Posts by Gerhard_S

    Hallo Selbstschleifer,


    ein Bericht über die Entwicklung und Fertigung von hochpräzisen Spiegeln bei Zeiss Oberkochen für die EUV - Lithographie Optik wird am morgigen Sonntag um 15 Uhr im Wissenschaftsmagazin "hitec" in 3-Sat ausgestrahlt. Den Bericht habe ich selbst noch nicht gesehen, kann also nicht sagen, inwieweit er "redaktionell bearbeitet" wurde. Für alle, die sich fürs Spiegelschleifen interessieren aber sicherlich hoch interessant einmal hinter die Kulissen der professionelle Spiegelherstellung zu schauen. (Vorabinfos bei http://www.3sat.de).


    Viele Grüsse


    Gerhard

    Hallo Astrotreffler,


    auf dem ITV habe ich den sehr schönen Binodobson von Uli gesehen, der mir wirklich gut gefällt.
    Doch frage ich mich, was ein solches Gerät bringt (Jetzt mal abgesehen vom Spass am Bau eines solchen Gerätes).


    Gibt es einen optischen Grund für ein Binoscope ?. Ich meine, wenn ein solches Gerät von erfahrenen Hasen in den Himmel gelobt wird, muss es doch einen Grund geben (abgesehen von der bautechnischen Meisterleistung, sondern (Fraunhofer lässt grüssen) beurteilt nach dem was "hinten" dabei rauskommt).
    Vielleicht kann mir jemand den Grund verraten.

    Besser im Sinne von leichter, transportabler und praktikabler (Justierung der beiden Achsen) etc. wäre, und da glaube ich wird mir keiner widersprechen, ein traditioneller Dob mit 100% mehr Öffnungsfläche und gutem Binoansatz.


    Also: Was ist so toll am Binoscope ?


    Viele Grüsse


    Gerhard

    Hallo Stathis,


    ich muss mich Kurt anschliessen.


    Von oben nach unten:
    Ich finde der Secondary Cage ist recht kompliziert gebaut. Allein die Dreicksform oder gar Rechteck, wie ich es bei einem französichen 80cm Dob mal gesehen habe, ist vom Gewicht einem klassischen Ring deutlich unterlegen. Ferner das klizernde Alu in unmittelbarerer Nähe zum Okularauszug ist auch nicht so der Hit. Die Konstruktion der Dreieckverbinder finde ich zu kompliziert. Zuerst dicke Dreiecke sägen, um sie dann mit Löchern wieder auszuhöhlen (Gewicht). Da nehme ich besser gleich in 20mm Alurohr und lasse es mir beim Schlosser Kreisrund biegen.


    Die Spinne: Ich selbst habe mal eine Zeit lang mit diesen Wire-Thema experimentiert. Zu verlockend waren die Aussichten. Leider ist es mir nicht gelungen das Schwingungsverhalten zu kontrollieren. Insbesondere schwingt eine solche Spinne längst der optischen Achse (Ähnlich einem Bungeespringer). Je schwerer der Fangspiegel desto länger. Bei einem grossen Dob also sehr lange. Möglich wäre jedoch eine Kombination 2 Wire-Arme + ein konventionller Arm.


    0,75 inch für die Stangen sind schon bei konventionellen 8er Truss sehr gewagt. Umsomehr bei nur sechs Stangen. Würde mich sehr interessieren wie die Kolliminationskonstanz da aussieht.


    Gelunden finde ich die Idee mit den faltbaren Höhenrädern. Das gefällt mir wirklich gut und finde ich Spitze. Zumal die Tendenz zu immer grösseren Höhenrädern geht um eine flache Rockerbox zu
    erreichen.
    Was mich aber wieder stört ist der extrem Dicke und ausladende "Rockerring". War das ein Unfall oder was ist da passiert ? Ich meine man konstruiert sich einen ab um hier und da ein paar Gramm zu sparen und dann kommt das dicke Ende zum Schluss...Minimalistisch und angemessen Transportabel ist das nicht.


    Greg B. hat mit seinem 24 Zöller grosse "Wellen" im ATM erzeugt. Verzicht auf Spiegelbox, Höhenräder direkt an die Spiegelzelle angeflanscht, Rockerring statt Rockerbox, Singel-Ring, 6 statt 8 Streben etc. Bleibt da nicht am Ende nur noch ein fragiles Klappergestell übrig ?. Ich habe Dobson erlebt, die waren so leicht, wenn man am Hut nachführt, hebt sich das ganze Teleskop vom Boden ab. Wenn man loslässt schnellt es wieder zurück.
    Man darf nicht vergessen, dass ein solches Slim-Fast-Programm ja auch Nachteile hat.
    Ein 6er Truss wird nie die Stabilität und Kollimationkonstanz bieten wie ein 8er Truss. (Paradoxerweise kommen diese Fernrohre auch noch mit Öffungsverhältnissen von F4,x an). Ein Singelring wird nie den Steulichschutz und die Transportsicherheit für den Fangspiegel bieten können, wie ein konventioneller Double-Ring. Gleiches gilt für die Spiegelbox. Wie schützt Greb.B seine Spiegel beim Transport ? Oder wie gegen allzu neugierige Finger auf einem Teleskoptreffen ? Kommt am Ende doch die grosse Holzkiste wieder drüber ?
    Es ist eine sehr individuelle Frage inwieweit man die Performance von seinem System drücken möchte um Gewicht zu sparen.
    Ich persönlich finde Deinen Cyclopen da weitaus besser. Ab einem bestimmten Punkt halte ich es für sinnvoller Gewicht nicht durch weitere Telekopverstümmelung einzusparen, sondern bisherige Materialien duch moderne Materialen wie z.B. Carbon oder moderne Bauweisen, wie das Kompositverfahren, zu ersetzten.


    Viele Grüsse


    Gerhard

    Hallo Stathis,


    bau den Fangspiegel nicht im 45 Grad ein sonderm z.B. 20 Grad, so dass das Licht wieder zurück zu Dir fällt. Du umsegelst damit den ganzen anderen Schotter. Bei F 4,5, hast Du damit Einblickposition von F3, und das bei viel weniger Koma und die ganzen anderen Probleme (z.B. Kollimination).
    Das ganze ist vor allem noch praktikabel. Tobe Dich doch mal zur Abwechslung an einem kreisrunden (aufgrund des geringeren Kippwinkles wäre das sogar i.O) Planspiegels aus. Rohlinge hast Du ja, und zum Prüfen für so einen Planpspiegel benötigst Du nur einen entsprechen grossen Kugelspiegel (Für Dich ja wohl kein Problem. Vermutlich liegt sowieso bei Dir einer gerade herum [:)]) um den Foucoult-Test darauf anwenden zu können. Notfalls kauft Du Dir einen sehr guten. Der wäre noch bezahlbar. Jedenfalls zig mal billiger als all die diskutierten Diabolischen-Megaflächen.


    Ich verstehe die ganzen anderen Vorschläge hier nicht. Vielleicht denke ich zu einfach.


    Viele Grüsse


    Gerhard

    Hallo Stathis,


    ich denke, das mit den Reisedobson hat sich einfach noch viel zu wenig rumgesprochen, als das es eine grosse Nachfrage gibt.
    Reiseteleskope gibt es jede Menge, der Dobsontyp ist aber die absolute Ausnahme bzw. nur als Selbstbau zu bewundern.


    Ein solches Gerät wäre im Verhältnis zu seiner Grösse, doch wieder recht teuer. Wenn ich z.B an den Reise-Dobson von Patrik W. erinnern darf (BTM).
    Die ganzen Aussparungen zweck Gewicht > Teuer.
    Truss Konstruktion zwecks Kompaktheit und Gewicht > Teuer.
    Gescheiter Okularauszug statt Plastik > Teuer.


    Grundsätzlich brauchte die Industrie lange, bis sie das Dobsonkonzept überhaupt aufgegriffen hat. Und was heute kommerziell an Dobsons geboten wird, reicht bei weitem nicht an das heran, was man sich selbst Bauen kann.
    Selbst ein Obsession oder Starmaster, die ich nicht als kommerziell gefertigte Geräte ansehe und die ich für sehr gut halte, reichen an Deinen Cyclopas (wie schreib man dass[8D]) oder an das Scope von Greg Babcock einfach nicht heran. Da fehlt der "Minimalist-Spirit", der schlichtweg teuer ist, der aber gerade für ein "echtes" Reiseteleskop (Ok. mit 24 Zoll kann man auch verreisen) unverzichtbar ist.


    Ferner, wie schon genannt, der Wunsch zu fotographieren. Geht halt nicht gescheit mit Dobson.
    Interessieren würde es mich schon, wie ein Reisdobson ala Koch oder Patrick. W bzw. Dein Gerät als Syntha-Version aussieht, nachdem es durch die Mangel des "Target-Pricing" gedreht wurde.[8D]


    Viele Grüsse


    Gerhard