Posts by portaball

    Ich habe ja vieles selbst besessen und durch noch mehr durchgesehen.
    12.5" Portaball lange selbst gehabt, an noch größeren Zambuto Dobsons auf der Leiter gestanden, C8 und C11 Mono, mit (2") Binoansatz und als Doppelteleskop.


    Eindeutig "Klick" gemacht hat es aber bei meinem 125mm ED Borg Bino.
    Da wusste ich, das ist es, das bitte in maximaler Größe bei maximaler Qualität.


    Obwohl nur 25mm mehr Öffnung bin ich beim doppelten Gewicht - und beim doppelten Preis.
    Natürlich ist es nicht doppelt so gut, aber der Sprung von 125mm binokular zu 150mm binokular ist spürbar größer, als ich erwartet hätte.


    Aber ganz klar sind auch alle Träume vom 180er oder gar 200er Refraktorbino endgültig ausgeträumt, die reale Größe und Gewicht des 150er haben mich in der Realität ankommen lassen.
    Jegliche weitere Steigerung geht nur noch durch besseren Himmel.


    Natürlich denkt man manchmal über ein zusätzliches 120er zwecks besserer Portabilität nach.
    Es ist nichtmal so sehr die kleinere Öffnung, aber ein Verzicht auf das 17mm Ethos am Bino ist für mich unvorstellbar.
    Hätte Markus das 150er nach dem Prototypen nicht ändern lassen, dass das 17er Ethos in den Fokus kommt, wäre ich trotz der Öffnung auch raus gewesen.


    Grüße Jochen

    Inzwischen ist mein Stativ fertig geworden.
    Die provisorischen blauen Schnüre habe ich durch Metallstreben ersetzt, was einiges an Eigenarbeit erforderlich machte:




    Aber es hat sich gelohnt, das Stativ mit Hubsäule wiegt 11,2 Kilo und ist auch bei voll ausgefahrener Hubsäule extrem stabil und schwingt nur minimal nach.
    Der Fluidhead wiegt 10,6 Kilo.
    Ich trage das als eine Einheit zu 22 Kilo in den Garten.
    Dazu kommt dann das Bino mit nochmal 22 Kilo.


    Ich finde die Gewichtsverteilung ist gelungen und mit weniger Gewicht für Stativ und Säule kommt man bei der geforderten Stabilität ohne Eigenbaulösung nicht hin.


    ich habe auch einen neuen Halter für das Smartphone mit Winkelspiegel fürs StarSense gebaut.
    Der ist wesentlich kompakter als das mitgelieferte Kunststoffteil.




    Zwischen Bino und Halter ist ein kleiner Kugelkopf, mit dem sich StarSense sehr genau kalibrieren lässt.
    Die Genauigkeit liegt nun bei etwa 0,5° was für mich mehr als ausreichend ist.
    Selbst bei hohen Vergrößerungen ist das angefahrene Objekt immer im Gesichtsfeld.


    Damit bin ich am Ziel meiner Reise angekommen.


    Grüße Jochen

    Das Wetter ist die letzten Tage ja recht gut, leider ist aber auch der Mond sehr hell :)
    Ich nutze die Zeit um mich weiter mit dem neuen Bino, aber auch dem Stativ und dem Fluidhead vertraut zu machen.
    Außerdem habe ich meine neuen Okulare zum Ethos 17 parfokal gemacht und auch das Gewicht so gut es ging angeglichen.


    Dabei teste ich natürlich auch immer am Bino, insbesondere mit dem Ethos 6mm und den APM XWA 5mm und 3,5mm
    Das Testobjekt ist der Mond, viel mehr kann man aktuell ja kaum beobachten :)


    Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bisher am Mond nicht den geringsten Hauch von Farbe gesehen habe, absolut nichts!
    Und auch wenn das seeing durch die vielen aufgeheizten Dächer in der Nachbarschaft nicht wirklich gut ist und das Bild meist wabert kann ich sagen, dass die Optiken die 3,5mm also 240x locker packen.
    Sekundenweise ist das Bild so richtig knackig!


    Ansonsten lerne ich jeden Tag dazu, ich lerne den Umgang mit dem Fluidhead , dem Stativ und der Säule und alles passt nun wirklich gut zusammen.
    Die Stabilität ist besser als erwartet, auch wenn das Stativ immer noch Seile zur Abstützung zur Mittelsäule hat, die Edelstahlstreben sollten aber morgen endlich kommen.
    Selbst bei 240x ist die Stabilität enorm und die Ausschwingzeit minimal.
    Ich führe mit der Nasenspitze nach und nach maximal 0,5 Sekunden steht das Bild wieder.
    Bei voll ausgefahrener Säule wird es natürlich etwas schlechter aber ich denke gerade da werden die Stützstreben noch was bringen.


    Beim Aufstellen des Stativs muss man sehr genau arbeiten, selbst mit starker Hemmung reagiert der Fluidhead sehr feinfühlig auf Schieflage und das Bino scheint dann motorisch nachgeführt zu sein :)


    Selbiges gilt für das Okulargewicht, ich habe nur etwa 100 Gramm Unterschied, muss das aber durch verschieben der Montageplatte ausgleichen, wenn ich ein perfekt schwerelos schwebendes Bino haben will.
    Aber auch das Ausgleichen geht leicht von der Hand, ein kurzer Dreh an der Einstellschraube und es passt.


    Alles in Allem Begeisterung pur für Bino, Fluidhead und Stativ mit Hubsäule.
    Ich hätte mit viel mehr Problemen gerechnet aber alles ist wirklich extrem befriedigend.
    Das ist wie geplant mein Exit-Setup :)


    Grüße Jochen

    Trotz massivem Mondlicht war ich heute natürlich wieder draußen, auch um weiter die Technik auszutesten.
    Der Starsense explore ist wirklich irre gut und eine große Hilfe.
    Man sucht nicht mehr sondern fährt die gewünschten Objekte einfach an.


    Der Fluidhead begeistert mich immer mehr.
    Auch mit mehr Hemmung kann man mit der Nasenspitze nachführen.


    Auch mit der Hubsäule habe ich meinen Frieden geschlossen und akzeptiere, dass ich nun halt auch noch einen Akku mitschleppen muss :)
    Aber per Fernbedienung ohne viel Ruckeln und während des Beobachtens die Okulare auf die perfekte Höhe zu bringen hat definitiv was ...


    Ich muss unbedingt alle meine Okulare auf das Gewicht des 17er Ethos bringen.
    Auch wenn man die Unterschiede einfach per Dreh am Knöpfchen ausgleichen kann nervt mich das, ich will Okulare wechseln ohne irgend etwas nachjustieren zu müssen :)


    Trotz gleissendem Mondlicht sah ich M31, M81 und 82 so gut wie ich sie im 125er Borg Bino selbst bei Neumond nie gesehen habe - irre.


    Die Seeing Bedingungen waren heute etwas besser wenn auch nicht perfekt, es kommt immer noch viel Wärme aus den geheizten Dächern ringsherum.
    Aber immerhin konnte ich heute mit dem 6er Ethos einen brauchbaren Sterntest machen.
    Alles sieht perfekt aus, kreisrunde ringe, intra - und extrafokal und beide Tuben gleich - ich bin happy mit meinen Optiken.


    Morgen bekomme ich die kurzen Brennweiten 4,7mm und 3,5mm, aber ich denke nicht, dass unter den aktuellen Bedingungen in meinem Garten viel geht.
    Der Mond war immer noch sehr unruhig und auch auf Mars konnte ich mit 6mm keine Details sehen.


    Grüße Jochen

    Ja, Winni, genau darauf wird es hinauslaufen.


    Ich besorge mir noch so ne elektrische Hubsäule und baue die fest in eine einbetonierte Säule ein.
    Dann sind auch die nervigen Stativbeine aus dem Weg :)


    Einen zweiten Schnellwechselflansch für den Fluidkopf habe ich noch, wobei der Kopf auch längere Zeit draussen bleiben kann.
    Einfach ne Plastiktonne drüber stülpen...


    Grüße Jochen

    So, ich war draussen, die Bedingungen waren nicht perfekt, natürlich Mond und immer etwas Dunst in der Luft.
    Der Mond im 10er Ethos unglaublich knackig, auch wenn permanent Wellen durch das Bild liefen.


    Aber darum ging es mir nicht, ich wollte den Starsense Explorer probieren.
    Also habe ich ihn grob ausgerichtet und los.
    Ich kann nur sagen, das Ding ist der absolute Wahnsinn.
    Egal was man eingibt, man folgt mit dem Bino den Pfeilen auf dem Bildschirm, gibt der App die Chance ab und an ein neues Bild zu machen, und wenn die App grünes Licht gibt ist das Objekt im Okular.


    Der Wahnsinn, das ist genau das was ich mir gewünscht habe, und das ohne Kabel und digitale Teilkreise irgendwo dranbasteln zu müssen.


    Auch das Glas hat sein Potential aufgezeigt.
    M81 / M82 trotz Mond, Dunst und Umgebungslicht so gut sichtbar, wie ich sie noch nie gesehen habe...


    Grüße Jochen

    Hallo Thomas,


    der StarSense Explorer ist eine deutlich (!) abgespeckte Version von Sky Safari (Pro)
    Als Sucher mehr als ausreichend, aber als Atlas bleibe ich bei Sky Safari Pro auf dem großen iPad.


    Die grobe Kollimation habe ich gemacht, jetzt hoffe ich dass es klar bleibt, bis die Sterne rauskommen ...



    Grüße Jochen

    Heute war Besteltag.
    Zuerst habe ich 3 Füsse fürs Stativ gemacht, dadurch wird es etwas höher und auch stabiler.
    Außerdem kann ich nun den Untergrund ausgleichen:




    Und dann kam mein 70mm Celestron Refraktor und wurde gleich zerfleddert






    Ich bin wirklich gespannt, aber wenn die App hält, was sie verspricht, dann ist das für mich der perfekte Sucher...


    Grüße Jochen

    Hallo Marco,


    das mit der Rückmeldung finde ich toll, auch Deine Entscheidung für das Zeiss.


    Die APM ED Gläser sind optisch wirklich toll, auch haben sie fast alle recht weitwinklige Okulare mit genügend Augenabstand.
    Ich selbst hatte ein 70er und ein 100er besessen.
    Lediglich die Haptik und Mechanik kommt nicht an die deutlich hochpreisigeren Konkurenten aus Deutschland oder Japan heran.


    Ein Canon 10x42 oder auch 15x50 wäre auch noch eine Option gewesen, ich habe den von Dir umrissenen Bedarf mit Letzterem abgedeckt


    Grüße und viel Spass mit dem Glas


    Grüße Jochen

    So langsam fügt sich ein Mosaiksteinchen zum anderen.
    Heute gab es endlich den Durchbruch in Sachen Sucher, was mir doch einiges an Kopfzerbrechen bereitet hatte.


    Vom grünen Laserpointer (politisch nicht korrekt) über Encoder (ich mag keine Kabel) oder Red Dot Finder (gibt es nicht in 90°) sowie klassischer, optischer Winkelsucher war ich letzten Endes beim auf das Bino geschnallte Smartphone mit Sky Safari gelandet.
    Nachteil: Die Sensoren der Smartphones sind leider nicht sehr genau und zuverlässig.


    Heute hat mich ein Sternfreund im anderen Forum (Danke Alex) auf eine viel bessere Möglichkeit aufmerksam gemacht, nämlich den Celestron StarSense Explorer per Plate-Solving.
    Nachdem ich mir bei CN die 30 Seiten zum Thema durchgelesen hatte, habe ich mir gerade einen 70mm Celestron Refraktor bestellt um ihn bei Erhalt gleich auszuschlachten :)


    Grüße Jochen

    Hallo Dietmar,


    leider nein, keine Chance, nicht bei diesen Temperaturen.


    Mein Beobachtungsplatz im Garten und insbesondere die Treppe dorthin sind noch schneebedeckt.
    Das ist mir zu riskant das Monster da hochzutragen.


    Und ich muss noch am Stativ nacharbeiten bevor ich es im Feld benutzen kann.
    Der Fluidhead funktioniert am Besten (mit wenig Hemmung) wenn das Stativ genau waagerecht steht.
    Im Moment haben die Beine aber noch keine Justiermöglichkeit.
    Das wird sich aber im Laufe der Woche ändern, sämtliche benötigten Teile sind schon bestellt.


    Dann soll es auch wärmer werden und ich habe keine Ausreden mehr :)


    Grüße Jochen

    Hallo Rainer,


    herzlichen Dank!
    Deine Beobachtungen klingen ja sehr vielversprechend und machen Lust aufs eigene Beobachten.
    Bisher habe ich noch keine Filter, aber das wird bestimmt nicht so bleiben :)
    Ich habe zwar im Garten schon recht gute Bedingungen und mit 5 Minuten Autofahrt lassen sie sich nochmal deutlich steigern.
    Trotzdem habe ich vor das Bino zu guten Standorten insbesondere in die Alpen zu schleppen, mein Traum ist damit mal auf dem Gornergrat zu stehen ...


    Auch mein Lieblingsokular ist das Ethos 17, welches bei mir 49fache Vergrößerung bei 3mm AP bedeutet.
    Oft hört man ja die 100° würden nichts bringen und binokular schon gar nicht.
    Ich kann das nicht bestätigen und kann das Feld auch am Bino komplett überschauen.
    Außerdem kann man das beobachtete Objekt bei dem großen und scharfen Feld sehr lange durchs Objektiv wandern lassen.


    Grüße Jochen

    Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich die Verstellschraube zum Verschieben der Plattform am Vinten größer und besser zugänglich machen will.
    Dadurch kann ich unterschiedlich schwere Okulare durch Verschieben des Schwerpunktes ausgleichen und muss nicht über die Hemmung oder Federspannung gehen, was ich nicht für optimal halte.


    Ich fand in meinem Fundus eine schöne alte brünierte Rändelschraube, die perfekt zu dem alten Kopf passt:




    Nun habe ich 3 unabhängige Möglichkeiten der Feinjustage, was für ein Luxus :)


    Grüße Jochen

    Hier mal meine Okularpärchen, die ich am 150er APM einsetzen werde:


    Kasai 32mm 25x 3,2° 6,0mm AP 85°
    Ethos 17mm 50x 2,0° 3,0mm AP 100°
    Ethos 13mm 65x 1,5° 2,5mm AP 100°
    Ethos 10mm 85x 1,2° 2,0mm AP 100°
    Ethos 6mm 140x 0,8° 1,0mm AP 100°
    APM 4,7mm 180x 0,7° 0,8mm AP 110°
    APM 3,5mm 240x 0,5° 0,6mm AP 110°


    Eventuell fülle ich mittelfristig noch mit diesen beiden Okularen auf, das 26er Masu wegen der AP und das 8er Ethos zum besseren "framing" :)


    Masuyama 26mm 30x 2,5° 4,5mm AP 85°
    Ethos 8 mm 100x 1,0° 1,5mm AP 100°


    Grüße Jochen

    Auch Dir vielen Dank, Thomas.


    Das mit dem Farbsehen ist schon spannend und interessant.
    Dass die Zäpfchen mehr Licht benötigen ist ja bekannt, vielleicht ist da auch eine größere AP der Okulare Hilfreich?


    Verwunderlich finde ich, dass Dir Rosa mehr aufgefallen ist als Grün, wo das Auge doch für Grün eine deutlich höhere Empfindlichkeit hat.


    Bei mir ging es heute auch ein Stückchen weiter, ich konnte die eigentlich nur für 220V Betrieb vorgesehene Steuerung der Hubsäule auf Akkubetrieb umrüsten, was für die Nutzung im Feld natürlich Voraussetzung ist.


    Grüße Jochen

    Hallo Winni,


    auch Dir vielen Dank!


    Ja, ich merke jeden Tag mehr, dass es die richtige Entscheidung war.
    Entweder dieses Monstrum oder der Astronomie ganz den Rücken kehren, für mich gibt es dazwischen nichts :)


    Es wird auch von Tag zu Tag kleiner und leichter, der Gewöhnungseffekt ist definitiv vorhanden.
    So dramatisch sind die 21 Kilo auch gar nicht, der Griff ist sehr bequem und mein Portaball war da eine deutlich üblere Schlepperei...


    Dank der Elektrosäule, für die ich mich inzwischen als Dauerlösung entschieden habe, muss ich das Glas ja auch nur auf Hüfthöhe heben und einklinken, das ist wirklich absolut unproblematisch.


    Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu optimieren, so will ich auch die Stativbeine verlängern um sie für einen noch stabileren Stand weiter spreizen zu können.
    Auch eine Abstützung der Beine zur Elektrosäule ist geplant, was noch mehr Stabilität bringt.


    Ich bin aber definitiv auf dem richtigen Weg und freue mich schon sehr auf die Sommermilchstrasse, die aktuellen Temperaturen sind absolut nicht mein Ding.


    Grüße Jochen

    Hallo Holger,


    ich mache das bei allen Binos immer wieder gerne, einfach nur mal mit einem Auge durch einen Tubus schauen und dann wieder mit beiden Augen vergleichen.
    Der Unterschied ist so frappierend und bestätigt mich jedes mal aufs neue mit der Entscheidung fürs Bino alles richtig gemacht zu haben :)
    Und dieser Unterschied scheint mit wachsender Apertur auch zu wachsen, sprich der Effekt der binokularen Addition wächst mit der Apertur.


    Nein, ich habe nicht mit Filtern beobachtet, da ich keine Filter habe.
    Das ist ein Thema für die Zukunft.
    Nein, Farbe habe ich keine sehen können, aber die Bedingungen waren auch nicht ideal, incl. Straßenbeleuchtung etc.
    Aber ob mit 150mm binokular Farbe möglich ist?
    Ich bezweifle es eigentlich.


    Die Mikrometerschraube ist dafür gemacht verschieden schwere Objektive bei den Filmkameras auszugleichen, das mit den verschieden Okularen beim Bino ist also die analoge Anwendung.


    Ein Laufgewicht ist die klassische Lösung bei einer Gabel, auch weil es dort gar keine andere Möglichkeit gibt den Schwerpunkt zu verlagern.
    Das bedeutet aber auch zusätzliches Geraffels und zusätzliches Gesamtgewicht, ich finde die Möglichkeit den Schwerpunkt des Systems per Feingewindeschraube und Drehgriff zu verlagern wesentlich eleganter.
    Und da ich meine Okulare mit verschieden schweren Ringen aus Bronze bzw. Kunststoff versehen habe, mit denen ich die Okulare parfokal gemacht habe, beträgt der Unterschied maximal 150 Gramm was einer Verlagerung von 2-3mm entspricht.


    Grüße Jochen

    So, das first light ist erledigt, aber bei -10 Grad ist es doch sehr reduziert ausgefallen.


    Ich habe meine Okulare durchgetestet und mich davon überzeugt, dass Sirius wirklich kaltweiss ist :)
    Orion ist mit dem Glas natürlich der erwartete Hammer mit feiner Struktur, auch wenn die Bedingungen über geheizte Hausdächer hinweg alles Andere als ideal waren- defokussierte Sterne zappelten ziemlich wild herum :)


    Unglaublich ist der Unterschied an Details im Nebel und an schwachen Sternen wenn man nur mit einem Auge beobachtet.
    Mir erscheint der Unterschied größer als bei kleineren Binos.


    Erstaunlich auch, wie wenig die Helligkeit von M42 im 6mm Okular abfällt, das war beim 125mm Borg doch stärker.
    Dennoch merke ich, dass ich mich mit längeren Brennweiten und weiteren Felder wohler fühle.
    Auch wenn Viele den Bedarf nicht sehen oder es nicht mögen, ich liebe die 100° der Ethos binokular.
    Fast ohne Bildfeldrand praktisch mitten in den Sternen zu stehen ist ein wahnsinnig tolles Gefühl.
    Die 85° der Kasai sind da schon fast Tunnelblick :)
    Ob ich wirklich kürzere Okulare als die 6mm brauche werde ich sehen, wenn wieder Planetensaison ist :)


    Da ich auch die mitgelieferten 30mm APM getestet habe wurde mir mal wieder bewusst, wie praktisch es ist alle Okulare parfokal zu haben und beim Okularwechsel höchstens minimal nachziehen zu müssen.


    Etwas Arbeit tut sich aber doch noch auf.
    Auch wenn man die Gewichtsunterschiede der Okuare mit der Federspannung ausgleichen kann, ist es besser statt dessen das ganze System durch Verschieben der Grundplatte im Gleichgewicht zu halten.
    Der Knopf an der dafür vorgesehenen Mikrometerschraube ist aber klein und fummelig
    Ich werde das so umbauen, dass ein großer und gut erreichbarer Knopf auf der Schraube sitzt, dann ist es ein Klacks das Gesamtsystem unabhängig der genutzten Okulare immer im perfekten Gleichgewicht zu haben.


    Aber ich kann jetzt schon sagen, dass die Entscheidung für das 150mm SD für mich genau die Richtige war.
    Trotz mittelmäßiger Bedingungen war das der beste M42, den ich je gesehen habe.


    Grüße Jochen

    Wie gesagt, Tatsuro hat genau das mit dem uralten APM 150mm Achromat Fernglas gemacht.
    Prismen weg, EMS dran.
    Er wollte den Auftrag zuerst ablehnen, weil er auch vermutet hat das Ergebnis würde furchtbar viel Farbe zeigen.
    Der Kunde wollte es aber unbedingt haben und das Ergebnis soll überraschend gut gewesen sein, kein sichtbarer Unterschied zu vorher mit Prismen.


    Grüße Jochen

    Hallo Holger,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote"><i>Original erstellt von: Cleo</i>. schrecklich groß kann der Effekt eigentlich nicht sein
    <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das würde bedeuten, dass das SD Doublet alleine schon so gut korrigiert ist, dass das Prisma nur noch einen kleinen Rest ausgleichen muss.


    Das passt dann aber nicht zu der Aussage von Markus, dass das Objektiv ohne Prisma unbrauchbar ist.


    Da Markus vorhatte das Objektiv separat zum Bau von Kometensuchern etc. zu vermarkten denke ich aber schon, dass er es ausprobiert und für nicht tauglich befunden hat.


    Das 150ED wird ja auch nur als 45° angeboten, das 150SD nur als 90°
    Zuerst dachte ich, man muss doch eigentlich nur die Objektive ins andere Gehäuse packen, aber vermutlich passen die Prismen nur zu den jeweiligen Objektiven.


    Andererseits hat Tatsuro ja ein EMS Bino aus dem alten 150mm Achromat APM Bino gebaut.
    Auch er dachte es würde nicht gut funktionieren, weil die Prismen fehlen, aber das war nicht der Fall.


    Grüße Jochen


    Grüße Jochen

    Hallo Thomas,


    mit solchen optischen Details kenne ich mich leider gar nicht aus.
    Ich habe das immer so verstanden, dass das gesamte System bestehend aus Objektiv und Prismen gemeinsam gerechnet wird um als Komplettsystem so wenig wie möglich Farbe zu zeigen.
    Wie das im Detail funktioniert weiss ich nicht, ich habe es mir naiv immer so vorgestellt wie ein Apo aus mehreren Linsen, welche unterschiedliche Lichtbrechungen haben und am Ende das gesamte Licht in einem Brennpunkt vereinen.
    Nur ist hier ein Teil des Systems eben keine Linse sondern ein Prisma.
    Ich vermute, dass hier die Glassorte des Prismas eine entscheidende Rolle spielt, aber das ist reine Spekulation :)


    Hier hat Markus Sterntests meiner Objektive veröffentlicht und man sieht da eigentlich keine Farbe:


    https://www.cloudynights.com/topic/754197-apm-150-mm-90-°-sd-fcd100-apo-bino/


    Grüße Jochen