Posts by Gerhard_S

    Hallo,


    danke für die Antworten von Euch! Bin sozusagen wieder etwas schlauer geworden:-). Ich nehme mit, dass es an der sehr homogenen Verteilung der DM in unserem Sonnensystem liegt. Das Beispiel mit dem Meer trifft es wie ich finde ganz gut. Die Skalen sind in unserem Sonnensystem wohl zu klein. Ob sich dunkle Materie nicht doch auch zusammenballen kann? Einen Artikel, wonach es möglicherweise auch schwarze Löcher aus dunkler Materie geben könnte, habe ich hier gefunden. Schwarze Löcher aus dunkler Materie


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Sternfreunde,


    ein Frage, die ich mir schon länger Stelle. Jetzt berechnen die Astronomen dank Newton und Einstein die Planetenbahnen oder die Bahnen von Raumsonden auf das aller, aber auch aller, aller genaueste voraus.

    Einstein hat halt immer recht:-). Aber die Kosmologen sagen, das Universum bestünde zu rd. 25% aus dunkler Materie und diese, gemeinsam mit der dunklen Energie, ist die alles bestimmende Kraft.

    Wo ist die dunkle Materie, wenn nun Raumsonden, Planeten und auch Kometen etc auf das genaueste nach Newton bzw. nach Einstein sich bewegen?


    (Ich habe mir zunächst gedacht, dass bei uns halt keine dunkle Materie ist. Nunja. Ich denke aber, dass unsere Sonne, gemeinsam mit den anderen Sternen, ebenfalls schneller, um unser Galaktische Zentrum

    kreist als allein aus der sichtbaren Materie erklärbar. Folglich sollte es doch eine gravitative Wirkung hier bei uns geben.


    Schönen Dank

    Gerhard

    Hallo Frank,


    es geht vorwärts; Klasse.


    Mein Erfahrung ist, dass man den Rand der IGs genau einkringeln muss. Je schneller der Spiegel desto kritischer. Tut man das

    nicht, passt die Korrektur nicht zu den Spiegeldaten. Ein scharfer Rand bei den IGs wäre mir wichtig, ansonsten hätte ich selbst wenig zutrauen zu meinen Messergebnissen.


    Den Asti hast Du jetzt in der Auswertung deaktiviert. Jetzt kommst Du auf 96 Strehl, was natürlich super ist, aber gerade bei diesen hohen Strehlwerten, wenn diese eine Aussagekraft haben sollen, ist es wichtig dann wenigsten in zwei Positionen zu messen und den Asti-Term zu aktivieren. Aber Zahlen sind freilich auch Schall und Rauch. Wenn die Kante gut ist und der Asti nicht da ist und Du diesen zwecks "Schnellauswertung" deaktiviert hast würde ich auch loslegen.


    Ich selbst habe bislang immer nur so parabolisiert, indem ich die Mitte abtrage und am Rand nichts mache. So wie Du es vorhast, könnte es auch klappen. Ich habe bislang noch von niemandem gelesen oder gehört, der es so gemacht hat. Wäre mal Neuland. Bin gespannt ob es klappt.


    Wie auch immer Du vorgehst. Ich wünsche Dir viel Erfolg


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Sternfreunde und Kosmologen,


    ich grüble über eine prinzipielle Frage, ein wohl geometrisches Anschauungsproblem und bekomme das nicht überein. Da heißt es zum einen, dass das Universum früher winzig klein war und in einem Urknall entstanden ist. Dann heißt es zum anderen: Schaut man mit einem Teleskop ganz tief ins Universum hinaus, schaut man auch immer weit in die Vergangenheit zurück. Also im Kern in jene Zeit als das Universum winzig klein war.


    Schaut man durch das Teleskop (vielleicht gibt es auch mal Gravitationsteleskope o.ä) z.B. Hubble-Deep-Field und somit an den Rand, quasi in die Kinderstube des Universums, oder meinetwegen sogar bis fast zum Anfang zurück, habe ich nicht den Eindruck, dass das Universum früher klein war. Im Gegenteil, das Universum zeigt sich immer gewaltiger mit unzählbar vielen Galaxien, egal in welche Richtung man auch blickt. Ist die Abbildung im Teleskop verzerrt und die Größe des Universums, wenn man immer tiefer ins All Blick oder blicken könnte, irgendwann dann nur noch eine optische Illusion?


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Frank und Rene,


    ich habe mich auch an einer Auswertung versucht und komme, wohl recht nahe an das Foucault-Bild ran. Gut, ein Interferogramm ist nich wirklich belastbar. Tendenziell stimmt es aber mit Foucault überein.

    Ich habe es jetzt mit einer CC von 0 ausgewertet. Du stehst ja noch vor dem Parabolisieren. Ob der Asti so real ist, kann ich nicht sagen. Eventuell mal Sterntest machen oder mehrere IGs mitteln.



    Und dann noch das Foucault-Bild aus Open-Fringe. Da sieht man auch den "Kasegefüllten"-Pizzarand mit dem Loch in der Mitte. Asti sieht man nicht, wie so häufig im Foucault-Test. Den würde ich als erstes wegmachen, wenn er sich so bestätigt. Das Loch ist ja "relativ" bei einer cc von -1 hast Du natürlich einen Berg. Das wellige kommt, da ich nur ein IG hatte.



    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Kurt,


    nur zur Sicherheit: Bevor du mit Parabolisieren anfängst: Bei 8 Zoll F8 ist das Teil ratz fatz parabolisiert bzw. hast u.U. ein Loch in der Mitte bzw. bis weit Überschossen. Grob geschätzt bestenfalls 5 Minuten, würde ich Parabolisieren dann messen und das Teil ist wahrscheinlich schon so gut wie fertig. Also nix mit "Ich habe jetzt zügig 1 Stunde parbolisiert MOT mit Überhang und der Parabelschatten kommt mir irgendwie komisch vor...." =O


    Wenn Du vor hast, später mal einen größeren Spiegel zu schleifen, dann besorge Dir von MIchael Koch ein PDI (Point Diffraction Interferometer) und ließ Dich in Ruhe in das Thema hier im Forum ein. Teste Deinen Spiegel so wie er aktuell ist. Natürlich geht das auch mit Foucault ganz wunderbar, mit dem Spiegel hier sowieso. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du Dir ein gnadenloses Loch reinpolierst. oder Dich mit Zonen-Messen verzettelst. Mitte und Rand. Zwei Zonen. Mehr würde ich nicht machen bei dem Spiegel.


    Als Sphäre hat Dein Spiegel schon jetzt rund 0,65 Strehl. Und berücksichtigt man die Obstruktion von z.B 40mm dann schon 70. Macht schon ein recht scharfes Bild. Besser als ein Loch. Du musst die Mitte um knapp 0,25 Lambda an der Wellenfront absenken. Bzw. an der Oberfläche Deines Spiegel 1/8Lambda oder auch 550nm/8 ~ 70 Nanometer wegnehmen. Das ist soviel wie ein Haar in 15 Sekunden wächst. Das ist fast nix. Und dann hast Du schon einen extrem scharfen Spiegel (wenn der Rest auch passt).


    Schöne Grüße und viel Erfolg

    Gerhard

    Hallo,


    danke. Dobson läuft und funzt. Packtechnisch ist es schon ein Klöpper. Mein Womo war ganz schön vollgepackt. Klappbare Höhenräder oder so wie es andere machen. Abschrauben und gut ist. Dann bekomme ich auch Rockerbox und Spiegelkiste zusammen unters Bett im Womo geparkt. Von der Breite passt es wie angegossen.

    Das ITV war diesmal viel Sterntesten mit allerlei guten und wertigen Okularen. Der Explore Scientific Paracorrector, konnte ich mir von Rüdiger leihen und passte auf anhieb. Und so ein schönes Ethos noch dahinter...lechz. Teilweise fand ich den Einblick was schon zu niedrig. Statt ner Leiter dann ne Stehilfe einpacken..;-)

    Die Strukturen waren bei mir praktisch nicht, vielleicht mit Augenverbiegen, auszumachen. Bei Rüdigers Spiegel waren sie deutlich im defokusiertem Bild zu sehen. Bei nur noch 4mm Glasdicke wird es dann wohl kritisch. Das war ein bischen Schade nunja. Die Form war hier nun leider gebrochen und es musste nun mehr ausgeschliffen werden. Ein Versuch.


    Hallo Timm, ja schade, das nicht da warst. Hab nach Dir gefragt. Die Idee mit dem Planetenloch habe ich von Dir. Öffnung reagiert schon empfindlicher auf das Seeing. Planeten habe ich noch nicht beobachtet. Mit der Blende "flirrte" das Bild weniger. Schön bei E Lyra zu sehen. Zwei bekannte Klassiker wie M13 und Hantelnebel waren nochmal deutlich beeindruckender als im 20iger und mussten als Testobjekte für diverse Okulare herhalten:-)


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo beisammen,


    für alle, die nicht auf dem ITV waren, kann ich sagen, dass das Teleskop nun doch noch pünktlich fertig wurde. Ein paar Optimierungen wird es im Nachgang noch geben, aber insgesamt funktioniert alles so wie gedacht und geplant. Zum Abschluss noch zwei Fotos meines neuen 26-Zöllers mit tiefergelegtem Einblick.





    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo,


    danke für das Feedback!


    Holger, das Angebot nehme ich gerne an. Du wohnst ja um die Ecke ggf. ergibt sich ja doch mal die Gelegenheit auch zum spechteln.


    Aber was das Silber angeht, so habe ich zumindest gelesen, dass es etwa ein knappes Jahr hält. Der Feind der Silberschicht ist weniger der "Gilb" sondern eher Tauwasser

    und Schmutz, die dann in Kombination zu "Lochfras" führen. Gerald sagt, dass wenn man den Spiegel gut abdeckt, er auch Jahre halten kann. Wie es aber mit Lochfras aussieht, wenn der Spiegel öfters mal zutaut, und hier denke ich an den Planspiegel vor allem, ist so eine Sache. In den USA, wie im Link, verwenden sie nach der Versilberung noch ein "Anti-Gilb-Mittel". Aber so heißt es dort, dass dieses auch nur gegen den Gilb schützt. Immerhin etwas. Es schützt aber nicht gegen Lochfras.


    Der Aufwand hält sich in Grenzen insb. wenn man gleich mehrere Spiegel aus seiner Teleskopsammlung zum Frühjahrputz versammelt. Was fehlt wäre halt noch ein Mittel, um die Haltbarkeit zu verbessern. Mein Gedanke kreist hier um eine Nanoversiegelung. Ausprobiert habe ich das noch nicht, das will ich aber mal testen. Oder gibt es hier schon Erfahrungswerte?? Solche Versiegelungen gibt es für Metalle auch Silber z.B sowas: Nanoversiegelung Edelstahl & Metall (nanotrends.eu). Da habe ich mich mal etwas tiefer informiert, und erfahren, dass es sich um Siliziumoxid 8| handelt . Aber ich bin da noch sehr vorsichtig, nicht dass dann der Spiegel dauerhaft "imprägniert" ist und sich weigert eine neue Silberschicht oder Alu anzunehmen. Das wäre dann ein Schuss nach hinten.


    Jörg, das könnte man bestimmt mal auch mit dem I-Meter vermessen. Im Moment "stöpsle" ich den Dobson vollends zusammen. Die Mechanik ist inzwischen auch, naja nicht ganz fertig wie ich mir das denke, aber einsatzbereit. Dann geht es aufs ITV. Dann kann man mal testen und beobachten. Die Verspiegelung ist nicht fehlerfrei. Das kann man, jedenfalls in Amerika, noch deutlich besser hinbekommen. Aber ich war so begeistert, dass es überhaupt im ersten Versuch wie ich finde doch ganz gut geklappt hat, dass ich es jetzt mal so lassen werde.


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Sternfreunde,


    man glaubt es kaum aber es hat funktioniert. Die Kollegen aus den USA haben hier Spray Silvering Telescope Mirrors (google.com) eine ausführliche Doku gemacht.

    Ob das bei uns jemand schon gemacht hat? Keine Ahnung. Jedenfalls hat mir das so gut gefallen, dass ich das Thema aufgegriffen habe und so meinen

    26er versilbert habe. Fazit: Es funktioniert und es ist sehr sehr sparsam was das Silbernitrat angeht. Es ist bei mir nicht gaanz so absolut perfekt geworden wie

    bei den Kollegen, aber sehr gut fürs erste mal. Und sicher kann ich das noch etwas verbessern. Auf jeden Fall völlig ausreichend für meine bescheidenen Belange;-). Einen Helfer hatte ich dabei, der ein paar Fotos von der Session gemacht hat.

    Jedenfalls, und das ist die gute Nachricht, muss man nicht wie bisher bei uns üblich in ominösen Vollbädern literweise teure Brühe ansetzen in denen dann der Spiegel Face-Down/Face-Up oder sonst wie herumgewuchtet

    werden muss.


    Wie bin ich vorgegangen: Zunächst habe ich festgestellt, dass das von den Amerikanern propagierte Komplettpaket von "Angel-Gilding" mit vielen Chemikalien teuer ist. Also bin ich auf die Seite von Kollegen Otterstedt gegangen

    Verspiegeln einer optischen Fläche (otterstedt.de) und habe mir darüber hinaus mehrmals das Video von Gerald angeschaut (92) Vorlesung Organische Chemie 2.59 Prof G Dyker Experimental Verspiegelung Teleskopspiegel - YouTube. um ein Gefühl für die Sache zu bekommen und die Abläufe besser zu verstehen und eben die Rezeptur.


    Ein Vorversuch hat ergeben, dass ich mit weniger Silbernitrat auskomme. 2 Sprühflaschen für die beiden Lösungen und ein Pumpsprüher für das destillierte Wasser wurden beschafft. Als Reinigungsmittel wurde VIS besorgt, aber auch zusätzlich

    Calciumcarbonat (feinst), weil die Amis das so machen. Die Rezeptur bzw. das Vorgehen habe ich so gemacht, wie bei Otterstedt beschrieben, aber statt der dort angegeben 2,5g Silbernitrat wurden nur 1,6g verwendet.


    Ich war mir aber nicht sicher, wieviel fertig angemischte Silberbrühe ich denn nun brauche für den 26er (Zur Herstellung sieh hier Karboknirschen mit 26 Zoll - Das Teleskop-Selbstbau Optikforum - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community). Jetzt passen bei mir in eine Sprühflasche genau 1 Liter. Also wurde ein Liter der Silberlösung hergestellt und zugehörig dazu 1 Liter der Zuckerlösung (Dextropur). Alles auf gut Glück in der Hoffnung, dass es ausreicht.




    Als Halter, wurde der vorhandene Mesständer ein wenig umgebaut. Darunter wurde eine Wanne mit Holzlatten und Teichfolie gezimmert. Beides wurde auf einem Tisch im Carport aufgebaut und der Boden ein wenig abgedeckt.

    Danach wurde der Spiegel mit Leitungswasser erstmal runtergewaschen, dann ging es mit destilliertem Wasser weiter. Anleitung wie bei den Amis bzw. Otterstedt. Wichtig ist auch die Kante des Spiegels

    sauber zu bekommen, sonst gibt es Triefnasen in der Beschichtung. Das Glas muss "quitschen" bzw. den sog. "Waterbreak-Test" bestehen. Interessant dürfte sein, dass an dem Tag doch ziemlicher Pollenflug herrschte und ich keine Vorkehrungen dagegen traf. Es hat sich nicht negativ ausgewirkt.



    Ausleben der Wild-West-Träume mit zwei Pistolen. Das Glas wurde erst gelblich/bräunlich und dann immer dunkler und es begann zu spiegeln. Das zu sehen, war schon interessant.

    Die Unterstützungsstrukturen verschwanden mehr und mehr. Mein Helfer (Danke Rudi) durfte auch sprühen, denn mir wurden die Hände etwas lahm. Definitiv Konditionssache.


    Hier schon fast fertig.



    Der Spiegel wurde mit destilliertem Wasser abgesprüht und dann mit einem Camping-Fön trocken geblasen bzw. die Wassertropfen wurden vertrieben.

    (Musste etwas nah ran mit dem Gebläse, weil ich keine ausreichende Spannungsversorgung für den Autostecker des Föns improvisieren konnte/ das Auto war ja nicht im Carport)

    Der 26er war verspiegelt!!!



    Dann doch eine Überraschung: Der 26er war versilbert, aber die Pumpflaschen noch immer halb voll mit guter Silberlösung.

    Nun wurde improvisiert. Zwei weitere Optikteile aus der Werkstatt genommen. Habe ja nicht unbedingt damit gerechnet, dass das klappt:-)


    Es ging mit dem Planspiegel für den Lowrider weiter (165mm Durchmesser). Hier ein Foto beim reinigen mit Watte und Calziumcarbonat.



    Es war dann immer noch eine gute Menge der Silbermischung da. Also wurde noch ein ultraleichter 17er hinterhergeworfen:



    Dann waren beide Sprühflaschen aufgebraucht bzw. insgesamt rund 5,5g Silbernitrat verwendet. (Das lief zum Schluss fast schon wie am Fließband). Kostentechnisch, ja dann doch besser als gedacht. Mit allem 10 Euro geschätzt.



    Die Ausbeute: Da freue ich mich. Es funkelt und spiegelt (Der kleine Planspiegel liegt etwas verdeckt hinter der Holzkiste).


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo beisammen,


    der Sandwich-Boden ist fertig geworden. Probeweise, eine Montage, ob alles auch zusammenpasst wie gedacht. Es war ein komischer Moment, als die ganzen Einzelteile nun zusammengesetzt wurden und das UT sich vom Plan in die Realität begibt. "Schon ein ziemlich großer Kübel" war mein erster Gedanke, aber es passt alles gut zusammen. Da ist mir ein kleiner Stein

    vom Herzen gefallen.




    Dann mal, das UT in Richtung 45 Grad geneigt, um zu sehen ob alles gut durchschwingt.



    Ohne Teflonpads, geht bei 45 Grad gerade noch eine Briefmarke dazwischen. :whistling:.


    Als nächstes kommt noch das Bodenbrett dran, dann wäre der Rohbau fertig. Meine Idee wäre das Holz weiß zu beizen und dann Hartwachs/Öl drauf.


    Hallo Rüdiger, wie schnell ginge denn das in Bergedorf zum Beschichten i.d.R. Habe jetzt nicht so damit gerechnet, das zum ITV noch hinzubekommen. Aber gerade habe ich wohl im ATM einen "guten Lauf". Die Spiegelzelle hat mich zuviel Zeit gekostet. Aber wenn jetzt der kleine Bruder da ist, da freue ich mich dann besonders.


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Freunde der großen und leichten Tüten,


    bei meinem Projekt geht es ein Stückchen weiter. Die Höhenräder wurden geschnitzt und nun baue ich gerade an der Rockerbox. Sandwichboden aus 12 bzw. 6,5mm Multiplex leisten. Das Gerippe ist 30mm hoch. Ein Kreissäge ist eine feine Sache, da sind die Streifen gerade und immer schön gleich breit. Nix mehr am Anschlag der Säge verstellen und lieber ein paar Leisten auf Vorrat schneiden. Die obere und untere Deckplatte ist nur 4mm dünn. Bei meinem 20iger Dob ist der Boden massiv aus zwei Platten a 12mm Multiplex. Gewichtstechnisch ist das jetzt enorm viel leichter, allein weil auch das mittlere Teil später noch rausgemacht wird. Ob das was federt kann ich nicht sagen, ich habe jetzt den Abstand der Rippen auf 12mm gesetzt. und eben diese 30mm hoch.

    Im Hintergrund noch die Seitenteile für die Höhenräder der Rockerbox. Die Aussparungen dort sind mit einer Schablone (4mm Mulitplex mit Stichsäge hergestellt), Oberfräse und einer sogenannten "Kopierhülse" für die Oberfräse gemacht.



    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo René,


    herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung und zum Firstlight. Die Spiegelzelle mit den umlaufenden Radiallagern ist definitiv ein Hingucker. Ganz schön ausgeklügelt, wie so oft im ATM:-). Wie ist es mit der Kuppel? Auch selbst gebaut? Da kommt ein wenig Neid auf.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Bengt,


    eine klassische Zelle nach Kriege Berry funzt gut bei 24 Zoll und 2 Zoll dickem Spiegel (rd 30kg) mit 30x30x30 Alu Vierkant. Nunja in Deinem Fall würde ich zu 40iger greifen.


    Klingt nach einem spannenden Projekt. Viel Erfolg


    Gerhard

    Hallo Bengt,


    54 Punkte ist ja eher eine Ausnahme. Ich hatte zunächst Multiplex im Sinn und bin dann doch bei 3mm Alublech hängen geblieben. Ausgeschnitten wurden bei mir die Dreiecke mit einer Stichsäge, die entlang eines Anschlags geführt wurde. Das ging wider erwarten schnell und mühelos (wie gesagt bei 3mm Alublech).


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Hannes,


    sieht für mich so aus, als hätte der mittlere Bereich Deiner Linse eine etwas zu lange Brennweite>Unterkorrigiert.

    Was Du einfach mal ausprobieren könntest, wäre ein Streifen Malerkrep mittig über das Objektiv (logisch nicht aufs Glas...also an der Taukappe) kleben. Ist die Korrektur i.O. sollte die schwarze Verschattung im intra- / extrafokalen Bild durchgängig die gleiche Breite aufweisen.


    Neben nicht optimaler Linsenform oder Montage könnte es vielleicht auch nur an der Auskühlung liegen.


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Marcel,


    ja das ist ein Gelenk, ähnlich wie bei einem Dreieck.


    Hallo Harold, bin mit nicht sicher, ob ich Dich in allen Punkten richtig verstehe. Meine Lagerdreicke haben kein Gegengewicht. Sehr klassisch, wie im Kriege Berry beschrieben. Aber ja richtig. Auch wenn man die Spiegelzelle hochkant stellt, sollten die ganzen Wippen und Dreiecke nicht nach vorn- über kippen oder zumindest mit wenig Kraft. Naja besondere Geometrie oder Gegengewichte. Alternativ mit etwas Kompromiss den Aufbau möglichst flach halten, um den Effekt zumindest klein zu halten. So habe ich es gemacht. Bei der Wippe für die Kante ist es eine Gewindestange, aber hakeln tut da nix. Geht sehr leicht, auch bei Belastung. Mangels konkreter Blaupause musste ich etwas "hirnen". Ich hoffe und denke, dass es so auch geht. Sicher Wissen tue ich es freilich nicht.


    Schöne Grüsse

    Gerhard

    Hallo beisammen,


    zunächst mal vielen Dank für die ganzen hilfreichen Tipps. Ich habe jetzt entsprechend die Zelle doch nochmal um 180 Grad gedreht, also so wie von Euch vorgeschlagen. Jetzt liegen die Justierschrauben wieder unten. Das ist so aber einfacher zu konstruieren und ergibt, wie schon angemerkt, mehr Bodenfreiheit. Bei der Justage bin ich aber noch ein wenig "konservativ" dh. von hinten wird justiert. Wie ist das denn, wenn man eine Socke oder Teilsocke dann drüber hat? Eventuell kann ich dann später mal mit einem Riemen die Einstellung nach oben verlagern. Vorgesehen ist das schon, aber noch nicht umgesetzt. Ich muss sagen, der Bau der Zelle war schon einiges anspruchsvoller, als der einer klassischen Zelle nach Kriege/Berry. Habe es etwas unterschätzt.


    Gestern war es dann endlich soweit. Es wurde dann mal überprüft, ob der "Hintern" in die neue "Hose" passt. Ein wenig mulmig ist es schon, mit einem 17er Gabelschlüssel in der Nähe eines Teleskopspiegels für eine gutes Anzugsmoment wichtiger Schrauben zu sorgen....Sowas macht man besser ausgeschlafen, bei hellem Licht.


    Hier mal ein Foto bei der Anpassung des kinderleichten Spiegels.



    18 Punkt Zelle aus Aluminium. Kantenlagerung über astatische Wippe im 90 Grad Winkel.



    Wenn das funktioniert, dann habe ich wohl den schwierigsten Part bei der Mechanik nun endlich gemeistert. Uff. Die Option, das allein mit Kugellagern zu machen wäre wohl denkbar. Ich wollte aber etwas realisieren, wo ich das Gewicht der Brücke (50g) kompensieren kann. Da kam mir die Idee, das mal mit so einem astatischen Hebel zu machen.


    Schöne Grüße

    Gerhard

    Hallo Martin,


    ich glaube nicht, dass eine neue Verspiegelung Dir erkennbar eine bessere Leistung bringt, dafür erscheint mir die Schicht mit den paar Flecken noch zu gut. Wenn Du das Geld aufwenden willst, dann mache es schaden tut es freilich nicht, und es ist Dein Teleskop und soll Dir gefallen und Freude machen. Aber schon nach einer gewissen Zeit wirst Du wieder Unbill haben. Staub, Wasserflecken von Tau, andere Krabbeltiere. Damit wirst Du immer ein Stück weit leben müssen, denn sonst müsstest Du Deinen Spiegel ständig reinigen und das ist keine gute Idee.


    Bei den fleckigen Stellen, soweit ich es sehen kann, ist die Schicht nicht offen. Korrosion ist braun/schwarz, der Spiegel ist an der Stelle völlig blind und die Stelle fühlt sich auch rau an, wenn man mit dem Finger vorsichtig darüber streicht.


    Viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Martin,


    und wie ist das Bild, wenn Du durch Dein neues Teleskop schaust? Ist das Bild hell und scharf? Ich würde den Spiegel so lassen. Aber klar Ansprüche sind unterschiedlich. Jetzt hast Du wenig Geld gezahlt und dann willst Du Bedampfen und u.U. den sogar neu Schleifen lassen? Hast Du den Spiegel getestet? Hat er eine falsche Form, dann könntest Du Dir das überlegen. Da hast Du aber bestimmt nichts gegenüber einem neuen Teleskop/Spiegel gespart.

    Nach meinem dafürhalten, wäre die Schicht i.O. Und wenn der Spiegel ansonsten scharf ist, würde ich bestimmt nichts dran machen.


    Schöne Grüße

    Gerhard