Posts by Peter_Maier

    Damit Space X das Sonnensystem "erobern" kann, müsste Space X erstmal wieder eine flugbereite Rakete haben.

    Aktuelle Berichte geben eher wenig Anlass zu Optimismus - es ist sogar von drohendem Bankrott die Rede. Fakt ist, seit über einem halben Jahr ist keine Starship mehr abgehoben - nicht ohne Grund...


    SpaceX: Triebwerksproduktion laut Musk ein "Desaster", Warnung vor Bankrott
    Das US-Raumfahrtunternehmen setzt alles darauf, dass die Riesenrakete Starship bald regulär starten kann. Doch bei der Produktion stockt es, warnt der Chef.
    www.heise.de


    https://futurezone.at/b2b/elon…-bankrott-email/401824033

    Viele Grüße,

    Peter Maier

    Hallo zusammen,

    seit längerer Zeit beobachte ich allgemein in der Szene und insbesondere auf dem Markt, dass es kaum mehr Dobson Teleskope mit einem visuell interessanten Öffnungsverhältnis gibt.
    Ich persönlich bin primär visueller Beobachter, besitze jetzt seit etwa 7 Jahren einen guten alten ICS 14,5" Dobson mit f/5,2 (!) und bin froh, so einen Spiegel noch bekommen zu haben. Auf Teleskoptreffen, bei Händlern groß und klein in Europa oder auch auswärts - überall bekommt man (bei größeren Öffnungen) nur noch abgebrochene Riesen! :rolleyes:
    Es mag in Sachen Beobachtungskomfort oder Kompaktheit durchaus seine Vorteile haben, wenn das Gerät nicht 3 Meter lang ist oder man auch am 25" Dobson noch gut vom Boden aus an den OAZ kommt. Allerdings habe ich über die Jahre gelernt, die längeren Öffnungsverhältnisse visuell sehr zu schätzen - nicht nur wegen der Okularwahl oder der Abbildung von Planeten, wo mich f/4 oder auch f/3 Geräte i.d.R. immer enttäuschen. Viel zu hell, wie zu kontrastarm... noch dazu die katastrophale Justiererei, die bei solch extrem kurzen Öffnungsverhältnissen selbst kleinste Ungenauigkeiten mit miserabler Abbildung bestraft.

    Früher war es kein Problem, auch größere Dobsons mit 15, 20 oder mehr Zoll in Öffnungsverhältnissen von f/5 oder darüber zu bekommen.
    Heute geht das anscheinend nicht mehr?
    Was ist das Problem oder was sind die Gründe dafür?
    Die Balance oder Stabilität der langen Konstruktion? (mein f/5,2 Dob ist absolut im Gleichgewicht!)
    Die Herstellung der Optik?
    Höhenangst bzw. Angst vor Leitern? ;)

    Ich würde es einfach gern verstehen...
    Könnte mir vorstellen, in den nächsten Jahren noch ein letztes Mal auf etwas Größeres umzusteigen (20 oder 25 Zoll). Aber ich würde niemals ein Gerät unter f/5 haben wollen.

    Schöne Grüße und klaren Himmel,
    Peter Maier

    Gratuliere zu dieser tollen Beobachtung!
    Interessant wäre auch, ob nach dem Einschlag an dieser Stelle noch irgendeine Spur sichtbar ist.
    Ein solches Detail nachzuweisen, dass zuvor nicht an dieser Stelle war, wäre ja auch ein mindestens genauso aussagekräftiger Beleg.

    Viele Grüße,

    Peter

    Ich fürchte, Corona wird uns leider auch hier wieder einen Strich durch die Rechnung machen...


    Vielleicht gibt es ja ein paar schöne online "Events".
    Sowas würden wir ja gern auch machen, aber der technische und zeitliche Aufwand für die Vorbereitung und Durchführung eines solchen Streams mit möglicher Live-Teleskopaufnahme etc. ist einfach extrem. ?(

    Viele Grüße,

    Peter

    Hallo,


    als absoluter Nicht-Experte in Sachen Radioastronomie finde ich das Thema sehr spannend, frage ich mich bei diesen Meteor-Echos und Diagrammen aber jedes Mal, welche Infos und Aussagen sich aus diesen Grafiken genau ableiten lassen, außer dass irgendwo ein Meteor geflogen ist.

    Kann man den ungefähren Ort und Höhe der Erscheinung aus den Daten rekonstruieren? Lassen sich irgendwelche sonstigen Rückschlüsse auf die Flugbahn und Masse des Objekts ziehen?


    Danke und viele Grüße,

    Peter

    Liebe BTM-Freunde,


    wir haben lange die Entwicklungen der Corona-Lage beobachtet und in Rücksprache mit unserem Veranstalter sowie auch dem Platzbetreiber des Osterbergs an einem möglichen Hygienekonzept etc. "getüftelt". Doch wir sehen aus aktueller Sicht und beim besten Willen einfach keine sichere, vertretbare Lösung für ein Treffen dieses Jahr.
    Daher haben wir uns nun gemeinsam dazu entschieden, leider auch das diesjährige Bayerische Teleskopmeeting 2021 auf dem Osterberg in Pfünz abzusagen.


    Nach derzeitigem Wissen ist bspw. davon auszugehen, dass der Zutritt zum BTM nur mit aktuellem Coronatest erlaubt sein würde und zudem auch noch während des BTMs ein weiterer Test gefordert werden könnte. Das können wir kaum zuverlässig überprüfen und wollen das auch nicht. Sternen- bzw. Gruppenführungen sind aktuell kaum regelkonform machbar und insbesondere das, was ein Teleskoptreffen ja ausmacht - nämlich das gemeinsame Beobachten am Teleskop oder gemütliche Austausch - wären unter der zu erwartenden Teilnehmerzahl ebenfalls mit vielen Unsicherheiten und Konfliktpotential behaftet.
    Weiterhin gelten ja immer noch Dinge wie Maskenpflicht, Abstandsregelungen etc. und nicht zuletzt auch die inzidenzabhängigen Kontaktbeschränkungen, die - zumindest nach jetzigem Stand - auch kleineren, "privaten Zusammenkünften" leider sehr schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Die wesentlichen "Knackpunkte" hab ich Euch als Screenshots mal in den Anhang gepackt - oder findet Ihr auch zum Nachlesen auf folgender Seite (Stand 21.05.): https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

    Und schließlich zwingt uns auch die Anfang Juni ablaufende Stornofrist für die Platzbuchung sowie unser Anspruch auf ausreichende Vorlaufzeit als Garant für ein gewohnt hochwertiges Treffen zu einer rechtzeitigen Entscheidung.


    Die positive Nachricht ist: Wir konnten uns bereits für nächstes Jahr das astronomisch bestmögliche Augustwochenende für 2022 sichern!
    Termin für das BTM 2022 ist Donnerstag, 25.08. bis Sonntag, 28.08.2022.


    Mehr Infos auf der offiziellen BTM Seite:
    www.astronomie-ingolstadt.de/btm


    Wir hoffen sehr, dass wir uns nach 2 Ausfalljahren dann endlich wieder am Osterberg treffen können - ohne aufwendige Sicherheitsvorkehrungen und drohende Risiken, sondern in der gewohnt entspannten und unbeschwerten Atmosphäre, die wir uns alle für ein Teleskoptreffen wünschen und die insbesondere das BTM immer ausgezeichnet hat!


    Im Namen der Astronomiefreunde Ingolstadt sowie unserem Veranstalter ICS möchte ich mich sehr für die bereits eingegangenen Teilnehmeranmeldungen bedanken. Es gab überraschend viele Anmeldungen, sogar mehr als im letzten Jahr. Das zeigt uns, dass es trotz dieser schwierigen Zeit immer noch treue BTM-Teilnehmer gibt und stimmt uns zuversichtlich, dass Teleskoptreffen auch in Zukunft wieder gern angenommen werden.



    Viele Grüße und klaren Himmel,


    Peter Maier
    Astronomiefreunde Ingolstadt / www.astronomie-ingolstadt.de/btm

    Hallo,

    habe etwas Fotos recherchiert, um die sichtbaren Details der letzten Aufnahme (siehe Beitrag #20) zu identifizieren.



    Bei "Soyuz MS-18 Solar panel (?)" bin ich nicht ganz sicher und auch die Module auf der Backbordseite (im Bild oben) find ich teils schwierig zuzuordnen aufgrund der hier SEHR seltsam erscheinenden HRS Radiatoren. Normalerweise erscheinen die großen Radiatoren rechteckig und recht klar umrissen (mit erkennbarer Facettierung). Aber in diesem Fall scheinen sie extrem rotiert zu sein und zudem viele harte Schlagschatten abzubekommen. Auch die Solarmodule sind teils sehr ungünstig ausgerichtet - hier bekomme ich selbst mit extremer Nachbearbeitung nicht mehr Information aus dem Bildmaterial...

    Zum Vergleich:
    Vergangene Nacht (20.05.) konnte ich die ISS nochmal erwischen, wenn auch bei sehr schlechten Bedingungen (Seeing IV, Transparenz sehr milchig und größtenteils wolkig!) - man erkennt aber deutlich, dass bei dem Überflug die Radiatoren wieder günstiger ausgerichtet bzw. ausgeleuchtet erschienen.


    Ich suche immer noch nach einem interaktiven und möglichst detailliertem 3D-Modell der ISS, um die fotografierten Ansichten virtuell zu rekonstruieren und Details abgleichen zu können.
    Im Internet findet man entweder sehr alte, proportional falsche oder nicht ausreichend einstellbare Modelle...
    Das beste virtuelle Modell bietet mir derzeit die App "ISS Explorer" (iOS), jedoch läuft diese App eben nur auf dem Handy. Und man kann auch leider diese störende Wabenstruktur/"Tapete" im Hintergrund nicht ausblenden...


    Viele Grüße,
    Peter

    Hi Norman,
    es stimmt, dass wir vor kurzem den Hinweis auf der Seite geändert haben!
    Die Lage ist - wie auch letztes Jahr - leider super schwierig einzuschätzen, weil sie sich ja wöchentlich ändern kann.
    Da schwankt wohl auch meine Stimmung entsprechend mit! ;) Entschuldige für die Verunsicherung!
    Was das BTM betrifft, werde ich versuchen, bis möglichst Anfang Juni eine klare Perspektive zu geben (gerne in einem entsprechenden extra Thread).

    Hoffen wir einfach das beste für unsere Treffen. Auf jeden Fall wird's viel zu sehen geben wenn es wieder losgeht,die Selbstbauer hatten viiiel Zeit :+))

    Oh ja! Ich bin sehr gespannt und wünsche mir vor allem, dass die Atmosphäre am Osterberg und bei anderen Treffen hoffentlich wieder genauso unbeschwert werden kann wie vor der Pandemie!


    Schöne Grüße!

    Peter

    Hallo Norman,


    Armin hat Recht, wenn er schreibt, dass Auflagen wie Maskenpflicht, Abstand etc. bei einem Teleskoptreffen nicht rundum die Uhr eingehalten und überwacht werden können.

    Die Strafen - sollte es jemand darauf anlegen - können wir uns ebenfalls nicht leisten. Der Spaß oder Freude an der Sache sollte auch immer im Vordergrund stehen. Auch das kann ich absolut unterschreiben! Mir macht es Spaß, mich für ein Treffen einzusetzen, aber eben nicht um jeden Preis, Der Spaß hört schnell auf, wenn es Streit gibt und wir als Organisatoren dann zwischen die Fronten geraten. Das möchte ich unserer (ebenfalls unentgeltlich) mitwirkenden Gruppe einfach nicht zumuten.


    Ich sehe auch keinen Widerspruch zu unserer Planung hinsichtlich des BTM - auf der von Dir gelinkten Seite steht ja klar:

    "...Auch wenn aktuell mehr Optimismus verbreitet wird im Hinblick auf Sommer, ist aufgrund der weiterhin geltenden Regeln und Maßnahmen leider kaum irgendeine Planbarkeit gegeben."

    D.h., dass aus aktueller Sicht - eben wegen der noch geltenden Auflagen - ein Treffen kaum durchführbar ist.
    Und auch in meinem Kommentar vom April weiter oben habe ich ja schon auf diesselbe Problematik hingewiesen: Eine strikte Durchsetzung und Kontrolle von Maßnahmen wie Maskenpflicht etc. halte ich in der Praxis einfach für unrealistisch.

    Grundsätzlich muss meine persönliche Meinung auch nicht unbedingt der des gesamten Organisationsteams entsprechen. Ich kann mich sehr gut einer Mehrheit unterordnen. Im Moment bin ich aber leider nicht besonders optimistisch, dass wir die nächsten 3 Wochen schon sicher über das Stattfinden eines Treffens im August entscheiden werden können.

    Die Zeit spielt jetzt einfach gegen uns - leider! :(


    Viele Grüße,

    Peter

    Hallo,

    solange besondere Umstände bzw. Dinge wie spezielle Hygiene-, Abstandsregelungen, Impfstatus, Test- oder auch Maskenpflicht (und sei es nur in bestimmten Bereichen/Innenräumen) weiter gelten, wird die Sache auf Treffen für alle Teilnehmer, Gäste, aber eben auch die Veranstalter ein wichtiges Thema bleiben. Ganz unabhängig wie man persönlich als Teilnehmer oder Veranstalter über die eine oder andere Auflage und „von oben“ verordnete Regeln denkt - das ändert ja nichts an deren Verbindlichkeit und drohenden Strafen bei Missachtung. Und gerade als Veranstalter übernimmt man dann auch automatisch Verantwortung, d.h. muss die Dinge jederzeit kontrollieren und durchsetzen können. Muss besonders vorbereitet sein und in manchen Fällen vielleicht auch schlichtend eingreifen...

    Organisatorisch ist zwar viel möglich, in der Praxis jedoch alles mit erheblichem Mehraufwand und Unsicherheiten verbunden. Und nicht zuletzt geht es ja auch um den „Spaßfaktor“, der zumindest für mich da ziemlich auf der Strecke bleibt.

    Ich kann und will - vor allem nicht nachts - immer überall sein müssen und kontrollieren müssen, dass sich alle an die Regeln halten. Noch viel weniger bin ich daran interessiert, persönlich sensible, medizinische Details wie Impfstatus oder Ähnliches abzufragen. Das halte ich sowohl für praxisfern als auch schlicht für unzumutbar für die Organisatoren einer Freizeitveranstaltung.


    Trotzdem finde ich das aktuelle Stimmungsbild interessant und damit diese Umfrage hier!

    Die Leute haben sich nun über viele Monate ganz bestimmte Verhaltensweisen angewöhnt, sind vielleicht teilweise auch unsicherer und noch distanzierter geworden. Ich kann mir grad schwer vorstellen, dass alle Menschen diese Unsicherheiten und Verhaltensweisen so schnell ablegen werden - auch wenn der Lockdown schon Morgen aufgehoben werden würde. Leider.


    Schön, dass es einen Ort wie diesen hier gibt, wo man sich über das Thema austauschen kann!


    Viele Grüße,

    Peter

    Hallo zusammen,

    vergangene Nacht konnte ich einen weiteren, 80 Grad hohen Süd-Überflug der ISS aufnehmen.
    Seeing war auch diesmal nicht super, aber die Bedingungen insgesamt wohl deutlich besser! Jedenfalls dürften das meine bis dato besten Aufnahmeergebnisse sein.



    Ich habe mit unverändertem Aufbau aufgenommen: 14,5 Zoll f/5,2 Dobson, manuell nachgeführt, aufgenommen mit der ZWO ASI 462 MC.

    Bei den Kameraeinstellungen bin ich noch am Experimentieren, aber aufgrund der starken unterschiedlichen Helligkeiten/Kontraste an der Raumstation dürfte es hier wohl immer auf irgendeinen Kompromiss hinauslaufen... Wirkliche Konstanten gibt es hier kaum, bis vielleicht auf das eine oder andere Modul, das meist ähnlich hell erscheint. Die Ausleuchtung der Solarpanele ist je nach Ausrichtung und Überflug stets sehr unterschiedlich, so dass diese kaum als Referenz dienen können.
    Tatsächlich bleibt mir meistens kaum anderes übrig, als die Kamera an einem helleren Stern wie Vega oder (wenn´s bequemer sein soll) Polarstern einzustellen bzw. auch zu fokussieren.
    Die manuelle Nachführung ist mit dem Dobson - gerade in Zenitnähe - schon recht kritisch, hat diesmal aber schon deutlich besser geklappt als beim letzten Mal.
    Zur besseren Vorstellung: In meinem gut 3-minütigem Video habe ich insgesamt 27.258 Einzelbilder (durchschnittlich 136 frames pro Sekunde in voller 1936x1096px Auflösung) aufgenommen. Die Raumstation konnte auf insgesamt 1637 Bildern vollständig abgebildet werden. Das klingt zunächst nach vielen Bildern, jedoch sind das gerade mal 6 Prozent! Ich hoffe sehr, dass ich durch mehr Übung und vielleicht einer noch besseren Nachführmethode die Trefferquote noch etwas steigern kann!
    Von diesen 6 Prozent habe ich beim manuellen Sichten etwa 42 Bilder selektiert, die aus meiner Sicht ausreichende Schärfe hatten. Beim manuellen Nachführen ergaben sich bei mir immer wieder kurze Sequenzen von 20 bis 40 Einzelbildern, in denen die ISS kurz mal im Bild erschien. Auch wenn diese Zeiträume tatsächlich kürzer als eine Sekunde waren, konnte ich dennoch teils erhebliche Qualitätsunterschiede der Einzelbilder feststellen. Aufgrund der extrem kurz gewählten Belichtungszeit sehe ich die Ursache hierfür hauptsächlich beim Seeing und weniger bei möglichem Verzittern bzw. reiner Bewegungsunschärfe.
    Soweit zur Technik.

    Die Aufnahme an sich zeigt - verglichen mit allen Ergebnissen zuvor - deutlich höhere Detailauflösung und bestätigt mir schon jetzt, dass mit der ASI 462 MC deutlich besser aufgelöste und rauschärmere Aufnahmen möglich sind als mit der Canon DSLR, die ich davor verwendet hatte. Einziger Vorteil der DSLR ist aus jetziger Sicht noch die Tatsache, dass die Nachführung der ISS einfacher war aufgrund des deutlich größeren Sensors. Kleiner als bei der ASI 462 MC sollte der Sensor defintiv nicht mehr sein! Selbst bei penibel genau eingestelltem Leuchtpunktsucher (ich verwende weiterhin den TeleVue Starbeam) wird die ISS oder auch ein Stern mit meinem Teleskopaufbau nicht immer auf Anhieb getroffen. Der Leuchtpunkt (keine Vergrößerung) ist einfach bereits zu grob.


    Für die nächsten Schritt wünsche ich mir besseres Seeing und werde versuchen, meine Nachführtechnik noch irgendwie weiter zu optimieren.

    Viele Grüße,

    Peter Maier

    Hallo Martin!

    Vielen Dank für die Erklärungen!
    Das ist natürlich einleuchtend.

    Übrigens, falls ich jemals in die Astrofotografie einsteigen sollte, werde ich mich ganz bestimmt nicht auf sichtbares Licht beschränken und habe auch kein Ihteresse an einer "naturgetreuen" Darstellung. Das empfände ich als unsinnige Einschränkung.

    Als vorwiegend visueller Beobachter muss ich halt mit den Beschränkungen meines eigenen mickrigen Sehapparats leben. Wenn ich mir Bilder ansehe, finde ich dagegen gerade die interessent, die mehr zeigen als unsere Augen wahrnehmen können

    Sehr interessanter Aspekt!
    So hab ich das noch nicht genau gesehen... in Sachen Astrofotografie war für mich bislang tatsächlich die menschliche Wahrnehmung eine Referenz. Natürlich mit etwas mehr "Licht" und Farbe - klar - aber schon eine Abbildung, die sich im "real wahrnehmbaren" Licht abspielt.

    Viele Grüße,

    Peter

    Hallo,

    ich suche eine hochwertige 2x Barlowlinse, möglichst TeleVue Powermate in der 2" Version.

    Bitte um Angebot.

    Möglich wäre auch ein Tausch: Hätte eine sehr neuwertige (da nur wenige Male eingesetzte) 4x TeleVue Powermate Barlow 2" abzugeben. Neupreis beträgt hier aktuell gerade mal 10 Euro Unterschied.
    Leider habe ich hier festgestellt, dass die 4x Version etwas zu hochgegriffen für meine Zwecke und Aufbau war.

    Viele Grüße,

    Peter Maier

    Hallo,

    Also... ich habe zwar auch noch einen Facebook Account, nutze Ihn aber nicht mehr. Der Grund ist einfach das alles dort viel zu kurzlebig ist. Hier im Forum habe ich also Neuling bereits viel gelesen, sogar bis ins Jahr 2005 zurück. Zudem ist, z.B. im Vergleich zu hier das Niveau bei Facebook deutlich weiter unten und der Ton freundlich ausgedrückt "rauer". Gerade in der Coronazeit habe ich gemerkt was Facebook für ein Sumpf ist und damit stehe ich auch nicht alleine da.


    Das liegt aber auch an den Gemeinschaftsstandards die Facebook an den Tag legt, das würde in keinem Forum gehen und das was sich Facebook leistet würde kein Forenbetreiber lange mitmachen.


    Die Jugend von heute greift schon lange nicht mehr auf FB zurück.

    dem schließe ich mich definitiv und gerne an!

    Facebook gilt insbesondere unter Jugendlichen inzwischen als ein "Alte-Leute"-Medium.


    Der Hauptgrund, warum ich ebenfalls Facebook vor ein paar Monaten schon verlassen habe nach rund 12 Jahren aktiver Nutzung:
    Man wird andauernd vollgeballert mit Werbung und politischen Botschaften, egal ob man dies abonniert hat oder nicht, egal wie oft man solche Beiträge als irrelevant angibt und ausblendet. Am Ende war bei mir rund jeder vierte (!) Post ein reiner, gesponserter Werbebeitrag. Super nervig.


    Auch von der reinen Mitgliederzahl diverser Astronomiegruppen auf FB sollte man sich nicht blenden lassen!
    Das sagt absolut gar nichts über die Qualität der Inhalte einer Gruppe aus. Eine Gruppe "Wir lieben Einhörner" könnte dort auch eine Million Teilnehmer erreichen - wundern würde es mich nicht.
    Einer Gruppe beigetreten ist man auch ganz schnell und leicht mit einem Klick. Das sagt absolut nichts darüber aus, wie aktiv dieser Teilnehmer dann auch tatsächlich in dieser Gruppe ist und ob er überhaupt jemals aktiv wird. Inzwischen treiben sich gerade auf Facebook auch immer mehr Fakeprofile bzw. definitiv nicht-menschliche Nutzer, sogenannte Bots, herum. Besonders leicht erkennt man dies an den teils völlig themenfremden, zusammenhangslosen Kommentaren, die oft auch wieder Werbung mit sehr fragwürdigen Angeboten enthalten...


    Zudem findet man auf Facebook inzwischen Dutzende deutschsprachige Astronomiegruppen mit fast identischen Namen, Themen und folglich auch Inhalten. Das geht sogar soweit, dass viele Nutzer diesselben Beiträge mehrfach kopieren und in verschiedene Gruppen posten. Wenn man diese Gruppen abonniert hat, sieht man denselben Beitrag dreimal oder öfter. Das macht echt Spaß! :rolleyes:
    Es gibt also sehr viele, vollkommen überflüssige Gruppen dort. Statt sich zu ergänzen und die Gruppen sinnvoll zu differenzieren (z.B. mit Fokus auf spezielle Themen wie visuelle Beobachtung usw.), will jeder am Liebsten seine eigene Gruppe aufmachen. Facebook selbst scheint das auch einfach gerne wuchern zu lassen ohne irgendein Interesse daran zu haben, vielleicht irgendeine Struktur in dem Dschungel zu schaffen. Welchen Sinn hat es, die 146te "Astrofotografie" Gruppe zu eröffnen mit teils denselben Leuten und ohne irgendeine Beschreibung, die wenigstens irgendeinen Unterschied zu bereits bestehenden Gruppen verspricht?
    Ich habe z.B. dort selbst vor Jahren eine Gruppe für visuelle Deep Sky Beobachtung gegründet ("Deep Sky Beobachter"), weil es zu dem Zeitpunkt eine solche deutschsprachige Gruppe einfach noch nicht gab auf Facebook. Es dauerte keine paar Wochen, da gab es auf einmal eine Zweite und irgendwann eine Dritte mit demselben Thema... Besonders seltsam fand ich, dass diese Gruppen teils von Leuten erstellt wurden, die ich in meiner Gruppe zuvor aufgenommen und auch zum Moderieren eingeladen habe... :rolleyes: spätestens da verging mir die Lust, mich noch weiter auf FB einzusetzen.

    Schließlich halten sich die allermeisten und selbst qualitativ sehr hochwertige Beiträge in den Facebook-Gruppen nicht länger als vielleicht ein paar Stunden und gehen dann völlig unter. D.h. sie werden weder mehr gesehen noch erhalten sie irgendwelche Reaktionen.
    Und da die meisten Gruppen auch ein sehr schwammiges oder überhaupt klar definitiertes Konzept haben, kaum oder schlecht moderiert werden, fällt auch der Anteil wirklich qualitativer Beiträge entsprechend überschaubar aus. Für die meisten Posts wenden die Nutzer anscheinend nichtmal 2 Minuten auf: Da fehlen gänzlich Angaben zu verwendeten Geräten und andere interessante Ecktdaten... manchmal werden einfach nur irgendwelche hübschen Bildchen gepostet, von denen nichtmal klar ist, woher sie stammen.

    Von dem teils sehr unterirdischen Umgang miteinander, der auf Facebook leider auch inzwischen zur Normalität gehört, ganz zu schweigen...


    Facebook ist garantiert KEINE KONKURRENZ zu einem Internetforum wie diesem hier. :)
    Es ist auch fraglich, ob man von dort überhaupt noch so wahnsinnig viele Nutzer mehr für dieses Forum hier gewinnt. Ein Forum wie dieses hier erfordert eine etwas längere Aufmerksamkeitsspanne für Beiträge als vielleicht nur 10 Sekunden oder 2 Minuten. Ich bezweifle, dass man auf Facebook und ähnlichen Medien die gewünschte Zielgruppe für ein klassisches Internetforum erreicht. Diese Leute scheinen sich ja bewusst für den "schnellen", oberflächlichen und eher unpersönlichen Ausstausch zu interessieren - und die Wenigsten davon werden einen Text wie diesen hier wirklich zuende lesen. ;)


    Viele Grüße,

    Peter

    Hallo Stefan,

    danke für die Erklärung!
    Offen gesagt finde ich das ziemlich schade, weil ja das JWT ja über die Jahre immer als "Nachfolger" des HST kommuniziert wurde. Wenn es also gar nicht im visuell sichtabren Spektrum operiert, dann ist es nur ein weiteres, neues Weltraumteleskop, aber kaum ein Ersatz für das HST. Es werden ja dann keine Bilder in der Art von Hubble zu erwarten sein. Oder sehe ich das falsch?


    Grüße,

    Peter

    Hallo zusammen,

    es stimmt, dass einen Trend gibt weg von klassischen Internetforen hin zu Messengerdiensten und Sozialnetzwerken wie WhatsApp, Facebook, Tiktok usw. - diese Entwicklung gibt es aber nicht erst seit ein paar Monaten, sondern bereits seit vielen Jahren.

    Das hat einerseits damit zu tun, dass es früher kaum Alternativen gab zu klassischen Internetforen und Chaträumen und andererseits, dass viele Themen, die insbesondere jüngere Leute im heutigen Alltag bewegen, schlicht zu kurzlebig sind und teils auch nur einer kurzen Aufmerksamkeitsspanne bedürfen. Das soll nicht heißen, dass die jungen Leute keine wichtigen Themen oder Themen mit Tiefgang mehr haben, aber es scheint kein allzu großes Interesse mehr daran zu bestehen, die eigenen Botschaften bzw veröffentlichten Beiträge für längere Zeit zu "konservieren" in Form eines Internetforums, das ja gewissermaßen auch als "Wissensspeicher" dient. Vielmehr geht es heute darum, aktuellen Trends und "Hypes" zu folgen, Nachrichten möglichst schnell und vor einem möglichst GROSSEN, weltweiten Publikum zu verbreiten. Genau darauf zielen ja viele modernere Medien wie Facebook, Twitter, TikTok usw. ab. In einem Internetforum wie Astrotreff erreicht man "nur" sehr speziell Interessierte, zudem überwiegend nur im deutschsprachigen Raum. Das ist eine relativ eingeschränkte Zielgruppe, was natürlich nichts über den hohen Anspruch und qualitative Inhalte aussagt, die in diesem Umfeld entstehen.
    Es ist einfach eine Frage des Interesses und der eigenen Ziele. Suche ich die große Bühne, eine möglichst große Aufmerksamkeit nach dem Vorbild der sog. "Influencer"? Oder bin ich an einem echten Netzwerk, persönlichen Kontakten interessiert und daran, aktiv etwas zu einer Interessensgemeinschaft und Szene in meiner Region/Land beizutragen?

    Gerade im Bereich "Special Interest", zu dem Amateurastronomie ja sicherlich zählen dürfte, gibt es sehr viele Menschen, die eher den persönlichen Kontakt zu Leuten mit gleichem Interesse suchen, den persönlichen und fachlichen Ausstausch. Hier geht es meistens weniger um eine kommunikative "Einbahnstraße" oder Selbstdarstellung vor einem weltweiten Publikum als vielmehr darum, das spezielle Interesse und Beschäftigung rundum Astronomie mit Hilfe der existierenden Szene, also in der Gemeinschaft weiterzuentwickeln.

    Deshalb denke ich, wird es gerade bei anspruchsvolleren, exotischeren Themen wie Amateurastronomie, bei denen es immer hohen Bedarf an persönlichem Ausstausch und Diskussionen zu komplexen Themen gibt, weiterhin eine Nachfrage für klassische Internetforen geben. Nur hier können ausführlichere Diskussionen stattfinden und bleiben die Themen länger sichtbar. Das ist der große Vorteil dieses Mediums im Vergleich zu all den äußerst kurzlebigen Messengerdiensten und sozialen Netzwerken, in denen es zwar auch meist eine Suchefunktion gibt, welche sich aber bei den Nutzern, die immer nur an den "neuesten" und aktuellsten Kommentaren interessiert sind, nur schwer durchsetzen kann... vielleicht auch, weil diese Nutzer auch i.d.R. relativ schnelllebige Themen verfolgen wie "was ziehe ich heute an?", "was koche ich heute zum Essen" oder "wer ist Euer persönlicher Held in der Staffel Nr. 53 der Serie XY"? Hier gibt es eigentlich keinen echten Bedarf oder Interesse an einer Archivfunktion bzw. längere Zeit überdauernden Inhalten. Hier können schon Themen von gestern bereits völlig irrelevant und uninteressant sein.


    Kurz: Es stimmt schon, dass Internetforen auf der ganzen Bandbreite stark an Bedeutung und Nachfrage verloren haben in den vergangenen Jahren - jedoch nur, weil die kurzlebigeren Themen in andere, besser geeignete Kommunikationskanäle abgewandert sind. Für alle komplexeren Themen ("Special Interests") und Sachverhalte, deren Inhalte längere Zeit Bestand und Relevanz haben, sind Internetforen nach wie vor gefragt. Nur ist die Zielgruppe hierfür ja auch nicht unendlich groß und so braucht es speziell im deutschsprachigen Raum wohl auch kaum mehr als eine Hand voll einschlägiger Foren. Eines der Foren, die ich ganz vorne mit dabei sehe, ist definitiv der Astrotreff. Und mit dem neulich erfolgten Update bzgl. Design und neuen Funktionen sollte dieses Forum auch für die nächsten Jahre mehr als gut vorbereitet sein.


    Schöne Grüße,

    Peter Maier

    Hallo zusammen,


    zwischenzeitlich habe ich die Canon 5D MarkII Spiegelreflexkamera durch die kompakte, leichte und deutlich schnellere ZWO ASI 462 MC getauscht und damit erste Aufnahmeerfahrungen sammeln können.

    Grund für den Umstieg waren für mich folgende Aspekte:
    Erstens das Gewicht. Die Canon 5D MarkII (Body!) zieht mit ordentlichen 993g bzw, einem knappen Kilo am Okularauszug - das Gewicht einer Barlowlinse ist hierbei noch nicht eingerechnet! Damit entsteht am Dobson doch eine starke Hebelwirkung, die auch die Justage beeinträchtigen kann.

    Die ZWO ASI dagegen wiegt gerade einmal 150g!
    Zudem kann ich mit der ASI 462 MC pro Sekunde rund 135 Einzelbilder in voller Auflösung (1936x1096px) aufnehmen.

    Mit der DSLR schaffe ich im Serienbildmodus etwa 150 Bilder während eines ganzen Überflugs.

    Zwar ist der Sensor der ASI Kamera deutlich kleiner und es damit EXTREM schwieriger, die ISS abzubilden bzw. zu treffen, aber wenn man sie dann mal für eine Sekunde im Bild hatte, gewinnt man ausreichend Bilder, die sogar ein Stacking möglich machen...

    Von dem deutlich besseren Rauschverhalten und den kleineren Pixel gegenüber der DSLR erhoff ich mir zumindest theoretisch eine deutlich bessere Detailauflösung an der ISS, wenn die Bedingungen passen.


    Knackpunkt ist und bleibt jedoch die manuelle Nachführung! Aktuell bin ich hier weiterhin mit dem Televue Starbeam Leuchtpunktsucher unterwegs, weil man mit dem sehr bequem mit Abstand nachführen kann (und das auch bei größeren Dobsons sicher vom Boden aus). Allerdings ist der Leuchtpunkt inzwischen leider zu grob, weil der Bildauschnitt mit der ASI doch extrem klein ist und selbst mit penibel genau eingestelltem Leuchtpunktsucher der Polarstern z.B. nicht immer sofort im Bildbereich der ASI erscheint.


    Neulich konnte ich das neue Setup an einem 77° Nord-Überflug testen.
    Leider war das Seeing in der Nacht nicht optimal und auch das Fokussieren entsprechend schwierig. Da aktuell auch kein Mond da ist, nahm ich zum Fokussieren den Polarstern. Über bessere Vorschläge bin ich dankbar! :)
    Zudem können die bewährten Kameraeinstellungen der DSLR ja leider nicht einfach auf die ZWO ASI Kamera übertragen werden, weil diese Planetencams wieder ganz andere Einstellungen haben, im Wesentlichen Belichtung, Gain und Gamma. Drei Werte, die ich an meinem Teleskop erstmal optimal an der ISS einstellen muss.
    Unter diesen Umständen bin ich mit dem folgenden ersten Ergebnis schon einigermaßen zufrieden, bin aber sehr sicher, dass mit dieser Kamera und insbesondere meiner 14,5" (!) Öffnung das Potential noch längst nicht ausgeschöpft ist!

    Beim nächsten Mal werde ich versuchen, die Belichtungszeit noch kürzer zu wählen und mittels höherem Gain wieder ausreichend Helligkeit zu erreichen. Die Kamera scheint hier noch deutlich mehr Gain zu vertragen ohne sofort loszurauschen, wie das bei der alten DSLR Kamera bereits ab ISO800 deutlich der Fall ist.



    Übrigens, ganz unten bzw. vorne an der Station angehängt erkennt man die hier gut ausgeleuchtete, leicht konisch erscheinende "Crew-2" Dragon Kapsel.
    Die großen Solarpanele schienen bei diesem Überflug vertikal zur Erdoberfläche ausgerichtet worden zu sein und waren daher leider schwer abzubilden.

    Viele Grüße,

    Peter Maier