Posts by AstroPingu

    Aber bedeutet rausrechnen nicht, dass die Datei gelöscht wird?!

    Nein. Das geht in der Regel via Pixel rejection. Der Algorithmus erkennt bspw. Satellitenspuren und ersetzt diese zu verwerfenden Pixel durch einen Durchschnitt der umliegenden Pixel (sehr vereinfacht gesagt). In Siril kannst du das bspw. über Windsor Clipping erreichen.

    Rein interessehalber: hat jemand von euch schon einmal einen Vergleich zwischen BlurXTerminator, Cosmic Clarity und/oder SyQon gemacht? Ich kenne die Videos von Cuiv und DeepSpaceAstro. Aber eure Erfahrungen würden mich doch sehr interessieren!

    Siril und SAS laufen ohne Murren darauf, sogar das verflossene TSTar unter Wine, PixInsight dagegen nicht, weil der Prozessor noch kein AVX2 kann. Daher konnte ich auf dem Veteranen auch kein BXT nutzen. Aber die KI-Tools wie Graxpert und Clarity sind auf der antiken CPU schnarchlangsam....

    Ja das kenne ich genauso. TStar habe ich dann auch unter meinem Debian zum Laufen gebracht. Sehr schade. Es hat mir sehr gut gefallen.

    Hallo zusammen,


    Entschuldigt, falls es schon gepostet wurde und ich es übersehen habe.


    BlurXTerminator gibt es jetzt auch als Stand-alone Tool und benötigt kein Pixinsight mehr. Es kann bspw jetzt problemlos in SetiAstro oder mit Siril genutzt werden.


    BlurXTerminator als stand-alone gibt es für Windows, Mac und Linux.


    Hier ist der Link zur Mitteilung.

    Danke.


    Ja ist schon klasse. PINS will ich auch mal ausprobieren.

    was mir an der ASI585 AIr gefällt ist das kabellose. Derzeit nur ein Kabel zur Kamera, sonst nichts. Verbindung zur Montierung via WiFi und wenn ich mir einen EAF besorge wohl auch den neuen von ZWO mit WiFi. Im Prinzip habe ich die letzten Nächte jeweils etwa 10 Minuten gebraucht für Aufbau und Setup.

    Hallo,


    ich habe noch etwas weitergespielt mit dem Setup. Leider macht sich der Mond zunehmend spürbar. Ich habe dennoch vorletzte Nacht einmal M71 ins Visier genommen. Aufgebaut war das Setup wieder sehr schnell. Es ist so wunderbar "leicht" und transportabel.


    Und der Autor verliert kein Wort darüber. Einfach den zugehörigen Discord- und Youtube-Kanal und die Website zugemacht und das war es. Ganz schlechter Stil...

    Ja leider. Man kann es nicht verstehen.

    Leider sehr schade. Mir hat das UI Konzept sehr gut gefallen. Ich hoffe, es geht weiter. Die Probleme ließen sich ja einfach lösen: Umstellung der Lizenz und Vermerke im Code.

    Die Urlaubszeit steht vor der Tür und deshalb wollte ich mir ein kleines Reise-Setup zusammenstellen. Das Seestar S50 kommt zwar mit auf Reisen, trotzdem wollte ich noch etwas mehr Möglichkeiten haben. Meine EQ6-R und auch die alte EQ5 sind dafür einfach zu unhandlich.


    Also musste eine leichte und kompakte Montierung her, die zudem nicht allzu viel kosten sollte. Da kam es mir gerade recht, dass ich vor einiger Zeit günstig an eine Skywatcher AZ-GTi gekommen bin.


    Als Teleskop fiel die Wahl auf das Askar 60F: klein, leicht und kompakt. Außerdem benötigt es keinen Flattener, was das Ganze noch einmal vereinfacht.


    Da ich auch kameraseitig möglichst kompakt bleiben und auf ein separates Guidescope verzichten wollte, habe ich mir die ASI 585MC Air zugelegt.


    Bislang war das alles nur Theorie. Letzte Nacht konnte ich das Setup endlich zum ersten Mal unter dem Sternenhimmel ausprobieren. Also schnell aufgebaut und losgelegt.


    Die AZ-GTi läuft bei mir im EQ-Modus. Ja, sie hat einen spürbaren Backlash in DEC, den ich aber recht gut in den Griff bekommen habe. Nach dem Dithering (5 Pixel alle 5 Aufnahmen) hatte sich die Montierung jeweils nach etwa 30 bis 50 Sekunden wieder gefangen.


    30 Sekunden Belichtungszeit liefen problemlos. Also habe ich auf 60 Sekunden erhöht – ebenfalls ohne Schwierigkeiten. Selbst 120 Sekunden funktionierten zunächst. Dann machten allerdings die Batterien schlapp. Die Montierung war zuvor schon einige Male mit meinem Skymax für Mond-, Planeten- und Sonnenbeobachtung im Einsatz gewesen.


    Leider hatte ich weder ein zweites Netzteil noch Ersatzbatterien dabei. Damit war der Test dann früher beendet als geplant.


    Mein Fazit nach der ersten Nacht:


    Das Setup hat mich positiv überrascht. Eigentlich vermisse ich nur einen EAF, den ich vermutlich noch nachrüsten werde. Insgesamt bin ich sogar so angetan, dass ich das kleine Setup künftig wohl parallel zu meinem großen laufen lassen werde. Mehr Daten schaden schließlich nie. 😉


    Hier einmal zwei Ergebnisse vom ersten Testlauf (nur einmal auf die Schnelle bearbeitet):


    vdB 126



    M92




    Was meint ihr? Für Anregungen, Kritik und Erfahrungen mit der AZ-GTi bin ich natürlich offen.

    Noch ist ja Galaxiensaison. Was wäre also naheliegender als einen... Kugelsternhaufen aufzusuchen ;)


    Der Juni bringt uns wieder mondlose, wenn auch leider kürzer werdende Nächte und ein Sternbild, das oft nur wegen eines einzigen Objekts Beachtung findet: M3.

    Doch nur 9° nordöstlich davon liegt ein Kugelsternhaufen, der völlig zu Unrecht in dessen Schatten steht: NGC 5466 - auch "Snowglobe Cluster" oder "Ghost Globular Cluster".


    Wer ihn zum ersten Mal sucht, versteht sofort, warum er selten beobachtet wird: Er ist groß, locker, extrem flächenlichtschwach und wirkt im Okular eher wie ein zarter Nebelschimmer als ein typischer Kugelsternhaufen. Genau das macht ihn mMn zu einem idealen Objekt des Monats: ungewöhnlich, herausfordernd und lohnend. Naja und außerdem bin ich persönlich großer Fan von Sternhaufen und gerade Kugelsternhaufen.


    Objektbeschreibung


    NGC 5466 ist ein sehr alter, metallarmer Kugelsternhaufen in rund 52.000 Lichtjahren Entfernung. Mit einer Gesamthelligkeit von ca. 9,1 mag klingt er harmlos – doch seine Sterne sind weit verteilt, und die Flächenhelligkeit ist entsprechend gering.


    Im Gegensatz zu kompakten Vertretern wie M3 oder M13 zeigt NGC 5466 keine dichte Kernregion. Stattdessen präsentiert er sich als diffuse, unregelmäßig wirkende Aufhellung, die erst mit zunehmender Vergrößerung Struktur gewinnt. Einzelsterne lassen sich ab etwa 25–30 cm Öffnung erahnen, bei sehr guten Bedingungen auch schon etwas früher.


    Seine Lage im Bärenhüter (Bootes) macht ihn auch noch im Juni hervorragend sichtbar: Er kulminiert hoch im Süden und profitiert von der klaren Frühlingsluft.


    Beobachtungshinweise


    Auffinden


    Starte bei M3 und wandere etwa 9° nach Nordosten. Ein markantes Sternmuster gibt es nicht – der Weg führt durch eher sternarme Felder. Eine gute Karte ist hilfreich.

    Beobachtung


    Kleine Öffnungen (8–10 Zoll):


    Der Haufen erscheint als sehr schwache, diffuse Wolke, die sich nur durch indirektes Sehen stabil zeigt. Der Rand wirkt weich, der Kern kaum ausgeprägt.


    Mittlere Öffnungen (12–14 Zoll):


    Die Form wird klarer, der Haufen wirkt leicht oval. Erste Granulation und vereinzelte Sternpunkte blitzen auf.


    Große Öffnungen (16 Zoll und mehr):


    Der Haufen beginnt sich in Einzelsterne aufzulösen, besonders am Rand. Der Kern bleibt jedoch locker und wirkt fast „verwaschen“.


    Vergrößerung:


    80–150× funktionieren am besten. Zu kleine Vergrößerungen lassen ihn im Hintergrundrauschen verschwinden, zu große machen ihn zu dunkel.


    Himmel:

    Dunkler Landhimmel ist fast Pflicht. Unter aufgehelltem Stadthimmel ist NGC 5466 ein echter Prüfstein.

    Dies gilt zumindest für visuelle Beobachtung. Fotografisch ist NGC 5466 auch aus der Stadt kein Problem. Der Münchner Sumpf stellte für mich bisher kein Problem dar.


    Warum dieses Objekt?

    • selten beobachtet
    • ungewöhnlich für einen Kugelsternhaufen
    • ideal für visuelle Beobachter, die etwas Abseits der Klassiker suchen
    • im Juni perfekt positioniert
    • sowohl für kleine als auch große Teleskope interessant – aber nie trivial


    Beobachtungschallenge Juni 2026


    Level 1 – „Ich sehe was, was du kaum siehst“


    Kannst du NGC 5466 mit 8–10 Zoll sicher halten? Beschreibe Form, Helligkeit und ob du eine Kernregion wahrnimmst.


    Level 2 – „Granulation oder Einbildung?“


    Versuche, erste Einzelsterne zu erkennen. Wo erscheinen sie zuerst – am Rand oder im Zentrum?


    Level 3 – „Der Hauch von Struktur“


    Beobachte den Haufen bei verschiedenen Vergrößerungen und notiere, wie sich seine Wirkung verändert.

    Wann wirkt er am deutlichsten? Wann am strukturiertesten?


    Level 4 – „Vergleich mit dem Giganten“


    Vergleiche NGC 5466 direkt mit M3.

    Was fällt dir im direkten Wechsel auf?

    Wie unterscheiden sich Flächenhelligkeit, Kompaktheit und Gesamteindruck?


    Fazit


    ich hoffe, ihr habt Freude an diesem Objekt! Und meiner ersten Auswahl für ein OdM.

    So steht nun die nächste Hürde an, staken und dann schärfen... das kann noch etwas dauern....ich werde berichten und auch Misserfolge zeigen.

    Was benutzt du zum Stacken? Ich verwende AutoStakert und abschließend die wavelet Zerlegung von Siril zum Schärfen.


    Wahrscheinlich müsste ich mich auch mal in WinJupos einarbeiten 🙈

    Hallo zusammen,


    endlich wieder klare Nächte. Während mein APO mit M63 beschäftigt war, hatte ich wieder einmal große Lust meinen kleinen Mak Skymax 102 zu nutzen und diesen auf Jupiter zu richten. Es fand ja gerade ein Schattenwurf Ios statt. Ich habe einmal versucht den Zeitverlauf festzuhalten. Leider konnte ich das Ereignis nicht bis zum Ende beobachten, da das Haus des Nachbarn in den Weg kam.

    Es war aber auch visuell ein Genuss. Natürlich ist ein 4" Mak etwas bescheiden für so etwas, ich wollte es dennoch einmal mit euch teilen.


    So interessant Galaxien auch sein mögen, so schwierig ist die Galaxien-Saison für meinen kleinen APO. Es hat ja leider nicht viele "größere" Galaxien, die ein ideales Ziel für den Kleinen wären. Ich hatte mir zwar überlegt, mir ein Gerät mit größerer Öffnung und Brennweite zuzulegen, allerdings war das Wetter die letzten Monate so unglaublich mies. Das hat mich dann doch etwas abgeschreckt.


    Auf jeden Fall konnte ich nun einmal M101 ins Visier nehmen. In den beiden Nächten, war das Seeing nicht optimal. Aber hey, besser als nichts ;)



    Es ist doch immer wieder verblüffend, was sich in dem Himmelsausschnitt noch tummelt.



    Aufnahmedaten


    TS Photoline APO 80/480

    0.8x Reducer

    ASI533MC Pro (Gain 100, -10°)

    Guide Scope: 30/121mm

    Guiding Camera: ASI120mc-s

    EQ6-R Pro

    Asiair

    Bortle 5/6

    Gesamtintegrationszeit: 108x 120 Sekunden und 28x 180 Sekunden.

    Dann kommt im Prinzip nur noch das Strecken.

    Ich erstelle dafür immer zwei Versionen:


    * Einen Farblayer mit eher moderatem (z. B. hyperbolischem) Stretch, bei dem ich auf natürliche und saubere Farben achte

    * Eine stärker gestreckte Version, die ich als Luminanz-Layer verwende

    Interessant. Wie gehst du dabei genau vor: zwei Kopien des Bilds als Layer? Mich würde vor allem interessieren wie du das mit der Luminanzebene machst.