Posts by Gerd K.

    Hallo,


    Den Doppelstern ΣB 12, ψ1 91 Aqr, A BC, konnte ich mit meinem 300/1200mm Newton beobachten. Die Vergrößerung war 67x.

    Meine Notizen zu dieser Beobachtung:


    Ein heller gelblicher und ein schwacher bläulicher Stern.

    Der Doppelstern ist getrennt.

    Der Doppelstern steht in einer interessanten Gruppe von Sternen. Westlich vom Doppelstern ψ1 91 Aqr steht ein Dreieck aus drei Sternen dessen Spitze die zu ψ1 91 Aqr zeigt, wiederum aus drei Sternen, den Doppelstern Σ 2993, gebildet wird.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo,


    Wenn ich Doppelsterne beobachte, was ich allerdings jetzt schon lange nicht mehr getan habe, dann suche ich diese mit Karte, Sucher und Aufsuchokular auf. Ich habe kein GoTo und werde mir auch keines mehr zulegen (müssen).


    In diesem Forum wurde schon auf eine gute Doppelsternliste hingewiesen:



    Mit der dazugehörigen Liste:


    Farbige Doppelsterne.


    Diese und die Liste der VdS nehme als Grundlage für Beobachtungen von Doppelsternen.


    VdS Doppelsternliste.


    Oder – was ich am traurigsten fände – dass die visuellen Beobachter tatsächlich immer mehr aussterben.

    Das halte ich für eine gewagte These.

    Es gibt sicher noch zur Genüge die visuellen Beobachter, auch die Doppelsterne beobachten. Ich bin der Meinung, das nur ein kleiner Teil der Leute die sich überhaupt mit diesem Hobby befassen, in einem Forum aktiv sind. Ich würde und werde kaum auf die Anzahl der Beiträge die im visuellen Forum veröffentlicht werden, Rückschlüsse ziehen, wie viele visuelle Beobachter es noch gibt oder ob diese tatsächlich immer mehr aussterben.

    Wenn ich hier im diesem Thema zwischen den Zeilen lese:


    Moderne Zeiten..


    Dann gibt es auch im diesem Forum viele visuelle Beobachter, die beobachten und das auch genießen und nicht den Drang haben in einem Forum darüber zu schreiben.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo,


    Mit den Koordinaten, Nummern und den farblichen Eindruck in dieser Liste tue ich manchmal schwer. So wie bei dem nächsten Doppelstern, den ich von dieser Liste beobachtet habe.

    Den Doppelstern Σ 2909, 55 ζ1 2 Aqr, A B habe ich mit zwei verschiedenen Teleskopen beobachtet. Einmal mit dem 254/3048mm Cassegrain mit einer Vergrößerung von 127x und einmal mit dem 300/1200mm Newton mit einer Vergrößerung von 255x.

    Bei beiden Beobachtungen notierte ich zwei helle und gleich helle weiße Sterne die eng zusammenstehen. Farbe konnte ich bei beiden Beobachtungen nicht sehen.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo,


    Jetzt verbleiben noch 3 Tage, um das Projekt zu realisieren.

    Rund 38.000€ von den benötigten 64.000€ wurden bisher erreicht, es fehlen noch rund 26.000€. Jeden Tag müssten jetzt noch rund 87 Interessenten gefunden werden, um den Mondatlas zu realisieren.


    Viele Grüße

    Gerd

    Die Nacht vom 21. Januar.


    Hallo,


    Diese Woche habe ich noch frei. Ich kann mich nach dem Wetter richten und wenn es passt zum Beobachten fahren. Ab nächste Woche muss sich das Wetter wieder nach meinem Schichtplan richten. Ich habe nur noch keine Kontaktadresse gefunden, wohin ich meinem Schichtplan senden könnte, damit das Wetter danach geplant werden kann.

    Die Wettervorhersagen taten sich ohnehin sehr schwer, für diese Nacht das Wetter vorherzusagen. Alle Wetterseiten meinten die Nacht wird bewölkt, allenfalls ein oder zwei Stunden bleiben klar. Am besten passte die Vorhersage vom DWD in der Warnwetter-App. Die lagen etwas richtiger als die anderen Vorhersagen.


    Nachdem am späten Nachmittag immer noch keine Wolken aufziehen wollten, packte ich meine Sachen für die Nacht ein.

    An diesem Abend fuhr ich zu einem dunklen Ort der auf eine Bergrücken, oder besser einen Hügelrücken liegt. Nach Süden und nach Norden fällt das Land ab. Falls Nebel aufkommt, ist es dort oben immer noch frei.


    Die Nacht blieb tatsächlich frei von Wolken, so das ich ein paar Stunden beobachten konnte.

    In dieser Nacht beobachtete ich mit meinem 254/3048mm Cassegrain den ich zusammen mit meinem 110/770mm Refraktor auf der Losmandy G11 aufbaute. Hauptsächlich beobachtete ich mit dem Cassegrain, mit dem Refraktor wollte ich nur etwas testen.


    In dieser Nacht beobachtete ich vor allem Offene Sternhaufen und die Planeten.




    Himmel und Bedingungen:

    Klarer Himmel ohne Wolken. Vom Westen ziehen zu Beginn der Nacht dünne Wolken auf, die sich aber wieder auflösten. Der Himmelshintergrund ist grau aufgehellt. Die Transparenz ist mittelmäßig. Zwischendurch weht immer wieder ein kalter Wind.


    In der Dämmerung suchte ich noch die Venus und den Saturn auf. Die Halbvenus konnte ich wieder gut sehen, auf dem unruhigen Saturn konnte ich zumindest den Ringschatten und einige Wolkenbänder unterscheiden.


    Die Notizen zu meinem Beobachtungen in dieser Nacht:


    NGC 581 (Messier 103). Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia.

    Messier 103 ist ein kleiner aber deutlich sichtbarer Sternhaufen der im Feld sofort auffällt.

    Der Sternhaufen hat eine dreieckige Form. Die Spitzen vom Dreieck werden werden von zwei hellen und einem schwächeren Stern gebildet. In der Mitte des Sternhaufens steht ein deutlich orange Stern.

    Im Sternhaufen ist eine mittlere Anzahl sehr unterschiedlich heller Sterne die noch locker zusammenstehen.


    NGC 663. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Der Sternhaufen ist hell und deutlich im Feld zu sehen.

    Der Sternhaufen ist zweigeteilt. Eine Lücke teile den Sternhaufen in einen größeren östlichen und einen kleineren westlichen Teil.

    Im Sternhaufen sind sehr verschieden helle, überwiegend mittelhelle Sterne.

    Der Sternhaufen hat eine sehr unregelmäßige Form. Aus dem Sternhaufen gehen Sternketten heraus. Nahe der Mitte vom Sternhaufen kann ich einen schwachen, leicht rötlichen Stern sehen.

    Im Refraktor ist der Sternhaufen deutlich zu sehen und in viele schwache Sterne aufgelöst.


    NGC 654. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 169x.

    Ein kleiner Sternhaufen der im Feld noch gut auffällt.

    Der Sternhaufen wirkt sehr kompakt. Die mittelhellen und schwache Sterne stehen dicht zusammen. Vom Süden her kommend zieht sich eine sternleere Bucht in den Sternhaufen hinein. Am östlichen Rand der Bucht steht ein heller blassroter Stern.

    Die Sterne im Sternhaufen sind nicht ganz weiß, sondern gehen ins blass-rote.

    Im Refraktor ist der Sternhaufen als kleines Wölckchen neben dem blassroten Stern, HD 10494, zu sehen.





    Berkeley 7. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.

    Der Sternhaufen ist unscheinbar und fällt im Feld kaum auf.

    An der Stelle des Sternhaufens stehen ein paar wenige, etwas dichter stehende schwache Sterne.

    Im Refraktor kann ich nur ein kleines Sternwölkchen sehen.

    Stock 5. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Der Sternhaufen ist ein Ring aus hellen Sternen

    Der Sternhaufen setzt sich deutlich vorm Hintergrund ab. In den Ring aus hellen Sternen sind noch viele schwache Sterne eingeflochten. Im Zentrum vom Ring stehen nahezu keine Sterne.

    Im Refraktor sind die hellen Sterne vom Ring zu sehen.


    Kleinplanet (69) Hesperia. Im Sternbild Orion. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    (69) Hesperia konnte ich anhand einer Karte im Feld identifizieren.

    Hesperia ist das letzte Sternchen einer Ost-West ausgerichteten Sternkette. Im Westen steht der Stern π1 Ori, am Ostende der Kleinplanet Hesperia.

    Hesperia ist ein deulich sichtbares Sternchen.

    Im Refraktor ist Hesperia deutlich zu sehen.


    NGC 1662. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Orion. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Der Sternhaufen fällt im Feld sofort auf.

    Der Sternhaufen ist eine Halbkreis- oder C-geformte Linie aus überwiegend hellen und einigen schwachen Sternen.

    Im südlichen Teil vom C kann ich zwei blass-rote Sterne sehen.

    Im Refraktor ist der Sternhaufen und die C-Form deutlich zu sehen.


    Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.

    Jupiter steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.

    Auf Jupiter konnte ich unzählige Strukturen in den farbigen Wolkenbändern sehen.


    NGC 1528. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Ein großer und heller Sternhaufen der im Feld sofort auffällt.

    Im Sternhaufen sind sehr viele mittelhelle und schwache Sterne. Zwischen den Sterne sind viele kleine Lücken ohne Sterne. Der Sternhaufen hat eine dreieckige Form.

    Im Refraktor ist der Sternhaufen deutlich zu sehen und in viele Sterne aufgelöst. Die dreieckige Form fällt deutlich auf.


    NGC 1545. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.

    Der Sternhaufen fällt im Feld zunächst nicht so sehr auf. Erst eine höhere Vergrößerung läßt den Sternhaufen sichtbar werden.

    Der Sternhaufen besteht aus verstreuten schwachen Sternen. Zwischen den Sternen sind viele Lücken.

    Am Westrand vom Sternhaufen stehen zwei helle Sterne. Der eine ist leicht rötlich, der andere bläulich. Zusammen mit einem schwächeren Stern bilden die Sterne ein auffälliges Dreieck dessen Spitze vom Sternhaufen weg weist.

    Im Refraktor ist nur dieses Dreieck zu sehen.


    NGC 1513. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.

    Der Sternhaufen fällt im Feld gut auf.

    Im Sternhaufen sind viele mittelhelle und viele schwache Sterne. Die Sterne ordnen sich zu einem hellen und breiten Ring an, der aussieht wie ein halber Donut. Der Ring ist nach Osten offen. In der Öffnung vom Ring sind nahezu keine Sterne.


    Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.

    Mars steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.

    Die dunklen Strukturen haben einen hohen Kontrast zum rötlichen Mars. Die Polhaube ist hellweis. Der gegenüberliegende Pol wirkt dunstig und aufgehellt. Den Bereich Olympus Mons konnte ich als deutlich hellere Stelle sehen.


    Die Messwerte für diese Nacht.




    SQM-L.




    Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.



    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtungshinweis: Der Merkur beim Saturn.


    Hallo,


    Am Dienstag dem 25. Februar 2025 steht am Abendhimmel der Merkur nahe am Saturn.

    Diese Begegnung findet am Abendhimmel statt. Es wird erst wenig vor dem Untergang der beiden Planeten dunkel genug, um Merkur und Saturn sehen zu können. Für Saturn schätze ich, das schon ein Fernglas benötigt wird um ihn sehen zu können.

    Merkur und Saturn haben am diesem Abend einen Abstand von rund 1,5°. In den Tagen zuvor und danach kann die relative Bewegung der beiden Planeten zueinander gesehen werden.





    Viel Erfolg beim beobachten

    Gerd


    Die Grafik wurden mit Stellarium erstellt.


    Stellarium Astronomy Software

    Hallo Horst-Dieter,


    Wieder ein schönes Foto von dir.

    Ich habe jetzt im Winter die gleiche Situation, das ich die Sonne erst an zwei Schornsteinen vorbei bringen muss, oder dann eine Aufnahme starte, wenn die Heizung sich vom Nachbarhaus wieder abgeschaltet hat und die Luft sich beruhigt.

    Im Moment muss ich noch mit dem 110/770mm Refraktor vom Balkon aus beobachten. Ich hoffe, das ich ab Februar meinem 152/1200mm Refraktor einsetzen kann. Der Platz wo ich ihn normalerweise aufstelle, liegt den gesamten Vormittag noch im Schatten der umgebenden Häuser.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo,


    Und warum will man sie sehen und fotografieren? Sieht sie im Teleskop anders aus als die übrigen 10000 Sonden im Orbit?

    Das steht hier erklärt:


    das ist genau der Punkt, der uns etwas
    ueber den Zustand des Sonnenschirms nach 11 Jahren im All lehren soll.
    Helligkeits- und Farbmessungen sind deshalb technisch/wissenschaftlich
    spannend und erwuenscht.

    Das müsste man jetzt nur lesen können und wollen und richtig interpretieren können und wollen. Das ist scheinbar nicht der Fall...


    Viele Grüße

    Gerd

    21. Januar 2025.


    Hallo,


    Der Himmel war heute Vormittag überraschend frei von Wolken.

    Auf der Sonne stehen wieder viele Flecken. Gegen 11:30 Uhr MEZ konnte ich einen hellen Flare sehen.


    Meine Notizen von heute:


    Weißlicht:

    110/770mm ED-Refraktor/Lunt Herschelprisma mit einem Polarisationsfilter und einem 540/8nm Kontrastfilter.


    Die Sonne ist beidseitig vom Sonnenäquator mit Flecken überzogen.

    Es sind auf der Sonne zwei große Gruppen mit großen Flecken und Gruppen mit vielen kleinen Flecken. Nahe am Ostrand stehen sehr kleine Flecken.

    Die randnahen Fackeln sind nicht sehr ausgedehnt und auch nicht sehr hell.


    H-alpha:

    80mm Lunt H-alpha Sonnenteleskop mit zwei Etalons und einem 18mm Blockfilter.


    Die Fackeln in den Aktiven Regionen sind hell und sehr strukturiert. In den Fackeln sind viele schmale Filamente eingebettet.

    Über die Sonne verteilen sich viele Filamente. Der Norden der Sonne ist frei von Filamenten.

    Am Südwestrand der Sonne geht ein Filament in eine Protuberanz über.

    Die Protuberanz bei diesem Filament ist hell und deutlich zu sehen. Weiter nördlich steht eine kleine und sehr helle eruptive Protuberanz. Am Südostrand stehen zwei weitere Protuberanzen. Eine davon ist in die breite gezogen.

    Gegen 11:30 Uhr MEZ steht ein heller Flare in der Gruppe 3967.


    Die Sonne vom 21. Januar 2025:



    Die Sonne vom 21. Januar 2025





    Aufgenommen gegen 10:35 Uhr MEZ.

    Optik: 110/770mm Refraktor.

    Kamera: TS 183 MA.


    Fleckengruppe 3961.





    Die Sonne, aufgenommen mit einem G-Band Filter.





    Aufgenommen mit einem 430,3/2nm Altair Astro "G-Band" Filter.

    Optik: 110/770mm Refraktor.

    Kamera: TS 183 MA.


    Die Sonne in der H-alpha Linie.





    Weißlichtbeobachtung 1.373.

    H- alpha Beobachtung 865.

    Beobachtung 12/2025.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Jörg,


    Für mich hängt das mit der immer weiter zunehmenden Lichtverschmutzung zusammen.

    Und die wird immer schlimmer.

    Bei mir auf dem Land fressen sich die Neubaugebiete immer weiter ins Land, ebenso die Gewerbegebiete. Es wird alles immer mehr beleuchtet. Wenn ich bei mir draußen auf dem Land beobachte, geht selbst da inzwischen alles im Lichtsumpf unter. Der Hintergrund im Okular ist nur noch grau.

    Zu einem dunklen Ort, bei dem ich ungestört bin, vor allem vor der nächtlichen Landwirtschaft mit ihren Flutlichtmaschinen, muss ich inzwischen ebenfalls weit fahren. Das geht dann auch nur am Wochenende.


    2024 waren die Einschränkungen im Frühjahr der Saharastaub, der einige mögliche Nächte wegnahm und die schlechten Wetterbedingungen im Herbst und Winter.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Lothar,


    Danke für das nette Feedback.


    Wenn du das Hobby Astronomie nicht hättest würdest du bestimmt die Wetterbeobachtung als Hobby betreiben.

    Ja, so etwas in dieser Art würde ich tun. Zumindest etwas was mit der Natur oder der Wetterbeobachtung zu tun hätte. Das ist etwas,was mir gefällt.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo,


    Ich führe auch ein wenig Statistik über das, was ich so beobachte.

    Das Jahr 2024 war sehr gemischt, was das Beobachten anbelangt. Ich konnte zwar oft beobachten, aber in meinem Einträgen steht auch immer wieder: aufgehellter Himmel, aufziehende Wolken, geringe Transparenz und so weiter.

    Nachts konnte ich nicht einmal so viel Beobachten, denn meist zogen Wolken auf, oder der Staub aus der Sahara verhinderte die Durchsicht. Im Frühjahr ging die Sonne oft hinter einem staubigen Himmel unter.




    Sonnenuntergang hinter Saharastaub.



    Im Jahr 2024 konnte ich insgesamt 109 Tage und 36 Nächte für dieses Hobby nutzen.

    Die Tage verbrachte ich oft mit der Beobachtung der Sonne. Dadurch das ich im Schichtdienst arbeite konnte ich die Sonne sehr oft am Vormittag oder am frühen Nachmittag beobachten. Es ergaben sich immer wieder Gelegenheiten für die Beobachtung der Sonne.

    2024 habe ich mich auch mehr mit der Fotografie der Sonne beschäftigt, einen Rückblick dazu habe ich hier geschrieben:



    Im Sonnensystem beobachtete ich:

    • 109x die Sonne.
    • 21x den Mond.
    • 3x den Merkur.
    • 7x die Venus.
    • 4x den Mars.
    • 17x den Jupiter.
    • 11x den Saturn.
    • 3x den Uranus.
    • 6x Kleinplaneten.
    • 9x Kometen.

    Diese Kleinplaneten kamen vor das Objektiv:

    • (4) Vesta.
    • (7) Iris.
    • (16) Psyche.
    • (18) Melpomene.
    • (37) Fides.
    • (704) Interamnia.

    Diese Kometen konnte ich beobachten:

    • 12P/Pons-Brooks.
    • 62P/Tsuchinshan.
    • 144P/Kushida.


    In der Deep-Sky Beobachtung konnte ich nicht so viel beobachten. Meist zogen an den Wochenenden an denen ich Zeit dafür gehabt hätte Abends Wolken auf. Die wenigen Möglichkeiten an denen die Nächte klar waren war ich entweder in der Firma oder musste am nächsten Morgen wieder früh heraus.

    Eigentlich konnte ich nur an wenigen Nächten so richtig beobachten. Ein paar davon habe ich hier im Forum veröffentlicht:





    Außerhalb vom Sonnsystem beobachtete ich:

    • 3 Dunkelnebel.
    • 2 Doppelsterne.
    • 9 Kohlenstoffsterne.
    • 21 Offene Sternhaufen.
    • 3 Kugelsternhaufen.
    • 11 Galaktische Nebel.
    • 4 Planetarische Nebel.
    • 23 Galaxien.

    Die schönsten Ereignisse im Jahr 2024 waren das helle Polarlicht vom 10. Mai 2024:



    Das Polarlicht vom 10. Mai 2024



    Die Bedeckung vom Saturn durch den Mond am 21. August 2024:





    Die partielle Mondfinsternis vom 18. September 2024 konnte ich ebenfalls beobachten:





    Für diese Beobachtungen werden auch Teleskope benötigt. Von meinem Teleskopen kamen zum Einsatz:

    • 10x der 80/400mm Refraktor.
    • 105x das Lunt H-alpha Sonnenteleskop.
    • 72x der 110/770mm ED-Refraktor.
    • 53x der 152/1200mm ED-Refraktor.
    • 20x der 10"/f12 Cassegrain.
    • 6x der 12"/f4 Newton.


    Ein paar Jahre zeichne ich meine Beobachtungen schon auf, insgesamt sind es 42 Jahre die ich bisher nachvollziehen kann. Die Top drei meiner benutzen Teleskope sind:

    1. Das Coronado PST mit 611 Einsätzen.
    2. Der 150/3000mm Schiefspiegler mit 537 Einsätzen.
    3. Der 80/910mm Refraktor mit 411 Einsätzen.


    Insgesamt habe ich bis heute in 1.398 Tag- und 734 Nachtbeobachtungen 3.423x ein Teleskop eingesetzt. Meist kommen bei mir zwei Teleskope auf die Montierung, wie z.B. das Teleskop für Weißlicht und das Teleskop für die H-alpha Beobachtung.


    Was sich bei mir immer mehr bemerkbar macht, ist die Abkehr von der "extremen" Deep-Sky Beobachtung. Das ansehen von nur sehr schwachen nebligen Galaxien oder Nebelchen macht mir in er Tat nicht mehr so viel Spaß, das merkte ich wieder in den letzten Nächten.


    Viele Grüße und viele klare Tage und Nächte

    Gerd

    Hallo Christian,


    Danke für diesen schönen Bericht. Da scheint sich das Rausfahren ja auf jeden Fall gelohnt zu haben, super!

    Für mich lohnt sich das herausfahren zu diesem sehr abgelegen Platz nicht nur wegen der Dunkelheit an diesem Platz, sondern vor allem wegen der Ruhe. An diesem Platz bin ich mitten in der Natur und höre dort nahezu nichts anderes als die Stimmen der Natur.

    Naja, nicht ganz...

    Der Platz liegt in einer Linie von Grafenwöhr und Illesheim. Beides Truppenübungsplätze. Ich habe dort in der Nacht schon tieffliegende Apache und tief kreisende Militärhubschrauber gehabt. Die sind zum Glück aber selten.


    Also auch voelen Dank dafür, dass du auch das im Bericht erwähnst!

    Das kritische Beobachten gehört für mich dazu. Lieber auch mal eingestehen nichts oder nicht sicher gesehen zu haben als das unsichere Objekt als gesehen notieren.


    Viele Grüße

    Gerd

    Die Nacht vom 19. Januar.


    Hallo,


    Auch in dieser Nacht beobachtete ich wieder sehr verschiedene Objekte an meinem dunklen Platz im Steigerwald.

    In dieser Nacht kam wieder mein 254/3048mm Cassegrain mit dem 80/400mm Refraktor als Sucher zum Einsatz.


    Himmel und Bedingungen:

    Klarer Himmel ohne Wolken. Sehr hohe Luftfeuchtigkeit die sich als Reif auf dem Teleskop absetzt. Der Himmel ist aufgehellt, die Umgebung kann ich sehen. Die Transparenz ist nicht optimal.


    Meine ersten Ziele waren wieder die Venus und der Saturn.


    Venus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Die Halbvenus kann ich deutlich im Okular zu sehen.


    Saturn. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.

    Saturn steht unruhig im Okular und wird nicht sehr scharf abgebildet.

    Den Ringschatten und einige Wolkenbänder kann ich sehen.




    Venus und Saturn am Abendhimmel.



    Nach der Venus und dem Saturn stellte ich sehr unterschiedliche Objekte ins Okular ein.


    NGC 935. Eine Galaxie im Sternbild Widder. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.

    Direkt an einem schwachen Stern kann ich eine sehr schwache Aufhellung sehen.

    Die Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege.


    NGC 932. Eine Galaxie im Sternbild Widder. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.

    Die Galaxie ist eine sehr schwache ovale Aufhellung, die noch gut zu sehen ist.

    Die Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege.


    NGC 1055. Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.

    Die Galaxie ist eine sehr schwache länglich ovale Aufhellung.

    Die Aufhellung ist gleichmäßig hell.
    Zwei helle Sterne direkt bei der Galaxie stören bei der Beobachtung.


    NGC 1068 (Messier 77). Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.

    Die Galaxie kann ich deutlich im Feld sehen.

    Sie ist eine neblige rund/ovale Aufhellung mit einem kleinen Kern oder einen Stern vor dem Kern.


    NGC 1087 und NGC 1090. Galaxien im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.

    Beide Galaxien sind neblig ovale Aufhellungen die ich gerade noch sehen kann.

    Beide Galaxien sind gleichmäßig hell. NGC 1087 ist nord-süd, NGC 1090 ist ost-west ausgerichtet.


    Kleinplanet (15) Eunomia. Im Sternbild Fuhrmann. Beobachtet mit einer Vergrößerung vonm 76x.

    (15) Eunomia kann ich im Feld identifizieren.

    Der Kleinplanet ist ein deutlich sichtbares Sternchen.


    Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.

    Jupiter steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.

    Die Monde sind kleine Scheibchen und sie sind verschieden groß. Auf Jupiter kann ich viele Einzelheiten sehen.


    NGC 1798. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.

    Der Sternhaufen ist eine größere neblige Fläche mit einer leicht körnigen Struktur.

    In diesem Nebel sind einzelne hellere Sterne. Die Aufhellung ist nicht gleichmäßig hell. Ich kann dunklere Strukturen darin sehen.


    Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.

    Mars steht ruhig im Okular und wird scharf abgebildet.

    Auf Mars kann ich viele Details sehen.


    Die Messwerte für diese Nacht.




    SQM-L.




    Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.


    Viele Grüße

    Gerd

    Beobachtungsnächte im Januar 2025.


    Hallo,


    Zwei Nächte konnte ich in den letzten Tagen nutzen, um am Nachthimmel zu beobachten.

    In beiden Nächten beobachtete ich an meinem dunklen Platz im Steigerwald. In beiden Nächten kam mein 254/3048mm Cassegrain zusammen mit dem 80/400mm Refraktor als Sucher zum Einsatz.


    Die Nacht vom 18. Januar.




    Abenddämmerung.


    Himmel und Bedingungen:

    Klarer Himmel ohne Wolken. Gute Durchsicht. Hohe Luftfeuchtigkeit die sich als Reif auf dem Teleskop absetzt.


    Die ersten beiden Ziele waren die Venus und der Saturn.

    Bei der Venus war die Halbvenus wieder gut zu sehen.

    Saturn habe ich mit einer Vergrößerung von 346x und einem Neodymium Filter beobachtet.

    Saturn steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.

    Den Schatten vom Ring auf Saturn kann ich deutlich sehen. Der Schatten von Saturn auf dem Ring ist ebenfalls sehr deutlich zu sehen. Auf Saturn kann ich einige Wolkenbänder unterscheiden.

    Dann kamen ein paar Galaxien und Planeten an die Reihe.


    NGC 450. Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.

    Die Galaxie ist eine sehr schwache flächig ovale Aufhellung.

    Diese Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege. Wenn ich das Teleskop leicht anstupse, sehe ich die Galaxie besser. Die Galaxie steht an einem Dreieck aus schwachen Sternen. Der Stern 38 Cet sollte aus dem Feld gehalten werden.

    Die Galaxie PGC 4545 kann ich nicht eindeutig sehen.


    NGC 770 und NGC 772. Galaxien im Sternbild Widder. Beobachtet mit Vergrößerungen von 218 und 277x.

    Die Galaxie NGC 772 kann ich deutlich im Feld sehen.
    Sie ist eine neblige Aufhellung.

    Mit einer Vergrößerung von 277x meine ich immer wieder die Galaxie NGC 770 sehen zu können.





    Uranus. 

    Uranus konnte ich als ein blassblaues Scheibchen sehen.

    Mit einer Vergrößerung von 455x habe ich versucht, Monde vom Uranus zu sehen. Die Monde Oberon, Ariel und Titania meinte ich zuordnen zu können. Die Beobachtung ist aber nicht sicher.


    Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.

    Jupiter stand abwechselnd ruhig und auch immer wieder unruhig im Okular.

    Ich konnte den Beginn vom Io Durchgang beobachten. Io war neben Jupiter ein blasses orange-rotes Scheibchen. Beim Eintritt vor Jupiter war Io ein helles Scheibchen.


    R Lep. Ein Kohlenstoffstern im Sternbild Hase. Beobachtet mit Vergrößerung von 76x.

    R Lep ist ist mir nicht im Feld aufgefallen.


    Jupiter.

    Den Schatten von Io auf Jupiter kann ich gut sehen. Der Schatten ist tiefschwarz.


    Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.

    Mars steht sehr ruhig im Okular und wird scharf abgebildet.

    Die große Syrte kann ich sehr deutlich sehen. Thyrenna schließt sich daran an. Utopia setzt setzt sich dunkel vor der Polhaube ab.


    Oft messe ich in den Nächten die Himmelshelligkeit mit einem SQM-L und auch die Temperatur sowie die relative Luftfeuchtigkeit. Das ist für mich immer interessant zu sehen, wie sich diese Werte im Laufe der Nacht ändern. Die drei Werte trage ich in eine Grafik ein, in der der Verlauf zu sehen ist.


    Die Messwerte für diese Nacht.




    SQM-L.




    Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.


    Viele Grüße

    Gerd

    20. Januar 2025.


    Hallo,


    Der Himmel heute Vormittag war dunstig blau, aber noch überraschend gut für die Beobachtung der Sonne.

    Es stehen derzeit drei große Gruppen auf der Sonne, in denen in der H-alpha Linie aber nicht viel Aktivität ist.


    Meine Notizen von heute:


    Weißlicht:

    110/770mm ED-Refraktor/Lunt Herschelprisma mit einem Polarisationsfilter und einem 540/8nm Kontrastfilter.


    Über die Sonne verteilen sich drei große und entwickelte Gruppen und noch viele Gruppen mit kleinen Flecken.

    Die Fackeln fallen kaum auf.

    Die Gruppe 3961 konnte ich mit den freien Augen sehen.


    H-alpha:

    80mm Lunt H-alpha Sonnenteleskop mit zwei Etalons und einem 18mm Blockfilter.


    Auf der Chromosphäre stehen viele Aktive Regionen mit hellen Fackeln.

    Über die Sonne verteilen sich viele dunkle Filamente.

    Am Sonnenrand stehen kleine Protuberanzen. Am Westrand schwebt eine schwache abgelöste Protuberanz über dem Sonnenrand.


    Die Sonne vom 20. Januar 2025:



    Die Sonne vom 20. Januar 2025





    Aufgenommen gegen 11:40 Uhr MEZ.

    Optik: 110/770mm Refraktor.

    Kamera: TS 183 MA.


    Fleckengruppen 3959, 3961, 3962, 3965 und 3970.





    Die Sonne in der H-alpha Linie.





    Weißlichtbeobachtung 1.372.

    H- alpha Beobachtung 864.

    Beobachtung 11/2025.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Marcus,


    Vielen Dank für das veröffentlichen von deinem schönen Bericht.

    Ich konnte die vergangene Nacht ebenfalls nutzen für die Planeten und ein wenig Deep-Sky. Und auch ich konnte viele tolle Dinge sehen.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Christian,

    habe ich die Schattendurchgänge zwar immer interessiert zur Kenntnis genommen, aber für meine Bedingungen (Ort/Setup) als utopisch verworfen. Aber wenn es gerade so läuft, kann ich am Montag natürlich mal ausprobieren, ob ich beim Durchgang von Ganymed etwas erkennen kann

    Die Schattendurchgänge sind einfach zu sehen, denn der Schatten vom Mond hebt sich kontrastreich vor dem Planetenscheibchen ab. Die Schatten fallen schon bei niedriger Vergrößerung als dunkler Punkt vor dem Planetenscheibchen auf. Die Durchgänge der Monde selbst sind deutlich schwieriger zu sehen, denn hier ist der Kontrast zum Planetenscheibchen nicht so hoch. Da ist es am besten, den Mond vor dem Durchgang zu beobachten und den weiterzuverfolgen wenn er in Jupiter "eintaucht".


    Das habe ich natürlich auch gleich ausprobiert. Beim ersten Blick hat die Sonnenoberfläche durch den Grünfilter hat die Sonnenoberfläche ein wenig gekräuselt gewirkt und ich dachte erst, das wäre vielleicht ein Effekt des Seeings.

    Das ist schon das Netzwerk der Granulation.

    Mit einem Grünfilter oder noch besser mit einem SolarContinuum kann der Kontrast auf der Photosphäre erhöht werden. Nicht nur die Granulation ist dann besser zu sehen, sondern auch die randnahen photosphärischen Fackeln.


    Viele Grüße

    Gerd

    19. Januar 2025.


    Hallo,


    Der Himmel war heute Vormittag frei von Wolken. Die Sonne stand allerdings unruhig im Okular.

    Neben dem großen Fleck der 3959 konnte ich auch die Gruppe 3961 mit den freien Augen und einer Finsternisbrille sehen.


    Meine Notizen von heute:


    Weißlicht:

    110/770mm ED-Refraktor/Lunt Herschelprisma mit einem Polarisationsfilter und einem 540/8nm Kontrastfilter.


    Die Nordhälfte ist die aktivere Hälfte der Sonne

    Die Nordhälfte wird von Ost- nach West von Fleckengruppen überzogen. Auf der Südhälfte steht eine weit entwickelte, große Gruppe und wenige kleine Flecken.

    Die Fackeln sind nicht sehr hell.

    Den großen Fleck aus der Gruppe 3959 und die Gruppe 3961 kann ich mit Hilfe einer Finternisbrille mit dem freien Augen sehen.


    H-alpha:

    80mm Lunt H-alpha Sonnenteleskop mit zwei Etalons und einem 18mm Blockfilter.


    Die Aktiven Regionen sind deutlich zu sehen. Es ist aber keine besondere Aktivität in ihnen. Die Aktive Region 3968 ist deutlich heller. Die Aktiven Regionen verteilen sich als einzelne Inseln auf der Chromosphäre.

    Filamente stehen vor allem am Ostrand der Sonne und bei der Aktiven Region 3959.

    Am Sonnenrand stehen nur kleine Protuberanzen. Am Ostrand schwebt eine abgelöste Protuberanz über dem Sonnenrand.


    Die Sonne vom 19. Januar 2025:



    Die Sonne vom 19. Januar 2025





    Aufgenommen gegen 10:35 Uhr MEZ.

    Optik: 110/770mm Refraktor.

    Kamera: TS 183 MA.


    Fleckengruppen 3959, 3961, 3962 und 3965.





    Die Sonne, aufgenommen mit einem G-Band Filter.



    Die Sonne vom 19. Januar 2025, G-Band



    Aufgenommen mit einem 430,3/2nm Altair Astro "G-Band" Filter.

    Optik: 110/770mm Refraktor.

    Kamera: TS 183 MA.


    Die Sonne in der H-alpha Linie.





    Weißlichtbeobachtung 1.371.

    H- alpha Beobachtung 863.

    Beobachtung 10/2025.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo Christian,


    Kurze Nachfrage: Wird denn die Sichel nur am Taghimmel erkennbar sein? Oder geht dann die Venus so früh unter?

    Die Venus nähert sich nach ihrer östlichen Engolation scheinbar der Sonne an. Eventuell kann das in dieser Grafik erkannt werden:


    Venusorbit.


    Je näher die Venus zu ihrer unteren Konjunktion kommt, um so mehr sehen wir auf die Nachtseite der Venus. Das sieht dann so aus, wie die Mondphasen in klein. Eine Weile kann schon noch die Sichel der Venus gefahrlos beobachtet werden. Man muss dann eben damit aufhören, wenn zu nahe an der Sonne beobachtet wird.

    Vor der unteren Konjunktion ist die Beobachtung ungefährlicher als nach der unteren Konjunktion.


    Vor der unteren Konjunktion steht die Sonne westlich der Venus. Bei einem nicht nachgeführten Teleskop läuft die Sonne vom Teleskop weg.

    Nach der unteren Konjunktion steht die Sonne östlich von der Venus. Bei einem nicht nachgeführten Teleskop läuft die Sonne auf das Teleskop zu und eventuell auch in das Teleskop "hinein".


    Fazit:

    Die Sichel der Venus nur so lange Beobachten, so lange diese nicht zu nahe an die Sonne kommt und sich das selbst zutraut. Ungefährlicher ist es vor der unteren Konjunktion, gefährlicher nach der unteren Konjunktion.

    Die Venus muss dabei durchaus am Taghimmel aufgesucht werden. Dafür gibt es Hilfsmittel damit das auch ohne GoTo klappt.


    Viele Grüße

    Gerd