Posts by Gerd K.

    Die partielle Mondfinsternis vom 18. September 2024.


    Ein kleines Stückchen fehlt vom Mond.


    Hallo,


    Die partielle Mondfinsternis liegt schon eine Weile zurück. Ich möchte hier von meinem Endrücken berichten.




    Die partielle Mondfinsternis begann spät in der Nacht und fand früh am Morgen ihren Höhepunkt. Um 4:45 Uhr MESZ war die maximale Verfinsterung, der Mond wurde zu rund acht Prozent vom Kernschatten der Erde verfinstert.
    Die Wettervorhersagen waren für diese Nacht sehr uneinheitlich. Für meinem Standort wurde eine komplett bewölkte Nacht vorhergesagt, weiter nördlich waren die Wettervorhersagen zuversichtlicher.
    Die Mondfinsternis beobachtete ich beim Aussichtsturm auf dem Kreuzberg bei Nordheim.





    Für die Beobachtung setzte ich meinem 10" Cassegrain ein, zum fotografieren nutzte ich meinem 110/770mm Refraktor. Die Teleskope baute ich Seite an Seite auf die Losmandy G11 auf.





    Der Himmel war sehr unterschiedlich bewölkt.





    Dichte Wolkenfelder wechselten sich mit langen klaren Abschnitten ab. In den großen Wolkenlücken war der Mond immer wieder gut zu sehen.



    Zuerst beobachtete ich Saturn bei einer Vergrößerung von 346x.
    Titan steht gegen 1 Uhr MESZ rund fünf Bogensekunden südlich von Saturn. Titan ist im Okular ein kleines rötliches Scheibchen, Nahe an Saturn stehen die Mond Tethys, Dione und Rhea.
    Direkt nördlich am Ring kann ich in Ost-Westrichtung eine schmale dunkle Linie sehen. Die Äquatorregion von Saturn ist deutlich heller als der Rest des Planetenscheibchens. Durch die schmalen Wolkenbänder hat Saturn ein gestreiftes Aussehen.


    Die partielle Mondfinsternis.



    Vollmond.



    Weit entfernt auf dem Kreuzberg lief mitten in der Nacht noch die Weinlese. Nördlich von mir konnte ich eine Erntemaschine sehen und hören. Eine diese Erntemaschinen kam bei mir mit hoher Geschwindigkeit vorbeigefahren, dann war aber wieder Ruhe.




    Eintritt in den Halbschatten (2:51 MESZ).



    Bis halb vier konnte ich noch beobachten, dann zogen wieder dichte Wolken auf. Das Wetterradar zeigte an, das dieses Wolkenfeld sehr groß ist und den Mond nicht mehr freigibt. Nachdem noch dazu hundert Meter von meinem Standort die Weinlese mitten in der Nacht begann, packte ich zusammen.




    Der Mond im Halbschatten (3:25 MESZ).



    Auf dem Weg zurück konnte ich die Grenze der Wolkendecke sehen und darin auch immer wieder den Mond. Ich suchte mir eine abgelegene Straße und konnte die Finsternis mit dem freien Augen beobachten.





    Fotos der partiellen Finsternis machte ich mit 300mm Brennweite auf einem wackeligen Stativ.




    Partielle Finsternis (4:51 MESZ).




    Partielle Finsternis (5:12 MESZ).



    Viele Grüße
    Gerd

    Die Bedeckung vom Saturn durch den Mond

    Schmale Ringe verschwinden hinterm Mond.


    "Packe ich alles ein und es wird nichts, dann ist es ärgerlich."
    "Packe ich nichts ein und es wird etwas, dann ärgere ich mich."


    Hallo,


    Dieses Ereignis liegt schon eine Weile zurück, ich möchte aber dennoch hier von dieser Beobachtung berichten.




    Die Wettervorhersagen für diese Nacht waren sehr gemischt. Größtenteils wurde ein bedeckter Himmel vorhergesagt mit großen Wolkenlücken. Am frühen Morgen vom 21. August sollten wieder Wolken vom Westen aufziehen.


    Für drei Uhr in der Nacht habe ich mir den Wecker gestellt. Ich hatte zum Glück schon alles ins Auto geladen. Der Mond stand an einem nahezu wolkenfreien Himmel. Gegen vier Uhr kam ich an meinem Platz an, an dem ich eine gute Rundumsicht habe. Von zu hause aus kommt der Mond kaum über die Dächer der Häuser.





    Himmel und Bedingungen:
    Wolkiger Himmel mit langen klaren Abschnitten. Der Himmel ist dunstig aufgehellt.
    Bis kurz vor der Bedeckung waren keine Wolken vor dem Mond, bei der Bedeckung zogen dünne Wolken vor dem Mond vorbei.




    Der Himmel um 4:45 Uhr MESZ.



    Mit den freien Augen konnte ich Saturn vor der Bedeckung noch gut beim Mond sehen. Durch den dunstigen Himmel war es um dem Mond sehr aufgehellt, so das der Kontrast von Saturn zum Hintergrund nicht sehr groß war.




    Saturn und Mond vor der Bedeckung.



    Die Annäherung von Saturn an den Mond konnte ich am Cassegrain bei einer Vergrößerung von 127x gut verfolgen. Den Mond Titan konnte ich bis kurz vor der Bedeckung gut sehen.





    Kurz vor der Bedeckung zogen die ersten Wolken vor dem Mond vorbei. Sie waren aber dünn genug und ließen Lücken in denen ich Saturn noch gut sehen konnte.





    Die Bedeckung musste ich durch dünne Wolken und Wolkenlücken beobachten.
    Der Mond schob sich langsam vor Saturn. Es war schon interessant zu sehen, wie erst der schmale Ring westlich von Saturn, Saturn selbst und denn der Ring östlich von Saturn vom Mond bedeckt wurde.





    Das Ende der Bedeckung konnte ich nicht mehr beobachten. Rechtzeitig zum Ende der Bedeckung schoben sich dichte Wolken vor dem Mond.





    Von der Saturnbedeckung habe ich noch ein Video erstellt.



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    Die Bilder und das Video vom Saturn und dem Mond entstanden mit einer Panasonic LUMIX G70.


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo,

    Eben. Man sollte sich das visuelle Bild halt angenehm machen. Ist es z.B.zu hell, .... dann halt eine Pause einlegen.

    Wenn das Bild im Okular zu hell ist, besonders bei der visuellen Beobachtung der Sonne, dann ist die Filterung ungenügend. Bei einem zu hellen Bild entsteht keine große Freude bei der Beobachtung der Sonne. Ein zu helles Bild kann und sollte bei einer Folie mit Neutralfiltern nach gefiltert werden.


    Viele Grüße

    Gerd



    Nachtrag:

    Aber laut Kerste braucht man die ja nicht.

    An aufkommende Streitigkeiten möchte ich mich nicht beteiligen. Das müsst ihr unter euch ausmachen.

    Hallo,


    Die Frage ist ja auch nach der Öffnung und dem Lichtsammel-Vermögen des Teleskops. Auch welche Brennweite.


    Das Lichtsammelvermögen des Teleskops ist bei der Sonne nahezu unerheblich. Es steht bei der Beobachtung der Sonne soviel an Licht zur Verfügung, das es stark gedämpft werden muss.

    Die Öffnung vom Teleskop bestimmt, was es auflösen kann.


    Mit meinem 80mm oder auch dem 110mm Teleskop sehe ich zum Teil deutlich weniger kleine Strukturen in den Flecken oder auch kleine Flecken als wie mit meinem 150mm Teleskop. Die Öffnung vom Teleskop trägt deutlich zur Sichtbarkeit kleiner Strukturen bei. Mit steigenden Durchmesser vom Teleskop kann auch die Granulation immer besser gesehen werden.


    Die Brennweite ist bei der visuellen Beobachtung der Sonne zunächst auch nicht so wichtig. Die Brennweite kommt hauptsächlich bei der Fotografie zum tragen. Eine kleine Brennweite ergibt ein entsprechend kleines Sonnenbild auf dem Chip der Kamera.


    Visuell ist noch ein Kontrastfilter wie entweder der "Baader 7,5nm Solar Continuum" zu empfehlen. Der Kontrast der Fackeln und der Granulation wird deutlich angehoben. Zur weiteren Lichtdämpfung verwende ich ND 0.6 oder ND 0.9 Neutralfilter. Zur zusätzlichen Sicherheit kann noch ein UV/IR-Cut auf KG3 Substrat vor das Okular geschraubt werden. Eventuell hat Beloptik die irgendwann wieder im Angebot.


    Viele Grüße

    Gerd

    Hallo,


    Ich habe schon lange hier nichts mehr geschrieben, das interessierte mich aber doch:


    Interessant finde ich den Filter von Bresser: Da steht in der Anleitung, dass man nicht länger als drei Minuten am Stück beobachten soll.

    Das schreibt auch Baader in der Anleitung zu der ND5.0 Filterfolie:

    Quote

    Unterbrechen Sie die Sonnenbeobachtung alle drei Minuten, damit Ihre Augen sich ggfs. erholen können.

    Quelle:


    Viele Grüße

    Gerd