Posts by ThomasWalt

    Hi Stathis,

    hab mir mal die Bilder genauer angeschaut.

    Da kann man nur den Kopf schütteln, was die Chinesen so alles zusammenkonstruieren.


    Stimmt das, daß zwischen Kühlfinger und Chip noch ca. 5mm von dieser weissen Pampe sind?

    Unter einem guten Wärmeübergang stelle ich mir was anderes vor, Kühlfinger - dünn Wl-paste - Chip,

    oder statt Wl-paste Graphitfolie o.ä..


    Möglicherweise ist das auch die Erklärung für das Problem.

    Der Finger ist kälter als der Chip, und das Wasser kondensiert erst da (kennt man ja: Finger teilweise vereist, Chip frei),

    Luftfeuchtigkeit um den Chip rum sehr gering.

    Irgendwelches herumvagabundierendes Wasser (möglicherweise dampft das aus dem Silicagel aus)

    kann dann durchaus auf dem Kamerafenster kondensieren.

    Um so eher, je kälter das Fenster ist. Und das ist eher der Fall, wenn die Kamera eingebaut, und nicht frei liegt,

    wo die warme Zimmerluft ran kann.


    Zur Fensterheizung:

    118 Ohm an 4,8V entspricht gerademal 200mW. Da wird man nicht viel Temperaturerhöhung spüren.

    Was steht denn da auf den Widerständen drauf? 5R6?

    Und ja, mit dem IR-Thermometer kann man sehr gut Glasoberflächen messen.

    Da Glas bei den verwendeten Wellenlängen total schwarz ist (Schwarzer Strahler).

    Schwierig wirds bei blanken Metalloberflächen.


    Zum Trockenmittel:

    Viel beseser als Silicagel ist Zeolith (Molekularsieb), welches in meiner Atik 383 verbaut ist (3 Tabletten a 1cm dm, 3mm dick).

    Das Zeug adsorbiert und hält das Wasser viel besser, sowohl in kalten als auch im warmen Zustand.

    (Das ist wahrscheinlich auch in der Patrone von SBIG drin, wie oben erwähnt, eine andere Anwendung ist das selbskühlende Bierfass ;) ;) )

    Zum regenerieren steck ich die Dinger in ein kleines Reagenzglas, und heize mit einem Brenner vorsichtig das Wasser aus.

    Man kann schön sehen, wie das Wasser an den kühlen Stellen kondensiert, das wird dann auch weggeheizt.

    Dauert nur ein paar Minuten. Und ich habe das schon sehr oft regeneriert.


    So, nun aber genug spekuliert.

    Viele Grüße,

    Thomas

    Das Kamerafester beschlägt eindeutig von innen, von außen nicht wegwischbar. Der Chip selbst beschlägt hingegen nicht:

    Hi Stathis,

    wenn das der Fall ist, ist das Kamerafenster eindeutig kälter als der Chip. D.h. der Chip hat keinen richtigen Kontakt zum Kühlfinger.

    Überprüfe dies mal. Und dann die ganze Schmoderpampe entfernen, und durch (wenig) Silber- oder Kupfergefüllte Wärmeleitpaste ersetzen.

    (wie bei den CPUs in den Computern)

    Gruß,

    Thomas

    Hallo Leute,

    vor langer Zeit hatte ich mal auf Astronomicum.de einen Beitrag erstellt, wie man mit einer Kamera die Helligkeit des Himmelshintergrunds bestimmt.

    Kalibration einer CCD-Kamera oder DSLR-Kamera zur Messung der Helligkeit des Himmelshintergrunds.

    Den Artikel gibt es auch bei der BAV als pdf unter Kalibration.

    Vielleicht hilft das ja weiter.


    Thomas

    Hi Thomas,


    Quote
    will ich eigentlich nur noch wissen,ob die nachfolgenden Bilder so korrekt sind

    fast richtig.


    Da alle Kamerabelichtungsmesser in Blendenstufen kalibriert sind,
    bedeutet eine mittlere Belichtung (mittlerer Grauwert) lediglich
    einen Pixelwert von 18% der möglichen maximalen ADU.
    Will man 50%, so gibt man bei der Belichtung einfach 1,5 -2 Blendenstufen zu.
    Im Histogramm erscheint dann der Zacken ziemlich weit rechts.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Leute,


    habe mal ein 20min Dark meiner 80D mit denen von Peters 80D und 60D verglichen.


    Hier das Ergebnis:



    links: Peters 80D, mitte: meine 80D, rechts: Peters 60D
    Da ich mein Dark mit ISO100 aufgenommen habe ich das Histogramm zusätzlich um den Faktor 4 gestreckt.
    Die Histogramme sind mit Siril erstellt (Iris für Linux).
    Wie man sieht unterscheiden sich meine 80er und Peters 60er nicht groß voneinander,
    von Peters 80er dagegen schon (Ausreißer?).


    Nun noch was grundsätzliches zum "Dunkelstromrauschen".
    Obwohl die unterschiedlichen Dunkelströme der einzelnen Pixeln zu
    unterschiedlichen Signalpegeln führen, und so aussieht, als wärs total verrauscht,
    ist das <b>kein </b>Rauschen, sondern ein systematischer Fehler,
    der auch beseitigt werden kann, nämlich durch Anwendung von DARKS!
    Echtes Rauschen, also zufällige Abweichungen, können nicht beseitigt,
    nur im Verhältnis zum Signal verkleinert werden!


    Also: Darks sind auf jeden Fall sehr wichtig zur Bildkalibration.


    Quote

    Wenn ich nun Euch richtig verstehe, dürfte das Rauschverhältnis bei kürzerer Belichtungszeit ja immer "brauchbarer" werden.

    Nö, am Rauschverhalten ändert sich dadurch nichts. Naja fast nichts,
    je kürzer die Belichtungszeit, desto dominanter wird das Ausleserauschen.


    Viele Grüße,
    Thomas

    Hallo Leute,


    ich habe mir auch eine 80D zugelegt.
    Der erste Eindruck war sehr positiv.
    Daraufhin habe ich sie auf Gain, Rednoise, Fullwellkpazität und Linearität vermessen.


    Hier die Ergebnisse:
    ISO.....Gain [e/ADU]....Readnoise [e]...FW [e]
    100......2,3.............6,2.............36k
    200......1,15............4,4.............18,4k
    400......0,6.............3,4..............9,7k
    800......0,3.............3,1..............4,7k


    Die Linearität hab ich nur bei ISO100 bestimmt,
    um zu sehen ob die Pixel vor dem A/D Wandler in Sättigung gehen.
    Das war aber nicht der Fall.
    Es werden fast die vollen 14 Bit erreicht (ADUmax ~15900).
    Davor gehen die Werte linear hoch.


    Wie man sieht, sind die Werte recht ordentlich.
    Zum Astro knipsen werde ich sie dann bei ISO200 betreiben.
    Bei hellem Himmel ach bei 100.


    Viele Grüße,
    Thomas

    Hi,


    Zu 4.: Die Kamera kann ruhig ab.
    Damit die Spikes in Deckung kommen, ist es nur wichtig, dass das Rohr wieder in der selben Position auf die Monti geschnallt wird.
    D. h. die Fanspiegelspinne muss immer in die selbe Richtung zeigen, z. B. Nord-Süd.
    Wie die Kamera dann dran hängt, is völlig Wurscht!


    Gruß,
    Thomas

    Hallo,


    Quote
    wenn man den 6205 auslötet und in1 bis in4 an die Ausgänge 1-4 durch brückt könnte man doch an einem extra Gehäuse stärkere Treiber verbauen?

    Dazu muss man die Treiber nicht auslöten!
    Man geht einfach von den normalen Ausgängen auf die Treibereingänge, nach entsprechender Pegelanpassung.
    Ich habe meine MTS mit den (veralteten) L298 Treibern aufgemotzt, die ich noch rumzuliegen hatte.
    Neuere Power-MOS Treiber sind da besser.
    Wenn man noch den Enabel Anschluss für den DEC-Motor rausführt, kann man auch noch den DEC-Motor stromlos schalten.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Sabine,


    Quote
    a, a' und b, b' dürften Coil1A, Coil2A und Coil1B, Coil2B entsprechen.

    nicht ganz.
    a und a' gehen an dieselbe Wicklung, also Coil<b>1</b>A und Coil<b>1</b>B.
    Dementsprechend b und b' an Coil<b>2</b>A und Coil<b>2</b>B.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Carsten,


    das Kribbeln ist harmlos (aber unangenehm).
    Es wird durch die Störschutzkondenatoren zwischen Primär- und Sekundärkreis verursacht.

    Quote
    Mich wundert nur, das mir das erst jetzt auffällt,
    wo ich das Netzteil wohl schon seit 9 Monaten im Betrieb habe.

    Vielleicht stand die Montierung vorher anders und hatte guten Bodenkontakt?
    Dadurch wurden die Ströme nach Erde abgeleitet.
    Bei einem Netzteil mit Schutzleiter kribbelt nichts,
    da die Kondensatoren am Schutzleiter angeschlossen sind
    und die Ströme über diesen abgeleitet werden.


    Hallo Walter,

    Quote
    Früher gab es noch "galvanisch getrennt", aber das findet man kaum noch.

    die Dinger sind <b>alle</b> galvanisch getrennt!
    Sonst wärs tödlich.


    Hallo Ullrich,


    Quote
    Was passiert, wenn dieser Kondensator durchschlägt (weil minderer Qualität), kann man sich in etwa vorstellen.

    deswegen dürfen an dieser Stelle nur Kondensatoren mit hoher Sicherheitklasse eingebaut werden!
    Sihe Y-Kondensatoren


    Und für Betrieb im Freien sind sie alle nicht ausgelegt.
    Aber, was solls? Man muss sie ja nicht ins nasse Gras schmeissen.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Carsten,


    Ich geh mal davon aus, du Knippst mit ´ner DSLR, dann das ist ganz einfach:


    Kamera auf AV stellen, und die Belichtungskorrektur auf +1 1/3, oder +1 2/3 Blendenstufen stellen.
    Dann landest du genau bei der gewünschten Belichtung.


    Die Automatik belichtet auf einen mittleren Grauwert (~17% Sättigung).
    Bei +1 1/3 kommt man daher auf ~42%, bei +1 2/3 auf ~54% Sättigung.
    Die Blende muss natürlich dieselbe sein, wie bei der Belichtung.
    Mit der Kamera am Teleskop ist das ja der Fall, und bei Belichtung mit Objektiven,
    nimmt man eh meist manuelle Blendeneinstellung.


    Noch was zum Histogramm auf dem Kameradisplay:
    Dieses ist üblicherweise in Blendenstufen kalibriert.
    So steht bei der mittleren Sättigung (17%) der Zacken genau in der Mitte!
    Bei 50% steht er schon ziemlich weit rechts!
    Also: Nicht verwirren lassen.



    Hallo Ullrich

    Quote
    Wieso schreiben eigentlich so oft Leute von Dingen, von denen sie keine Ahnung, geschweige denn Wissen haben?

    Ich hab meine Flats mit der DSLR immer so gemacht.
    Und bevor du das nicht mal probiert hast, solltest du nicht solche Sprüche loslassen.


    Gruß,
    Thomas

    Hi Marty,


    ein Maß für die Expansionsgeschwindigkeit ist die Hubblekonstante.
    Durch die Beobachtung von weit entfernten Supernovae (Typ Ia) konnte Brian Schmidt
    nachweisen, dass die Hubblekonstante früher kleiner war als heute.
    Würde nur die Gravitation wirken, wäre es umgekehrt.
    Brian Schmidt war Ende April im Zuge des Leibnizkollegs hier in Potsdam,
    und hielt einen schönen Vortrag über dieses Thema.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Frank,


    lass dich nicht irre machen.
    Die Kamera ist schon ok.
    Benutze ich auch schon seit längerem.


    Wenn der Chip beschlägt, dann ist ganz einfach das Trockenmittel erschöpft.
    Einfach auswechseln (neues rein, vom Händler schicken lassen, oder altes "aufbacken"),
    dann kann man auch auf einen Schlag Runterkühlen,
    ohne so komische "Abkühlkurven" fahren zu müssen.


    Meine Standardtemperatur ist -20°C, die wird gleich beim Einschalten eingestellt.


    Zum Aufwärmen gibts bei der Atik-SW den Aufwärmmodus.
    Die Temperatur wird langsam erhöht, bis der Kühler ganz abschaltet.
    Dann kann die Kamera abgestöpselt werden,
    und ohne sonstige Vorsichtsmassnahmen ins Haus gebracht werden.
    Nur im Winter muss man vielleicht ein bisschen aufpassen,
    wenn das Gehäuse so kalt ist, dass die Feuchtigkeit in der warmen Bude
    auf der Kamera kondensieren kann.
    Dann einfach ne Tüte drumrum, und gut is....


    Thomas

    Hi Frankie,


    Quote
    in wie weit ist es denn möglich an zwei Orten jeweils eine Uhr zu besitzen welche die absolute Zeit auf 0,0002 Promille genau anzeigt, da halte ich schon die Überprüfung für gewagt.

    wieso gewagt, das ist doch ein Klacks.
    0,0002 Promille sind doch nur 2x10exp(-7).
    Wasserstoffmaseruhren erreichen Langzeitstabilitäten von 10exp(-15) und besser.
    Da kannste noch ein paar Nullen einbauen....


    Thomas

    Hallo Leute,


    hier sind meine Bilder:


    Zuerst eine Gif-Animation der Supernova SN2011fe in M101
    Die SN-Aufnahme beteht aus 13x10min, und ist vom 23.9.
    Die Vergleichsaufnahme ist aus dem April 2011.
    Die Einzelbelichtungen waren zu lange, so dass die SN total ausgebrannt ist.



    Als zweites eine LRGB-Aufnahme der Dreiecksgalaxie M33
    L: 13x10min 1bin, RGB: je 8x10min 2bin



    Gruß,
    Thomas

    Hallo zusammen,


    für R CrB konnte ich auch wieder ein paar Messwerte gewinnen.
    Am 20.4. 13,2mag, am 24.4. 13,45 mag, am 1.5. 13,24 mag.


    Thomas

    Tach,


    sowas hatte ich auch schon mal gemacht.
    Hier die Bewegung der Astra-Satelllitengruppe während 2,25h.
    Jede Viertelstunde wurde eine 5min Aufnahme gemacht.



    Die Aufnahme stammt vom Okt. 2005.


    Gruß,
    Thomas

    Hallo Wolfgang,


    Quote
    Warum werden dann oft mehrere Aufnahmen pro Kanal gemacht, welchen Vorteil bringt das.

    Bei mehreren Aufnahmen kann man Störungen kurzfristiger Art (Satelliten-, Flugzeugspuren, Cosmics..) sehr effizient ausfiltern.
    Bei einer Einzelaufnahme wäre das unmöglich.
    Wenn die Einzelbelichtungen dann so lange sind, dass das Kamerarauschen in den Hintergrund rückt,
    hat man auch keine Einbussen beim Signal/Rausch-Verhältnis.


    @ Jan:
    Was willst Du uns jetzt eigentlicht mit den Bildern zeigen??
    Doch allenfalls nur, dass Astroart nicht mehr als 16bit darstellen kann?
    Nachmals: Addition und Mittelwert sind bis auf einen konstanten Faktor identisch!!
    Das wurde ja schon ein paar mal gesagt.


    Nimm doch mal Fitswork. Das arbeitet mit 32bit Fliesskommazahlen.
    Da kannst du 65536 16Bit-Bilder addieren, <b>ohne</b> dass da was ausbrennt.


    Gruß,
    Thomas

    Hi Jan,



    Quote
    ob man tatsächlich Unterschiede zwischen z.B. 5x20min und 100x1min bemerken kann.


    Na klar, guggsdu:



    Wie's am Himmel ausschaut, hängt davon ab, welche Rauschquelle dominiert.
    Hat man einen dunklen Himmel, so wird bei den kürzeren Belichtungen das Ausleserauschen dominieren,
    und man erhält ein schlechteres Erbebnis, als wie mit den längeren Belichtungen.
    Hat man einen hellen Himmel, und das Rauschen des Hintergrunds dominiert,
    dann ist es egal, ob kurz oder lang belichtet wird.


    Gruß,
    Thomas

    Hi Kai,


    Quote
    Naja, bis -50 Grad kommt er nicht, denn dann wird er von der Konvektion "geheizt".

    nicht ganz, viel mehr "Heizung" kommt durch die Kondensationswärme des Wassers zustande!


    Hi Emil:

    Quote
    Die Alltagserfahrung, die man macht zeigt doch eindeutig, dass praktisch nur die Konvektion eine Rolle spielt.... ...Warum sind billige Thermosflaschen verspiegelt,bessere vakuumisiert?

    Und die noch Besseren sind verspiegelt <b>und</b> haben ein Vakuum zwischen den Wandungen.
    Verpiegelt um die Wärmeabstrahlung zu verhindern,
    und Vakuum um die Wärmeleitung (Konvektion) zu unterbinden.


    Die Taubildung kommt ja nur dann zustande, wenn der Spiegel (Linse)
    <b>unter </b>die Umgebungstemperatur abkühlt, und so den Taupunkt unterschreitet.
    Und wie Kai schon dargelegt hat, geht das nicht mit Konvektion,
    sondern nur mit Strahlungskühlung.


    Noch ein Wort zur Schichtdicke, die eine reflektierende Schicht haben muß.
    Das kann man einfach mit der Formel für den Skin-Effekt abschätzen.
    Die Eindringtiefe für die Infrarotstrahlung (10µm) beträgt demnach etwa 20nm.
    Viel dicker muß die Schicht nicht sein!


    Gruß.


    Thomas