Hallo,
ich hatte diese Frage schon mal im Technikforum - als Antwort auf eine dort gestellte Frage - reingesetzt. Das war wohl nicht so ganz richtig. Daher hier noch mal unter einem eigenen Betreff:
Ich besitze seit ca. 5 Jahren ein LX50 10" SC von MEADE. Jetzt bin ich endlich so weit, damit fotografieren zu wollen und stelle fest, dass die RA-Nachführung offensichtlich "ruckelt". In DEK ist das Teleskop noch nicht genau eingenordet, in O-W-Richtung schon. Meine ersten Bilder sehen so aus: Sterne in Richtung S, Dek ca. 0°, werden zu Strichen in O-W-Richtung, deren Länge unabhängig von der Belichtungszeit ist. Bei genauem Hinsehen sind die Striche zusammengestauchte Sinus- oder Sägezahn-Kurven. Die Länge der Striche ist ca. 2-3 Venus-Durchmesser.
Bilder von Sternen im Westen sind deutlich sichtbare Sinus- oder Sägezahn-Kurven, Amplitude von Spitze zu Spitze ca. 2-3 Venusdurchmesser, Zahl der Schwingungen ca. 1/(3-5 min); diese Zahl nimmt also mit der Belichtungszeit zu. Auf den Kurven sieht man noch
Schwingungen von ca. 1/10 der Amplitude bei ca. der 5-fachen Frequenz; diese Schwingungen sind im Verlauf der großen Schwingung unregelmäßig.
Auch bei genauer Ausrichtung der RA-Achse parallel zur Erd-Achse würde das Fernrohr also in jeder Himmelsrichtung von Sternen Striche erzeugen, deren Länge unabhängig von der Belichtungszeit ist, sofern diese größer als 5 min ist.
Ich erkläre mir diese Ergebnisse so: Die RA-Bewegung ist ruckweise.
Was kann ich tun, um punktförmige Sternbilder zu erhalten?
Im Technikforum habe ich eine Antwort gelesen, das LX50 sei für Fotografie "definitiv ungeeignet". Also wegschmeißen? Welche Montierung stattdessen benutzen? Oder lässt sich an der MEADE-Mechanik was verbessern?
Für Antworten hier im Forum wäre ich dankbar.
Grüße von
enricoernesto