Posts by portaball

    Hallo Klaus,


    der Canon Stabi funktioniert unabhängig vom Winkel.


    Diese Sache mit den Winkeln stammt von den Zeiss Gläsern mit mechanischem Stabi.

    Aber auch da gibt es immer wieder Aussagen das würde nicht stimmen und auch das Zeiss würde bei jedem Winkel stabilisieren.

    Selbst konnte ich allerdings noch durch keins schauen :)


    Abstützen oder Anlehnen ist immer gut und hilft sowohl dem Stabi als auch den Armen :)

    Ich nutze das Glas freihändig, Aufgestützt und auch mit dem Einbeinstativ, je nach Zeit und Situation.


    Wenn ich mit den Boostern arbeite, also 24x, dann macht Freihändig nur noch wenig Sinn.

    Tagbeobachtung oder am Mond geht gerade noch so einigermaßen, aber für Saturn und Jupiter braucht es das Einbein um Freude zu haben.


    Grüße Jochen

    Ich habe seit über 20 Jahren das 15x50 IS und hatte eine Zeitlang das 10x42 IS.

    Durch das 18er konnte ich noch nie schauen, aber man hört immer wieder, dass der Stabi bei der Vergrößerung an seine Grenzen kommen soll.

    Außerdem sind natürlich das Gesichtsfeld und die AP kleiner.


    Das 10er war toll, insbesondere auch die Naheinstellgrenze, und das Bild war noch einen hauch knackiger.

    Aber 15x sind einfach deutlich spannender, egal ob beim Wandern, in den Bergen oder für Astro.


    Letzten Endes sind alle IS Gläser toll, man muss nach persönlichen Vorlieben eintscheiden.


    Grüße Jochen

    Wenn ich mit einem Bino beobachte freue ich mich immer wieder an dem tollen Effekt mal nur ein Auge zu benutzen und den krassen Unterschied an Helligkeit, Details und Kontrast praktisch wie mit einem Schalter ein- und auszuschalten.


    Kürzlich ist mir durch Zufall noch eine Anwendung aufgefallen, mit der man den Zugewinn durch binokulare Addition einfach und eindringlich beobachten kann:

    Durch eine Armbanduhr mit Leuchtzeigern.


    Ideal ist dafür eine Uhr mit moderner Superluminova Leuchtmasse.

    Diese wird ja durch Licht "aufgeladen" und die Leuchtwirkung nimmt dann während der Nacht immer weiter ab.


    Besonders gut klappt das Experiment, wenn man nachts im richtig dunklen Schlafzimmer aufwacht.

    Dann ist die Dunkeladaption maximal und die Leuchtmasse sollte nur noch schwach glimmen.

    Mit einem Auge sehe ich nur etwas verschwommen Leuchtendes, öffne ich beide Augen wird es deutlich heller, plastischer und kontrastreicher.

    Der Unterschied ist frappierend.


    Grüße Jochen

    Hallo Marco,


    Webb steht ja nicht fix an L2 sondern fliegt ein Orbit um ihn:


    l2.3-5fdb9e798732cbb5.jpg


    Soweit ich mich erinnert habe macht man das deshalb, weil es sehr schwierig wäre immer genau an L2 zu stehen.

    Da sich genau an L2 aber der Erdschatten auswirkt hätte jeder noch so kleine Drift Auswirkungen auf die Temperatur von Webb.

    Um diese Temperaturschwankungen zu vermeiden fliegt man das Orbit permanent außerhalb des Schattens und um dieses Orbit zu halten braucht man etwas Sprit.


    Grüße Jochen

    Hallo Jörg,


    ein sehr spannendes Projekt von Dir mal wieder!


    Ich habe auch schon öfters Gedanken in diese Richtung gehabt, auch z.B. die hervorragenden Swaro Spektivokulare zu verwenden.

    Bei meinen Planungen habe ich aber bisher immer dann aufgegeben, wenn ich angefangen habe nachzurechnen was mich dabei 50mm (noch einfach als Bino) oder auch 100mm (dann wird es durch EMS nochmal teurer) Öffnung kosten würden...


    Keine Frage, man kann da ganz hervorragende Teile bauen, aber der Preis pro Millimeter Öffnung ist doch gewaltig und ich bin der Meinung, in dem Bereich gibt es für deutlich weniger Geld auch sehr brauchbares Material von der Stange.

    Klar, halt eben nicht mit 100° Gesichtsfeld :)


    Ich bin gespannt, wie es weitergeht, vielleicht schaffst Du es ja doch mich nochmal richtig anzufixen, manchmal vermisse ich schon etwas zwischen 50mm und 150mm :)


    Grüße Jochen

    Ich habe auch lange von solch einem Bino geträumt, in dem man praktisch während der Beobachtung sitzen kann.

    Inzwischen denke ich, dass so etwas in der Praxis nicht wirklich tauglich wäre und möglicherweise ist das auch der Grund, weshalb es so wenige umgesetzt haben.


    Meiner Meinung nach sind Schwingungen in so einem "Stuhl" sehr problematisch und kaum in den Griff zu bekommen.

    Schon der Herzschlag und die Atmung werden sich auf das Gesamtsystem übertragen, selbst wenn man es ansonsten schaffen sollte sich nicht zu bewegen :)

    Um der Sache beizukommen würde man sehr viel Masse und entsprechend dimensionierte Achsen benötigen, das geht dann schon deutlich über einen Zahnarztstuhl hinaus.


    Bei "fernglasüblichen" Vergrößerungen mag das noch unproblematisch sein, aber mit so einem Instrument will man ja auch mal höher vergrößern.

    Seit ich Binos mit Wechselokularen habe wurde mir jedenfalls bewusst wie empfindlich diese Systeme bei höheren Vergörßerungen auf Erschütterungen reagieren und dass sich das Ausschwingverhalten mit zunehmender Gesamtmasse verschlechtert.


    Eine möglichst stabile Säule und Montierung sowie davon komplett entkoppele Sitzgelegenheit sind meiner Meinung nach zielführender.


    Grüße Jochen

    Ein Einbeinstativ habe ich noch nie probiert, wollte es aber immer schonmal mit dem Dreibein vergleichen.

    Ich hatte vor einigen Jahren mal mit Einbeinstativen experimentiert, damals war ich mit 70 und 80mm Ferngläsern unterwegs und suchte eine praktikable Lösung

    Allerdings fand ich es nicht zielführend, es hat einfach zu viele Freiheitsgrade um das Bildzittern erfolgreich einzudämmen.

    Gleichzeitig nimmt es einem die Bewegungsfreiheit am Himmel praktisch genau so stark wie ein Dreibein.

    Ich habe nach einigen Versuchen wieder aufgegeben und kehrte zu den Dreibeinern zurück., die ich aber auch gerne als Zweibeiner nutze, mein Körper ist dann das dritte, stabilisierende Element was z.B. mit dem 25x100 sehr gut funktioniert hat.


    Gerade kürzlich habe ich mir aber wieder ein gebrauchtes Gitzo Einbeinstativ gekauft, dieses mal aber zur Verwendung mit dem stabilisierten Canon 15x50 IS

    Im Prinzip hat es dabei 2 Funktionen, einmal das doch recht hohe Gewicht des Canon zu eliminieren, was natürlich hervorragend klappt.

    Auch wird das Bild dadurch nochmals stabiler als komplett freihändig, natürlich auch weil es keinerlei Ermüdungserscheinungen gibt.


    Zum Anderen setze ich mein Canon ja auch gerne mit den 1.6x Boostern als 24x50 IS ein und hier zeigt sich die Verwendung des Einbeins darunter dann als wirklich sehr hilfreich, die Bilder sind bei 24x deutlich stabiler als ohne Einbein.


    Natürlich hat man auch da den eingeschränkten Bewegungsfreiheit am Himmel, man muss das Einbein immer in der Länge anpassen.

    Aber das ist nur eine Frage der Beobachtungsplanung, freies Milchstrassenwandern geht so natürlich nur noch eingeschränkt...


    In Verbindung mit dem Canon IS möchte ich das Einbein inzwischen jedenfalls nicht mehr missen, auch wenn ich nach wie vor mehr freihändig als mit Einbein beobachte.


    Grüße Jochen

    Hallo Rene,


    ein sehr schöner Erfahrungsbericht, dem eigentlich kaum noch etwas hinzuzufügen ist.


    Auch wenn wir hier alle das beidäugige Sehen sehr geniessen ist die Nutzung der Ferngläser dann doch wieder sehr individuell.


    Ich zum Beispiel komme mit Parallelogrammmontierungen gar nicht zurecht.

    Ich fand sie immer groß, ausladend, unhandlich und wackelig.

    Dazu die benötigten schweren Gegengewichte, die sich ja auch nicht gerade positiv auf das Ausschwingverhalten auswirken :)

    Und ich hatte immer Angst mir irgendwann im Dunkeln doch mal übelst die Finger einzuklemmen...


    Für mich waren geradsichtige Ferngläser von 70 mit 100mm Öffnung am besten auf einem Stativ mit Kurbelsäule und kleinem Fluidhead aufgehoben, sowohl für sitzende als auch für stehende Beobachtung.

    Für Beobachtungen im oder nahe dem Zenit habe ich das Stativ über 2 Beine zu meinem Körper hin gekippt, das war bei den Vergrößerungen bis maximal 25x immer noch ausreichend stabil.


    Ich habe immer mal wieder gelesen, dass geradesichtige Gläser mehr Licht durchlassen sollen als welche mit 45° oder 90° Einblick, weil die Prismen weniger Reflexionen haben.

    Ob das tatsächlich stimmt und messbar ist kann ich nicht sagen, aber ich kann mich gut erinnern, als ich von meinem 125mm Borg Binoscope übergangsweise auf das APM 25x100 ED umgestiegen bin.

    Ich war total überrascht wie nah das 100er am 125er (bei gleicher Vergrößerung) dran war, bei offenen Sternhaufen z.B. war der Unterschied nach meiner Erinnerung nur minimal.


    Grüße Jochen

    Nachdem die erste Serie der Kurbelsäulen aus China ausverkauft ist wurde heute der Nachfolger vorgestellt.

    Er wurde nochmals verbessert und hat nun die doppelte Anzahl Kugellager zur Führung der Säule.

    Dafür wurde der einstellbare Teflonring oben weggelassen.


    Die größte Verbesserung ist aber, dass nun alle Kugellager in Rillen laufen, also auf der ganzen Fläche tragen.

    Außerdem haben jetzt alle Kugellager 14mm Durchmesser, bei der alten Säule hatten die Lager, die auf der RUndung der Säule liefen nur 11mm Durchmesser.


    Hier die offizielle Vorstellung:


    New heavy duty geared column 2nd Production Run - Vendor and Group Announcements - Cloudy Nights
    New heavy duty geared column 2nd Production Run - posted in Vendor and Group Announcements: First generation sold out quickly, please see here. Now we have 2nd…
    www.cloudynights.com


    Meiner Meinung nach ist die Säule nun absolut perfekt, es gibt keine andere Säule, die in Sachen Präzision und leichtem Kurbeln selbst höchster Lasten auch nur in die Nähe kommt.


    Grüße Jochen

    Hallo Bernhard,


    Eine sehr feine Staffelung an Binos hast Du Dir da zusammengestellt.

    Ich hatte ja auch einige Gläser mit 70mm, 80mm, 100mm und 125mm sah aber für mich keinen Bedarf irgend etwas davon zu behalten.

    Will ich es schnell und freihändig nutze ich das Canon 15x50 IS, manchmal auch mit den 1.6x Konvertern, für alles andere nehme ich das 150er APM und kann mit meinen Okularen damit alles abdecken.


    Frage, was kann das APM 100 SD an Nebeln besser als das Tak EMS Bino?


    Zum 150er APM gibt es vielleicht bald eine Option aus gleichem Haus, Markus plant einen 6“ f/6 ED APO:


    https://www.cloudynights.com/topic/776901-new-apm-6“-f6-sd-apo-design-need-your-all-input/


    Mit 2 EMS könnte man daraus eine sehr gute und vor Allem leichtere Alternative bauen…


    Ein wenig spiele ich auch mit dem Gedanken, wobei ich mich mit den Prismen wesentlich wohler fühle als mit den EMS.

    Aber einen Eigenbau könnte man sicherlich mit dem halben Gewicht um 12 Kilo realisieren, was ein schwerwiegendes Argument ist :)


    6“ f/5 aus Achromaten finde ich nicht wirklich interessant, der Lichtverlust durch die unterschiedlichen Brennpunkte der Lichtfarben wäre mir da zu groß, am Ende zeigt das kaum mehr als ein 125mm APO Bino und ist an Mond und Planeten nur sehr begrenzt nutzbar.


    Grüße Jochen

    Hallo Bernhard,


    Glückwunsch zur erfolgreichen Operation, genau so mit den Ringen hätte ich das auch erwartet.


    Was ich allerdings nicht weiss ist, wie die Miyauchis kollimiert werden.

    Bei den APM geschieht das ja durch Drehen der Objektivfassungen, in denen die Objektive hierzu leicht schräg eingebaut sind.


    Da Du nach dem Zusammenbau aber keine Doppelbilder sieht scheint Miyauchi das nicht so zu machen, denn dass die Stellung beider Objektive zufällig genau passt wäre ein großer Zufall.

    Möglicherweise wird da ausschliesslich an den Prismen kollimiert?


    Viel Spass mit dem Teil, ich denke 60mm in guter Qualität mit Schägeinblick können schon Spass machen.


    Grüße Jochen

    Hallo Bernhard,


    ich kenne das Glas nur von Bildern und ich glaube es war hier auch nicht sehr verbreitet, man griff dann lieber zu den größeren Modellen :)


    Aber kann man das nicht von Vorne erkennen, sind da keine Schraubringe mit den Einstichen fürs Demontagewerkzeug, welche die Linsen fixieren?

    Dass die geklebt sind kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.


    Ich würde mal im Cloudy Nights Forum wühlen, da gibt es sicherlich einige Threads zu dem Glas.

    Edit: Da gibt es leider auch praktisch nichts :(


    Oder mal bei den Optikbastlern in Nürnberg und Saarbrücken nachfragen, ob die sowas schonmal in Händen hatten


    Hier habe ich noch was gefunden, hilft zwar nicht wegen den Objektiven, ist aber ein netter Bericht


    https://web.archive.org/web/20…i15x60/miyauchi15x60.html


    Grüße Jochen

    Nachdem jetzt doch so viele Nachfragen zum StarSense Explorer kommen hier nochmal ein paar Erklärungen.


    Das System selbst ist in diesem Video ab 8:25 recht gut beschrieben, davor geht es nur um das Teleskop:


    https://www.youtube.com/watch?v=LY929ih9-7Q&t=933s


    Ich habe mir ja einen Smartphone Halter speziell für mein iPhone gebaut, weil ich den Originalen aus Plastik nicht so ansprechend fand, auch wenn er natürlich einwandfrei funktioniert.

    Dabei habe ich nur noch den Spiegel samt Blendschutz vom Originalteil verwendet.

    Ich bin einfach kein Freund von Plastik und das Auge isst ja auch mit :)


    In diesem Halter lässt sich das iPhone auch reproduzierbar einlegen, sprich auch beim nächsten Beobachtungsabend stimmt die Ausrichtung noch.



    Der Halter selbst sitzt auf einem kleinen Kugelkopf:



    Auch wenn das alignment in der App wie im Video beschrieben natürlich funktioniert, mit dem Kugelkopf geht es noch einfacher und genauer.

    Dafür nehme ich irgend einen Stern ins Zentrum der Okulare und bewege den Smartphonehalter dann so lange, bis genau dieser Stern auch im Fadenkreuz der App ist.

    Danach passt die Ausrichtung zu 100%


    So sieht das gesamte Setup aus:



    Ich bin davon extrem begeistert.


    Keine Geber, die ich an die Montierung adaptieren muss, keine Kabel, keine Batterie.

    Man braucht keine 2 Sterne zur Ausrichtung, ein x-beliebiger reicht aus.

    Das Finden und Anfahren von Objekten ist total einfach und intuitiv.

    Ein - Auszoomen in der App ermöglicht einem immer den benötigten Massstab und Details.


    Natürlich kann man mit der App auch Objekte identifizieren, dazu muss man sie einfach antippen und bekommt dann die gewünschten Informationen angezeigt.


    Dass die App aus dem Hause Sky Safari kommt und einen identischen Aufbau hat ist für mich das Tüpfelchen auf dem i, da ich meine ganzen Beobachtungsplanungen mit Sky Safari mache.

    Hier die Anleitung für den Redmode unter iOS:


    https://www.cloudynights.com/t…safari-full-red-mode-tip/


    Zuerst muss man den Rotfilter setzen und dann den Zugriff als Shortcut einrichten.

    Dann reicht ein dreifaches schnelles Drücken des Einschaltknopfes um von rot auf normal und zurück umzuschalten.


    Der große Vorteil ist, dass dann wirklich alles rot ist, also auch die Statuszeilen und eventuell aufpoppende Apps.


    Zu Android kann ich leider nichts sagen, solche Dinger fasse ich nicht an :)


    Grüße Jochen

    Hallo Thomas,


    Nutzt Du iOs oder Android?

    Für iOs kann ich Dir eine Anleitung schicken, wie Du das ganze Display per Kurzbefehl in den Rotmodus versetzen kannst.

    Das ist deutlich besser als der Nachtmodus der App, denn dann sind auch die Statuszeile und eventuell aufpoppende SMS ect. Rot.


    Grüße Jochen

    Hallo Thomas,


    aktuell arbeite ich noch mit dem iPhone.

    Ich will bald ein neues iPad Pro bestellen, das hat ne leicht andere Kameraposition, deshalb baue ich an dem iPad Halter nicht weiter.


    Ich schalte das iPhone komplett auf Rotlicht und dimme es auch ein wenig.

    So stört es mich nicht, allerdings war ich bisher auch nur im Garten, wo es eh nichts stockdunkel ist.

    Ich denke aber durch weiteres Dimmen kann man das jeder Situation anpassen.


    Ich mag es schon zentral auf dem Bino haben, erstens ist es da am einfachsten zu befestigen, steht nicht seitlich raus und zeigt auch direkt in Beobachtungsrichtung.

    Man kann schnell den Blick von den Okularen aufs Display richten und zurück.


    Grüße Jochen

    Es wurde Dir ja schon mehrfach gesagt, es deckt sich mit Deinen heutigen Erfahrungen und ich kann es auch nur noch einmal unterstreichen.

    Zwei Augen sehen deutlich mehr als eins, ziemlich genau Faktor 1,4 und das Beobachten ist damit auch angenehmer.


    Das gilt aber nur, wenn jedes Auge auch ein eigenes Objektiv bekommt, wie beim Fernglas eben, ein Objektiv mit 2 Okularen wie beim BTX ist ein fauler Kompromiss.

    Durch den Strahlteiler verlierst Du erstmal 50% des Lichts um dann wieder Faktor 1,4 durch binokulare Addition zu gewinnen.


    Da Du am Tag und bei Nacht beobachten willst kommt eigentlich nur etwas mit aufrechtem und seitenrichtigen Bild in Frage, also ein Spektiv oder viel besser, ein möglichst großes Fernglas. idealerweise mit Wechselokularen.

    Ob Du nun ein 80er, 100er oder 120er nimmst ist Dir überlassen.


    Ich denke, monokular wirst Du nicht glücklich werden, auch ein Teleskop, egal ob mit bildaufrichtendem Prisma oder gar Binoansatz, es ist für Deinen Bedarf nicht Fisch und nicht Fleisch.


    Ich bin mit Teleskope eingestiegen und recht schnell beim Fernglas gelandet und habe ein Teleskop noch keinen Tag vermisst.

    Wir haben zum Glück 2 Augen, weshalb sollten wir darauf verzichten den Vorteil auch zu nutzen?

    Wären wir Zyklopen sähe es natürlich anders aus :)


    Ein sehr gutes Handfernglas hast Du ja bereits, hier noch etwas besser und größer wird nicht den großen Unterschied bringen.

    Soo groß sind die 80er, 100er und auch 120er nicht, machen aber einen ganz gewaltigen Unterschied, vor allem weil man durch Wechselokulare auch die Vergrößerung ändern kann.


    Wenn Du viel und gerne freihändig beobachtest solltest Du auch mal durch ein stabilisiertes Canon Glas schauen.

    Um mich war es beim ersten Test geschehen und ich will nie mehr etwas anderes.

    Immer ein sauber stehendes Bild ohne Zittern und ganz ohne Stativ, da gehen dann auch 15x aus der Hand und zeigen deutlich mehr Details.


    Grüße Jochen

    Also, 100mm sind Dir zu groß, von Swarowski soll es sein und binokular wäre nett (was ich nur unterstreichen kann)

    Nun, es gäbe da eine Lösung, das Swaro ATX95 Bino :)


    153248172.4IAKF8nM.jpg


    Grüße Jochen

    Vielleicht ein Flaschenzug mit Motor und einem Fußschalter?


    Ja, man macht sich permanent Gedanken zum Optimieren, um sich das Leben leichter zu machen, damit der innere Schweinehund weniger Chancen hat einen vom Beobachten abzuhalten.


    Grüße Jochen

    Hallo Jörg,


    hast Du keine Möglichkeit einen kleinen (Motor) Flaschenzug an die Decke des Balkons zu machen um den Apo zumindest abzusichern aber auch einfacher positionieren zu können?

    25 Kilo sind ja nicht die Welt und mit 2K Klebedübeln geht sowas auch mit kleinen Bohrungen sicher zu befestigen.


    Grüße Jochen

    Danke Jörg!


    Du hast Recht, ich mag keine Fummelei und Technik beim Beobachten, schon Filterwechsel sind mir ein Graus, Okulare wechseln geht gerade noch eben so :)


    Dennoch ist das Thema interessant und Basteleien sowie mit der Drehbank Adapter Anfertigen mag ich je sehr gerne.

    Deshalb werde ich mir mal so ein Keilprisma besorgen und damit monokular herumspielen, auch um zu sehen was genau es im Positiven und Negativen bewirkt.


    Planeten sind ja nicht meine Paradedisziplin, auch wenn ich speziell Saturn ganz gerne mag.

    Da mein Bino alles irgendwie ganz gut, aber nichts ausgesprochen perfekt kann wird es immer ein Kompromissgerät für alle Disziplinen bleiben.

    Da ist es wohl vernünftiger den jeweiligen Einsatz den Gegebenheiten anzupassen, sprich Planeten besser dann zu beobachten, wenn sie höher am Himmel stehen.


    Grüße Jochen

    Hallo Jörg,


    wenn ich Dich richtig verstehe sind die einfachen Keilprismen fürs Bino nicht geeignet, weil ich damit wegen der Strahlablenkung keine deckungsgleiche Bilder mehr bekomme.

    Systeme aus mehreren verkitteten Keilplatten würden dieses Problem zwar lösen, passen beim Bino aber nicht zwischen Fokussierer und Okulare.

    Wo genau liegt denn hier das Problem, legen diese Teile den Fokus weiter nach innen oder nach aussen?


    Das schnelle Öffnungsverhältnis der Binos scheint auch ein Problem bei der Verwendung von SDCs zu sein, oder?

    Wäre das mit einer Barlow zu lösen?

    Klar wäre das Feld dann kleiner, aber es geht ja ausschliesslich um Planeten...


    Grüße Jochen

    Hallo Jörg,


    ich denke die Keilprismen sind primär für die Planetenbeobachtung interessant, also bei kurzbrennweitigen Okularen.

    Hierfür sollten auch kleine Keilprismen mit z.B. 25mm Durchmesser reichen.


    Der Plan war sie zu adaptieren, in beide Okulare einzuschrauben und dann die Okulare zu drehen, bis die Farbsäume weg sind.

    Ich denke, dann sollten auch beide Prismen automatisch parallel ausgerichtet sein und man keine Doppelbilder sehen.


    Wo ist der Denkfehler?


    Grüße Jochen