Posts by Andreas_Hu

    Hallo Marco,


    ich finde das ist eine tolle Idee, mal nach alten Fotos zu graben. Ich habe mein erstes (und bisher einziges) Buch (schreibe selbst an einzelne Kapitel jetzt) zum Mond ausgegraben und darin das folgende Foto gefunden:



    Das Buch stammt aus dem Jahre 1969, wurde von Heinz Haber geschrieben und hat den Titel "Unser Mond". Die Bildunterschrift lautet:


    "Eine der besten Mondfotografien, die von der Erde aufgenommen worden ist, zeigt, das weitflächige Mare Imbrium mit dem Trümmerfeld des Gebirges der Mond-Apenninen (rechts unten) und dem großen Krater Kopernikus (links unten), gekennzeichnet durch sein weitgestrecktes System von hellen Strahlen."


    Ich finde das schon faszinierend, was vor 36 Jahre im Profi-Bereich möglich war und was heute im Amateur-Bereich möglich ist.


    Gruß


    Andreas

    Hallo Sebastian,


    mir ist es mit 16 Jahren (das ist jetzt 32 Jahre her) ähnlich ergangen wie dir. Ich wollte unbedingt Astronomie studieren. Zum damaligen Zeitpunkt war es nur als Zweitstudium möglich. Man musste vorher entweder Mathematik, Physik oder Geophysik studiert und mit dem Diplom abgeschlossen haben. Erst dann war das Astronomie-Studium möglich.


    Ich hatte aus "praktischen" Erwägungen (Mathe: 4, Physik: 4)mich für die Geophysik entschieden, um später dann Astronomie anschließen zu können. Geophysik hat mir viel Spaß gemacht. Aber in den ersten 4 Semestern lagen die Schwerpunkte bei Physik und Mathematik, es entsprach einem vollwertigen (mit wenigen Abstrichen) Physikstudium, ergänzt um Geologie, Mineralogie und Chemie.


    Ich kann das nur unterstreichen, was die anderen zum Physik-Schwerpunkt geschrieben haben. Allerdings hatte ich trotz meines schlechten Abis keine Probleme, mich in diesen Gebieten zurecht zu finden, weil ich die Kombination der Geowissenschaften mit der Physik sehr reizvoll fand.


    Zur Astronomie bin ich dann nie gekommen, sondern habe nach dem Diplom noch 5 Jahre Polarforschung gemacht, um dann in der Industrie 10 Jahre in der Datenverarbeitung zu arbeiten. Auch damit habe ich heute nichts mehr zu tun. Meine Schwerpunkte liegen heute im Kaufmännischen.


    Du siehst also, alles ist möglich.


    Nach 33 jahren habe ich endlich wieder mein Hobby Astronomie ausgepackt. Vielleicht studiere ich es ja mal, wenn ich in 20 Jahren in Rente gehe.


    Wenn dich das Thema wirklich sehr ernsthaft interessiert, kann ich dir wirklich nur den Weg über die Geowissenschaften empfehlen.


    Gruß


    Andreas

    Hallo,


    Auch wenn es schon ein wenig her ist, habe ich mal mein erstes Mosaik vom Mond hochgeladen.



    Das Mosaik besteht aus 4 bearbeiteten Bildern, die jeweils wieder aus 15-30 Bildern gestapelt wurden. Ich habe die Bilder mit meiner Meade LPI und 8'' LX200GPS geschossen und bin eigentlich ganz stolz auf das Ergebnis. Gut, die Schnittstelle vom 2. zum 3. Bild ist mir noch nicht gelungen, aber das wird hoffentlich beim nächsten Mal besser.


    Am längsten habe ich daran gesessen, das Mosaik zusammen zu basteln. Hierfür habe ich die Software Paint Shop Pro verwendet.


    Andreas

    Hallo,


    nun muss ich euch auch mein erstes Bild von der Sonne zeigen, das ich für halbwegs veröffentlichungswürdig halte. Ich habe es heute Abend bei tief stehender Sonne um 19:17 mit meinem Coronado PST und der Meade LPI Kamera aufgenommen.


    Das Coronado habe ich auf mein 8'' LX200GPS aufgesattelt bzw. eben in die Halterung des Sucherfernrohres gesteckt, um die automatische Nachführung des LX200GPS zu nutzen.


    Natürlich habe ich verschwitzt, die Aufnahmeparameter zu dokumentieren. Ich weiß nur noch soviel, dass es aus mindestens 15 Bildern gestapelt ist und anschließend mit der Aufnahmesoftware mit Schärfe versehen wurde.


    Dann habe ich noch mit Paint Shop Pro ein wenig herum gespielt, weiß aber nicht, was besser ist, das bearbeitete oder das unbearbeitete Bild. Ich habe das bearbeitete hochgeladen.


    Hier kommt nun mein Ergebnis. Es kann sich natürlich nicht messen mit all den anderen tollen Aufnahmen, die hier gezeigt werden. Aber ich übe ja auch noch.




    Andreas

    Hallo bernot,


    ich habe mal für mich vor einigen Wochen im Internet zum Thema "Entstehung des Sonnensystems" recherchiert und in einer Word-Datei zusammen gefasst. Dabei ist folgender Text entstanden, der auch auf deine Frage eingeht:


    Das Sonnensystem ist Teil einer Spiralgalaxie, der Milchstraße, die bei einem Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren ca. 100 Milliarden Sonnen enthält. Die Sonne befindet sich außerhalb der Spiralarme in einer Entfernung von etwa 26.000 Lichtjahren vom Zentrum der Milchstraße.


    Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren bewegte sich an Stelle unseres Sonnensystems eine ausgedehnte Materiewolke um das Zentrum der Galaxis. Diese Wolke bestand zu über 99% aus den Gasen Wasserstoff und Helium sowie einem geringen Anteil aus nur mikrometergroßen Staubteilchen (präsolare Minerale). Diese Staubteilchen setzten sich aus schweren Elementen und Verbindungen wie Wasser, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, anderen Kohlenstoffverbindungen, Ammoniak und Siliziumverbindungen zusammen.


    Solche interstellare Wolken können sich durch die eigene Schwerkraft zusammen ziehen. Auslöser dazu sind oftmals explodierende Riesensterne (Supernova) in der Umgebung der Wolke. Die Druckwellen einer solchen Explosion wandern durch die Wolke, drücken eine solche Wolke also zusammen.


    Ähnliches geschah, als unser Sonnensystem entstand. Die Folge einer solchen Verdichtung führte zu einer Bildung von vermutlich mehreren hundert oder gar 1.000 Sternen in einem Sternhaufen, der sich wahrscheinlich nach einigen 100 Millionen Jahren in freie Einzel- oder Doppelsterne auflöste. In einem solchen Fragment einer solchen Materiewolke bildete sich unser Sonnensystem.


    Da die Materie in der Wolke nicht homogen zusammengesetzt war, wurde bei der Kontraktion ein Drehimpuls wirksam. Dieser Drehimpuls versetzte die kollabierende Wolke in Rotation. Dies muss man sich ähnlich wie bei einer Eiskunstläuferin vorstellen, die durch Anlegen ihrer Arme eine schnelle Rotation erreicht. In der Wolke entstanden dabei Fliehkräfte, die nach außen wirkten. Sie führten dazu, dass die Wolke sich in den Außenbereichen zu einer rotierenden Scheibe ausbildete. Das Ganze muss ausgesehen haben wie eine Scheibe mit einer langsam anwachsenden Wölbung in der Mitte, die nach außen hin immer dünner, immer gasförmiger wird.


    Fast die gesamte Materie der Wolke stürzte in das Zentrum und bildete einen Protostern (die Protosonne), der weiter kollabierte. Die diskusförmige Wolke, die den Protostern umgab, wird auch als protoplanetare Scheibe bezeichnet. Im Innern dieses Gaskörpers stiegen Druck und Temperatur so weit an, bis ein Kernfusionsprozess gezündet wurde, bei dem Wasserstoffkerne zu Heliumkernen verschmolzen. Die dabei freigesetzte Energie erzeugte einen Strahlungsdruck, welcher der Gravitation entgegen wirkte und die weitere Kontraktion aufhielt. Ein stabiler Stern – unsere Sonne – war entstanden.


    In der verbleibenden Akkretionsscheibe (Akkretion = Wachstum durch Anlagerung) führte die Verklumpung von Staubteilchen (Koagulation) zur Bildung von Planetesimalen, den Bausteinen der Planten. Diese kilometergroßen Gebilde besaßen genug Masse, um sich durch ihre Gravitation mit anderen Planetesimalen zu größeren Objekten zu vereinigen. Nach etwa 100 Millionen Jahren hatten sich aus der anfänglich staubdurchsetzten Scheibe einige wenige große Brocken gebildet, die Protoplaneten. Diese sammelten durch das Bombardement der restlichen Meteoriten und Asteroiden immer weiter Masse an. Schließlich blieben 9 Planeten zusammen mit ihren Monden übrig. Meteoriten, Asteroiden und auch die Kometen sind die Überreste aus dieser Akkretionsphase, der Zeit, in der die Planeten ihre Masse sam-melten.


    Einen maßgeblichen Einfluss auf die Prozesse der Planetenentstehung hatte der Abstand der Protoplaneten zur jungen Sonne. In Sonnennähe kondensierten schwerflüchtige Elemente und Verbindungen aus, während leichtflüchtige Gase durch den kräftigen Sonnenwind weggerissen wurden. Hier entstanden die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars mit festen silikatischen Oberflächen. In den kälteren Außenregionen konnten die entstehenden Planeten auch die leichtflüchtigen Gase wie Wasserstoff, Helium und Methan festhalten. Dies führte zur Bildung der Gasriesen Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.


    Ein Teil der Materie, die nicht von den Planeten eingefangen wurde, verband sich zu kleineren Objekten, den Kometen und Planetoiden. Da diese Himmelskörper seit der Frühzeit des Sonnensystems nahezu unverändert blieben, kann deren Erforschung wichtige Hinweise zu dessen Entstehungsgeschichte liefern. Ebenfalls sehr wertvolle Erkenntnisse brachte die Untersuchung von Meteoriten. Dies sind Bruchstücke von Planetoiden, die ins Schwerefeld der Erde gerieten.
    Die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars sind also Gesteinsplaneten, weil sie sich aus den weniger flüchtigen Wolkenbestandteilen gebildet haben. Sie durchliefen ganz ähnliche Entstehungsprozesse. Die Urerde muss zunächst ein riesiger, stetig wachsender Gesteinsbrocken gewesen sein, in dem alle Elemente gleichmäßig verteilt waren. Drei verschiedene Prozesse sorgten dafür, dass sich dieser Materiehaufen aufheizte. Erstens erhöhte die zu-nehmende Größe des Körpers den Druck im Innern. Das Objekt wurde so von innen heraus auf etwa 1.000 Grad Celsius aufgeheizt. Zweitens waren einige Elemente der Urerde radioaktiv. Ihr Zerfall heizte den jungen Planeten zusätzlich um weitere 1.000 Grad Celsius auf. Drit-tens kollidierten nach wie vor kleinere und größere Körper mit der Erde. Auch diese Zusammenstöße setzten viel Wärmeenergie frei. Bei einer Temperatur von über 2.000 Grad Celsius muss der ganze Planet ein riesiges Meer von Magma gewesen sein, flüssig bis tief ins Innere. Bei diesen Temperaturen schmolz aber auch eines der häufigsten Elemente der Urerde: das Eisen. Es gehört zu den schwersten unter den verflüssigten Elementen. Deshalb sank es zum Mittelpunkt des Körpers hinab und sammelte sich dort, während die leichteren Elemente wie Silizium oder Aluminium nach oben trieben. Das Eisen bildet seitdem den Kern der Erde bis auf die geringe Menge, die in den oberen Regionen „hängen“ blieb. Aus den leichteren Ele-menten formte sich die Kruste.


    Soweit also meine Recherche. Wenn du durch das Internet surfst, wirst du feststellen, dass ich von einigen Web-Sites die Texte direkt übernommen habe. Das gebe ich gerne zu. In meiner Word-Datei führe ich auch noch ein Verzeichnis, von welchen web-sites ich die Infos habe.


    Gruß


    Andreas

    Hallo,


    wer hat weiter gehende Informationen zu den technischen Daten der Meade LPI Kamera. Ich bin bei meiner unfangreichen Internet-Recherche nur auf folgende Infos gestoßen:


    CMOS-Chip
    640 x 480 Pixel
    entspricht einem 6 mm Okular


    Mich interessiert insbesondere Chip-Bezeichnung und Pixel-Größe etc.


    Grüße


    Andreas

    tolle Aufnahme, Glückwunsch. Ich bin seit kurzem auch stolzer Besitzer eines PST, aber noch lange nicht so weit wie du. Aber da werde ich auch noch hinkommen, hoffe ich zumindest. Irgendwann werde ich meine ersten Aufahmen hier auch mal zeigen, muss aber noch ein wenig üben.


    Gruß


    Andreas

    Hallo Manni,


    danke für deine Antwort. Das Buch habe nach Stöbern in den verschiedensten Web-Sites auch gefunden und auf meinen Wunschzettel gesetzt. Schaun mer mal, wer soviel Geld zu meinem Geburtstag ausgeben will.


    Mit einer Kamera warte ich noch, obwohl ich bisher viel Gutes über die EOS 300D oder 350D gelesen habe. Aber zuerst einmal möchte ich mit dem lernen, was ich so habe. Ich glaube, jetzt muss ich noch 4 Beiträge schreiben, damit ich mein erstes Mosaik vom Mond hochladen kann.


    Gruß


    Andreas

    Hi zusammen,


    da ich nun bald Geburtstag habe, bin ich auch auf der Suche nach sinnvollen Geschenken von Freunden und Verwandten. Ich möchte tiefer in das Thema Astrofotografie einsteigen mit dem Schwerpunkt "Einsatz von Web-Cams und digitalen Kameras". Kann mir jemand hierzu gute Bücher empfehlen? Oder ist das ein Thema "Learning by Doing"?


    Gruß


    Andreas

    ich bin seit Januar glücklicher Besitzer eines 8'' LX200GPS. Und ich bin mehr als glücklich und zufrieden. Da meine eigene Optik (Augen) nicht mehr die beste ist und mir Vergleiche mit anderen Teleskopen fehlen, kann ich hier auch nichts Negatives sagen. Ich bin, mit dem was ich sehe, erkenne und entdecke rundherum glücklich. Mond- und Planetenfotografie mit der LPI machen mir viel Spaß.


    Die Goto-Funktion ist für mich eine der großen Stärken dieses Teleskops. Da meine Freizeit extrem knapp ist, muss ich aus den wenigen Stunden, die mir zur Beobachtung zur Verfügung stehen, auch das Optimale heraus holen. Hier ist die Goto-Funktion eine wahnsinnige Hilfe, auf die ich nicht verzichten möchte.


    Allerdings hatte ich im letzten Winter Pech mit meinem Tablet-PC, den ich für die Fotografie mit der LPI einsetze. Mir ist bei -10° C doch glatt die Festplatte kaputt gefroren, also physikalisch richtig gehend kaputt. Da ging nichts mehr - alle Daten verloren. Hier muss ich mir für den nächsten Winter doch besseren Kälteschutz als nur Wolldecken oder Ähnliches einfallen lassen.


    Wie gesagt, ich bin mit meinem 8'' LX200GPS vollauf zufrieden.


    Gruß


    Andreas

    Hallo Jonny,


    mit welchem Programm und welchen Filtereinstellungen hast du das Foto geschossen? Ist es eine einzelne Aufnahme oder handelt es sich um ein gestapeltes Bild?


    Ich verwende mit der LPI das Programm LPI Camera Program, das von Meade zusammen mit meinem Teleskop und der Software Meade AutoStar Suite Version 3.08 ausgeliefert wurde. Viele Erfahrungen habe ich auch noch nicht. Ich kann mich nur so weit erinnern, dass ich bei Kernel Filter entweder mit der Einstellung "Ohne Filter" oder mit der Einstellung "EdgeEnhanceHard" arbeite. Die anderen Filtereinstellungen lieferten unbefriedigende Ergebnisse (ich habe die Anwendung der Filter aber auch noch nicht durchgängig verstanden). Ich kann mich daran erinnern, dabei ähnliche Effekte gehabt zu haben wie du auch.


    Gute Erfahrungen habe ich im Herumspielen mit "Expose", also der Belichtungszeit gemacht. Anfangs habe ich nur die Einstellung über "Auto Adj." übernommen, später aber erst über "Auto Adj." die Grobeinstellung gemacht und dann an unterschiedlichen Aufnahmen die Belichtungszeit schrittweise erhöht oder verringert, bis ich mit der Bildqualität zufrieden war.


    Dein Problem sieht mir so aus, als ob die von den Sonnenstrahlen stark erhellten Spitzen von Bergen oder Kraterwänden über irgendwelche Softwarefilterfunktionen übertrieben stark in den Pixeln dargestellt werden. [:)] Ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll.


    Also, schreib mal, mit welchen Parametern du dieses Bild geschossen hast.


    Gruß


    Andreas

    Hallo Günter,


    wirklich tolles Foto. Ich hoffe, ich komme da irgendwann auch mal hin. Zumindest übe ich schon fleißig.


    Wenn ich nicht weiß, was ich so auf dem Mond sehe, nutze ich den "Virtual Moon Atlas". Das ist freeware, die man sich von astrosurf.com/avl downloaden kann. Da habe ich den Namen der Rille dann auch sehr schnell entdeckt, nachdem ich im VMA deine Beobachtungszeit eingegeben habe.


    Andreas