Posts by weltraum-shop

    Hallo Leute,


    am Freitagabend hatten wir ein hervorragendes Teleskop-Treffen in Rheinstetten. Riesiges Lob an Tom, der die ganze Veranstaltung super organisiert hat! Er hat im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel gerührt, den Zeitungsartikel verfaßt und den Ablauf gesteuert. Ca. 25 Besucher jeden Alters sowie unzählige Perseiden haben ihren Weg zu uns gefunden und einen interessanten Abend erlebt. Einen detaillierten Bericht habe ich an dieser Stelle gepostet:
    http://forum.weltraum-shop.de/viewtopic.php?p=643#643


    Jeder kann seine Eindrücke ebenfalls loswerden. Resonanz aller Art ist gerne willkommen. Weitere Treffen und Meetings dieser Art werden demnächst geplant.


    Tom: Klasse gemacht!


    Schöne Grüße,
    Emil

    Hallo Tom!


    Die Vorbereitungen für das Teleskop-Treffen sind in vollem Gange, und ich hoffe, das Wetter enttäuscht uns nicht! Ich denke, der Hauptaspekt liegt darin an, daß möglichst viele vorbeikommen/ mitmachen. Und wenn es bewölkt sein sollte, können wir ja uns spontan entschließen, in einem Gasthaus zusammenzusetzen. Du kennst doch bestimmt ein paar geeignete in Rheinstetten?


    Schöne Grüße,
    Emil

    Oh je, da ist ja schon wieder eine Menge dazugekommen...

    Quote
    Die 1/r^2-Abhängigkeiten und die isotrophe Reemission der Strahlung sind Fakten, da hast du natürlich recht. Ich bin mir nur nicht sicher, ob diese Argumentation im "Olbers-Fall" Sinn macht, denke eher daß sie für die reale Situation mit einer begrenzten Anzahl sichtbarer Quellen gilt.
    Hier hat Andi schon wieder den Punkt getroffen. Ich drücke es mal in eigenen Worten aus, vielleicht ist einigermaßen anschaulich: Die Intensität der Strahlung nimmt mit 1/r^2 ab, aber ebenso nimmt auch der Raumwinkel, aus dem die Strahlung stammt, mit r^2 zu. Das bedeutet, daß bei einer homogenen Sternverteilung (man nimmt ja ein unendliches Universum an) die Anzahl der Sterne steigt. Es heben sich somit beide Effekte auf: einerseits eine geringere Strahlung von einem Raumpunkt, aber dafür "mehr" Raumpunkte, die eine interstellare Wolke bestrahlen.

    Hallo,

    Quote
    glaube aber nicht, dass die dunkle Nacht ein Beweis dafür ist.
    Ja und nein. Das, was Andreas geschrieben hat, ist schon richtig. Ebenso ist die Idee der interestellaren Absorption gut, aber bei einem unendlichen Universum mit unendlich langer Existenzdauer würden sich diese Wolken ja ebenfalls aufheizen (wo soll sonst die ganze Energie hin?) und selber anfangen zu leuchten. Man hätte dadurch argumentativ nichts gewonnen. Daher ist das Universum endlich.


    Schöne Grüße,
    Emil

    Hi Dirk, die Übersichtskarte kenne ich auch, aber meine Gedanken gingen eher in Richtung Frankreich. Jemand hat mir mal gesagt, daß die Astronomie dort stärker gefördert wird, und infolgedessen gäbe es pro Kopf mehr Planetarien.


    Was den Bildungsgrad angeht, Martin, so ist eine solche Korrelation gar nicht mal so abwegig. Vor langer Zeit habe ich mal einen Artikel gelesen, in dem ähnliches über die Mathematiker behauptet wurde: Je mehr Mathematiker in einem Land, desto höher ist der "Zivilisierungsstand". Warum bewundern wir sonst die Babylonier...? Also, Leute, baut mehr Planetarien im PISA-gebeutelten Deutschland!

    Hallo Mike!


    Wenn man dies für Schulzwecke vorbereitet, so kann ich mir gut vorstellen, daß sich der ganze Aufwand dann rentiert, wenn man eine Klasse nach der anderen mit der Vorstellung beglückt. Dann würde man alles am Morgen aufbauen, mehrere Vorführungen geben und am Nachmittag wieder abbauen. Die Zielgruppe könnten beispielsweise Grundschulen sein, vor allem in ländlichen Gebieten, weil eine Fahrt ins nächste richtige Planetarium oftmals zu viel für die Lehrer ist. Die "Planetariendichte" ist ja in Deutschland leider nicht so besonders groß, daher ist solch ein mobiles Planetarium ganz praktisch für faule Propheten, die nicht zum Berg laufen wollen... *grins*.


    Ist die Resonanz bei dir groß?


    Schöne Grüße,
    Emil

    Hallo Mike,


    ich habe mir den Thread und deine früheren Links noch mal angeschaut. Verstehe ich das richtig: Du hast ein Planetariumszelt, in dem du deine Planetariums-Show präsentierst? Wie lange und wie viele Leute braucht es für den Auf- und Abbau? Was genau gehört zum festen Zubehör (Stromgenerator, Projektor, Zelt usw.)? Wie steht es mit dem Programm der Show? Läuft es als Software automatisch ab, oder wird der Projektor von der vorführenden Person manuell gesteuert (d.h. kann man die Show nach eigenem Bedarf ändern)?


    Solch eine Geschichte ist meines Erachtens eine recht komplizierte Angelegenheit, und zuerst sollte man sich fragen (zumindest beim Selbstbau), was man damit erreichen will. Der jüngste Link von Martin geht beispielsweise wiederum in eine ganz andere Richtung...


    Schöne Grüße,
    Emil

    Hehehe, wir sind ja selber auf der Suche nach Tipps, sonst würde es ja dieses Thema gar nicht geben! Wie du oben schon lesen konntest, ging es bereits um Beleuchtungsfragen. Ebenso haben wir in unserem eigenen Diskussionsforum ein paar Gedanken zur Umsetzung ausgetauscht. Ich denke eine Kooperation der Leute mit unterschiedlichen Erfahrungen würde Sinn machen. Dirk und ich haben bereits eine Art "Arbeitstreffen" ins Auge gefaßt. Wenn er seine Klausuren hinter sich hat, können wir ja mal über einen Termin nachdenken.

    Hallo Leute,


    in Karlsruhe laufen jetzt mehrere Projekte in Sachen Astronomie, und ich bin froh, hier wohnhaft zu sein. Hier ein kurzer Bericht:


    Der Sonnentag ist leider ein Wolkentag geworden. In Sachen Beobachtung lief praktisch gar nichts, dennoch bewerte ich die Aktion als "ideellen" Erfolg. Viele Leute sind vorbeigekommen und haben sich für die astronomischen Themen sehr interessiert gezeigt. Spontan sind Gespräche quer durch die populären Themen entstanden, oftmals zu den aktuellen Raumfahrtmissionen. Da hat es Spaß gemacht, anderen Leuten im gleichen Atemzug auch unsere nächsten Vorhaben zu empfehlen.


    In der Tat findet als nächstes ein Teleskop-Treffen in Rheinstetten statt. Tom (alias Coyote, siehe oben) nimmt die Sache in die Hand, und alle Interessierten sind eingeladen, mitzumachen. Auf unserer Webseite werden die Astro-Aktivitäten im Raum Karlsruhe regelmäßig geupdated. Wer immer dazustoßen will, wird bei uns mit offenen Armen empfangen.


    Schöne Grüße,
    Emil

    Hi Jowil,
    was meinst du genau mit "wir sind dabei..."? Ist es dein/euer erster Versuch? Wie weit seid ihr denn überhaupt?


    Dirk: Es war ja nett, dich beim Grillabend besser kennenzulernen, aber wo steckt du seit jenem Abend? Bist du auch so ein fauler Schreiber wie Tobias? (jetzt ducken und wegrennen, *grins*). Fülle das Forum mit deiner Weisheit!


    Bis bald,
    Emil

    Hallo Kaos, Tom und Ingmar!


    Schön, daß ihr alle dabei seid! Hier in Karlsruhe sind deutlich mehr Astronomen als man ahnt. Sie leben bloß im Verborgenen, und solche Aktionen dienen vor allem dazu, sich gegenseitig kennenzulernen. Wir haben bereits eine Menge Folgeprojekte ähnlicher Art in der Röhre. Schaut mal auf unserer Webseite unter dem Stichwort "Events".


    Am Samstag treffen wir uns zwanglos ohne vorherige Absprache gleich am Günther-Klotz-Platz, am Fuße des Hügels hinter der Europahalle. Ich werde dort ab ca. 16 Uhr einen kleinen Stand aufbauen mit Stellwänden und Bonbons, und drum herum ist so viel Platz, daß jeder nach Herzenslust sein Teleskop aufstellen kann. Bedenkt, daß eine direkte Zufahrt mit dem Auto entlang der Parkwege nur mit einer Genehmigung gestattet ist. Am besten ihr parkt an der Europahalle und schleppt euer Zeug die wenigen Meter per pedes.


    Wir sehen uns dann!
    Schöne Grüße,
    Emil

    Hi Tom!


    Ja, vielen Dank, ich denke, es kann ein interessanter Nachmittag werden. Viel Arbeit ist es ja zum Glück nicht: Man komme einfach vorbei - entweder als Besucher zum gegenseitigen Kennenlernen oder auch mit dem eigenen Teleskop, um Schützenhilfe zu leisten. Schön, daß du dabei bist!


    Bis dann,
    Emil

    Okay, ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren. Dauert also 1 Sprite wenige Millisekunden, und dann ist Schluß? Oder kommt da noch eine ganze Ladung von weiteren Millisekunden-Sprites nach? - Auf dem Kurzfilm, den ich beim Vortrag gesehen habe, flackerte eine gewisse Region hin und her, dann war eine Weile Ruhe. Anschließend begann ein solches Flackern an anderer Stelle. Die "Sprites" wurden im Vortrag ohnehin nur nebenbei und ganz zum Schluß erwähnt; thematisch ging es eigentlich um solar-terrestrische Beziehungen...

    Hi Dirk,
    sind die Sachen womöglich noch erhalten geblieben? Ich würde mir gerne mal ansehen, wie ihr das so konstruiert habt. Wenn das Ding noch existiert, bringst du es morgen abend mit? Wäre echt klasse....
    See you, Emil

    Hallo Destructor,


    ja, das stimmt, es ist kein Denkfehler. Dein Einwand ist super! Dafür habe ich leider keine vernünftige Erklärung, vielmehr eine Vermutung (vielleicht weiß es jemand besser?): Die Ströme entstehen durch die Relativbewegung, weil der Eisen-Nickel-Kern im Inneren und der flüssige Erdmantel mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren. Dies verursacht das Magnetfeld, wie du schon richtig gesagt hast.


    Warum sich die relative Rotation der beiden Schichten umkehren soll, weiß ich nicht, denn ich sehe keinen nachvollziehbaren Grund dafür. Die Magnetfeldumpolungen sind (meines Wissens) bis heute unverstanden, ähnlich auch die Eiszeiten. Es würde mich aber ebenfalls interessieren!


    Emil

    Wow! Das ist ja eine ausführliche Erklärung, danke Dirk! Eure Experimente scheinen ja ziemlich weit fortgeschritten zu sein.


    Ja, ich komme übers Wochenende hauptsächlich wegen der Grillfeier aus Karlsruhe angereist. Es war Tobias, der mich neulich darauf hingewiesen hat, daß du ebenfalls in der Astro-AG aktiv bist - warst du eigentlich bei der Jahreshauptversammlung dabei? Ich freue mich auf Samstagabend!
    Bis denne, Emil

    Also gut, wenn die praktische Erfahrung hergibt, daß eine Innenverspiegelung keinen Sinn macht, dann will ich es gern glauben. Mir fehlt aber jetzt immer noch eine Begründung, warum sich das so negativ auswirkt (damit ich ruhig schlafen kann)? Ist Streulicht das Hauptargument dagegen, wie Mike gesagt hat? - Tobias wollte doch eine homogene Lichtquelle im Inneren?


    Lichtfasern werden ja für den Bau der großen Planetariumsprojektoren verwendet, aber ist der Aufwand für ein Zimmerplanetarium nicht etwas zu groß? - Man bräuchte ja ein paar Tausend Fasern, die an die richtige Position auf der Kugelschale geführt werden. Da kann man auch gleich eine kleine Linse in die winzigen Löcher stecken, um punktförmig abzubilden, oder?

    Hallo Borgqueen,


    das ist ja klasse! Am vergangenen Montag habe ich in einem Vortrag erstmals etwas über "Sprites" gehört. Dort wurde ein Kurzfilm über diese Blitze oberhalb der Wolkendecke gezeigt, und sie sahen genauso aus wie auf den Bildern, die du verlinkt hast. Wenigstens hast du deine Erklärung jetzt selber gefunden.


    Was mich aber in Erstaunen versetzt, ist, daß solche offensichtlichen Dinge erst jetzt untersucht werden, obwohl es sie seit eh und je gegeben hat. Es weist letztlich darauf hin, daß die Natur ihre Geheimnisse bei weitem noch nicht preisgegeben hat.


    Schöne Grüße,
    Emil

    Ja, ich habe schon mal vor vielen Jahren ein Sonnenuntergangsphoto vom Mars gesehen, das von einer der beiden Viking-Sonden stammte. Die Auflösung war freilich miserabel und man hat Konturlinien gesehen, aber immerhin.


    Besonders interessant ist auch eine Frage, die sich mit der Helligkeit auf dem Mars beschäftigt. In einem weiteren Diskussions-Forum haben wir ebendies durchgerechnet: http://forum.weltraum-shop.de/viewtopic.php?t=59 . Dort haben wir herausgefunden, daß der Dämmerungsvorgang auf dem Mars länger dauert als auf der Erde! Während bei uns die astronomische Dämmerung so definiert ist, daß die Sonne 18° unter dem Horizont steht, treten vergleichbare Verhältnisse auf dem Mars erst bei -23° oder -24° ein.


    Schöne Grüße,
    Emil

    Du kriegst morgen Post! Ich habe dir die Unterlagen schlicht zugeschickt, eigene Versuche habe ich da noch nicht unternommen. Deine Idee finde ich super gut, doch so ein Theoretiker wie ich hat Probleme an ganz anderer Ecke: Ich mache mir größere Sorgen um die Elektronik und evtl. die Software, die dein Planetarium antreibt. Dafür bist du doch der Fachmann?

    Hallo Tobias,


    wie wäre es, wenn man die Kugelhalbschale von Innen verspiegelt? Das würde doch einerseits die nach außen tretende Helligkeit erhöhen (es reicht somit eine lichtschwächere Lampe), andererseits hättest du eine homogene Ausleuchtung?


    Schöne Grüße,
    Emil

    Hi Tobias,


    das verstehe ich nicht:

    Quote
    Leider ist die Kuppel ja gewölbt, so das die Sterne nicht super scharf werden auf allen Ebenen.
    <i>Gerade weil sie gewölbt ist</i>, müßtest du doch eine scharfe Abbildung bekommen! In einem quaderförmigen Raum hättest du erst recht Verzerrungen.


    Schöne Grüße,
    Emil

    Hi Leute,


    die meisten Magnetfelder entstehen aufgrund der Rotation des Himmelskörpers (Dynamo-Effekt). Bei der Erde ist es die sogenannte D"-Schicht, die sich zwischen dem äußeren Erdkern und dem Erdmantel befindet. Sie ist bestenfalls 100 Kilometer dick. Weil der Erdkern und Erdmantel mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren (so viel ich weiß?), entstehen dort jene elektrische Ströme, die der Erde ihr Dipolfeld verpassen.


    Beim Merkur ist das etwas anders: Er hat ein für seine Größe ungewöhnlich starkes Magnetfeld, aber auch einen ungewöhnlich großen Planetenkern. Man vermutet, daß hier außnahmsweise eine Permanentmagnetisierung verantwortlich ist. Sie könnte daher rühren, daß er beim Erkalten aus dem Protoplanetenstadium das solare Magnetfeld "gespeichert" hat.


    Magnetfelder sind aber auch in der Tat eine ziemlich komplizierte Sache, wie Karl und Uwe schon geschrieben haben. Wie es sich bei Monden und den äußeren Planeten verhält, kann man nur spekulieren. Eine besondere Überraschung war, als die Galileo-Sonde bei ihrem Vorbeiflug am Asteroiden Ida/Dactyl ebenfalls ein kleines Magnetfeld (wohl ein Permanentfeld?) gefunden hat.


    Schöne Grüße,
    Emil

    Hi,


    ich glaube, der Astro-Verein in Reutlingen hatte ein solches Kleinplanetarium, von dem Tobias gesprochen hat. Ich war vor gut 10 Jahren mal dort. Es hatte ein Fassungsvermögen von ca. 10-12 Leuten, und man saß etwa eine Armlänge vom Projektor entfernt. Ob das Planetarium noch steht, weiß ich nicht. Auf deren Webseite finde ich keine Informationen mehr darüber (vielleicht wurde das Ding abmontiert?). Ich wäre jedenfalls ebenfalls an so einem Projekt interessiert!


    Bis bald,
    Emil