Posts by Rieger

    Puuh,


    da ist ein Litertopf der Farbe ja teurer als ein kompletter neuer 8"-Einsteigerdobson!
    Sicher kein Tipp für Einsteiger!


    Hubertus

    Hallo ihr Lieben,


    muss mich mal eben einmischen, denn ich muss in einem mir wichtigen Punkt dem Hannes unbedingt Recht geben, wenn er die oft zu schlappen Stative anspricht:
    Wir salbadern viel zu viel über die (in-)stabilen Montierungen und vergessen fast immer die kritischen Stative/Säulen anzusprechen. (Hatte es selbst mal irgendwo thematisiert, aber es kommt all zu selten zur Sprache.) Dabei kann man ein stabiles Stativ für relativ kleines Geld auch schon selber "schnitzen". Habe ich selbst schon erfolgreich gemacht, ohne zum "Berl..."-Stativ greifen zu müssen. Bevor man sich gleich eine teuere neue Monti kauft, sollte man die vorhandene Kombination aus Optik und Monti auf ´nem stabileren Unterbau testen.
    Evtl. wäre mal als Unterthema neben Montierungen auch eines zu Stativen und Säulen nützlich als Forum auch für preiswert umzusetzende Selbstbaulösungen.


    Grüße aus dem aktuell immer noch sonnigen Medebach,


    Hubertus

    Hallo Kollege,


    ich bin zwar an einer NRW-Gesamtschule mit Geschichte und Kath. Religionslehre für den Himmel zwar eher im metaphysischen Sinne zuständig, leite dort aber auch die Astronomie-AG und werde am kommenden Wochenende mit Schüler zu meiner Sternwarte ins Sauerland fahren (Rainer-Ludwig-Sternwarte Medebach).


    Ich selbst habe nie "gedobst" und gerade für öffentliche Führungen oder Schulveranstaltungen mit wechselnder Besetzung aus im Beobachten unerfahrenen Schülern <b>ist eine nachgeführte Optik zwingend</b>, denn du wirst nach jedem einzelnen Schüler das Teleskop wieder neu ausrichten müssen. Läuft das Objekt aus dem Gesichtsfeld, schieben die Schüler unwillkürlich das Teleskop in die umgekehrte Richtung, weil ihnen der Anblick "auf dem Kopf" natürlich unvertraut ist. Ich habe mittlerweile selbst das kleinste 2-zöllige Gerät mit einem simpelsten Nachführmotor ausgestattet, um das zeitraubende Wiedereinstellen der Objekte zu vermeiden.


    Wenn du aus verständlichen Kostengründen einen Dobson anschaffen willst, so unbedingt mit einer EQ-Plattform, die 1-2 Stunden nachführt. Ferner sollte man an einen Dobson Bügel über die Höhenräder basteln, die mit einer Schraube angezogen werden können und damit die Bügel die Höhenräder etwas hemmen oder fixieren können. Etwas ähnliches zum Hemmen der drehbaren Plattform wäre auch nützlich.


    Es entgehen dir und den Schülern sonst wertvolle Beobachtungszeit, deine Geduld als Aufsichtführender wird geschont, wenn der Beobachtungsabend dadurch langweilig für die wartenden Schüler wird, weil du ständig einen Dobson auf die Objekte wieder neu einstellen musst, anstatt dass die Schüler rasch nacheinander an einem nachgeführten Teleskop beobachten können.


    Das beantwortet bislang schon deine Fragen 1 und 4: Unbedingt nachgeführte Schulteleskope!!


    Zu 2 noch schnell: Wenn dein Standort dunkel ist, gibt es so viel mit den Kindern zu bestaunen, dass man sich kaum mit einem Foto von einem Objekt allein in der Nacht aufhalten will. (Wenn du aus einer Großstadt heraus beobachten musst, dann wäre das anders, denn da kriegt man mit moderner Fototechnik wohl möglich überhaubt erst etwas dedektiert.)


    Zu 3: Die Jahrgänge 5 und 6 sind immer sehr empfänglich und wenn die Feuer gefangen haben, bleiben die bei der Sache. Bis die Mofa-AG und andere Interessen stärker durchkamen (Mädels) waren bis Ende letzten Schuljahres 5 Jungs bis Ende der 8 Klasse dabei, die visuell am Ende schon richtig versiert waren, so dass denen der Saturnmond Hyperion schon aufgefallen war, ehe ich ihn selbst zum ersten Mal wahrnahm.


    Soweit meine Erfahrungen aus NRW an Bayern,


    Hubertus

    Hallo Michael,


    (ja, hat denn das "Ignoranten-Pack" tatsächlich bis jetzt die Lobhudelei verabsäumt?!?) - Nein, Spaß beiseite.


    Grandios gezeichnet selbst die Ausfranselungen der Chromosphäre hast du erfasst, von dem räumlich tiefen Eindruck der Protuberanz ganz zu schweigen.


    Da bin ich selbst graphisch durchaus nicht unbegabt, aber es gibt doch immer wieder Objekte, die so minutiös festzuhalten man selbst verabsäumt hat. Gerade wenn es um Objekte geht, wo´s schnell gehen muss, da bin ich zu verklüngelt.


    Darum nochmals großes Lob!


    CS.


    Hubertus

    Hallo, liebe Volkssternwarten oder andere Sternfreunde, die mit dem Gedanken spielen, ihre anachronistischen Optiken gegen was moderneres auszutauschen,


    suche halbapochromatisches 8"/f:15-Objektiv oder Objektiv mit Tubus (z. B. Lichtenknecker-HA- oder Zeiss AS-Optik)


    Kontakt gerne auch unter: hubertus_rieger(ätt)t-online.de


    CS.


    Hubertus

    Hallo "Astrofranze",


    ich betrieb auf der Saturn einen 250x1500er Newton mit Volltubus. Da der Spiegel noch ein alter, also 50mm dicker war, wog des Instrument 25 kg bei 1500mm Hebel. Zum Tragen hatte ich Schubladengriffe außen am Tubus angebracht, an denen hielt ich mich bei ungünstiger Beobachtungsposition fest und konnte ruhig beobachten. Die "Saturn" schleppt also schon ordentlich was weg.


    Viel Spaß damit und CS.


    Hubertus

    Hallo ihr Lieben,


    ein wenig erstaunt mich, dass soooo lange nach dem 19. Jhdt. dieser Umstand immer noch solch eine Irritation auslösen könnte. Daran sollte man nach dem 19. Jhdt., als die Naturwissenschaften noch den Anspruch erhoben, die Welt eindeutig und widerspruchsfrei erklären zu wollen, doch schon gewöhnt haben.
    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">»Dem Dialog zwischen Physik und Philosophie ist lange Zeit leider nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt worden«<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">, so der Wortlaut in von Franjo verlinktem Text.
    Als Theologe hält man vergleichbare Paradoxa entspannt schon seit 2000 Jahren aus. Dagegen rieb ich mir stets die Augen, wenn absolute Fans des jüngst verstorbenen Stefen Hawkings von diesem (wohlgemerkt 2500 Jahre nach Aristoteles) immer noch eine Art von Weltformel und somit ein geschlossenes Weltbild erwarteten.
    Also ich halte diese Ungewissheit nicht für eine Krise, sondern für den selbstverständlichsten Normalzustand, mit dem sich der Mensch, der die Gabe hat, sich stets einen besseren Zustand vorzustellen, natürlich nicht abzufinden braucht.


    CS.


    Hubertus

    Hallo lieber Andi,


    vielen lieben Dank, dass du auf die Folgen der Laser-OP antworten mochtest. Da gibt es für uns "Astros" manchmal Themen, von denen wir nie was ahnten.
    Solange ich im Alltag noch gut zurecht komme werde ich mich noch nicht lasern lassen, denn ich bin ein ausgesprochen visueller Beobachter.


    Dir viel Spaß mit dedr neu entdeckten fotografischen Astronomie und


    CS.


    Hubertus

    Hallo Andi,


    ich las da gerade erst was von dir:


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Da ich immer schlechtere Augen hatte und keine Kontaktlinsen vertrug, habe ich mich schliesslich lasern lassen. Ab diesem Zeitpunkt war das visuelle Beobachten erledigt. Augen wie ein Adler, solange eine geringe Lichtquelle vorhanden ist. Sobald die Pupillen maximal geweitet waren, üble Sicht, so übel, dass kein Spass mehr aufkam. <hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das interessiert mich genauer zu erfahren, wiese ein solcher Eingriff das visuelle Beobachten so ruiniert. Wir beide sind im gleichen Alter und offenkundig von Haus aus fehlsichtig. "Lasern" hatte ich schon mal unverbindlich angedacht, aber nicht, solange mit Brille alles geht.


    Wenn du magst, berichte mir/uns Genaueres! Bitte!


    CS.


    Hubertus

    Hallo Torsten,


    wir sind ja bereits Exquisites von dir gewohnt und der Mond ist gegenüber den von dir meist aufs Korn genommenen Objekten des Sonnensystems ein vergleichbar anspruchsloses. Doch wer als "Mond-Knipser" mal die Farben ins Bild setzen will, stößst schnell an die Grenzen.
    Ich bin ja nur visueller Beobachter, doch sehe ich die Farben, was andere bestreiten. Da ist es schön, mal fotografierte Beweise im Netz zu finden.


    CS.


    Hubertus

    Hallo Rainmaker,


    da fällt mir noch was zu Kalle´s Bedenken ein:


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Knackpunkt ist die Befestigung der Höhenräder bzw. der Rohrschellen. Vorne und hinten hast Du ja eine gewisse Aussteifung durch Fangspiegelstreben und Spiegelzelle.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Da an meinem 16"er der Tubus rotierbar sein sollte, hat mir der Tubuslieferant einen Ring von 30x30mm, besetzt mit Teflon, für die feste Montage am Tubus gefertigt, der direkt an einer Rohrschelle anliegt und beim Lösen und Drehen des Tubus ein Durchrutschen verhindern soll. Der stabilisiert natürlich auch mittig den Kreisquerschnitt in der Mitte. Einen solchen Ring habe ich mir nachträglich auch für das obere Tubusende fertigen lassen, denn die gespannten dünnen Spinnebeine stabilisieren auch nicht wirklich.


    Grüße,


    Hubertus

    Hallo Rainmaker,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wandstärke bei Neumann in der Größe 5mm, freier Innendurchmesser 460mm, maximale Länge nur 1650mm- das wird für den 16er nicht ausreichend lang sein.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich habe mir seiner Zeit von Herrn Martini den 16"-Tubus, innen 460mm mit 5mm Wandstärke mit 1800mm am Stück liefern lassen. Frag den doch mal an, wo der den her hatte. Dann muss man nicht stückeln, wie beim Neumann-Tubus.


    Grüße,


    Hubertus

    Hallo Andreas,


    lese gerade was von "leichter Wärmedämmung" - Wozu?
    Sicher, damit die Sonne am Tage die Bude nicht so aufheizt, aaaaaaaber damit riskierst du Kältebrücken, wo sich Feuchtigkeit stauen kann und dann schimmelt´s. Mir hat man dringendst davon abgeraten !
    Ich habe allerdings eine hölzerne Rollhütte und in einer gut belüfteten Holzhütte staut sich auch im Sommer kaum Hitze.


    Das ist´s, was mir gerade dazu einfiel.


    Hubertus


    PS.: Die steht jetzt auch schon gut 10 Jahre, wurde nie irgendwie gestrichen, sondern in Würde ergrauen gelassen, dafür kann sie immer gut abtrocknen, da der Wind auch unterm Boden herpfeifen kann.

    Hallo Michael,


    beim Stichwort "Mizar" erinnere ich mich an einen 153x1310mm Katadioptrer, den ich dir mal zugetauscht hatte. Wenn ich mir deine aktuelle Montierung anschaue, so ist sie der Mizar-Montierung des damaligen Katadioptrers nur auf den allerersten Blick ähnlich: So hatte die damalige Monti noch gar keinen Polsucher und in der Rektazension gab´s 180 Zähne statt 144. Einige andere Elemente sind indessen völlig gleich: Die Handschraube zur Klemmung in der Dekl., die Gestalt der Handgriffe an den flexiblen Wellen.
    Du kannst es vergleichen: Ist die aktuelle Monti wohl eine modernere Schwester der alten Mizar oder ist es auch eine kleinere Schwester (wohl auch moderner mit Poksucher), denn der Katadioptrer von 13kg Masse wurde von der damaligen Mizar bombenstabil getragen und ein 80x1000er Refri benötigt keine so starke Montierung?


    Viel Spaß mit Teil weiterhin und CS,


    Hubertus

    Hallo Stefan,


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">==&gt; ...und Stefan, ich bewundere dich immer wieder, mit welcher Vehemenz u. Hartnäckigkeit du den Farbfehler des Linsenteleskopes als (ich sag mal) fast beobachtungsuntauglich darstellst! (..war nicht böse gemeint! )<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Ich wollte an dieser Stelle das Reizthema nicht unnötig strapazieren, aber vielleicht existiert ja bereits irgendwo ein archivierter Beitrag, den du uns verlinken könntest und dem wir entnehmen können, welche Beobachtungserfahrungen dich zu solch vehement vertretener "Phakophobie" veranlasst haben. Aus eigener Beobachtungspraxis kann ich dies überhaupt nicht nachvollziehen und die allermeisten von uns betreiben wohl ganz unideologisch die unterschiedlichen Teleskopsysteme vor dem Hintergrund der Erfahrungen, dass bestimmte Systeme für bestimmte Zwecke ihren Vorzug haben. Natürlich weiß ich im voraus, dass man einen 150x750er Zweilinser nur für "Richfield" mit 24- max. 45-fach genußvoll verwenden darf und zum Planetengucken ne´möglichst langsame Linse. Das muss man Anfängern gegenüber natürlich ernstlich und dringend anmerken. Aber wenn man das alles beherzigt ...


    Grüße,


    Hubertus

    Hallo Sven,


    obgleich ich im jüngst vergangenen Herbst persönlich meine Monde Nr. 17 und 18 beobachten konnte und es in dieser Disziplin doch mindestens auf 20 bringen möchte, wirst du dem verlinkten Beitrag eines ähnlich lautenden Nachbarforums entnehmen, dass ich gerade an Jupiter auch noch nicht weiter kam. Die Nummern 19 und 20 sollen allerdings schon Jupitermonde werden, da diese immerhin die aussichtsreichsten sind. Welche Sperenzchen ich dazu schon veranstaltet habe, liest du hier:


    https://www.astrotreff-deep-sk…m-Sonnensystem-beobachten


    Was die vier üblichen galileischen Verdächtigen anbetrifft, so identifiziere ich diese stets über ihre Größe und Farbe. Dabei benutze ich allerdings einen 150x2300er Halbapo-Refraktor. Unobstruiert und nicht mit der Lichtfülle eines 16"ers, dem ich allerdings beim Erspähen schwächster Möndchen den Vorzug geben muss, fallen die Farben und die unterschiedlichen Größen der Mondscheibchen (ohne Spikes!) im Refraktor bei bis zu 480fach besser auf. Dir sollte auch klar sein, dass man bei punktförmigen Lichtquellen mit Übervergrößerungen locker eine Magnitude u. U. sogar 1,5 mag schwächere Sternchen oder Mondchen erreichen könnte, wenn die Helligkeit des zentralen Planeten die kleinen Scheißerchen nicht überstrahlen würde.


    Ferner wirst du dem Beitrag entfehmen können, dass ein nachgeführtes Beobachten mitunter entscheidender sein kann für ein Sehen und Nicht-Sehen als eine geringfügig größere Optik.


    Frohe Weihnachten bis hierher,


    Hubertus

    Nein!


    Nur fotografisch wird das schnellere Öffnungsverhältnis und die kleinere und leichter nachzuführende Ausführung sinnvoll. Visuell sind die "langsameren" Spiegel besser zu justieren und neben der größeren Öffnung haben sie verhältnismäßig kleinere Fangspiegel und eine kontrastreichere Abbildung.


    Knackige Grüße,


    Hubertus

    Hallo Stefan,


    herzlichen Dank, dass ich auf diese Weise einen visuellen Eindruck von dem erhalten konnte, nach was ich (in selbstverständlich höheren Breiten) als sehr ähnlichem Objekt schon mal Ausschau gehalten hatte. Da müsste ich erst im Beobachtungsbuch nachlesen, welcher "Dwarf" das seinerzeit war: Erst irritiert, dass ich gar nichts sah, nicht mal ein helleres Zentrum, umfuhr ich dann nur eine diffuse Grenze dieses Objektes zum etwas dunkeleren Hintergrund. Unterstelle ich auch mal, dass die schwachen kleinen Sterne für mich reinen Visuellen nicht einzeln auszumachen waren, sondern nur deren gemeinsame diffuse Aufhellung des Himmels, dann erklärt sich jetzt mein damaliger Seheindruck.


    Danke für die Aufklärung und uns aller besseres Wetter,


    Hubertus

    Hallo Heiko,


    schönen Dank fürs zeigen.


    <blockquote id="quote"><font size="1" face="Verdana, Arial, Helvetica" id="quote">Zitat:<hr height="1" noshade id="quote">Wäre der Spiegel an einem geeigneteren Standort, in einer leichter auszurichtenden Stahlkonstruktion eingebaut worden, hätte man wahrscheinlich schon Mitte des 19. Jahrhundert Erkenntnisse damit gewinnen können, die erst 70 Jahre später erlangt wurden.<hr height="1" noshade id="quote"></blockquote id="quote"></font id="quote">


    Das würde ich eher weniger vermuten, denn das Wilson-Teleskop ab 1917 war nicht nur eben 70cm größer, sondern besitzt einen Glasspiegel mit gescheitem Reflexionsvermögen. Lord Ross´s Lulatsch (genauer. "Leviatan") mit seinem polierten Metallspiegel hatte wohl ein aus heutiger Sicht gruseliges Reflexionsvermögen, zumal bei dem feuchten irischen Klima der Spiegel rasch anlief und neu poliert werden musste.


    Ein zeitgenössischer Astronom, dessen Name mir jetzt nicht gegenwärtig ist, den aber sicher bald einer von uns hier nachliefern kann, hatte die Möglichkeit zum Vergleich der beiden, im Folgenden genannten Teleskope:
    Sein Eindruck war demnach, dass der damals freilich viel jüngere Lick-Refraktor mit seinen gut 90 cm Öffnung hellere Bilder lieferte, als Ross´s 1,8m Metallspiegel.


    Trotzdem ein imposanter irischer Meridian-Dobson!


    CS.


    Hubertus

    Hallo Tobias,


    willkommen und herzlichen Glückwunsch zum ersten Schnappschuss, denn mit Kamera hinters Okular halten haben wir wohl alle angefangen, auch wenn wir beim Fotografieren (so wie ich selbst) nicht geblieben sind.
    Es dürfte schon gut 12 oder noch mehr Jahre her sein, als ein kleiner türkischer Junge (5. oder 6. Klasse) in meine Astro-AG nach der Saturnbeobachtung bei sehr kleiner Austrittspupille ein Foto mit dem Handy machen wollte (die waren damals noch deutlich primitiver). Immer wenn er ihn auf dem Display hatte und mit der Hand zu zittern begann, wenn er abdrücken wollte, verlor er ihn wieder; aber irgendwann hatte er ihn erwischt: Eine überbelichtete Kugel, aber deutlich mit Hullahupp-Reifen drumherum. Der Knirps hat gejubelt und noch nächtens sein Bild rumgeschickt.


    Wir hören (oder lesen) sicher noch voneinander.


    CS.


    Hubertus

    Hallo Astrodude,


    ich möchte ja mit meinen allerhöchst wertgeschätzesten Astro-Intimus Heiko nicht zanken, weshalb ich ihm zuerst zustimme, wenn er empfiehlt, die "Lange Nacht der Astronomie" in BÄRlin zum Erfahrungsaustausch zu nutzen und durch unterschiedliche Teleskoptypen zu schauen.


    Die Erfahrungen mit Deep-Sky-Beobachtungen aus der Großstadt habe ich mindestens jeden Montag an der Volkssternwarte in Wanne-Eickel mitten im Ruhrgebiet und das ist sooooo erschütternd: Offene Sternhaufen gehen mit den Dobsons (die dort auch bis 16" zur Verfügung stehen). Die machen sich aber auch in einem Refraktor gut, wenn man höher vergrößert und der Himmelshintergrund dadurch dunkeler wird und dieser Teleskoptyp die Sternchen sauberer definiert als ein Newton. Sobald es um was Nebeliges geht, ist auch im Dobson/Newton außer am Zentrum des Orionnebels und der Andromedagalaxie (ja, die Begleiterchen allenfalls noch) fast schon Schluss; Ringnebel M 57 hat auch noch eine hohe Flächenhelligkeit, wie auch M 97 (Eulen- oder "Schweinenasennebel"). Ich kann mich aber noch an die Supernova in M 101 vor ein paar Jahren erinnern, die ich mit Heiko von Medebach aus (da steht meine eigene Astrobude) und an der man genau jeden Spiralarm definieren konnte - aus Medebach wohlgemerkt / aus Wanne heraus hat man mit Dobson gar nicht erst die Sternchen zum Auffinden gesehen und als wir an der richtigen Stelle sein sollten - da war ein Punkt zu sichten, der die Nova war (oder sein sollte / nee, es war schon wirklich ein Stern zu viel am Hauptteleskop.) - aber von der Galaxie rein gar nichts, nicht mal das Zentrum!
    Ich habe freilich mit einem 6" TAL-Newton etwas mehr Zentrum vom Orionnebel gesehen, als mit meinem alten 80mm Refraktor, doch wenn ich nun zu den Planeten aus der Großstadt komme: Die in meinem obigen Beitrag erwähnten 5 Saturnmonde gingen nur bei Übervergrößerung mit dem 80mm Refraktor/ Das Tal zeigte, da die Bilder unruhiger blieben außer Titan nix weiter. Da also Newtons keine Großstadtröhren sind, wuchs mir dann mein heutiger "kleiner" 125er Lichtenknecker zu, übrigens der von eben dem "Hannes" hier oben - (Grüße Hannes: Dein ehem. LK ist unter der Woche bis heute mein meist benutztes Teleskop geblieben!). Das TAL habe ich danach nie mehr benutzt. Setze ich den 125er Refraktor nun fairerweise in Relation zu meinem 250er Opticon-Spiegel, über den ich hier im Forum aktuell auch einen Spiegel-threat "hartnäckiger Asti in Traditionsnewton" laufen habe: Darin schildere ich, was der schön vorgekühlt auf dem Lande auch am Planeten konnte. Seit er nicht mehr auf der Sternwarte steht und nicht ohne weiteres schön vorgekühlt im Ruhrgebiet unter der Woche von mir eingesetzt werden soll, versagt er bis heute! Mit Hannes ehem. 125er Refraktor konnte ich noch im Frühjahr eine schlichte Marszeichnung in einem Nachbarforum einstellen, bei dem der Mars nur noch 4,7 Bogensekunden Durchmesser hatte.


    Wenn du, und jetzt spreche ich "Astrodude" wieder an, wie du schreibst bereit bist, deine Transportmöglichkeiten stets zur Flucht aus BÄRlin zu nutzen, dann, und nur dann habe ich gegen den Vorschlag vom lieben Heiko nix mehr einzuwenden. Wenn du aus BÄRlin heraus spechteln willst, dann kennst du meine Empfehlung wohl.


    Wir können, Heiko, ja mal ein Deep-Sky-Teleskoptreffen in BÄRlin oder in Wanne-Eickel verabreden (am besten nächste Woche, da ist Cranger Kirmes und die Lichtfülle bei mir im Garten entspricht der auf BÄRlins "ALEX"). Fairerweise lasse ich nicht unerwähnt, dass ich einmal einen schönen Mars durch Loenis alten 12" Dobson aus Wanne heraus gesehen habe, aber das war das einzige mal gegenüber stets enttäuschenden Newton-Planetensichtungen aus der Stadt.


    Das Fazit, auf das ich am Ende hinaus will lautet, wohlgemerkt für den Großstadteinsatz:
    Der Newton zeigt in der City beim kurzfristigen Einsatz nur einen Bruchteil seiner vollen Leistung / Der Refraktor immerhin an Mond und Planeten seine volle Leistung! Deep-Sky macht an beiden Systemen nur bei Sternhaufen Sinn, so recht keinen an Nebeln.


    So, jetzt habe ich mich leergeschrieben zum Thema.


    CS.


    Hubertus