Posts by mmpgb

    Vielen Dank allen, die hereingeschaut und den Bericht in Text oder Symbol kommentiert haben. Momentan stehen privat andere Dinge im Vordergrund, die erledigt werden müssen, daher die etwas längere Pause. Aber die nächsten Gelegenheiten und vielleicht auch NLCs kommen bestimmt ...


    Viele Grüße

    Manfred

    Hallo allersets,


    erst einmal vielen Dank für eure Rückmeldungen. Und ich möchte mich nachträglich für die Tippfehler entschuldigen, die ich gestern nach einer ungewöhnlichen Nacht und etwas angeschlagenem inneren Gleichgewicht in meinem Beitrag produziert habe ....


    Hier nun der oben angekündigte zweite Teil. Gegen halb drei verabschiedeten sich die Spiegelungen von Mond und auch Jupiter (ganz unten am Bildrand) aus dem Blickfeld, wieder mit dem etwas weicher zeichnenden CZJ Flektogon 50mm Objektiv aufgenommen:










    Und dann schien die Intensität der Helligkeit und der Farben der NLCs noch mehr zuzunehmen - oder meine Augen hatten sich einfach noch besser an die Dunkelheit gewöhnt. Aber die Belichtungsdaten bestätigen eigentlich die Helligkeitszunahme. 02:42 Unr MESZ, 50mm mit Bl. 8; 6s und Iso 800; der helle Stern oberhalb der Bildmitte sollte 58 Per sein:









    Ein Detail ist mir hier am Bildschirm noch aufgefallen: die unterschiedlichen Bewegungen der Wolken. Unten, direkt über dem Horizont, bewegt sich der schwarze Tiefflieger von Nord nach Süd, die NLCs hingegen, die sich ja in deutlich anderen Sphären bewegen, ziehen etwa in die entgegengesetzte Richtung. Ein Vergleich dieser beiden Fotos, die etwa zweieinhalb Minuten auseinander liegen, zeigt das recht gut:










    Und zum Abschluss dieser Reihe habe ich auf die einfachste Art ein kleines Panorama angefertigt, indem sich zwei Fotos überlappen; sollte jemand die "wunden" Stellen auch ohne Lupe erkenne, so bitte ich um gnädige Nachsicht. Mein Blick hängt jedenfalls immer wieder an diesen filigranen Strukturen und leuchtenden Farben ...










    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo allerseits,


    eine Reihe von schönen und interessanten Fotos der mitternächtlichen Dämmerung in unseren Breiten sind hier ja schon gezeigt worden, und eine erste Fotoreihe möchte ich dazu gerne beitragen.

    Wie schon so oft in den vergangenen jahren war es immer ein fast magischer Anblick des Nordhorizonts zu einem Zeitpunkt wo man weiss, dass die Sonne hier nur gut 13° unter dem Horizont steht. Es sollte nur ein kurzer Ausflug werden, um diesen Moment um 01:26 Uhr MESZ festzuhalten, aber letztendlich wurden daraus fast zweieinhalb Stunden, sosehr hatten mich die Leuchterscheinungen in ihren Bann gezogen. Zweimal hatte ich zwischendurch schon wieder abgebaut und eingepackt, aber dann doch wieder aufgebaut, weil es eine neue Entwicklung gab.

    Hier nun eine erste Reihe von Fotos, die einige besondere Momente zeigen:


    Eine Minute vor dem genauen Tiefststand der Sonne der Nordhoizont mit dem Kasten des Großen Wagens links und Cassiopeia in der rechten Bildhälfte und Capella unten fast in der Bildmitte, aufgenommen mit 10mm bei Bl. 5,6 und ISO 400:








    Und zu meiner großen Überraschung war da ein Gewimmel von NLCs, den leuchtenden Nachtwolken, die zu der Zeit leider duch die langgezogene schwarze Wolke verdeckt war. Um 01:45 MESZ sah es so aus, festgehalten mit einem CZJ Zebra Flektogon 4/50mm bei Bl.8, 30s und Iso 800:








    Der helle Stern ist wieder Capella und grüßt aus der anderen Jahreszeit .... Einige Fotos und knapp 20 Minuten weiter tauchte am Osthorizont auf einmal dieser orangenfarbene Fleck am Horizont auf, in Begleitung von Jupiter links davon:








    Damit schien der Termin beendet, Aber halt - war da vorne, 5m weiter, nicht ein breiter Graben, und könnte der Mond vielleicht .... ja, und genau das tat er auch, er schickte sein Spiegelbild dorthin, wo es einen ganz tollen Anblick erzeugte:









    02:15 Uhr, 58mm,Bl. 7,1 und 13s bei Iso 3200 erzeugten diesen schummrigen Anblick.


    Wieder abgebaut, aber da waren ja immer noch die NCLs, aber anscheinend viel heller als vorher. Es war ein Anblick, bei dem der rein visuelle mit dem auf dem Foto gut übereinstimmte, und den Eindruck hatte ich des Öfteren bei Nachtaufnahmen eher selten. Also wieder aufgebaut, und hier für den Moment noch zwei Fotos , eines um 02:22 mit 17mm bei Bl 5,6, Iso 400 und 25s:








    Und da w3ar auch diese Farbigkeit in den Wolken, wie ich sie vorher noch nie gesehen hatte. Dafür etwas näher ran, mit 50mm, Bl 8 und 6s bei Iso 1600:








    Es war ein Anblick, der mich noch eine weiter halbe Stunde in seinen Bann gezogen hatte, aber davon umgend mehr.


    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo Jochen,


    prima anzusehen im Zeitraffer, die Mitternachtsdämmerung. Auch dieses kleine Windrad ziemlich genau im Norden, auf dem Kopf stehend und offensichtlich das Sonnenlicht scheuend - ein nettes kleines Detail.

    Bei Deinem Standort in Schleswig-Holstein fiel mir noch ein eigenes Foto ein, das genau morgen, am 18.06, vor einem Jahr in Friedrichskoog-Spitze entstand, um 01:28 Uhr MESZ, also zur astronomischen Mitternacht, mit dem Dämmerungslicht über der Skyline von Büsum und dem gestirnten Himmel darüber:








    Leider wollten sich die Wolken am Horizont überhaupt nicht verziehen, aber auch so hat das Licht einen magischen Reiz - nur ca. 13° tiefer taucht die Sonne unter Büsum durch. Der helle Stern unten in der Bildmitte ist schon ein Vorbote des kommenden Winters - Capella, die gerade den Nordmeridian hinter sich gelassen hat.


    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo Mirko,


    anfangs war ich "nur" sehr beeindruckt von Deinem Foto, aber seit Stefans Beitrag ist mir klar geworden, dass sich Dein Foto in den kommenden Jahren, wahrscheinlich auch Jahrzehnten, kaum wiederholen lassen wird und allein deshalb ein wirklich einzigartiges ist.

    Vor längerer Zeit hatte ich mal ein Panorama aus einer Reihe von Einzelbildern von einer Planetenreihe am Abendhimmel angefertigt und mich darüber sehr gefreut, aber wirklich alle in einem einzigen Foto - herzlichen Glückwunsch zu diesem Dokument.


    Beste Grüße

    Manfred

    Stefan,


    hab vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht und natürlich für die Fotos. Wie hast Du im vorletzten Foto den Erdschein so zum Leuchten gebracht, als wäre eine integrierte lunare Leuchte eingeschaltet gewesen ... Dieser Blickfang von Mond zusammen mit den beiden Fotos im Hochformat darüber sind meine absoluten Favoriten, wohl auch deshalb, weil die Mondsichel viel mehr in der Waagerechten zu schweben scheint als es hier zu beobachten ist.


    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo Dietrich,


    in zwei Punkten muss ich Dir deutlich widersprechen ( wie könnte man jetzt ein Augenzwinkern darstellen? ) :


    Natürlich sind Jörgs fotografische Beiträge kaum zu toppen, und dafür musste er aber erheblichen Aufwand betreiben, wozu nicht jeder in der Lage war, allein aus beruflichen Gründen damals. Deshalb finde ich den Ausdruck "Venus-Transit-Abfall" auch recht unpassend, weil er das abwertet, was den einzelnen, auch mir und Dir, möglich war. Vom Transit überhaupt eigene Fotos machen zu können - das hatte mich ungemein gefreut.


    Das leitet über zum zweiten Punkt: " .. ein eher langweiliges Bild von 2004 ...". Mag sein, dass es für manche erst dann interessant ist, wenn gleichzeitig die ISS mit drauf ist beim Durchflug zwischen zwei Sonnenflecken. Für mich ist es DAS Foto vom Transit überhaupt, und meines sieht ganz ähnlich aus, aufgenommen mit einem 102/1000mm Refraktor in Okularprojektion (40mm) auf KB-Film, 400ASA, 1/500s:








    Gerade weil nichts "Aufregendes" im Foto von diesen beiden kreisrunden Formen ablenkt, empfinde ich es als schlichte, schnörkellose Schönheit. Venus ist fast genauso groß wie die Erde, und wäre unser Heimatplanet an ihrer Stelle, so würde es von den Größenverhältnissen her fast genauso aussehen. Und was ist das für ein kleines Kügelchen im Vergleich zur Sonne, auf dem wir durchs Weltall teiben - hier kann man es direkt sehen und hoffentlich auch begreifen. Das Foto hängt bei uns im Format 40 x 60cm im Treppenhaus, zig mal gehe ich am Tag drunter durch, und mindestens einmal am Tag freue ich mich darüber, dass ich dieses Ereignis selbst sehen und ablichten konnte, zusammen mit den eben geäußerten Gedanken.


    Lieber Dietrich, vielleicht kannst Du Dich jetzt ja doch ein wenig mehr über Dein eigenes Ergebnis freuen, so wie ich es auch über meines und die anderen hier gezeigten tun kann.


    Und weil genau heute der 18. Jahrestag unseres ersten Venus-Transits ist, hänge ich zur Feier dieses Ereignisses gleich noch zwei weitere Fotos davon in Originalgröße dran, die ich vor Jahren schon einmal eingescannt hatte:















    Beste Grüße

    Manfred


    Korrektur der Belichtungsdaten vom ersten Foto

    Stefan,



    ja, jetzt sind sie da, und wie ... super schöne Fotos vom zweiten Jahrhundertereignis dieser Art. Klasse, dass Du diese Bedingungen bei der Beobachtung hattest.


    Hier im Teufelsmoor sah es dochj etwas anders aus, und Dein erstes Foto hat da eine große Ähnlichkeit. Bei Jörg hatte ich ja schon zwei Fotos eingestellt, und hier möchte ich gerne Deiner Einladung folgen:


    Eine viertel Stunde nach Sonnenaufgang, um 05:23 Uhr MESZ, sah der Himmel in nordöstlicher Richtung nicht sehr vielversprechend aus, und es war auch recht früh eine grundsätzliche Entscheidung - mit oder ohne Sonnenfilter vor dem Objektiv?


    Rechts auf der Montierung sitzt der TS 115/800mm Photoline Refraktor, schon mit dem Sonnenfilter vor dem Objektiv, aber ohne Kamera, denn die macht gerade das Foto; links auf der Gegengewichtsstange mein erster 60/910mm Apollo Refraktor für die visuelle Beobachtung:








    Das nächste Foto zeigt mehr recht schlecht als recht die Sonnenfleckenverteilung während des Transits; dadurch kann man die Venusposition gut mit anderen Fotos vergleichen. 1/125s bei ISO 200 um 06:50 Uhr - wenn die Uhr in der Kamera richtig eingestellt war:








    Und abschließend, nach einiger Bearbeitung, war dann der Planet doch noch um 06:50 Uhr zu erkennen, 5 Minuten vor dem 4. Kontakt:









    Das war das Ende meines zweiten Venustransits, und mehr wäre auch rein theoretisch zu meinen Lebzeiten nicht gegangen. Stille Freude, auch noch nach Jahren ....



    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo Caro,


    einen ähnlichen Gedanken wie Ralf hatte ich beim ersten Betrachten ebenfalls - kein verwässertes deep-sky-Objekt, wie es Dein Titel erwarten ließe, sondern "nur" eine profane Mondsichel . Aber gerade darüber habe ich mich sehr gefreut, weil dieses filigrane Objekt dort oben nicht nur auf mich irgendwie eine magische Wirkung hat. Und es ist ja nicht nur recht schwer aufzufinden, sondern auch das Ablichten ist nicht ganz einfach. Das zudem knappe Zeitfenster hast Du ja auch erwähnt.


    Was ich aber genauso gut nachvollziehen kann, das ist die Tatsache, dass man sich auch einfach über ein gelungenes Foto freuen darf, ohne es mit einem begleitenden Satz von technischen Daten zu versehen, zumal das Abgebildete wohl keiner weiteren Erklärung bedarf, z.B um welches Objekt aus dem NGC-Katalog es sich handelt - genießt doch einfach, was ihr seht.


    In diesem Sinne darf ich vielleicht die Mondsichel von vor genau einem Monat beisteuern, als sie sich neben Merkur (mittig) und den Pleiaden (ganz rechts sind noch Atlas und Pleione zu erkennen) befand. Da alle drei Gestirne nicht in das 2,8/180mm Zeiss Zebra Sonnar passten, ohne gequetscht zu wirken, sind hier die Pleiaden nur als "Randerscheinung vertreten. 4 Sekunden lang wurde das Licht mit einer EOS 600d bei ISO 200 und Blende 8 eingefangen:










    Beste Grüße

    Manfred

    Jörg,


    alles, was in den Kommentaren geschrieben wurde, kann ich voll und ganz unterschreiben; nachträglich empfinde ich meine Antwort fast schon als ein wenig unangemessen knapp.


    Was ich aber noch ergänzen möchte: herzlichen Dank für Deine individuellen Antworten zu jedem Kommentar. Daran merkt man auch, wie sehr Du mit diesem Ereignis verbunden bist.


    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo Jörg,



    Gratulation zu diesem tollen Ergebnis und vielen Dank zum Einstellen, auch wenn es schon einige jahre her ist.


    Aber es weckt auch Erinnerungen an die eigene Beobachtung, die unter nicht ganz so guten Bedingungen auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel gegeben waren. Eines der allerersten Fotos hänge ich mal dran ...








    ... und das letzte mit Solarfolie, auf dem definitiv noch etwas zu erkennen ist:









    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo allerseits,


    so unterschiedliche Aufnahmenvon dem Ereignis sind hier eingestellt, und manche ähneln sich doch sehr. So dachte ich auf den ersten Blick mein eigenes zu sehen, als das Foto von Andreas auf den Bildschirm kam. Der zwischen den Bäumen hängende Mond konnte hier um 05:00 Uhr MESZ so gesehen werden:









    Auch die gelbliche Färbung kurz vor dem Untergang findet sich hier auf einigen Fotos wieder. Und dass ein total verfinsterter Mond dabei ist - das ist eine tolle Zugabe.


    Beste Grüße

    Manfred

    Erst einmal vielen Dank für eure positiven Bemerkungen zu den Fotos.


    Inzwischen ist das Ereignis ja schon wieder Vergangenheit, und deshalb hier ein kurzer Rückblick in Bildern. Alle Fotos sind mit einem 4/300mm SMC Takumar mit 1,4-fach Konverter gemacht, also mit effektiv 420mm, die vom Tracker noch gut getragen werden.


    04:22 Uhr MESZ, 7 Minuten vor Eintritt in den Kernschatten:









    04:27 Uhr, der nahe Kernschatten macht sich deutlich bemerkbar:








    Eine viertel Stunde nach Eintritt in den Kernschatten; die Mondhöhe beträgt noch gut 5°:








    Glücklicherweise schafft er es gerade noch über die Baumkronen ... 04:54 Uhr .... :







    ... zeigt sich 2 Minuten später noch einmal in ganzer Schönheit, so gut es geht ...








    ... um sich dann mit dreifacher Verfinsterung durch Erde, Wolken und Bäume endgültig von der Bildfläche zu verabschieden - 05:02 Uhr, noch 3° hoch, eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang ...







    Das war's dann. Die Farben am Mond selbst, dieses tiefe Rot, das mir von einer der letzten Finsternisse noch so gut in Erinnerung war und an das ich mit dem Rot im Halo erinnert wurde, das fehlte zwar, aber auch so war es wieder ein eindrucksvolles Erlebnis.



    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo allerseits,


    sozusagen als Vorprogramm zur morgigen Mondfinsternis umgab sich gestern Abend der Mond mit recht kräftigen rötlichen Farben, zu schön, um ignoriert zu werden.

    Hier einige Impressionen davon, nur dezent nachbearbeitet:






























    Viel Glück für die Beobachtung morgen früh.


    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo Bianka,


    so ähnlich, wie Du es im letzten Satz geschrieben hast, ging es mir jahrelang, nd deshalb verstehe ich es nur zu gut, dass man nicht bei jeder Gelegenheit auch visuell oder mit der Kamera präsent sein kann..


    Mit den drei Planeten war es bei mir übrigens umgekehrt: erst war ich bis gegen 23 Uhr draußen, musste noch abbauen, und weil alles taunass war, hier zuhause noch zum Trocknen aufstellen. Gegen Mitternacht war dann diese Aktion beendet. Am nächsten Morgen wurde ich irgendwie wach - die innere Uhr hatte funktioniert - der Radiowecker zeigte 4:57 Uhr, und zu der Zeit sollten die beiden Planeten schon fast 2° hoch stehen. Und weil alles noch bereit stand, konnte ich schnell mein Veluxfensterstativ in die Fensteröffnung einhängen und probieren, noch etwas im Osten zu erwischen ... und es hatte geklappt, wenigstens einmal, wie Du sehen konntest. Nur der Tag war gelaufen .... 5 Stunden Schlaf sind auch für einen nicht mehr Berufstätigen eindeutig zu wenig.


    Und dass die beiden Planeten Dich dann auf Deinem Weg begleitet haben - das ist doch ein schöner Gedanke.


    L.G., Manfred

    Lothar, hab Dank für das Einstellen. Eine interessante Perspektive - man fühlt sich irgendwie in viel weiter südlichere Breiten versetzt.


    Helmut, Stefans Kommentar kann ich genau so übernehmen. Klasse, auch weil ich es mit den Wolkenstreifen visuell genauso über eineinhalb Stunden erlebt habe.


    Und weiter geht's ....


    Um noch im Restlicht aufbauen zu können, bin ichg recht früh an meinen Beobachtungsplatz gefahren und durfte zur Kenntnis nehmen, dass der einzige Wolkenstreifen dort oben am Nordwesthorizont lag, wo die Dreierkonstellation zu finden war. So sah es um 21:42 Uhr MESZ in der Richtung aus, aufgenommen mit einem 4/50mm Zeiss Zebra Flektogon:









    Merkur ist rechts neben der Mondsichel einigermaßen zu erkennen.


    Weil die Pleiaden optisch noch außer reichweite waren, kam auch der größere Kollege, ein 2,8/180mm Zebra Sonnar zum Einsatz. Irgendwie zeichnen die alten Zeiss Objektive ein farbigeres und auch weicheres Bild, ohne dabe unscharf zu wirken. Also Mondsichel und Merkur erdgebunden, etwa eine viertel Stunde später:









    Zwei Fotos aus den nächsten zehn Minuten mit demselben Objektiv, immer in der Hoffnung, die Pleiaden würden irgendwann komplett und deutlich erscheinen:








    astrotreff.de/index.php?attachment/24093/





    Dieselbe Szenerie mit dem Canon 2,8/70-200mm Zoom bei 150mm:









    Schliesslich waren es die beiden letzten Fotos kurz nach halb elf, die die Pleiaden richtig deutlich zeigten, als sie noch etwa 2° hoch standen und die Wolken doch noch ein Einsehen hatten:













    So kommt die Konstellation wohl nicht ganz so schön zur Geltung wie sie ohne direkten Kontakt zur Vegetation hätte sein können, und dann fiel auch der Vorhang. Es war ein interessanter und sehenswerter Besuch.


    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo Stefan,


    ein Foto von gestern Abend möchte ich auch hier dranhängen. Ja, es stimmt schon, wie Gerd geschrieben hat - mit den Pleiaden war es nicht ganz so einfach, auch weil die gesamte Konstellation auf dem Weg zum Horizont hier einen Wolkenstreifen durchlaufen musste. Ein Beispiel von "unterwegs", als sie noch 6 bis 7° hoch stand:










    Einige Fotos möchte ich gleich noch im "Besuchs"-Thread einstellen; mal sehen, ob ich das unfallfrei schaffe; bis 23 Uhr war ich draußen und heute Morgen um Fünfe für Venus und Jupiter am Bodenfenster, und das hat Spuren hinterlassen ....



    Beste Grüße

    Manfred

    Guten Tag, Bianka,


    heute Morgen habe ich sie tatsächlich um kurz nach 5 Uhr MESZ gesehen, kurz nach ihrem Aufgang und kurz bevor sie hinter unserem Hausdach und einem Baum verschwinden wollten. Venus habe ich visuell ohne Hilfe sofort entdeckt, Jupiter erst im live-view der Kamera. So sah es mit 200mm aus:








    Beste Grüße

    Manfred

    Hallo Sven,


    es ist immer wieder schön, diese Dämmerungsfarben am Meer zu sehen. und Glückwunsch, dass Du den Merkur noch so hoch über dem Horizont im Bild festhalten konntest.


    Übrigens - direkt über der linken Ecke des gelben Kastens scheinen noch die Pleiaden durchzuschimmern; sieh doch nochmal auf der OIriginal-Aufnahme nach, ob Du dort das Siebengestirn entdecken kannst.


    Viele Grüße

    Manfred

    Hallo Bianka,


    lobenswert, Dein Einsatz, und Glückwunsch zum Einfangen des Quartetts. Da hast Du ja viel Glück gehabt, Venus und Jupiter so knapp über der Wolkenkante zu erwischen. Wie war denn der visuelle Eindruck? Ich kann mir vorstellen, dass das Licht der Dämmerung die beiden fast überstrahlt hat. Was ich aber sehr gut nachfühlen kann, das sind die Vogelstimmen und die ganze Atmosphäre drumherum, wenn die Welt noch zu schlafen scheint.


    Vielen Dank fürs Einstellen und Zeigen

    Manfred

    Hallo Jochen,


    ebenso hier im Norden - da gibt es momentan nur wenige wolkenfreie Flecken, aber alle an falschen Stellen.


    Gelegenheit für eine >Ergänzung:

    Beim betrachten meiner ersten Fotos hier bei Dunkelheit war da doch noch ein recht starkes Rauschen zu bemerken, das inzwischen einigermaßen reduziert ist, und deshalb hier noch einmal drei Fotos vom 26.04., einfach noch einmal zum Anschauen:



















    Das erhoffte Foto heute im Querformat musste wetterbedingt leider ausfallen ...


    Viele Grüße

    Manfred