in anderen Positionen immer wieder mal aufgetreten. Was mich selbst etwas wundert, ist der Umstand, dass die Ausbuchtung hier nicht am ganz, äußersten Rand ist. Durch "einruckeln" habe ich versucht es möglichst klein zu halten.


    Messtechnisch musste ich noch eine Lektion gehörig dazulernen. Für alte Hasen nix neues, aber für mich schon.


    Bei der Größe und wohl auch dem Öffnungsverhältnis muss man sehr! genau derotieren. Vor allem dann, wenn das Bath einen starken Asti einführt (Zunächst hatte ich nur ein Teilerplättchen, anstatt einen guten Würfel). Tut man das nicht, entsteht durch unvollständige Derotation (die freilich noch jedesmal leicht unterschiedlich ist) ein merkwürdiger Asti. Dieser löst dann viele Nachmessungen aus, wodurch die Verwirrung nur noch weiter steigt.


    Die alten Tricks sind dann doch noch die Besten. Um wieder klar zu sehen und wieder ruhig schlafen zu können, habe ich einen Sterntest gemacht und mir inzwischen einen Strahlteilerwürfel zugelegt.



    Das PDI-Plättchen wanderte zu Seite. Der Spiegel wurde wie hier zunächst mit einer 20 Zoll-Blende maskiert, später mit einer 24 Zoll-Blende. Die kleine LED wandert in die Mitte und macht es sich im Schattenkegel der Blende bequem. Sterntest auf der Achse:saint:


    Alles in allem bin ich nun mit dem Spiegel sehr zufrieden. Hoffe er funktioniert auch gut am Nachhimmel. Rüdiger hat ja schon mit 20 Zoll vorgefühlt. Das hat mich dann auch motiviert mich hier nochmal ins Zeug zu legen. Ich bräuchte jetzt einen Messtunnel, aber ich bin schon jetzt von der optischen Güte weit im grünen Bereich und weit besser als ich es zu hoffen wagte. Eine merkliche Verbesserung könnte wohl nur noch durch mehr Öffnung umgesetzt werden. Es waren lt. Logbuch 136 Poliersessions....Mit mehr Routine und Erfahrung wären es bestimmt weit weniger gewesen. Fehler wurden gemacht, aber es ging auch wieder aufwärts. Danke für die Unterstützung und den guten Zuspruch von vielen. Freue mich, dass der Spiegel nun fertig ist (der Sterntest steht freilich noch aus) und ich bin sehr stolz, aber mein Kopf ist auch irgendwie leer. Die vielen, vielen roten IGs....


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Freunde der großen Schüsseln,


    ein Frage, und zwar wie ist den der positive Effekt aus einem Messtunnel mit Einhausung des Spiegel zu bewerten? War das für Euch eine sehr deutlich Verbesserung bei der Schwankungsbreite in den IG oder eher nur eine geringfügige Optimierung. Bin mit meinem Spiegel nun in einem Bereich, wo ich mir die Karten legen muss aufzuhören, wegen zunehmender Messunsicherheit, oder Aufwand für einen Testtunnel zu betreiben. Bevor ich da nun aber eine solche Konstruktion in meinen Keller installiere, frage ich zuvor besser mal nach.


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo,


    also Anonymität bei Produkttests finde ich nicht i.O. Da ist der Manipulation Tür und Tor geöffnet. Da kann ohne weiteres ein Mitwettbewerber, der getarnt als selbsternannter Experte in Sachen optischer Messtechnik und freundlicher Amateur, der für die Szene als Privatmensch natürlich nur das Beste will, sonst was in den Raum stellen. Wer schützt das Unternehmen, wenn ein Produkt zu unrecht schlecht gemacht wird? Und umgekehrt ist es genauso, wenn ein Produkt zu unrecht hochgejubelt wird. Wer schützt den unbedarften Leser?


    Optik an und für sich und im speziellen astronomische Geräte sind komplizierte Themen und häufig auch besonders kostspielige Angelegenheiten, hinter denen wiederum hohe Entwicklungskosten und Arbeitsplätze stehen. Es geht ja, salop gesagt, im Astrotreff nicht um die Bewertung einer Unterhose. Daher dürfen und sollten bei astronomischen Geräten/Optik höhere Hürden gestellt werden, als bei anderen Dingen in anderen Foren. Erst recht dann, wenn der Test nach ausen hin die Anmutung der Objektivität/Wissenschaftlichkeit erwecken kann ..." Habe das mit einem Interferometer gemessen...."


    Der Klarnamen hinter einem Produkttest gibt zu verstehen, dass jemand für das was er schreibt auch bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Ansonsten ist er verantwortungslos unterwegs und das würde die Qualität der Informationen, die man hier findet und die Qualität der Produkte langfristig wohl eher schmälern.


    Für alle anderen Beiträge im Astrotreff finde ich es zwar nicht optimal aber o.K, wenn Leute anonym posten.


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo,


    da würde mich nur noch interessieren wieviel Silbernitrat man da sinnvollerweise ins Haus bestellen sollte bei einem größeren Spiegel. Das Verfahren soll ja sparsamer sein. Habe keine Ahnung, ob da nur ein paar Gramm anfallen oder gleich 100g. Interessant ist, dass das Antigilb-Mittel in USA gleich in ganzen Gallonen verkauft wird....Ja welchen Spiegel haben die den da??? 8| 8|


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Otto,


    in den Bildern von Oben ist mir aufgefallen, dass dort, vor allem in den ersten beide Bildern, der Rand sozusagen im Nord-Osten dunkler erscheint als im Süd-Osten. Eventuell ist das ein Asti, aber es ist schwer zu deuten. Du könntest das noch mit einem Okular und einem Pinhole, überprüfen zur Sicherheit.


    Schöne Grüße und viel Erfolg

    Gerhard

    Hallo,


    in dem Zusammenhang würde mich mal interessieren, ob man den Strehlwert umrechnen kann, so dass der erste Beugungsring mit berüchsichtigt wird. Die Energie im Scheibchen und im ersten Ring in Summe im Verhätnis zum theoretischen Maximum. Dann könnte man das mit einem halb so grossen aber sehr guten vielleicht Gerät vergleichen.


    Viele Grüsse

    Gerhard

    Hallo Christian,


    ein schönes und bestimmt auch sehr funktionales Gerät ist Dir da gelungen. Die untere Stangebefestigung mit so einem Eckenschutz für Transportkisten zu lösen, habe ich bislang noch nicht gesehen und gefällt mir gut. Die Spiegel von Astroreflekt sollen sehr gut sein. Wie ist Dein Eindruck am Himmel? Wie ist die Stabilität des Okularauszugs, da er ja nur an einer Seite mit dem oberen Hut befestigt ist. Federt er da nicht u.U. zu stark, wenn das Okular mal etwas größer ist?


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Cleo,


    sehe ich genauso. Die polierte, plane Rückseite wirft das Licht wieder nach vorn zurück und wird auch noch aufgeweitet. Der Fangspiegel selbst sieht seinen eigenen Schatten. Da sollte bei einer polierten, rückseitigen Fläche kein Streulicht zu erwarten sein. Aber ja, man sieht den Hintergrund/Boden/Spiegelzelle. Glaube nicht, dass das stört, da die Lichtintenistäten sehr unterschiedlich sind in diesem Fall. Meinetwegen kann man den Tubus dann hinten mit einem schwarzen Deckel schließen und dann aber einen saugenden Lüfter einbauen. Vielleicht wäre das was.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Reinhold,


    Versuch macht Kluch. Ich vermute, dass durch die völlig ungleiche Temperatur zwischen Vor- und Rückseite die Spiegelform ganz erheblich leiden wird. Mit einem kleine Interferometer (PDI) kannst Du das selbst prüfen und damit die Konstrastübertragunsfunktion (MTF) bestimmen. Selbst habe ich zufällig einen 6 Zoll Spiegel aus gutem, altem Duran 50 mit 95 Strehl. Ich denke die Spiegelformt ist schon nach wenigen Minuten in der Sonne komplett ruiniert.

    Hoffe Dein Versuch gelingt dennoch.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Josef,


    herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Selbstbau. Für einen Refraktor ist das schon eine gewaltige Röhre.

    Ich bin keine Astrophotograph und deswegen wundere ich mich manchmal darüber, was an manchen Bildern die Experten noch zu mäkeln haben.

    Also ich finde das ein Klasse Foto dieser Galaxien.


    Viel Spaß, Freude, Beobachtungs- und Fotoerfolg wünsche ich Dir mit dem neuen Teil.


    Gerhard

    Hallo miteinander,


    ich hatte mal ein wohl recht ähnliches Gerät "Seben-Navigator II". Ein 8 Zöller mit F5. 20 Euro in den Online Kleinanzeigen. Da konnte ich nicht nein sagen.

    Spiegel war sphärisch und hatte zusätzlich deutlich Astigmatismus. Landschaftsbeobachtungen bei Tag waren o.K. aber auch hier war

    das Bild nie wirklich scharf. Mond zeigte dennoch viele Einzelheiten und Sternhaufen etc. gingen auch. Planeten konnte man vergessen.

    Vielleicht 50 fache Vergrößerung.


    Der Kratzer macht nix. Wenn Du die Spannfassung machen möchtest, allemal ein interessantes Projekt, dann prüfe den Spiegel zuvor auf

    Asti. Bau Dir eine Blende ( vielleicht 12cm Durchmesser) und zwar so, dass die Mitte des Teleskopes abgeschattet wird.


    Eine Frage an die Experten an der Stelle.


    Wäre es nicht "schlauer" als Tipp die Mitte des Telekopes abzublenden, vielleicht 12cm? Da wäre doch dann mehr Licht da und auch das Auflösungsvermögen per se wäre besser. Kann man doch bestimmt rechnen. Wie schon geschrieben, ist beim Abblenden die Obstruktion auch relativ größer.


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Glaskratzer, hallo Kai,


    danke für die aufmunternden Worte und die Hinweise. Es war alles etwas kritisch und ich war schon in Gedanken das Teil überzuschleifen, nachdem der Strehl unter 0,3 abgefallen war. Habe etwas schlecht geschlafen.


    Zunächst wurde der Randbereich mit einem 3 Zoll Tool bearbeitet. Dadurch ist die CC noch ein wenig weiter abgefallen. Anschließend ging es mit einem 10 Zoll Tool auf die 71% Zone. Das waren dann 4 Sessions mit je 15min, um die CC wieder Richtung 1 zu bekommen. Der Erfolg hat sich nicht so recht eingestellt. Die CC ist nur langsam größer geworden. Dann das gleiche Spiel mit einem 6 Zoll Tool, gut angepasst und und wieder auf der 71% Zone mit kreisenden Bewegungen und laufendem Drehteller. Das hat dann sehr kontrolliert geklappt und ging auch schneller. Der hänge Rand ist von allein wieder hochgekommen. Bei den ganzen Polituren wurde das Werkzeug nie gegen den Spiegel gedreht! Gut sichtbare Markierung aufs Tool und dann darauf achten, dass es immer zum Spiegelrand zeigt. Mit dem Lasermesser wurde der ROC nochmal neu bestimmt. Die Überkorrektur hat den ROC um 3mm verkürzt. Ein Randwall wurde mit einem 40mm Tool traktiert (2x5min) und dann nochmal mit dem 6 Zoll Tool die CC etwas angepasst (5min Session).


    Der heutige Stand. Kurve nochmals gekratzt, könnte man sagen... :whistling: . Also vielleicht, doch noch die 80 Strehl ansteuern? Die Nase auf 6 Uhr ist vom Messständer. (Ein-Punkt-Lagerung). Den roten Flecken auf 9 Uhr will ich noch etwas traktieren.



    Auswertung des Print-Through (9 Interferogramme im Hintergrund)



    Ausgelaugt, aber froh wieder Fuß gefasst zu haben.


    Schöne Woche

    Gerhard

    Hallo Kai und liebe Mitleser,


    hier der aktuelle Stand. Die "Pfützen" sind etwas weniger geworden, aber dafür nun ein Randwall und Zentralberg. Der Randbereich ist zudem abgefallen (liegt an der veränderten CC, bzw. überschießen der Parabel durch Bearbeitung des Zentrum, Rand wurde gar nicht bearbeitet).


    Mein Vorgehen wäre nun mit einem kleinerem Tool (8cm) den Randwall abzuarbeiten, dabei die Pfütze im Westen auszulassen. Später dann das Zentrum vorsichtig abzuarbeiten.

    Die konzentrischen Kreise sind in Zoll. Die Höhenskala ist in Wave. Die Auswertung bezieht sich auf CC-1.


    Den Gedanken an Karbo 1000 und den Blick zum 20 Zoll Schleiftool verkneife ich mir noch. Das Glas poliert schnell aus, aber der Weg zur Parabel mit den vielen Waves, die es wegzubaggern gibt, war doch langwierig.




    Viele Grüße und ein schönes Wochenende

    Gerhard

    Hallo Peter,


    also dieses Foucault-Bild sieht für mich sehr vielversprechend aus. In der Mitte noch ein kleiner Berg, der liegt aber im Schatten des Fangspiegels.

    Da würde ich nun auch nichts mehr dran machen, schon gar nicht mit Blick auf die Messdaten.


    Das PDI: Ich finde es macht sogar eher weniger Arbeit als Foucault. Bilder mit der Kamera machst Du ja schon. Das ist beim PDI das Gleiche. Eine Auswertung über ein PC-Programm machst Du auch mit Foucault. Das machst Du beim PDI auch. Ich meine vom Aufwand schenkt sich das nichts.


    An Deiner Stelle, würde ich mich nun aber auch an den Bau des Teleskops machen. Den Spiegel testen und nur dann, wenn je etwas wäre, mir Gedanken über ein PDI machen.


    Gutes Gelingen

    Gerhard

    Hallo miteinander,


    danke für die aufmunternden Worte....bin aktuell noch in der Trotzphase gefangen....Und suche noch nach einem Weg, die Löcher zu stopfen. Das Überpolieren hat nicht viel gebracht. Bin bei einer CC von -0,95 und arbeite mich wieder hoch an die -1. Nunja hoffe, dass bis dahin die Löcher etwas weiter zugehen.


    Könnte folgendes funktionieren?


    Die CC auf -1,05 z.B. zu bringen. Dann sollte, müsste doch auf wundersame Weise dem Spiegel Glas zuwachsen im Bereich der 71% Zone. Anschließend diese mit kleinerem Tool wieder zurückarbeiten und dabei (hoffentlich) die Löcher auslassen.


    Die einzelnen roten Punkte sind meist Messartefakte aus den teilweise wenigen Interferogrammen, mit denen ich den Mittelwert gebildet habe. Das PT betrug zuletzt >96% Strehl. Das ist so in etwa der Wert, den ich auch bei den anderen Spiegeln hatte.


    Hallo Kai, schön von Dir zu hören. Ich war mit den Mini-Tools unterwegs, um einige der roten Stellen zu traktieren. Leider, leider wurde ich ungeduldig, als ich die 80% Strehl in greifweite sah....Der "Endspurt" wurde zur Rolle Rückwärts. Definitiv wieder was dazugelernt, auch wenn es hart ist. Gut möglich, dass ich dann bei den 70% Strehl, falls ich wieder da rankomme, dann den Griffel weglegen werde.


    Viele Grüße und CS

    Gerhard