Posts by Rolf_1981

    Hallo,


    Schau dir mal sämtliche Aufnahmen von M31 an, die du findest. Führe sie dir in aller Ruhe zu Gemüte und dir wird auffallen, dass M31 uns auf Grund des Winkels, unter dem uns die Galaxie erscheint, keine Spiralarme als solche bietet!


    http://images.google.de/images…1&btnG=Bilder-Suche&gbv=2


    M31 ist von uns aus gesehen ein großer und heller ovaler Nebelfleck. Unter dunklem Himmel, wenn auch die äußeren Bereiche der Galaxie sichtbar werden, sind die dunklen Staubbänder zu sehen.
    Um Spiralarme im eigentlichen Sinne zu sehen, solltest du andere Galaxien beobachten. Dabei gilt aber: Sehr viel wichtiger als jeder Millimeter Öffnung ist ein stockdunkler Himmel. Und mit stockdunkel meine ich stockdunkel...

    Hallo und danke für die Rückmeldungen,


    In der Regel addiere ich zwischen 60 und max. 100 Rohbilder auf. Meine Erfahrung ist die, dass FitWork u.a. ab ca. 80 Rohbildern keinen Gewinn mehr rausholen.


    Das normale Öffnungeverhältnis meines Newtons ist f/6. Für die Langzeitbelichtung mit der Webcam verwende ich jedoch einen Brennweitenreduzierer. Da dessen Wirkung vom Abstand Linse-Chip abhängt und ich das nich nie vermessen und errechnet habe, kann ich es nicht genau sagen. F/4 dürfte aber in etwa hinkommen.

    Hallo,


    Hier mal wieder einige Aufnahmen mit der Webcam.


    M63


    M109


    M81


    M65


    M66


    Die Aufnahmen von M65 und M66 entstanden an einem 20cm StarFire-Refraktor, die Belichtungszeit der Rohbilder betrug 25 Sekunden.


    M63, M81 und M109 wurdne mit meinem 20cm Newton auf einer EQ6 (ohne PEC und ohne Guiding) aufgenommen bei 15-20s Belichtungszeit pro Rohbild.

    Hallo,


    Danke für die Rückmeldungen!


    Nachgeführt wurde natürlich schon, aber nicht geguided. Weder PEC noch Leitror, nichtmal eingescheinert die Montierung. 15 Sekunden pro Rohbild gehen so, die Grenze liegt je nach Himmelsregion irgendwo zwischen 20 und 30 Sekunden (bei der Brennweite).


    Einen Komakorrektor habe ich nicht verwendet. Der Chip der Webcam ist selbst für f/4 sehr klein. Kleinere Abbildungsfehler am Rand hab ich digital ausgebessert.

    Hallo,


    Hier meine ersten Mosaikversuche mit der Webcam. Das Bild besteht aus gut einem Dutzend Einzelbildern, von denen jedes wiederum ein Summenbild mehrerer Rohbilder ist.
    Es dauerte knapp 3 Stunden, die Region mit dem kleinen Chip der Webcam komplett abzudecken und nochmal so lange, um am PC alle auf die selbe Hintergrundhelligkeit zu bringen.



    Teleskop: 20cm Newton bei ca. f/4 (Focal Reducer) auf einer EQ6
    Kamera: SC3 Webcam

    Hallo,


    Das Problem ein deiner These ist, dass du um eim Phänomen zu erklären tausend Ungereimtheiten in Kauf nimmst.
    Würde die Gravitation schieben, so frage ich mich:


    1. Warum schieben sich Mond und Erde nicht gegenseitig weg?
    2. Warum ist unser Sonnensystem stabil?
    3. Warum hält unsere Erde eine Atmosphäre und uns Menschen?


    Deine These würde übrigens auch nur dann aufgehen, wenn die Graviation mit dem Quadrat der Abstände ZUNIMMT.


    Es gibt übrigens schon Erklärungsansätze dafür, weshalb das Uiversum so expandiert wie es das tut. Allerdings liegen die Dinge nicht so einfach, dass man sie mit einer einfachen Annahme erklären könnte... leider!

    Hallo,


    Um das nachzuvollziehen muss man m.M. nach nicht nur das Astronomische, sondern auch das Historische betrachten.
    Zunächst waren die "Wüstenbewohner" keine einfachen Bauern, aber auch keine Könige. Gemeint sind Sterndeuter, die sich am Himmel sehr gut auskannten und über lange Zeiträume hinweg die Bewegungen v.a. der Planeten festhielten.
    Man könnte auch sagen, es waren die Urväter der Astrologen, und die Planeten Jupiter und Saturn sowie das Sternbild der Fische, in dem sich die Konjunktio Maxima ereignete, waren mystisch besetzt! Jupiter ist der "Stern der Könige", Saturn der "Stern der Juden" und die Fische standen als Wassersternbild für Fruchtbarkeit und Geburt. König, Juden, Geburt!


    Wie das ein solcher Sterndeuter auffassen musste ist, wie ich finde, nachvollziehbar. Und dann kannten sie zu 100% schon Texte aus dem Alten Testament, in denen eine solche Geburt in dem Dorf Bethlehemprohezeit wird (Doch du Bethlehem, bist keineswegs die geringste... denn aus die wird hervorgehen der Herrscher, der mein Volk Israel weiden wird).


    Die Annahme der Geburt des Königs der Juden in Bethlehem ist nicht so weit hergeholt wenn man bedenkt, dass es besagte dreifache Konjunktion wirklich gab!

    Hallo nochmal,


    Quote
    Aber wie schaut es mit dem lichtschein des Antriebes aus, wenn wir beim anflug genau hinten in die düse schauen würden, und diese auf auch läuft.


    Dann sieht die Sache denke ich ganz anders aus. Zwar hängt es wieder von vielen Faktoren ab, aber ich könnte mir vorstellen, dass es dann zum selben Effekt kommt wie bei den Sternen. Der scheinbare Durchmesser der Sterne ist ja eigentlich auch viel zu klein, um wahrgenommen werden zu können.
    Beugungseffekte und Co. könnten natürlich dafür sorgen, dass ein kleines aber helles Objekt dennoch gesehen werden kann (allerdings nicht aufgelöst, sondern als dimensionslose Lichtquelle). Einen ähnlichen Effekt hatten wir ja bei diversen Einschlägen auf dem Mond, bei denen ein Lichtblitz zu sehen war, obwohl die eigentliche Explosion sicher unter dem auflösbaren Durchmesser blieb.


    Voraussetzung wäre aber, dass der Antrieb der Raumkapsel hell genug ist und sich vom nahen und hellen Mond absetzen kann.

    Hallo,


    Also eine Raumkapsel wäre - wenn überhaupt - ja nur unwesentlich größer als die zurück gebliebenen Gerätschaften auf dem Mond. Von daher ändert sich in dieser Hinsicht nicht viel. Im Gegenteil! Die Gerätschaften auf dem Mond haben noch den Vorteil, dass sie Schatten werfen und so mehr Kontrast und scheinbare Größe haben (also inkl. Schattenwurf) als eine Raumkapsel vor der Mondkugel.


    Übrigens lässt sich mit folgender Formel der Sehwinkel, unter dem uns ein Objekt erscheint, berechnen:



    Wenn du da mal als Winkel alpha einen gerade noch aufzulösenden Winkel von 0,01 Bogensekunden (VLT) eingibst und als Entfernung mit 350.000 km rechnest (Kapsel kurz vor dem Mond), so müsste die Kapsel wenn ich richtig gerechnet habe rund 170 Meter groß sein, um vom Very Large Teleskope noch aufgelöst werden zu können.
    Und selbst dann wäre es erst ein Pixel auf dem Chip, der für eine einwandfreie Erkennung noch nicht ausreicht.

    Hallo,


    Ich komme aus Munderkingen, kannst dich gerne mal bei mir melden.
    Unsere Region bietet übrigens hervorragende Möglichkeiten und Angebote für Amteurastronomen! Meld dich doch mal, ich selbst beobachte und fotografiere mit einem 20cm Newton...


    Alternativ kannst dich auch an Holls wenden oder die Laupheimer Volkssternwarte. Wobei: Egal ob du dich bei mir, Holls oder Laupheim meldest, im Prinzip landest du beim gleichen Haufen ;)


    Mail einfach mal an: Rolf.Stoekler<ädd>gmx.de


    Das <ädd> natürlich ersetzen durch @

    Hallo,


    Ich war gestern positiv überrascht von den Geminiden. Gestern Abend konnte ich zwischen 23 Uhr und Mitternacht unter sehr gutem Himmel fast im Minutentakt Meteore sehen. Ich habe zwar nicht gezählt aber ich vermute es waren gut 40 Meteore / Stunde.


    Dazu war ich gestern mit rund 50 Studenten eines Astronomie-Seminars in unserer Schiebedachsternwarte und da waren die Meteore natürlich das Highlight!

    Hallo Raphael,


    Ich denke, dass dein Beiträg mehr von Vorurteilen lebt als von objektiven Erfahrungen. Und wenn du schreibst, dass du das schon von Anfang an von deinem Vater beigebracht bekommen hast wundert es ja auch kaum, wenn du diese Meinung bestätigt findest! Man findet im Leben alles bestätigt, wenn man es will und was einem von klein auf gelehrt wurde (das gilt nicht nur in Bezug auf Lehrer sondern auch auf jede denkbare Gruppierung!!!).

    Hallo Rolf,


    Wir haben vielleicht mehr gemeinsam als den Namen.


    Vor einigen Jahren habe ich angefangen mit der praktischen Astronomie und mich nach langen Diskussionen und Überlegungen zu einem 8" Dobson entschieden, der inzwischen einigermaßen fototauglich montiert ist.
    Als ich das Teleskop im Dezember bekommen habe waren die Plejaden, der Orionnebel und die Andromedagalaxie auch meine ersten Beobachtungsobjekte. Vom Orionnebel war ich begeistert, von den Plejaden und der Galaxie eher enttäuscht! Warum?


    Ich hatte allen ernstes erweratet, um die Plejaden herum den Nebel und in der Galaxie Sterne, Arme und alle möglichen Dunkelbänder zu sehen. Wenn man von der Andromedagalaxie schon so wenig sieht - so dachte ich mir - was soll ich dann von den viel dunkleren Galaxien erwarten?


    Doch es ging weiter: Zuerst einmal habe ich erkannt, dass mir damals - und das gilt wohl auch für dich heute - grundlegende Basics im Bereich der Optik gefehlt haben. Das schließe ich daraus, dass du heute wie ich damals den visuellen Eindruck mit Astrofotos vergleichst! Da muss man einfach bedenken, dass diese Bilder minutenlang belichtet wurden. In dieser Zeit können sie das zigtausendfache an Licht sammeln, welches unser Auge sammelt (und unser Auge kann eben keine Langzeitbelichtung). Außerdem sind diese Bilder nicht selten entsprechend nachbearbeitet, um die Details und die Farben noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen.


    Einen solchen Eindruck wirst du auch mit einem 25Zöller NICHT ANNÄHERND erhalten! Dass kan ich dir sagen, weil ich eine Nacht lang mit einem 20Zöller und sehr gutem Himmel und regelmäßig mit unserem 18Zöller in der Sternwarte unter naja mäßigem Himmel beobachte. Und auch mit einem 50Zöller bist du von diesen Bildern noch weit entfernt.


    Was bleibt also? Zuerst bleibt die Erkenntnis, dass es etwas noch wichtigeres gibt als Öffnung. Ja wirklich! Ich meine dunklen Himmel, richtig dunklen Himmel. Jeder 8Zöller in den Alpen schlägt unseren 18Zöller in der Kleinstadt deutlich! Ja er würde sogar jeden 25Zöller schlagen.


    Was bleibt ist die Erkenntnis, dass DeepSky visuell erst nach 60 Minuten konsequenter Dunkeladaption unter dunklem Himmel beginnt. Was man nach 60 Minuten Dunkelheit durch ein Teleskop sieht ist Wahnsinn! Das habe ich im Frühjahr 2004 erfahren, als ich auf dem Land bzw. dem Hof meines Schwagers zuerst einmal ne Stunde in den stockdunklen Himmel geschaut habe. Dann der Blick durchs Teleskop und mit dem Übersichtsikluar durch den Virgohaufen. Galaxien, Galaxien und nochmal Galaxien... die eine von der Kante mit Staubband, die eine mit angedeuteten Spiralarmen, von der anderen nur der Kern... aber jede anders. Unglaublich und das mit 8 Zoll!!! Ohne Dunkeladaption hätte ich wohl kaum was gesehen und unter nicht wirklich dunklem Himmel auch nicht.


    Jetzt darf man fragen, was hätte ich wohl mit 10Zoll, 12Zoll, 18Zoll oder 25Zoll gesehen? Geringfügig mehr, mehr, deutlich mehr, sehr viel mehr. Klar! Aber man darf auch die Gegenfrage stellen: Hätte ich den 18Zöller bzw. den 25Zöller auf den Hof meines Schwagers geschleppt (mal abgesehen davon, das sich ihn mir gar nicht leisten kann)? Ich denke nein. Vielleicht mit einem guten Gitterrohrdobson, aber das wollte ich nicht. Warum?


    Nächster Punkt: Wenn dir der visuelle Eindruck nicht reicht, stehen dem Amateur heute in der Astrofotografie unglaubliche Möglichkeiten offen. Und mit einem 8Zöller bleibt dir - eine gute Montierung und gute Kamera vorausgesetzt - kaum was verwehrt. Visuell kannst du am 8Zöller wirklich 10 Jahre lang immer neue Objekte sehen. Fotografieren kannst du damit wohl 1000 Jahre lang neue Objekte.


    Und dann noch was zu deinem Eingangsposting: Es gibt tolle Standardobjekte, u.a. den Orionnebel, die Andromedagalaxie, den Ringnebel. Diese sind jeweils nur für gut 3-4 Monate gut zu beobachten, dann kommt das nächste Sternbild. Und auch wenn ich den Ringnebel schon 100mal gesehen habe freue ich mich im Sommer vor allem wieder auf ihn, werde ihn beobachten und fotografieren. Daher kommt es wohl, weshalb tatsächlich größtenteils die selben Objekte die Bilderforen beherrschen (und auch die Beobachtungsberichte). Das heißt aber nicht, dass es abseits von diesen nichts gäbe. Im Gegenteil!

    Hallo nochmal,


    Also dazu nochmals zwei Dinge:


    1. Vor einiger Zeit hat Gerhard Neukum (Mars Express) bei uns einen Vortrag gehalten und gemeint, dass man sich bei den Marsbildern sehr leicht täuschen kann. Ein etwas komischer bzw. anderer Einfallswinkel der Sonne, eine Sandlawine und und und.


    2. Bereits vor Monaten habe ich irgendwo einen Artikel gelesen, dass an Kraterhängen auf dem Mars Sand- und Gerölllawinen fotografiert wurden. Die Bilder in dem Artikel waren doch denen sehr ähnlich, die ich jetzt von der NASA gesehen habe.


    Das ganze erinnert mich ein bisschen an der legendären Marsmeteoriten (Spuren von Leben gefunden!!!). Irgendwie ist das Auftreten der NASA reichlich unprofessioniell und hat wohl eher mit PR als mit Wissenschaft zu tun. Aber wen wunderts? Bei den Plänen...

    Hallo zusammen,


    Habe gerade im Radio gehört, die NASA bzw. der Mars Global Surveyor hätten fließendes Wasser auf dem Mars fotografiert. Es wurde auch ein NASA-Mitarbeiter interviewt und sinngemäß mit den Worten übersetzt: "Bisher hatten wir nur Spuren von fließendem Wasser vor Jahrmilliarden. Jetzt haben wir Bilder von heute fließendem Wasser auf dem Mars."


    Die Bilder auf der Missionshomepage sind jedoch etwas "uneindeutig". Man kann da noch viel reininterpretieren...


    Weiß jemand Genaueres?



    <font color="red">Doppelposting</font id="red">

    Hallo zusammen,


    Habe gerade im Radio gehört, die NASA bzw. der Mars Global Surveyor hätten fließendes Wasser auf dem Mars fotografiert. Es wurde auch ein NASA-Mitarbeiter interviewt und sinngemäß mit den Worten übersetzt: "Bisher hatten wir nur Spuren von fließendem Wasser vor Jahrmilliarden. Jetzt haben wir Bilder von heute fließendem Wasser auf dem Mars."


    Die Bilder auf der Missionshomepage sind jedoch etwas "uneindeutig". Man kann da noch viel reininterpretieren...


    Weiß jemand Genaueres?

    Hallo nochmal,


    Also eine zentrale Anlaufstelle wäre in der Tat ne wichtige Sache. Die Ausführung sollte m.M. nach aber bei den regionalen Vereinen bleiben.


    Es wäre schon sehr viel erreicht, wenn es eine kostenlose und gut aufbereitete Internetseite gäbe mit...


    1. Gutem und durchdachtem Material (Grafiken, Animationen, Arbeitsblätter, Texte, gute Freeware...).


    2. Hintergrundinfos für Lehrer, Betreuer usw.


    3. Erfahrungsberichte (welcher Aufbau, welches Material... kam gut an, welches weniger, wo gab es Verständnisprobleme...).


    Das Material sollte natürlich Freeware, rechtlich unbedenklich und gut sein. Und dabei muss man höllisch aufpassen! Es gibt zwar viel "gut gemeintes" aber deutlich weniger "gut gemachtes" Material. Wer mit Schülern Astronomie macht muss wissen, mit welchen Begrifflichkeiten und Vorstellungen sonst in Physik, Geografie usw. gearbeitet wird. Ich denke da an die Begriffe "Kraft", "Energie"... oder an die Erklärungen zur Umlaufbahn und viele andere.


    Ein Beispiel: Sehr häufig wird die Umlaufbahn des Mondes so erklärt, dass zwei "Kräfte" auf ihn wirken. Einmal die Anziehungskraft der Erde und einmal die "Fliehkraft". Da beide betraglich gleich sind, ist die Umlaufbahn stabil. Naja, so kann man das schon machen wenn man sich keine Gedanken darüber machen muss, was man Schülern in 4 Wochen zur Mechanik erzählt.
    Da müssen wir dann zu jeder Kraft plötzlich eine Gegenkraft (actio und reactio) als Pfeil zeichnen. Und wo setzt die Gegenkraft zur Fliehkraft an? Also ist die Fliehkraft doch gar keine Kraft? Dann wirkt also doch nur die Schwerkraft auf den Mond? Ja warum fällt er dann nicht runter? Oder wirken doch zwei Kräfte? Dann hat aber Newton unrecht! Hat er aber nicht...


    Mein Vorschlag wäre also konkret, zuerst mal nichts über den Zaun zu brechen. Man könnte (und da wäre ich im Rahmen meiner verfügbaren Zeit dabei) zuerst einmal zu den wichtigsten Themen Material zusammenstellen und dieses diskutieren. Wenn es dann als gut befunden wird, kann es in einer zweiten Phase erprobt und in einer dritten Phase überarbeitet werden. Will man das professionell machen, sollte auch die Meinung von Lehrern und Fachdidaktikern eingeholt werden. Und am Ende dieses Prozesses steht eine frei zugängliche Sammlung guter Materialien, mit denen Lehrer, Vereine oder sonstige Engagierte mit Schülern, astron. Jugendgruppen... arbeiten können.

    Hallo Sebastian,


    Nun ich bin natürlich kein Geologe oder Planetologe. Aber ich würde einfach mal darauf tippen, dass es sich um die Überreste von Auswürfen handelt, welche bei Meteoriteneinschlägen vorkommen. Bei vielen größeren Mondkratern kann man ja "Strahlen" sehen, die sich vom Krater ausgehend in alle Richtungen ausbreiten. Dass diese in einer gewissen Entfernung zum Krater annähernd parallel werden, wäre jedenfalls logisch.


    Wäre jedenfalls meine spontane Vermutung...

    Hallo,


    Quote
    Tja. Hamburg macht's vor. Hier finanziert die Behörde für Bildung und Sport die "Astronomiewerkstatt an der Hamburger Sternwarte".


    Ja, aber Hamburg würde ich nicht gerade als haushalterisches Vorbild heranziehen! Die Hansestadt liegt bei der öffentlichen "Pro-Kopf-Versuldung" an dritter Stelle hinter Bremen und Berlin und wenn ich mir anschaue, wie viel Geld in das dortige Planetarium investiert wurde, nur, damit jetzt dort Lasershows und bestenfalls mittelklassige Planetariumsprogramme laufen (die m.M. nach mehr Show als Volksbildung sind)...


    Also Hamburg macht mir was astronomische Volksbildung und verantwortungsvolle Haushaltsplanung angeht bestenfalls vor, wie man es NICHT macht!

    Hallo,


    Ich selbst fange im Februar 2007 hier in BaWü an, an Realschulen zu unterrichten (u.a. Physik und Geografie im Fächerverbund). Meine ehrliche Meinung zu diesen Initiativen - die hier ja regelmäßg diskutiert werden - ist die, dass sie die Realitäten und Notwendigkeiten nicht ausreichend betrachten!


    Versteht mich nicht falsch. Ich selbst arbeite in einem Verein mit Sternwarte und Planetarium an der Volksbildungsarbeit, betreue derzeit noch eine astron. Jugendgruppe und auch einige Lehramtsstudenten in einem "kleinen" Astronomieseminar. Letzteres natürlich mit dem Ziel, dass viele spätere Lehrer in der Lage sind, Astronomie zu unterrichten.


    Jetzt kommt das große Aber: Zur Zeit fallen dramatisch bis inakzeptabel viele Unterrichtsstunden ersatzlos aus. Die Ausstattung der Schulen mit Lehrmitteln ist teilweise mehr als mangelhaft und oft ist eigentlich nach 7-8 Monaten das Budget für neue Folien, Kopien usw. verbraucht. Geld für grundlegend neue Bücher bzw. Material, um ein neues Fach aus dem Boden zu stampfen, ist einfach nicht da. Und noch schlimmer: Die Zeit ist nicht da! Während die Klassen immer größer werden sparen fast alle Länder Lehrerstellen ein, hier in BaWü sollen bzw. werden bereits Referendare herangezogen um gestrichene Lehrerstellen auszufüllen. Sämtliche Studien (nicht nur PISA) haben gezeigt, dass das deutsche Schulsystem derzeit einfach wichtigere Probleme hat als die Astronomie. Politik/Gemeinschaftskunde wird in der Realschule zwischen Klasse 5 und 10 im Schnitt 1,5 U-Stunden pro Woche unterrichtet! Politikverdrossenheit, Unwissenheit, Vorurteile, Rassismus usw. sind sicher viel schwerwiegender als mangelndes astron. Verständnis. Dazu kommen eklatante Leseschwächen und soziale Probleme an vielen Schulen, welche besondere Maßnahmen, Projekte usw. fordern.


    Woher sollen derzeit die Ressourcen für ein Fach "Astronomie" kommen? Andere Fächer streichen? Sorry, aber wenn jemand diese Auffassung vertreten würde (sei es auch in Bezug auf Religion, Kunst, Sport...) hätte er keine Ahnung und wäre nicht ernst zu nehmen bzw. er würde dann einfach aus seinen persönlichen Interessen heraus argumentieren. Neue Stellen schaffen für Astronomie? Das stellt erstens die Frage nach der Ausbildung der Lehrer und zweitens die Frage, woher die finanziellen Mittel kommen sollen. Neue Schulden machen? Steuern erhöhen? Klassen auf 45 Schüler vergrößern? Heizung abstellen? Sozialhilfe streichen? NO CHANCE! Nicht, solange Lehrschwimmbecken geschlossen werden müssen (ist hier in fast jeder Stadt so!) und die Schüler nicht mal mehr Schwimmen lernen weil das Geld fehlt!!!


    Astronomie als Unterrichtsfach ist derzeit keine Option und wer sich darauf versteift, wird am Ende nichts erreichen! Daher argumentiere ich ganz klar gegen dieses Ziel.


    Astronomie in Geografie und Physik? Das ist eben kein institutionelles Problem der Lehrpläne sondern ein individuelles der Lehrer. Viele Lehrer umgehen wenn es um die Jahreszeiten geht eben die Himmelsmechanik, weil sie sich nicht sicher fühlen (und dazu auch noch fachfremd unterrichten müssen). Die Lehrpläne, jedenfalls die, die ich kenne, haben die Astronomie ja nicht verbannt!


    Der beste und m.M. nach einzig sinnvolle Ansatzpunkt sind hier die vielen astronomischen Vereine, welche die Zusammenarbeit mit den Schulen suchen müssen. Davon profitieren sie am Ende selbst, denn sie brauchen Nachwuchs!

    Hallo Rainer,


    Ja, hier in BaWü ist es MeNuK bzw. NWA in der Realschule. Persönlich habe ich in dem Forum hier und auf astronomie.de (die Diskussion gabs ja schon oft) immer dafür plädiert, die Astronomie in den Geografie- und Physikunterricht zu integrieren.


    In der Geografie bietet es sich z.B. an, wenn es um Jahreszeiten und Klimazonen geht, oder einfach um unseren Planeten Erde. Im Physikunterricht wenn es um Energie geht (Sonne), um Modellvorstellungen und und und.


    Das Problem: Für Leute, die Astronmie als Hobby haben und in Astronomieforen schreiben, ist das nicht ausreichend! Jedenfalls war die Antwort meist (und das zeigen auch - meiner Meinung nach aussichtslose - Initiativen zur Rettung des Astronomieunterrichts), dass man ein eigenes Fach will. Und da denke ich ist die Forderung eben dermaßen überzogen, dass es schon destruktiv ist! Anstatt ein Fach "Astronomie" zu fördern würde es - und da schließe ich mich dir voll an! - viel mehr Sinn machen zu überlegen, wie sich das Thema in bereits vorhandene Fächer integrieren lässt.


    Da kommt man aber zu einem weiteren Problem: Ob es wischiwaschi in 2 Stunden oder motivierend und gründlich geschieht, lässt sich kaum vorschreiben und wird vermutlich immer in der Hand des jeweiligen Fachlehrers liegen.


    Und das ist dann Problem Nr.3: Ein schlechter Astronomie-Unterricht ist oft schlechter als gar keiner!!! Denn er wird 1. nichts vermitteln was die Schüler 2 Wochen später noch wissen/können/verstehen und 2. die natürliche Faszination des Themas noch vernichten (Astronomie = langweilig auf immer und ewig, bleibt mir weg mit euren Planetarien!).