Posts by thomas.v

    Hallo,


    noch ein Vorteil Kurzkegel, die Stehbolzen lassen sich gerade einfädeln (vielleicht nicht nur von oben, üben) und fixieren schon mal alles. Oder dann gleich ein Bajonett.


    Viele Grüße,

    Thomas

    Hallo,


    mit der Ringschwalbe ist es wohl wie mit den Kegelrollenlagern, weil es alle Hersteller so gemacht haben wird es weiter so gemacht und weil es (irgendwie) funktioniert. Ach Kegelrollenlager, als weitere Vertreter aus der High-End-Fraktion lassen sich die Amateurmontierungen von ASA aufführen. Dass sich ASA hier zurückgezogen hat, liegt bestimmt nicht an den Wälzlagern.


    Bei der Trennung der Achsen könnte man auch auf Konzepte von Werkzeugmaschinen zurückgreifen, Stichwort Verbindung Spindel - Drehfutter. Die Forderungen Rund-, Planlauf, Reproduzierbarkeit, Steifigkeit, Kragarm, ... sind sehr ähnlich, nur die Masse spielt nicht die Rolle. Mit einer Art Kurzkegel- oder Camlock-Aufnahme erreicht man eine formschlüssige Verbindung und kann ggf. fertige Flansche verwenden.


    Wenn es komplizierter sein soll, könnte man die Ringschwalbe von Zeiss (Okularseite, Mikroskop) hochskalieren. Die ist raffinierter als vier angespitzte Schrauben, die den Flansch auf eine Planfläche drücken sollen (überspitzt formuliert).


    Nachdem freie Drehbarkeit keine Rolle spielt und Rotationssymmetrie eher ein ästhetischer Gesichtpunkt ist, halte ich einen Schwalbenschwanz im Losmandy-Style für die steifere Verbindung, zumindest solange die Klemmung nicht mit angespitzen Schrauben erfolgt. Man merkt, die haben es mir angetan. Die Position der Dec-Achsen kann über einen simplen Anschlag reproduzierbar gamacht werden oder man nutzt die Verschiebbarkeit in gewissen Umfang zum Austarieren.


    Viele Grüße,

    Thomas

    Hallo,

    obwohl sonst passiver Mitleser, kann ich mich bei diesem Thread mit ein paar Kommentaren nicht zurückhalten.

    Natürlich sind Alt & Co für meine Generation Legenden, die ihre Kratzer abbekommen, wenn man sie sich genauer anschaut. Bei mir eine Wachter II, - keine Feinverstellung in Azimut oder Polhöhe, rudimentäre Justage der Schnecke, Klemmung der Rec-Achse ... .

    Ich erinnere mich an eine Diskussion in einem der Foren, dass Kegelrollenlager generell ungeeignet für Montierungen wären (Losreissmoment), eine Sideres wurde von den Pressburger-Jüngern mal als Landmaschinenmechanik bezeichnet.

    Wenn man das alles ernst nimmt, gab und gibt es keine Montierung mit der man arbeiten kann. Wie mit den Alt´s - vor allen in Zeiten der chemischen Fotografie - Bilder entstanden sind, fragt man sich natürlich (lange Belichtungszeiten, nix Autoguiding, nix digitale Bildbearbeitung). Wahrscheinlich alles Fakes, nein es gab ja noch keine Bildbearbeitung. Aber der Korngröße war geschätzte 1000x größer als die heutige Pixelgröße.

    Auch 10 micron verwendet, oh Schreck, vorgespannte Kegelrollenlager, also auch der "letzte Schrott".

    Man fragt sich schon, weshalb im Montierungsbau Konzepte von Werkzeugmaschinen nicht übernommen wurden (z.B. Fest- und Loslager). Wenn ich eine Montierung bauen würde, kämen Rundtischlager (z.B. YRT von INA) in Frage. Keine Probleme mit Passungen mit Passungen, Lagerfluchten oder Ausdehnungskoeffizienten. Einfach Verschrauben. Über die Preise reden wir nicht.

    Man kann sich zu viele Gedanken machen. Da lobe ich mir unseren Jürgen Schmoll, der, als Profi, mit seiner HD3r einfach mal losbaut - und es wird auch werden.


    Allseits gutes Gelingen,

    Thomas


    p.s. weshalb eigentlich eine Ringschwalbe zur Trennung der Achsen, zwar elegant, aber die Klemmung kompliziert oder punktuell.

    Hallo,


    zum Verständnis: Warum sollte bei einer einigermaßen austarierten Montierung - außer bei Beschleunigungen - eine nennenswerte Torsion der Achsen auftreten (kein Drehmoment?).
    "Schneckenrad vorne" habe ich immer als Zugeständnis an die Polhöheneinstellung bei Massenprodukten angesehen, um den Preis des längeren Kragarms.


    Viele Grüße,
    Thomas